3 Besucher aktiv
von 1.282.650
seit 1999
METALEXIKON.COM - aus der Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt'

Lexikon der Metaphysik: 'Karma'



Das hier einsehbare Lexikon ist als Taschenbuch in allen Buchhandlungen erhältlich
ISBN 9783756888962
(Link zum Verlags-Shop)





Inhaltsverzeichnis

Karma

Karma [Buddhismus, diverse Quellen] = Charakter eines Menschen als Ausdruck seiner spirituellen Informiertheit. Es repräsentiert den Entwicklungsstand einer Existenz, hat jedoch nichts mit Bestrafung oder Ausgleich zu tun. In jedem Moment unseres Seins verändert sich das Karma entsprechend der stetig sich verändernden Emotionen, Erwartungen, Absichten, Gedanken und Handlungen und wirkt in der geräumigen Gegenwart unmittelbar auf sämtliche, im Grunde zeitgleich geschehenden Lebenszyklen einer Aussendung sowie all ihrer wahrscheinlichen Verzweigungen.

Hinduismus und Buddhismus schreiben allem Handeln einer Persönlichkeit aus ihrem Karma resultierende, notwendig folgende Konsequenzen zu - entweder im gleichen Leben oder danach. Diese Annahme ist unzutreffend. So gibt es auch keine Vergeltungskausalität, denn jedes Individuum ist jederzeit frei in seinem Handeln und der Auswahl seiner Erfahrungen. Allerdings strebt die Gesamtpersönlichkeit nach spiritueller Informiertheit und befördert diese durch Auswahl passender Herausforderungen und Ereignisse für das äußere Selbst, so das dies in der distanzierten Betrachtung den Anschein eines Automatismus erwecken könnte.

Nach Roberts muss beispielsweise jemand, der tötet, in irgend einem weiteren Lebenszyklus die Erfahrung, das Opfer zu sein, machen, um hierdurch wenigstens die rudimentäre Lektion zu lernen, dass man nicht töten kann, es keinen Tod gibt. Hierzu könnte man wählen, ebenfalls getötet zu werden oder alternativ sich in freier Entscheidung andere Erfahrungen von Opferrollen aussuchen, um das eigene spirituelle Verständnis-Defizit zu beseitigen. Ist die Lektion gelernt, braucht es keine weiteren derartigen Erfahrungen. So gibt es keine von außen aufgezwungene Bestrafung, sondern nur freiwilliges Lernen durch Auswahl der Lebensumstände und Herausforderungen.

Darauf aufbauend kann die äußere Persönlichkeit dann von ihrem Geist der Wesenheit u.a. an wertschätzende Kooperationen, Wahrheitsliebe und respektvollem Umgang mit anderem Seienden einschließlich der nur scheinbar unbelebten Natur herangeführt werden. [Lit 220]

[Siehe auch 'Ideale', 'Herausforderungen', 'Werterfüllung', 'Gnadenzustand', 'Lebenszyklen', 'Geräumige Gegenwart', 'Werte-Klima', 'Qualitäts-Tiefe', 'Mitgefühl', 'Schuld', 'Krieg', 'Hass', 'Negativität', 'Frieden', 'Kooperation', 'Integrität', 'Geist der Wesenheit' und 'Spirituelle Informiertheit']


Vorheriger Begriff | Inhaltsverzeichnis | Nächster Begriff


Lexikon der Metaphysik (Übersicht) | Literaturverzeichnis (Berücksichtigte Quellen) | Bücher-Übersichtsseite | Impressum & Datenschutz | W3C HTML-Validierung | W3C CSS-Validierung Stehlen Sie keinen Content von dieser Seite. Plagiate werden durch Copyscape aufgedeckt.
chinnow.net - seit 1999 online