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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


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Das hier zum Lesen freigegebene Buch ist in allen Buchhandlungen erhältlich
(ISBN 97 8375 2830 378)


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Kapitel 19.7.: Der Ich-Fundus der Psyche (Wer bin ich)

Jede Aussendung hat nach Roberts (Seth) in jedem Lebenszyklus diverse Kerne von Energiegestalten im Anfangsstadium mit unterschiedlichen Ausrichtungen in sich. Roberts nennt sie Ichs oder Fährten-Selbst. Es scheint sich hierbei um Energieanteile der Psyche mit individuellen Eigenschaften zu handeln, welche bei Bedarf die Führung des Wachbewusstseins übernehmen oder nach der Führung etwas in den Hintergrund des Wachbewusstseins treten.

Schon innerhalb eines Lebenszyklus wird nach Roberts Auffassung das 'Ich' etwa alle zehn Jahre durch ein anderes abgelöst, initiiert durch wechselnde Anforderungen, Absichten und Gedanken der Identität. [Lit 191] Die Identität eines Lebenszyklus agiert also bereits mit mehreren Ichs, die alternierend auftreten. Diese sind in der Regel harmonisch in der Psyche assimiliert (Fn. S.209), so dass keine Unterbrechung der Kontinuität verspürt wird [Lit 191].

Und so ist man oft sehr glücklich mit seinen verschiedenen Ichs unterschiedlicher Lebensphasen, so wie der alte C.G. Jung auf dem Stein seiner Jugendzeit, als er durch das Aufkommen übermäßig emotionaler Erinnerungen auf diesem Stein in Gefahr geriet, sein jetziges Ich zu verlieren, würde er weiter emotional seinem vergangenen Ich nachhängen (vgl. Bd.4). Andererseits kann man auf solche Weise auch ein geeigneteres 'früheres' Ich wieder hervorholen und eine ungünstige Persönlichkeitsentwicklung korrigieren.

Diese vergangenen wie auch zukünftigen Ichs stehen also in unserer Psyche zum Einsatz bereit. Welches Ich in den Vordergrund unseres Wachbewusstseins geht, hängt von dem Streben des Wachbewusstseins und damit der bevorstehenden Aufgabe ab. Entweder

Dies sei nur beispielhaft genannt - die Liste würde sonst endlos sein. Offenbar findet dieses Stühlerücken innerhalb der Bestandteile unserer Psyche bei denen, die wechselnden Anforderungen unterliegen, häufiger statt. Für andere, die Tag für Tag über Jahre dasselbe machen, eher seltener. Bei Letzteren wird jede Veränderung in der eigenen geistigen Haltung mangels Gewöhnung oft argwöhnisch betrachtet und eher vermieden. Unser Selbst beinhaltet jedoch bereits alle möglichen Ausrichtungen, nur sind sie dem Verengten fremd.

Unter diesen diversen Fährten-Ichs kann sich das Wachbewusstsein frei bedienen und nach Gusto deren Eigenschaften, Streben und Interessen für sich nutzen. Zwar werden auch energetisch schwächere Ichs in die dominierende Persönlichkeit hineingezogen, diese sind jedoch für das Wachbewusstsein nur latent als Interessen spürbar.

Es kann allerdings vorkommen, dass diese latenten Ichs durch Sehnsüchte, sich daraus ergebenden Absichten und einem Bedürfnis nach Erfüllung ebenso stark energetisiert werden wie das amtierende Ich. Auch können sich mehrere Fährten-Selbst gruppieren und eine starke Ich-Identitätsstruktur bilden. Können diese vom aktuellen Ich im Folgenden nicht assimiliert werden, dann verzweigen sie möglicherweise als parallele Selbst in eigene Raum-Zeit-Strukturen. Und schon werden aus einer zwei Wahrscheinlichkeitslinien. [Lit 190]

Wie wir schon im Kapitel über Fragment-Persönlichkeiten (vgl. S.270) sahen, entstehen derartige Verzweigungen auch als Folge banaler Abwägungen. Und zwar immer dann, wenn wir in uns zwei emotional etwa gleich starke, jedoch unvereinbare Wünsche oder Bestrebungen fühlen. Ausgangspunkt kann die Frage sein, welchen Weg ich an einer Weggabelung einschlagen möchte oder ob ich jetzt noch ins Kino gehe oder nicht. Hierdurch verzweigt sich die Ausgangs-Wahrscheinlichkeitslinie. Der abgelöste Persönlichkeitsanteil, welcher zuvor nur mit geringer Energie latent in meinem Wachbewusstsein wirksam war, fand also diese Entscheidung richtiger und verfolgt sie nun verantwortlich, um zu schauen, was daraus wird. Dabei kann dieser

Ist der sich ablösende Persönlichkeitsanteil bereits sehr energiereich, zieht er weitere 'passende' Energien an.

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