7 Besucher aktiv
von 1.261.059
seit 1999

Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 3: Klassische Sterbeforschung


(Link zum Verlags-Shop)
Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 9455 133)


Ein Kapitel zurück | Inhaltsverzeichnis | Zum nächsten Kapitel

Kapitel 4.3.: Das Lösen vom Ego (Verschiedene Hindernisse)

Auf der physischen Ebene der Existenz bedürfen wir unzähliger Regeln, Gesetze, Verordnungen sowie der sozialen Kontrolle durch andere Mitbürger, um überhaupt einigermaßen verträglich miteinander auszukommen. Jenseits dieser Welt, in den höheren Energieebenen der geistigen Energieschicht II, reduzieren sich alle künstlichen äußeren Einschränkungen des Egos auf nur eine Anforderung.

Zunächst: Die ganze Natur mit ihrer Artenvielfalt ist nicht außerhalb von mir, sondern Teil meines ursprünglichen Selbst. Ich bin mit meinem Wachbewusstsein eines von mehreren Teilen meines Selbst. Meine physische Projektion der energetischen Grundlage unserer Sphäre (vgl. Bd.zero, Fn. S.79), dieses kollektiven Wunderwerkes, ist folglich in mir, weil nichts Seiendes außerhalb des Geistes existiert. Ich bin auch all die anderen, menschlichen Komplementärkontraste meines Selbst, die notwendig mit gänzlich anderen Eigenschaften versehen sind. Wir alle und die Natur und alles sonst noch Seiende arbeiten in jedem Moment liebevoll Hand in Hand an der Werterfüllung (sh. Ahg. 1) alles Seienden.

Diese allumfassende Kooperation kann nur aufrecht erhalten werden, wenn sie der Mensch nicht mit Füßen tritt. In der momentanen Wissenschaftsfixierung unseres Zeitalters ignoriert er diese Kooperation und die Notwendigkeit zur Unterstützung der Werterfüllung anderer zunehmend, weil er sich selbst sonst nicht ertragen könnte. Denn Erkenntnis beinhaltet Verantwortung - der heutige Mensch ist ein Meister des Verdrängens und damit des Verengens des Geistes. So wie er ein Meister der Unterdrückung und Vernichtung ist: Unterdrückung und Vernichtung der Natur, anderer Arten, anderer Menschen und altruistischer Emotionen für kleingeistige Ziele. Die kollektiven Glaubenssätze unserer Gesellschaft sind derzeit lebenswidrig. Ohne ein kollektives Umdenken in Richtung einer umfassenden liebevollen Kooperation wird dieses Lebens-Experiment der menschlichen Gattung in nicht zu ferner Zeit scheitern.

Man sollte sich also in allem Existenten erkennen, in der Natur, in der Insekten- und Gattungsvielfalt, und hierdurch zu einer kooperativen Haltung kommen, die im buddhistischen Sinne Lieben und Verzeihen für Vergehen durch spirituelle Uninformiertheit - wozu auch der Massenmord gehört - einschließt, und damit eine Ausdehnung seines Selbst über alles Seiende anstreben (vgl. Bde. 6&8).

Diese Geisteshaltung ist nicht mit einer zunehmenden Geringschätzung des Ich verbunden. Man respektiert lediglich den anderen wie sich selbst. Es ist das Lösen aus einer Isolierung heraus. Man kann sich selbst uneingeschränkt befürworten und gleichzeitig handeln, als würde man in allem anderen ebenso existent sein wie in sich selbst. Denn mit meinem sich erweiternden, zunehmend mehr umfassenden Bewusstsein erfahre ich mich weiterhin als Individuum, erfahre es als mein Bewusstsein. Schon zu Lebzeiten erweitert oder verengt sich unserer mentaler Zustand, wenn wir andere in unser Herz respektive Bewusstsein einschließen oder ausschließen, wenn wir die Natur, Gattungen, Dinge, Menschen und Orte in unsere geistige Obhut nehmen oder sie aus ihr entlassen. Jedes liebevolle und selbstlose in Obhut nehmen erweitert unser Selbst und unseren spirituellen Erkenntnisstand.

Hieraus resultierende, anfangs nicht steuerbaren Zustandsänderungen werden von den in der Orientierungsphase Befindlichen nach Ingrisch oft fälschlich als Belohnung und Strafe interpretiert [Lit 142]. Tatsächlich ist es ein Glücksfall, ihnen zu Beginn ausgesetzt zu sein, den es ist ein Indiz für einen großen Bewegungsradius des Übergehenden in der geistigen Welt. Sein Wachbewusstsein muss nur lernen, das Unterbewusstsein an lockeren Zügeln zu führen, indem es seine Dominanz verringert.

Die ganz stumpfen und völlig in Irgendetwas Verstrickten erfahren dies nicht, verharren bewegungslos in nur einer kollektiven oder individuellen Vorstellungswelt auf einer der unteren geistigen Energieebenen. Je größer jedoch der Bewegungsradius ist, desto besser. Es ist ein völlig normales Pulsieren in unterschiedliche Zustände des Bewusstseins, dass zunächst unkontrollierbar, rhythmisch wiederkehrend und dem Wachbewusstseinsanteil im höchsten Maße erschreckend erscheint, dann jedoch mit zunehmender Gewöhnung beeinflussbar wird.

Auch im physischen Leben sind wir diesem ausgesetzt. Nichts anderes ist das Erfahren unterschiedlichster mentaler Zustände im Alltag zwischen den Extremen des himmelhochjauchzenden Glücksgefühls und der lähmenden Depression. Wir bewegen uns hüben wie drüben auf einer Skala emotionaler Zustände in Qualitäten des Seins. Mit etwas Aufmerksamkeit können wir unsere Zustände wie ein externer Beobachter einordnen.

Eine zur Entfaltung, zur Ausdehnung des Bewusstseins führende Neugier hat also nichts mit Selbstaufgabe zu tun. Sie beinhaltet jedoch die Bereitschaft, Unabänderliches zu akzeptieren und Fehlverhalten zu verzeihen. Was immer der Andere auch getan haben mag - wer tief im Inneren dessen spirituelles Informationsdefizit versteht, ihm verzeiht und um Vergebung für unvermeidliche eigene Verfehlungen bitten kann, erhebt sich selbst [Ray-Wendling]. Wir sollen andere Menschen - gelegentlich abscheulich auftretende, aggressive selbstbezogene Identitäten - hierbei nicht lieben, nur eben nicht ablehnend hassen und immer auch vorhandene positive Anteile ihres Wesens respektieren. Sie werden ihre Informationsdefizite früher oder später beheben und Läuterung erfahren. Bis dahin werden sie allerdings nicht den Kreislauf aus Geburten und Tode verlassen können.

Ein Kapitel zurück | Inhaltsverzeichnis | Zum nächsten Kapitel

Begriffserläuterungen | Literaturverzeichnis | Zur Bücher-Übersichtsseite | Impressum & Datenschutz | W3C HTML-Validierung | W3C CSS-Validierung Stehlen Sie keinen Content von dieser Seite. Plagiate werden durch Copyscape aufgedeckt.
chinnow.net - seit 1999 online