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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 3: Klassische Sterbeforschung
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 9455 133)


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Kapitel 4.8.: Auswege aus Projektionen: Über Einsicht (Verschiedene Hindernisse)

Das Phänomen, dass verengte Identitäten in der Orientierungsphase der Reflexionspause (vgl. S.40) zum Opfer ihrer eigenen Negativität (Fn. S.141) werden, bezeichnen manche Autoren fälschlich als ein Naturgesetz: Ausgesendete Energie sei ein Bumerang und käme unvermeidbar auf einen Jeden zurück. Dank Roberts (Seth) können wir mit weitgehender Sicherheit davon ausgehen, dass ausgesendete Energien nicht zurückkommen (vgl. Bd.zero). Aber in welcher Weise ist der Sender dann betroffen?

  1. Negativität verengt - positives Handeln, Denken und Streben erweitert das Selbst. Ein spirituell uninformiertes verengtes Selbst hat einen geringeren Bewegungsradius im Geistigen und begrenzt sich damit selbst.
  2. Gleiches zieht Gleiches an - dies ist zwar ebenfalls kein 'Naturgesetz1', trifft aber zu. So ist man im positiven wie im negativen Streben immer unter Seinesgleichen (vgl. Bd.zero). In dieser Weise gibt es auch keine Vergeltungskausalität (vgl. S.255), aber dennoch ist man indirekt den Folgen seines Streben, Denkens und Handelns ausgeliefert.
  3. Aus verengten Zuständen der spirituellen Uninformiertheit kommt nur heraus, wer sein Mitgefühl nach der buddhistischen Definition, dass ein jedes Wesen frei von Leid und dessen Ursachen wäre, auf mehr und mehr Seiendes ausweitet. Hierbei erscheint es nur folgerichtig, dass Vergehen schwerer Art gesühnt werden müssen, indem dem Geschädigten oder jemand anderen vorübergehend geholfen und gedient wird. Daraus entsteht Mitgefühl und Einsicht.
  4. Alternativ kann diese Einsicht auch dadurch gewonnen werden, indem einer der nachfolgenden Lebenszyklen in der Opferrolle durchlebt wird. Der Täter würde dann dereinst durch die Augen seines Opfer schauen oder sich in ähnliche Situationen begeben.

Der Spruch 'Du wirst ernten, was du säst' ist in dieser Hinsicht durchaus korrekt. Man kommt also letztlich mit negativem Streben, andere übervorteilenden Gedanken, Handeln und Worten gegen sonstwie Seiendes, gleich ob Mensch, Tier oder die Natur, nicht davon. Auch wenn dieses Handeln in den künstlichen Hierarchien unserer Gesellschaft angeordnet war, muss seine Auswirkung erlebt und erfahren werden, noch zu Lebzeiten oder danach. Erst dadurch kann ein persönliches Selbst zur tiefen Einsicht kommen, die Lektion verstehen und frei sein von Hemmnissen in seiner spirituellen Höherentwicklung.

Tatsächlich kommen also nach Roberts ausgesandte Energien niemals zurück. Es ist lediglich so, dass Verengungen und die Selbstbezogenheit einer Identität ihre Bewegungsfreiheit je nach Grad der Verengung mehr oder weniger einschränken. Hat man einem geschadet, kann man das Vergehen auch an einem anderen wiedergutmachen. Man hat seine Lektion also auch dann gelernt, wenn man jemand anderes Last - des Lebens oder der Orientierungsphase - erleichtert. "Tue das nie wieder", ist die Botschaft nach Roberts (vgl. Bd.8).

Die Einsicht in die Falschheit selbstbezogenen Handelns unter Benachteiligung anderer ist es also, welche den Betroffenen spirituell befreit. Damit geht ein Bedauern einher. Aus diesem resultiert der Wunsch, den Fehler irgendwie wieder gutzumachen.

Allerdings sei nach Platon, Ingrisch und Zammit bei schweren Vergehen die aktive Vergebung der betroffenen Opfer nötig, um welche der in der Orientierungsphase Befindliche in Abständen bitten könne [vgl. Zammit Lit 22 / Ingrisch Lit. 24 / Platon 'Phaidon' Lit. 33]. Auch andere Quellen erklären, dass durch Denken und Gefühle jeweils positives oder negatives Karma (vgl. S.173) angesammelt würde - quasi die Quintessenz der Gedanken [u.a. Lit 30]. So wird es in der Literatur häufig als ein 'Gesetz' (Fn. S.162) bezeichnet, dass negative Bewusstseinsenergien früher oder später aufgelöst werden müssen. Doch so einfach ist es nicht. Denn nach Wicklands Erfahrungen muss dieses Phänomen differenziert betrachtet werden. Nach schweren Vergehen gegen andere wären wir

Wobei die Wiedergutmachung nach Roberts - wie schon gesagt - auch an irgendwelchen anderen hilfsbedürftigen Identitäten geleistet werden kann.

Es gibt als keine derartigen 'Gesetze' des Karmas (vgl. S.173). Niemand - auch kein Opfer schwerer Vergehen - kann die spirituelle Ausweitung des Täters beschränken, wenn dieser seine Lektion verstanden hat. Ein spirituell Hochstehender trägt jedoch wesentlich mehr Verantwortung für alles Seiende und für sein Denken, Streben und Handeln als ein spirituell Uninformierter. Ein Gebaren, welches für Ersteren ein Rückschritt wäre, bleibt für Letzteren ohne Auswirkung oder könnte für diesen gar einen Fortschritt darstellen.

Die Schwingungsfrequenzen der Schichten der Aura (Def. Bd. 2) des persönlichen Selbst sind Gradmesser

Die dem Geistkörper entsprechende Aura enthält auch Energieanteile der Wesenheit. Je verengter ein persönliches Selbst ist, desto niedriger ist die Frequenz, in der es pulsiert. Infolge reduziert sich mit zunehmender Verengung und/oder Negativität der leitende Einfluss der Wesenheit, weil sich das persönliche Bewusstsein aus spiritueller Uninformiertheit heraus mehr und mehr auf sich selbst bezieht, also verengt.

Jede Aufwärtsbewegung eines Teil-Bewusstseins auf der Skala der V. Energiedimension wird durch seine maximal erreichbare Schwingungsfrequenz, somit durch seinen aktuellen spirituellen Erkenntnishorizont begrenzt. Jeder weitergehende Aufstieg muss notwendig mit einem Ausdehnen über mehr und mehr Seiendes einhergehen, was einer spirituellen Höherentwicklung entspricht und die Bewusstseinsenergie stärkt.

Alles Denken und Handeln entspricht in seiner Qualität genau derjenigen des denkenden und handelnden Bewusstseins. Man kann sich nicht hinterher hinstellen und sagen, das hätte man nicht so gemeint. Jemandes Schwingungsfrequenz ist niedrig, wenn sein Bewusstsein in seiner Verengung andere ausgrenzende oder schädigende Positionen einnimmt und es entsprechend handelt oder denkt.

In dieser Weise richtet sich jede ursprünglich gegen andere gerichtete negative Energie in der Orientierungsphase nach dem physischen Ableben gegen einen selbst. Eine im vorletzten Lebenszyklus gelebte Negativität (Fn. S.141) mag zwar im letzten Leben erfolgreich unterdrückt gewesen sein. Sie ist jedoch - sofern nicht zwischenzeitlich durch Erkenntnis assimiliert (Fn. S.143) - unverändert als Energieanteil im persönlichen Bewusstsein existent. Und damit ein prägender Bestandteil der geistigen Welt des Betroffenen.

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