Fundament erstellen und Wände mauern: Anleitung für Heimwerker

Hinweise zum Bau von Gartenhäusern, Garagen und Mauern auf einem soliden Fundament


1. Vorüberlegungen für Fundament- und Maurerarbeiten

Die Arbeitstechnik des gelernten Maurers verlangt einige Übung. Auf dieser Seite zeige ich Ihnen, wie Sie auch ohne erlernte handwerkliche Fertigkeiten gute Ergebnisse erzielen.

Erkundigen Sie sich zunächst, ob für Ihr Vorhaben eine Baugenehmigung oder ein statischer Nachweis benötigt wird. Zur frostsicheren Gründung eines jeden Fundaments muss dieses bis in eine tragfähige Bodenschicht und in eine regional unterschiedliche frostfreie Tiefe ausgehoben werden. Diese beträgt in manchen Gegenden 80 Zentimeter.

Egal ob Gartenhaus, Außenmauer oder Garage – ein solides Fundament ist unerlässlich, damit die Wand bei aufgeweichtem Boden nicht an Stabilität verliert. Fragen Sie vor Abschluss der Planung einen Statiker, welche Anforderungen bei Ihrem Projekt an Fundament und Materialbeschaffenheit gestellt werden.

Für eine Mauer in Hanglage bilden Sie die Betonschicht des Fundaments beispielsweise in Stufen aus, um ein Abrutschen zu verhindern, da ein der Hangneigung angepasstes Fundament keine Standsicherheit bietet.



Klick führt zum Verlags-Shop - versandkostenfrei lieferbar
Die Kraft des Bewusstseins
Wie wir unsere Realität in jedem Moment erschaffen
Die unendlichen Möglichkeiten wahrscheinlicher Lebensverläufe
überall im Buchhandel
ISBN 9783752830378

Zur KI-Buchvorstellung (Youtube)

Zum Verlags-Shop



2. Anleitung zum Bau einer freistehenden Mauer mit Fundament

Die Länge freistehender Mauern, die nicht durch Querwände oder Randbalken gestützt werden, sollte je nach örtlichen Gegebenheiten sechs bis acht Meter nicht überschreiten. Eine mögliche Windlast an exponierten Stellen ist bei der Bemessung der Mauerdicke und der Fundamentabmessungen zwingend zu berücksichtigen. Ohne nachteilige Boden- und Windverhältnisse gelten folgende Anhaltswerte:

Die Tiefe des Fundaments orientiert sich an der tragfähigen Bodenschicht und der regionalen Frosttiefe. Der Aufbau beginnt mit einer zehn Zentimeter dicken Schotterschicht, gefolgt vom stahlbewehrten Betonfundament. Die Stahlbewehrung muss vollständig im Bauteil eingebettet sein und darf keinen Kontakt zu Luft oder Erdreich haben.

Das Fundament muss mindestens dreißig Zentimeter breit und an allen Seiten wenigstens fünf Zentimeter breiter als die Mauerdicke sein. Bei kritischen Bodenverhältnissen kann die Breite das Dreifache der Mauerbreite betragen. Die Höhe sollte mindestens ein Drittel der Mauerhöhe ausmachen und in den frostfreien Bereich reichen.

In Abständen von etwa zwei Metern müssen zusätzliche Stützen gemauert oder Stahlbetonpfosten bzw. Stahlprofile gesetzt werden.
Wichtiger Hinweis: Fragen Sie unbedingt einen Statiker, welche Anforderungen an Fundament, Material und Stützabstand bei Ihren spezifischen Boden- und Windverhältnissen erforderlich sind.

Die untersten Steine werden auf dem Betonfundament mit einer Mörtelschicht höhengleich und fluchtgerecht fixiert. Spannen Sie Richtschnüre an Holzpflöcken, um dies zu gewährleisten. Lassen Sie die erste Steinreihe aushärten, bevor Sie weiter mauern.

Arbeiten Sie stets mit Richtschnüren für eine lotrechte Mauer. Als oberer Abschluss eignen sich zwei leicht überstehende Schichten Naturstein- oder Schieferplatten zur Wasserableitung, wobei witterungsbeständige Aluminiumprofile die langlebigste Lösung darstellen.


3. Fundament-Erstellung für Gartenhaus oder Garage

Bei einer Garage oder einem Gartenhaus ist es praktischer, die gesamte Fläche auf einer Bodenplatte zu gründen. Diese muss zwingend ein Stahlgeflecht (Bewehrung) enthalten, um Risse zu vermeiden und die Stabilität zu erhöhen.

Die Stärke der Bodenplatte und der Umfang der Bewehrung hängen von der Belastung ab. Wenn Sie die Planung eigenständig durchführen, wählen Sie die Bodenplatte im Zweifel solider, mit mehr Bewehrung und größerer Dicke, als Sie es für notwendig halten.

Die folgenden Angaben sind nur als Beispiel zu verstehen.

4. Ausschachtung für tragfähige Gründung

Für eine frost- und standsichere Gründung muss die Bodenplatte eines massiven Hauses regional unterschiedlich meist achtzig Zentimeter tief in das Erdreich reichen. Auch wenn kein Keller geplant ist, ist dieser Unterbau notwendig. Eine durchgehende Bodenplatte zu verschalen ist zudem weniger aufwendig als das separate Verschalen mehrerer Punkt- oder Ringfundamente.


5. Vorarbeiten für Versorgungsleitungen

Planen Sie Strom- oder Wasserleitungen frühzeitig ein. Abwasserleitungen müssen mit durchgehendem Gefälle verlegt werden und sollten mindestens fünfzig Zentimeter tief liegen. Toiletten und Waschbecken sind immer an die Hausabwasser-Entsorgung anzuschließen.

Wasserzuleitungen müssen absolut frostsicher verlegt werden (je nach Region zwischen 1,20 m und 1,80 m Tiefe). Verwenden Sie ausschließlich PE-Rohre (schwarzer Hartkunststoff) mit Schraubverbindern. Kupfer, Eisen oder Gartenschläuche sind ungeeignet, da sie korrodieren oder platzen können.

Stromkabel dürfen im Erdreich nur als Erdkabel ohne Steckverbindungen verlegt werden. Nutzen Sie für Abzweigungen spezielle wasserdichte Verteilungsdosen. Legen Sie ein reißfestes Band mit in die Leerrohre, um später Leitungen nachziehen zu können. Jede Öffnung in der Baufolie unter dem Fundament sollte vermieden werden, um die Abdichtung gegen Feuchtigkeit von unten nicht zu gefährden.



Klick führt zum Verlags-Shop - versandkostenfrei lieferbar
Die Kraft des Bewusstseins
Wie wir unsere Realität in jedem Moment erschaffen
Die unendlichen Möglichkeiten wahrscheinlicher Lebensverläufe
überall im Buchhandel
ISBN 9783752830378

Zur KI-Buchvorstellung (Youtube)

Zum Verlags-Shop



6. Verdichten und Schotter

Nach dem Ausschachten ist eine Verdichtung des Untergrunds zwingend, besonders bei Garagen. Schütten Sie darauf eine Sand- und eine Kiesschicht auf und verdichten Sie diese ebenfalls, um ein späteres Setzen und Rissbildungen zu vermeiden.


7. Baufolie als Feuchtigkeitssperre

Decken Sie die gesamte Fläche mit einer möglichst einteiligen Baufolie ab. Diese verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Erdreich in das Bauwerk aufsteigt.


8. Schalung erstellen

Zimmern Sie eine Schalung aus stabilen Brettern entlang der Außenmaße. Richten Sie die Oberkanten exakt mit Wasserwaage und Richtschnur aus, damit Sie den Beton später bündig abziehen können. Stützen Sie die Schalung seitlich gut ab, da der frische Beton einen enormen Druck ausübt. Ein etwa 10 Zentimeter aus dem Boden herausragender Sockel schützt das Gebäude zusätzlich vor Feuchtigkeit und Ungeziefer.


9. Betonieren: Anleitung

Bei kleinen Bauwerken können Sie den Beton selbst mischen. Ein bewährtes Mischverhältnis ist 4 Schaufeln Kies auf 1 Schaufel Zement mit ca. 0,5 Litern Wasser pro kg Zement.

Achtung: Für tragende Bauteile sollte zwingend Transportbeton bestellt werden, um die notwendige Festigkeitsklasse (z.B. C25/30) zu gewährleisten.

Lassen Sie den Beton am besten direkt liefern. Achten Sie bei der Bestellung auf die nötige Schlauchlänge. Bringen Sie die Stahlgitter während des Einfüllens ein, sodass diese vollständig vom Beton umschlossen sind. Halten Sie den Beton bei heißem Wetter feucht, um eine zu schnelle Austrocknung und damit Rissbildung zu verhindern.


10. Aushärtung

Geben Sie dem Beton mindestens einen Monat Zeit zum vollständigen Aushärten, bevor Sie mit dem Mauern beginnen.


11. Auswahl der Mauersteine

Wählen Sie für Außenmauern druckfeste Materialien. Porenbeton ist aufgrund seiner wasseraufsaugenden Eigenschaften für den direkten Erdkontakt ungeeignet. Kalksandstein ist aufgrund seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und der soliden Eigenschaften eine beliebte Wahl für Gartenhäuser.


12. Verarbeitung: Dickbett vs. Dünnbett

Plansteine mit Nut-und-Feder-System können im Dünnbettverfahren mit speziellen Mörtelschlitten verarbeitet werden, was das Mauern ab der zweiten Reihe erheblich vereinfacht. Klassische Steine werden hingegen in ein dickes Mörtelbett gesetzt, um Unebenheiten auszugleichen.


13. Mauerbau und Fensteröffnungen

Setzen Sie die erste Reihe in ein 15-mm-Mörtelbett und kontrollieren Sie diese mit der Wasserwaage. Ab der zweiten Reihe wird bei Plansteinen mit Dünnbettmörtel gearbeitet. Achten Sie strikt auf den 50-prozentigen Fugenversatz.

Für Fenster und Türen setzen Sie während des Mauerns behelfsmäßige Holzrahmen ein. Über diesen Öffnungen werden U-Schalensteine mit Stahlbewehrung und Beton als Sturz eingelegt, die seitlich mindestens 15 Zentimeter aufliegen müssen. Ein Ringanker in der obersten Steinreihe bildet den Abschluss, um das Gebäude statisch zu stabilisieren.


14. Garagendecke oder Zimmerdecke

Für die Decke empfehlen sich im Fachhandel bestellte Fertigelemente, die per Kran verlegt werden. Armierte Filigranplatten sind eine Alternative, erfordern jedoch bis zur Aushärtung eine vollflächige Abstützung durch Stahlstützen.



Klick führt zum Verlags-Shop - versandkostenfrei lieferbar
Die Kraft des Bewusstseins
Wie wir unsere Realität in jedem Moment erschaffen
Die unendlichen Möglichkeiten wahrscheinlicher Lebensverläufe
überall im Buchhandel
ISBN 9783752830378

Zur KI-Buchvorstellung (Youtube)

Zum Verlags-Shop