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Das Kritik-Blog

Hunger

Er ist der Grund, warum Abnehmen so schwierig ist. Seine Intensität und Dominanz, in der er die ganze Aufmerksamkeit des Geistes verlangt, ist nur zu vergleichen mit derjenigen einer körperlichen Verletzung oder der sexuellen Gier. Ihnen allen ist gemein, dass in kaum einen Moment des Tages die geistige Aufmerksamkeit von diesen, dem physischen Körper geschuldeten Phänomenen abrücken kann.

Niemand ist dagegen gefeilt. Vom Sexualtrieb können wir uns durch Enthaltsamkeit entwöhnen, ihn nahezu einschlafen lassen. Der Körper folgt dem Geist. Selbst schmerzende physische Verletzungen können wir weitgehend ignorieren, wenn der Fokus unseres Interesses auf einen ihn fesselnden Gegenstand trifft. Nicht aber den Hunger. Von der per se negativen Natur dem Menschen eingepflanzt ist er der Schlüssel zum Erhalt einer Art - wenngleich das Individuum der Natur völlig gleichgültig ist. "Die Natur ist niemals grausam", sagt Ralph Waldo Emerson, der große amerikanische Philosoph des neunzehnten Jahrhunderts. Aber sie tut alles, um den Erhalt der Gattungen zu gewährleisten. Und damit sich selbst, ergänzt Schopenhauer.

Wenn wir also abnehmen wollen, haben wir es mit dem mächtigsten Gegner zu tun, den es im physischen Universum gibt. Es ist kein Kampf - wie oft angenommen - gegen sich selbst. Daher kann nur derjenige aus diesem Kampf als Gewinner hervorgehen, welcher in seinem geistigen Entwicklungsstand zum einen über der Natur steht, zum anderen seinen physischen Körper mit dessen Bedürfnissen respektiert. Denn ersteres versetzt uns in die Lage, den Zwängen dieses Lebenssystems zu entkommen, das Zweite lässt uns unser Vehikel dieses physischen Lebens sorgsam behandeln, auf dass es uns in diesem Leben optimal dienen, von Nutzen sein kann.

Magersüchtige haben dagegen anstelle der Nahrung 'keinerlei Weisheit mit Löffeln gefressen'. Sie sind verblendet von der Idee eines nach ihren verquerten Vorstellungen perfekten physischen Körpers. Diese Vorstellungen decken sich jedoch weder mit denen der zugegeben im Grundsatz negativen Natur, noch mit denjenigen einer höheren Geisteshaltung. Denn Magersucht ist durch den obsessiven Wunsch, den Körper zu formen, Ausdruck einer extremen Anhaftung an dieses Lebenssystem, zerstört jedoch zugleich dieses Vehikel des Geistes, so dass der Körper dem Magersüchtigen nicht mehr von Nutzen sein kann.

Niemand ist grundlos in diesem Lebenssystem, ein jeder trägt eine Verantwortung für den geliehenen physischen Körper. Aber gegen das Vorhaben, sich mit der Natur einmal anzulegen, um den Körper funktionsfähig zu erhalten, ist absolut nichts einzuwenden.



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