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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt'

Lexikon der Metaphysik: Fötus


ERWEITERTE AUSGABE NOCH NICHT ALS BUCH ERHÄLTLICH - VORRAUSSICHTLICH AB MÄRZ 2022
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Inhaltsverzeichnis

Fötus

Fötus (auch 'Fetus) [Roberts] = ungeborenes Kind während der Schwangerschaft im Mutterleib. Die Eltern bauen der kommenden Persönlichkeit nur eine Brücke von einer Realität in die andere, in der sie ihren eigenen Weg gehen muss. Ihr Bewusstsein ist nach Roberts telepathisch sehr eng mit denen der Eltern verbunden, auch wenn sie sich entscheidet, erst spät oder kurz nach der Geburt in seinen neuen physischen Körper einzugehen. Sie ist sich folglich den Emotionen aller Kontaktpersonen ihr gegenüber sehr bewusst und zumindest häufig räumlich in der Nähe, wenn sie nicht schon in den neuen Körper eingetreten ist. Wann sie eintritt hängt von ihren individuellen Vorlieben ab. [Lit 218 u.a.]

Wer ein großes Bedürfnis nach dem Lebenszyklus hat, tritt früher ein als jemand, der noch zögert, den Lebenszyklus auf sich zu nehmen. So kann man sich auch entscheiden, letztlich doch nicht in den gewählten Lebenszyklus einzutreten - es besteht für die kommende Persönlichkeit völlige Entscheidungsfreiheit. Aus ihrer Perspektive ist der selbstgewählte Tod des Fötus also kein Drama, sondern beinhaltet Erleichterung, die Planung des gewählten Wahrscheinlichkeitssystems und seine Möglichkeiten noch einmal überarbeiten zu können. Dennoch besteht nunmehr eine enge psychologische Bindung an diese Eltern.

Zwar hat jeder Fötus den Wunsch zu wachsen und ein Teil hiervon auch den Wunsch, Kindheit und Erwachsenenalter zu erleben. Aber es gibt nach Roberts viele Föten, die sich wiederholt nur in der Geborgenheit des Mutterleibs erfahren wollen, ohne schon die menschliche Entwicklung über verschiedene Lebensphasen zu durchlaufen. Irgendwann trauen sie sich, die Gebärmutter auf den für uns 'normalen' Weg zu verlassen. Die Föten, die sich dagegen entscheiden, fühlen sich nach Roberts dennoch erfolgreich in ihrer Existenz. Sie haben sich schon etwas weiter vorgetraut in Richtung physisches Leben. [Lit 176]

Nicht anders verhält es sich im Falle einer Abtreibung. Zwar ist auch diese eine Gewalttat, aus der natürliche Schuld erwächst. Aber deren Botschaft ist nur: 'Tue das nie wieder'. Sich wegen der zu verantwortenden Abtreibung eine künstliche, sich quasi selbst aufgebürdete Schuld zuzuweisen könnte eher nachteilig sein, weil das Bemühen, diese im nächsten Lebenszyklus wieder gutzumachen, indem die Verantwortliche zum Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Ehemann oder Ehefrau wird, neue karmische Verstrickungen schaffen könnte. Denn diese künftige Beziehung wäre von beiden Seiten nicht völlig frei gewählt und damit problematisch.

Ohnehin gilt auch hier - niemand stirbt, der nicht bereit dafür ist, sich dafür entschieden hat. Wenn jedoch in der persönlichen Psyche des Kindes der Wunsch zu leben und der Wunsch, doch nicht in diesen Lebenszyklus vollständig einzutreten energetisch etwa gleich stark sind, werden sich die Wahrscheinlichkeitslinien des Kindes und seiner Bezugspersonen teilen. Derjenige Anteil der persönlichen Psyche des Kindes, der weiterleben will, wird in eine Wahrscheinlichkeit verzweigen, in der sich die Mutter letztlich gegen die Abtreibung entscheidet. Auch die Mutter kann im Falle eines schweren emotionalen Konflikts zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Abtreibung davon ausgehen, dass so oder so beide Varianten von ihr und ihrem Kind gelebt werden. Und spätestens nach dem Ende des letzten Lebenszyklus werden sie alle von ihr überblickt und gleichsam als gleichwertige Teile ihrer Gesamt-Vita akzeptiert.

Aber schon in der nächsten Reflexionspause nach dem physischen Ableben wird die Mutter - sofern sie nicht völlig mit sich selbst verstrickt ist - mit ihrem abgetriebenen Kind zusammentreffen und es wird für beide eine unbeschreiblich große Freude sein. Man hatte sich ja mal füreinander entschieden.

Anfangs treibt die kommende Persönlichkeit öfters zwischen der geistigen Welt, aus der sie kommt, und den physischen Gegenwartsmomenten hin und her. Sie nutzt die Freiheit in der geräumigen Gegenwart zur Erholung von der eingeschränkten Lebenssituation im Mutterleib, besuchte andere Teile der Gesamtpersönlichkeit und erhält eine Art Unterricht:

"Viele natürliche Fehlgeburten finden statt, wenn die neue Persönlichkeit Schwierigkeiten hat, die neue Form zu konstruieren, sich [...] ratsuchend an andere wendet und dann den Rat erhält, nicht zurückzukehren." [Lit 218]

Das innere Selbst der Mutter könnte dem Kind folgen [Lit 218]. Weil die kommende Persönlichkeit zumindest energetisch bereits mit dem Körper des Fötus verbunden ist, sind die gültigen realen Erfahrungen dieser Ausflüge 'Träume'.

Die kommende Persönlichkeit vertraut zunächst vollständig auf telepathische Kommunikationen mit allen Kontaktpersonen, weil sie Sprache noch nicht interpretieren kann. Der Lernprozess geht schneller voran, wenn sie in einem vorherigen Lebenszyklus schon einmal die künftige Muttersprache Sprache beherrschte. Sie lernt zudem durch Handhabung des physischen Körpers recht schnell, ihre Wahrnehmung zunehmend auf die äußeren Sinne zu beschränken. Durch Orientierung an den Eltern oder direkten Bezugspersonen erlernt sie die Art und Weise der physischen Informationsbeschaffung und angemessene Reaktionen auf physische Sinneseindrücke. [Lit 218]

Die kommende Persönlichkeit verfügt über mentale Bilder ihrer eigenen wahrscheinlichen Zukunft, die gleichsam als Leitstern dienen [Lit 218]. Bis etwa zum vierten Lebensjahr können gültige innere Wahrnehmungen der inneren Sinne noch durchkommen und vom Kind kommuniziert werden. Nur wenige bewahren diese Fähigkeiten bis ins Erwachsenenalter. In der Regel werden innere Informationen aufgrund von Bezugspersonen übernommenen, falschen Glaubenssätzen vom Kind zunehmend ausgeblendet - oder es spricht nicht mehr darüber. Wenn es bspw. jemanden im Raum deutlich wahrnimmt, der erst morgen um diese Zeit überraschend zu Besuch kommen wird, wird es dem Kind in der Regel ausgeredet.

Eine latente Neigung zu Krankheiten aufgrund energetischer Schwachstellen im Körper können nach Roberts bereits bei dessen Konstruktion durch den Fötus angelegt worden sein - sie resultieren aus einem Unvermögen, eine mängelfrei manipulierte physische Konstruktion zu erschaffen. Daraus müssen jedoch nicht notwendig entsprechende Krankheiten entstehen. [Lit 212]

Die kommende Persönlichkeit konstruiert gleichsam ihren Körper - und zwar unabhängig davon, ob sie schon ab dem Moment der Befruchtung der Eizelle oder erst nach ihrer Geburt in den Körper eingeht. Denn sie begleitet dessen Entstehung führend auch von außen. Sind diese Schwachstellen zu erheblich, wird dem Fötus von begleitenden nahestehenden Überlebenspersönlichkeiten geraten, diesen Lebenszyklus abzubrechen und es käme zu einer Fehl- oder Totgeburt. [Lit 212]

Die kommende Persönlichkeit formt ihren Körper fast wie einen praktischen 'Raumanzug' für die gewählte Realität nach Notwendigkeiten, eigenen Erwartungen sowie den Erwartungen der Eltern. Ihr bereits erzieltes Wissen wird nur insoweit in die Chromosomenstruktur eingewoben, wie es für den Lebenszyklus von Nutzen ist. Erfahrungen aus vergangenen Lebenszyklen fließen folglich ebenfalls im geringem Ausmaß ein. Sie hat im Unterbewusstsein bewahrte Erinnerungen zu Erfahrungen des Menschengeschlechts sowie aus eigenen Inkarnationen. Das äußere Selbst der vorigen Inkarnation hilft kurz, die physische Struktur des neuen Individuums zu formen und zieht dann innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate seinen Einfluss zurück. [Lit 218]

Roberts spricht an dieser Stelle zwar von vergangenen Erfahrungen - diese müssten jedoch auch wahrscheinliche künftige Erfahrungen beinhalten, weil das innere Selbst in dere geräumigen Gegenwart außerhalb der reellen Zeit eines physisch projizierten Realitätssystems steht. [Lit 218]

Das ungeborene Kind ist sich anfangs der vergangenen Beziehungen zu den Elternteilen noch gewahr [Lit 218]. Man hat möglicherweise gemeinsam mit anderen einige Lebenszyklen in wechselnden Rollen durchlebt. Dem liegen in der Regel, wenn auch nicht immer, Freundschaften in der primären geistigen Realität zugrunde. Häufig finden sich dort Menschen zusammen, um gemeinsam an ihren Zielen und Herausforderungen zu arbeiten. Auch dort spielen Sympathien und Antipathien eine Rolle.

Die ungeborene Persönlichkeit kann nach Roberts mittels innerer Sinne aus dem Bauch herausschauen, weil Zellen auf Licht reagieren, wenn der emotionale Wunsch vorhanden ist, Licht wahrzunehmen - dies initiiert als motivierender Faktor körperliche Umwandlungsprozesse:

"Der Fötus sieht das physische Umfeld. Die zelluläre Struktur reagiert in diesem Zeitpunkt auf Licht und aktiviert latente Fähigkeiten in der Zellstruktur des mütterlichen Körpers. Es sind keine scharfen Bilder, aber der Fötus beginnt bereits, Vorstellungen von Form und Gestalt aufzubauen. Es versteht sich von selbst, dass [...] der Fötus durch die geschlossenen Augenlider sehen kann." [Lit 218]

Die Gedankenkonstruktion der parallel verlaufenden inneren Wahrnehmung ist stark gefärbt durch telepathische Informationen der Eltern - sie übernimmt, was diese über den Zweck, die Beschaffenheit und die Eigenschaften von Objekten denken. Über diese bis dorthin vorherrschende Wahrnehmungsart der inneren Sinne kommuniziert der Fötus darüber hinaus auch mit umgebenden anderen Menschen, Tieren, Pflanzen und "ähnlichen Arten von Bewusstsein", ist mit ihnen schon vor dem 6. Schwangerschaftsmonat vertraut. [Lit 218]

Im Mutterleib besteht also eine sehr enge Bindung der Zellbewusstseine und des Wachbewusstseins des Fötus an das Selbst der Mutter. Der Fötus betrachtet sich zunächst als Teil des mütterlichen Organismus. Mit dem Geburtsschock wird diese Bindung schlagartig aufgelöst und erst allmählich durch die Fokussierung des eigenen Körpers ersetzt. Das Wachbewusstsein des Neugeborenen wirkt hierbei von Anbeginn an beruhigend auf seine Zellbewusstseine und sein Körperbewusstsein ein - sofern es hierzu in der Lage ist. Denn sehr früh in den Fötus eingetreten unterliegt das Wachbewusstsein des Neugeborenen ebenfalls dem Geburtsschock, initiiert durch die Trennung vom Bewusstsein der Mutter. Nur sehr spät in den Fötus eintretende Wachbewusstseine besitzen die Distanz zur Mutter, um sofort tröstend auf den eigenen Körper einwirken zu können.

Die anfangs sehr enge Bindung zwischen dem äußeren Selbst des Neugeborenen und seinen Zellbewusstseinen löst sich mit zunehmender Zentrierung im physischen Leben. Sie kann bis zu dreißig Jahre andauern. Jedoch gibt es ohnehin nicht nur eine typische Intensität dieser Verbindung - sie ist von Persönlichkeit zu Persönlichkeit sehr unterschiedlich. Auch nach dem dreißigsten Lebensjahr verändert sich die Intensität weiter, so wie sich auch der Fokus der Aufmerksamkeit immer wieder verlagern kann. [Lit 175]

[Siehe auch 'Geburt', 'Lebenszyklen', 'Innere Sinne', 'Herausforderungen', 'Schuld', 'Geräumige Gegenwart', 'Wahrscheinlichkeitssystem' und 'Gedankenkonstruktion']


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