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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt'

Lexikon der Metaphysik: Offenbarung


ERWEITERTE AUSGABE NOCH NICHT ALS BUCH ERHÄLTLICH - VORRAUSSICHTLICH AB MÄRZ 2022
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Inhaltsverzeichnis

Offenbarung

Offenbarung = intuitive Eingebung i.d.R. des inneren Selbst - entweder des persönlichen Unterbewusstseins oder des Geist der Wesenheit. Diese reagieren auf eine vom äußeren Selbst über längere Zeit intensiv bedachte Fragestellung von weitreichender Bedeutung und liefern ggf. in einer Offenbarung die optimale Lösung mit begleitenden Informationen in nur einem Moment an das äußere Selbst [Lit 193].

Auch Emerson bezeichnet "Verkündigungen der Seele, ihre Manifestationen ihrer eigenen Natur" als Offenbarungen, die stets begleitet seien von einem Gefühl des Erhabenen. Ein Schauer durchziehe alle Menschen beim Empfang einer Wahrheit oder bei der Ausführung einer großen Tat. [Lit 148]

Aber schon das Lesen der Gedanken großer Vordenker kann das Gefühl einer Offenbarung hervorrufen. Sie beinhaltet nach Schopenhauer eine Erkenntnis als Urteil mit dem Prädikat wahr. Derartige, stets konstruktive Er­kenntnisse korrigieren auch tiefsitzende, verinnerlichte Glaubenssätze des äußeren Selbst, wenn sie das oft ängstlich innere Einflüsse herausfilternde äußere Ego erreichen - dann wird die Erkenntnis im äußeren Selbst als Offenba­rung erfahren.

Eine Eingebung ist nur mit einer großen inneren Ruhe verbunden. Eine Offenbarung begleitet dagegen die große inneren Ruhe mit einem tiefen Glücksgefühl: Man weiß plötzlich, schlagartig und ohne zu wissen, woher man es weiß, wie etwas zusammenhängt, was richtig oder falsch ist, was man zu tun oder zu lassen hat oder das sich etwas Wesentliches im weiteren Lebensweg geändert hat. Roberts bezeichnet diese dem äußeren Selbst bei Offenheit allzeit zugänglichen Informationen des inneren Selbst als direktes Wissen [Lit 183].

Jedoch geht jeder Eingebung und Offenbarung eine Inkubationszeit als Entwicklungszeitraum voraus, in welchem das äußere Selbst die Problematik ernsthaft reflektiert. Auch dann, wenn das äußere Selbst etwas Richtiges völlig in Zweifel zieht, neigt das System nach dem US-amerikanischen Mathematiker Peirce dazu, uns das unerwartete, aber korrekte Ergebnis als Wissen zu präsentieren. Auf die Verwirrung durch starke Zweifel setze ein Prozess ein, der das Bewusstsein wieder in einen ausgeglichenen Zustand zurückversetze. [Lit 4]

Nach Roberts liefern zwar persönliches Unterbewusstsein und Geist der Wesenheit viele der von innen kommenden Informationen. Sie können aber auch von außen durch andere lebende wie jenseitige Identitäten ggf. unter Vermittlung durch den Geist der Wesenheit telepathisch zugetragen werden. Ob eine derartige Eingebung als Offenbarung aufgefasst wird, hängt von der Qualität der Information ab und ob sie die Fragestellung auflöst.

[Siehe auch 'Spirituelle Erkenntnis', 'Telepathie', 'Inkubationszeit', 'Identität', 'Innere Sinne', 'Gnadenzustand', 'Inneres Selbst', 'Inspiration', 'Vision' und 'Kommunikationskanal']


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