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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 3.2.: Spirituelle Erkenntnis (Wille versus Erkenntnis)

Der von Schopenhauer erkannte Wille zum Leben ist nur solange ungezügelt, als dem reflektierenden Verstand Erfahrungen aus physischen Lebensumgebungen fehlen. Der Wille an sich ist Geist mit der Eigenschaft Bewusstsein, das Bewusstsein ist sein Ausdruck.

Doch das, wonach der Wille strebt, ändert sich in Abhängigkeit von spiritueller Erkenntnis und den Lebensumständen der Identität. Der Wille schaut aus sich selbst heraus, erkennt und agiert im Rahmen seines Charakters und der sich ihm darbietenden Verhältnisse. Nach Roberts (Seth) ist er schöpferisch und aggressiv zugleich und unabdingbar zum Eintritt in ein physisches Leben - womit Schöpferkraft und natürliche Aggressivität - also ohne Gewalttätigkeiten -  (vgl. Bd. 6) Bedingungen zum physischen Sein sind. Ein Unterdrücken der natürlichen gewaltfreien Aggressivität führt daher zu psychischen Problemen. Denn sie ist Antrieb allen Handelns und der Schöpferkraft.

Der primäre Ursprung unseres Seins ist All-das-was-ist. Von ihm spalteten sich im Einvernehmen sich als Identitäten verstehende Teile ab, um die Erfahrungen des Ganzen zu erweitern. Eine neue Welt sollte in Kooperation mit All-das-was-ist entstehen. Zunächst strandeten sie wie in der platonischen Idee und von Monroe formuliert an einer Position der nächst-niederen Energie-Schicht III (vgl. Bd.2), an dem alle Wesen miteinander vereint in einem Zustand der höchsten Erkenntnis, der Weisheit, des Friedens und des Glücks leben. [Lit 58]

Dies ist jedoch ein eintöniger Ort ohne nennenswerte Veränderungen. Negative Aspekte gibt es hier nicht, denn träten sie auf, würden diese die Schwingungsfrequenz der Bewusstseinsenergie reduzieren. In Folge würde diese Identität aus dieser Bewusstseinsebene positiver Energie und kontrollierten Willens nach unten herausfallen und in eine weniger schöne, aber anspruchsvollere Welt absteigen. Mit jeder dieser zunehmenden Verengungen pulsiert das Bewusstsein etwas langsamer und kann weniger umfassen. Dadurch gehen jeweils Teile der Erkenntnis verloren.

Derartige Auf- und Abstiege durch Änderung der Schwingungsfrequenz erlauben eine vertikale Differenzierung des Bewusstseins. Es sind auf die Frequenz bezogene Abstufungen entlang der 5. Energiedimension (vgl. Bd. 2).

So realisieren sich auch die Erkenntnisstände physisch lebender Menschen in unterschiedlichen vollgültigen physischen Realitätssystemen, die wir hier jedoch Wahrscheinlichkeitssysteme nennen. All diese wahrscheinlichen Realitäten nutzen das identische Energiemuster dieser Sphäre (vgl. S.95) unseres Planeten, sind jedoch durch unterschiedliche Frequenzbereiche separiert. Hierdurch sind wir in unseren geistigen wie auch physischen Welten immer unter Unseresgleichen.

Die Identität einer physisch lebenden Person begrenzt das Bewusstsein nach Ingrisch auf dessen Revier, welches es sowohl in der Psyche als auch in der Raumzeit einnimmt [Lit 133]. Diese Reviergrenzen erzeugt das Bewusstsein in seiner Fokussierung auf nur ein spezifisches Wahrscheinlichkeitssystem selbst. Eine physische Existenz ist also auch eine Einengung, so wie umgekehrt der physische Tod eine Entgrenzung, ein Ausweiten auf höhere Teil-Bewusstseine sein kann - wenn es denn das Wachbewusstsein zulässt, indem es seine Kontrolle an Unterbewusstsein oder Wesenheit abgibt (vgl. Bd.2).

Ein jedes Bewusstsein verfügt aufgrund seines Erkenntnishorizonts wie oben erwähnt über eine individuelle maximale Schwingungsfrequenz, in welcher die dem Bewusstsein zugrunde liegende Energie pulsieren kann. Das bedeutet, dass sein Bewegungsradius unterhalb von All-das-was-ist stets begrenzt ist. Denn kein Bewusstsein kann - unabhängig von zusätzlich blockierenden Glaubenssätzen - Welten betreten, deren Energiegrundlage stärker ist und schneller pulsiert als die eigene.

Folglich sind sämtliche mit physischem Leben verknüpfte Bewusstseine im Erkenntnishorizont eingeschränkt. Nach dem Neuplatoniker Plotin trage ein jeder eine doppelte Schuld: Zum einen durch ein sündhaftes Streben initiiertes Herabkommen in diese niedere Welt, in welcher die Seele in viele Teile zersplittert sei. Zum anderen durch seine sündhaften Handlungen in derselben; für jene büße er durch das zeitliche Dasein überhaupt, für diese, welches die geringere Schuld sei, durch Seelenwanderung. Plotin schämte sich für seine Existenz in einem physischen Körper.

Roberts legt jedoch schlüssig dar, dass es im physischen Leben in keiner Weise um Schuld, Vergeltung und Sühne, sondern um das Sammeln von Erfahrungen, um Kooperation, Kreativität, Schöpferkraft und Werterfüllung (vgl. S.111) geht. Das Leben an sich sei ein Geschenk, es sei leicht, für alles sei gesorgt und Probleme und Krankheiten, die wir händeln müssten, seien selbstgewählte Herausforderungen mit einem bestimmten Zweck. Sie betont die Wichtigkeit großer Erwartungen, umfassender Kooperationen und lustvoll freudiger Erfahrungen in gewaltfreiem Kontext. Wäre das Leben nicht auch Lust und Freude - kein Bewusstsein würde es eingehen.

Es gibt nach Monroe Bewusstseine, die sich freiwillig, etwa aus Neugier, dem physischen Leben aussetzten. Diese verfügten jedoch vom ersten Lebenszyklus an über einen hohen Erkenntnisstand und damit über eine hohe maximale Schwingungsfrequenz. Sie können sich folglich in der Hierarchie der Psyche freier bewegen. Ihr Entwicklungsstand könnte es beispielsweise zulassen, dass sie nur einen Lebenszyklus - nach Roberts mindestens zwei bis drei Lebenszyklen - durchlaufen, sofern sie das physische Leben nicht süchtig nach mehr Erfahrungen macht. Denn ein Wachbewusstsein kann sich durchaus spirituell zurückentwickeln. [Lit 58]

Die Einstiegs-Energieebene für das erste physische Leben einer Aussendung einer Wesenheit ist von deren Erkenntnishorizont abhängig. Es bedarf also oft der Erfahrungen aus unzähligen physischen Leben, um die oben genannten spirituellen Erkenntnisse (vgl. S.35) zu erlangen. Hiermit wird der Erkenntnishorizont erweitert und das Bewusstsein über immer mehr Seiendes ausgedehnt. Und gleichzeitig für das innere Selbst mehr und mehr geöffnet. Dann wird klar, dass es unsere eigenen Gedanken, Absichten und Glaubenssätze sind, die Lebewesen und Ereignisse anziehen und unsere Realität gestalten.

Aber das physische Lebenssystem kann süchtig machen, den in ihm Befindlichen von Kindheit an immer tiefer in Anhaftungen und Verstrickungen ziehen. Monroe nannte es daher ein hervorragendes Lernprogramm, um mit Konflikten aller Art umgehen zu lernen. An dessen Ende würde die Erkenntnis stehen, dass selbstbezogenen Willen und Impulsen unreflektiert nachzugehen nachteilig ist und nur ihre Kontrolle und Kooperation mit allem Seienden [Roberts] in bessere geistige Zustände führt [Monroe Lit58].

Mit dieser Einsicht könne eine Identität die Schwingungsfrequenz der III. Energie-Schicht der Wesenheiten erreichen und dorthin wechseln oder selbst zur Wesenheit werden. Eine Rückkehr in physische Leben sei dann nicht mehr notwendig.

Sobald der Fokus der Aufmerksamkeit von unserer physischen Sphäre abweicht, sind auch für ein Wachbewusstsein sämtliche Wahrscheinlichkeitslinien paralleler Realitätssysteme und alle im Grunde simultanen Lebenszyklen gleichsam als direktes Wissen vollständig einsehbar. Ein jeder Einblick setzt jedoch ein entsprechendes Interesse voraus.

Nach Monroe gibt es weitere, wenn nicht unendlich viele Energie-Schichten auf der Skala der 5. Energiedimension. Wenn dann eine Wesenheit bereit ist für ein Ausweiten seines Selbst auf die nächsthöhere Energie-Schicht IV des All-das-was-ist, sammele es zuvor seine noch nicht zurückgekehrten Aussendungen ein und bringe sie auf den neuesten Erkenntnisstand. Hierzu würde jedoch niemand gezwungen, so dass es nach unseren Begriffen unvorstellbar lange dauern könne, bis alle Aussendungen eingesammelt oder mit passenderen Wesenheiten verbunden seien. [Lit 58]

Nach Roberts suchen sich jedoch Wesenheiten, deren Entwicklung in unserer Sphäre abgeschlossen ist, eher Realitätssysteme anderer ausgesuchter Sphären, um sich weiter zu entwickeln.

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