Indizien zum Verfall des Euro und für oder gegen eine Währungsreform in Deutschland in dieser Krise
Chronologische Listung von Argumenten verschiedener Quellen mit Bezug auf die Stabilität des Euro und eine mögliche Währungsreform in Deutschland.
Die alte Deutsche Mark
(Mit freundlicher Genehmigung des Bildarchivs der Deutschen Bundesbank)
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Chronologie von Informationen zur Stabilität des Euro und einer möglichen Währungsreform 2012
Substantielle und glaubwürdige Informationen zu einer möglichen neuen
Währung in Deutschland sind rar gesät. Zahlreich sind dagegen Hinweise auf einen
rapiden Zerfall des Euro in dieser Weltwirtschaftskrise. Wählen Sie im
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Datum Ereignis
(letzte Änderung: 03 February 2012 - 23:38 Uhr)
27.01.2012
N E U
DerStandard.at (Gast-Beitrag Christian Felber) :
Christian Felber zeigt einen zweiten, durchaus gangbaren Weg aus der
Schuldenkrise auf: Die auf zehn Jahre gestreckte parallele Vernichtung von
Teilen sehr großer Vermögen und Schulden. Jedoch wird der kausale direkte
Zusammenhang von Vermögen auf der einen und identisch hohen Schulden auf
der anderen Seite sowohl von den politischen Eliten Europas wie auch der
Mainstream-Presse ignoriert. Der Autor begründet dies mit den bestehenden
Machtverhältnissen.
Kommentar:
Die politischen Eliten haben nicht Angst vor dem Volk, dass möglicherweise
bei einer harten Lösung der Krise verärgert werden könnte. Sie haben Angst
vor dem eigentlichen Souverän des Staates, dem einzigen Ausgangspunkt der gesamten Staatsgewalt:
Den die Parteien finanzierenden Verbänden und Großunternehmen.
Der europäische Bürger hat in dieser Beziehung nichts zu vermelden. Sein Recht auf
freie Meinungsäußerung wird zudem schleichend mehr und mehr beschnitten -
beispielsweise wird jedes Argument für zunehmende Probleme durch den derzeit
ungesteuerten Zufluss nicht ausgebildeter Migranten regional durch Gesetze
erschwert (Bsp. Österreich, in
D. angedacht). Das Internet wird in den USA seit wenigen Wochen nach
chinesischem Vorbild diktatorisch überwacht. Es ist nur eine Frage der Zeit,
bis Europa künftigen US-amerikanischen Druck nachgeben wird, es ebenso zu
handhaben. Und seine gewählten
Volksvertreter entmachten sich selbst , so dass nationale Wahlen mangels
fiskalische Entscheidungsgewalt der Parlamente alsbald zur Farce werden.
Banken
vergeben an Firmenkunden kaum noch Kredite , was der Wirtschaft mehr
schadet als ein Nachfragerückgang. Denn wenn ein auslaufender Darlehensvertrag
von keiner Bank verlängert wird, ist das betroffene Unternehmen in der Regel
pleite und seine Mitarbeiter erwerbslos. Und auch die
Bundesbank
gerät mit ihren exzessiven Target2-Saldo zunehmend in eine unhaltbare
Situation . Und heimlich still und
leise verdoppelte
der Deutsche Bundestag am letzten Donnerstag das Haftungsrisiko für deutsche Staatsbürger.
30.12.2011
Junge Welt (Gast-Beitrag Otto Köhler) :
Wenn schon hinter der Euro-Krise kein expliziter Plan steht, so stehen hinter
dem Wirken der politischen und wirtschaftlichen deutschen Eliten explizite
Großmachtziele,
die - wie der Autor belegt - schon seit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts
stetig vorangetrieben werden. Der Versuch, Europa mit "Helden" zu
okkupieren, ging schief. Dieser aktuelle Versuch könnte gelingen. Verlierer
ist jedoch hier wie dort der Bürger. Er wird wieder und wieder enteignet,
während das Großkapital zeitgleich seinen Reichtum mehrt.
Kommentar:
Die Annahme eines für den Bürger verborgenden, übergeordneten Strebens im
politischen Handeln scheint zutreffend. Nur dieses erklärt sowohl
vordergründig absurde Medienkampagnen als auch ebensolche Entscheidungen
politischer Eliten. Der Bürger existiert in diesem Spiel
nur als Manipulationsmasse, verraten und verkauft. In ruhigen Zeiten wird
er den unterschwelligen Strömungen nicht gewahr. Nur wenn sich wie derzeit
die Entwicklungen beschleunigen, bemerkt er mediale und politische
Unstimmigkeiten.
Aktuelle Medienkampagnen sind unter einigen anderen
das Aufhetzen der Deutschen und auch der US-Bürger gegen den Iran und Syrien
mit dem Ziel eines nicht vom Bürger kritisierten Engagements Deutschlands
und der USA im kommenden Krieg. Das ZDF soll beispielsweise in einem
Bericht über Syrien am 1. Dezember 2011 jahrealtes
Bildmaterial aus dem Irak verwendet haben. Die Aufnahmen vorgeblich
zerstörter syrischer Wohnviertel wurden offenbar als alte Irak-Aufnahmen
identifiziert.
das Aufhetzen der Deutschen
und auch der US-Bürger gegen Ron Paul , dem
amerikanischen Präsidentschaftskandidaten. Er wendet sich strikt gegen
Angriffskriege, die Macht der FED und die Reduzierung von Bürgerrechten.
Er wird in unsachlichen Beiträgen durch nahezu alle Mainstream-Medien diesseits
und jenseits des Atlantiks verhöhnt und verächtlich abgetan. Zwar widerspricht
dies bei öffentlich rechtlichen Anstalten in Deutschland dem Staatsvertrag,
aber niemand fordert dessen Einhaltung ein. Mir ist es zwar ein Rätsel,
warum sich auch vorgeblich neutral und sorgfältig recherchierende NDR-Info-Journalisten
auf dieses sehr tiefe Niveau herablassen - es sei denn, sie wären dumm und blind,
was ich nicht glaube. Die großflächige Unterstützung der NSDAP in den
finstersten Zeiten Deutschlands ist mir heute jedenfalls erklärlicher
als vor vierzig Jahren.
das Schönreden der Krisenmerkmale wie steigende Renditen in den Staatsanleihen
sowie zunehmend nachteilige Bewertungen durch Ratingagenturen,
das Verschweigen
von in
Swaps versteckten Schulden , welche nach dem Ausbluten der Deutschen
Bundesbank mit der FED vereinbart wurden [Bei einem Swap-Geschäft
vergibt die FED Dollar-Kredite an die EZB, welche an Banken durchreicht
werden und nicht als Schulden in den Büchern stehen] ,
eine mediale und von Politikeraussagen gestützte Hetze gegen Russland -
primär gegen Putin - mit dem Ziel, ein ohne US-amerikanische Kriegstreiberei
absurdes Raketenabwehrsystem an der Grenze zu Russland ohne Russlands Beteiligung
und gegen Russlands Besorgnis durchzusetzen.
Und nicht zuletzt das von der Realität nicht getragene Hochstilisieren Merkels
durch deutsche und US-Medien zu einer "Führerin" Europas.
Deutschland und die USA sind enger verbunden als es nach außen erscheint. Das
Großkapital der USA führt US-amerikanische Politiker und diese wiederum
führen Deutschland und Groß Britannien am Nasenring durch die Weltpolitik.
Dazu beeinflussen lokale Kapital- und Machtkonzentrationen wie der von
Metallindustriellen gegründete und finanzierte Alldeutsche Verband das
Streben lokaler politischer Eliten. Manchmal zwickt es, wenn der Anhang
widerstrebt, aber am Ende folgt er doch. Und dann wundert sich noch irgend
jemand über die Besorgnisse der Bürger anderer Länder?
19.12.2011
Wirtschaftswoche (Gast-Beitrag Felix Zulauf) :
Der Schweizer Felix Zulauf beschreibt das Versagen einer miserablen politischen Führung. Alles,
was der politischen Elite derzeit Opportun erscheint, ist - bedingt durch
fehlenden Sachverstand - ein Rennen in die falsche Richtung. Die EZB ist
demnächst pleite. Und damit Deutschland. Erst dann werden SPD und Grüne
realisieren, was die EU bedeutet und gegen sie opponieren. Denn 1 Billion
Euro Verschuldung Deutschlands zugunsten seiner Nachbarn wären auch für die
Europhilen nicht akzeptabel.
Die Banken werden durch Kapitalabzug zunehmend unterkapitalisiert sein. Innerhalb
der nächsten drei Jahre zerfällt die gesamte Architektur unseres Finanzsystems.
Mit altbewährten Anlagestrategien kann man sein Vermögen nicht retten. Selbst
Gold ist kein sicherer Hafen. Die Globalisierung kehrt sich um. Wir erhalten
eine Staatswirtschaft nach dem Vorbild der DDR.
Kommentar:
Das ist so gut analysiert - ich kann es bestenfalls um eine Anmerkung
ergänzen. Ist es nicht ein Treppenwitz der Geschichte, dass Deutschlands
erste Ex-DDR Bundeskanzlerin nichts anderes anzustreben scheint als ihren
schutzbefohlenen Bürgern die gewohnten Verhältnisse Ihrer annehmlich vom Staat
dominierten Kindheit wieder zu beschaffen? Wer war es, der da sagte, dass
eine im Osten sozialisierte Bundeskanzlerin niemals die freie Marktwirtschaft
würde verstehen können? Und damit vertreten.
06.12.2011
Deutsche Mittelstands Nachrichten (Beitrag) :
Die Deutsche Bundesbank hat zusammen mit der EZB als letzte Geldgeber für
europäische Banken eben diese nach Abzug von Spareinlagen und dem Zusammenbruch
des Interbankenhandels durch unbegrenzte Kreditvergabe vor dem Konkurs
bewahrt (zuletzt 489 Mrd. durch nur ein Programm der
EZB in 12/2011, Target2-Saldo der Deutschen Bundesbank
über 500 Mrd., dazu in 2011
über 48 Mrd.
Banken-Direkthilfe überwiegend durch Garantien des deutschen Bundeskabinetts ) . Hierdurch gerät
die Bundesbank jedoch zunehmend in eine Situation,
in welcher sie zum Schuldner der Banken wird. Dies ist nur kurzzeitig
haltbar und macht das Währungssystem verwundbar für spekulative Attacken.
Die Bonds-Bestände der Deutschen Bundesbank stehen als
Sicherheiten nicht mehr zur Verfügung - sie sind nahezu aufgebraucht.
Infolge kann die Deutsche Bundesbank kann kein weiteres Geld an bedürftige
Banken verleihen - sie wird umgekehrt durch die Target2-Ausleihungen zum
Netto-Schuldner. Es bliebe der Zugriff auf die Goldreserven. Diese wären
jedoch ebenfalls in kürzester Zeit aufgebraucht. Und dann sei "die Party
komplett vorüber" .
Kommentar:
Endlich! Offenbar kann die Bundesbank das mit einer Milliarde Euro täglich
die Sparanlagen der Deutschen verschleudernde Target2-System nicht mehr mit
liquiden Mitteln versorgen. Dieses Target2-System saugt deutsche
Exportüberschüsse wieder ab , deren Kredite können niemals fällig gestellt
werden. Vermutlich werden diese Darlehen niemals zurückgezahlt. Insofern
sind nach Hans‑Werner Sinn alle deutschen Exporte seit 2007 in andere Länder der Eurozone
Geschenke, die uns nicht wohlhabender gemacht haben. Der Exportüberschuss
nützt einem Staat nur dann, wenn er ihn in absolut sichere und marktüblich
verzinste Aktiva investiert, welche in wirtschaftlich harten Zeiten zum Erhalt
des Lebensstandards der Bürger verwendet werden können. Wir Deutschen haben
folglich umsonst gearbeitet. Die deutsche Bundesregierung verlagert die
untragbaren Lasten der fehlgehenden
Eurorettungen auf die deutschen Kinder und nimmt ihnen die Möglichkeit, in
wirtschaftlich gesunder Umgebung und auch in sozialem Frieden zu
leben. [Zum Artikel von Hans‑Werner Sinn ]
So ist diese Krise ein ungleicher Kampf zwischen den recht passiven Bürgern
und dem Finanzkapital. Doch die politischen Eliten aller Euro-Länder festigen
kontinuierlich das Diktat der Finanzmärkte . Dieses neue Herrschaftsgefüge
gefährdet
unseren derzeit noch demokratischen Staat .
Je früher das System kollabiert, desto billiger wird es für den deutschen
Mittelstand. Doch Vorsicht - die EZB wird zunächst in die Bresche springen
und immerhin noch mit über 27-prozentiger deutscher Beteiligung auch weiterhin
unser Vermögen verschleudern. Zudem will die EZB laut Bloomberg künftig auf
jede Sicherheit für Kredite an Banken verzichten - die Absicherungskriterien
werden abgeschafft . Nur so können bankrotte Banken noch mit Liquidität
versorgt werden. Damit müssen wir leben. Bis diese unsägliche
Party dann irgendwann tatsächlich vorüber ist.
Dann kehren wir den Staub zusammen, entsorgen unsere unverdienten Politiker
in den Vorruhestand - und fangen neu an. Mit neuen Erkenntnissen, einer
neuen Generation Politiker und neuen Prämissen.
Sollte die Seilschaft der Banker jedoch, die zunehmend mit vermeintlichen
Experten auch höchste politische Schaltzentralen
besetzt (Italien, Griechenland), ihr Spiel gewinnen und die Politik weiter
unterwandern, könnte eines Tages selbst eine Währungsreform für die betroffenen
Bürger dieser Staaten nutzlos sein. Diese wäre dann nur das Etikett einer
Enteignung. Die Banker dagegen lassen ihre Institute und die diese absichernden
Privatvereine wie FED und Notenbanken sowie multinationale Konzerne nicht leiden. Ob die
mittelständische Realwirtschaft
lokal in betroffenen Staaten dabei zugrunde geht, ist ihnen egal. Sie können
dies in allen Staaten verfolgen, denen der IWF - eher Bank als politische
Vereinigung - mit neuen Krediten und Knebelbedingungen aus Notlagen
"geholfen" hat. Der IWF hilft nur den angeschlagenen Instituten.
Für die Bürger ist es der Untergang.
Schauen
Sie nach Griechenland, wo im Zeitraffer ein Volk in größte Not gerät .
Italien wird folgen etc.. Und wenn wir nicht aufpassen auch Deutschland.
Ich warne also ausdrücklich davor, vermeintliche Experten in die Politik
zu bitten. Dann bräuchten viele Branchen keine Lobbyisten mehr. Im Falle der
Bank-Seilschaft würden diejenigen, welche uns zunächst durch unsägliche
Liberalisierungen des Finanzmarktes und rücksichtsloses
Agieren (Ackermanns "Peanuts") diese Probleme maßgeblich
ins Haus brachten, zum Problementferner erkoren. Dümmer geht's nimmer.
11.11.2011
MarkusGaertner.com (Beitrag) :
Der Beitrag benennt die zunehmende, sich vertiefende Verstrickung zwischen
einer "Bankmafia" und den europäischen politischen Eliten. In einer fast
unglaublichen Weise wird ein Land nach dem anderen und eine Institution
nach der anderen mit verdienten Goldman Sachs Ex-Mitarbeitern und anderen
Bankern ohne jeden Widerstand seitens der Bevölkerung oder Politik unterwandert. Beispiele:
Griechenland: Lucas Papademos, ehemals FED in Boston, folgt Papandreou
Italien: Mario Monti, ehemals Goldman Sachs & amtierender Vorsitzender
der Bilderberger-Konferenz, folgt Silvio Berlusconi
Bad-Bank EZB: Mario Draghi, ehemals Goldman Sachs, folgte Trichet
Draghi und Papademos trugen in der Vergangenheit aktiv zum Entstehen der
derzeitigen Krise bei.
Kommentar:
Je bedrohter die Bundesregierung ist, desto unvernünftiger handelt sie. Der
Fanatismus, mit dabei die Auflösung Deutschlands in Europa betrieben wird,
ist beängstigend, weil er sich quer durch alle Parteien
zieht: "Auch
Deutschland ist zu einer Übertragung von Souveränität auf die europäische
Ebene bereit. " , so Angela Merkel. Der Deutsche jedoch ist nicht
gefragt worden. Und wenn mich nicht alles täuscht, ist kaum ein deutscher
Staatsbürger ohne politisches Mandat oder Vorsitz in einem multinationalen
Konzern hierzu bereit. "Alle Staatsgewalt geht vom Volke
aus", heißt es in Art. 20 des Grundgesetzes. Träfe dies zu,
lebten wir in
einer lupenreinen Demokratie. Doch entspricht dies schon lange nicht
mehr der Realität. Verbände, Interessengruppen und Lobbyisten haben nach
Ansicht des Journalisten Claudius Maintz die Staatsgewalt fest in ihrer Hand.
Fazit: Nicht gegen
die Banken sollte die Occupy-Bewegung auf die Straße gehen, sondern gegen
die sich in dieser Sache einigen Spitzenpolitiker aller Parteien und gegen den
Kadaver-Gehorsam fast aller Abgeordneten. Die
forcierte Globalisierung hat einst dem Mittelstand den ersten Tritt versetzt.
Die Auflösung nationaler Strukturen wird ein weiterer sein.
Seit Beginn der Krise agiert Deutschland nur noch als der hörige tumbe und
dumme Mitläufer, welcher gegen
den selbsernannten Krisenführer Frankreich und dem Druck der in der Regierung
verwurzelten Bankenlobby nichts ausrichten
kann. Rettungsgelder
im Milliardenbereich werden vermutlich nicht nur von einer Privatbank
veruntreut. Diejenigen Aufrechten, die es aufzudecken versuchen, leben
gefährlich. . Letzteres ist ein Indiz, dass die wahren Staatsfeinde auf
der Empfängerseite der Rettungsgelder zu vermuten sind. Zudem
muss jeder
Euro der Rettungsgelder irgendwann zurückgezahlt
werden (Pippa Malmgren). Jedes
Aufblähen der Rettungsschirme
auf die nunmehr
von der Bankseite geforderte drei Billionen Euro wird die
Finanzkrise unweigerlich eskalieren.
Doch auch ohne jedes Rettungspaket - schon über die täglich wachsenden
Target2-Ausleihungen der
Deutschen Bundesbank und über die Anleihe-Käufe der
EZB (täglich 3,7 Mrd. Euro, Anteil Deutschland 1 Mrd. täglich)
steigt die Höhe
der deutschen Bürgschaften für untergehende Nachbarstaaten mit zunehmenden
Tempo in Richtung des Billionenbereichs.
Die Geldgeber sehen die steigenden
Risiken und steigen aus Staatsanleihen komplett aus. Dieser Markt kommt
zum Stillstand, weil es kaum noch Käufer gibt - auch nicht für deutsche
Staatsanleihen. Und es gäbe auch keine für Eurobonds. Und auch nicht für
die schon begrifflich Ratlosigkeit signalisierenden "Elite-Bonds".
Und wenn für die derzeitigen Schulden schon kaum noch
Finanzierer die Geldbörse öffnen, wird es für die kontinuierlich steigenden
zukünftigen noch weniger Geldgeber geben. Ohne frisches Geld, in jeder
verdammten Woche, bricht dieses System jedoch zusammen. Und genau an diesem
Punkt befinden wir uns. Die EZB spielt noch eine Weile Kaufmannsladen und
tritt als nahezu einziger Käufer auf. Wohin soll das führen, wenn die EZB
nunmehr auch deutsche Staatsanleihen kaufen müsste? Ist die EZB ein
perpetuum mobile des Gelddruckens? Nein, denn das Geld kommt nur scheinbar
aus dem Nichts. Es kommt aus dem großen Reich der geistigen Schlichtheit
in ein geschlossenes sensibles Währungssystem. Dort erhöht es die Geldmenge
und führt das System notwendig in eine starke Inflation. Die USA und Europa
haben genau das gleiche Problem. Nur die Flucht nach vorn in eine noch
schlechtere Weltwährung kann die Eliten noch ein paar Jahre über Wasser
halten. Doch irgendwann würde auch die Weltwährung kollabieren. Wen wollte
man dann mit ins Boot holen? Marsbewohner? Es gibt kein Entkommen, nur ein
Zeit gewinnen.
Kommt die Weltwährung nicht, müssen bankrotte Staaten demnächst
von der Klippe springen und Deutschlands politische Elite tut alles, um
dabei zu sein. Alles, was Sie derzeit aus Politik und Medien hören, ist
nur das Rauschen des Fahrtwindes auf der abschüssigen Bahn zur Klippe.
Dem Fehler der gemeinsamen Währung
folgt also fast eine Dekade später der Fehler des kollektiven Untergangs . Die
Ratio weicht zunehmend Durchhalteparolen. Im panischen Agieren wird
unreflektiert der Bock zum Gärtner gemacht. Wer jetzt noch an die
Rettungspakete als Schutzmechanismus für den Bürger glaubt, der lebt
beneidenswert glücklich in einem Luftschlosses ohne Bodenhaftung. Der Buchautor
Kershaw sagte zum Endstadium des zweiten Weltkrieges:
"Nicht so war es, dass
die Deutschen die Wirklichkeit nicht sahen, vielmehr sahen sie von ihr weg.
Zum Schluss waren sie mal wieder 'belogen und betrogen' worden."
So ist es noch heute.
09.11.2011
Nachrichtenagentur Reuters (Meldung) :
Reuters berichtet, Deutschland (Merkel) und Frankreich (Sarkozy) planen eine
Schrumpfung der Eurozone in den stabilen Verbund einer kleinen,
politisch stark integrierten Zone. Der Rest verbliebe in einer Europäischen
Union, die dann auf über 35 Mitglieder bis über den Balkan hinaus erweitert
werden könnte.
Parallel untersucht eine Kommission die
Modalitäten
für freiwillige und erzwungene Euro-Austritte ohne das hierfür derzeitig
notwendige Verlassen der Europäischen Union . Diese Entwicklung sei noch
im Planungsstadium. Die operative und technische Durchführbarkeit ist noch
nicht diskutiert worden. Eine formelle Diskussion hierüber findet am
9.Dezember auf einer intergovernmental conference in Brüssel statt.
Zunächst dürften in den folgenden Wochen einige technische Vereinbarungen
folgen. Die fundamentalen Änderungen der Verträge werden in den darauf
folgenden Monaten angegangen. Doch die Krise könnte sich von einem Tag auf
den anderen vertiefen und das Bild radikal verändern. Zudem sind die Briten
gegen jede weitere Abgabe von Souveränität an die EU.
Kommentar:
Wenn sich diese Idee wirklich noch nicht einmal im Planungsstadium befindet,
bleibt
vermutlich nicht genügend Zeit zur Umsetzung, bevor die EZB-, Taget2 und
Staatsschulden der Euroländer so exorbitant hoch sind, dass das
Euro-Währungssystem nicht mehr zu halten
ist. Alle
zwei Tage steigt alleine Deutschlands Taget2-Haftung um 1 Milliarde Euro
- bis heute auf 465 Mrd. Euro. Mit Italiens Niedergang dürfte sich die Steigerung der Taget2-Salden noch erhöhen. Auch sind sich alle
Beteiligten derart uneins, dass eine Änderung des derzeitigen Status Quo
nur von der Marktentwicklung erzwungen, nicht jedoch vereinbart werden kann.
Von den parlamentarischen Hürden für eine Änderung der Verträge ganz zu schweigen.
Dieses wäre als ein weiterer verzweifelter Rettungsschritt anzusehen - aber
nicht die befreiende Lösung . Denn Frankreich wird alles tun, im mit dem
vergleichsweise starken Deutschland im selben Boot zu sitzen. Derzeit passt
Frankreich bereits seine Steuersätze an das deutsche Niveau an. Hierbei würde
Deutschland also unter dem Versprechen der ewigen Stabilität an seine Bürger
seine politische Souveränität zugunsten eines Kern-Euros
aufgeben. Frankreich
ist jedoch alleine mit mindestens 290 Mrd. Euro alleine in Italien engagiert . Geht auch
nur Italien pleite, ist es Frankreich in einem überschaubaren Zeitraum auch. Und diese Kerneurozone könnte
niemals gesunden.
Es ist schon schwierig, einen Handwerksbetrieb mit zwei Inhabern, die sich
wirtschaftlich auf Augenhöhe befinden und sich gut verstehen, erfolgreich
zu führen. Es ist unmöglich , eine Eurozone mit vier oder mehr Inhabern, die
sich wirtschaftlich nicht auf Augenhöhe befinden und völlig unterschiedliche
Interessen verfolgen, erfolgreich zu führen. Am Ende steht - nach wieviel
Jahren auch immer - eine Weltwährung oder die Rückkehr zu nationalen Währungen.
07.11.2011
Financial Times Deutschland (Beitrag) : Die EZB forderte initiiert durch
Frankreich (Sarkozy) und den USA (Obama) auf dem letzten G20-Gipfel die
Einbringung von Goldreserven der Euroländer in einem noch zu gründenden
Fonds. In diesem Fonds sollen die aus nationalen Währungsreserven bestehenden
Sonderziehungsrechte - eine globale Währungseinheit seit 1969 - der
EU-Staaten als administriertes Konto gebündelt und vom
IWF verwaltet werden.
Doch selbst dieser Fonds würde nicht ausreichen, um auch nur Italien vor
einem Konkurs zu bewahren. Vorgeblich vom Tisch gewischt, soll dieser
Vorschlag jedoch schon heute im Euro-Finanzministertreffen erneut vorangetrieben
werden.
Kommentar: China und
Russland fordern seit 2009, die Sonderziehungsrechte als supranationale
Reservewährung auszubauen. Damit hätten wir dann die von der Bankenseite geforderte
Weltwährung. Sie rückt mit diesem EZB-Vorstoß, der von Merkel unterstützt wurde,
näher. Nur dem Chef der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann ist es zu verdanken,
dass es derzeit noch nicht dazu kommt - er legte sich quer. Doch wie lange
noch. Er kämpft alleine auf fast verlorenem Posten. Merkel, Steinmeier,
Trittin und Rösler werden unisono Deutschlands Vermögen früher oder später an die
Banken ausliefern - im Crash auch in einer weiteren hastig durchgezogenen
Nacht- und Nebelaktion. Die Bundesregierung prüft bereits, wie sie der Deutschen
Bundesbank die Verwaltungsrechte für den deutschen Goldbestand entziehen kann.
"Wenn ein Produkt schlecht ist, dann beschleunigt gute Kommunikation nur
sein Sterben", sagt Sebastian Hardieck, Kreativchef der Werbeagentur BBDO.
Er bezieht diesen Satz auf den vorgeblichen Biokraftstoff E10. Er passt jedoch
auch auf Kernkraftwerke, Rüstungsprodukte und das Konstrukt der Europäische
Union. Die verdeckten Ziele der politischen Eliten werden jedoch derzeit
von den Mainstream-Medien noch nicht kommuniziert.
28.10.2011
Wut und Aggression steigern sich allerorten im Euro-Europa :
Nichts wird durch den Euro geeint. Er trennt mehr und mehr die Nationen und
führt sie zum Nationalismus zurück. Es ist wie ein Pendel, das nach einem
Extrem nun zur anderen Seite ausschlägt. Und es hat die Vertikale gerade
eben erst passiert.
Die Bürger Europas sind zunehmend wütend auf die Politik, auf andere europäische Nationen
und die Eurowährung. Die Politiker selbst schreien sich in Konferenzen an und
gebrauchen zunehmend ein
Kriegs-Vokabular. "Bis
zur letzten Patrone" werde der Euro verteidigt . Nicht
viel trennt sie von Handgreiflichkeiten, wie sie gelegentlich in Parlamenten
zu sehen sind. Jeder ist unter Druck und zeigt mit dem Finger auf seinen
Schuldigen. Die Medien machen ebenfalls mit und bedienen alte Klischees
und Vorurteile, weil es ihnen die Politiker vormachen. Die Griechen seien
faul und verprassen unser Geld, so einer der Irrtümer. Der
griechische Bürger jedoch ist genauso ein verlorenes Wesen wie der
italienische Bürger wie der französische und der portugiesische und spanische
Bürger. Er ist in der Mehrzahl außerhalb von Krisenzeiten politisch
desinteressiert und vertraut auf seine gewählten Vertreter. Es sind stets
die politischen Eliten, welche die Völker in die Verschuldung führten
und nun völlig untaugliche Wege hieraus suchen. Beispielsweise noch mehr
Schulden gegen ein Verschuldungsproblem. Und diese wissen vielerorts die
Mainstream-Medien auf ihrer Seite.
So hat der italienische Bürger mit der Mafia und dem Gebaren seiner Staatsführung
genauso wenig zu tun wie Sie mit Merkels Entscheidungen.
Und doch lassen Sie und ich es zu, dass wir instrumentalisiert werden in
einer Ablehnung anderer Nationen. Darauf sollten wir achten - auf
dass keine europäische Nation dereinst wieder mit Hurra zum Schlagbaum
marschiert. Sie meinen, das wäre blanker Unsinn? Unterschätzen Sie die
Dummheit und intellektuelle Verschlagenheit politischer Führungen nicht.
So manches Land wird wie eine Hinterhofklitsche geführt.
Schuldenprobleme können entstehen. Das ist nicht so schlimm, wie es erscheint.
Erst, wenn in einer solchen Krise nicht der Bürger geschützt wird, sondern
ausschließlich zu Lasten der Bürger Privatunternehmen, wie Banken es sind, wird
es schlimm. Sehr schlimm.
Griechenland zieht die Notbremse und plant eine Volksbefragung. Und
fast der gesamte Mainstream wettert hiergegen, man solle die Bürger ignorieren
und die Eliten in Ruhe klüngeln lassen. Fast zeitgleich bejubeln dieselben
Meinungsmacher die vorgeblichen Freiheitsbestrebungen in den nordafrikanischen
Ländern. Eben schrieben sie noch euphorisch über den vom deutschen Parlament abgesegneten
Hebel, nun bejammern sie die einsetzende Kernschmelze des Wirtschaftssystems. Welch
grandiose Schauspieler sie doch sind, die uns zu manipulieren suchen. Das Wohlergehen
des Bürgers ist ihnen weitgehend gleichgültig. Es sind andere Interessen, die
in ihnen Motive ausbilden und ihr Handeln und Schreiben leiten.
Doch wer, wenn nicht das Volk, gibt in einer
Demokratie die Richtung vor? Dazu gehören allerdings in den politischen Lagern
inhaltliche Alternativen, welche uns Deutschen, aber auch den Griechen,
Italienern und US-Amerikanern fehlen. So haben wir zwar das Gerüst einer
Demokratie, doch von der politischen Elite ernannte Bundesverfassungsrichter,
Medien und Gesetzgebung sägen an seinen Pfeilern. Und
vielerorts
werden die Polizeikräfte aufgerüstet - vordergründig zum Kampf gegen Terroristen,
tatsächlich zur Unterdrückung der Bevölkerung .
Wie geht es weiter? Für Griechenland verbliebe selbst mit dem urprünglich
geplanten Schuldenschnitt noch eine Verschuldungsquote von mehr als einhundert
Prozent des Bruttoinlandsproduktes - eine Entschuldung sieht anders aus. Die
Zinsen für Staatsanleihen der PIIGS steigen und steigen, weil die institutionellen
Anleger die Situation aus eigenem Interesse klarer einschätzen als die Politik.
Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem selbst die EZB nicht mehr in
der Lage ist, durch Ankäufe die Zinsen zu drücken. Infolge steigen die
Bond-Verzinsungen an. Diese höheren Belastungen können die betroffenen
Staaten jedoch nur kurze Zeit tragen. Dann werden sie zahlungsunfähig.
Alle Rettungsschirme werden blitzschnell an ihre Grenzen
stoßen. Für
die angedachten Hebel gibt es auf dem Markt keine Geldgeber . So werden die
Garantien letztlich vollumfänglich fällig. Und Deutschland bankrott sein.
Rechnen Sie zu den Garantien noch die Verluste der EZB und durch Target-2
Ausleihungen verursachte Verluste der Deutschen Zentralbank hinzu. Und
die Negativ-Salden
der Schattenbanken. Und niemand kann auch nur die hieraus entstehenden
Zinslasten bezahlen. Das wird dann der Punkt sein, wo die
Klugschwätzer der politischen Eliten unausweichlich ihre Systeme resetten
müssen, also über Währungsreformen zurück in die nationalen Währungen
oder in eine Weltwährung gehen.
25.10.2011
Auffälliges aus Mainstream-Medien und Politik heute am Dienstag,
dem 25. Oktober 2011:
Die politischen Eliten Europas könnte die europäische Einheitswährung
bereits aufgegeben haben:
Die italienischen
Medien initiieren eine solche Kampagne nicht aus spontanen Emotionen heraus -
Berlusconis Medienmacht wird dies initiiert haben. Da nun punktgenau auch
die griechischen
Banken nahe der Zahlungsunfähigkeit sind,
ist ein Fortbestand des Währungssystems über die nächsten Wochen
hinaus zweifelhaft.
Denn ohne den Plan einer Rettungsvereinbarung sind die für Deutschland schon jetzt
unbezahlbar teuren EZB-Stützungskäufe von nahezu wertlosen Anleihen der
Problemstaaten sowie die Target-Kredite der deutschen Bundesbank an Problemstaaten
sinnlos und müssten eigentlich eher heute als morgen eingestellt werden. Diese
sind das Einzige, was die Problemstaaten noch vor einer Zahlungsunfähigkeit
bewahrt - insofern
ist die Eurozone bereits kollabiert . Im
freien Markt sind Italiens, Spaniens, Portugals und Griechenlands
Anleihen nicht mehr handelbar. Daher kämen diese Länder ohne Rettungsvereinbarung
nicht mehr an frisches Geld und könnten ihre Staatsausgaben nicht mehr leisten.
Eine derartige Situation erzwingt die Aufgabe der Gemeinschaftswährung.
Aber auch dann, wenn Deutschland weiter die Target- und EZB-Finanzierungen
zur Finanzierung der Staatsausgaben der PIIGS zulässt, stößt das System früher oder später an die Grenze der Bezahlbarkeit.
Und dann ist Schluss mit dem vorgeblich friedensstiftenden Euro. Aber dann
würden
laut EFSF-Vertrag auch sämtliche deutsche Besitztümer an die Investoren - meist Banken
und Versicherungen - übereignet werden müssen. Von Goldreserven über
Immobilien und Firmenbeteiligungen angefangen zu allem, was dann noch Wert
hat. Es wäre der Totalausverkauf Deutschlands.
Alle Abgeordneten, die den Rettungsschirm so absegnen, sind wie die dieses
bejubelnden regierungsnahen Medien mit ihrer
Ja-Stimme neben Merkel, Schäuble, Steinmeier und Trittin direkt hierfür
verantwortlich. Und niemand kann sagen, er hätte nichts gewusst - selbst
der Mainstream mahnt seit Mai pausenlos mit kompetenten Autoren.
Deutschland wäre hiernach wirtschaftlich am Boden, ohne jeden
Spielraum für Konsolidierung und Wiederaufbau. Wir werden uns dereinst
dankend des Vermächtnisses der Blockpartei
CDUCSUFDPSPDGrüne (Boehringer) erinnern.
So gibt es nur einen gangbaren Weg, eine künftige weltweite Allmacht der
Banken und ihrer Vereinigungen zu verhindern und die Anlagevermögen der
Bürger zu sichern: Schäfflers
Plan zum kontrolliertem Banken-Konkurs mit Entzug der überbordenden Liquidität (siehe Eintrag vom 10.10.2011) .
21.10.2011
Auffälliges aus Mainstream-Medien und Politik heute am Freitag,
dem 21. Oktober 2011:
Merkel kündigte für heute Regierungserklärung vor dem Bundestag zum Gipfeltreffen am Sonntag an und
sagte sie nach Sarkozys Überraschungsbesuch wieder ab. Eine Regierungserklärung wird außer der Reihe nur als Stellungnahme einer
Regierung zu einem bestimmten Thema aus besonderem Anlass abgegeben.
Financial Times Deutschland (Printausgabe) von heute: Man
schien in der Redaktion ursprünglich von heute
wiedereingeführten nationalen Währungen zumindest in Frankreich, Spanien und
Deutschland ausgegangen zu sein. Indizien:
Der Leitartikel scheint(!) hastig umgeschrieben worden zu sein - er ist inhaltlich
nicht stimmig, ohne Aussage und passt nicht zum Aufmacherbild.
Überschrift: "Es gibt keinen Weg zurück." Neben dem Artikel ist
groß die alte 1 D‑Mark-Münze abgebildet mit dem Hinweis: "Für unsere
jungen Leser." Die Zeitung ist sowohl in Euro als auch in D‑Mark
ausgepreist. Im Wirtschaftsteil werden im Abschnitt 'Staatsanleihen' die
Kapitalbewegungen nur noch in Peseten, Französische Franc und D‑Mark
beziffert. Auch niederländischer Gulden und finnische Kronen werden verwendet.
Der Begriff
Euro kommt dort im Text nicht mehr vor. Zudem prangt dort die große Abbildung
eines alten 100 D‑Markscheines, in dem ein Chart 'D‑Mark in $'
des Zeitraumes 20.10.2010 bis 20.10.2011 abgedruckt ist. Anstelle
eines erklärenden oder verbindenden Textes steht dort nur der lapidare
Hinweis: "Für unsere älteren Leser." Unter 'Devisen' schließlich steht
zu lesen: "Die US-Währung verteuerte sich gegenüber der D‑Mark
leicht. Am Abend kostete 1 Dollar 2,678 D‑Mark." Zudem ist
ein Devisen-Chart 'Deutsche Mark Kurs in $' abgebildet. Und - eine Seite
weiter - 'Der Wall Streeter'. In dieser Kolumne werden ebenfalls nur
D‑Mark Preise genannt: "[...] haben die Angestellten von Morgan-Stanley
bisher durchschnittlich rund 287.390 D‑Mark (202.608 Dollar)
verdient. Bei Goldman-Sachs waren es nur 127.980 D‑Mark mehr" . Die
heutige FTD ist auf jede ihrer Seiten von vorne bis hinten von
Euro-Angaben auf D‑Mark umgestellt. Oder wußten Sie, dass der aktuelle Hyundai
Veloster 1+2‑Türer 1.6 Style 42.246 D‑Mark kostet?
Ich mutmaße mit den genannten vagen Informationen übrigens gar nichts - ich zeige nur
Indizien auf. Es ist zweifelhaft,
dass Spanien und Frankreich über alte oder gar neu gedruckte Peseten- und
Franc-Geldbestände verfügen.
Doch dies war
vermutlich keine Gaudi der FTD. Derartiges würde plakativ kommentiert. Zudem
war diese regierungstreue Zeitung bis heute frei von humorigen Attitüden.
Dieses fällt in eine Zeit, wo die Griechenlandpleite von
Entscheidungsträgern nicht mehr weggeredet
wird. Die aus dieser entstehende Unterkapitalisierung
aller involvierten Banken
wird vermutlich nicht mehr durch die selbst klammen Staaten ausgeglichen
werden können . Und wenn doch, sind es eben demnächst die Staaten, welche
unausweichlich bankrott gehen. Nur darum ist die Politik in diesen Tagen
am Rotieren. Wenn also die Geberländer jetzt nicht mehr einvernehmlich zahlen
wollen oder durch parlamentarische Hürden nicht mehr zahlen können, dann
haben einige Euro-Länder Ende dieses Jahres keine Euro-Währung mehr.
Wenn dies also zutrifft, stehen einige Bankenpleiten oder mit Verzögerung
von wenigen Jahren weitere Staatspleiten nach Griechenland ins Haus. Wann die
Politik jedoch letztendlich vom Euro ablassen muss, steht in den Sternen. Je später,
desto wahrscheinlicher ist der Schritt in eine für Bürger noch nachteiligere
Weltwährung - der USA-dominierte IWF fordert bereits für sich die Fondsverwaltung
der europäischen Rettungsgelder. Je eher, desto weniger
ruinös wird
es und desto mehr wird von der europäischen Idee übrig bleiben.
Merkels Satz, falle der Euro, falle Europa, zeugt von unsäglichem politischen
Rauditum. Mit derartigen Aussagen wird erst das Europa der Gründungsväter
zerstört - nicht durch eine Rückkehr zu nationalen Währungen. Oder sind
die Nicht-Euro EU-Mitglieder per se schlechte Europäer?
16.10.2011
Deutsche-Mittelstands-Nachrichten.de
(Interview mit Dr. Philippa 'Pippa' Malmgren) :
Der Gesellschaftsvertrag, nach welchem die Bürger Steuern an den Staat zahlen,
damit die Regierungen das Geld für Sozialsysteme und Renten verwenden, wurde
von der Politik gebrochen. Infolge werden die Sozialsysteme zurückgebaut und
die Rentenleistungen reduziert. Dieser Gesellschaftsvertrag wird neu
verhandelt werden müssen. Denn warum werden nur Banken, nicht aber die
Bürger entschuldet? So jedenfalls leben die Bürger nur noch für die Banken.
Dabei hat der schwedische und indische Erfolg seinen Ursprung in massiven
Bankenzusammenbrüchen.
Die Menschen werden die Sparprogramme nicht ertragen. Die Krisenbewältigung
kennt jedoch nur ein Mehr an Schulden und Gelddrucken. Dennoch werden Belgien,
Spanien, Irland, Portugal und Italien pleite gehen. Für die Deutschen ist
Preisstabilität jedoch historisch wichtig - die Bevölkerung wird eine Inflation
nicht hinnehmen. Jede Nation hat seine historischen Lasten mit einer besonderen
Bedeutung für das Volk. Die Griechen
haben beispielsweise als Folge des letzten Bürgerkriegs ein geringes
Renteneintrittsalter beschlossen. Was für die deutsche Nation die Preisstabilität
ist, ist für die griechische der frühe Rentenbeginn.
Die deutschen Bestrebungen zur Lösung der Krise gehen weit über die offiziellen
Verlautbarungen hinaus. Die neue D‑Mark wird annehmlich bereits in
'De La Rue ' (GB) gedruckt. Zudem wurden nicht alle alten
D‑Mark-Bestände vernichtet. Das derzeitige Festhalten am Euro ist historischen
Gründen geschuldet - man möchte nicht wieder der Schuldige sein. Nichts
würde zusammenbrechen, führte man Währungsreformen durch.
12.10.2011
jungeWelt.de (Beitrag) : Island ließ vor drei Jahren seine
überschuldeten Banken ohne jede Unterstützung in Konkurs gehen. In der
Folge gab es zwei für die Bevölkerung harte Jahre. Einige Isländer
wanderten aus, internationale Unternehmen zogen sich zurück.
Die damit einhergehende 50-prozentige Abwertung der isländischen Währung,
die unterstützungslose Abwicklung aller Pleitebanken sowie die Verweigerung
jeglicher Zahlungen an ausländische Staaten und Institutionen führte zur
Gesundung der isländischen Wirtschaft und des Finanzsystems.
Heute ist Island wirtschaftlich stabil und auf dem Wachstumspfad. Deren
Exporte sind aufgrund der Abwertung international konkurrenzfähig. Island
erfüllt sogar die Stabilitätskriterien für eine Aufnahme in die EU. Wie kam
es dazu? Die isländischen Bürger erstritten sich in massiven
Demonstrationen das Recht zur Entscheidung wichtiger Fragen in
Volksabstimmungen. Man denkt dort nicht daran, sich dem Druck kerneuropäischer
Länder auszuliefern und der Europäischen Kommission, der EZB und dem IWF
unterzuordnen - sprich der EU beizutreten.
Kommentar: Die Bürger
sind in ihrer Gesamtheit klüger als die politische Elite.
10.10.2011
FAZ.de (Beitrag) : Der FDP-Abgeordnete Frank Schäffler zeigt in seinem
Beitrag einen gangbaren Weg aus der Schuldenkrise, auf welchem die
Verursacher zahlen müssen, die aufgeblähte Geldmenge wieder reduziert wird
und Ersparnisse der Bürger verschont bleiben:
Revidierung des G20-Beschlusses, wonach systemrelevante Banken
nicht Konkurs gehen dürfen
Weitere Erpressungen der Banken werden von den Regierungen mit der
Aufforderung beantwortet, einen Insolvenzantrag zu stellen.
Deutschland garantiert alle privaten Spareinlagen insolventer Banken und
sichert die Fortführung derer Kredite an Unternehmen. Zahlungsverpflichtungen
dieser Banken an andere Banken werden nicht besichert.
Bankrotte Geschäftsbanken werden von einem Insolvenzverwalter geführt.
Dieser sorgt für den geordneten Zahlungsverkehr aller staatlich
garantierten Guthaben und Kredite. Eine Refinanzierung erfolgt wie gehabt
über die Zentralbank.
Dies wäre also eine durchaus gangbare Alternative. Unsere politische Elite
nahezu aller Parteien zieht es jedoch vor, die Angst in der Bevölkerung für
die Schaffung eines undemokratischen europäischen Superstaats zu nutzen.
Diese Entwicklung nützt jedoch nur den Banken und schadet den Bürgern.
Kommentar: Hier ist sie, die
Alternative. Ähnliche
Ansichten vertritt Top-Ökonom Homberg . Jetzt braucht der Wahl-Bürger
eine teure Organisation fähiger
Lobbyisten, welche die Politik im Sinne der 99 Prozent beeinflusst. Oder
er geht auf die Straße. Alle vier Jahre zwei Kreuze zu
machen reicht nicht zur Durchsetzung dieses Weges.
01.10.2011
Dr. Philippa 'Pippa' Malmgren (Beitrag) : IWF-Chefin Christine Lagarde sagte auf
der Konferenz in Jackson Hole mit Blick auf die neue deutsche Zurückhaltung:
"Irgendwer wird einen Scheck schreiben müssen oder wir werden historische
multiple Bankpleiten erleben." Das impliziert, dass es im von ihr erwarteten
Crash keine weiteren Hilfen für nicht-deutsche Banken geben wird. Der EFSF
gründet sich auf Teilnehmer, die außer Gold-Reserven kaum Geld aufbringen
können. Nicht einmal China könnte die europäischen Banken retten. Am Ende
wird wohl nur Deutschland in der Lage sein, seine - und auch nur seine -
Banken über eine Verstaatlichung zu retten. Und notwendig die Eurozone verlassen.
Trichet vertrat den Standpunkt, dass es möglich sei, Zeit zu erkaufen und
die Märkte glauben zu lassen, dass eine Lösung möglich ist. Lagarde dagegen
äußerte, dass viele europäische Banken fundamental insolvent sind und dass
dies der Grund ist, warum sie ihre Liquidität direkt von der EZB beschaffen
müssen.
In einem Spiegel-Interview sagte Schäuble: "Tatsächlich wären wir eine
merkwürdige Regierung, wenn wir uns nicht auf alle Eventualitäten vorbereiten
würden, wie unwahrscheinlich ihr Eintreten auch ist."
Und Ackermann sagte in einer Rede am 5. September: "Es ist ein offenes Geheimnis,
dass zahlreiche europäische Banken eine Wertberichtigung ihrer Assets von
Pleitestaaten auf deren Marktwert nicht überleben würden."
Axel Webers und Jürgen Starks Abgang von der EZB in diesen Zeiten ist ein
Signal, dass das Risiko zugenommen hat und es keinen Eurobanken-Bailout geben
wird und dass Deutschland die Eurozone verlassen wird. Dieser Schritt wird
die erste freie Bewegung Deutschlands seit dem Beginn des EU-Projekts markieren.
Kommentar: Die
US-Amerikanerin Philippa Malmgren - ehemalige Assistentin des Präsidenten für
'Economic Policy' des 'National Economic Council' unter
US-Präsident Bush - liefert uns erstaunlich detaillierte und plausible
Informationen , die für sich sprechen. Erstaunlich deshalb, weil selbst viele
deutsche
Abgeordnete keine Ahnung haben , über welche Summen sie abstimmen, wer schon
Hilfen erhalten hat und wer eigentlich gerettet werden soll. Und wenn sie
das schon nicht überblicken, haben sie von den tieferen Zusammenhängen
vermutlich gar keine Vorstellung. Aber sie entscheiden über die deutsche
Souveränität und das wirtschaftliche Überleben der
verbleibenden 99% der
Normalbürger . Und so überrascht das
Abstimmungs-Ergebnis auch nicht. Fast alle fanden offenbar, dass irgendwas zu retten mit
irgendeiner Summe ("Milliarden?", Gabriele Fograscher,
SPD-Bundestagsabgeordnete) irgendwie besser ist als nichts zu tun.
Und wenn die Abgeordneten schon in Ahnungslosigkeit dahinschwimmen, stört
sich auch niemand mehr an neuen Wortschöpfungen scheinbar debiler,
tatsächlich jedoch rückgradloser Entscheidungsträger. Ein Beispiel ist der
funkelnagelneue Begriff "Resolvenzverfahren". Wenn derartige Wortschöpfungen
kreiert werden, kann der gemeine Bürger blind davon ausgehen, dass die Politik
mit ihrem Latein am Ende ist und vermeiden will, eine Wahrheit auszusprechen:
Griechenland ist pleite. Bankrott. Zahlungsunfähig. Wie demnächst Portugal,
Spanien und
Frankreich. Das
System Euro hat versagt , zieht allen
partizipierenden Bürgern das Fell über die Ohren, ist die größte
Fehlentscheidung der Politik der letzten 60 Jahre. Funktioniert hat es nur
ein paar Jahre für wenige internationale Konzerne. Das also ist das grandiose Vermächtnis
Helmut Kohls. Ein
zerstrittenes untergehendes
Europa mit aufgebrachten Bevölkerungen.
Dabei hätte zwischen den
Jahren 2003
und 2010 nur die Reißleine gezogen zu werden brauchen. Das setzt
jedoch politische Entscheider voraus, die primär bereit sind, Schaden vom
deutschen Volk abzuwenden. Wenn dann infolge vorausschauender intelligenter
Lösungen alle Euroländer
beizeiten zurückgekehrt wären zu ihren Landeswährungen und den früheren
innereuropäischen multinationalen Vereinbarungen, wie sie heute noch unter
Europas Nicht-Euroländern bestehen,
und ein Trennbankensystem, also eine strikte Trennung von Geschäfts- und
Investmentbanken (letztere finanzieren
sich primär über den Kapitalmarkt und kaum über Spareinlagen)
eingeführt worden wäre
und CDS-Wetten (credit default swaps) auf die Pleite eines Staates zumindest für Nicht-Inhaber
entsprechender Bonds verboten worden wären
und alle Liberalisierungen des Kapitalmarktes in Deutschland seit 1995
zurückgenommen worden wären,
hätte auch die europäische Idee kaum Schaden genommen und könnte weiterverfolgt
werden. Hierfür ist es nun
scheinbar fast
zu spät . Die europäische Idee
lebt derzeit nur noch in den Köpfen der politischen und wirtschaftlichen
Eliten Europas. Und dies sollten wir bedauern. Denn das bis zur Einführung
des Euro gelebte Europa
zahlreicher freiwilliger zwischenstaatlicher Vereinbarungen war weitgehend
vorteilhaft für alle: Für die Bürger, die Politik und die Unternehmen.
23.09.2011
Handelsblatt.de (Beitrag) : Die G20 haben in ihrem Bestreben
nach einem Weltwährungssystem ein Etappenziel erreicht. Deren vor etwa einem
Jahr eingesetzte G20-Arbeitsgruppe unter deutsch-mexikanischer Führung
schloss ihre Arbeit ab. Die Ergebnisse werden auf der nächsten G20-Konferenz
in 2 Wochen in Paris vorgestellt. Entscheidungen werden dann laut Asmussen
auf dem G20-Gipfel in Cannes fallen. Frankreich habe diese Entwicklung
unter seiner G20-Präsidentschaft massiv vorangetrieben. Auch die nachfolgende
mexikanische G20-Präsidentschaft wird die Einführung eines Weltwährungssystems
weiter betreiben. Die Entwicklung gehe nach Asmussen Schritt für Schritt
in die Richtung eines neuen Währungssystems.
Kommentar: Die Politik
beweist, dass es immer noch schlimmer geht . Und dies nicht unter Führung
eines Pleitestaats, sondern unter der Leitung des deutschen
Finanzstaatssekretärs Jörg Asmussen.
Ich warne seit über einem Jahr vor dieser Entwicklung, die uns am Ende
nicht zurück in lokale Währungen, sondern in eine Weltwährung führen soll.
Banken, IWF und Weltbank machen sich seit langem dafür stark. Wenn diese
Annahme zutrifft, kommt ein möglicher Zusammenbruch des Weltfinanzsystem
diesen Eliten nicht ungelegen. Diese Annahme erscheint auf dem ersten Blick
so absurd, dass man sie ignorieren möchte. Doch mit intakten lokalen Währungen
wären zufriedene Bürger der USA, Japans, Europas etc. niemals zu derartigen
Anpassungen bereit.
Diese Weltwährung würde auch nicht sofort alle nationalen
Währungen ablösen - es wäre vermutlich zunächst nur eine Verrechnungseinheit
wie dereinst der ECU der Europäischen Union bis zur Einführung des Euro.
Und durchaus könnte Deutschland zuvor für einige Zeit seine nationale
Währung zurück erhalten und sich auf der sicheren Seite wähnen. Sicher
ist der deutsche Staatsbürger auch mit einer neuen lokalen Währung nur,
wenn bei deren Einführung erstens
alle staatlichen Verbindlichkeiten über einen Haircut auf Null gesetzt
werden. Und zweitens danach die Zeit der Subventionierung von Staaten,
Konzernen und Banken vorbei ist. Doch wer daran glaubt, glaubt auch noch
an den Weihnachtsmann.
Möglich wäre es jedoch bei identischem Wohlstand. Hätten wir Politiker mit
Verstand und Charakter, würden sie sich selbst das Aufnehmen von Schulden
verbieten. Peter
Boehringer stellte fest , dass Deutschland ab der
Einführung der D‑Mark 1949 bis heute trotz schlechten Wirtschaftens in den
dazwischen liegenden Jahren entweder
jeweils eine ausgeglichene Bilanz oder Überschüsse erwirtschaftet hätte,
würde es nicht den Posten der Zinsleistungen auf deutsche Staatsschulden geben.
Dass nun wirtschaftlich untergehende Länder wie Frankreich die Einführung
einer Weltwährung forcieren, hängt wohl damit zusammen, dass diese ihnen Luft
verschaffen würde. Der USA ebenso. Zu wessen Lasten dies ginge, ist klar:
Staaten mit guter Bonität würden zu weltweiten Bailouts herangezogen . Solange
es jedoch keinen kräftigen Haicut - also Schuldenabbau - gibt, solange wird
der notwendig bevorstehende Zusammenbruch überschuldeter Finanzsysteme nur
hinausgeschoben. Denn auch die Weltwährung ist eine Trickserei, welche den
politischen Eliten Luft verschafft. Das Schneeballsystem läuft dann eben
noch ein paar Jahre weiter.
Bis dahin werden die großen Investmentbanken weiter mit Steuermitteln
am Leben gehalten -
Steinmeier, Merkel, Schäuble und Trittin (Zitat: "Deutschland
verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach
großartig") sind unisono
dafür. Die
G20 sowieso . Dabei erfüllen Misch- oder Investmentbanken kaum noch ihre
ureigentliche Aufgabe der
Bereitstellung von Krediten für Unternehmen. Es wäre daher besser, diese eher
Hedgefonds ähnlichen Spielcasinos reihenweise in geordnete Insolvenzen
überzuleiten, auf
dass der
Banker als solcher lerne, dass er Haushalten muss
mit anderer Leute Geld. Sonst ist er kein Banker mehr. Es werden immer
Geschäftsbanken
übrigbleiben, die deren ureigentliche Aufgaben gerne übernehmen würden. Doch
nicht nur bei
Pleitestaaten, auch bei Pleitebanken wird Insolvenzverschleppung im großen
Stil betrieben. Das erinnert an die mafiösen Verstrickungen von Politik-
und Verbrecherorganisationen in einem nicht allzu fernen Bunga-Bunga-Land.
Konkursgehende Bürger erhalten dagegen keinerlei
Erleichterungen oder gar finanzielle Hilfen. Dies macht den
Umverteilungscharakter deutlich. Die absurde anti-nationale Europhilie der
vom Bürger gewählten und finanzierten Politik-Eliten ist nur Mittel zum Zweck.
22.09.2011
"Bild"-Zeitung (Beitrag) : Der Beitrag listet einige markante Irrtümer
(oder Lügen? "Wenn es ernst wird, dann muss man lügen."
Jean-Claude Juncker, Chef der Eurogruppe) Wolfgang Schäubles seit
dem Jahre 2009 auf. Es geht dabei um die Krisenhilfen - er wird wörtlich mit seinen sich widersprechenden
und beschönigenden Floskeln zitiert.
Kommentar: Ich hätte nicht
gedacht, dass ich in der mir verbleibenden Rest-Lebenszeit noch einmal die
"Bild"-Zeitung zitieren würde. Aber aus diesem Artikel können wir lernen,
durch das, was uns Politiker sagen, hindurchzuhören zu dem, was sie damit
meinen. Zudem kommt diese negative Haltung des Mainstreams nach meiner Einschätzung
nicht zufällig. Möglicherweise will niemand mehr diese Hilfen - nicht einmal
Merkel und Schäuble. Dann stünde uns jedoch in absehbarer Zeit eine weitere
180-Grad-Drehung Angela Merkels bevor.
14.09.2011
Handelsblatt (Interview) : Frank Schäffler - die noch recht einsame Stimme
der Vernunft unter verblendeten Mustereuropäern im Politikzirkus - äußert
sich zur allmählichen
Kehrtwende der FDP zur eurokritischen Partei. Die Stimmung dreht sich weiter
gegen die ausufernde Interventionsspirale. Die Rettungslogik wird durchbrochen.
Man könne gar nicht so viel Stützungsgelder bereitstellen, wie sie der Markt
zur Abwehr von Staats- und Bankenpleiten erzwingt. Im Falle Irlands sei zudem
der absurde Fall eingetreten, dass die Slowakei als deutlich ärmeres Land
ein deutlich reicheres Land unterstützen muss.
Kommentar: Endlich ein Licht
im Tunnel - die FDP löst sich trotz massivem Gegendruck aus den unsäglich
parteiischen staatlichen Rundfunk- und Fernsehsendern (z.B. ZDF, ARD,
NDR-Info (Zitat): "Man verbindet [in Griechenland] mit dem Euro
Wohlstand und das will man natürlich nicht aufgeben." [20.9.2011] )
zunehmend aus dem Europäisierungswahn und der
Deutschland-zahlt-alles Mentalität. Mit dieser Partei hat Deutschland
vielleicht noch eine Chance, am Ende nur wenig zerrupft aus dem Abenteuer Euro
herauszukommen. Sie ist die einzige deutsche Partei, welche derzeit nach
demokratischer Diskussion der Schuldenkrise, nationalstaatlicher Souveränität und fortgesetzter
fiskalischer Selbstverwaltung
zu streben beginnt. Und damit für Euroskeptiker wählbar wird.
Doch Gegner der FDP wie CDU-Chef Thomas Strobl werfen ihr
"anti-europäische Tendenzen " vor. Was soll das sein? Ist
ein Festhalten
an demokratischen Gepflogenheiten, an geschlossenen Verträgen und ein Abwägen
von Lösungswegen jetzt in Deutschland unerwünscht? So langsam wird klar, wie
Regierungen in der Vergangenheit wieder und wieder Völker in den Abgrund
von Staatspleiten und Kriegen führen konnten. Sie geraten in eine Denk- und
Argumentationsweise, die auf einen Wahn beruht und jede demokratische
Diskussion im Keim erstickt. Nur sie hätten die Weisheit
mit Löffeln gefressen und wähnen daher ihr Handeln als alternativlos.
Die Haltung Merkels, Trittins (Zitat: "Deutschland verschwindet jeden Tag
immer mehr, und das finde ich einfach großartig") und Steinmeiers, welche als
Anti-Nationale-Einheitsfront der Europhilen durch die
Unterdrückung jeder Diskussion die Finanzmärkte
ruhig halten wollen, ist naiv - diejenigen, welche große Summen verwalten,
wissen besser als die meisten Politiker, wie es um das Finanzsystem steht.
Sie sind Experten, die sich täglich darin bewegen. Wenn Merkel sich damit
beschäftigt, ist es, als würde sie zum ersten Mal die Zylinderkopfdichtung
an ihrem Dienstwagen wechseln müssen. Sie hat zwar viele Berater, aber jeder
sagt ihr etwas anderes. Und danach sieht das Ergebnis dann auch aus.
Dieses Gebaren ist im höchsten Maße undemokratisch. Offenbar hat Merkel als
DDR-Sozialisierte keinerlei Streben nach Erhalt unserer ehemals demokratischen
Grundordnung . Wie sonst kann sie den folgenden Satz
nicht nur aussprechen, sondern auch als mentalen Hintergrund in ihrem
Repertoire haben - ein Originalzitat aus
2005: "[...] wir
haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale
Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit." Ähnlich äußerte sich kürzlich
Schäuble in der FAZ: "Das
alte Regelungsmonopol des Nationalstaats
hat sich ad absurdum geführt [...] Im Hinblick auf die Ewigkeitsgarantie
des Grundgesetzes mahne ich zur Zurückhaltung." Weder werden die Bürger gefragt, ob
sie dies genauso sehen. Noch ist das Ergebnis der angepeilten Umwandlung
unseres politischen Systems ein demokratisches. Es ist genauso undemokratisch
wie die Gesinnung der Politiker, die uns dorthin führen.
Aber möglicherweise sind alle diese Streitereien nur Nebelkerzen , um das Wahlvolk
von einer in den nächsten Monaten bevorstehenden Währungsreform - zumindest
in Deutschland -
abzulenken. Es könnte jedoch unvermeidbar sein, dass dann alle Euroländer
zeitgleich den Euro begraben. Und das harmonische Festklammern aller Parteien
am Euro könnte auf einer Absprache beruhen, dass keine Partei aus der
unvermeidbaren Rückkehr zur nationalen Währung politisches Kapital schlägt.
Wenn dem so ist, wäre die Geheimhaltung
bisher perfekt gelungen. Das Ausscheren der FDP mag hierbei den existenzgefährdenden
bisherigen Wahlergebnissen und der bevorstehenden Berlin-Wahl geschuldet sein.
Hierzu passt ein merkwürdiges eintägiges G20-Wirtschaftsministertreffen am
übermorgen (Freitag) in Polen. Es nimmt zudem US-Wirtschaftsminister Timothy Geithner teil.
Hier könnte eine letzte gemeinsame Abstimmung stattfinden, bevor die
Euroländer eine nicht angekündigte Zäsur einleiten. Mehr kann aus einem
eintägigen Treffen von untergeordneten Ministern nicht hervorgehen. Denn
Entscheidungen werden auf Kanzlerebene getroffen. Ginge Deutschland alleine
aus dem Euro, bekäme die Südschiene übrigens ihre favorisierten Eurobonds.
Und - wie praktisch - in der EZB sind die Vertreter Deutschlands durch die
Wechsel geschwächt. Doch so schön auch alles zusammenpasst - es
sind Spekulationen.
Denn ebenso wahrscheinlich ist derzeit die Gründung
eines EU-Superstaats , welches nur mit einer vor Angst paralysierten Bevölkerung
möglich ist. SPD, Grüne und CDU sind einträchtig dafür. In dem Fall könnte
man das Finanzsystem auch gleich auf die von den Politik- und Finanz-Eliten schon lange
angepeilte Weltwährung umstellen.
09.09.2011
Handelsblatt (Interview) : Ein Banker im Ruhestand - Ludwig
Poullain, früherer West-LB Chef - erklärt, warum wir auf multinationale
Geschäftsbanken und auf Notenbanken verzichten können und warum Merkels
Einlageversprechen in dieser Weltwirtschaftskrise wertlos ist. Aus
Dienstleistern für produzierende
Unternehmen und Privatleute sind Geld-Produzenten geworden. Er unterscheidet
also zwischen abstraktem Geld ohne und konkretem Geld mit produktivem Sinn
für die Gesellschaft. Ersteres wird in synthetische Produkten zwischen
Finanzinstituten hin- und hergeschoben, wobei es sich weiter vermehrt. In
der Not eines Finanzinstituts jedoch ist es nicht mehr greifbar. Hinzu kommt
eine unheilvolle Verquickung zwischen Banken und Politikern. Letztere werden
hierdurch zum Verhängnis ihrer Länder. Nicht der Plebs ist dekadent, wie
Westerwelle einst anmerkte, sondern die Bankvorstände.
Eine Lösung kann nur darin bestehen, alle Banken zurückzuführen auf die
Dienstleistung am Kunden. Nämlich das Geld der Kunden annehmen und damit
Hypotheken oder Kredite zu gewähren. Nur dieses Geschäft mit konkretem
Geld ist für die Volkswirtschaft sinnvoll. Allerdings glaubt Ludwig Poullain
nicht an die Fähigkeit der Politik, diese Änderung herbeizuführen. Er rechnet
mit dem großen Knall.
Kommentar: Dieser Mann hat
mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit recht. Es wäre demnach schon viel geholfen,
wenn die Liberalisierungen des Finanzmarktes der Jahre 1998 bis 2004 rückgängig
gemacht würden (Reliberalisierung). Doch stattdessen wird die Schuldenkrise
kontinuierlich mit weiteren "Rettungs"-Schulden angeheizt.
Dieses verantwortungslose
Handeln der politischen Elite ist es, welches den Euro in absehbarer Zeit
kollabieren lassen wird:
Verantwortungslose Politik,
das Unterbinden jeglicher demokratischer Diskussion über das Vorgehens in der Krise
durch Merkel und Steinmeier,
das Nichteinhalten von Verträgen und Versprechen an das deutsche Volk,
das Päppeln von nahezu bankrotten und korrupten Banken, welche an der Vordertür
Hilfsgelder annehmen und im Hinterzimmer auf den Untergang eines Euro-Landes
spekulieren.
Der Euro wird von Merkel und Sarkozy persönlich beerdigt - deren Geschwafel
zum Trotz. Sie alleine tragen die Verantwortung. Und wenn sich der Staub
dereinst verzogen hat, wird dies Allgemeinwissen sein. Hinterher haben
es doch immer alle gewusst...
09.09.2011
Deutsche Mittelstands Nachrichten (Beitrag) : Gerüchte kolportieren einen
Staatsbankrott Griechenlands an diesem Wochenende. Samstag 10.09.2011 spricht der
griechische Ministerpräsident Papandreou zur Nation.
Kommentar: Griechenland geht
vorzeitig das Geld aus, es könnte also passen. Doch gleichgültig wann genau
dies eintritt: Der Euro wird vorerst solange weiterbestehen, wie die Eurostaaten
durch weitere Rettungsgelder ihre Banken noch über Wasser halten können.
09.09.2011
FAZ.net (Interview) : Der slowakische Parlamentspräsident Richard Sulik
ist der Ansicht, dass eine Pleitewelle der Banken mit Garantien für
hierbei verlorene Privateinlagen durch die Staaten diese billiger käme als
das derzeitige Verfahren der Bankenrettungen.
08.09.2011
Bloomberg (Chart) : Die Verzinsung, welche Griechenland für seine einjährigen
Staatsanleihen an die Geldgeber zu zahlen hat, liegt nunmehr bei 96,95%. (Chart
zeigt jeweils den aktuellen Wert, kann also bei Aufruf abweichen)
Kommentar: Zweijährige Staatsanleihen
kosten Griechenland immerhin noch 54,9 Prozent Zins. Nachdem Griechenland offenbar der
Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission vermittelt hat, dass es keine weiteren
Sparbemühungen geben wird und diese daraufhin abreiste, stellte die EZB offensichtlich
ihre Anleihe-Stützungskäufe für Griechenland ein.
Jetzt ist es nur noch eine Frage von
Wochen und nicht Jahren, bis Griechenland zu keinem Zins - sei er auch noch so
hoch - Geldgeber finden kann. Zudem führt diese Zinsbelastung in eine exponentiell
ansteigende Verschuldungskurve. Deren Lage wird immer schlechter.
Allerdings ist der Euro dann immer noch nicht tot. Ein Euro-Land kann auch
bei Nicht-Zahlung von fälligen Bonds oder
Beamtengehältern etc. nicht pleite gehen, solange es im Euro-Verbund verbleibt
und - wie in Bezug auf Griechenland in einem früheren Beitrag
beschrieben - widerrechtlich Geld schöpft.
Solange finanzieren jedoch alle anderen Euro-Teilnehmer Griechenlands
finanzielle Exzesse mit, weil jeder von Griechenland illegal geschaffene Euro
alle anderen bestehenden Euros entsprechend entwertet. Bei einem Euro mag es
egal sein, bei demnächst Hunderten von Milliarden Euro nicht. Die Grünen und
die SPD dürfen frohlocken - dieser illegale Akt der Geldschöpfung hat eine
identische Negativ-Wirkung wie die von diesen Parteien geforderten Eurobonds.
Wie geht es weiter? Spanien und Italien werden vermutlich in 12 bis 30 Monaten
ebenfalls in Griechenlands heutiger Position sein. Frankreich und einige andere
werden nachfolgen. Doch kein verantwortlicher Politiker möchte durch seinen
Austritt aus dem Euro-Verbund als Auslöser eines Euro-Crash in die Geschichte
eingehen. Also steht uns ein mehrjähriger schleichender Niedergang mit
finaler Hyperinflation bevor, wenn nicht
vorher die EZB insolvent wird ;
vorher das Bankensystem kollabiert. Die
Kredite
der Banken an Staaten müssen nicht mit Eigenkapital unterlegt werden .
Banken haben somit mit den Staatsanleihen von Pleitsstaaten theoretisch
unbegrenzte Risiken in ihrer Bilanz stehen, die weder mit Eigenkapital
abgesichert noch als solche gekennzeichnet sind. Wird auch nur ein Staat
insolvent, könnten die ausbleibenden Rückzahlungen und hierdurch notwendigen
Abschreibungen einige Banken überfordern;
die politische Elite eines Geberlandes die Reißleine zieht und aussteigt;
oder - unwahrscheinlich - die USA zuerst eine Währungsreform durchführen.
04.09.2011
MMnews (Beitrag) : Der Autor zeigt die verdeckten Ziele der US-Finanzwirtschaft
auf, welche final in ein Weltwährungssystem münden könnten. Unter anderem hierdurch
würde die globale Finanz- und Wirtschaftselite von einem Zusammenbruch des
Finanzsystems profitieren.
Kommentar: Dass die Finanzeliten
dieses üble Ziel verfolgen, steht außer Frage. Selbst die G20 befassen sich seit
längerem in Ausschüssen mit der Möglichkeit der Einführung einer Weltwährung,
Weltbank und IWF werben offen
hierfür. Ob sie es aber auch durchsetzen
können, hängt davon ab, ob die Wahlbürger dies zulassen. Oder dagegen offen
protestieren.
25.08.2011
ef-Magazin (Beitrag) : Theo Waigl, als Konstrukteur einer der Verantwortlichen
für die heutige Euro-Misere, leugnet jede Gefährdung der europäischen
Einheitswährung. Er brauche keine Nachhilfe vom deutschen Verfassungsgericht,
um zu wissen, dass die Rettungspakete rechtswidrig seien.
Kommentar: Vielleicht sollten
die verschiedenen Klägergruppen um Schachtschneider & Co Theo Waigl als
Kronzeugen benennen. mit ihm an ihrer Seite können sie gar nicht mehr verlieren.
24.08.2011
Welt.de (Beitrag) : Die Krisenbewältigungspolitik der Bundesregierung ist
ein Staatsstreich, angeführt von Frankreichs Präsidenten Sarkozy und seiner
Kollaborateurin Merkel. Das Recht wird von Paris gesteuert verdrängt. Das
Bundesverfassungsgericht (BVG) ist Mittäter, weil es ein faires Verfahren
sowie das Recht der Bürger auf Schutz ihres Eigentums verweigere. Daher wird
die Europolis-Klägergruppe nun das BVG selbst am Europäischen Gerichtshof
für Menschenrechte auf Einhaltung rudimentärer rechtsstaatlicher Verfahrensregeln
verklagen.
Kommentar: Unsere politische
Elite tut was sie kann, um am Parlament und Volk vorbei die deutschen
Staatsfinanzen entweder auf lange Zeit zu ruinieren oder den Mittelstand zu
enteignen. Auf eines von beiden läuft es hinaus. Desweiteren geben sie für
etwas Untergeordnetes wie die Euro-Währung die deutsche Souveränität auf.
Wie das Parlament hierbei ausgetrickst
wird, konnte für wenige Stunden im sonst
regierungshörigen Handelsblatt
nachgelesen werden - der alte Haudegen Schäuble
leistet ganze Arbeit . Offenbar auch in der Entfernung der Urversion. DER
URSPRÜNGLICH VERLINKTE BEITRAG WURDE VOM HANDELSBLATT ZUERST GELÖSCHT, DANN
DURCH INHALTLICH ÜBERARBEITET MIT VERÄNDERTEM TITEL WIEDER ONLINE GESTELLT.
Aber wie auch immer dieses Narrenspiel ausgehen mag:
Die EZB kauft munter und unbeirrt weiter Pleiteanleihen von Pleitestaaten auf -
in den letzten zwei Monaten alleine im Umfang des ersten Griechenlandrettungspakets.
Dieses Gebaren hat eine identische Wirkung wie Eurobonds und Rettungspakete,
denn die Pleitestaaten erhalten so frische Kredite zu niedrigeren Zinsen. Und
primär Deutschland und Österreich werden irgendwann notwendig zahlen müssen.
Möglicherweise wird man zuvor einmal mehr die Bürger betrügen, indem die EZB
zur Deckung ihres Kapitalbedarfs eigene Anleihen herausgibt - das wären
quasi Eurobonds unter Umgehung der Zustimmung durch die nationalen Parlamente.
Nach Angaben der Bank für internationalen Zahlungsausgleich haben zudem
alleine Deutschlands Banken derzeit 1,5 Billionen = 1.500 Milliarden
Euro an die Pleitestaaten Italien, Griechenland, Irland, Spanien und Portugal
verliehen. Die Schulden, für die Deutschlands Mittelstand dereinst mit seinem
Sparvermögen wird geradestehen müssen, sind also kaum überschaubar in
Bankbilanzen, Staatshaushalten, in der EZB-Bilanz und in unzähligen
Schattenhaushalten und outgesourcten Schattenfirmen gut versteckt geparkt.
Ans Licht werden sie kommen - denn abgerechnet wird nach einer alten
Spielbankweisheit zum Schluß.
Frankreich hat sich bei Fälligkeit der Kredite und Bürgschaften längst
in einen Konkurs davongeschlichen. Wenn man also Schrott durch die EZB ankaufen
lässt, könnten die Geberländer dies auch offen und direkt machen. Ebenso hat das
am 23. September zu beschließende Hilfspaket primär
den Zweck, die lokalen Parlamente auszuschalten. Diese werden vollständig in
Bezug auf ihre Finanzhoheit entmündigt.
21.08.2011
Tagesspiegel.de (Beitrag) :Hier glaubt ein typischer Ökonom unter anderem an
das 1000-jährige Euro-Reich und verkündet, der Euro sei für die Ewigkeit.
Kommentar: Dieser Beitrag ist
informativ, weil er die vielen Irrtümer aufzeigt, denen die Politik und
ihre Berater derzeit noch aufsitzen.
Der Ökonom Thomas Straubhaar gibt indirekt zu, dass wir Deutschen den
Verlust des Wohlstands und der wirtschaftlichen Sicherheit der neoliberalen
Wirtschaftsgesetzgebung seit Mitte der neunziger Jahre zu verdanken haben.
Und zudem dem Euro. Er übersieht, dass sowohl Globalisierung, Strukturwandel
und Euro
erst durch bewusst verabschiedete Gesetze ermöglicht wurden, somit die Krise
eine von den Spitzenpolitikern und Abgeordneten selbst verbockte Krise ist.
Doch endlich gibt einer dieser Kaste zu, dass Deutschlands Wohlstand und
Sorglosigkeit aufgrund dessen am Ende sind.
Weiter: Wir hätten das historische Glück, keine Grenzen mehr schützen und keine
Armeen mehr finanzieren zu müssen. Wo leben die Ökonomen? Niemals in der
Geschichte der Bundesrepublik waren die Kosten für die "Verteidigung" höher,
niemals zuvor war Deutschland stärker in aller Welt militärisch engagiert.
Wenn er dennoch ein kluger Kopf ist, nimmt er es möglicherweise mit der
Wahrheit nicht so genau.
Des weiteren nimmt er an, das über Kredite an Pleitebanken und Pleitestaaten
verliehene Geld sei
nicht weg, es besäße nur ein anderer. Wer profitiert denn von der Krise?
Nicht die Banken, die werden zum größten Teil kollabieren. Nicht die Staaten
und die Bürger, denn aller Profit aus der Krise ist an Papiergeld gebunden. Das
sind bedruckte Zettel. Das Geld wird nach der Bereinigung weitgehend
entwertet sein. Denn die Geldgeber sind die Sparer. Und nur die werden
zur Kasse gebeten werden können. Zudem
wurden mit den Krediten weder dauerhafte Werte gebildet noch etwas
geschaffen, was kontinuierlich Überschüsse erwirtschaftet. Das von Sparern
unfreiwillig durch ihre Staaten verliehene Geld ist also weg. Und kommt
nicht mehr zurück.
Es wäre wünschenswert, dass all diese Experten und für die Misere
verantwortlichen Politiker mit ihrem Privatvermögen hoch in Staatsanleihen
engagiert sind. Dann könnten sie letztlich aus der Krise doch noch etwas
lernen.
August 2011
Zweite Zäsur: Seit der ersten Zäsur im Mai 2011 ist die
Öffentlichkeit über die Mainstream-Printmedien zunehmend genauer informiert
worden. Somit hat das Wissen um die Krise den sogenannten kleinen Mann
erreicht. Gerade noch rechtzeitig, um die Vermögen
zu sichern. Einzig die staatlichen Fernsehsender unterschlagen weiterhin
wesentliche Meldungen und verbreiten Durchhalteparolen.
Die schwarzen Schwäne treten zunehmend in Formationen auf:
Die EZB kauft einmal mehr im Volumen von maximal 850 Mrd. Euro Bonds auf -
jetzt italienische und spanische
Staatsanleihen. Zuvor war der Markt eingefroren.
Die deutsche Bundesbank
hat per
July 2011 an die den Zentralbanken der Eurozone den Rekord-Betrag von
356 Mrd. Euro als dauerhafte Kreditfinanzierung
(Target 2 ) verliehen. Wenn das Kartenhaus des europäischen
Wirtschaftssystems einmal zusammenbricht, dann wird es für Deutschland
richtig teuer. Weder die Zinsen noch die Tilgung für den dann bestehenden
Schuldenstand Deutschlands werden wir uns leisten können.
Italien kann jedoch seine Sparanforderungen nicht umsetzen - wegen der
Gewerkschaften und dem verständlichen Widerstand in der Gesellschaft
Auch Polen, Ungarn und Indien liegen derzeit mit ihrem Zinsaufwand für
Staatsanleihen deutlich über 7 Prozent - derjenigen virtuellen
Grenze, über welcher sich Staatsschulden allein schon durch die Zinslast
zunehmend schneller erhöhen.
Europäische, global agierende Großbanken geraten durch ihr 2.000 Mrd.
Engagement in Schuldverschreibungen von Pleitestaaten mehr und mehr in
Schieflage. Deren Kreditausfallversicherungen (CDS) sind heute teilweise
höher als bei der Lehmann-Pleite. Gerät auch nur ein Pleitestaat in eine
Zahlungsunfähigkeit, welche von der EZB nicht mehr verschoben wird, könnte
das Bankensystem kollabieren respektive gereinigt werden. Endlich würden
nicht kaufmännisch solide handelnde Banken vom Markt gefegt. Ich glaube
nicht, dass Staaten deren Verbindlichkeiten übernehmen könnten, ohne dabei
selbst zu kollabieren. Ein Bank-Run alleine könnte dagegen noch durch Staat
oder EZB aufgefangen werden.
Frankreich verliert vermutlich in den nächsten Monaten sein Triple A-Rating.
Damit würde der neue Rettungsschirm ESM noch teurer.
Keine Bank leiht der anderen momentan noch Geld
- das
Interbankensystem ist
eingefroren . Diejenigen Banken, welche Geld übrig haben, verleihen es daher
an die EZB. Und diejenigen, welche Geld brauchen, leihen es von der EZB.
Auch die Kosten für Kreditausfallversicherungen (CDS = Credit Default Swaps) auf
deutsche Staatsanleihen steigen stark an. Sie befinden sich momentan auf dem
Niveau Groß Britanniens - kein AAA-Land (Anstieg aus Spanne 35 bis 45 auf 80).
Kein Wunder, muss doch Deutschland jedes
Jahr über
40 Mrd.Euro
nur für Zinsen auf deutsche Staatsanleihen über Steuern erwirtschaften. Dieser
Zinsaufwand für Deutschlands Schulden ist bereits der zweitgrößte
Haushaltsposten. Würden Deutschlands Bürgschaften für andere Staaten
fällig, wären alleine die deutschen Zinsaufwendungen mit über
100 Mrd. Euro p.A. unbezahlbar - und an eine
Tilgung gar nicht zu denken.
(NACHTRAG vom 31.8.11:) Die Notfall-Liquiditätshilfe (ELA) der Euroländer läuft für
Griechenland auf Hochtouren. Kurz gesagt kann hierüber jeder notleidende Staat
nach Gusto Euros produzieren. Zwar sind in den Verträgen hierfür klare Rahmenbedingungen
vorgesehen. Aber darum schert sich hreute niemand mehr. Wer will, der druckt.
Nach Ansicht
Böhringers könnte uns dies alleine für den Casus Griechenland teurer zu stehen
kommen als die deutschen Anteile an den diversen Griechenlandhilfen.
Ich bringe auf dieser Seite nur Meldungen, von denen ich annehme, dass sie
wichtig sind und leicht übersehen werden können. Durch die verbesserte
Aufmerksamkeit des Mainstreams nimmt folglich die Anzahl meiner Meldungen ab.
Natürlich ist es für die weitere Entwicklung der Krise sehr bedeutend, ob
- wie heute vom Markt vermutet - die französische Großbank 'Societe Generale'
und möglicherweise auch die italienische 'Unicredit' vor der
Pleite stehen. Aber das hören Sie jetzt an jeder Ecke. Interessanter wäre
da schon das Indiz, dass Sarkozy hastig aus dem Urlaub zurückeilte, um eine
Krisensitzung einzuberufen.
Aber zurückblickend historisch betrachtet werden diese Details dereinst völlig
unerheblich
sein. Der Crash kommt. Ob nun ausgelöst durch Bankenpleiten oder Überlastung
der EZB oder
dem Ausfall von Staaten als Bürgen, ist dabei völlig unerheblich.
Und ob Sarkozy
vorher noch einmal tanzt und dazu singt oder nicht, wird den Weltlauf auch
nicht verändern.
In den nächsten Jahren ist jeder Handeltag so gut wie der andere,
um die bestehenden Währungssysteme zu zerbrechen. Niemand wird zuverlässig
prognostizieren können, wann es soweit ist. Darum sollten wir ab heute und
ab hier jeden Tag darauf vorbereitet sein. Und aufpassen, dass uns hiernach
keine Weltwährung angedreht wird - dann ginge das Ganze nochmal von vorn los.
04.08.2011
GoldWirtschaftswoche (Beitrag) : Der Ökonom Klaus Adam weist darauf hin, dass
Schulden für die EZB kein Problem sind, solange die Gewinne aus ihrer Geldschöpfung
ausreichen, um anderweitige Verluste abzufangen. Die EZB verdient an den Zinsen des
neu geschöpften Geldes. Die Einnahmen hieraus - der Seignorage - betrugen im
Jahr 2010 über 653 Mrd. Euro. Allerdings blieben davon nur 170 Mio.
als Gewinn übrig.
Kommentar: Die EZB als Bank der
Banken betreibt einen von EU-Parlament und nationalen Regierungen kaum zu
beeinflussendes und zu durchschauendes Geschäft. Was geschah in den früheren
Jahren mit den exorbitanten Gewinnen aus der Verzinsung der Geldschöpfung?
22.07.2011
GoldseitenBlog.com (Beitrag) : Peter Boehringer stellt unter anderem fest:
Wenn Spanien und Italien kippen, beträgt Deutschlands Anteil an den EU-Kosten
nicht mehr 27, sondern 45 Prozent. Wird dann Frankreich auch noch
zahlungsunfähig, beträgt Deutschlands Anteil fortan 79 Prozent. Bis 2020
wären dann mit deutschen Transferleistungen in Höhe
von 4.500 Mrd. Euro (=4,5 Billionen Euro) zu rechnen.
Nach BVG-Präsident Voßkuhles Bundesverfassungsgerichtsurteil von vor zwei
Jahren wäre zur deutschen Zustimmung zum neuen ESM-Rettungssystem nun
zwingend ein Volksentscheid erforderlich. Denn dieser ESM verfügt laut
Satzung über ein unbegrenztes Budget und agiert - einmal abgesegnet -
fortan außerhalb jeder parlamentarischen Kontrolle mit juristischer
Immunität der Entscheidungsträger. Dies ist ein Putsch von oben.
17.07.2011
Welt.de (Beitrag) : Das Bundesverfassungsgericht (BVG) tut alles, um der
Regierungspolitik zum Gefallen die anhängigen Klagen der Eurogegner zu verwerfen,
zu verzögern und vermutlich letztlich abzuweisen. Es entspricht voll und ganz den
politischen und zeitlichen Erwartungen der Bundesregierung. Insbesondere Gerichtspräsident
Andreas Voßkuhle und der Verfassungsrichter Udo Di Fabio schmettern
alle Einwände ab - sofern sie überhaupt reagieren.
Kommentar: Diese beiden
Verfassungsrechtler werden dereinst ein hieraus entstehendes deutsches Schuldenproblem
mit zu verantworten haben. Jedoch wird dies keine juristische, bestenfalls eine
moralische Aufarbeitung sein. Dass Politiker rechtliche Grenzen ausloten und
überschreiten, ist bekannt. Darum
haben die Gründungsväter der Bundesrepublik Deutschland das Bundesverfassungsgericht
als höchsten Wahrer der deutschen Verfassung installiert. Sie konnten nicht vorhersehen,
dass mit entsprechend willfährigen Personen
jede Institution ad absurdum geführt und der Staat quasi von oben zerstört werden könnte.
Es bedarf keiner Terroristen, um Deutschland als souveränen Staat und wirtschaftlich
erfolgreiches Land zu schädigen. Unsere Legislative schafft
dies Hand in Hand mit der Judikative still und leise ganz alleine.
17.07.2011
FinanzNachrichten.de (Beitrag) : Der Grünen-Fraktionschef Trittin fordert Eurobonds zur
Entlastung der Pleitestaaten der Eurozone. Die Grünen sind sich dabei bewusst, dass
Deutschlands Zinssätze für eigene Schuldverschreibungen hierdurch ansteigen würden.
Kommentar: Haben auch die Grünen
wie die SPD von den Ursachen der Schuldenkrise keinen blassen Schimmer? Oder
verfolgen auch sie wie schon die SPD mit einem eigenen Kandidaten für den
Super-Eurofinanzminister finstere Ziele (siehe Beitrag vom 16.7.2011) ?
Ansonsten ist deren Sehnsucht nach dem totalen wirtschaftlichen Ausbluten der
Geberländer nur durch Ahnungslosigkeit zu erklären. Oder ist Trittin gar ein
weiterer Banken-Lobbyist? So oder so wird eine mögliche rot-grüne
Bundesregierung die nationale deutsche Souveränität willig an eine EU-Institution abgeben und
Dank der Eurobonds Deutschlands bisherige Triple-A Einstufung riskieren.
16.07.2011
FAZ.net (Beitrag) : Der SPD-Fraktionsvorsitzende und potentielle Kanzlerkandidat
Frank-Walter Steinmeier fordert unverdrossen einen europäischen Finanzminister, welcher
in die ehemals souveränen Haushalte der Euro-Staaten nach Gusto eingreift. Zudem hat
Steinmeier schon im letzten Jahr für sogenannte Eurobonds plädiert, welche den
überschuldeten Ländern dauerhaft Zugriff auf billiges Geld auf Kosten der Geberländer
ermöglichen würden.
Kommentar: Diese SPD hat von den Ursachen
der Schuldenkrise keinen blassen Schimmer. Anders ist deren Sehnsucht nach dem totalen
wirtschaftlichen Ausbluten der Geberländer nicht erklärbar. Glaubt Steinmeier an seine
Visionen oder ist auch er ein Banken-Lobbyist? Der wahre Grund könnte in Machtgier
verborgen liegen: Die
SPD versucht bereits, ihren früheren Bundesfinanzminister Peer
Steinbrück in diese Position zu drücken . Die SPD sorgt gut für ihre gescheiterten
Parteikollegen und schlecht für deutsche Bürger, wofür auch die durch SPD-Parteichef
Gabriel forcierte Migrantenquote innerhalb der SPD ein Indiz ist.
Auch die von SPD ûnd Grünen gewünschten Eurobonds führen nur dazu, dass Pleitekandidaten nicht
ernsthaft sparen
müssten. Die
SPD würde zum Totengräber des Euro und finanzpolitisch Deutschland über die Eurobonds
ersticken .
Ob nun die von der SPD gewünschte Fiskalunion oder die ebenfalls von der SPD
geforderten Eurobonds
kommen: Nicht
Luxemburg und Finnland zahlen dann die
Rechnung für die südlichen Pleitestaaten, sondern der deutsche Arbeitnehmer .
Dann würden wenigstens 700 Mrd. Euro von Deutschland zu erbringen sein,
vermutlich noch einiges mehr. Das könnte der deutsche Bundeshaushalt niemals
bewältigen. Es war jetzt im deutschen Parlament nicht durchsetzbar,
7 Mrd. Euro Steuererleichterungen zu vereinbaren, geht aber zeitgleich
über Bürgschaften Zahlungsverpflichtungen über Hunderte Mrd. Euro ein - und
zwar zum Ausgleich von Verfehlungen, die andere Staaten begingen. Und dennoch
bekennt sich in Deutschland keine Partei zum Bewahren unserer nationalen
Souveränität und unserer wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit über gewählte
deutsche Abgeordnete.
Da auch FDP, Grüne und die Linken an das
Aufgehen Deutschlands im zunehmend totalitären Europa glauben, bleibt als
letzte Hoffnung eine
weitere taktische 180 Grad-Wende Angela Merkels in Richtung
Finanzen-Konsolidierung
durch vehementes Vertreten einer haushaltsschonenden EU-Politik.
Sprich: Keine Bürgschaften
mehr für unsere charmanten europäischen Nachbarn. Wir werden an den
bereits gegebenen noch reichlich zu knabbern haben.
11.07.2011
Wissensmanufaktur.net (Videovortrag) : Andreas Popp erklärt anschaulich in 15 Minuten den
Systemfehler der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken aufgrund selbst angelegter Spareinlagen
für die Mindestreserve, welcher uns in diese Schuldenkrise führte. Hiernach bedürfen die
Geschäftsbanken nicht einmal mehr der Spareinlagen der Bürger - von der Europäischen
Zentralbank extrem zinsgünstig geliehene und als Anlagegelder positionierte Ausleihungen ersetzen diese
zunehmend. Nur darum sind beispielsweise Griechenlands Banken trotz des Monate währenden
Bank-Runs momentan noch liquide. Der deutsche Bürger hätte möglicherweise nach Art. 20, Abs. 4 GG das
Recht zum Widerstand gegen das Beseitigen der verfassungsgemäßen
Ordnung durch die Politik, da andere Abhilfe nicht möglich ist.
03.07.2011
Tagesspiegel.de (Beitrag) : Italien sei eine Bombe, welche in absehbarer Zeit explodieren
werde. Jugendarbeitslosigkeit 30 Prozent, jeder Prozentpunkt Zinsaufschlag kosten Italien 18 Mrd.
Euro p.A.. Italien hat jetzt bereits 1.800 Mrd. Euro Schulden (=120% des BIP). Italiener beginnen,
ihre Guthaben und Sparanlagen zu reduzieren. 250.000 Unternehmen stehen vor dem Konkurs. Berlusconis
Sanierungs- und Sparprogramm spart in den nächsten beiden Jahren nur jeweils 39,5 Mrd. Euro p.A. ein.
01.07.2011
Wirtschaftsfacts.de (Beitrag) : Der ehemalige Vorsitzender der FED Alan Greenspan glaubt
nicht an eine Einigung in der US-Politik zur Anhebung der derzeitigen Schuldenobergrenze. Nach
seiner Einschätzung werden die USA am 2. August zahlungsunfähig und zahlungsausfällig auf sämtliche
US-Schulden mit der Folge eines Haircuts für die "gesamte Gesellschaft".
Kommentar: Greenspans Annahme eines Haircuts
kann nur bedeuten, dass er von einem Forderungsverfall ausgeht. Zwar könnte der US-Dollar
zunächst weiterbestehen, doch würden sämtliche staatlichen Schulden nicht mehr zurückgezahlt. Das wäre
der US-Staatsbankrott.
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