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Das Kritik-Blog

[09-2006] Das Leben ist gefährlich, oder?



Schrauben an alten Benzen
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(ISBN 97 8374 8102 328)

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Ist es nicht merkwürdig, dass der Esel immer wieder auf's Eis geht, wenn's ihm zu wohl ist?

Wir sind im Verlaufe unseres Lebens so vielfältigen unwägbaren Risiken ausgesetzt, dass man meinen sollte, jemand hätte genug daran. Das ist jedoch nicht immer so. Vielen wird die oberflächliche Sicherheit ihrer Existenz öde und lässt sie nach Anregungen suchen. Dass das nur in seltenen Ausnahmen glücklich verlaufende Leben dadurch nicht gerade an Qualität gewinnt, liegt auf der Hand. Denn dem Reiz geht das Risiko Hand in Hand wie Bruder und Schwester, und die Krux ist, dass man nicht immer nur gewinnen kann in diesem Glücksspiel, welches wir Leben nennen.

Das Unglück in jedweder Form zu provozieren ist daher eine Form der Raserei. Möglichkeiten gibt es viele ? doch je höher der Verstand, desto weniger werden sie genutzt. Als da beispielhaft wären:

  • Bungee-Jumping im Urlaub in exotischen Ländern. Selbst mit Richtlinien entsprechenden Gerät und der bei uns üblichen regelmäßigen technischen Kontrolle durch unabhängige Überwachungsorganisationen geht solches gelegentlich schief. Der kluge Kopf verzichtet.
  • Unangeschnallt Auto fahren: dieses geht nur solange gut, solange es gut geht. Ein kapitaler Unfall zeigt den Unterschied des klugen zum überheblichen Kopf ? der erste ist wesentlich geringer oder gar nicht geschädigt, der Zweitgenannte gegebenenfalls tot.
  • Das Rauchen: hier bekommt die alte Lebensweisheit ihre volle Bedeutung, welche besagt, abgerechnet würde zum Schluss. Der kluge Kopf wird einen weniger schweren Abgang vorziehen.
  • Das unvorsichtige Gebaren: hierunter fällt alles, was Not oder Leid provozieren kann, jedoch ohne ein solches Gebaren ausgeblieben wäre. Ein Tourist, welcher ohne Kenntnis der lokalen Gang-Regeln aufgrund der Farbe seines T-Shirts in den Slums von L.A. (Californien/USA) erschossen wird, hatte keine Möglichkeit der Vorsorge oder Vermeidung. Der Fußballfan, welcher in Kenntnis gewaltsuchender Hooligans sein Ego in einer diese provozierenden Aufmachung spazieren trägt, hätte die Möglichkeit der Vermeidung. Ist er ansonsten ein kluger Kopf, war sein Ego ? welches Ausdruck seines Willens ist ? größer als sein Verstand.

Es ist hierbei wie bei allen anderen genannten Gefahren, denen man sich aussetzt oder nicht: Man geht nicht an den ersten Zigaretten zugrunde, viele Bungee-Sprünge können klappen und Hooligans wollen sich einfach nicht blicken lassen; aber wehe, wenn... Die Unversehrtheit nur wegen der flüchtigen Befriedigung eines ungezügelten Willens wegen zu gefährden, ist ? wie Anfangs bemerkt ? Raserei. Man muss oft bei seinem Willen auf der Bremse stehen, ihn immer wieder bewusst zügeln, bis ?die Aura die Farbe des Handelns und Denkens angenommen hat? [Meek], bis diese Kontrolle unbewusst ausgeübt wird. Wenn man bis dahin den Fuß von der Bremse nimmt, fährt der in alle Richtungen probierende Wille fort, seine Ziele anzupeilen.

Mit dem Willen ist es wie in der folgenden Metapher beschrieben - er ist hierin der Antrieb des Flugzeugs:

Stellen Sie sich vor, Sie säßen auf dem Flughafengelände im Cockpit eines Flugzeugs. Sie hätten zwar keinerlei Ahnung von diesen Dingern, aber ein Bekannter hat Ihnen das zeigen wollen. Nun ist er kurz gegangen und Sie berühren einen Hebel ? und nichts ahnend setzt sich das große Flugzeug in Bewegung, rollt los. Sie kennen nur die Fußbremse und das Lenkrad, bremsen bis zur Erschöpfung gegen die Kraft der Turbinen an und lenken um Hindernisse herum. Aber sobald Sie in Aufmerksamkeit und Widerstand gegen den Verlauf nachlassen, rollt das Flugzeug wieder los und bringt Sie in schwierige, manchesmal gefährliche Situationen.

Hat Ihr Bewusstsein jedoch durch langjährige Übung den Willen unter Kontrolle, müssen Sie sich erst motivieren, um überhaupt einen Willen auszubilden ? denn dieser ist in einem solchen Bewusstsein eliminiert, nur auf das Lebensnotwendige begrenzt, und selbst hierfür muss sich so mancher gelegentlich motivieren. Dessen Flugzeug steht ? um in der Metapher zu bleiben ? wie eine ?Eins?. Und er rollt nur nach größeren Willensanstrengungen ein paar Meter vor. Deshalb sagt man diesen extrem kontrollierten Menschen nach, dass sie selbst ihre Alltagsgeschäfte nur tändelnd, mit schwankender, aber eher geringer Motivation abwickeln. So kann bei ihnen im Alter selbst die Sexualität einschlafen, wenn sie sich nicht kontinuierlich neu motivieren. Also einen Willen hierzu herausbilden und fördern.

Dieser Trainierte entscheidet also, wo er sich die Mühe macht und mit etwas Willen engagiert, der Untrainierte läuft ungebremst von allein unter Volldampf, und ist damit in den künstlichen Hierarchien dieses Lebenssystems ? beispielsweise im Beruf und in der Politik ? erfolgreicher. Hieraus kommt es, dass diese Welt in der bekannten miesen Verfassung ist, die menschlichen Verhältnisse derart im Argen liegen, dass auch der annehmlich Ehrenhafteste im besten Anzug und mit dem schönsten Anwesen der Gier folgt. Gerade dieser.



Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden
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(ISBN 97 8375 2830 378)

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