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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 1: Physik an der Grenze zur Metaphysik
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 9783735788801)


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Kapitel 6: Ergänzende Anmerkungen zu Zeitfluß &Gravitation

Im Folgenden betrachten wir die wechselseitige Abhängigkeit von Zeit, Masse und Bewegung. Schon nach dem deutschen Philosophen Schopenhauer, welcher gut einhundert Jahre vor Einstein lebte, gäbe es ohne Materie keine Zeit. Diese Feststellung lässt sich ausweiten:

Um dies zu verdeutlichen, betreiben wir noch einige Wortspiele:

Gravitation und Zeit sind die Wirkung der lt. Metaphysik im Grunde geistigen Ausdehnung des Universums, gewissermaßen die Wirkungen ihres Sogs. Ist die Gravitation durch die Nähe zu großen Massen stark, fließt dort die Zeit schnell - und umgekehrt. Gravitation und Zeitfluss resultieren also aus der kontinuierlichen Bewegung des gesamten Raums des Universums unter dem Einfluss von Materie in Abhängigkeit von dessen Geschwindigkeit und Masse. Gravitation ist die aufgrund von Materie und in Abhängigkeit von deren Geschwindigkeit und Masse fließende Zeit. Die drei Faktoren Masse, reelle Zeit (Fn. S.21) und Bewegung treten nur zusammen auf. Entfällt ein Faktor, gibt es auch die anderen nicht mehr.

Da nun das Universum auch große Bereiche mit relativ wenig Materie umfasst, ist die Geschwindigkeit des Zeitverlaufes auf der Schiene der 4. Zeit-Dimension regional sehr unterschiedlich. In fast leeren Bereichen steht die Zeit nahezu still. Es lässt sich daher nach meiner Auffassung kein im ganzen Universum gültiges Alter des Universums mit der Messeinheit 'Jahr' festlegen, weil diese in Abhängigkeit umgebender Masse und deren Geschwindigkeit ist. Die Kosmologie berechnet das Alter des Universums jedoch in dieser Einheit.

Berechneten wir aus unserer Position auf dem Planeten Erde heraus das Alter des Universums, so 'stimmt' diese Zahl nur im Verhältnis zum Bezugssystem Planet Erde. Menschen in einem anderen Sonnensystem könnten mit den gleichen Methoden zu einem anderen Wert kommen. Diejenige Berechnungen, welche wir auf unserem, einem individuellen Zeitfluss unterliegenden Planeten vornehmen, taugt auch nur dort und würde an einer anderen räumlichen Position im Universum in gleicher Entfernung zum Urknall andere Ergebnisse bringen.

Was dann? Die Zeit ist unter den vier Raumrichtungen die große Variable, da sie mehr als die anderen durch Materie und Energiequellen beeinflusst wird. Wie erwähnt hat die runde ballförmige Oberfläche des Universums Dellen wie ein Ball mit Beulenpest: die Ablenkungen der Raumrichtungen durch die auf dem Weg liegende Materie führen zu nicht geraden Verläufen. Bewegten wir uns jedoch auf einer dieser Raumrichtungen, würden wir diese Verwindungen nicht bemerken. Erst bei einer Betrachtung von außen aus einer beliebigen Position außerhalb unserer Raumzeit würden wir die Umwege der Raumrichtungen und die daraus entstehenden Verwerfungen erkennen.

Dennoch könnte man als Ersatz für die Einheit 'Jahr' berechnen, dass wir uns soundsoweit vom Urknall entfernt befinden. Dieser Wert ist immerhin von jedem Ereignispunkt im Universum aus berechnet nahezu derselbe. Die Größeneinheit 'Lichtjahr'1 könnte hierfür Verwendung finden, weil es ein Längenmaß und kein Zeitmaß ist.

Zwar kommt es bei den klassischen drei Raumrichtungen auch zu deutlichen Ablenkungen durch Materie, doch eignen sie sich nach meiner derzeitigen Auffassung für eine Messung des Abstandes unserer Position vom Beginn des Universums noch am besten. Das Alter des Universums ist also möglicherweise nicht in Jahren zu erfassen. In Lichtjahren gemessen ist es derzeit etwa 78 Milliarden Lichtjahre weit ausgedehnt.

Die Raumrichtung der Zeit ist also als Messwert kaum für etwas anderes zu gebrauchen, als hier auf unserem Planeten den Wecker zu stellen. Diese Funktion jedoch erfüllt sie so gut, dass sie als Maßstab für eine Abfolge von Ereignissen schlechthin angesehen wird. Doch ist die erlebte Zeit zum einen von der individuellen Wahrnehmung des betrachtenden Wachbewusstseins abhängig, zum anderen von seiner Entfernung zum Erdmittelpunkt. Nicht einmal, wenn eine Frau im Urlaub beim Skilaufen auf dem Gipfel steht und ihr Mann unten im Tal an einem Tresen, erleben beide die gleiche Zeitdauer. Schon in diesem Beispiel ist die Frau nach ihrer Rückkehr in das Tal etwas jünger als der Mann. Sie hat oben auf dem Gipfel weniger Zeit verbracht als er unten im Tal am Tresen.

Der Grund liegt in einer in der Höhe schwächeren Gravitation. Je näher man einem Massezentrum ist, desto stärker ist der Gravitationsfluss und damit die Anziehung durch die Masse. Zeit und Masse jedoch beeinflussen einander wie oben beschrieben - die Nähe zum Massekern des Planeten Erde beschleunigt die Gravitation und damit den Zeitfluss im Bereich des Tals stärker als oben auf dem Berg. Folge: Der Partner am Tresen altert schneller als seine kluge Ehefrau am Gipfel. Oder andersherum ausgedrückt: Der Mann hat in ihrem Urlaub am Tresen etwas mehr Zeit genießen können als seine Frau auf dem Berg.

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