Aktuelle Zwischenbilanz zu der Wahrscheinlichkeit einer Währungsreform oder Systemcrash in Deutschland
Eine Auswertung und Bewertung der Indizien aus Politik und Medien mit Bezug auf eine möglicherweise 2011 oder 2012 bevorstehende Währungsreform.
Die alte Deutsche Mark
(Mit freundlicher Genehmigung des Bildarchivs der Deutschen Bundesbank)
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Aktuelle Zwischenbilanz zu der Wahrscheinlichkeit eines Systemcrash und einer Währungsreform
Die wesentlichen Quellen zu den hier vertretenen Annahmen finden Sie auf unserer
Seite mit Hinweisen, welche für oder gegen eine
bevorstehende Währungsreform sprechen.
Wie wahrscheinlich ist also die Trennung Deutschlands vom Euro? Hierzu müssen
wir zunächst schauen, wie wahrscheinlich ein Zusammenbruch des Finanzsystems ist. Denn
erst hiernach wäre wären
eine tiefgreifende Reform des Euro mit einer erheblichen Geldmengenreduzierung
oder die Rückkehr zu nationalen Währungen mit einer erheblichen Geldmengenreduzierung
oder die Flucht in ein weltweites Geldsystem, in eine neue, US-Dollar, Euro, Yen, Pfund und Yuan einschließende
Währung (Lobbyisten hierfür: Banken, IWF respektive Weltbank und Vereinte Nationen) mit oder ohne Geldmengenreduzierung
unausweichlich. Die Geldmengenreduzierung kann auf zwei Wegen erfolgen: Entweder durch eine erhebliche Abwertung der
bestehenden Währung (Kaufkraftverlust) oder durch Einführung einer neuen Währung, die entweder ebenfalls fast wertlos ist oder bei deren
Einführung Vermögen eher der Bevölkerung, seltener der Banken umverteilt wird.
Die Chinesen (Link_1 aus 7-2011, Link_2 aus 8-2011
und Link_3 aus 8-2011) und die Bankseite
insbesondere die Weltbank [Noch ein Link]- wirbt seit längerem offen
für die Weltwährungs-Variante, weil nur diese sicherstellt, dass
sie über den IWF die weltweiten Geldströme und die Geldmengenregulierung unkontrolliert in der Hand haben, sie keine
Verluste erleiden und nicht zuletzt ihre weltweiten Geldtransfers einfach abgewickelt werden können. Doch wenn die Banken
als Krisenverursacher ohne Verluste davonkommen, wer zahlt dann?
Widmen wir uns zunächst der Auswertung der Indizien:
Diese zeigen, dass ein Zusammenbruch der Euro-Währung
langfristig nicht vermieden werden kann. Zwar mögen die Banken aus übertriebener Angst vor
Abschreibungen und einzelnen Insolvenzen das dritte 750 Mrd. Rettungspaket
ohne Not initiiert haben.
Doch steigen
die Schulden aller beteiligten Staaten unablässig weiter an, viele wären ohne Stützungskäufe von
Anleihen durch die EZB zahlungsunfähig (Griechenland, Spanien, Portugal, Irland). Zudem ist es unüblich,
Staatsschulden abzutragen. Läuft eine Staatsanleihe aus, wird sie durch eine neu aufgelegte
Staatsanleihe ersetzt. Hierbei gilt: Je besser das Rating eines Staates ist, desto geringer
ist die Zinslast und desto länger sind die vom Markt akzeptierten Laufzeiten. Und umgekehrt.
So lässt jede Bonitätsrückstufung die Staatsausgaben deutlich
steigen.
Doch
sind positive
Bewertungen durch Rating-Agenturen von zweifelhafter Qualität. Auch wurde bisher kein
frühzeitiges kontrolliertes Insolvenzverfahren für zahlungsunfähige Staaten mit einen Schuldenerlass durch die
Gläubigerbanken eingerichtet. Auch ohne die Kosten für die ersten drei Bankenrettungen
(offizielle Sprachregelung: Bankenrettung/ Griechenlandhilfe/ 750 Mrd. Rettungspaket)
hätten die Staaten fast unüberwindliche Schwierigkeiten, ihre Schulden abzubauen. Nun ist dies unmöglich.
Die jährlich neu zu refinanzierenden Staatsanleihen der PIIGS haben zu große
Volumina, um jemals nebenher Schulden tilgen zu können:
Spaniens Umschuldungsbedarf in 2010 ist 5x so hoch und die Schulden 4x so hoch wie diejenige Griechenlands.
Italiens Umschuldungsbedarf in 2010 ist 9x so hoch und die Schulden 6x so hoch wie diejenige Griechenlands.
Irlands Umschuldungsbedarf in 2010 ist 16x so hoch und die Schulden 3x so hoch wie diejenige Griechenlands.
Es wird zunehmend unmöglich, diese Anleihen am freien Finanzmarkt zu handeln und zu refinanzieren. Für
eine begrenzte Zeitspanne kann die EZB als Käufer einspringen. Doch schon nach wenigen Wochen hatte sie 43 Mrd.
Euro hierfür ausgegeben und nähert sich dem Ende ihrer Möglichkeiten. Danach wird noch
das 750 Mrd. Rettungspaket aufgebraucht. Und dann wäre eigentlich Schluss, wenn nicht Deutschland nochmals aufstockt.
Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Refinanzierungskosten wie oben erwähnt durch Bonitätsrückstufungen
kontinuierlich erhöhen, also die Zinslast also immer höher wird und damit auch ohne neue
Schulden der Schuldenstand steigt. Andere Staaten werden dann kaum noch in der Lage sein, Hilfskredite zu vergeben.
Lediglich die EZB druckt primär auf Betreiben Frankreichs und der hochverschuldeten Staaten
weiter nach Bedarf Geld - mit
entsprechenden Auswirkungen auf die Härte des Euro, die Größe der Kreditblase, die europäische
Inflationsrate und die Schwere des finalen Crash.
Banken ist es gestattet, Staatsanleihen
ab Ranking AA- aufwärts in unbegrenzter Höhe zu halten, ohne
für diese Einlagen Eigenkapital gegenhalten zu müssen. Nur so ist es möglich, dass sich Banken bis über
beide Ohren mit PIIGS-Staatspapiere eindecken, ohne dem Engagement auf der anderen Seite eine Sicherheit
gegenzurechnen. Dennoch sind deren Bilanzen auf dem Papier sauber, ein Ausfallrisiko dieser Anlagen wird
nicht ausgewiesen. Darüber hinaus gelten diese Staatsanleihen zu einhundert Prozent als liquide Mittel,
so als wären sie Bargeld. Doch bereits im bisherigen Höhepunkt dieser Finanzkrise waren im Mai 2010 nur noch deutsche
und französische Staatsanleihen handelbar, also liquide. Gerät ein Staat der Eurozone in die Zahlungsunfähigkeit
und kann der deutsche Bürger mit seinem zunächst Steuer- und später Spargroschen diesem nicht mehr helfen, bricht
folglich das ganze, auf tönernen Füßen stehende Investmentbanken-System zusammen. Dies wäre entgegen der weitläufigen Annahme
ein Segen für die europäischen Bürger. Denn die Bankenlandschaft würde endlich
bereinigt, wenige verbleibende Geschäftsbanken würden den Zahlungsverkehr übernehmen
und jedes Euroland bekäme eine Währungsreform. Doch dazu wollen
es die Banken auf keinen Fall kommen lassen. Und da hier einmal mehr der Bock der Gärtner ist, werden sie zuvor die Regierungen
in die vom IWF, G20 und Weltbank forcierte Weltwährung lenken. Wiederum zum Schaden
der Bürger aller teilnehmenden Staaten.
Ein Austritt eines zahlungsunfähigen Landes aus der europäischen Einheitswährung
mit Anmeldung des Zahlungsausfalls der Schulden oder auch nur die Unmöglichkeit eines Landes,
seine fälligen alten Schulden wegen gesunkener Bonität am Kapitalmarkt neu zu refinanzieren,
könnte eine Kettenreaktion von Staatspleiten und Bankzusammenbrüchen auslösen, wenn Deutschlands
Überschuldung keine weitere Hilfen erlaubt. Die in einer solchen Situation entstehenden Abschreibungen der Kreditausfälle durch Umschuldung
würden einige Investmentbanken mit ihrer nur 2 Prozent betragenden
Eigenkapitaldecke und den zusätzlichen nicht ausgewiesenen Risiken (s.o.)
überfordern und die Insolvenz weiterer schwacher Staaten nach sich ziehen. Damit
genau dies nicht passiert, werden insolvente Staaten zum Nachteil ihrer Bürger mit allen
Mitteln im Euro-Verbund gehalten. Obwohl dieser Weg den finalen Crash nicht verhindert,
sondern nur
hinauszögert
und damit für die Steuerzahler teurer macht.
Wenn ein Baum am Kippen ist, kann ihn nichts mehr aufhalten. Doch der Zeitpunkt ist offen, solange
die Politik noch Möglichkeiten der Einflussnahme findet.
Es kann morgen geschehen, wenn die Politik von Entwicklungen an den Märkten
überrascht wird. Oder
in zehn Jahren, wenn der Moment der Zahlungsunfähigkeit durch das Drucken
von Geld durch die EZB und den Zentralbanken sowie durch weitere Hilfskredite
Deutschlands erfolgreich hinausgezögert wird.
Der Auslöser
für einen überraschenden Zusammenbruch des Investmentbanken-Systems
kann eine insolvente systemrelevante Bank sein, deren Schulden zu
hoch sind, um durch Steuergelder zahlungsfähiger Staaten ausgeglichen
werden zu können. Das Wirtschaftssystem mit den Zahlungsströmen dagegen
wird nur vorübergehend gestört sein. Eine konkursgehende Investmentbank stellt
auch nicht sofort sämtliche Aktivitäten ein. Die Abwicklung dauert jeweils
seine Zeit, ein Konkursverwalter übernimmt die Geschäftsführung und Kunden
können auf verbliebene Geschäftsbanken ausweichen. Kundeneinlagen gehen
hierbei jedoch weitgehend verloren, wenn sie nicht vom Staat explizit garantiert werden.
Denn die sehr schwach kapitalisierten Einlagensicherungsfonds werden sehr
schnell ausgeschöpft sein. Die deutsche Bundesregierung wäre in dem Fall wahrscheinlich
Willens und in der Lage, seine - und nur seine - kränkelnden Investmentbanken
finanziell zu stützen. Viele andere Euroländer wären hierzu nicht in der Lage.
Und Deutschland signalsiert schon heute, dass es sich außerstande sieht,
europaweit Banken zu retten. Vermutlich wird das aktuell beschlossene
Rettungspaket als letzte Gabe an die Pleitestaaten zur - nicht ausreichenden -
Rekapitalisierung derer Investmentbanken verwendet.
Als Auslöser der in
vielen Euroländern unausweichlich bevorstehenden Investmentbanken-Konkursen
kommen verschiedene Ereignisse in Betracht: Der seit Mai 2010 langsam
zusammenbrechende Markt für US-Gewerbeimmobilien,
noch nicht ausgebuchte Verbriefungen von notleidenden US-Privathypotheken, Belastungen aus dem
zusammengebrochenen spanischen und portugiesischen Immobilienmarkt, Belastungen
durch den zusätzlichen Kreditbedarf nahezu insolventer Euroländer,
zur Erhöhung der Zinslast führende Rückstufungen im Rating, ein
institutioneller Bank-Run wie gerade in Frankreich oder ein Bank-Run primär
durch Privatkunden wie gerade in Griechenland und Italien etc..
Schon eines dieser Ereignisse kann die dünne Eigenkapitaldecke der
Investmentbanken im Handumdrehen aufbrauchen und diese unterkapitalisieren.
Das Eintreffen eines oder mehrerer Ereignisse ist angesichts der weltweit
laxen Eigenkapitalregeln für Geschäfts- und Investmentbanken jederzeit
möglich.
Zudem werden deren Bilanzen häufig durch Auslagerung von Risikoanlagen in
Briefkastenfirmen außerhalb des
Zuständigkeitsbereichs der Kontrollorgane geschönt. Die Bank
haftet jedoch weiter, die Verbindlichkeiten aus diesen Anlagen tauchen nur
in der Bilanz nicht mehr auf.
Weniger sicher ist, in wieweit die deutsche Bundesregierung eine Ersatzwährung vorbereitet
hat. Nach Recherchen des Fachjournalisten Udo Ulfkotte (siehe Beitrag vom 20.6.2010) werden parallel
Vorbereitungen sowohl für einen Euro 2 als auch eine D-Mark 2 getroffen. Die Annahme einer
neuen Euro-Währung im kleineren Verbund wird derzeit nicht kolportiert. Gleichgültig, ob es Vorbereitungen gibt
oder nicht - die mir bekannten Hinweise verdichten sich in eine andere Richtung: Es läuft auf einen
Währungszusammenschluss
von Deutschland, Groß-Britannien, Frankreich, möglicherweise Russland, Japan und die USA hinaus.
Der IWF - gewissermaßen die Weltbank - wirbt mit den Vereinten Nationen und einigen Bankenführern
schon lange für diesen Schritt, aber nur
langsam kommt er in Deutschland in die Diskussion. Auf dem 2009er G8-Gipfeltreffen in Aquila wurde von
Russlands Präsidenten Medwedew der Entwurf
einer Münze für eine Weltwährung vorgestellt. Die Einführung einer Weltwährung
bedeutete das Ende der wirtschaftlichen Freiheit
der betroffenen Bürger, weil nahezu alle Transaktionen über eine Chipkarte
abgewickelt würden. Diese Währung bestünde also weitgehend nur noch virtuell.
Zudem würden weder bestehende Schulden nennenswert reduziert noch die enorm
aufgeblasene Geldmenge, weil diese Schritte Investmentbanken gefährden.
Ende 2010 wurde im Rahmen eines G20-Gipfeltreffens zum zweiten Mal über diese
Thematik gesprochen - und hinterher nichts verlautbart. Tatsächlich wurde
eine Arbeitsgruppe gebildet unter deutsch-mexikanischer Führung, welche die
Möglichkeiten und Verfahrensweisen ausloten sollte. Diese hat auf dem G20-Gipfel
im September 2011 seinen Abschlußbericht vorgestellt.
Dem IWF und der Weltbank
geht es also im Verein mit den Banken um die vollständige alleinige finanzielle
Kontrolle der teilnehmenden Staaten (siehe Meldung vom 05.07.2010).
Diese Organisation würde vermutlich als eine Art 'FED'
der Weltwährung fernab von Kontrollmöglichkeiten der Regierungen unangreifbar
und unbeeinflussbar. Dies ist ein Albtraum-Szenario, welches möglicherweise
über den Umweg lokaler Übergangswährungen unsere künftige Realität sein wird. Wenn also die politische Elite die Einigung auf eine Weltwährung als Verrechnungseinheit parallel zur aktuell bestehenden Währung verkündet, wäre es für den Bürger höchste Zeit, sich politisch dagegen zu wehren. Trau, schau, wem.
HINWEISE AUF EINE FERTIG GEDRUCKTE DM 2:
Einige vage, aber relevante Hinweise auf eine fertig gedruckte und einsatzbereite neue D-Mark lieferten indirekt
das 'ZDF Heute-Journal' am 22.5.2010, eine russische Quelle am 28.06.2010 und der Sender Phönix mit
einem vorgeblichen Zitat Angela Merkels am 17.06.2010. Nach einer ver.di-Meldung vom 22.7.2010 fürchten
Mitarbeiter deutscher Druckereien mangels Aufträge Entlassungen. Dies könnte ein Indiz sein, dass ein
erster Druckauftrag für eine D-Mark 2 abgeschlossen war und und der Druck von Euronoten zurückgehalten
respektive verzögert wird. Während der Zeit des Festhaltens am Euro notwendige
Euro-Nachdruckaufträge vergibt die Bundesbank zudem nun erstmals an Druckereien in europäischen Nachbarstaaten.
Möglicherweise ist ein stetes Umrüsten der Druckmaschinen aufwendig.
HINWEISE GEGEN EINE FERTIG GEDRUCKTE DM 2:
Die ver.di-Meldung vom 22.7.2010 könnte auch beinhalten, dass bisher noch kein Druckauftrag für Noten einer neuen
Währung vergeben und abgearbeitet wurde. Auch weisen einzelne Äußerungen Merkels darauf hin, dass
keine Entscheidung zugunsten einer neuen
Währung gefallen ist (siehe Anmerkung vom 10.06.2010). Zudem ließe sich eine derartige Vorbereitung
in deren Endstadium kaum längere Zeit verheimlichen. Jedoch könnte ein vorgebliche
Festhalten Merkels am Euro dem Ruhighalten der Massen geschuldet sein.
Meldungen auf konkrete Software-Umstellungen zur Verarbeitung der D-Mark in Banken und
Handel auf Webseiten, deren Betreiber Eigeninteressen verfolgen wie beispielsweise das Anbieten
von Vorträgen und Seminaren wie hartgeld[dot]com oder dem Handel mit Edelmetallen, sind bisher nicht durch
zusätzliche glaubwürdige Quellen belegt worden.
Menschen mit abweichenden Annahmen werden dort regelmäßig auf verächtliche Weise beschimpft,
was derartigen 'Ufo'-Seiten jede Reputation nimmt. Die Beiträgen in Artikeln und Leserfeedbacks sind
in der Sache oft oberflächlich, im Ton borniert, im Ausdruck menschenverachtend und überheblich. Wer so
argumentiert, zeigt, dass bei ihm der Wille zur Manipulation im Vordergrund steht, nicht jedoch die
nüchterne Betrachtung einer Sache.
Als zunehmend dominierender Ausweg aus der Schuldenkrise bietet sich also der vom
IWF,
Bankenvertretern, Ökonomen
und Vereinte Nationen massiv unterstützte Weg in eine Weltwährung als Grundlage für eine
später nachfolgenden Weltregierung an. Niemand sollte jedoch ernstlich annehmen, dass eine Weltregierung für den einzelnen Bürger
positiver wäre als die Europäische Zentralverwaltung. Alle
untergeordneten Regierungen stünden dann unter der zentralisierten Kontrolle weniger, nicht rechenschaftspflichtiger Hände. Dieses
Vorantreiben einer Gruppe nichtgewählter Zentralbanker in Richtung IWF-Weltwährung hat das Ziel, sich widerrechtlich und von
den Völkern unkontrolliert staatliche Souveränitäten anzueignen, indem die Finanzpolitik der Staaten durch Banker gelenkt und die
Finanzinstitutionen aller Länder reguliert und kontrolliert werden. Der Bock würde zum Gärtner im Glauben,
hierbei Gottes Werk
zu verrichten, so wie es der Chef der US-Großbank Goldman Sachs Lloyd
Blankfein selbst ausdrückte.
Im März 2009 haben
die Staats- und Regierungschefs auf dem G20-Gipfel in London die Grundlage für diese Entwicklung hin zur Weltwährung geschaffen.
Ein IWF-Strategiepapier Namens "Reserve
Accumulation and International Monetay Stability" vom 13. April 2010 zeigt
neben den oben genannten Zielen deutlich anzunehmende Widerstände in
den Bevölkerungen auf und Möglichkeiten,
diesen zu begegnen. Der Kern der Strategie scheint
zu sein, wesentliche einleitende Beschlüsse auf freiwilliger Basis mit oberflächlicher Information der Öffentlichkeit zu treffen,
so dass ein Widerstand der spät realisierenden Masse die Umwälzungen nicht ernsthaft gefährden kann. So geht der IWF schon im
Vornherein davon aus, dass eine Weltwährung oder gar Weltregierung nur gegen den Willen der Bürger der betroffenen Länder
möglich ist.
Vor fünfzig Jahren schuf der Internationale Währungsfonds (IWF)
Sonderziehungsrechte (SDR). Nach Aufhebung der Golddeckung des US-Dollar sollten
die SDRs an die Stelle des Goldes zur Währungsdeckung treten, ruhten jedoch, ohne je aktiviert worden zu sein. Doch jetzt notierten die G20
im März 2009 unter Punkt 19 des gemeinsamen Kommuniqués als ersten gemeinsamen Schritt, dass man einen generellen
SDR-Etat unterstützt, durch welchen der Weltwirtschaft zweihundertfünfzig Mrd. US-Dollar zugeführt werden, welche die
weltweite Liquidität erhöht. Damit ist der IWF erstmals in der Lage, außerhalb jeder Kontrolle durch staatliche Organisationen
Geld in die monetären Kreisläufe einzuschleusen, es gleichsam zu schaffen und eine weltweite quantitative Lockerung
der Geldmengenbegrenzung zu betreiben. Das Ziel ist nicht die Aufrechterhaltung monetärer Kreisläufe in Krisenzeiten,
sondern primär Macht und Kontrolle über lokale Regierungen. Die Weltwährung - nach dem Begründer des Keynesianismus
John Maynard Keynes "Bancor" genannt - würde übrigens auf den ungedeckten SDRs basieren. Aktuelle Verlautbarungen des IWF, die
Weltwährung würde goldgedeckt sein, sind als Beruhigungspillen für das Wahlvolk anzusehen. Das Volumen dieser Währung wäre schon allein
durch die weltweiten Geldströme der Bankenspekulationen so hoch, dass alle Goldvorräte der Welt nicht annähernd zur Deckung ausreichen würden.
Je später ein finaler Crash kommt, je erfolgreicher die Politik diesen hinauszuzögern versteht, je länger
diese das Volk in Unwissenheit ob der Zusammenhänge halten kann, desto
negativer werden seine Auswirkungen für den einzelnen Bürger sein und desto teurer wird seine Behebung gleichgültig, ob eine Reform
des Euro, eine neue D-Mark oder die IWF-Einheitswährung folgt. Mit jedem weiteren Monat Verzögerung vergrößert sich die Staatsschulden
und steigt die Wahrscheinlichkeit der Einführung einer Weltwährung. Die Zeit arbeitet für die Banken.
So steigt die Schärfe eines sogenannte "Haircut" an - das ist der Betrag, um den Sparer durch Umtauschverluste auf
eine neue Währung erleichtert werden. Hierbei ist nur ein weniger günstigerer oder sehr schlechter Umtauschkurs in die neue Währung
denkbar, nicht jedoch unterschiedliche Umtauschkurse für Schulden, Barvermögen, Sparbücher und Immobilien etc..
Diese unterschiedlichen Umtauschkurse sind nach Auffassung von Staatsrechtlern nur möglich bei einer Währungsreform
des Geldes eines Staates - hier träten wir jedoch aus einer gemeinsamen Währung vieler Staaten aus oder in eine neue ein.
Die an den Fäden der Banken hängende Politiker-Elite ist auf
kurzfristigen Machterhalt bedacht und
nicht mutig oder motiviert genug, strategisch und im Sinne ihrer Bürger in die Zukunft zu planen, so wie es für eine
Währungsreform in eine neue D-Mark unter Verlust von Spareinlagen erforderlich wäre. Oder aber sie ist mutig und motiviert
genug zu dieser Planung für ein Not-Szenario, gestehen jedoch den Bürgern ihre wahres Ziel einer IWF-Weltwährung nicht ein.
So wird ohne die akute Gefahr kollabierender Märkte nicht gehandelt.
Folglich würde im Krisenfall zunächst vermutlich
eine Notwährung überhastet eingeführt
werden (Hier geht es zu einem
Dementi der Bundesregierung).
Der harte Euro-Austritt: In diesem Fall - wenn also keine
Ersatzwährung bereitsteht - würde
die erste Zeit nach einem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems
für alle Bürger in vielerlei Hinsicht hart. Der gesamte
Zahlungsverkehr könnte für einige Tage zum Stillstand
kommen mit entsprechenden Folgen für die Versorgungslage der Bevölkerung
und die Preisentwicklung.
Wenn die Bundesregierung nicht vorbereitet ist, wäre Zeit von wenigstens sechs
Monaten mit einer Notwährung zu überbrücken - sofern unsere
Regierung noch
handlungsfähig ist und sich nicht in Streitereien und fehlenden Mehrheiten
zerrüttet. Nur wenn sie nicht handlungsfähig ist, drohen großen
Bevölkerungsteilen Verlust des Arbeitsplatzes, Verarmung, Hunger
und Not, das Betteln würde für die meisten zum Alltag gehören.
Nur wenige Bevölkerungsgruppen würden von den
Umwälzungen unberührt sein. Es gäbe die Masse der
arbeitslosen Hungernden und die kleinere Gruppe derjenigen,
die noch Einkünfte haben. Der Staat könnte Unterstützungszahlungen
an Bedürftige nicht mehr leisten. Man kann sich unschwer vorstellen,
dass lokale Unruhen damit einhergehen
könnten. Dieser Verlauf würde früher oder später entweder
in einem Austritt aus der europäischen Währungsunion oder
in eine IWF-Einheitswährung münden. Je später diese dann käme, desto größer
wäre die Not und die Wahrscheinlichkeit, dass das ganze Konstrukt der EU zerbricht. Der eigentliche Austritt Deutschlands
ist übrigens nach dem Maastricht-Urteil nach Aussage Dr. Nöllings mit einem einfachen Gesetz möglich. Die politische Elite könnte,
wenn die Banken wollten. Aber das wäre gegen ihre Interessen auf Machtausbau und Kontrolle der Staaten.
Der sanfte Euro-Austritt: Deutlich wahrscheinlicher jedoch ist, dass die amtierende Regierung
Handlungsfähigkeit beweist und schnell alle notwendigen Beschlüsse fasst,
um über eine Notwährung zur lokalen Währung Deutsche Mark
zurück zu kehren.
Der Zahlungsverkehr wäre nur kurzzeitig gestört und das obige Szenario würde
für Deutschland weitgehend ausbleiben. Zwar würde auch hier die Arbeitslosigkeit
etwas zulegen. Das ließe sich jedoch auch mit Weltwährung und Euro nicht
vermeiden. Wenn soviele Bürger weltweit die Schulden ihrer staaten ausgleichen
müssen, bleibt eben deutlich weniger für den Konsum. Eine kleine Währungsunion der wirtschaftlich stärkeren Staaten erscheint mir
angesichts des Trends zur Nationalisierung unwahrscheinlich. Deutschland und
Frankreich sind Dank des aggressiven Egomanen Sarkozy wie Katz und Hund. Und
kein Bürger hat noch Lust auf irgendwelche Währungs-Experimente.
Es wäre zu hoffen, dass eine neue oder reformierte Währung wenigstens zu
50 Prozent durch Edelmetalle gedeckt sein würde.
Unterließe man diese Deckung respektive eine Kopplung an Gold oder auch an einen Rohstoff, stünde selbst der neuen Währung
eine schnelle Geldentwertung ins Haus. Dieses Szenario ist sehr wahrscheinlich,
weil der amerikanisch gesteuerte IWF (Internationaler Währungsfonds) seinen Mitgliedsstaaten
verbietet,
ihre Währungen an Gold zu koppeln. Dieses Verbot soll den Wettbewerb beflügeln, beflügelt jedoch
auch eine kontinuierlich zunehmende Verschuldung. Regierungen wollen also keine goldgedeckte Währung, weil man deren
Geldmenge nicht nach Belieben erhöhen kann. Und so bekämpfen sie wie
beispielsweise heute in den USA
oder in den dreißiger Jahren im Raum
Woergl (Österreich) jeden Versuch der Bürger, über tauschbare Ersatzwährungen ihre Versorgung zu sichern.
Die Umstellungsbedingungen eines Übergangs sind nicht vorhersagbar, weil die Politik
diese willkürlich festlegt. Auch können die Zeiträume bis zu einem möglichen Zusammenbruch des Euro-Zahlungssystems
weitaus größer sein, als die Pessimisten annehmen. Auch an der Börse verliert man,
wenn man zwar richtig liegt, aber den Zeitfaktor unterschätzt.
Einer aber verliert immer: Der mediengläubige und folglich desinformierte Wahl-Bürger. Er glaubt bis
über das bittere Ende einer Entwicklung hinaus an die Integrität
und Unabhängigkeit politischer Entscheidungsträger. Trotz zweier
Staats-Insolvenzen in (1932 und 1939) und vier
Währungsreformen (1871, 1923, 1948 und 1999) in Deutschland.
Er ist es aber auch, der dem Land seine innere Stabilität
verleiht. Denn je kritischer ein Volk das interessengruppenbezogene Handeln
seiner politischen Elite verfolgt, desto
mehr Proteste gibt es, ohne dass diese auf das Handeln der Politiker Einfluss
hätten (siehe Griechland). Denn Politiker sind in ihren
Interessenvertretungs-Organisationen (Parteien) in ein System gegenseitiger Kontrolle eingebunden, aus dem auszubrechen
ohne Verlust des Amtes unmöglich ist. Selbst wenn ein solcher seinem Amtseid folgend nunmehr dem deutschen Volk
dienen wollte, könnte er dies nicht durchsetzen. Insofern unterscheiden sich politische Strukturen kaum von
den mafiösen Strukturen krimineller Organisationen.
Doch warum protestiert das Volk nicht? Warum wehrt es sich nicht zu Zeiten, in denen noch etwas auszurichten ist? Vielleicht
gibt Ralph Waldo Emerson uns die Antwort - der große US-amerikanische Philosoph des 19. Jahrhunderts. Hiernach sind die
meisten Menschen keine Weisen und gehen einfach davon aus, dass die da oben wie sie selbst sind und es schon richten werden:
"Der Weise zeigt seine Weisheit im Trennen und Abstufen, und seine Skala der Geschöpfe und Werte ist so umfangreich wie
die Natur selbst. Die Narren kennen keine umfangreiche Skala, sondern sie nehmen an, dass jeder Mensch wie der andere ist. Was
[...] nicht abscheulich ist, nennen sie das Beste."