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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 3: Klassische Sterbeforschung
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 9455 133)


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Kapitel 7.8.: Rückführungen in frühere Lebenszyklen (Mehrere Leben?)

Im Band zero sahen wir, dass unsere Welt unter anderen Bedingungen existiert, als gemeinhin angenommen wird und alle vergangenen und künftigen Lebenszyklen simultan existieren und untereinander direkte Wechselwirkungen bestehen. Für das richtige Verständnis der Zusammenhänge sollte dies bedacht sein, wenn ich in diesem dritten Band, der subjektive Erfahrungen beschreibt, von 'früheren' und 'späteren' Lebenszyklen spreche. So sind auch parallele Selbst einer Identität wie schon frühere und künftige Selbst richtiger simultane Selbst.

Erinnerungen an 'frühere' Leben scheinen auch ohne Hypnose über Meditation (vgl. Bd.4) zugänglich zu sein. Untersuchungen einer dänische Reportage zum Thema Wiedergeburt [Lit 87] lassen den Schluss zu, dass es keine Trennung oder Sperre zwischen den Erinnerungen an die Vergangenheit des aktuellen Lebenszyklus und denjenigen vergangener Lebenszyklen gibt. So sind die recht weit entfernt zurückliegenden Erinnerungen an vergangene Lebenszyklen auf ähnliche Weise zugänglich wie diejenigen an irgendeinen Tag im letzten Monat.

Erschwerend ist hierbei:

  1. Die Filterfunktion des physischen Gehirns;
  2. Die volle Inanspruchnahme des Wachbewusstseins durch intensive Fokussierung der aktuellen physischen Realität ;
  3. Erinnerungen an frühere Leben sind längere Zeit nicht vergegenwärtigt worden, was schon alleine den Zugriff erschwert;
  4. Im aktuellen Leben fehlt jeder Bezug, jeder Anknüpfungspunkt an diese früheren Erinnerungen. Nur in einzelnen, emotionalen Situationen kann es wie von C.G. Jung beschrieben zu spontanen Erinnerungen an frühere Leben kommen.

Positive wie negative Erfahrungen aus früheren Lebenszyklen bleiben nach dieser Untersuchung haften und beeinflussen das heutige Verhalten - beispielsweise könnte hieraus die Angst vor dem Baden in Flüssen ihre Ursache haben aufgrund einer früheren Erfahrung des Ertrinkens [Lit 64].

Aufgrund der Simultanität alles jemals Gewesenen und noch Kommenden sind Erinnerungen an 'künftige' Lebenszyklen nach Roberts (Seth) ebenso zugänglich. Diese werden jedoch zusätzlich durch verfestigte Glaubenssätze blockiert:

"Ihr fürchtet euch vor der Betrachtung künftiger Leben, weil ihr euch dann mit dem Tod konfrontieren müsst, dem ihr, euren Begriffen nach, zuerst zu begegnen habt. Und deshalb denkt ihr nie an die zukünftigen Leben, oder wie ihr, wenn ihr sie kennen würdet, davon profitieren könntet." [Lit 191]

Dem Gesagten spricht nicht entgegen, dass die in der Orientierungsphase nach dem physischen Ableben befindlichen persönlichen Selbst schon einmal die Geschichte ihrer letzten Identität vergessen (vgl. S.120). Dem liegt der gleiche Mechanismus zugrunde - es fehlt der Bezug dieser Erinnerungen zur aktuellen Situation, der assoziativ verbundene Erinnerungen weckende Anknüpfungspunkt.

Auch Roberts beschreibt, dass Daten und Namen eines Lebens auf Dauer irrelevant werden. Alleine Gefühlserlebnisse würden am Ende wirklich zählen und einen psychologischen Wert besitzen, weshalb sie in Reinkarnationserinnerungen unverfälschter durchkommen:

"Wichtige Menschen und Ereignisse, die mit starken Gefühlen belastet sind, kommen immer viel klarer durch. Auch Daten, insofern sie mit Gefühlserlebnissen verquickt sind, werden leichter erinnert. Ein früheres Leben ist wie ein Kreuzworträtsel, das zusammengesetzt werden muss; aber in seinem Mittelpunkt steht die Gefühlsrealität, aus der das Rätsel entspringt. Viele solcher Reinkarnationsgeschichten sind einfach deshalb mit Namen und Daten gespickt, weil sonst diejenigen, die Wert darauf legen, nicht zufriedengestellt würden und die gefühlsmäßige und psychologische Gültigkeit des Materials nicht annehmen könnten [...] Jede gefühlsbetonte Erfahrung trägt eine Fracht von Einzelheiten mit sich herum, doch gewöhnliche Daten und Namen sind uninteressant. Sie sind auch innerhalb eurer eigenen Realität uninteressant. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind im Grunde viel wichtiger und deshalb werden sie auch nicht vergessen [...] Es hat keinen Sinn, tiefschürfende Fragen über den zeitgeschichtlichen Hintergrund einer Persönlichkeit zu stellen, die zu der Zeit gerade verarmt, ungebildet und geistig beschränkt war. Sie würde einfach die Antworten darauf nicht wissen. Das Gesamtbild eines gegebenen Lebens, das ihr erhaltet, ist also gewöhnlich durch den Erfahrungsfilter der Persönlichkeit gegangen, die es gelebt hat." [Lit 175]

Wir erinnern uns an unsere früheren Leben und äußere irdische Identitäten (vgl. S.286) so schwer, weil diese den gängigen Glaubenssätzen nach vorbei sind und folglich nichts mit unserem aktuellen Sein zu tun haben können. Wenn sich im aktuellen Lebenszyklus Anknüpfungspunkte ergeben wie - um im Bild zu bleiben - ein bevorstehendes Bad in einem Fluss (vgl. S.223), wird über die Vorstellung des bevorstehenden Bades eine Assoziationskette mit ähnlichen Erinnerungen in den Vordergrund des Bewusstseins geholt. Doch kommen derartige Erinnerungen wie auch diejenigen aus dem aktuellen Lebenszyklus zunächst nur fragmentarisch ins Gedächtnis, wenn wir mit einem auslösenden Fragment - wie beispielsweise einem Geruch oder einem Lied - konfrontiert werden, von wo aus sich die emotionale Erinnerung entlang hangelt und sukzessive1 ergänzt. Ein konstruiertes Beispiel:

Vorletztes Jahr an meinem Geburtstag war ich mit Freunden am Abend essen gewesen. Kathrin war überraschend auch dabei, sie hatte mir versehentlich Soße auf mein weißes Hemd gespritzt. Weil dies geschah, kann ich mich noch heute an das Gericht und die Anwesenheit Kathrins erinnern. Das Tiramisu war zudem verdorben, deshalb blieb ich den ganzen folgenden Tag im Haus und war leidend.

Ohne ihre Ungeschicklichkeit wäre Kathrins Anwesenheit möglicherweise schon vergessen. Und ohne ein Ärgern über das verdorbene Tiramisu wäre der dem Geburtstag folgende Tag kaum erinnerlich und ebenfalls in 'Vergessenheit' geraten.

Andererseits unterschätzen heutige Wissenschaftler das Erinnerungsvermögen der Menschen. In einer Studie der Psychologin Akthar der City University London mit 6500 Teilnehmern wurde nachgewiesen, dass 40 Prozent der Befragten Erinnerungen an ihre ersten beiden Lebensjahre hatten. Doch anstatt diese zu verifizieren, wurden deren Aussagen mit 'Infaniler Amnesie' abgetan - das Gehirn sei hierfür in dem Alter noch gar nicht ausgebildet. So zimmern sich die universitären Wissenschaften ihre Schutzschilde gegen Erkenntnisse, die sie aus der Anhaftung an überholten Dogmen lösen könnten.2

Nach Roberts tauchen Erinnerungen an künftige oder vergangene Lebenszyklen am Ehesten

auf und werden oft als schizophrene Zustände missinterpretiert. Unter Einfluss von Medikamenten sei dieser Zustand nicht leicht zu bewältigen, weil sich das Bewusstsein nicht auf seine volle Reaktionsfähigkeit in dieser Stressphase verlassen kann. Sie schreibt:

"Alte Menschen fangen oft an, ihr Bewusstsein in einer ganz anderen Weise als bisher zu benutzen. Sie haben möglicherweise weniger Ablenkungen, um ihre Gedanken zu kanalisieren. Sie fühlen sich einsam und fangen an, andere Arten der Erfahrungen zu suchen - Erfahrungen, die unter ihren gegenwärtigen Umständen in der physischen Welt durchaus schwer zu erleben sind [...] Wenn sie während dieses Erlebnisses mit sich selbst gesprochen hat, denkt jeder, dass sie sich im Delirium befand. Es sollten in dem Fall keine Medikamente verabreicht werden, außer wenn der Patient sehr ruhelos und verwirrt ist und danach fragt. In der Regel hat dieser Zustand keine unangenehmen Nebenwirkungen." [Lit 176]

In der Erinnerung an einen vergangenen Lebenszyklus sei es, "als ob ich in etwas hineinstürze [...] ein Gefühl des Wiedersehens", sagte ein sich Erinnernder, als er die Orte seiner letzten irdischen Identität aufsuchte. Man erkennt sich persönlich wieder in Gemälden, Gebäuden und so weiter, die man schuf, und stürzt damit in die damalige Weltsicht, in damalige Gedanken und Erinnerungen hinein. Emotionen des erinnerten Zeitpunkts im früheren Leben kommen wieder hoch, durchströmen das persönliche Selbst, werden wiedererkannt und schaffen hierdurch Verwirrung. Sämtliche Sinneseindrücke wie Gerüche, Geräusche und das Körpergefühl etc. sind über das Erinnerungsvermögen bis ins Detail zugänglich, wenn es erst einmal über emotionale Assoziationen geweckt wurde. Unsere sämtlichen früheren wie auch späteren, überwundenen Zustände sowie die damit einhergehenden Erlebnisse und Erfahrungen sind in allen Einzelheiten gespeichert. So ist alles erinnerlich, was schon einmal betrachtet wurde - selbst kleinste Details, welche wir im aktuellen Lebenszyklus nach wenigen Sekunden oder Minuten vergessen, wie beispielsweise die Inschrift auf einer Statue.

Dass in der Regel nur frühere Leben und nicht zukünftige erinnert werden, scheint auch mit den tiefverwurzelten kollektiven Glaubenssätzen unseres Weltzeitalters zusammenzuhängen, welche derzeit nur ein lineares Fortschreiten von der Vergangenheit in die Zukunft akzeptieren. Nach Roberts finden aus der Position der aussendenden Wesenheit heraus betrachtet alle Leben aller Aussendungen gleichzeitig statt:

"Komprimierte Zeit ist die Zeit, die von einer Wesenheit gefühlt oder erfahren wird, während irgendeine ihrer [...] Persönlichkeiten auf einer Ebene physischer Materialisierungen 'lebt'" [Lit 191]

Die betreuende Wesenheit erhält aus allen ausgesendeten, persönlichen Bewusstseinen einen aus deren Sicht kontinuierlichen Informationsfluss mit sämtlichen Daten. Denn der von einem Wachbewusstsein wahrgenommene Ablauf der reellen Zeit existiert nur in diesem. So ist es das Wachbewusstsein, welches sich oft auch noch zwischen Lebenszyklen einem kontinuierlichen Zeitverlauf unterworfen wähnt und daher in seiner Wahrnehmung einer linearen Chronologie bewusst folgt.

In Träumen und meditativer Versunkenheit, wenn die Glaubenssätze der Identität nicht wirksam sind, ist sie sowohl parallelen Aussendungen anderer Epochen wie auch ihrer eigenen vergangenen und künftigen Leben nah, empfängt emotionale Geschehnisse und kann beistehen. Roberts hierzu:

"Die Reinkarnationsstruktur ist eine psychologische. Anders lässt sie sich nicht verstehen. Die Entstellungen und Missdeutungen, die sie erfährt, sind in Anbetracht eurer scheinbaren praktischen Erfahrungen mit der Zeit nur zu natürlich. Jene Leben existieren jedoch in voller Realität, Gültigkeit und Unmittelbarkeit tatsächlich gleichzeitig mit euren gegenwärtigen Leben. Die Distanz, die das eine Leben von dem anderen trennt, existiert psychologisch und nicht als zeitlicher Zwischenraum zwischen Jahren oder Jahrhunderten. Die psychologische Distanz kann jedoch viel unüberbrückbarer sein. Es gibt gewisse Leben, wie es in diesem Leben auch gewisse Vorfälle gibt, mit denen man sich nicht gerne auseinandersetzt. In manchen Fällen können auch große Temperamentsunterschiede zwischen eurer Persönlichkeit in diesem und in einem anderen Leben auftreten - so dass euer gegenwärtiges Selbst einfach keine Beziehung zu der Erlebnisweise des anderen Selbst findet." [Lit 175]

Die sogenannten Rückführungen liefern für ein umfangreiches Erinnern nur den Anstoß über die erste emotionale Erinnerung, so dass diese hiernach über emotional-assoziative Anknüpfungspunkte zu fließen beginnt und sich ergänzt. Eine damalige, möglicherweise abweichende Muttersprache wird bei Rückführungen über Meditationen nicht erinnerlich, bei denjenigen unter Hypnose gelegentlich. Hierfür ist also ein noch tieferes und umfassenderes Eintauchen des Bewusstseins in seinen früheren Zustand notwendig, das unter einer speziellen Hypnosemethode erreicht werden kann. [Lit 87]

Doch warnt Meek ausdrücklich vor Rückführungen, die ohne Vorliegen einer schweren Persönlichkeitsstörung, deren Ursache in einem früheren Lebenszyklus vermutet werden muss, durchgeführt werden. Denn wir befinden uns in einer kontinuierlichen spirituellen Entwicklung (vgl. Bde. 6&8). Eine ohne Not herbeigeführte Auseinandersetzung mit überwundenen nachteiligen mentalen Zuständen, also dem seinerzeitigen Handeln, Fühlen und Denken, kann unser Bewusstsein wieder verengen. Meek schreibt:

"Das Wiedererwachen von Erinnerungen an alles, was wir schon erlebt haben, könnte großen Schaden anrichten. Es könnte wieder niedrige Instinkte und Süchte wecken, die wir auf Kosten großer Kraftanstrengungen schon überwunden hatten." [Lit 123]

Auch Roberts warnt - jedoch eher generell - vor Rückführungen:

"Diejenigen unter euch, die [...] an Rückführungen glauben, könnten den Fehler begehen, 'früheren' Leben an allem die Schuld zu geben, indem sie diese in das System ihrer gegenwärtigen Glaubenssätze einbeziehen. Es ist schon schlimm genug, wenn ihr euch einbildet, dass ihr das Opfer einer, nämlich eurer Vergangenheit seid; wenn ihr euch jedoch unzähligen Irrtümern aus unzähligen anderen Leben ausgeliefert fühlt, so bringt ihr euch in eine unmögliche [A.d.V.: unhaltbare] Lage: Der bewusste Wille wird um seine Handlungsfähigkeit gebracht

[...] Solche Leben spielen sich gleichzeitig ab. Sie sind andere Ausdrucksformen eurer selbst, die zueinander in Wechselbeziehung stehen, wobei jedes bewusste Selbst seinen Kraftpunkt in seiner eigenen Gegenwart hat." [Lit 184]

Wir nehmen die anderen Leben nicht direkt wahr, weil unser Organismus dies aus gutem Grund nicht zulässt. Denn wir können uns nicht allzeit dieser anderen Realitäten gewahr sein und uns gleichzeitig mit der primär fokussierten Welt befassen [Lit 191]. Auch das Wachbewusstsein hat sich für eine lineare Interpretation der Ereignispunkte entschieden. Beides zusammen hindert es daran, im Wachzustand andere Leben auch nur einzusehen.

Ein Indiz für unverarbeitete Traumata in simultanen Lebenszyklen können Angst- und Panikattacken sein, deren Ursachen unbekannt sind. Allerdings wäre vor der Entscheidung zu einer von einem Medium kontrollierten Rückführung abzuklären, ob diese nicht in diesem Lebenszyklus

Und selbst wenn man sich dazu entschlösse - welches Leben will man denn durchforsten? Die Auswahl wird unbewusst so ausfallen, dass bestehende Glaubenssätze bestätigt werden [Lit 184].

Es ist nach Meek und Wickland unerlässlich, dass Rückführungen von einem geeigneten Medium, welches Auren (vgl. Bd.2) wahrnehmen kann, durchgeführt oder begleitet werden. Denn nicht selten wird der Rückzuführende kurzfristig von Identitäten der unangenehmen Energieebene 23 der geistigen Energieschicht II besetzt. Dies kann auch nur für die Dauer der Sitzung geschehen, so dass infolge nicht die eigene Erinnerungen, sondern diejenigen des Besetzenden an dessen letzten Lebenszyklus wiedergegeben werden. Für den Rückgeführten ist dieser Unterschied nicht erkennbar. Durch die temporäre Durchdringung der Bewusstseinsenergien hält er die fremden Erinnerungsdaten für die eigenen. Bewusstseinsenergien tragen keine Absenderadresse.

Von Rückführungen aus purer Neugier und ohne die genannte Begleitung durch ein Medium, welches Auren zu sehen in der Lage ist, ist also dringend abzuraten.

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