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Reihe: 'Hinter den Kulissen unserer Welt' ONLINE LESEN

Band zero: Die Kraft des Bewusstseins - Wie wir in jedem Moment unsere Realität bilden


Das hier zum Lesen freigegebene Buch erscheint voraussichtlich Herbst 2018 gebunden und als Ebook

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Kapitel 12.1.: Plattformen der Zeit (Etwas über die Zeit)

Ich reiße im Folgenden sehr knapp einige weitere von Roberts (Seth) Annahmen an, die ich jedoch mangels weiterer Quellen nicht vertiefen kann. Sie runden jedoch das Gesamtbild unserer Vorstellung von Zeit ab und sind folglich wichtig für das intuitive Verstehen der Zusammenhänge.

Wenn wir Zeit erfahren, nehmen wir nur die äußere Erscheinung eines Ereignisses oder Gegenstandes wahr, gleichsam die Spitze des Eisbergs, welche aus dem Wasser ragt. Sowohl die Symbole, die Gegenstände, als auch Ereignisse sind jedoch dem Grunde nach unabhängig von der reellen Zeit physischer Realitätssysteme und erstrecken sich somit stets über längere Zeiträume. [Lit 191]

So kommt es, dass einem ein Ereignis oft zeitlich verteilt mehrmals in verschiedenen Variationen widerfährt. Man hat beispielsweise beinahe einen Unfall und Tage danach nochmal und nochmal.

Desweiteren entfaltet sich Zeit von einem gegebenen Gegenwartsmoment stets in alle Richtungen. Also nicht nur vorwärts und rückwärts mit Änderung der Vergangenheit, sondern auch nach innen und außen, also auch seitwärts durch Beeinflussung aller parallelen Selbst. [Lit 191]

Desweiteren verhält es sich so, dass das Muster unseres Planeten mit seinem Zeitverlauf und seinen ungezählten Wahrscheinlichkeiten unbegrenzt für Lebenserfahrungen von Individuen zur Verfügung steht. Jedes einzelne Jahr birgt nach Roberts seine eigene Entwicklungslinie. Unzählige andere Aussendungen anderer Wesenheiten sind zum gleichen Zeitpunkt wie wir am gleichen Ort geboren und werden immer noch geboren. Das findet in parallelen Realitätssystemen und im Falle fremder Selbst auch jenseits unserer biologischen Erinnerung statt. So bringen nach Roberts diese "Plattformen der Zeit" jeweils ihre eigenen Gruppen von Persönlichkeiten hervor. Roberts schrieb in den siebziger Jahren:

"Jeder Moment, jedes Jahr, hat somit andere Dimensionen, die ihr noch nicht begreift. Für euch würden andere Personen, die jetzt 1940 geboren werden, in eine andere wahrscheinliche Realität geboren. Aber ihr teilt sozusagen dasselbe Bett. Wenn ihr einen Gegenstand betrachtet, dann seht ihr sein Äußeres, und wenn ihr Zeit erfahrt, dann nehmt ihr ihr Äußeres wahr [...] Ihr sät euch gewissermaßen selbst in der Zeit aus. Aber ihr könnt euch dazu entscheiden, 1940 fünfmal geboren zu werden, und jede Existenz würde völlig gesondert geführt werden, während ihr die wahrscheinlichen Realitäten erforscht, die für euch in den Variationen dieser Periode existieren." [Lit 191]

So sind die Zeitperioden der Jahrhunderte Plattformen, in der im Energie-Muster einer jeden darin befindlichen Existenz unterschiedliche Individuen in unzähligen Variationen ihr physisches Dasein erproben. Ich selbst oder meine Wesenheit oder fremde Wesenheiten senden hiernach auch in meinem Geburtsjahr Aussendungen in mein Körpermuster, welches dann in parallelen Wahrscheinlichkeitssystemen unterschiedlicher Frequenzspannen existiert. Hierbei unterscheidet sich entweder der historischen Kontext oder/und die Eigenschaften der Identität.

Jedes Jahr dieses Planeten geschieht also immer noch und laufend werden andere Identitäten hierin nachgeboren. So sind die äußeren Bedingungen zum Geburtszeitpunkt in diesen Fällen zwar identisch, doch fallen die inneren Reaktionen der verschiedenen Selbst äußerst unterschiedlich aus. Unser Planet ist ein energetisches Entwicklungsmuster, durch das das Bewusstsein alles Seienden einschließlich der Atome und Zellen ihr Sein ausdrückt. [Lit 191]

Das jeweilige, von uns akzeptierte Weltbild ist unser Rahmen, innerhalb dessen wir unser Leben formen. Es gibt einen Gesamtzyklus der Zeit. Zeit entfaltet sich in alle Richtungen und tritt immer dort in Erscheinung, wo es durch Bedeutungsketten zusammenhängende Ereignisse gibt. Ohne diese nützt sie nichts und ist schlicht nicht existent. [Lit 191]

Wie schon im physischen Umfeld ist auch in der geistigen Welt die dort erlebte Zeit Teil des agierenden Bewusstseins. Es nimmt nur Augenblickspunkte wahr, in denen alles geschehen kann. Ich bezeichne die Zeit geistiger Realitätssysteme als 'unabhängige Zeit', weil Ereignisse in der geistigen Welt von der Erfordernis einer Kausalitätsabfolge befreit sind. Roberts beschreibt es so:

"Ich habe gesagt, dass wir euren Zeitablauf nicht erleben. Wir durchwandern viele verschiedene Intensitäten. Unsere Arbeit, unsere Entwicklung und unser Erleben finden sämtlich innerhalb dessen statt, was ich den 'Augenblickspunkt' nennen möchte. Hier, innerhalb des Augenblickspunktes, wird der kleinste Gedanke fruchtbar gemacht, die schwächste Möglichkeit untersucht, die Wahrscheinlichkeit gründlich sondiert, die schwächste wie die stärkste Empfindung gehegt. Es fällt schwer, dies genau zu erklären, und doch ist der Augenblickspunkt der Rahmen, innerhalb dessen wir unsere psychologischen Erfahrungen machen. In diesem Rahmen laufen gleichzeitige Handlungen 'ungehemmt' ab, gemäß assoziativen Mustern.

Nehmen wir einmal an, ich denke an dich, Joseph. Dann erlebe ich dabei sofort - und zwar erschöpfend - deine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie alle jene starken, entscheidenden Gefühle und Motivationen, die dich beherrschen. Ich kann diese Erlebnisse gemeinsam mit dir durchwandern, wenn ich will. Wir können ein Bewusstsein, zum Beispiel, durch alle seine Formen verfolgen, und zwar in einem Augenblick." [Lit 175]

Doch gibt es in geistigen Realitätssystemen wie beispielsweise denen der Träume ebenfalls eine Vergangenheit und eine Zukunft, die sich ausrollt, sobals der Fokus darauf gerichtet wird:

"Es ist richtig, dass ihr eure eigenen Träume erschafft, aber es ist auch richtig, dass ihr euch nur auf bestimmte Traumschöpfungen konzentriert. Auch im Traumzustand dehnt sich eine Gegenwart in ihre eigene Version von Vergangenheit und Zukunft aus; und so gesehen besitzt der Traum im Moment, wo ihr ihn erschafft, seinen eigenen Hintergrund, seine eigene Art von historischer Vergangenheit [...] wenn ihr eure Aufmerksamkeit in diese Richtung lenkt, dann kommt die Vergangenheit des Traums zum Vorschein [...] Vergangenheit und Zukunft gehen wellenförmig von einem Ereignis aus und machen es dichter, als es scheint." [Lit 191]

So ist hüben wie drüben ein Augenblick eine Zeitspanne, in der viel passieren kann.

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