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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN
Band 1: Physik an der Grenze zur Metaphysik
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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 9783735788801)


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Kapitel 2: Das multidimensionale Universum

Über welche Zutaten verfügt unser Universum?

  1. Eine Bran - das ist eine kugelförmige Oberfläche. Sie bildet den Rand unserer aus fünf Dimensionen bestehenden Raumzeitregion. Nach dem britischen Physiker und Mathematiker Prof. Stephen Hawking codiert diese Bran ihre Quantenzustände holographisch auf ihrer zweidimensionalen Randfläche. Diese Codierung beinhaltet ähnlich einem Speicher alles, was in der gesamten fünfdimensionalen Region vor sich geht.
  2. Die erste flache Dimension - sie ist eine auf der Bran befindliche vertikale Raumrichtung
  3. Die zweite flache Dimension - sie ist eine auf der Bran befindliche horizontale Raumrichtung
  4. Die dritte flache Dimension - sie ist eine auf der Bran befindliche Tiefen-Raumrichtung
  5. Die vierte Dimension - sie ist eine auf der Bran befindliche reelle Zeit. Diese bildet zusammen mit den ersten drei Dimensionen die vierdimensionale, ziemlich 'flache' Raumzeit. Für in ihr befindliche Lebewesen verläuft die Zeit nur linear in eine Richtung - es ist die Zeit, die sich unsere Erfahrung erschließt. Beliebige Positionen innerhalb der vierdimensionalen Raumzeit definieren sich aus jeweils nur einer Position in allen vier Dimensionen - man nennt dies Ereignispunkte. Die Physiker benutzen in Verbindung mit der Zeitdimension des physischen Universums das Beiwort 'reell', weil sie hierdurch von anderen im Gesamtsystem möglicherweise vorhandenen Zeitdimensionen unterschieden werden kann.
  6. Die fünfte Dimension - sie ist nicht mehr flach, sondern die kugelförmige Bran vollständig ausfüllend. Es ist vermutlich die schon vom britischen Mathematiker und Physiker Dr. Adrian Dobbs beschriebene imaginäre Zeit. Wenn in einer bildlichen Analogie die reelle Zeit horizontal in nur eine Richtung verläuft, dann geht die imaginäre Zeit vertikal von jedem beliebigen Ereignispunkt der reellen Zeit in beide Richtungen ab. Diese Zeitschiene enthält also sämtliche Verzweigungen, in die das Universum oder irgendetwas in ihm enthaltenes an einem beliebigen Ereignispunkt eintreten könnte [Lit 41]. Anders als bei der reellen Zeit bewegen wir uns auf ihr in beide Richtungen. Wir müssen uns die imaginäre Zeit als eine unbewiesene mathematische Krücke vorstellen, mit der Physiker Erscheinungen der Metaphysik zu erklären versuchen. Die Eigenschaften dieser 5. Dimension der imaginären Zeit der Physik entsprechen interessanterweise weitgehend denen der 5. Dimension der Metaphysik. Letztere spricht jedoch von einer hierarchischen Gliederung der Psyche respektive des Gesamtsystems.

Zu den vorgenannten fünf Dimensionen kommen dann noch fünf weitere, welche zur Widerspruchsfreiheit dieser umfassenden M-Theorie - das ist eine der Stringtheorien - zu erwarten wären. Diese dürften jedoch nach Annahme der Physiker allesamt flach bzw. eng aufgerollt und somit für uns 'unbewohnbar' sein. Hawking beschreibt sie als einen gekrümmten Raum von sehr geringer Ausdehnung - etwa in der Größenordnung von einem Millionen-Millionen-Millionen-Millionstel Zentimeter. Sie sind also im Verhältnis zu unserem Universum zu klein, als dass wir sie direkt wahrnehmen könnten.

Die Präkognition (Fn. S.19, vgl. Bd.4) erfordert nach Dobbs ohnehin eine zweite Zeitdimension wie die der imaginären Zeit, in der objektive Wahrscheinlichkeiten dieselbe Rolle spielen wie Kausalbe­ziehungen in der klassischen Physik. Der Zeitpfeil oder genauer die Wellenfront, bewegt sich hierin durch eine wahrscheinliche anstelle einer deterministischen Welt. Da diese Wahrscheinlichkeiten nicht eintreten müssen, also umgangen werden können, handelt es sich nur um dispositionelle Vorentwürfe anstelle eines absoluten Vorauswissens. Diese Entwürfe können weder direkt beobachtet, noch abge­leitet werden und werden vom Empfänger als hypothetische Botschaften empfunden.

Die Überbringer dieser Informationen sind nach Dobbs Psitronen. Sie haben nur eine imaginäre Masse und können sich somit nach der Relativitätstheorie ohne Energieverlust schneller als mit Lichtgeschwindigkeit und damit rückwärts in der reellen Zeit bewegen. Die Entfernung im Raum, die das Psitron zu überwinden hat, ist dabei ebenso wie bei den Neutrinos irrelevant.

Diese Psitronen mit imaginärer Masse dringen in die zerebralen Neuronen des Empfängers ein und übertragen Vorentwürfe eines möglichen zukünftigen Zustands1. Somit ähneln Psitronen den Lichtquanten beim gewöhnlichen Sehen - mit den Ausnahmen,

Die Quantentheorie der virtuellen Prozesse ist sehr verwandt mit der Vorstellung von einem realen Geschehen, welches in der imaginären Zeit von einer Anzahl objektiver Wahrscheinlichkeiten umgeben ist, welche nicht notwendigerweise eintreten werden, aber eintreten können und den Gang der Ereignisse aller anderen Wahrscheinlichkeiten beeinflussen. Wir können uns diese virtuellen Potentiale oder auch Wahrscheinlichkeitsamplituden, wie Koestler sie anschaulich nannte, als einen Schwarm von Teilchen mit imaginärer Masse vorstellen, die wie ein Gas ohne Reibung miteinander in Wechselwirkungen stehen.

Das Gebilde unseres Universums scheint auf den ersten Blick recht komplex zu sein. Doch nach der Theorie der Multi-Universen [Lit 9] des britischen Astrophysikers Dr. Martin Rees können wir davon ausgehen, dass es weitere Universen mit einer viel reicheren Struktur gibt, komplexer als alles, was wir uns vorstellen können. Nach seiner Auffassung können wir das Wesen unserer kosmischen Umwelt nicht allein durch das Denken erfassen.

Der US-amerikanische Professor für Physik Andrei D. Linde befürwortet darüber hinausgehend eine chaotische Inflation. Nach seiner Theorie sind eine nicht überschaubare Anzahl Universen als Multiuniversen miteinander verknüpft und als Teil eines Zyklus ewig wiederkehrend. Diese wiederum erzeugen weitere Universen, die Hawking Baby-Universen nennt. Sinnvoller erscheint es mir jedoch, von Eltern-/ Kind-Universen zu sprechen, da diese Terminologie allgemeiner gehalten ist und die hierarchische Struktur dieses Konstrukts genauer abbildet.

Eltern-Universen vererben darin ihren Kind-Universen bestimmte Eigenschaften = Naturgesetze. So wird eine hierarchische Struktur vorstellbar, in der das Eltern-Universum unseres physischen Universums wiederum nur das Kind eines weiteren Eltern-Universums ist und so weiter. Derartige Annahmen sind übrigens nach Rees nicht ungewöhnlicher als die zu Quarks und Superstrings. Sie helfen uns, die Welt zu verstehen. Und stimmen mit den heutigen Annahmen der Metaphysik überein.

Als Physiker betrachtet Rees die Evolution der Arten als eine Eigenschaft nur unseres Universums. Der Begriff Evolution bedeutet in der Wissenschaft die stammesgeschichtliche Entwicklung von Lebewesen von niederen zu höheren Lebensformen, in der Metaphysik die spirituelle Entwicklung über Erweiterung des persönlichen Selbst. Aus dem Eltern-Universum heraus betrachtet ist die gesamte Entwicklungsgeschichte des Kind-Universums nur ein Punkt [Lit 24]. Dies bestätigt in der Metaphysik Roberts (Seth), wenn sie sagt, dass sich die gesamte Geschichte eines verzweigenden Universums in nur einem Moment der reellen Zeit des aussendenden Universums abspielen kann [Lit 191]. Denn die Zeitwahrnehmung ist jeweils auf das umgebende Realitätssystem bezogen und somit nur in diesem wirksam.

Ich erwähne in diesem Band auch Annahmen der Metaphysik, weil sie deren Nähe zur Physik aufzeigen. Nach Roberts gibt es im Grunde nur eine spirituelle, somit geistige Evolution, weil alles Physische Ausdruck geistiger Vorgänge ist. Auch nach Ingrisch wäre der Begriff 'Spektrum', in welchem sich eine Höherentwicklung (vgl. Bd. 6) vollzieht, passender als die Bezeichnung Evolution.

In einem Spektrum fließt die Information aufsteigend durch immer höhere Frequenzen. Es ist zu verstehen als ein Lichtband aus zusammenhängender Bewusstseinsenergie, dessen verschiedene Positionen durch unterschiedliche Schwingungsfrequenzen gekennzeichnet sind.

Roberts sieht die hiesige spirituelle Evolution ohnehin als nur eine von unendlich vielen möglichen Evolutionslinien. Sie spricht wie die Physik stets von wahrscheinlichen Verläufen in jeweils vollgültigen Realitätssystemen [Lit 183 u.a.]. Zur Klarstellung ihrer Position wiederhole ich hier ein Zitat aus Band zero. Nach ihrer Auffassung ist die Evolution nur das Anführungszeichen für unsere Existenz:

"Ihr könnt sagen, dass es zahlloser Jahrtausende bedurfte, bis sich die elektromagnetischen Energieeinheiten 'zum ersten Mal' verbanden und verschiedenste Arten von Materie und verschiedenste Spezies hervorbrachten; oder ihr könnt sagen, dass sich dieser Prozess in einem einzigen Augenblick abspielte. Das hängt von eurer relativen Position ab. Jedenfalls wurde das physische [A.d.V.: Kind-] Universum überall gleichzeitig erzeugt. Andererseits geschieht dies laufend noch immer, und es gibt tatsächlich keinen 'Zielpunkt' [...] Jede bekannte Spezies war deshalb bei der allumfassenden 'Befruchtung' des sichtbaren Universums inhärent 'gegenwärtig' [...] Natürlich gibt es kein 'Außen', in das sich das unsichtbare [A.d.V.: Eltern-] Universum entladen oder materialisiert hätte, weil in Wahrheit alles nur in einer geistigen, psychologischen oder psychischen Realität existiert [...] Euer Universum scheint euch jetzt objektiv und real zu sein, aber ihr glaubt, dass dies zumindest früher einmal nicht der Fall war. Deshalb fragt ihr nach der Entstehung eurer Welt und der Evolution eurer Art [...] Da ihr an einen Zeitablauf glaubt und diesen auch erfahrt, tauchen derartige Fragen in euch auf. Wenn ihr die Zeit selbst in Frage stellt, dann geht es nicht mehr um das 'Wann' des Universums." [Lit 183]

An dieser Stelle sollten wir ein Begriffs-Problem lösen, denn für ein alles umfassendes Gesamtsystem mit darin enthaltenen Universen hat die Physik noch keine Bezeichnung festgelegt. Ich unterscheide daher zwischen unserem Universum einerseits und der dieses einschließenden Gesamtpsyche2. Als Gesamtpsyche bezeichnen wir also im Folgenden den Bereich, der nicht nur innerhalb unseres Universums ist, es aber einschließt. Sie kann durchaus unzählige Universen beinhalten. Roberts weiter:

"Das Universum wird ständig erschaffen [...] wie alle Universen [...] und der Anschein von Ausdehnung, wie es von euren Wissenschaftlern gesehen wird, ist aus vielen Gründen irreführend.

Ihre Zeitmessungen, die sich, schon mal als erstes, auf Tarnung (physische Informationsdaten) gründen, sind schon fast ausschweifend unangemessen und müssen irreführende Daten liefern, da das [A.d.V.: im Grunde geistige] Universum ganz einfach nicht in dieser Form gemessen werden kann. Das Universum wurde nicht zu einer bestimmten Zeit erschaffen, und es dehnt sich auch nicht irgendwohin aus wie ein aufgeblasener, immer größer werdender Luftballon - zumindest nicht so, wie man das jetzt in Betracht zieht. Die Ausdehnung ist eine Illusion, die unter anderem auf unangemessenen Zeitmessungen und Theorien von Ursache und Wirkung beruht; und doch könnte man in gewisser Weise sagen, dass sich das Universum ausdehnt, aber in ganz anderen Bedeutungszusammenhängen, als sie üblicherweise begriffen werden [...] Das Universum dehnt sich aus wie ein Traum es tut [...] Dies ähnelt in grundlegender Hinsicht mehr dem Wachstum einer Idee." [Lit 191]

Es ist nicht verkehrt, sich diese die Physik korrigierende Annahme gegenwärtig zu halten. Denn der derzeitige, notwendig noch nicht umfassende Kenntnisstand der Wissenschaft wird sich auch künftig erweitern. Und wie bislang gibt die Metaphysik die Richtung vor.

Mit dieser Annahme könnte die Frage nach dem Anschub, dem Auslöser für den Urknall, vor einer Beantwortung stehen. So nehmen derzeit Hawking und Rees an, dass aus schwarzen Löchern unseres Universums neue Kind-Universen entstehen. Hiernach würde der energetische Anschub für die Geburt eines Universums dem Elternuniversum entnommen.

Doch ein Rätsel bleibt grundsätzlich erhalten und bietet genügend Spielraum für die Aufrechterhaltung eines theologischen Weltbildes: Wer gab die Energie respektive den zündenden Funken für das oberste Universum dieser möglicherweise vollkommen verschachtelten Hierarchie? Oder: Warum gibt es Geist mit der Eigenschaft Bewusstsein?

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