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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 3: Klassische Sterbeforschung
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 9455 133)


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Kapitel 4.13.: Hindernis der Anhaftung (Verschiedene Hindernisse)

Viele rühren sich zu Beginn der Orientierungsphase gar nicht vom Fleck. Sie haften Menschen, Dingen, Gewohnheiten, Glaubensgrundsätzen oder Orten der von den unteren beiden Energieebenen noch wahrnehmbaren physischen Welt erheblich an. Roberts (Seth) formuliert es so:

"Diejenigen, die sich mit ihrem Körper 'überidentifizieren', können sich ganz unnötigerweise selbstfabrizierte Qualen bereiten, indem sie um den Körper herumlungern. In der Tat ist das dann eine verlorene Seele, die meint, dass sie sonst nirgendwo anders hinkönne." [Lit 175]

Sie sind ohne Interesse für irgendetwas anderes als ihr vergangenes Leben. Derart abgelenkt ignorieren sie Auswege über Lichter und Nahestehende oder diese erscheinen gar nicht erst. Denn:

dann gibt es vier Möglichkeiten:

  1. Entweder der Betroffene löst sich mit der Zeit selbst von seinen Anhaftungen
  2. oder er bittet mental um Unterstützung
  3. oder er verbleibt auf der niederen Ebene, auf der er sich befindet
  4. oder er flüchtet sich in ein neues ungeplantes physisches Leben.

Im Band 2 sind die Energieebenen der II. geistigen Energieschicht beschrieben. Auch ohne in Projektionen (Fn. S.35) des eigenen Bewusstseins gefangen zu sein, sitzt man auf den unteren Ebenen 22 bis 25 mehr oder weniger fest, wenn man die Unterstützung von Nahestehenden oder intelligenten Lichtern ablehnt oder nicht beachtet.

Ingrisch geht davon aus, dass die Mehrzahl der Übergehenden weder empfangen wird noch Lichter wahrnimmt [Lit 131]. Das ist plausibel, weil sich die Mehrheit nach Monroe ohnehin direkt auf die Energieebene 25 der Unruhigen bewegt. Der mentale Zustand der dort Befindlichen ist noch recht verengt, d.h. man kümmert sich dort eher nicht um Neuankömmlinge. Der kleinere Rest der Übergehenden ist entweder stark anhaftend oder in Projektionen versunken oder spirituell ausreichend informiert für die beiden obersten Energieebenen.

Ohne das Streben nach besseren Zuständen kann auch derjenige, welcher nicht träumt, sehr lange auf einer der unangenehmen unteren Energieebenen in der Orientierungsphase festsitzen. Es findet sich zwar auf Energieebene 23 der Anhaftung hier und da eine Art Unterschlupf und manche haben auch unzuverlässige Kontakte zu anderen spirituell ähnlich Geringentwickelten, doch kann man sich hier nicht wirklich wie in der physischen Welt einrichten.

Andere geistige Wesen nimmt man nach Ingrisch nicht als Identitäten mit festgelegter Rolle, sondern als 'Qualitäten' wahr. Dies resultiert aus dem Verlust einer eindeutigen irdischen Rolle (vgl. S.286). Die hier noch stark Anhaftenden empfinden hierdurch eine Verlorenheit. Sie empfinden sich bar jeder erkennbaren Funktion oder Aufgabe und nehmen in der dortigen Gesellschaft keine Stellung ein. Dazu sind sie unstet wie ein Flüchtender und ohne ein Geborgenheit vermittelndes und zentrierendes Heim. In der geistigen Welt ist nunmehr das einzig erkennbare Merkmal zur Differenzierung die spirituelle Qualität der Psyche, also der Zustand des persönlichen Bewusstseins einer Identität (Fn. S.141).

In diesem verengten Zustand trauert man dem verlorenen Lebensmittelpunkt und der allgemeinen wie auch der persönlichen Gravitation hinterher. Mancher ist bei unkontrollierbar schwankenden Zuständen mal alles und dann wieder nichts. Dies äußert sich in einem unerwarteten Wechsel der Schwingungsfrequenz des Bewusstseins und damit des Geistkörpers, was als beunruhigendes Ausdehnen und Zusammenziehen erfahren wird. In gedanklichen Verbindungen zu lebenden Nahestehenden kann nach Ingrisch dieser vertraute Schwerpunkt manchmal wiedergefunden werden [Lit 24]. Hier spielen Affinitäten wie Liebe (vgl. Bde. 6 & 7) oder Zuneigung eine wichtige Rolle.

Nach ihrer Auffassung sind die Eigenschaften der Bewusstseinsenergie vergleichbar mit denjenigen von Licht oder Wolken: Sie kann sich ohne Energieverlust für das Bewusstsein beliebig teilen, mit anderen Bewusstseinsenergien vereinigen und auch wieder trennen. Zusammen mit dem Ausdehnen und Zusammenziehen, dem Erweitern und Verengen, unterliege manche jenseitige Existenz einen beständigen Wechsel von Zuständen und Positionen, woran man sich nur sehr langsam gewöhne. [Lit 131]

Doch anstatt sich auf die Erfahrung der Ausweitung einzulassen, wehren sich viele gegen das Ausdehnen ihres Bewusstseins und flüchten sich in vertraute verengende Anhaftungen. Denn solange sie sich auf vergangene Bindungen konzentrieren, bleiben die sie ängstigenden Zustandswechsel aus.

Somit sind Erfahrungen in dieser Phase des Übergangs ein Produkt aus

Denn die Zeit, die ein Bewusstsein in den unterschiedlichen Energieebenen der geistigen Energieschicht II verbringt, hängt ab von ihrem Streben, ihren Gedanken und Gefühlen - oder anders gesagt von ihrer Einstellung, ihrer Neugier und ihrem Charakter. Die Annahmen einiger Weltreligionen bezüglich einer von außen zugewiesenen Verdammnis sind falsch. Stets resultiert der geistige Zustand einer Identität aus seinen eigenen Entscheidungen, seinem Streben, Bewerten und Handeln. So sind wir in letzter Konsequenz stets und immer genau das, wofür wir uns entschieden haben.

Die stark anhaftenden Betroffenen fühlen sich also überflüssig und kalt, ihr eigenes Bewusstsein erscheint ihnen Wolken gleich dünn und flüchtig, schwankend und unbeständig, zumal es auf nur einen Gedanken hin die Position wechselt (vgl. Bd.2). Ein Nachdenken in der gewohnten Weise ist so nicht möglich. Nach Hunderten von Jahren - denn man wähnt sich noch in die vierdimensionale Raumzeit eingebunden und die Fähigkeit des sich in der Zeit Bewegens haben die Betroffenen mangels Erkenntnis noch nicht erkannt - vergessen manche schon einmal ihren Namen und ihre Lebensgeschichte.

Wenn man bedenkt, dass möglicherweise nur eine Anhaftung an Hinterbliebene oder physische Orte der Auslöser für diesen Verlauf war, und dass die Nahestehenden - inzwischen selbst verstorben - möglicherweise direkt auf angenehme höhere Bewusstseinsenergie-Ebenen aufgestiegen sind, dann erkennen wir, was das System von uns erwartet. Nämlich loszulassen, wenn der Zeitpunkt des Übergangs gekommen ist.

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