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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 9.3.: Wer wechselt in andere Geschichten (Parallele Verläufe genauer betrachtet)

Wer initiiert diese Wechsel in andere Geschichten? Ist es die aussendende Wesenheit (vgl. Bd. 2)? Sie plant die großen Züge eines Lebensverlaufs gemeinsam mit dem Wachbewusstsein und leistet einen Großteil der Unterstützung. Sie steht nach Roberts (Seth) über allen Wahrscheinlichkeitslinien und kann durchaus Wechsel in angrenzende Geschichten initiieren.

Das Ich des Wachbewusstseins ist im Konstrukt der Psyche eine ebenso begrenzte Komponente des Selbst mit definierten Eigenschaften, wie es auch die Zell- und Atombewusstseine des Körpers sind. Dennoch genießt es wie jedes Bewusstsein in seinem Aktivitätsbereich die größte schöpferische Freiheit.

Bevorzugen Anteile des Wachbewusstseins eine andere Entscheidung, als sie das dominierende Ich zu treffen bereit ist, verzweigen diese Anteile in eine separate Wahrscheinlichkeitslinie. Oder versetzen auf eine passende benachbarte. Das alles geschieht so fließend und schnell und auch nahezu unablässig, dass es kaum einmal registriert wird. Schon wenn man überlegt, beim Nachhausekommen den noch weit entfernten Nachbarn zu grüßen oder nicht, werden beide Varianten realisiert. Jeder Abwägung folgt eine Verzweigung.

Dabei passiert Folgendes: Derjenige Anteil des Wachbewusstseins, welcher energiereich eine andere Einstellung vertritt, löst sich aus der Psyche dieses Wachbewusstseins und verzweigt nunmehr als dominierendes Ich auf eine eigene Wahrscheinlichkeitslinie oder springt auf eine parallele. Dort erfährt es die Konsequenzen seiner Entscheidung. Auf der zurückgelassenen Wahrscheinlichkeitslinie fällt das Ich wieder in sein Denkschema zurück und beendet die Reflexion.

So ist es nicht die Wesenheit, welche vom Wachbewusstsein fokussiert als höchster Spieler an Lebensspielen direkt teilnimmt. Die Wesenheit leistet nur Unterstützung in vielfältiger Hinsicht (vgl. Bd.2).

Wird durch Versatz auf eine parallele Wahrscheinlichkeitslinie die Vergangenheit geändert, dann bleibt die bisherige Vita erhalten, deren Ereignisse bestehen weiter. Nur gehen mit diesem Wechsel andere akzeptierte Ereignisse in der Vita einher. Um im obigen Beispiel zu bleiben wurden damit andere Blumen auf der Wiese beleuchtet, die dann aufgehen. Der wechselnde Teil unserer Psyche versetzte lediglich in diesem kochenden Milchtopf auf eine schon bestehende Wahrscheinlichkeitslinie, die irgendwann früher zwischen Geburt und Gegenwartsmoment in einen eigenen Verlauf verzweigte.

Über unser ganzes Leben wandeln wir auf diese Weise Vergangenheit und Zukunft ab. Wir sind nicht an unsere Erinnerung und einen vorgegebenen Verlauf gebunden. Das Individuum entscheidet über seine Vergangenheit und Zukunft in jedem Gegenwartsmoment.

Die zurückgelassenen Ichs wie auch die von unserem Raumzeitschlauch abzweigenden Ichs versorgen uns mit emotionalen Informationen. Und wir sie. So bestehen auch ungünstige und wenig wünschenswerte Verläufe fort. Doch All-das-was-ist profitiert aus allen schöpferischen Erfahrungen gleichermaßen.

Roberts spricht in ihren Publikationen primär von Verzweigungen in jedem Moment eines Lebens. Aber die Möglichkeit zur Veränderung von Ereignissen der Vergangenheit erfordert die eben beschriebenen, aber seltener vorkommenden Sprünge. Deren subjektives Erleben beschreibe ich im Band 4. Wenn das Ziel-Wahrscheinlichkeitssystem bisher nur in einer geistigen Vorstufe zum Physischen bestand, würde es dann zum Physischen verdichtet, wenn der verzweigende Energieanteil der Psyche ausreichend kräftig ist. Andernfalls bliebe es vorerst ein zwar vollgültiges, aber dennoch geistiges Realitätssystem. Roberts beschreibt derartige Übergänge so:

"Es gibt Schnittpunkte, an denen es unter bestimmten Voraussetzungen möglich wird, von einem dieser Systeme in ein anderes überzuwechseln. Diese brauchen natürlich nicht im Raum, wie ihr ihn kennt, getrennt zu existieren. Es sind dies Koordinationspunkte, in denen ein Tarnungssystem [A.d.V.: physisches Realitätssystem] in das andere übergeht. Manche davon sind in eurem System geographisch, doch ist in allen Fällen eine Introversion des Bewusstseins notwendige Voraussetzung. Solche Übergänge können nur in einem außerkörperlichen Zustand vollzogen werden." [Lit 175]

Damit löst sich ein Anteil der Psyche mit seiner Energie aus dem zu verlassenden Wachbewusstsein und ergänzt fortan das passendere Wachbewusstsein im Ziel-Realitätssystem. So sind viele der Anteile der eigenen Psyche gleichsam nur Gäste auf Zeit, nach Bedarf ihrer Fähigkeiten mal mehr und mal weniger im Vordergrund. Wären sie gezwungen, über die ganze Lebenszeit passiv zu verweilen, würden sie als unterdrückte widerstrebende Energieblöcke großen Schaden anrichten.

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