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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band 3: Klassische Sterbeforschung


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8374 9455 133)


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Kapitel 3.3.: Der Empfang - Willkommen in Ihrer Zukunft (Verlauf der Orientierungsphase)

Im Sterben fließt unser an den physischen Körper gebundenes Wachbewusstsein mit dem Unterbewusstsein (vgl. Bd.2) zusammen. Der in der Wesenheit gespeicherte vollständige Verlauf des physischen Lebens und damit die Erinnerungsdaten des Betroffenen sind diesem weiterhin zugänglich, wo immer er sich auf der Skala der 5. Bewusstseinsenergie-Dimension auch befindet. Denn der Speicherort ist nach Ingrisch und Monroe das 'Repertoire' der Wesenheit und liegt damit in unserem ursprünglichen Selbst. (vgl. Bd.2)

Ein möglicher Empfang in der geistigen Welt sowie die Lebensrückschau treten nicht in einer feststehenden Reihenfolge auf. Vielmehr hängt diese von den Umständen des Todes ab. Sehr oft bleibt der Empfang nach Wickland, Ingrisch und einer Untersuchung von Nahtoderfahrungen ganz aus. Roberts (Seth) schreibt:

"Nun kann es sein, dass ihr nach dem Tod es absolut nicht wahrhaben wollt, dass ihr tot seid, und fortfahrt, eure Gefühlsenergien auf diejenigen zu richten, die ihr in eurem Leben gekannt habt. Wart ihr zum Beispiel von einem bestimmten Projekt besessen, dann könntet ihr den Versuch machen, es zu vollenden. Es sind zwar immer Seelenführer da, um das Verständnis für eure Lage in euch zu wecken, aber ihr könntet dermaßen in eure Illusionen verbissen sein, dass ihr nicht auf sie hört." [Lit 175]

Hiernach stünde jedem Übergehenden zumindest ein geistiger Helfer zur Seite. Nach den unzähligen Berichten aus Nahtoderfahrungen wird dieser Empfang eher wahrgenommen, wenn das physische Ableben noch nicht feststeht. Wenn also der im Sterbeprozess Befindliche noch die Wahl hat, den Lebenszyklus fortzuführen oder nicht, dann erwarten ihn eher Nahestehende, um ihn daran zu hindern, sich unüberlegt zu weit vom physischen Körper zu entfernen und ihn damit zu verlieren. Der Betroffene wird in diesem Fall häufig bis zum Treffen einer bewussten Entscheidung in der unmittelbaren Umgebung seines physischen Körpers gehalten. Und zwar sowohl gemessen an der Skala der 5. Energiedimension als auch der Entfernung im physischen Raum.

Doch selbst wenn die Umstände des Sterbens eine Rückkehr in das physische Leben zulassen würden und ein Empfang stattfindet, werden geistige Helfer oder gegebenenfalls erwartende Nahestehende oft nicht wahrgenommen,

Das Ausbleiben eines Empfangs ist dagegen nicht an einem Lebenswandel festzumachen, zumal in der geistigen Welt die Moralvorstellungen der jeweiligen Weltzeitalter1 und Kulturen ohne Belang sind. Nach Roberts kommen Nahestehende nicht zum Empfang, wenn sie zwischenzeitlich in andere Tätigkeitsbereiche gewechselt haben. Dann nehmen oft geistige Helfer die Gestalt eines Nahestehenden an - nicht aus Spaß an der Täuschung, sondern damit sich der Protagonist aufgehobener fühlt. Später wird er über die wahren Verhältnisse aufgeklärt. Sie schreibt:

"Nun kann es sein, dass ihr nach eurem Tod von Freunden und Verwandten begrüßt werdet, oder auch nicht. Wie alles, ist auch dies eine persönliche Sache. Alles in allem könnt ihr weit stärker an Menschen interessiert sein, die ihr in früheren Leben gekannt habt, als an denen, die euch im jetzigen Leben nahestehen. Eure wahren Gefühle euren ebenfalls toten Verwandten gegenüber werden ihnen und euch offenbar sein. Heuchelei gibt es nicht. Ihr werdet nicht mehr vorgeben, einen Elternteil zu lieben, der wenig oder nichts dazu getan hat, Liebe oder Respekt zu verdienen. Telepathie herrscht in dieser Zeit nach dem Tod uneingeschränkt vor, also müsst ihr euch mit den wahren Gefühlsbeziehungen, die zwischen euch und euren euch erwartenden Verwandten und Freunden bestehen, auseinandersetzen. Es kann sich zum Beispiel erweisen, dass jemand, den ihr für euren Feind gehalten habt, in Wirklichkeit eure Liebe und euren Respekt verdient, und dann werdet ihr ihn entsprechend behandeln. Eure eigenen Motive werden euch vollkommen durchsichtig sein. Ihr werdet auf diese Durchsichtigkeit jedoch auf eure Weise reagieren. Ihr werdet nicht automatisch weise sein, wenn ihr es vorher nicht wart, aber es wird auch keine Möglichkeit geben, mit euren eigenen Gefühlen, Empfindungen oder Motiven Versteck zu spielen." [Lit 175]

Soweit Roberts. Treten jedoch sowohl Empfang als auch Lebensrückschau auf, setzt in einer extremen Gefahrensituation die Lebensrückschau zuerst ein. Und zwar kurz bevor das Sterbeereignis beispielsweise durch Ertrinken oder Aufprall im Falle eines Unfalls eintritt. Würde der Empfang vor diesem einsetzen, wäre die Akzeptanz einer Hilfe durch verstorbene Nahestehende noch geringer. Für das Einsetzen der Lebensrückschau genügt als Auslöser die subjektive Gewissheit des Betroffenen über den kurz bevorstehenden Tod. Immer wieder wird von Unfallopfern berichtet, welche die Lebensrückschau bereits direkt vor dem Unfall erlebten - zu diesem Zeitpunkt lagen jedoch noch keinerlei Verletzungen vor. Die Wahrscheinlichkeit, nicht zu überleben, war in diesen Fällen allerdings extrem hoch.

Nach dem Eintreten des den physischen Körper schädigenden Ereignisses wird der Betroffene also im Idealfall von geistig Nahestehenden empfangen. Diese erscheinen ihm nach Monroe zwar strahlend hell, aber nicht blendend, weil sie ihre Erscheinung durch bewusste Reduzierung der Schwingungsfrequenz ihrer Energien an die noch geringe Schwingungsfrequenz des Hilfsbedürftigen anpassen (vgl. Bd.2).

Die eigene Erscheinung wie auch die der möglicherweise diesen Übergang begleitende Nahestehenden nimmt der Betroffene als geistige Körper (vgl. Bd.5) über die niedere Bewusstseinssicht (vgl. Bd.2) wahr. Die Konturen dieser Körper sind deutlich zu erkennen. Sie sind dabei weder von einer durchsichtigen, noch von einer stofflichen auf Materie aufbauenden Struktur, sondern eher schemenhaft.

Diese empfangenden Identitäten sind nach umfangreichen Studien - u.a. an unvoreingenommenen reanimierten Kindern - durchweg gesunde, heitere, gelöste, überaus glücklich wirkende, jedoch durchweg bereits verstorbene Personen. So wurde ein Kind von seiner Mutter empfangen und es erkannte sie als solche, obwohl sie schon bei dessen Geburt verstorben war. Meek bemerkt:

"Was auch die Beweggründe sein mögen, ob es um Fehlgeburt, Totgeburt, Kindstod oder Abtreibung geht, die Seele lebt weiter, und oft meldet sich ein Baby in einem Sitting, um der Mutter Kenntnis von seiner Liebe zu ihr zu geben und sie zu segnen. Wir sind immer geneigt, das Kind zu sehen und nicht die Seele, die im Kind kommen will, weil es [A.d.V.: sie] nur auf diese Weise in dieses Erdenleben eintreten kann." [Lit 123]

Die vorgenannte heitere Gelöstheit der Empfangenden resultiert aus der der Klarheit des Geistes und der Freiheit, über die eine Identität schon auf der hohen Bewusstseinsenergie-Ebene 26, aber vollständig erst auf 272 verfügt. Dagegen befände man sich nach Wickland und Ingrisch - gleichgültig, in welcher Lebensform - zu Lebzeiten in einem Traumzustand. Auch nach Monroe können fremde geistige Helfer (vgl. Bd.2) als das erscheinen, was der Verstorbene in ihnen sieht - Vater, Mutter, verstorbener Freund, religiöse Heiligenfigur oder Engel. Diese können freigegebene3, mental nicht gesperrte Gedanken und Emotionen des Betroffenen ungefiltert wahrnehmen, so wie die Kommunikation zwischen allen Anwesenden überhaupt nur nonverbal über übertragene Gedankenpakete und Emotionen erfolgt.

Es folgt ein exemplarisches Beispiel aus der Nahtoderfahrung von Cristine Stein, nachdem sie sich nach einem schweren Verkehrsunfall rasend schnell aus ihrem physischen Körper heraus auf die für sie passende Ziel-Energieebene bewegt hatte:

"Ich war von jetzt auf gleich an diesem Ort, den wir Himmel nennen, habe Verstorbene getroffen. Als ich dort ankam, habe ich zuallererst meine Großeltern mütterlicherseits gesehen. Komischerweise wußte ich sofort, dass es der Himmel war, denn ich habe meine Großeltern erkannt, obwohl ich sie auf der Erde zuvor nie lebend gesehen habe. Ich wurde als Kind so erzogen, dass die Verstorbenen in den Himmel kommen.

Die beiden kamen auf mich zu, haben mich mit meinem Namen begrüßt und mich dann durch ihr Reich, wie sie es nannten, geführt und mir alles gezeigt. Von einem Punkt, zu den sie mich geführt hatten, hatte ich die Möglichkeit hinunterzuschauen auf die Erde. Ich hatte sehr schnell rausgefunden: Ich musste nur an eine bestimmte Person oder an Personen denken, und genau auf diese konnte ich dann hinunterschauen.

Ich hatte keine Schuhe an, der Boden war so weich, watteähnlich. Es gab Häuser, Straßen, in den Farben viel heller als hier. Keine Fahrzeuge. Straßen ganz hellgrau, alles erschien viel freundlicher. Ich habe keinen Gott gesehn und keine höhere Macht.

Ich konnte mich kurz vor der Verabschiedung durch meine Großeltern selbst auf dem OP-Tisch liegen sehen und einen der Chirurgen sagen hören: 'Jawoll, sie schafft es, wir haben eine kleine Vita.' Die Großeltern verabschiedeten mich mit einem Kuss auf die Stirn, mein Opa sagte: 'Erfülle Deine Aufgabe. Wir sehen uns in vielen vielen Jahren wieder.' Dann weinte ich. Die Ärzte bestätigten mir später, dass ich während der OP geweint habe." [Lit 170]

Soweit C. Stein. Nach Roberts begünstigten ihre angstfreien religiösen Vorstellungen, so falsch sie im Detail auch gewesen sein mögen, den beschriebenen glatten Durchlauf. Denn der Übergehende ist damit auf eine dem Leben nachfolgende, positive geistige Lebensumgebung vorbereitet:

"Während im allgemeinen die erwähnten Umstände sich hinderlich auswirken, gibt es doch immer Ausnahmen. Ein Glaube an das Paradies, der kein zwanghafter ist, kann dem Individuum als Hintergrund oder Ausgangsbasis dienen, von wo aus es oft mit Leichtigkeit die neuen Erklärungen, die ihm angeboten werden, annehmen kann. Selbst ein Glaube an das Jüngste Gericht gibt in vielen Fällen einen brauchbaren Hintergrund ab, denn obwohl in eurem Sinne keine Strafe verhängt wird, ist doch das Individuum hierdurch auf eine Art spiritueller Prüfung und Beurteilung vorbereitet. Diejenigen, die gründlich begriffen haben, dass die Realität selbstgeschaffen ist, werden es am leichtesten haben. Die, die gelernt haben, mit den Techniken des Traumzustands umzugehen, werden entschieden im Vorteil sein.

Ein Glaube an Dämonen wirkt sich, wie auch zu Lebzeiten, nach dem Tode sehr nachteilig aus. Eine systematisierte Theologie der Gegensätze ist ebenfalls abträglich. Wenn ihr zum Beispiel glaubt, dass alles Gute durch Böses aufgewogen werden muss, dann seid ihr an ein Realitätssystem gebunden, das äußerst einschränkend ist und den Keim für große Qualen enthält. In einem solchen System wird sogar das Gute verdächtig, weil ihm ein entsprechendes Böses auf dem Füße folgen muss. Gott versus Teufel, Engel versus Dämonen - die Kluft zwischen Tieren und Engeln - all diese Entstellungen sind Hindernisse.

In eurem Realitätssystem schafft ihr jetzt große Kontraste und Gegensätze. Diese sind in eurer Realität als Grundvoraussetzungen wirksam [...] Ein Glaube an das Gute ohne einen Glauben an das Böse mag euch schlechthin als unrealistisch erscheinen. Ein solcher Glaube ist jedoch die beste Rückversicherung für euer physisches Leben und für die Zeit danach." [Lit 175]

Soweit Roberts. In einem solchen "Empfangskomitee" hat nach Monroe jeder die Kompetenz eines geistigen Helfers. Und selbst, wenn der Betroffene nicht in das möglicherweise wahrzunehmende helle Licht der eigenen Wesenheit gehen mag, kann er sich mit den ihn empfangenen Nahestehenden auf eine der beiden höchsten Bewusstseinsenergie-Ebenen der direkt nachfolgenden geistigen Energieschicht bewegen. Dies bezeichnet Wickland als Befreiung und beendet die Orientierungsphase. Dort findet gegebenenfalls ein zusätzlicher Empfang durch die dortige Gemeinschaft statt, mit der man mental verbunden ist und in der man zunächst 'leben' wird. Hier angekommen befindet sich der Betroffene in von diversen Quellen als sehr schön beschriebenen geistigen Vorstellungswelten [Lit 84].

Der Begriff 'Befreiung' geht auf den Tibetischen Buddhismus des 8. Jahrhunderts n. Chr. zurück und wird auch im Tibetischen Totenbuch verwendet, um eine Beendigung der Orientierungsphase im Übergang des physischen Todes durch 'Erlösung', also durch ein Aufsteigen entweder auf die höheren Energieebenen 26 und 27 der zweiten geistigen Energieschicht oder aber direkt in die Wesenheit der dritten Energieschicht, zu beschreiben.

Es kann jedoch vorkommen, dass gerade nach langer Krankheit oder einem Leben mit schweren Behinderungen das Bewusstsein Zeit braucht, um sich auf die neue Situation einzustellen. Diese Betroffenen werden innerhalb der zu ihren Vorstellungen und Erwartungen passenden Ebene 26 oder 27 zu einem speziellen geistigen Platz geleitet, der ihrer letzten vertrauten Umgebung wie einem Krankenhaus oder ihrer ehemaligen Wohnung ähnelt. Hier haben sie Zeit, das mentale Bild ihres Selbst wieder in Ordnung zu bringen.

Viele verlieren sich nach Roberts kurz nach dem physischen Ableben in halluzinatorischen Aktivitäten - sie halluzinieren

Geistige Helfer scheinen häufig anwesend zu sein und bemüht, ihren Protagonisten dort herauszuhelfen, um mit der Aufklärung beginnen zu können. [Lit 175]

Nach Zammit nehmen viele im Übergang Befindliche eine ihnen entgegengebrachte Unterstützung an [Lit 22]. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass der Betroffene Kontaktversuche seiner geistigen Helfer nicht beachtet und diese sich in Folge zurückziehen. Denn niemand wird außerhalb der physischen Welt der Erscheinungen (vgl. Bd.5) zu irgendetwas gezwungen. Stets trifft man seine Entscheidungen selbst und ist daher für diese vollumfänglich verantwortlich.

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