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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt'

Lexikon der Metaphysik: Intuition


ERWEITERTE AUSGABE NOCH NICHT ALS BUCH ERHÄLTLICH - VORRAUSSICHTLICH AB MÄRZ 2022
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Inhaltsverzeichnis

Intuition

Intuition [Lichtenberg, Paracelsus, Herrigel, Suzuki, Schelling, C.G Jung, Thiele-Dormann, Freud] = ein im Wachzustand oder in Träumen in einem Zustand der absichtslosen Gespanntheit plötzlich auftretendes, schlagartiges, unwillkürliches, unmittelbares und umfassendes geistiges Erkennen bzw. Erfassen des Betrachteten oder einer Situation - also des Erkenntnisgegenstandes - durch reine Anschauung, so als ob man mit einem Blick eine Vielzahl den Sinnen nicht zugänglicher Informationen zu einem Ergebnis zusammengefasst präsentiert bekommt, wobei das Betrachtete in sich sichtbar wird. Die Intuition kann nach Roberts innerhalb von Momenten Wissen übermitteln, mit dem der Intellekt zuvor jahrelöang gerungen hat und aus eigener Kraft möglicherweise nie erworben hätte [Lit 218].

Hierbei präsentiert sich irgendein Inhalt als fertiges Ganzes, ohne dass wir zunächst fähig wären, anzugeben oder herauszufinden, auf welche Weise dieser Inhalt zustande gekommen ist. Es ist die unbewusste Annäherung an eine komplizierte Situation. Wir wissen etwas, ohne zu wissen, woher wir es wissen. Typisch ist der Charakter der Gewissheit, der mit intuitiven Erkenntnissen einhergeht.

Die Intuition ist eine der Kontrolle durch den Willen entzogene Art des emotionslosen Erfassens gleich welcher Inhalte. Laut Lichtenberg weisen Träume, deren Inhalte uns intuitiv präsentiert werden, oft auf Probleme hin, welche im wachen Zustand leicht übersehen werden und auf eine Lösung warten. Es scheint so zu sein, dass die Intuition den Menschen den Weg zu einer unendlichen Harmonie weist. Alles, das wir mit unseren Sinnen erfassen können, strebt einer Perfektionierung entgegen, dies scheint auch auf den menschlichen Geist zuzutreffen, dem die Intuition den Weg weist. Stets ist das Ergebnis der Intuition - das Erkennen - ein Überraschendes, oder zumindest eines, an das zu denken wir nicht gedacht hätten.

Die Intuition wird über die inneren Sinne übertragen. Spontanität ist hierbei nach Roberts ein wichtiger Faktor [Lit 220]. Als Quelle kommt das innere Selbst mit dem Geist der Wesenheit und dem persönlichem Unterbewusstsein in Frage. Möglicherweise könnte das nach innen gerichtete Wachbewusstsein (Traumselbst) ebenfalls Informationen beschaffen. Initiiert wird die intuitive Eingebung durch ein emotional fragendes Interesse des äußeren Selbst.

[Siehe auch 'Kreativität', 'Inspiration', 'Unterbewusstsein', 'Vision' und 'Innere Sinne']


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