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Wirtschaft

Resümee: Wie wahrscheinlich ist ein System-Crash mit Währungsreform in Deutschland?

Auswertung von Indizien aus Politik und Medien zur Wahrscheinlichkeit eines Systemcrash (Bewertung der Beiträge von 2007 bis 2014).

Vorab: Die Quellen zu den hier zusammengefassten Informationen finden Sie in den Beiträgen (siehe auch Menüspalte links).



Was könnte passieren?

Die Schulden im europäischen Währungssystem steigen seit 2008 exponentiell. Beispielsweise hat Spanien in den letzten fünf Jahren seinen Schuldenstand verdoppelt. Gerade die Bankenstützungen - von Rettungen kann hier nicht die Rede sein - erfordern stets die Beschaffung zusätzlicher Geldmittel. Diese werden jedoch von Investoren wie Anlagefonds etc. immer weniger zur Verfügung gestellt. Ein Kollaps der Eurozone ist wahrscheinlich. Und so trauen sich immer weniger Geldgeber, im Euro zu investieren, Banken leihen sich untereinander im Interbankenhandel kaum noch Geld. Zugleich läuft schon seit 2010 ein sich beschleunigender Kapitalabzug von Bankkunden aus ihren Banken. Dies verringert deren ohnehin schwache Eigenkapitalbasis zusätzlich, so dass diese nicht nur unter ihren Fehlentscheidungen im Investment-Banking leiden. Die Folge: Eigentlich sind wenigstens viele der spanischen, einige italienische und wohl fast alle griechischen Banken bereits bankrott. Weil die EZB im Verbund mit den lokalen Zentralbanken diese immer wieder zwangsernährt und keine übergeordnete Institution die Einhaltung von Eigenkapitalvorschriften kontrolliert, können sie jedoch nicht sterben.

Doch der finanzielle Stützungsaufwand hierfür steigt wie die Schuldensalden exponentiell. Aus der Warte unseres Lebensalltags heraus gesehen verläuft der Zusammenbruch in Zeitlupe. Das ist der Grund, warum viele Menschen, die sich ausschließlich über ARD und ZDF informieren, bis heute keine Vorstellung vom Grad des Zerfalls dieser Währung haben.

Diese Entwicklung kann nur in einem Reset des Währungssystems enden. Dieses könnte bestehen in

  • einer tiefgreifende Reform des Euro mit einer erheblichen Geldmengenreduzierung
  • oder in der Rückkehr zu nationalen Währungen mit einer erheblichen Geldmengenreduzierung
  • oder in der Flucht in ein viele Länder umfassendes Währungssystem, das den US-Dollar, Euro, Yen, Pfund und Yuan ersetzt (Lobbyisten hierfür sind Banken, IWF respektive Weltbank und die Vereinten Nationen) - mit oder ohne Geldmengenreduzierung

Das Ausbilden einer starken EU-Diktatur oder unwahrscheinlicher EU-Demokratie würde dagegen nichts an der bestehenden Verschuldungsproblematik verändern. Kein politisches System wird jemals in der Lage sein, alleine die bereits heute im Euroraum bestehenden Schulden auch nur teilweise zurückzuzahlen.

Um in einem Schuldgeldsystem wieder einige Jahrzehnte Zeit zu gewinnen, bevor man wieder an denselben Punkt kommt, müsste die Geldmenge erheblich reduziert werden. Denn mit jedem Kredit gleich welcher Art wird die Geldmenge erweitert. Die kreditgebende Bank beschafft sich nicht das Geld, sie schöpft es neu, schüttelt es gewissermaßen aus dem Ärmel. Diese Geldmengenreduzierung kann auf zwei Wegen erfolgen: Entweder durch eine erhebliche Abwertung der bestehenden Währung (Kaufkraftverlust) oder durch Einführung einer neuen Währung, die entweder ebenfalls fast wertlos ist oder bei deren Einführung Vermögen eher der Bevölkerung, seltener der Banken vernichtet wird. Die Chinesen (Link_1 aus 7-2011, Link_2 aus 8-2011 und Link_3 aus 8-2011) und die Bankseite insbesondere die Weltbank [Noch ein Link]- wirbt seit längerem offen für die Weltwährungs-Variante, weil nur diese sicherstellt, dass sie über den IWF die weltweiten Geldströme und die Geldmengenregulierung ohne Kontrolle durch demokratisch legitimierte Institutionen in der Hand haben, sie folglich keine Verluste erleiden und nicht zuletzt ihre weltweiten Geldtransfers einfach abgewickelt werden können. Doch wenn die Banken als Krisenverursacher ohne Verluste davonkommen, wer zahlt dann?

Widmen wir uns zunächst der Auswertung der Indizien:

  1. Diese zeigen, dass ein Zusammenbruch der Euro-Währung nicht vermieden werden kann. Die Schulden aller Euroländer steigen unablässig weiter an, viele wären ohne Stützungskäufe von Anleihen durch die EZB zahlungsunfähig (Griechenland, Spanien, Portugal, Irland). Ebenso viele Banken. Zudem ist es unüblich, Staatsschulden abzutragen. Läuft eine Staatsanleihe aus, wird sie durch eine neu aufgelegte Staatsanleihe ersetzt. Hierbei gilt: Je besser das Rating eines Staates ist, desto geringer ist die Zinslast und desto länger sind die vom Markt akzeptierten Laufzeiten. Und umgekehrt. So lässt jede Bonitätsrückstufung die Staatsausgaben deutlich steigen.

    Doch sind positive Bewertungen durch Rating-Agenturen von zweifelhafter Qualität. Auch wurde bisher kein frühzeitiges kontrolliertes Insolvenzverfahren für zahlungsunfähige Staaten mit einen Schuldenerlass durch die Gläubigerbanken eingerichtet. Auch ohne die Kosten für die ersten drei Bankenrettungen (offizielle Sprachregelung: Bankenrettung/ Griechenlandhilfe/ 750 Mrd. Rettungspaket) hätten die Staaten fast unüberwindliche Schwierigkeiten, ihre Schulden abzubauen. Nun ist dies unmöglich.

  2. Die jährlich neu zu refinanzierenden Staatsanleihen der PIIGS haben zu große Volumina, um jemals nebenher Schulden tilgen zu können:

    • Spaniens Umschuldungsbedarf war bereits in 2010 ist 5x so hoch und die Schulden 4x so hoch wie diejenige Griechenlands.
    • Italiens Umschuldungsbedarf war bereits in 2010 ist 9x so hoch und die Schulden 6x so hoch wie diejenige Griechenlands.
    • Irlands Umschuldungsbedarf war bereits in 2010 ist 16x so hoch und die Schulden 3x so hoch wie diejenige Griechenlands.

    Es wird zunehmend unmöglich, diese Anleihen am freien Finanzmarkt zu handeln und zu refinanzieren. Für eine begrenzte Zeitspanne kann die EZB als Käufer einspringen. Inzwischen hat sie Hunderte Milliarden, wenn nicht Billionen Euro hierfür aufgewendet und nähert sich dem Ende ihrer Möglichkeiten. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Refinanzierungskosten der EU-Staaten wie oben erwähnt durch Bonitätsrückstufungen kontinuierlich erhöhen, also die Zinslast also immer höher wird und damit auch ohne neue Schulden der Schuldenstand steigt. Andere Staaten werden dann kaum noch in der Lage sein, Hilfskredite zu vergeben. Lediglich die EZB druckt primär auf Betreiben Frankreichs und der hochverschuldeten Staaten weiter nach Bedarf Geld - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Härte des Euro, die Größe der Kreditblase, die europäische Inflationsrate und die Schwere des finalen Crash.

  3. Banken ist es gestattet, Staatsanleihen ab Ranking AA- aufwärts in unbegrenzter Höhe zu halten, ohne für diese Einlagen Eigenkapital gegenhalten zu müssen. Nur so ist es möglich, dass sich Banken bis über beide Ohren mit PIIGS-Staatspapiere eindecken, ohne dem Engagement auf der anderen Seite eine Sicherheit gegenzurechnen. Dennoch sind deren Bilanzen auf dem Papier sauber, ein Ausfallrisiko dieser Anlagen wird nicht ausgewiesen. Darüber hinaus gelten diese Staatsanleihen zu einhundert Prozent als liquide Mittel, so als wären sie Bargeld. Doch bereits im bisherigen Höhepunkt dieser Finanzkrise waren im Mai 2010 nur noch deutsche und französische Staatsanleihen handelbar, also liquide. Gerät ein Staat der Eurozone in die Zahlungsunfähigkeit und kann der deutsche Bürger mit seinem zunächst Steuer- und später Spargroschen diesem nicht mehr helfen, bricht folglich das ganze, auf tönernen Füßen stehende Investmentbanken-System zusammen. Dies wäre entgegen der weitläufigen Annahme ein Segen für die europäischen Bürger. Denn die Bankenlandschaft würde endlich bereinigt, wenige verbleibende Geschäftsbanken würden den Zahlungsverkehr übernehmen und jedes Euroland bekäme eine Währungsreform. Doch dazu wollen es die Banken auf keinen Fall kommen lassen. Und da hier einmal mehr der Bock der Gärtner ist, versuchen IWF, Weltbank und G20, die Nationen in eine von ihnen seit langem forcierte Weltwährung zu lenken. Wiederum zum Schaden der Bürger aller teilnehmenden Staaten.

  4. Ein Austritt eines zahlungsunfähigen Landes aus der europäischen Einheitswährung mit Anmeldung des Zahlungsausfalls der Schulden oder auch nur die Unmöglichkeit eines Landes, seine fälligen alten Schulden wegen gesunkener Bonität am Kapitalmarkt neu zu refinanzieren, könnte eine Kettenreaktion von Staatspleiten und Bankzusammenbrüchen auslösen, wenn Deutschlands Überschuldung keine weitere Hilfen erlaubt. Die in einer solchen Situation entstehenden Abschreibungen der Kreditausfälle durch Umschuldung würden einige Investmentbanken mit ihrer nur 2 Prozent betragenden Eigenkapitaldecke und den zusätzlichen nicht ausgewiesenen Risiken (s.o.) überfordern und die Insolvenz weiterer schwacher Staaten nach sich ziehen. Damit genau dies nicht passiert, werden insolvente Staaten zum Nachteil ihrer Bürger mit allen Mitteln im Euro-Verbund gehalten. Obwohl dieser Weg den finalen Crash nicht verhindert, sondern nur hinauszögert und damit für die Steuerzahler teurer macht.

  5. Wenn ein Baum am Kippen ist, kann ihn nichts mehr aufhalten. Doch der Zeitpunkt des Aufpralls ist offen, solange Politik und Bankseite noch Möglichkeiten der Einflussnahme findet. Es kann morgen geschehen, wenn die Politik von Entwicklungen an den Märkten überrascht wird. Oder in zehn Jahren, wenn der Moment der Zahlungsunfähigkeit durch das Drucken von Geld durch die EZB und den Zentralbanken sowie durch weitere Hilfskredite Deutschlands erfolgreich hinausgezögert wird.

    Der Auslöser für einen überraschenden Zusammenbruch des Investmentbanken-Systems kann eine insolvente systemrelevante Bank sein, deren Schulden zu hoch sind, um durch EZB und Rettungspaketen ausgeglichen werden zu können. Das Wirtschaftssystem mit den Zahlungsströmen dagegen wird nur vorübergehend gestört sein. Eine konkursgehende Investmentbank stellt auch nicht sofort sämtliche Aktivitäten ein. Die Abwicklung dauert jeweils seine Zeit, ein Konkursverwalter übernimmt die Geschäftsführung und Kunden können auf verbliebene Geschäftsbanken ausweichen. Kundeneinlagen gehen hierbei jedoch weitgehend verloren, wenn sie nicht vom Staat explizit garantiert werden. Denn die sehr schwach kapitalisierten Einlagensicherungsfonds werden sehr schnell ausgeschöpft sein. Die deutsche Bundesregierung wäre in dem Fall wahrscheinlich Willens und in der Lage, seine - und nur seine - kränkelnden Investmentbanken finanziell zu stützen. Viele andere Euroländer wären hierzu nicht in der Lage. Und Deutschland signalisiert schon heute, dass es sich außerstande sieht, europaweit Banken zu retten. Vermutlich wird das aktuell beschlossene Rettungspaket als letzte Gabe an die Pleitestaaten zur - nicht ausreichenden - Rekapitalisierung derer Investmentbanken verwendet.

    Als Auslöser der in vielen Euroländern unausweichlich bevorstehenden Investmentbanken-Konkursen kommen verschiedene Ereignisse in Betracht: Der seit Mai 2010 langsam zusammenbrechende Markt für US-Gewerbeimmobilien, noch nicht ausgebuchte Verbriefungen von notleidenden US-Privathypotheken, Belastungen aus dem zusammengebrochenen spanischen und portugiesischen Immobilienmarkt, Belastungen durch den zusätzlichen Kreditbedarf nahezu insolventer Euroländer, zur Erhöhung der Zinslast führende Rückstufungen im Rating, ein institutioneller Bank-Run wie gerade in Frankreich oder ein Bank-Run primär durch Privatkunden wie gerade in Griechenland und Italien etc.. Schon eines dieser Ereignisse kann die dünne Eigenkapitaldecke der Investmentbanken im Handumdrehen aufbrauchen und diese soweit unterkapitalisieren, dass selbst die EZB nichts mehr ausrichten kann. Das Eintreffen eines oder mehrerer Ereignisse ist angesichts der weltweit laxen Eigenkapitalregeln für Geschäfts- und Investmentbanken jederzeit möglich. Zudem werden deren Bilanzen häufig durch Auslagerung von Risikoanlagen in Briefkastenfirmen außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Kontrollorgane geschönt. Die Bank haftet jedoch weiter, die Verbindlichkeiten aus diesen Anlagen tauchen nur in der Bilanz nicht mehr auf.

  6. Weniger sicher ist, in wieweit die deutsche Bundesregierung eine Ersatzwährung vorbereitet hat. Nach Recherchen des Fachjournalisten Udo Ulfkotte (siehe Beitrag vom 20.6.2010) werden parallel Vorbereitungen sowohl für einen Euro 2 als auch eine D-Mark 2 getroffen. Die Annahme einer neuen Euro-Währung im kleineren Verbund wird derzeit nicht kolportiert. Gleichgültig, ob es Vorbereitungen gibt oder nicht - die mir bekannten Hinweise verdichten sich in eine andere Richtung: Es läuft auf einen Währungszusammenschluss von Deutschland, Groß-Britannien, Frankreich, möglicherweise Russland, Japan und die USA hinaus.

    Der IWF - gewissermaßen die Weltbank - wirbt mit den Vereinten Nationen und einigen Bankenführern schon lange für diesen Schritt, aber nur langsam kommt er in Deutschland in die Diskussion. Auf dem 2009er G8-Gipfeltreffen in Aquila wurde von Russlands Präsidenten Medwedew der Entwurf einer Münze für eine Weltwährung vorgestellt. Die Einführung einer Weltwährung bedeutete das Ende der wirtschaftlichen Freiheit der betroffenen Bürger, weil nahezu alle Transaktionen über eine Chipkarte abgewickelt würden. Diese Währung bestünde also weitgehend nur noch virtuell. Zudem würden weder bestehende Schulden nennenswert reduziert noch die enorm aufgeblasene Geldmenge, weil diese Schritte Investmentbanken gefährden. Ende 2010 wurde im Rahmen eines G20-Gipfeltreffens zum zweiten Mal über diese Thematik gesprochen - und hinterher nichts verlautbart. Tatsächlich wurde eine Arbeitsgruppe gebildet unter deutsch-mexikanischer Führung, welche die Möglichkeiten und Verfahrensweisen ausloten sollte. Diese hat auf dem G20-Gipfel im September 2011 seinen Abschlußbericht vorgestellt [O-Ton Merkel Nov. 2011: "Die Arbeiten am gemeinsamen Weltwährungssystem sind unter der französischen Präsidentschaft deutlich vorangekommen"].

    Dem IWF und der Weltbank geht es also im Verein mit den Banken um die vollständige alleinige finanzielle Kontrolle der teilnehmenden Staaten (siehe Meldung vom 05.07.2010). Diese Organisation würde vermutlich als eine Art 'FED' der Weltwährung fernab von Kontrollmöglichkeiten der Regierungen unangreifbar und unbeeinflussbar. Dies ist ein Albtraum-Szenario, welches möglicherweise über den Umweg lokaler Übergangswährungen unsere künftige Realität sein wird. Wenn also die politische Elite die Einigung auf eine Weltwährung als Verrechnungseinheit parallel zur aktuell bestehenden Währung verkündet, wäre es für den Bürger höchste Zeit, sich politisch dagegen zu wehren. Trau, schau, wem.

    HINWEISE AUF EINE FERTIG GEDRUCKTE DM 2:
    Einige vage, aber relevante Hinweise auf eine fertig gedruckte und einsatzbereite neue D-Mark lieferten indirekt das 'ZDF Heute-Journal' am 22.5.2010, eine russische Quelle am 28.06.2010 und der Sender Phönix mit einem vorgeblichen Zitat Angela Merkels am 17.06.2010. Nach einer ver.di-Meldung vom 22.7.2010 fürchten Mitarbeiter deutscher Druckereien mangels Aufträge Entlassungen. Dies könnte ein Indiz sein, dass ein erster Druckauftrag für eine D-Mark 2 abgeschlossen war und der Druck von Euronoten zurückgehalten respektive verzögert wird. Während der Zeit des Festhaltens am Euro notwendige Euro-Nachdruckaufträge vergibt die Bundesbank zudem nun erstmals an Druckereien in europäischen Nachbarstaaten. Möglicherweise ist ein stetes Umrüsten der Druckmaschinen aufwendig.

    HINWEISE GEGEN EINE FERTIG GEDRUCKTE DM 2:
    Die ver.di-Meldung vom 22.7.2010 könnte auch beinhalten, dass bisher noch kein Druckauftrag für Noten einer neuen Währung vergeben und abgearbeitet wurde. Auch weisen einzelne Äußerungen Merkels darauf hin, dass keine Entscheidung zugunsten einer neuen Währung gefallen ist (siehe Anmerkung vom 10.06.2010). Zudem ließe sich eine derartige Vorbereitung in deren Endstadium kaum längere Zeit verheimlichen. Jedoch könnte ein vorgebliche Festhalten Merkels am Euro dem Ruhighalten der Bürger geschuldet sein.

Als aus Bankensicht zunehmend attraktiver Ausweg aus der weltweiten Schuldenkrise bietet sich also der vom IWF, Bankenvertretern, Ökonomen und Vereinte Nationen massiv unterstützte Weg in eine Weltwährung als Grundlage für eine später nachfolgenden Weltregierung an. Schäuble stellte fest [Link zum Video]:

"Im einundzwanzigsten Jahrhundert brauchen wir andere Formen von global Gouvernance"

sowie Helmut Schmidts Aussage:

"Das bedeutet auch, dass man nicht alle Regierungsabkommen einhält und bedeutet auch, dass man international ratifizierte Verträge verletzt. Das ist zwangsläufig. Dafür gibt es auch Beispiele in Deutschland. In einer großen Krise guckt man nicht auf die Verfassung. Und so ist das in einer Geldkrise genauso und so ist es auch in einer Rezession. Keine Revolution richtet sich nach der Verfassung.".

Merkel sagte kürzlich vor dem Parlament, dass die Vorbereitungen hierzu weit gediehen seien. Niemand sollte jedoch ernstlich annehmen, dass eine Weltwährung in der unkontrollierten Hand der Finanzmächte für den einzelnen Bürger positiver wäre als die Europäische Zentralverwaltung. Alle untergeordneten Regierungen stünden dann unter der zentralisierten Kontrolle weniger, nicht rechenschaftspflichtiger Hände. Dieses Vorantreiben einer Gruppe nichtgewählter Zentralbanker in Richtung IWF-Weltwährung hat das Ziel, sich widerrechtlich und von den Völkern unkontrolliert staatliche Souveränitäten anzueignen, indem die Finanzpolitik der Staaten durch Banker gelenkt und die Finanzinstitutionen aller Länder reguliert und kontrolliert werden. Der ESM ist als ausländische Bank mit eigenem Länderschlüssel ein veritabler Baustein in diesem Plan inklusive einer Immunitätsgarantie für seine Betreiber. Seine Bestimmungen sind darauf ausgerichtet, jedem politischen Einfluß und damit jedem Einfluß des Bürgerwillens auf die Macht und Autonomität der führenden Banken zu entgehen. Der Bock ernennt sich selbst zum Gärtner im Glauben, hierbei Gottes Werk zu verrichten, so wie es der Chef der US-Großbank Goldman Sachs Lloyd Blankfein selbst ausdrückte.

Im März 2009 haben die Staats- und Regierungschefs auf dem G20-Gipfel in London die Grundlage für diese Entwicklung hin zur Weltwährung geschaffen. Ein IWF-Strategiepapier Namens "Reserve Accumulation and International Monetay Stability" vom 13. April 2010 zeigt neben den oben genannten Zielen deutlich anzunehmende Widerstände in den Bevölkerungen auf und Möglichkeiten, diesen zu begegnen. Der Kern der Strategie scheint zu sein, wesentliche einleitende Beschlüsse auf freiwilliger Basis mit oberflächlicher Information der Öffentlichkeit zu treffen, so dass ein Widerstand der spät realisierenden Masse die Umwälzungen nicht ernsthaft gefährden kann. So geht der IWF schon im Vornherein davon aus, dass eine Weltwährung oder gar Weltregierung nur gegen den Willen der Bürger der betroffenen Länder möglich ist.

Vor fünfzig Jahren schuf der Internationale Währungsfonds (IWF) Sonderziehungsrechte (SDR). Nach Aufhebung der Golddeckung des US-Dollar sollten die SDRs an die Stelle des Goldes zur Währungsdeckung treten, ruhten jedoch, ohne je aktiviert worden zu sein. Doch jetzt notierten die G20 im März 2009 unter Punkt 19 des gemeinsamen Kommuniqués als ersten gemeinsamen Schritt, dass man einen generellen SDR-Etat unterstützt, durch welchen der Weltwirtschaft zweihundertfünfzig Mrd. US-Dollar zugeführt werden, welche die weltweite Liquidität erhöht. Damit ist der IWF erstmals in der Lage, außerhalb jeder Kontrolle durch staatliche Organisationen Geld in die monetären Kreisläufe einzuschleusen, es gleichsam zu schaffen und eine weltweite quantitative Lockerung der Geldmengenbegrenzung zu betreiben. Das Ziel ist nicht die Aufrechterhaltung monetärer Kreisläufe in Krisenzeiten, sondern primär Macht und Kontrolle über lokale Regierungen. Die Weltwährung - nach dem Begründer des Keynesianismus John Maynard Keynes "Bancor" genannt - würde übrigens auf den ungedeckten SDRs basieren. Aktuelle Verlautbarungen des IWF, die Weltwährung würde goldgedeckt sein, sind als Beruhigungspillen für das Wahlvolk anzusehen. Das Volumen dieser Währung wäre schon allein durch die weltweiten Geldströme der Bankenspekulationen so hoch, dass alle Goldvorräte der Welt nicht annähernd zur Deckung ausreichen würden.

Je später ein finaler Crash kommt, je erfolgreicher die Politik diesen hinauszuzögern versteht, je länger diese das Volk in Unwissenheit ob der Zusammenhänge halten kann, desto negativer werden seine Auswirkungen für den einzelnen Bürger sein und desto teurer wird seine Behebung gleichgültig, ob eine Reform des Euro, eine neue D-Mark oder die IWF-Einheitswährung folgt. Mit jedem weiteren Monat Verzögerung vergrößert sich die Staatsschulden und steigt die Wahrscheinlichkeit der Einführung einer Weltwährung. Die Zeit arbeitet für die Banken.

So steigt die Schärfe eines sogenannte "Haircut" an - das ist der Betrag, um den Sparer durch Umtauschverluste auf eine neue Währung erleichtert werden. Hierbei ist nur ein weniger günstigerer oder sehr schlechter Umtauschkurs in die neue Währung denkbar, nicht jedoch unterschiedliche Umtauschkurse für Schulden, Barvermögen, Sparbücher und Immobilien etc.. Diese unterschiedlichen Umtauschkurse sind nach Auffassung von Staatsrechtlern nur möglich bei einer Währungsreform des Geldes eines Staates - hier träten wir jedoch aus einer gemeinsamen Währung vieler Staaten aus oder in eine neue ein.

Die an den Fäden der Banken hängende Politiker-Elite ist auf kurzfristigen Machterhalt bedacht und nicht mutig oder motiviert genug, strategisch und im Sinne ihrer Bürger in die Zukunft zu planen, so wie es für eine Währungsreform in eine neue D-Mark unter Verlust von Spareinlagen erforderlich wäre. Oder aber sie ist mutig und motiviert genug zu dieser Planung für ein Not-Szenario, gestehen jedoch den Bürgern ihre wahres Ziel einer IWF-Weltwährung nicht ein. So wird ohne die akute Gefahr kollabierender Märkte nicht gehandelt. Folglich würde im Krisenfall zunächst vermutlich eine Notwährung überhastet eingeführt werden (Hier geht es zu einem Dementi der Bundesregierung). Hierfür bieten sich zwei Szenarien:

  1. Der harte Euro-Austritt: In diesem Fall - wenn also keine Ersatzwährung bereitsteht - würde die erste Zeit nach einem Zusammenbruch des Wirtschaftssystems für alle Bürger in vielerlei Hinsicht hart. Der gesamte Zahlungsverkehr könnte für einige Tage zum Stillstand kommen mit entsprechenden Folgen für die Versorgungslage der Bevölkerung und die Preisentwicklung. Wenn die Bundesregierung nicht vorbereitet ist, wäre Zeit von wenigstens sechs Monaten mit einer Notwährung zu überbrücken - sofern unsere Regierung noch handlungsfähig ist und sich nicht in Streitereien und fehlenden Mehrheiten zerrüttet. Nur wenn sie nicht handlungsfähig ist, drohen großen Bevölkerungsteilen Verlust des Arbeitsplatzes, Verarmung, Hunger und Not, das Betteln würde für die meisten zum Alltag gehören. Nur wenige Bevölkerungsgruppen würden von den Umwälzungen unberührt sein. Es gäbe die Masse der arbeitslosen Hungernden und die kleinere Gruppe derjenigen, die noch Einkünfte haben. Der Staat könnte Unterstützungszahlungen an Bedürftige nicht mehr leisten. Man kann sich unschwer vorstellen, dass lokale Unruhen damit einhergehen könnten. Dieser Verlauf würde früher oder später entweder in einem Austritt aus der europäischen Währungsunion oder in eine IWF-Einheitswährung münden. Je später diese dann käme, desto größer wäre die Not und die Wahrscheinlichkeit, dass das ganze Konstrukt der EU zerbricht. Der eigentliche Austritt Deutschlands ist übrigens nach dem Maastricht-Urteil nach Aussage Dr. Nöllings mit einem einfachen Gesetz möglich. Die politische Elite könnte, wenn die Banken wollten. Aber das wäre gegen ihre Interessen auf Machtausbau und Kontrolle der Staaten.
  2. Der sanfte Euro-Austritt: Deutlich wahrscheinlicher jedoch ist, dass die amtierende Regierung Handlungsfähigkeit beweist und schnell alle notwendigen Beschlüsse fasst, um über eine Notwährung zur lokalen Währung Deutsche Mark zurück zu kehren. Der Zahlungsverkehr wäre nur kurzzeitig gestört und das obige Szenario würde für Deutschland weitgehend ausbleiben. Zwar würde auch hier die Arbeitslosigkeit etwas zulegen. Das ließe sich jedoch auch mit Weltwährung und Euro nicht vermeiden. Wenn so viele Bürger weltweit die Schulden ihrer Staaten ausgleichen müssen, bleibt eben deutlich weniger für den Konsum. Eine kleine Währungsunion der wirtschaftlich stärkeren Staaten erscheint mir angesichts des Trends zur Nationalisierung unwahrscheinlich. Deutschland und Frankreich sind Dank der aggressiven französischen Präsidenten wie Katz und Hund. Und kein Bürger hat noch Lust auf irgendwelche Währungs-Experimente.

Es wäre zu hoffen, dass eine neue oder reformierte Währung wenigstens zu 50 Prozent durch Edelmetalle gedeckt sein würde. Unterließe man diese Deckung respektive eine Kopplung an Gold oder auch an einen Rohstoff, stünde selbst der neuen Währung eine schnelle Geldentwertung ins Haus. Dieses Szenario ist sehr wahrscheinlich, weil der amerikanisch gesteuerte IWF (Internationaler Währungsfonds) seinen Mitgliedsstaaten verbietet, ihre Währungen an Gold zu koppeln. Dieses Verbot soll den Wettbewerb beflügeln, beflügelt jedoch auch eine kontinuierlich zunehmende Verschuldung. Regierungen wollen also keine goldgedeckte Währung, weil man deren Geldmenge nicht nach Belieben erhöhen kann. Und so bekämpfen sie wie beispielsweise heute in den USA oder in den dreißiger Jahren im Raum Woergl (Österreich) jeden Versuch der Bürger, über tauschbare Ersatzwährungen ihre Versorgung zu sichern.

Die Umstellungsbedingungen eines Übergangs sind nicht vorhersagbar, weil die Politik diese willkürlich festlegt. Auch können die Zeiträume bis zu einem möglichen Zusammenbruch des Euro-Zahlungssystems weitaus größer sein, als die Pessimisten annehmen. Auch an der Börse verliert man, wenn man zwar richtig liegt, aber den Zeitfaktor unterschätzt.

Einer aber verliert immer: Der mediengläubige und folglich desinformierte Wahl-Bürger (siehe Handelsblatt: "Das Schweigen der Chefredakteure" | ZDF-Chefredakteur A.D. Nikolaus Brender über den Regierungseinfluß auf das staatliche Propaganda-Fernsehen). Er glaubt bis über das bittere Ende einer Entwicklung hinaus an die Integrität und Unabhängigkeit politischer Entscheidungsträger. Trotz zweier Staats-Insolvenzen in (1932 und 1939) und vier Währungsreformen (1871, 1923, 1948 und 1999) in Deutschland. Er ist es aber auch, der dem Land seine innere Stabilität verleiht. Denn je kritischer ein Volk das interessengruppenbezogene Handeln seiner politischen Elite verfolgt, desto mehr Proteste gibt es, ohne dass diese auf das Handeln der Politiker Einfluss hätten (siehe Griechenland). Denn Politiker sind in ihren Interessenvertretungs-Organisationen (Parteien) in ein System gegenseitiger Kontrolle eingebunden, aus dem auszubrechen ohne Verlust des Amtes unmöglich ist. Selbst wenn ein solcher seinem Amtseid folgend nunmehr dem deutschen Volk dienen wollte, könnte er dies nicht durchsetzen. Insofern unterscheiden sich politische Strukturen kaum von den mafiösen Strukturen krimineller Organisationen.

Zudem hat der den Bürgern verkaufte offizielle Kurs der Deutschen Bundesregierung ein kürzeres Verfallsdatum als Vollmilch. Regierung und Opposition haben es nicht so mit der Wahrheit und müssen dementsprechend häufig ihre falschen Behauptungen an neue Situationen anpassen. Denn die Krise ist nach den Worten des geitigen Vaters des Euro, dem Ökonomen Robert Mundell von den Erbauern des Euro gewollt. Der Euro tut sehr erfolgreich, zu was er erschaffen wurde - er entmachtet die lokalen Parlamente und damit die europäischen Völker und schwächt damit widerum die lokalen Demokratien. Darum sagt Schäuble auch ganz offen, dass er in dieser Krise ganz entspannt sei, weil er in einem kurzen Zeitfenster eine maximale Krise bräuche, um grundlegende Veränderungen durchzusetzen, die andernfalls vom Volk niemals akzeptiert würden (Ziele De-Nationalisierung und Ent-Demokratisierung).

Doch warum protestiert das Volk nicht? Warum wehrt es sich nicht zu Zeiten, in denen noch etwas auszurichten ist? Hierbei spielen zwei Dinge ineinander: Zum einen wird das Volk über die Mainstreammedien gezielt desinformiert. Zum anderen sind nach Ralph Waldo Emerson, dem großen US-amerikanischen Philosophen des 19. Jahrhunderts die meisten Menschen keine Weisen und gehen einfach davon aus, dass die da oben wie sie selbst sind und es schon richten werden:

"Der Weise zeigt seine Weisheit im Trennen und Abstufen, und seine Skala der Geschöpfe und Werte ist so umfangreich wie die Natur selbst. Die Narren kennen keine umfangreiche Skala, sondern sie nehmen an, dass jeder Mensch wie der andere ist. Was [...] nicht abscheulich ist, nennen sie das Beste."






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