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Wirtschaft

Beitrags-Archiv 6/2011 bis 5/2012

Ausgelagerte ältere Beiträge.

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Rechts: Die alte Deutsche Mark (Mit freundlicher Genehmigung des Bildarchivs der Deutschen Bundesbank)

Um die Ladezeiten gering zu halten, sind weitere Einträge in separaten Archiv-Dateien:

Datum  Ereignis 
27.05.2012 

Ex-Thyssen Vorstand Dieter Spethmann kommentiert auf 210 (!) Seiten den FAZ-Journalismus ("Leserbrief" an die FAZ - PDF-Format):
Nur wenige von zahlreichen Gesichtspunkten:

Deutschland war im Lebensstandard bis zur Wiedervereinigung auf Platz 1 der Weltrangliste. Heute ist Deutschland bis auf Platz 17 abgerutscht mit fallender Tendenz. Das verschweige die FAZ. Wahrscheinlich nimmt sie es nicht einmal wahr. Jeder Holländer und jeder Deutsche hätte im Durchschnitt 4.000 Euro mehr p.A., wenn die Nationalwährungen nicht aufgegeben worden wären. Die Schuldenaufnahmen zur Euro-Rettung sind hierbei noch nicht einmal eingerechnet.

Immer mehr Deutsche rutschen zudem in die Altersarmut - gleichzeitig bezahlen wir anderer Länder Schulden. Wohlwissend seien Merkel und Schäuble, dass die europäische Einheitswährung nicht zu retten ist. Aber man müsse halt die Gans rupfen, solange sie noch keine Schmerzen verspürt.

Die EU sei in mehrerer Hinsicht deutschfeindlich. Final helfe nur die Rückkehr zu nationalen Währungen mit Abwertung, damit die lokalen Gewerbe der Realwirtschaft wieder wettbewerbsfähig sind.

Kommentar: Die Kritik von Schwergewichten der Eliten nimmt zu. Dieser Brief in Form eines Essays ist eine Abrechnung mit Mainstream-Journalismus und Regierungspolitik. Er legt die Finger in die Wunden, zwar mit dem Salz der Emotionalität, aber: Wer von uns Nicht-Europhilen kann schon beständig die Contenance bewahren angesichts dessen, was gerade geschieht? Inzwischen realisiert jedoch selbst der lange Zeit blinde Mainstream den Untergang der Euro-Utopie.

24.05.2012 

Deutsche Mittelstandsnachrichten (Beitrag): EU, EZB und IWF haben Griechenlands Austritt abgesprochen. Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos - ein Ex-Zentralbanker - war als U-Boot in die griechische Regierung gesetzt worden, um Fakten im Auftrag der EU zu sammeln. Merkel zögere noch.

Kommentar: Sofern es zum Austritt kommt, sehen wir hieran dreierlei:

  • Erstens, wer über das Schicksal einzelner Nationen, Europas und seiner Währung entscheidet: Nämlich die Banken in ihren übergeordneten supranationalen Organisationen. Lokalpolitiker wie Merkel werden an der Leine hinterhergeführt.
  • Zweitens sind all die in politischen Positionen eingesetzten, einflussreichen Finanzinstituten nahestehende Personen wie beispielsweise der nicht demokratisch legitimierte italienische Premierminister Mario Monti und Spaniens Wirtschaftsminister Luis de Guindos U-Boote dieser Organisationen. Wie Guindos genau jetzt Spanien mit unbegrenzten Bankhlfen und vermutlich korrupten Bankenprüfern möglicherweise vorsätzlich in den Abgrund reißt, sehen Sie hier. Diese U-Boote nützen nicht nur der vermuteten Umsetzung von Bilderberger-Zielen, sondern auch dem laufenden Informationsfluss. So scheinen nicht die jeweiligen Regierungen wegbereitende Entscheidungen zu treffen, sondern Finanz-Seilschaften (siehe auch).
  • Drittens werden von Seiten der Eigeninteressen-dominierten Bankseite (respektive den Bilderbergern) nur dann für die Bürger Europas positive Entscheidungen zugelassen, wenn es anders gar nicht mehr geht. Denn derzeit ist die Weltwirtschaft für die avisierte Weltwährung noch nicht ausreichend in Not [O-Ton Merkel Nov. 2011: "Die Arbeiten am gemeinsamen Weltwährungssystem sind unter der französischen Präsidentschaft deutlich vorangekommen"]. Und ein durch die Rückkehr zur Drachme stabilisiertes Griechenland mit beginnender wirtschaftlicher Erholung ist der Albtraum aller Bilderberger, weil es den Bürgern anderer Pleitestaaten die Vorzüge des Nationalstaates mit freien Wechselkursen in einer eigenen Landeswährung vor Augen führt.

Am Beispiel Italiens zeigt sich übrigens, wie diese Finanzeliten-Seilschaft mit mittelständischen Geschäftspartnern umgeht (Siehe hier und hier). Deren Rechtsverständnis offenbart sich zudem in dem Vorschlag Montis, Staatsschulden künftig nicht mehr vollständig auszuweisen. Nichts Gutes kommt von oben.

17.05.2012 

Exklusivinterview des ORF mit Dirk Müller - Dauer 1 Std. (Video): Themen:

  • Minute 1: Schuldgeldsystem - was ist das und ist es bankrott?
  • Minute 4: Situation Griechenland und Ausstiegsfolgen. Gemeinsame Währung als Basis der EU hat die bekannten negativen Folgen für Pleitestaaten.
  • Minute 7: Wie entsteht Geld? In unserem Schuldgeldsystem nur durch Kreditaufnahme und kann zum Kollaps führen, wenn die Masse der Menschen die kontinuierlich steigende Schuldenlast nicht mehr tragen kann. Aber es gibt drei Alternativen zum Kollaps.
  • Minute 11: Sparbemühungen in Griechenland treibt Bevölkerung in die Armut
  • Minute 13: Zinseszins-System - Erläuterung des Wirkzusammenhangs
  • Minute 15: Wirtschaftskrieg USA gegen Europa ist keine Verschwörungstheorie
  • Minute 22: Ratingagenturen sind politisch gesteuerte brisante Waffen der US-Regierungen zur Verteidigung geostrategischer Interessen
  • Minute 29: USA sind pleite - wird fast nur noch über das private Institut FED der amerikanischen Privatbanken in einem Schneeballsystem mit stets neu geschöpften Geld versorgt, für das der amerikanische Steuerzahler haftet und Zinsen zahlt.
  • Minute 30: Derzeitige Schutzmöglichkeiten für den Einzelnen sind reale Werte wie Edelmetalle und Aktien - nicht jedoch den Banken Geld anvertrauen
  • Minute 32: Schuldgeldsystem funktioniert nicht mehr - die Umwälzungen finden jetzt statt. Trotz aller Veränderungen wird es auch nach dem Reset wieder ein funktionierendes Wirtschaftssystem geben mit Banken, Handel, Arbeitsplätzen, Lebensmitteln und funktionierenden Heizungen. Verglichen mit 1945 in Deutschland werden die Probleme des Resets gering sein. Allerdings werden viele Geldanlagen vernichtet werden.
  • Minute 34: Rettungsschirme - sowohl gewählte Regierungen als auch in Brüssel, Athen und Rom in einem Putsch der Geldsysteme eingesetzte Vertreter privater Banken haben einen Weg gewählt, der die Bürger schädigt. Goldman-Sachs ist das Schlüsselunternehmen für Einflussnahmen. Ihm werden in den lokalen Staaten von der Politik keine Grenzen gesetzt. Die fachlich überforderte Politik hat die Macht kontinuierlich durch erfolgreiche Lobbyarbeit Hunderter Lobbyisten alleine in Berlin der privaten Banken aus der Hand gegeben. Doch begann die Einflussnahme bereits mit der Erzwingung der Gründung der FED um 1916 durch Privatbanken in einem Kuhhandel. Es musste also so kommen.
  • Minute 41: Fehlende Monetative (geldgebende Gewalt - staatliche Einrichtung zur Geldmengenkontrolle mit ähnlicher Unabhängigkeit wie Richter) - derzeit in der Hand privater Banken
  • Minute 43: Derivate & CDS - was sind sie, wo ist ihre Gefahr und warum sind sie erlaubt?
  • Minute 47: Was ist von Bankenrettungen zu halten?
  • Minute 49: Fehlendes Insolvenzrecht für Banken und Trennung von Investmentgeschäft & Kundengeschäft (Einlagengeschäft)
  • Minute 51: Wie geht es weiter? Entweder mündet die Krise eine Zentralregierung unter Verlust der nationalstaatlichen Souveränitäten, oder es kommt zur Rückkehr zu nationalen Währungen, oder jetzige Situation wird fortgeführt bis in den worst case
  • Minute 55: Wie kommt man unbeschadet durch die Krise? Schulden, Staatsanleihen und Lebensversicherungen unbedingt vermeiden und Ersparnisse in reale Werte wie Edelmetalle und Aktien diversifizieren. Und ein Haushaltsbuch führen.
  • Minute 60: Wir brauchen ein faires Finanzsystem nach Hanseatischer Kaufmannsehre und nicht nach anlo-amerikanischer Ellenbogenmentalität. Ein Geschäft ist dann ein gutes Geschäft, wenn es für beide Seiten gut ist. Leitsatz: Leben und Leben lassen, gute ehrliche Geschäfte miteinander machen und nicht den anderen über den Tisch ziehen.

Kommentar: Ein exquisites, vermutlich zeitloses Lehrvideo zur Finanzkrise und ihren Ursachen. Es sollte in allen Schulen ab Klasse 7 gezeigt werden. Dirk Müller beschreibt alle relevanten Faktoren in gut verständlicher Form mit Weitblick.

14.04.2012 

IK News (Interview mit Dirk Müller):

  1. Ab Minute 4 bis 7 beginnt seine Langzeit-Prognose
  2. ab Minute 7 bis 10 seine Absicherungsstrategie,
  3. ab Minute 13:40 bis 16: Mindestreservesenkung der EZB für Banken ist Alarmsignal
  4. ab Minute 16 bis 19:15 Verbot des Bargeldverkehrs > 2500 Euro in Spanien

Kommentar: Mit meinen vergangenen Kommentaren ist alles gesagt. Wir befinden uns weiterhin auf der abschüssigen Rutsche. Dirk Müller liefert uns einige weitere Informationen über die finale Zuspitzung der Krise. Nicht einmal die kürzlich reduzierte 1 Prozent-Mindestreserve der Banken kann von diesen noch aufgebracht werden. Sie bedürfen zusätzlich in kurzen Abständen der exponentiell steigenden Nothilfen der EZB. Und dies alles nur, um Banken nicht in einen geordneten Konkurs gehen zu lassen. Der Bock wurde durch unsere politische Elite aller wichtigen Parteien zum Gärtner gemacht. Und dieser Gärtner druckt Geld ohne Rücksicht auf die Folgen ohne feststehendes Limit, damit keine Bank je eingeht. Doch sollte man sich mit Kritik an den Banken zurückhalten - die machen nur, was sie dürfen und ihnen nützt. Der wahre Verursacher ist das deutsche Parlament und seine die Politik und damit die gesetzlichen Rahmenbedingungen bestimmenden Parteien aller Couleur. Deren duckmäuserisches oder dummes oder nur ahnungsloses oder möglicherweise auch gekauftes Gesetzgebungsverhalten hat uns den Schlamassel eingebrockt.

Angefangen hat es mit dem Nachgeben der deutschen politischen Elite vom seinerzeitigen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl bis hin zum letzten Hinterbank-Abgeordneten gegenüber der Forderung Frankreichs, als Gegenleistung zur Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung einer europäischen Gemeinschaftswährung zuzustimmen. Seither verfällt die demokratische Kultur in Deutschland, die Parlamente nicken nur noch hilflos ihre eigene Entmachtung ab - und damit die Entmachtung der Bürger. Ein Mensch, der seine traditionellen Werte und seine Güter nicht bewahren kann, wird ausgeplündert. Ein Land auch.

Und noch einmal, weil es so wichtig ist: Wer mir meine Annahme des Endziels Weltwährung trotz der vielen hier genannten Einzel-Indizien nicht glaubt, schenkt möglicherweise eher Bundesfinanzminister Schäuble vertrauen, welcher im Dezember 2011 selbst sagte:

"Wir brauchen andere Formen von internationaler Gouvernance als der Nationalstaat - der ist vor Hundert Jahren in seinem Regelungsmonopol an seine Grenzen gestoßen [...] Ich bin in aller krisenhaften Zuspitzung entspannt. Weil wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten, Veränderungen durchzusetzen, größer. Heute schaffen wir etwas Neues - ziemlich mühsam..."
[zum Youtube-Video mit der Aufzeichnung der Gesprächsrunde]

Und David Rockefeller:

"Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die Neue Weltordnung akzeptieren."
[1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen]

"Wir danken der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen großen Medien, deren Direktoren an unseren Treffen teilgenommen und ihre Zusagen für Diskretion seit fast 40 Jahren eingehalten haben. Es wäre unmöglich gewesen, dass wir unseren Plan für die Weltherrschaft hätten entwickeln können, wenn wir Gegenstand der öffentlichen Beobachtung gewesen wären. Aber die Welt ist jetzt weiter entwickelt und darauf vorbereitet, in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbänker ist sicher der nationalen Souveränität, wie sie in der Vergangenheit praktiziert wurde, vorzuziehen."
[1991]

Henry Kissinger:

"Heute wären Amerikaner außer sich, wenn U.N Truppen nach Los Angeles kommen würden um wieder Ordnung herzustellen, morgen währen sie dankbar. Das trifft insbesondere dann zu, wenn ihnen erzählt wird, dass eine Gefahr von Außen existierte, ob nun wahr oder erfunden, die unsere Existenz bedrohte. Es ist dann so, dass alle Menschen der Welt den Führern der Welt beipflichten, damit diese sie von dem Bösen erlösen."
[Bilderbergtreffen in Evian, Frankreich, 21 Mai, 1992]

"Wenn man die Kontrolle über die Nahrungsmittel hat, hat man die Kontrolle über das Volk. Hat man die Kontrolle über das Erdöl, so hat man die Kontrolle über die Nationen. Wenn man die Kontrolle über das Geld hat, kontrolliert man die Welt."
[1993 in Berlin)]

Jean-Claude Juncker, Vorsitzender der Euro-Gruppe:

"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.."
[Spiegel-Artikel aus Dezember 1999]

Franklin Roosevelt:

"In der Politik geschieht nichts durch Zufall. Wenn etwas geschah, kann man sich sicher sein, dass so geplant war."
[Karl Otto Braun: ' Pearl Harbor in neuer Sicht - Wie F.D. Roosevelt die USA in den Zweiten Weltkrieg führte' ]

Man muss den Mächtigen nur zuhören, wenn sie nicht zum Wahlvolk sprechen.

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der viele der politisch Verantwortlichen ihre lokalen Wirtschaftssysteme absichtlich gegen die Wand fahren. Das sehen wir nach meiner Auffassung gerade in den USA, Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal und Griechenland. Was sie zu einen scheint, ist die Zugehörigkeit zum Verbund der Bilderberger - ein elitärer Geheimbund, in welchem - so ist zu vermuten - die Grundzüge einer gemeinsamen Weltpolitik besprochen und vereinbart werden. Gegründet 1954 von Prinz Bernhard der Niederlande, ist nach seiner damaligen Aussage das Hauptziel eine "Weltregierung und eine globale Armee durch die UNO". Aus diesem Grunde werden die Bilderberger als "unsichtbare Weltregierung" bezeichnet. Selbst die Financial Times sieht in einem Artikel vom 8. Dezember 2008, eine Weltregierung im Kommen (Artikel kann nach dem kostenlosen Registrieren gelesen werden).

Die Recherche hierzu wird übrigens auch dadurch erschwert, weil die deutsche politische Elite unliebsame Suchergebnisse bei Suchmaschinen sperren lässt - sprich auf in China bewährte Weise zensiert (Bsp. Google®-Suche mit Hinweis auf entfernte Suchergebnisse). In den Mainstreammedien werden kritische Anmerkungen gezielt unterbunden - siehe Prof. Wilhelm Hankels letzte Antwort im Interview.

So handeln Bilderberger vermutlich auch ohne Zögern gegen die Interessen ihrer untergeordneten Parteien und weiteren Verbänden, wenn es übergeordneten Zielen dient und selbst dann, wenn es diese - wie die FDP derzeit - dabei zerlegt. Denn ein Bilderberger wird von Seinesgleichen vermutlich niemals fallengelassen, kann sich seines Auskommens und bei Linientreue auch das seiner Nachkommen sicher sein. Es gibt beispielsweise im nicht demokratischen System der EU unzählige hochdotierte Posten auf Lebenszeit, die bei Erfordernis aus dem Handgelenk geschaffen werden. Von den Entsogungsmöglichkeiten verdienter Alt-Politiker in Konzernen ganz zu schweigen.

Ich vermute weiter: Die Bilderberger streben nach einer eine maximale Anzahl Nationen umfassende Block-Währung unter ihrer Herrschaft. Dies wäre ein Schritt zu einer immer mehr Staaten umfassenden Weltregierung. Diesem westlichen Block würden Anfangs noch die Blöcke Südamerika und Asien gegenüberstehen. Die UN ist in diesem Planspiel eine die teilnehmenden Nationen kontrollierende Organisation mit eigener Armee, finanziert erstmals in der Weltgeschichte über eine Steuer für eine Nicht-Regierungsorganisation [Quelle & sehr interessanter Einblick in den Verlauf eines Bilderberg-Treffens]. Angedacht ist dies wenigstens seit 2004.

Diese noch etwas übertrieben als Weltregierung benannte, von Völkern nicht legitimierte Herrschaft soll kommen

  • so leise als möglich - auf das die lokalen Wahlvölker die Vorbereitungen nicht bemerken;
  • mit einen wirtschaftlichen Zusammenbruch so groß als nötig - auf das die Wahlvölker ihren lokalen Hirten in Panik blind vertrauen.

So ist es bis auf wenige Ausnahmen völlig gleichgültig, welche Partei gerade die Wähler regiert - sie unterscheiden sich nur vordergründig. Die globale Diktatur folgt der kommenden EU-Diktatur. Bisher entschieden "bedauerlicherweise die Wähler darüber, wer regiert" (O-Ton Norbert Röttgen, CDU). Der Parlamentarier des Europäischen Parlaments Nigel Farage sieht eine Parallele zu den 30er Jahren im Streben der EU, im Eskalieren dieser Krise an irgendeinem Punkt in den nächsten Monaten etwas einzurichten, das sehr wie eine Diktatur sein wird.

Doch selbst wenn die Masse der Wähler wüsste, wie korrupt ihre Politiker und manipuliert zahlreiche Medien sind, hätten wir keine Revolution noch vor morgen früh (angelehnt an das auf das Geldsystem bezogenes Henry Ford-Zitat) Denn solange im Fernsehen Seifenopern und Shows die Völker neben ihrem Überlebenskampf primär beschäftigen, ist den meisten Menschen Politik völlig gleichgültig. Und der Rest wird mundtot gemacht oder kapituliert. Oder beides.

Kritikern der europäischen Einheitswährung und des Souveränitätsverlustes wird unisono ein ultrarechtes Gedankengut unterstellt. Dabei wird umgekehrt ein Schuh daraus: Die Forderung nach dem Aufgehen Deutschlands, Österreichs etc. in einem europäischen Zentralstaat sowie nach unkontrollierter Zuwanderung in noch nicht verarmte Regionen der EU waren in der Zeit vom 2.Weltkrieg bis zur Wiedervereinigung Deutschlands ultra-linke Thesen. Dieses seinerzeit extremistische Gedankengut ist heute jedoch allgemeiner Konsens bei CDU, SPD, FDP und Grünen. Der Wahl-Bürger, welcher seither die politische Mitte noch nicht verlassen hat, hat daher aktuell keine akzeptable Wahl-Alternative. Je lauter Merkel verkündet, mit ihrer Partei die Mitte zu vertreten (siehe hier - ihre Original-Wahlkampfrede mit unentwegter Betonung, in der Mitte zu sein, ist leider von Youtube entfernt), desto weiter hat sie sich von ihr entfernt. Andernfalls wäre sie in dieser Sache ganz beruhigt. Als Beleg mögen die Kommentarfunktionen zu entsprechenden Artikeln in den Online-Mainstreammedien dienen, welche - ohnehin zensiert - fast durchweg erbost die Regierungspolitik kritisieren. Fast niemand, so scheint es, ist auf der Linie der etablierten Parteien.

Folge: Die Kritiker der europhilen ultra-linken Zuwanderungspolitik sind die Mehrheit in Deutschland und offenbar auch in Österreich. Schon deswegen ist für die politischen Eliten in den EU-Ländern die Reduzierung der Demokratie auf ein Minimum zwingend notwendig zu ihrem Machterhalt ohne Rückhalt in der Bevölkerung. Hierzu gehören auch politische Bestrebungen, dem Bürger das Anrufen des Bundesverfassungsgerichts zu erschweren und den Abgeordneten das Rederecht weiter zu beschränken. Der türkische Bund bittet gar nicht erst, er fordert von der Bundesregierung ein Verbot jedweder Kritik an Migranten. Willkommen in der DDR2 oder UDSSR2 - je nachdem, aus welchem Blickwinkel man das bürger- und demokratiefeindliche Konstrukt EU betrachtet.

In Jauchs Krawallarena traf Sarrazin am 20. Mai auf Steinbrück. Im letzten Absatz schreibt ein von dem deutschen Politik-Mainstreammedien-Klüngel unabhängiges österreichisches Blatt:

"Steinbrücks Gegenargumente verließen schnell die Sachebene und schwangen sich in moralisierende Höhen auf, die alsbald im Holocaust als Verpflichtungsgrund für das deutsche Engagement bei der Euro-Rettung mündete. Auch damit bestätigte Steinbrück Sarrazin, der in seinem Buch geschrieben hatte, 'SPD, Grüne und Linkspartei seien getrieben von jenem sehr deutschen Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben'. Dieser Satz hat bereits die erwartbare Medienhysterie ausgelöst. Der Vorwurf: Sarrazin ziehe eine Verbindung vom Holocaust zur Euro-Krise. Der aufmerksame Fernsehzuseher konnte unschwer bemerken, wer diese Verbindung in Wahrheit zieht. Es war Peer Steinbrück."

Ein weiteres unabhängiges Schweizer Blatt prüfte Sarrazin Fakten und erkennt deren Richtigkeit an.

Im Gegensatz dazu Trittins verblendete Kritik an Sarrazin in der Welt:

"Man kann den Holocaust leugnen oder ihn wie Thilo Sarrazin zur Verbreitung antieuropäischer Rechtspopulismen instrumentalisieren. Beides ist gleich unerträglich."

Und dann ist da noch die von der Welt als Negativ-Beispiel zitierte Frankfurter Rundschau mit ihrer inzwischen entfernten Injurie: "Diese lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur", die sich darauf spezialisiert habe, "das niedrigste im Menschen anzusprechen" Schon in diesem Satz spürt man die kaum gebremste Emotionalität eines tiefsitzenden Hasses auf einen Mann, der entweder etwas sagt, was der Kritiker nicht versteht oder was er zum Joberhalt nicht befürworten darf. Der Stern urteilt ähnlich sachfremd. So oder so ist ein politisches System im Endstadium, wenn es die Umgangsformen islamischer Auseinandersetzungen in Deutschlands Medien und Politik etabliert und in Folge kritische Stimmen derart verfolgt werden. Denn schon Schopenhauer wusste, dass es demjenigen, der schimpft, an Argumenten mangelt. Wenn aber keine Argumente mehr entgegengesetzt werden können, werden Injurien (Beschimpfungen) herausgeschrieen. In diesem Zeitgeist wird passend die islam- und zuwanderungskritische Gruppierung Pro NRW unreflektiert und despektierlich als 'rechte Populisten' eingestuft. Der Verfassungsschutz gibt obendrein dieser Gruppe die Schuld an dem Mordaufruf gegen ihre Mitglieder. Daraus folgt eine absurde Logik: Nicht aggressive und gewaltbereite Extremisten müssten bekämpft werden, sondern deren Kritiker:

"Tatsache ist aber, dass die Partei Pro NRW mit ihren provozierenden islamfeindlichen Parolen die Sicherheit in unserem Land gefährdet."
Heinz Fromm, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz
27.01.2012 

DerStandard.at (Gast-Beitrag Christian Felber): Christian Felber zeigt einen zweiten, durchaus gangbaren Weg aus der Schuldenkrise auf: Die auf zehn Jahre gestreckte parallele Vernichtung von Teilen sehr großer Vermögen und Schulden. Jedoch wird der kausale direkte Zusammenhang von Vermögen auf der einen und identisch hohen Schulden auf der anderen Seite sowohl von den politischen Eliten Europas wie auch der Mainstream-Presse ignoriert. Der Autor begründet dies mit den bestehenden Machtverhältnissen.

Kommentar: Die politischen Eliten haben nicht Angst vor dem Volk, dass möglicherweise bei einer harten Lösung der Krise verärgert werden könnte. Sie haben Angst vor dem eigentlichen Souverän des Staates, dem einzigen Ausgangspunkt der gesamten Staatsgewalt: Den die Parteien finanzierenden Verbänden und Großunternehmen.

Der europäische Bürger hat in dieser Beziehung nichts zu vermelden. Sein Recht auf freie Meinungsäußerung wird zudem schleichend mehr und mehr beschnitten - beispielsweise wird jede Kritik an zunehmenden Problemen durch einen ungesteuerten Zufluss nicht ausgebildeter Migranten nunmehr regional durch Gesetze erschwert (Bsp. Österreich, Dänemark [§ 266b des dänischen Strafgesetzbuchs verbietet Aussagen, die jemanden beleidigen könnten, selbst wenn der Inhalt wahr ist], in Deutschland angedacht). Die Mainstream-Medien glänzen in ihrer Obrigkeits-Hörigkeit durch verlässliche Inkompetenz. Das Internet wird in den USA seit wenigen Wochen nach chinesischem Vorbild diktatorisch überwacht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Europa künftigen US-amerikanischen Druck nachgeben wird, es ebenso zu handhaben. Und seine gewählten Volksvertreter entmachten sich selbst, so dass nationale Wahlen mangels fiskalische Entscheidungsgewalt der Parlamente alsbald zur Farce werden.

Banken und demnächst Sparkassen vergeben an Firmenkunden kaum noch Kredite, was der Wirtschaft mehr schadet als ein Nachfragerückgang. Denn wenn ein auslaufender Darlehensvertrag von keiner Bank verlängert wird, ist das betroffene Unternehmen in der Regel pleite und seine Mitarbeiter erwerbslos. Und auch die Bundesbank gerät mit ihren exzessiven Target2-Saldo zunehmend in eine unhaltbare Situation. Und heimlich still und leise verdoppelte der Deutsche Bundestag am letzten Donnerstag das Haftungsrisiko für deutsche Staatsbürger.

Und derweil steigen und steigen die von Griechenland zu zahlenden Zinsen auf über eintausend Prozent im März 2012. Es ist absehbar, dass dies in nicht allzu ferner Zukunft von niemanden weiterhin getragen werden kann. Von den Griechen und anderen Pleitekandidaten schon gar nicht. Es ist anzunehmen, dass dies auch Europas politische Eliten erkennen. Wenn dem so ist, zielen diese in ihrem politischen Handeln auf einen gehörigen Zusammenbruch, um das desinteressierte verängstigte europäische Wahl-Volk einer Weltwährung als vermeintliche Endlösung zuführen zu können. Wer mir dies nicht glaubt - was durchaus verständlich ist -, mag vielleicht eher Bundesfinanzminister Schäuble glauben schenken, welcher Dezember 2011 an der Eitelkeit gepackt sagte:

"Wir brauchen andere Formen von internationaler Gouvernance als der Nationalstaat - der ist vor Hundert Jahren in seinem Regelungsmonopol an seine Grenzen gestoßen [...] Ich bin in aller krisenhaften Zuspitzung entspannt. Weil wenn die Krise größer wird, werden die Fähigkeiten, Veränderungen durchzusetzen, größer. Heute schaffen wir etwas Neues - ziemlich mühsam..."
[zum Youtube-Video mit der Aufzeichnung einer Gesprächsrunde]

Alle europäischen Bürger werden gerade von allen namhaften Parteien eingeseift um ihren Besitzstand gebracht.

30.12.2011 

Junge Welt (Gast-Beitrag Otto Köhler): Wenn schon hinter der Euro-Krise kein expliziter Plan steht, so stehen hinter dem Wirken der politischen und wirtschaftlichen deutschen Eliten explizite Großmachtziele, die - wie der Autor belegt - schon seit Beginn des neunzehnten Jahrhunderts stetig vorangetrieben werden. Der Versuch, Europa mit "Helden" zu okkupieren, ging schief. Dieser aktuelle Versuch könnte gelingen. Verlierer ist jedoch hier wie dort der Bürger. Er wird wieder und wieder enteignet, während das Großkapital zeitgleich seinen Reichtum mehrt.

Kommentar: Die Annahme eines für den Bürger verborgenden, übergeordneten Strebens im politischen Handeln scheint zutreffend. Nur dieses erklärt sowohl vordergründig absurde Medienkampagnen als auch ebensolche Entscheidungen politischer Eliten. Der Bürger existiert in diesem Spiel nur als Manipulationsmasse, verraten und verkauft. In ruhigen Zeiten wird er den unterschwelligen Strömungen nicht gewahr. Nur wenn sich wie derzeit die Entwicklungen beschleunigen, bemerkt er mediale und politische Unstimmigkeiten.

Aktuelle Medienkampagnen sind unter einigen anderen

  • das Aufhetzen der Deutschen und auch der US-Bürger gegen den Iran und Syrien mit dem Ziel eines nicht vom Bürger kritisierten Engagements Deutschlands und der USA im kommenden Krieg. Das ZDF soll beispielsweise in einem Bericht über Syrien am 1. Dezember 2011 jahrealtes Bildmaterial aus dem Irak verwendet haben. Die Aufnahmen vorgeblich zerstörter syrischer Wohnviertel wurden offenbar als alte Irak-Aufnahmen identifiziert.
  • das Aufhetzen der Deutschen und auch der US-Bürger gegen Ron Paul, dem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten. Er wendet sich strikt gegen Angriffskriege, die Macht der FED und die Reduzierung von Bürgerrechten. Er wird in unsachlichen Beiträgen durch nahezu alle Mainstream-Medien diesseits und jenseits des Atlantiks verhöhnt und verächtlich abgetan. Zwar widerspricht dies bei öffentlich rechtlichen Anstalten in Deutschland dem Staatsvertrag, aber niemand fordert dessen Einhaltung ein. Mir ist es zwar ein Rätsel, warum sich auch vorgeblich neutral und sorgfältig recherchierende NDR-Info-Journalisten auf dieses sehr tiefe Niveau herablassen - es sei denn, sie wären dumm und blind, was ich nicht glaube. So oder so - die großflächige Unterstützung der NSDAP in den finstersten Zeiten Deutschlands ist mir heute jedenfalls erklärlicher als vor vierzig Jahren.
  • das Schönreden der Krisenmerkmale wie steigende Renditen in den Staatsanleihen sowie zunehmend nachteilige Bewertungen durch Ratingagenturen,
  • das Verschweigen von in Swaps versteckten Schulden, welche nach dem Ausbluten der Deutschen Bundesbank mit der FED vereinbart wurden [Bei einem Swap-Geschäft vergibt die FED Dollar-Kredite an die EZB, welche an Banken durchreicht werden und nicht als Schulden in den Büchern stehen],
  • eine mediale und von Politikeraussagen gestützte Hetze gegen Russland - primär gegen Putin - mit dem Ziel, ein ohne US-amerikanische Kriegstreiberei absurdes Raketenabwehrsystem an der Grenze zu Russland ohne Russlands Beteiligung und gegen Russlands Besorgnis durchzusetzen.
  • Und nicht zuletzt das von der Realität nicht getragene Hochstilisieren Merkels durch deutsche und US-Medien zu einer "Führerin" Europas.

Deutschland und die USA sind enger verbunden als es nach außen erscheint. Das Großkapital der USA führt US-amerikanische Politiker und diese wiederum führen Deutschland und Groß Britannien am Nasenring durch die Weltpolitik. Dazu beeinflussen lokale Kapital- und Machtkonzentrationen wie der von Metallindustriellen gegründete und finanzierte Alldeutsche Verband das Streben lokaler politischer Eliten. Manchmal zwickt es, wenn der Anhang widerstrebt, aber am Ende folgt er doch. Und dann wundert sich noch irgend jemand über die Besorgnisse der Bürger anderer Länder?

19.12.2011 

Wirtschaftswoche (Gast-Beitrag Felix Zulauf): Der Schweizer Felix Zulauf beschreibt das Versagen einer miserablen politischen Führung. Alles, was der politischen Elite derzeit Opportun erscheint, ist - bedingt durch fehlenden Sachverstand - ein Rennen in die falsche Richtung. Die EZB ist demnächst pleite. Und damit Deutschland. Erst dann werden SPD und Grüne realisieren, was die EU bedeutet und gegen sie opponieren. Denn 1 Billion Euro Verschuldung Deutschlands zugunsten seiner Nachbarn wären auch für die Europhilen nicht akzeptabel.

Die Banken werden durch Kapitalabzug zunehmend unterkapitalisiert sein. Innerhalb der nächsten drei Jahre zerfällt die gesamte Architektur unseres Finanzsystems. Mit altbewährten Anlagestrategien kann man sein Vermögen nicht retten. Selbst Gold ist kein sicherer Hafen. Die Globalisierung kehrt sich um. Wir erhalten eine Staatswirtschaft nach dem Vorbild der DDR.

Kommentar: Das ist so gut analysiert - ich kann es bestenfalls um eine Anmerkung ergänzen. Ist es nicht ein Treppenwitz der Geschichte, dass Deutschlands erste Ex-DDR Bundeskanzlerin nichts anderes anzustreben scheint als ihren schutzbefohlenen Bürgern die gewohnten Verhältnisse Ihrer annehmlich vom Staat dominierten Kindheit wieder zu beschaffen? Wer war es, der da sagte, dass eine im Osten sozialisierte Bundeskanzlerin niemals die freie Marktwirtschaft würde verstehen können? Und damit vertreten.

06.12.2011 

Deutsche Mittelstands Nachrichten (Beitrag): Die Deutsche Bundesbank hat zusammen mit der EZB als letzte Geldgeber für europäische Banken eben diese nach Abzug von Spareinlagen und dem Zusammenbruch des Interbankenhandels durch unbegrenzte Kreditvergabe vor dem Konkurs bewahrt (zuletzt 489 Mrd. durch nur ein Programm der EZB in 12/2011, Target2-Saldo der Deutschen Bundesbank über 500 Mrd., dazu in 2011 über 48 Mrd. Banken-Direkthilfe überwiegend durch Garantien des deutschen Bundeskabinetts). Hierdurch gerät die Bundesbank jedoch zunehmend in eine Situation, in welcher sie zum Schuldner der Banken wird. Dies ist nur kurzzeitig haltbar und macht das Währungssystem verwundbar für spekulative Attacken.

Die Bonds-Bestände der Deutschen Bundesbank stehen als Sicherheiten nicht mehr zur Verfügung - sie sind nahezu aufgebraucht. Infolge kann die Deutsche Bundesbank kann kein weiteres Geld an bedürftige Banken verleihen - sie wird umgekehrt durch die Target2-Ausleihungen zum Netto-Schuldner. Es bliebe der Zugriff auf die Goldreserven. Diese wären jedoch ebenfalls in kürzester Zeit aufgebraucht. Und dann sei "die Party komplett vorüber".

Kommentar: Endlich! Offenbar kann die Bundesbank das mit einer Milliarde Euro täglich die Sparanlagen der Deutschen verschleudernde Target2-System nicht mehr mit liquiden Mitteln versorgen. Dieses Target2-System saugt deutsche Exportüberschüsse wieder ab, deren Kredite können niemals fällig gestellt werden. Vermutlich werden diese Darlehen niemals zurückgezahlt. Insofern sind nach Hans‑Werner Sinn alle deutschen Exporte seit 2007 in andere Länder der Eurozone Geschenke, die uns nicht wohlhabender gemacht haben. Der Exportüberschuss nützt einem Staat nur dann, wenn er ihn in absolut sichere und marktüblich verzinste Aktiva investiert, welche in wirtschaftlich harten Zeiten zum Erhalt des Lebensstandards der Bürger verwendet werden können. Wir Deutschen haben folglich umsonst gearbeitet. Die deutsche Bundesregierung verlagert die untragbaren Lasten der fehlgehenden Eurorettungen auf die deutschen Kinder und nimmt ihnen die Möglichkeit, in wirtschaftlich gesunder Umgebung und auch in sozialem Frieden zu leben. [Zum Artikel von Hans‑Werner Sinn]

So ist diese Krise ein ungleicher Kampf zwischen den recht passiven Bürgern und dem Finanzkapital. Doch die politischen Eliten aller Euro-Länder festigen kontinuierlich das Diktat der Finanzmärkte. Dieses neue Herrschaftsgefüge gefährdet unseren derzeit noch demokratischen Staat.

Je früher das System kollabiert, desto billiger wird es für den deutschen Mittelstand. Doch Vorsicht - die EZB wird zunächst in die Bresche springen und immerhin noch mit über 27-prozentiger deutscher Beteiligung auch weiterhin unser Vermögen verschleudern. Zudem will die EZB laut Bloomberg künftig auf jede Sicherheit für Kredite an Banken verzichten - die Absicherungskriterien werden abgeschafft. Nur so können bankrotte Banken noch mit Liquidität versorgt werden. Damit müssen wir leben. Bis diese unsägliche Party dann irgendwann tatsächlich vorüber ist.

Dann kehren wir den Staub zusammen, entsorgen unsere unverdienten Politiker in den Vorruhestand - und fangen neu an. Mit neuen Erkenntnissen, einer neuen Generation Politiker und neuen Prämissen.

Sollte die Seilschaft der Banker jedoch, die zunehmend mit vermeintlichen Experten auch höchste politische Schaltzentralen besetzt (Italien, Griechenland), ihr Spiel gewinnen und die Politik weiter unterwandern, könnte eines Tages selbst eine Währungsreform für die betroffenen Bürger dieser Staaten nutzlos sein. Diese wäre dann nur das Etikett einer Enteignung. Die Banker dagegen lassen ihre Institute und die diese absichernden Privatvereine wie FED und Notenbanken sowie multinationale Konzerne nicht leiden. Ob die mittelständische Realwirtschaft lokal in betroffenen Staaten dabei zugrunde geht, ist ihnen egal. Sie können dies in allen Staaten verfolgen, denen der IWF - eher Bank als politische Vereinigung - mit neuen Krediten und Knebelbedingungen aus Notlagen "geholfen" hat. Der IWF hilft nur den angeschlagenen Instituten. Für die Bürger ist es der Untergang. Schauen Sie nach Griechenland, wo im Zeitraffer ein Volk in größte Not gerät. Italien wird folgen etc.. Und wenn wir nicht aufpassen auch Deutschland.

Ich warne also ausdrücklich davor, vermeintliche Experten in die Politik zu bitten. Dann bräuchten viele Branchen keine Lobbyisten mehr. Im Falle der Bank-Seilschaft würden diejenigen, welche uns zunächst durch unsägliche Liberalisierungen des Finanzmarktes und rücksichtsloses Agieren (Ackermanns "Peanuts") diese Probleme maßgeblich ins Haus brachten, zum Problementferner erkoren. Dümmer geht's nimmer.

11.11.2011 

MarkusGaertner.com (Beitrag): Der Beitrag benennt die zunehmende, sich vertiefende Verstrickung zwischen einer "Bankmafia" und den europäischen politischen Eliten. In einer fast unglaublichen Weise wird ein Land nach dem anderen und eine Institution nach der anderen mit verdienten Goldman Sachs Ex-Mitarbeitern und anderen Bankern ohne jeden Widerstand seitens der Bevölkerung oder Politik unterwandert. Beispiele:

  • Griechenland: Lucas Papademos, ehemals FED in Boston, folgt Papandreou
  • Italien: Mario Monti, ehemals Goldman Sachs & amtierender Vorsitzender der Bilderberger-Konferenz, folgt Silvio Berlusconi
  • Bad-Bank EZB: Mario Draghi, ehemals Goldman Sachs, folgte Trichet

Draghi und Papademos trugen in der Vergangenheit aktiv zum Entstehen der derzeitigen Krise bei.

Kommentar: Je bedrohter die Bundesregierung ist, desto unvernünftiger handelt sie. Der Fanatismus, mit dabei die Auflösung Deutschlands in Europa betrieben wird, ist beängstigend, weil er sich quer durch alle Parteien zieht: "Auch Deutschland ist zu einer Übertragung von Souveränität auf die europäische Ebene bereit." , so Angela Merkel. Der Deutsche jedoch ist nicht gefragt worden. Und wenn mich nicht alles täuscht, ist kaum ein deutscher Staatsbürger ohne politisches Mandat oder Vorsitz in einem multinationalen Konzern hierzu bereit. "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus", heißt es in Art. 20 des Grundgesetzes. Träfe dies zu, lebten wir in einer lupenreinen Demokratie. Doch entspricht dies schon lange nicht mehr der Realität. Verbände, Interessengruppen und Lobbyisten haben nach Ansicht des Journalisten Claudius Maintz die Staatsgewalt fest in ihrer Hand.

Fazit: Nicht gegen die Banken sollte die Occupy-Bewegung auf die Straße gehen, sondern gegen die sich in dieser Sache einigen Spitzenpolitiker aller Parteien und gegen den Kadaver-Gehorsam fast aller Abgeordneten. Die forcierte Globalisierung hat einst dem Mittelstand den ersten Tritt versetzt. Die Auflösung nationaler Strukturen wird ein weiterer sein.

Seit Beginn der Krise agiert Deutschland nur noch als der hörige tumbe und dumme Mitläufer, welcher gegen den selbsernannten Krisenführer Frankreich und dem Druck der in der Regierung verwurzelten Bankenlobby nichts ausrichten kann. Rettungsgelder im Milliardenbereich werden vermutlich nicht nur von einer Privatbank veruntreut. Diejenigen Aufrechten, die es aufzudecken versuchen, leben gefährlich.. Letzteres ist ein Indiz, dass die wahren Staatsfeinde auf der Empfängerseite der Rettungsgelder zu vermuten sind. Zudem muss jeder Euro der Rettungsgelder irgendwann zurückgezahlt werden (Pippa Malmgren). Jedes Aufblähen der Rettungsschirme auf die nunmehr von der Bankseite geforderte drei Billionen Euro wird die Finanzkrise unweigerlich eskalieren.

Doch auch ohne jedes Rettungspaket - schon über die täglich wachsenden Target2-Ausleihungen der Deutschen Bundesbank und über die Anleihe-Käufe der EZB (täglich 3,7 Mrd. Euro, Anteil Deutschland 1 Mrd. täglich) steigt die Höhe der deutschen Bürgschaften für untergehende Nachbarstaaten mit zunehmenden Tempo in Richtung des Billionenbereichs.

Die Geldgeber sehen die steigenden Risiken und steigen aus Staatsanleihen komplett aus. Dieser Markt kommt zum Stillstand, weil es kaum noch Käufer gibt - auch nicht für deutsche Staatsanleihen. Und es gäbe auch keine für Eurobonds. Und auch nicht für die schon begrifflich Ratlosigkeit signalisierenden "Elite-Bonds". Und wenn für die derzeitigen Schulden schon kaum noch Finanzierer die Geldbörse öffnen, wird es für die kontinuierlich steigenden zukünftigen noch weniger Geldgeber geben. Ohne frisches Geld, in jeder verdammten Woche, bricht dieses System jedoch zusammen. Und genau an diesem Punkt befinden wir uns. Die EZB spielt noch eine Weile Kaufmannsladen und tritt als nahezu einziger Käufer auf. Wohin soll das führen, wenn die EZB nunmehr auch deutsche Staatsanleihen kaufen müsste? Ist die EZB ein perpetuum mobile des Gelddruckens? Nein, denn das Geld kommt nur scheinbar aus dem Nichts. Es kommt aus dem großen Reich der geistigen Schlichtheit in ein geschlossenes sensibles Währungssystem. Dort erhöht es die Geldmenge und führt das System notwendig in eine starke Inflation. Die USA und Europa haben genau das gleiche Problem. Nur die Flucht nach vorn in eine noch schlechtere Weltwährung kann die Eliten noch ein paar Jahre über Wasser halten. Doch irgendwann würde auch die Weltwährung kollabieren. Wen wollte man dann mit ins Boot holen? Marsbewohner? Es gibt kein Entkommen, nur ein Zeit gewinnen.

Kommt die Weltwährung nicht, müssen bankrotte Staaten demnächst von der Klippe springen und Deutschlands politische Elite tut alles, um dabei zu sein. Alles, was Sie derzeit aus Politik und Medien hören, ist nur das Rauschen des Fahrtwindes auf der abschüssigen Bahn zur Klippe.

Dem Fehler der gemeinsamen Währung folgt also fast eine Dekade später der Fehler des kollektiven Untergangs. Die Ratio weicht zunehmend Durchhalteparolen. Im panischen Agieren wird unreflektiert der Bock zum Gärtner gemacht. Wer jetzt noch an die Rettungspakete als Schutzmechanismus für den Bürger glaubt, der lebt beneidenswert glücklich in einem Luftschlosses ohne Bodenhaftung. Der Buchautor Kershaw sagte zum Endstadium des zweiten Weltkrieges:

"Nicht so war es, dass die Deutschen die Wirklichkeit nicht sahen, vielmehr sahen sie von ihr weg. Zum Schluss waren sie mal wieder 'belogen und betrogen' worden."

So ist es noch heute.

09.11.2011 

Nachrichtenagentur Reuters (Meldung): Reuters berichtet, Deutschland (Merkel) und Frankreich (Sarkozy) planen eine Schrumpfung der Eurozone in den stabilen Verbund einer kleinen, politisch stark integrierten Zone. Der Rest verbliebe in einer Europäischen Union, die dann auf über 35 Mitglieder bis über den Balkan hinaus erweitert werden könnte.

Parallel untersucht eine Kommission die Modalitäten für freiwillige und erzwungene Euro-Austritte ohne das hierfür derzeitig notwendige Verlassen der Europäischen Union. Diese Entwicklung sei noch im Planungsstadium. Die operative und technische Durchführbarkeit ist noch nicht diskutiert worden. Eine formelle Diskussion hierüber findet am 9.Dezember auf einer intergovernmental conference in Brüssel statt. Zunächst dürften in den folgenden Wochen einige technische Vereinbarungen folgen. Die fundamentalen Änderungen der Verträge werden in den darauf folgenden Monaten angegangen. Doch die Krise könnte sich von einem Tag auf den anderen vertiefen und das Bild radikal verändern. Zudem sind die Briten gegen jede weitere Abgabe von Souveränität an die EU.

Kommentar: Wenn sich diese Idee wirklich noch nicht einmal im Planungsstadium befindet, bleibt vermutlich nicht genügend Zeit zur Umsetzung, bevor die EZB-, Taget2 und Staatsschulden der Euroländer so exorbitant hoch sind, dass das Euro-Währungssystem nicht mehr zu halten ist. Alle zwei Tage steigt alleine Deutschlands Taget2-Haftung um 1 Milliarde Euro - bis heute auf 465 Mrd. Euro. Mit Italiens Niedergang dürfte sich die Steigerung der Taget2-Salden noch erhöhen. Auch sind sich alle Beteiligten derart uneins, dass eine Änderung des derzeitigen Status Quo nur von der Marktentwicklung erzwungen, nicht jedoch vereinbart werden kann. Von den parlamentarischen Hürden für eine Änderung der Verträge ganz zu schweigen.

Dieses wäre als ein weiterer verzweifelter Rettungsschritt anzusehen - aber nicht die befreiende Lösung. Denn Frankreich wird alles tun, im mit dem vergleichsweise starken Deutschland im selben Boot zu sitzen. Derzeit passt Frankreich bereits seine Steuersätze an das deutsche Niveau an. Hierbei würde Deutschland also unter dem Versprechen der ewigen Stabilität an seine Bürger seine politische Souveränität zugunsten eines Kern-Euros aufgeben. Frankreich ist jedoch alleine mit mindestens 290 Mrd. Euro alleine in Italien engagiert. Geht auch nur Italien pleite, ist es Frankreich in einem überschaubaren Zeitraum auch. Und diese Kerneurozone könnte niemals gesunden.

Es ist schon schwierig, einen Handwerksbetrieb mit zwei Inhabern, die sich wirtschaftlich auf Augenhöhe befinden und sich gut verstehen, erfolgreich zu führen. Es ist unmöglich, eine Eurozone mit vier oder mehr Inhabern, die sich wirtschaftlich nicht auf Augenhöhe befinden und völlig unterschiedliche Interessen verfolgen, erfolgreich zu führen. Am Ende steht - nach wieviel Jahren auch immer - eine Weltwährung oder die Rückkehr zu nationalen Währungen.

07.11.2011 

Financial Times Deutschland (Beitrag): Die EZB forderte initiiert durch Frankreich (Sarkozy) und den USA (Obama) auf dem letzten G20-Gipfel die Einbringung von Goldreserven der Euroländer in einem noch zu gründenden Fonds. Hierin würden die aus nationalen Währungsreserven bestehenden Sonderziehungsrechte der EU-Staaten, welche seit 1969 eine globale Währungseinheit sind, in einem sogenannten administrierten Konto zusammengefasst und ausschließlich vom IWF verwaltet.

Doch selbst dieser Fonds würde nicht ausreichen, um auch nur Italien vor einem Konkurs zu bewahren. Vorgeblich vom Tisch gewischt, soll dieser Vorschlag jedoch schon heute im Euro-Finanzministertreffen erneut vorangetrieben werden.

Kommentar: China und Russland fordern seit 2009, die Sonderziehungsrechte als supranationale Reservewährung auszubauen. Damit hätten wir dann die von der Bankenseite geforderte Weltwährung. Sie rückt mit diesem EZB-Vorstoß, der von Merkel unterstützt wurde, näher. Nur dem Chef der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann ist es zu verdanken, dass es derzeit noch nicht dazu kommt - er legte sich quer. Doch wie lange noch. Er kämpft alleine auf fast verlorenem Posten. Merkel, Steinmeier, Trittin und Rösler werden unisono Deutschlands Vermögen früher oder später an die Banken ausliefern - im Crash auch in einer weiteren hastig durchgezogenen Nacht- und Nebelaktion. Die Bundesregierung prüft bereits, wie sie der Deutschen Bundesbank die Verwaltungsrechte für den deutschen Goldbestand entziehen kann.

"Wenn ein Produkt schlecht ist, dann beschleunigt gute Kommunikation nur sein Sterben", sagt Sebastian Hardieck, Kreativchef der Werbeagentur BBDO. Er bezieht diesen Satz auf den vorgeblichen Biokraftstoff E10. Er passt jedoch auch auf Kernkraftwerke, Rüstungsprodukte und das Konstrukt der Europäische Union. Die verdeckten Ziele der politischen Eliten werden jedoch derzeit von den Mainstream-Medien noch nicht kommuniziert.

28.10.2011 

Wut und Aggression steigern sich allerorten im Euro-Europa:

Nichts wird durch den Euro geeint. Er trennt mehr und mehr die Nationen und führt sie zum Nationalismus zurück. Es ist wie ein Pendel, das nach einem Extrem nun zur anderen Seite ausschlägt. Und es hat die Vertikale gerade eben erst passiert.

Die Bürger Europas sind zunehmend wütend auf die Politik, auf andere europäische Nationen und die Eurowährung. Die Politiker selbst schreien sich in Konferenzen an und gebrauchen zunehmend ein Kriegs-Vokabular. "Bis zur letzten Patrone" werde der Euro verteidigt. Nicht viel trennt sie von Handgreiflichkeiten, wie sie gelegentlich in Parlamenten zu sehen sind. Jeder ist unter Druck und zeigt mit dem Finger auf seinen Schuldigen. Die Medien machen ebenfalls mit und bedienen alte Klischees und Vorurteile, weil es ihnen die Politiker vormachen. Die Griechen seien faul und verprassen unser Geld, so einer der Irrtümer. Der griechische Bürger jedoch ist genauso ein verlorenes Wesen wie der italienische Bürger wie der französische und der portugiesische und spanische Bürger. Er ist in der Mehrzahl außerhalb von Krisenzeiten politisch desinteressiert und vertraut auf seine gewählten Vertreter. Es sind stets die politischen Eliten, welche die Völker in die Verschuldung führten und nun völlig untaugliche Wege hieraus suchen. Beispielsweise noch mehr Schulden gegen ein Verschuldungsproblem. Und diese wissen vielerorts die Mainstream-Medien auf ihrer Seite.

So hat der italienische Bürger mit der Mafia und dem Gebaren seiner Staatsführung genauso wenig zu tun wie Sie mit Merkels Entscheidungen. Und doch lassen Sie und ich es zu, dass wir instrumentalisiert werden in einer Ablehnung anderer Nationen. Darauf sollten wir achten - auf dass keine europäische Nation dereinst wieder mit Hurra zum Schlagbaum marschiert. Sie meinen, das wäre blanker Unsinn? Unterschätzen Sie die Dummheit und intellektuelle Verschlagenheit politischer Führungen nicht. So manches Land wird wie eine Hinterhofklitsche geführt.

Schuldenprobleme können entstehen. Das ist nicht so schlimm, wie es erscheint. Erst, wenn in einer solchen Krise nicht der Bürger geschützt wird, sondern ausschließlich zu Lasten der Bürger Privatunternehmen, wie Banken es sind, wird es schlimm. Sehr schlimm.

Griechenland zieht die Notbremse und plant eine Volksbefragung. Und fast der gesamte Mainstream wettert hiergegen, man solle die Bürger ignorieren und die Eliten in Ruhe klüngeln lassen. Fast zeitgleich bejubeln dieselben Meinungsmacher die vorgeblichen Freiheitsbestrebungen in den nordafrikanischen Ländern. Eben schrieben sie noch euphorisch über den vom deutschen Parlament abgesegneten Hebel, nun bejammern sie die einsetzende Kernschmelze des Wirtschaftssystems. Welch grandiose Schauspieler sie doch sind, die uns zu manipulieren suchen. Das Wohlergehen des Bürgers ist ihnen weitgehend gleichgültig. Es sind andere Interessen, die in ihnen Motive ausbilden und ihr Handeln und Schreiben leiten.

Doch wer, wenn nicht das Volk, gibt in einer Demokratie die Richtung vor? Dazu gehören allerdings in den politischen Lagern inhaltliche Alternativen, welche uns Deutschen, aber auch den Griechen, Italienern und US-Amerikanern fehlen. So haben wir zwar das Gerüst einer Demokratie, doch von der politischen Elite ernannte Bundesverfassungsrichter, Medien und Gesetzgebung sägen an seinen Pfeilern. Und vielerorts werden die Polizeikräfte aufgerüstet - vordergründig zum Kampf gegen Terroristen, tatsächlich zur Unterdrückung der Bevölkerung.

Wie geht es weiter? Für Griechenland verbliebe selbst mit dem urprünglich geplanten Schuldenschnitt noch eine Verschuldungsquote von mehr als einhundert Prozent des Bruttoinlandsproduktes - eine Entschuldung sieht anders aus. Die Zinsen für Staatsanleihen der PIIGS steigen und steigen, weil die institutionellen Anleger die Situation aus eigenem Interesse klarer einschätzen als die Politik. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem selbst die EZB nicht mehr in der Lage ist, durch Ankäufe die Zinsen zu drücken. Infolge steigen die Bond-Verzinsungen an. Diese höheren Belastungen können die betroffenen Staaten jedoch nur kurze Zeit tragen. Dann werden sie zahlungsunfähig. Alle Rettungsschirme werden blitzschnell an ihre Grenzen stoßen. Für die angedachten Hebel gibt es auf dem Markt keine Geldgeber. So werden die Garantien letztlich vollumfänglich fällig. Und Deutschland bankrott sein. Rechnen Sie zu den Garantien noch die Verluste der EZB und durch Target-2 Ausleihungen verursachte Verluste der Deutschen Zentralbank hinzu. Und die Negativ-Salden der Schattenbanken. Und niemand kann auch nur die hieraus entstehenden Zinslasten bezahlen. Das wird dann der Punkt sein, wo die Klugschwätzer der politischen Eliten unausweichlich ihre Systeme resetten müssen, also über Währungsreformen zurück in die nationalen Währungen oder in eine Weltwährung gehen.

21.10.2011 

Auffälliges aus Mainstream-Medien und Politik heute am Freitag, dem 21. Oktober 2011:

  1. Merkel kündigte für heute Regierungserklärung vor dem Bundestag zum Gipfeltreffen am Sonntag an und sagte sie nach Sarkozys Überraschungsbesuch wieder ab. Eine Regierungserklärung wird außer der Reihe nur als Stellungnahme einer Regierung zu einem bestimmten Thema aus besonderem Anlass abgegeben.
  2. Financial Times Deutschland (Printausgabe) von heute: Man schien in der Redaktion ursprünglich von heute wiedereingeführten nationalen Währungen zumindest in Frankreich, Spanien und Deutschland ausgegangen zu sein. Indizien:
    Der Leitartikel scheint(!) hastig umgeschrieben worden zu sein - er ist inhaltlich nicht stimmig, ohne Aussage und passt nicht zum Aufmacherbild. Überschrift: "Es gibt keinen Weg zurück." Neben dem Artikel ist groß die alte 1 D‑Mark-Münze abgebildet mit dem Hinweis: "Für unsere jungen Leser." Die Zeitung ist sowohl in Euro als auch in D‑Mark ausgepreist. Im Wirtschaftsteil werden im Abschnitt 'Staatsanleihen' die Kapitalbewegungen nur noch in Peseten, Französische Franc und D‑Mark beziffert. Auch niederländischer Gulden und finnische Kronen werden verwendet. Der Begriff Euro kommt dort im Text nicht mehr vor. Zudem prangt dort die große Abbildung eines alten 100 D‑Markscheines, in dem ein Chart 'D‑Mark in $' des Zeitraumes 20.10.2010 bis 20.10.2011 abgedruckt ist. Anstelle eines erklärenden oder verbindenden Textes steht dort nur der lapidare Hinweis: "Für unsere älteren Leser." Unter 'Devisen' schließlich steht zu lesen: "Die US-Währung verteuerte sich gegenüber der D‑Mark leicht. Am Abend kostete 1 Dollar 2,678 D‑Mark." Zudem ist ein Devisen-Chart 'Deutsche Mark Kurs in $' abgebildet. Und - eine Seite weiter - 'Der Wall Streeter'. In dieser Kolumne werden ebenfalls nur D‑Mark Preise genannt: "[...] haben die Angestellten von Morgan-Stanley bisher durchschnittlich rund 287.390 D‑Mark (202.608 Dollar) verdient. Bei Goldman-Sachs waren es nur 127.980 D‑Mark mehr". Die heutige FTD ist auf jede ihrer Seiten von vorne bis hinten von Euro-Angaben auf D‑Mark umgestellt. Oder wußten Sie, dass der aktuelle Hyundai Veloster 1+2‑Türer 1.6 Style 42.246 D‑Mark kostet?

Ich mutmaße mit den genannten vagen Informationen übrigens gar nichts - ich zeige nur Indizien auf. Es ist zweifelhaft, dass Spanien und Frankreich über alte oder gar neu gedruckte Peseten- und Franc-Geldbestände verfügen.

Doch dies war vermutlich keine Gaudi der FTD. Derartiges würde plakativ kommentiert. Zudem war diese regierungstreue Zeitung bis heute frei von humorigen Attitüden. Dieses fällt in eine Zeit, wo die Griechenlandpleite von Entscheidungsträgern nicht mehr weggeredet wird. Die aus dieser entstehende Unterkapitalisierung aller involvierten Banken wird vermutlich nicht mehr durch die selbst klammen Staaten ausgeglichen werden können. Und wenn doch, sind es eben demnächst die Staaten, welche unausweichlich bankrott gehen. Nur darum ist die Politik in diesen Tagen am Rotieren. Wenn also die Geberländer jetzt nicht mehr einvernehmlich zahlen wollen oder durch parlamentarische Hürden nicht mehr zahlen können, dann haben einige Euro-Länder Ende dieses Jahres keine Euro-Währung mehr.

Wenn dies also zutrifft, stehen einige Bankenpleiten oder mit Verzögerung von wenigen Jahren weitere Staatspleiten nach Griechenland ins Haus. Wann die Politik jedoch letztendlich vom Euro ablassen muss, steht in den Sternen. Je später, desto wahrscheinlicher ist der Schritt in eine für Bürger noch nachteiligere Weltwährung - der USA-dominierte IWF fordert bereits für sich die Fondsverwaltung der europäischen Rettungsgelder. Je eher, desto weniger ruinös wird es und desto mehr wird von der europäischen Idee übrig bleiben. Merkels Satz, falle der Euro, falle Europa, zeugt von unsäglichem politischen Rauditum. Mit derartigen Aussagen wird erst das Europa der Gründungsväter zerstört - nicht durch eine Rückkehr zu nationalen Währungen. Oder sind die Nicht-Euro EU-Mitglieder per se schlechte Europäer?

16.10.2011 

Deutsche-Mittelstands-Nachrichten.de (Interview mit Dr. Philippa 'Pippa' Malmgren): Der Gesellschaftsvertrag, nach welchem die Bürger Steuern an den Staat zahlen, damit die Regierungen das Geld für Sozialsysteme und Renten verwenden, wurde von der Politik gebrochen. Infolge werden die Sozialsysteme zurückgebaut und die Rentenleistungen reduziert. Dieser Gesellschaftsvertrag wird neu verhandelt werden müssen. Denn warum werden nur Banken, nicht aber die Bürger entschuldet? So jedenfalls leben die Bürger nur noch für die Banken. Dabei hat der schwedische und indische Erfolg seinen Ursprung in massiven Bankenzusammenbrüchen.

Die Menschen werden die Sparprogramme nicht ertragen. Die Krisenbewältigung kennt jedoch nur ein Mehr an Schulden und Gelddrucken. Dennoch werden Belgien, Spanien, Irland, Portugal und Italien pleite gehen. Für die Deutschen ist Preisstabilität jedoch historisch wichtig - die Bevölkerung wird eine Inflation nicht hinnehmen. Jede Nation hat seine historischen Lasten mit einer besonderen Bedeutung für das Volk. Die Griechen haben beispielsweise als Folge des letzten Bürgerkriegs ein geringes Renteneintrittsalter beschlossen. Was für die deutsche Nation die Preisstabilität ist, ist für die griechische der frühe Rentenbeginn.

Die deutschen Bestrebungen zur Lösung der Krise gehen weit über die offiziellen Verlautbarungen hinaus. Die neue D‑Mark wird annehmlich bereits in 'De La Rue' (GB) gedruckt. Zudem wurden nicht alle alten D‑Mark-Bestände vernichtet. Das derzeitige Festhalten am Euro ist historischen Gründen geschuldet - man möchte nicht wieder der Schuldige sein. Nichts würde zusammenbrechen, führte man Währungsreformen durch.

12.10.2011 

jungeWelt.de (Beitrag): Island ließ vor drei Jahren seine überschuldeten Banken ohne jede Unterstützung in Konkurs gehen. In der Folge gab es zwei für die Bevölkerung harte Jahre. Einige Isländer wanderten aus, internationale Unternehmen zogen sich zurück.

Die damit einhergehende 50-prozentige Abwertung der isländischen Währung, die unterstützungslose Abwicklung aller Pleitebanken sowie die Verweigerung jeglicher Zahlungen an ausländische Staaten und Institutionen führte zur Gesundung der isländischen Wirtschaft und des Finanzsystems.

Heute ist Island wirtschaftlich stabil und auf dem Wachstumspfad. Deren Exporte sind aufgrund der Abwertung international konkurrenzfähig. Island erfüllt sogar die Stabilitätskriterien für eine Aufnahme in die EU. Wie kam es dazu? Die isländischen Bürger erstritten sich in massiven Demonstrationen das Recht zur Entscheidung wichtiger Fragen in Volksabstimmungen. Man denkt dort nicht daran, sich dem Druck kerneuropäischer Länder auszuliefern und der Europäischen Kommission, der EZB und dem IWF unterzuordnen - sprich der EU beizutreten.

Kommentar: Die Bürger sind in ihrer Gesamtheit klüger als die politische Elite.

10.10.2011 

FAZ.de (Beitrag): Der FDP-Abgeordnete Frank Schäffler zeigt in seinem Beitrag einen gangbaren Weg aus der Schuldenkrise, auf welchem die Verursacher zahlen müssen, die aufgeblähte Geldmenge wieder reduziert wird und Ersparnisse der Bürger verschont bleiben:

  1. Revidierung des G20-Beschlusses, wonach systemrelevante Banken nicht Konkurs gehen dürfen
  2. Weitere Erpressungen der Banken werden von den Regierungen mit der Aufforderung beantwortet, einen Insolvenzantrag zu stellen.
  3. Deutschland garantiert alle privaten Spareinlagen insolventer Banken und sichert die Fortführung derer Kredite an Unternehmen. Zahlungsverpflichtungen dieser Banken an andere Banken werden nicht besichert.
  4. Bankrotte Geschäftsbanken werden von einem Insolvenzverwalter geführt. Dieser sorgt für den geordneten Zahlungsverkehr aller staatlich garantierten Guthaben und Kredite. Eine Refinanzierung erfolgt wie gehabt über die Zentralbank.

Dies wäre also eine durchaus gangbare Alternative. Unsere politische Elite nahezu aller Parteien zieht es jedoch vor, die Angst in der Bevölkerung für die Schaffung eines undemokratischen europäischen Superstaats zu nutzen. Diese Entwicklung nützt jedoch nur den Banken und schadet den Bürgern.

Kommentar: Hier ist sie, die Alternative. Ähnliche Ansichten vertritt Top-Ökonom Homberg. Jetzt braucht der Wahl-Bürger eine teure Organisation fähiger Lobbyisten, welche die Politik im Sinne der 99 Prozent beeinflusst. Oder er geht auf die Straße. Alle vier Jahre zwei Kreuze zu machen reicht nicht zur Durchsetzung dieses Weges.

01.10.2011 

Dr. Philippa 'Pippa' Malmgren (Beitrag): IWF-Chefin Christine Lagarde sagte auf der Konferenz in Jackson Hole mit Blick auf die neue deutsche Zurückhaltung: "Irgendwer wird einen Scheck schreiben müssen oder wir werden historische multiple Bankpleiten erleben." Das impliziert, dass es im von ihr erwarteten Crash keine weiteren Hilfen für nicht-deutsche Banken geben wird. Der EFSF gründet sich auf Teilnehmer, die außer Gold-Reserven kaum Geld aufbringen können. Nicht einmal China könnte die europäischen Banken retten. Am Ende wird wohl nur Deutschland in der Lage sein, seine - und auch nur seine - Banken über eine Verstaatlichung zu retten. Und notwendig die Eurozone verlassen.

Trichet vertrat den Standpunkt, dass es möglich sei, Zeit zu erkaufen und die Märkte glauben zu lassen, dass eine Lösung möglich ist. Lagarde dagegen äußerte, dass viele europäische Banken fundamental insolvent sind und dass dies der Grund ist, warum sie ihre Liquidität direkt von der EZB beschaffen müssen.

In einem Spiegel-Interview sagte Schäuble: "Tatsächlich wären wir eine merkwürdige Regierung, wenn wir uns nicht auf alle Eventualitäten vorbereiten würden, wie unwahrscheinlich ihr Eintreten auch ist."

Und Ackermann sagte in einer Rede am 5. September: "Es ist ein offenes Geheimnis, dass zahlreiche europäische Banken eine Wertberichtigung ihrer Assets von Pleitestaaten auf deren Marktwert nicht überleben würden."

Axel Webers und Jürgen Starks Abgang von der EZB in diesen Zeiten ist ein Signal, dass das Risiko zugenommen hat und es keinen Eurobanken-Bailout geben wird und dass Deutschland die Eurozone verlassen wird. Dieser Schritt wird die erste freie Bewegung Deutschlands seit dem Beginn des EU-Projekts markieren.

Kommentar: Die US-Amerikanerin Philippa Malmgren - ehemalige Assistentin des Präsidenten für 'Economic Policy' des 'National Economic Council' unter US-Präsident Bush - liefert uns erstaunlich detaillierte und plausible Informationen, die für sich sprechen. Erstaunlich deshalb, weil selbst viele deutsche Abgeordnete keine Ahnung haben, über welche Summen sie abstimmen, wer schon Hilfen erhalten hat und wer eigentlich gerettet werden soll. Und wenn sie das schon nicht überblicken, haben sie von den tieferen Zusammenhängen vermutlich gar keine Vorstellung. Aber sie entscheiden über die deutsche Souveränität und das wirtschaftliche Überleben der verbleibenden 99% der Normalbürger. Und so überrascht das Abstimmungs-Ergebnis auch nicht. Fast alle fanden offenbar, dass irgendwas zu retten mit irgendeiner Summe ("Milliarden?", Gabriele Fograscher, SPD-Bundestagsabgeordnete) irgendwie besser ist als nichts zu tun.

Und wenn die Abgeordneten schon in Ahnungslosigkeit dahinschwimmen, stört sich auch niemand mehr an neuen Wortschöpfungen scheinbar debiler, tatsächlich jedoch rückgradloser Entscheidungsträger. Ein Beispiel ist der funkelnagelneue Begriff "Resolvenzverfahren". Wenn derartige Wortschöpfungen kreiert werden, kann der gemeine Bürger blind davon ausgehen, dass die Politik mit ihrem Latein am Ende ist und vermeiden will, eine Wahrheit auszusprechen: Griechenland ist pleite. Bankrott. Zahlungsunfähig. Wie demnächst Portugal, Spanien und Frankreich. Das System Euro hat versagt, zieht allen partizipierenden Bürgern das Fell über die Ohren, ist die größte Fehlentscheidung der Politik der letzten 60 Jahre. Funktioniert hat es nur ein paar Jahre für wenige internationale Konzerne. Das also ist das grandiose Vermächtnis Helmut Kohls. Ein zerstrittenes untergehendes Europa mit aufgebrachten Bevölkerungen.

Dabei hätte zwischen den Jahren 2003 und 2010 nur die Reißleine gezogen zu werden brauchen. Das setzt jedoch politische Entscheider voraus, die primär bereit sind, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden. Wenn dann infolge vorausschauender intelligenter Lösungen alle Euroländer

  • beizeiten zurückgekehrt wären zu ihren Landeswährungen und den früheren innereuropäischen multinationalen Vereinbarungen, wie sie heute noch unter Europas Nicht-Euroländern bestehen,
  • und ein Trennbankensystem, also eine strikte Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken (letztere finanzieren sich primär über den Kapitalmarkt und kaum über Spareinlagen) eingeführt worden wäre
  • und CDS-Wetten (credit default swaps) auf die Pleite eines Staates zumindest für Nicht-Inhaber entsprechender Bonds verboten worden wären
  • und alle Liberalisierungen des Kapitalmarktes in Deutschland seit 1995 zurückgenommen worden wären,

hätte auch die europäische Idee kaum Schaden genommen und könnte weiterverfolgt werden. Hierfür ist es nun scheinbar fast zu spät. Die europäische Idee lebt derzeit nur noch in den Köpfen der politischen und wirtschaftlichen Eliten Europas. Und dies sollten wir bedauern. Denn das bis zur Einführung des Euro gelebte Europa zahlreicher freiwilliger zwischenstaatlicher Vereinbarungen war weitgehend vorteilhaft für alle: Für die Bürger, die Politik und die Unternehmen.

23.09.2011 

Handelsblatt.de (Beitrag): Die G20 haben in ihrem Bestreben nach einem Weltwährungssystem ein Etappenziel erreicht. Deren vor etwa einem Jahr eingesetzte G20-Arbeitsgruppe unter deutsch-mexikanischer Führung schloss ihre Arbeit ab. Die Ergebnisse werden auf der nächsten G20-Konferenz in 2 Wochen in Paris vorgestellt. Entscheidungen werden dann laut Asmussen auf dem G20-Gipfel in Cannes fallen. Frankreich habe diese Entwicklung unter seiner G20-Präsidentschaft massiv vorangetrieben. Auch die nachfolgende mexikanische G20-Präsidentschaft wird die Einführung eines Weltwährungssystems weiter betreiben. Die Entwicklung gehe nach Asmussen Schritt für Schritt in die Richtung eines neuen Währungssystems.

Kommentar: Die Politik beweist, dass es immer noch schlimmer geht. Und dies nicht unter Führung eines Pleitestaats, sondern unter der Leitung des deutschen Finanzstaatssekretärs Jörg Asmussen. Ich warne seit über einem Jahr vor dieser Entwicklung, die uns am Ende nicht zurück in lokale Währungen, sondern in eine Weltwährung führen soll. Banken, IWF und Weltbank machen sich seit langem dafür stark. Wenn diese Annahme zutrifft, kommt ein möglicher Zusammenbruch des Weltfinanzsystem diesen Eliten nicht ungelegen. Diese Annahme erscheint auf dem ersten Blick so absurd, dass man sie ignorieren möchte. Doch mit intakten lokalen Währungen wären zufriedene Bürger der USA, Japans, Europas etc. niemals zu derartigen Anpassungen bereit.

Diese Weltwährung würde auch nicht sofort alle nationalen Währungen ablösen - es wäre vermutlich zunächst nur eine Verrechnungseinheit wie dereinst der ECU der Europäischen Union bis zur Einführung des Euro. Und durchaus könnte Deutschland zuvor für einige Zeit seine nationale Währung zurück erhalten und sich auf der sicheren Seite wähnen. Sicher ist der deutsche Staatsbürger auch mit einer neuen lokalen Währung nur, wenn bei deren Einführung erstens alle staatlichen Verbindlichkeiten über einen Haircut auf Null gesetzt werden. Und zweitens danach die Zeit der Subventionierung von Staaten, Konzernen und Banken vorbei ist. Doch wer daran glaubt, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.

Möglich wäre es jedoch bei identischem Wohlstand. Hätten wir Politiker mit Verstand und Charakter, würden sie sich selbst das Aufnehmen von Schulden verbieten. Peter Boehringer stellte fest, dass Deutschland ab der Einführung der D‑Mark 1949 bis heute trotz schlechten Wirtschaftens in den dazwischen liegenden Jahren entweder jeweils eine ausgeglichene Bilanz oder Überschüsse erwirtschaftet hätte, würde es nicht den Posten der Zinsleistungen auf deutsche Staatsschulden geben.

Dass nun wirtschaftlich untergehende Länder wie Frankreich die Einführung einer Weltwährung forcieren, hängt wohl damit zusammen, dass diese ihnen Luft verschaffen würde. Der USA ebenso. Zu wessen Lasten dies ginge, ist klar: Staaten mit guter Bonität würden zu weltweiten Bailouts herangezogen. Solange es jedoch keinen kräftigen Haicut - also Schuldenabbau - gibt, solange wird der notwendig bevorstehende Zusammenbruch überschuldeter Finanzsysteme nur hinausgeschoben. Denn auch die Weltwährung ist eine Trickserei, welche den politischen Eliten Luft verschafft. Das Schneeballsystem läuft dann eben noch ein paar Jahre weiter.

Bis dahin werden die großen Investmentbanken weiter mit Steuermitteln am Leben gehalten - Steinmeier, Merkel, Schäuble und Trittin (Zitat: "Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig") sind unisono dafür. Die G20 sowieso. Dabei erfüllen Misch- oder Investmentbanken kaum noch ihre ureigentliche Aufgabe der Bereitstellung von Krediten für Unternehmen. Es wäre daher besser, diese eher Hedgefonds ähnlichen Spielcasinos reihenweise in geordnete Insolvenzen überzuleiten, auf dass der Banker als solcher lerne, dass er Haushalten muss mit anderer Leute Geld. Sonst ist er kein Banker mehr. Es werden immer Geschäftsbanken übrigbleiben, die deren ureigentliche Aufgaben gerne übernehmen würden. Doch nicht nur bei Pleitestaaten, auch bei Pleitebanken wird Insolvenzverschleppung im großen Stil betrieben. Das erinnert an die mafiösen Verstrickungen von Politik- und Verbrecherorganisationen in einem nicht allzu fernen Bunga-Bunga-Land.

Konkursgehende Bürger erhalten dagegen keinerlei Erleichterungen oder gar finanzielle Hilfen. Dies macht den Umverteilungscharakter deutlich. Die absurde anti-nationale Europhilie der vom Bürger gewählten und finanzierten Politik-Eliten ist nur Mittel zum Zweck.

22.09.2011 

"Bild"-Zeitung (Beitrag): Der Beitrag listet einige markante Irrtümer (oder Lügen? "Wenn es ernst wird, dann muss man lügen." Jean-Claude Juncker, Chef der Eurogruppe) Wolfgang Schäubles seit dem Jahre 2009 auf. Es geht dabei um die Krisenhilfen - er wird wörtlich mit seinen sich widersprechenden und beschönigenden Floskeln zitiert.

Kommentar: Ich hätte nicht gedacht, dass ich in der mir verbleibenden Rest-Lebenszeit noch einmal die "Bild"-Zeitung zitieren würde. Aber aus diesem Artikel können wir lernen, durch das, was uns Politiker sagen, hindurchzuhören zu dem, was sie damit meinen. Zudem kommt diese negative Haltung des Mainstreams nach meiner Einschätzung nicht zufällig. Möglicherweise will niemand mehr diese Hilfen - nicht einmal Merkel und Schäuble. Dann stünde uns jedoch in absehbarer Zeit eine weitere 180-Grad-Drehung Angela Merkels bevor.

14.09.2011 

Handelsblatt (Interview): Frank Schäffler - die noch recht einsame Stimme der Vernunft unter verblendeten Mustereuropäern im Politikzirkus - äußert sich zur allmählichen Kehrtwende der FDP zur eurokritischen Partei. Die Stimmung dreht sich weiter gegen die ausufernde Interventionsspirale. Die Rettungslogik wird durchbrochen. Man könne gar nicht so viel Stützungsgelder bereitstellen, wie sie der Markt zur Abwehr von Staats- und Bankenpleiten erzwingt. Im Falle Irlands sei zudem der absurde Fall eingetreten, dass die Slowakei als deutlich ärmeres Land ein deutlich reicheres Land unterstützen muss.

Kommentar: Endlich ein Licht im Tunnel - die FDP löst sich trotz massivem Gegendruck aus den unsäglich parteiischen staatlichen Rundfunk- und Fernsehsendern (z.B. ZDF, ARD, NDR-Info (Zitat): "Man verbindet [in Griechenland] mit dem Euro Wohlstand und das will man natürlich nicht aufgeben." [20.9.2011]) zunehmend aus dem Europäisierungswahn und der Deutschland-zahlt-alles Mentalität. Mit dieser Partei hat Deutschland vielleicht noch eine Chance, am Ende nur wenig zerrupft aus dem Abenteuer Euro herauszukommen. Sie ist die einzige deutsche Partei, welche derzeit nach demokratischer Diskussion der Schuldenkrise, nationalstaatlicher Souveränität und fortgesetzter fiskalischer Selbstverwaltung zu streben beginnt. Und damit für Euroskeptiker wählbar wird.

Doch Gegner der FDP wie CDU-Chef Thomas Strobl werfen ihr "anti-europäische Tendenzen" vor. Was soll das sein? Ist ein Festhalten an demokratischen Gepflogenheiten, an geschlossenen Verträgen und ein Abwägen von Lösungswegen jetzt in Deutschland unerwünscht? So langsam wird klar, wie Regierungen in der Vergangenheit wieder und wieder Völker in den Abgrund von Staatspleiten und Kriegen führen konnten. Sie geraten in eine Denk- und Argumentationsweise, die auf einen Wahn beruht und jede demokratische Diskussion im Keim erstickt. Nur sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und wähnen daher ihr Handeln als alternativlos.

Die Haltung Merkels, Trittins (Zitat: "Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig") und Steinmeiers, welche als Anti-Nationale-Einheitsfront der Europhilen durch die Unterdrückung jeder Diskussion die Finanzmärkte ruhig halten wollen, ist naiv - diejenigen, welche große Summen verwalten, wissen besser als die meisten Politiker, wie es um das Finanzsystem steht. Sie sind Experten, die sich täglich darin bewegen. Wenn Merkel sich damit beschäftigt, ist es, als würde sie zum ersten Mal die Zylinderkopfdichtung an ihrem Dienstwagen wechseln müssen. Sie hat zwar viele Berater, aber jeder sagt ihr etwas anderes. Und danach sieht das Ergebnis dann auch aus.

Dieses Gebaren ist im höchsten Maße undemokratisch. Offenbar hat Merkel als DDR-Sozialisierte keinerlei Streben nach Erhalt unserer ehemals demokratischen Grundordnung. Wie sonst kann sie den folgenden Satz nicht nur aussprechen, sondern auch als mentalen Hintergrund in ihrem Repertoire haben - ein Originalzitat aus 2005: "[...] wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit." Ähnlich äußerte sich kürzlich Schäuble in der FAZ: "Das alte Regelungsmonopol des Nationalstaats hat sich ad absurdum geführt [...] Im Hinblick auf die Ewigkeitsgarantie des Grundgesetzes mahne ich zur Zurückhaltung." Weder werden die Bürger gefragt, ob sie dies genauso sehen. Noch ist das Ergebnis der angepeilten Umwandlung unseres politischen Systems ein demokratisches. Es ist genauso undemokratisch wie die Gesinnung der Politiker, die uns dorthin führen.

Aber möglicherweise sind alle diese Streitereien nur Nebelkerzen, um das Wahlvolk von einer in den nächsten Monaten bevorstehenden Währungsreform - zumindest in Deutschland - abzulenken. Es könnte jedoch unvermeidbar sein, dass dann alle Euroländer zeitgleich den Euro begraben. Und das harmonische Festklammern aller Parteien am Euro könnte auf einer Absprache beruhen, dass keine Partei aus der unvermeidbaren Rückkehr zur nationalen Währung politisches Kapital schlägt. Wenn dem so ist, wäre die Geheimhaltung bisher perfekt gelungen. Das Ausscheren der FDP mag hierbei den existenzgefährdenden bisherigen Wahlergebnissen und der bevorstehenden Berlin-Wahl geschuldet sein.

Hierzu passt ein merkwürdiges eintägiges G20-Wirtschaftsministertreffen am übermorgen (Freitag) in Polen. Es nimmt zudem US-Wirtschaftsminister Timothy Geithner teil. Hier könnte eine letzte gemeinsame Abstimmung stattfinden, bevor die Euroländer eine nicht angekündigte Zäsur einleiten. Mehr kann aus einem eintägigen Treffen von untergeordneten Ministern nicht hervorgehen. Denn Entscheidungen werden auf Kanzlerebene getroffen. Ginge Deutschland alleine aus dem Euro, bekäme die Südschiene übrigens ihre favorisierten Eurobonds. Und - wie praktisch - in der EZB sind die Vertreter Deutschlands durch die Wechsel geschwächt. Doch so schön auch alles zusammenpasst - es sind Spekulationen.

Denn ebenso wahrscheinlich ist derzeit die Gründung eines EU-Superstaats, welches nur mit einer vor Angst paralysierten Bevölkerung möglich ist. SPD, Grüne und CDU sind einträchtig dafür. In dem Fall könnte man das Finanzsystem auch gleich auf die von den Politik- und Finanz-Eliten schon lange angepeilte Weltwährung umstellen.

09.09.2011 

Handelsblatt (Interview): Ein Banker im Ruhestand - Ludwig Poullain, früherer West-LB Chef - erklärt, warum wir auf multinationale Geschäftsbanken und auf Notenbanken verzichten können und warum Merkels Einlageversprechen in dieser Weltwirtschaftskrise wertlos ist. Aus Dienstleistern für produzierende Unternehmen und Privatleute sind Geld-Produzenten geworden. Er unterscheidet also zwischen abstraktem Geld ohne und konkretem Geld mit produktivem Sinn für die Gesellschaft. Ersteres wird in synthetische Produkten zwischen Finanzinstituten hin- und hergeschoben, wobei es sich weiter vermehrt. In der Not eines Finanzinstituts jedoch ist es nicht mehr greifbar. Hinzu kommt eine unheilvolle Verquickung zwischen Banken und Politikern. Letztere werden hierdurch zum Verhängnis ihrer Länder. Nicht der Plebs ist dekadent, wie Westerwelle einst anmerkte, sondern die Bankvorstände.

Eine Lösung kann nur darin bestehen, alle Banken zurückzuführen auf die Dienstleistung am Kunden. Nämlich das Geld der Kunden annehmen und damit Hypotheken oder Kredite zu gewähren. Nur dieses Geschäft mit konkretem Geld ist für die Volkswirtschaft sinnvoll. Allerdings glaubt Ludwig Poullain nicht an die Fähigkeit der Politik, diese Änderung herbeizuführen. Er rechnet mit dem großen Knall.

Kommentar: Dieser Mann hat mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit recht. Es wäre demnach schon viel geholfen, wenn die Liberalisierungen des Finanzmarktes der Jahre 1998 bis 2004 rückgängig gemacht würden (Reliberalisierung). Doch stattdessen wird die Schuldenkrise kontinuierlich mit weiteren "Rettungs"-Schulden angeheizt. Dieses verantwortungslose Handeln der politischen Elite ist es, welches den Euro in absehbarer Zeit kollabieren lassen wird:

  • Verantwortungslose Politik,
  • das Unterbinden jeglicher demokratischer Diskussion über das Vorgehens in der Krise durch Merkel und Steinmeier,
  • das Nichteinhalten von Verträgen und Versprechen an das deutsche Volk,
  • das Päppeln von nahezu bankrotten und korrupten Banken, welche an der Vordertür Hilfsgelder annehmen und im Hinterzimmer auf den Untergang eines Euro-Landes spekulieren.

Der Euro wird von Merkel und Sarkozy persönlich beerdigt - deren Geschwafel zum Trotz. Sie alleine tragen die Verantwortung. Und wenn sich der Staub dereinst verzogen hat, wird dies Allgemeinwissen sein. Hinterher haben es doch immer alle gewusst...

09.09.2011 

Deutsche Mittelstands Nachrichten (Beitrag): Gerüchte kolportieren einen Staatsbankrott Griechenlands an diesem Wochenende. Samstag 10.09.2011 spricht der griechische Ministerpräsident Papandreou zur Nation.

Kommentar: Griechenland geht vorzeitig das Geld aus, es könnte also passen. Doch gleichgültig wann genau dies eintritt: Der Euro wird vorerst solange weiterbestehen, wie die Eurostaaten durch weitere Rettungsgelder ihre Banken noch über Wasser halten können.

09.09.2011 

FAZ.net (Interview): Der slowakische Parlamentspräsident Richard Sulik ist der Ansicht, dass eine Pleitewelle der Banken mit Garantien für hierbei verlorene Privateinlagen durch die Staaten diese billiger käme als das derzeitige Verfahren der Bankenrettungen.

08.09.2011 

Bloomberg (Chart): Die Verzinsung, welche Griechenland für seine einjährigen Staatsanleihen an die Geldgeber zu zahlen hat, liegt nunmehr bei 96,95%. (Chart zeigt jeweils den aktuellen Wert, kann also bei Aufruf abweichen)

Kommentar: Zweijährige Staatsanleihen kosten Griechenland immerhin noch 54,9 Prozent Zins. Nachdem Griechenland offenbar der Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission vermittelt hat, dass es keine weiteren Sparbemühungen geben wird und diese daraufhin abreiste, stellte die EZB offensichtlich ihre Anleihe-Stützungskäufe für Griechenland ein.

Jetzt ist es nur noch eine Frage von Wochen und nicht Jahren, bis Griechenland zu keinem Zins - sei er auch noch so hoch - Geldgeber finden kann. Zudem führt diese Zinsbelastung in eine exponentiell ansteigende Verschuldungskurve. Deren Lage wird immer schlechter.

Allerdings ist der Euro dann immer noch nicht tot. Ein Euro-Land kann auch bei Nicht-Zahlung von fälligen Bonds oder Beamtengehältern etc. nicht pleite gehen, solange es im Euro-Verbund verbleibt und - wie in Bezug auf Griechenland in einem früheren Beitrag beschrieben - widerrechtlich Geld schöpft. Solange finanzieren jedoch alle anderen Euro-Teilnehmer Griechenlands finanzielle Exzesse mit, weil jeder von Griechenland illegal geschaffene Euro alle anderen bestehenden Euros entsprechend entwertet. Bei einem Euro mag es egal sein, bei demnächst Hunderten von Milliarden Euro nicht. Die Grünen und die SPD dürfen frohlocken - dieser illegale Akt der Geldschöpfung hat eine identische Negativ-Wirkung wie die von diesen Parteien geforderten Eurobonds.

Wie geht es weiter? Spanien und Italien werden vermutlich in 12 bis 30 Monaten ebenfalls in Griechenlands heutiger Position sein. Frankreich und einige andere werden nachfolgen. Doch kein verantwortlicher Politiker möchte durch seinen Austritt aus dem Euro-Verbund als Auslöser eines Euro-Crash in die Geschichte eingehen. Also steht uns ein mehrjähriger schleichender Niedergang mit finaler Hyperinflation bevor, wenn nicht

  • vorher die EZB insolvent wird;
  • vorher das Bankensystem kollabiert. Die Kredite der Banken an Staaten müssen nicht mit Eigenkapital unterlegt werden. Banken haben somit mit den Staatsanleihen von Pleitsstaaten theoretisch unbegrenzte Risiken in ihrer Bilanz stehen, die weder mit Eigenkapital abgesichert noch als solche gekennzeichnet sind. Wird auch nur ein Staat insolvent, könnten die ausbleibenden Rückzahlungen und hierdurch notwendigen Abschreibungen einige Banken überfordern;
  • die politische Elite eines Geberlandes die Reißleine zieht und aussteigt;
  • oder - unwahrscheinlich - die USA zuerst eine Währungsreform durchführen.
04.09.2011 

MMnews (Beitrag): Der Autor zeigt die verdeckten Ziele der US-Finanzwirtschaft auf, welche final in ein Weltwährungssystem münden könnten. Unter anderem hierdurch würde die globale Finanz- und Wirtschaftselite von einem Zusammenbruch des Finanzsystems profitieren.

Kommentar: Dass die Finanzeliten dieses üble Ziel verfolgen, steht außer Frage. Selbst die G20 befassen sich seit längerem in Ausschüssen mit der Möglichkeit der Einführung einer Weltwährung, Weltbank und IWF werben offen hierfür. Ob sie es aber auch durchsetzen können, hängt davon ab, ob die Wahlbürger dies zulassen. Oder dagegen offen protestieren.

25.08.2011 

ef-Magazin (Beitrag): Theo Waigl, als Konstrukteur einer der Verantwortlichen für die heutige Euro-Misere, leugnet jede Gefährdung der europäischen Einheitswährung. Er brauche keine Nachhilfe vom deutschen Verfassungsgericht, um zu wissen, dass die Rettungspakete rechtswidrig seien.

Kommentar: Vielleicht sollten die verschiedenen Klägergruppen um Schachtschneider & Co Theo Waigl als Kronzeugen benennen. mit ihm an ihrer Seite können sie gar nicht mehr verlieren.

24.08.2011 

Welt.de (Beitrag): Die Krisenbewältigungspolitik der Bundesregierung ist ein Staatsstreich, angeführt von Frankreichs Präsidenten Sarkozy und seiner Kollaborateurin Merkel. Das Recht wird von Paris gesteuert verdrängt. Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ist Mittäter, weil es ein faires Verfahren sowie das Recht der Bürger auf Schutz ihres Eigentums verweigere. Daher wird die Europolis-Klägergruppe nun das BVerfG selbst am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte auf Einhaltung rudimentärer rechtsstaatlicher Verfahrensregeln verklagen.

Kommentar: Unsere politische Elite tut was sie kann, um am Parlament und Volk vorbei die deutschen Staatsfinanzen entweder auf lange Zeit zu ruinieren oder den Mittelstand zu enteignen. Auf eines von beiden läuft es hinaus. Desweiteren geben sie für etwas Untergeordnetes wie die Euro-Währung die deutsche Souveränität auf. Wie das Parlament hierbei ausgetrickst wird, konnte für wenige Stunden im sonst regierungshörigen Handelsblatt nachgelesen werden - der alte Haudegen Schäuble leistet ganze Arbeit. Offenbar auch in der Entfernung der Urversion. DER URSPRÜNGLICH VERLINKTE BEITRAG WURDE VOM HANDELSBLATT ZUERST GELÖSCHT, DANN DURCH INHALTLICH ÜBERARBEITET MIT VERÄNDERTEM TITEL WIEDER ONLINE GESTELLT.

Aber wie auch immer dieses Narrenspiel ausgehen mag: Die EZB kauft munter und unbeirrt weiter Pleiteanleihen von Pleitestaaten auf - in den letzten zwei Monaten alleine im Umfang des ersten Griechenlandrettungspakets. Dieses Gebaren hat eine identische Wirkung wie Eurobonds und Rettungspakete, denn die Pleitestaaten erhalten so frische Kredite zu niedrigeren Zinsen. Und primär Deutschland und Österreich werden irgendwann notwendig zahlen müssen. Möglicherweise wird man zuvor einmal mehr die Bürger betrügen, indem die EZB zur Deckung ihres Kapitalbedarfs eigene Anleihen herausgibt - das wären quasi Eurobonds unter Umgehung der Zustimmung durch die nationalen Parlamente.

Nach Angaben der Bank für internationalen Zahlungsausgleich haben zudem alleine Deutschlands Banken derzeit 1,5 Billionen = 1.500 Milliarden Euro an die Pleitestaaten Italien, Griechenland, Irland, Spanien und Portugal verliehen. Die Schulden, für die Deutschlands Mittelstand dereinst mit seinem Sparvermögen wird geradestehen müssen, sind also kaum überschaubar in Bankbilanzen, Staatshaushalten, in der EZB-Bilanz und in unzähligen Schattenhaushalten und outgesourcten Schattenfirmen gut versteckt geparkt. Ans Licht werden sie kommen - denn abgerechnet wird nach einer alten Spielbankweisheit zum Schluß.

Frankreich hat sich bei Fälligkeit der Kredite und Bürgschaften längst in einen Konkurs davongeschlichen. Wenn man also Schrott durch die EZB ankaufen lässt, könnten die Geberländer dies auch offen und direkt machen. Ebenso hat das am 23. September zu beschließende Hilfspaket primär den Zweck, die lokalen Parlamente auszuschalten. Diese werden vollständig in Bezug auf ihre Finanzhoheit entmündigt.

21.08.2011 

Tagesspiegel.de (Beitrag):Hier glaubt ein typischer Ökonom unter anderem an das 1000-jährige Euro-Reich und verkündet, der Euro sei für die Ewigkeit.

Kommentar: Dieser Beitrag ist informativ, weil er die vielen Irrtümer aufzeigt, denen die Politik und ihre Berater derzeit noch aufsitzen.

Der Ökonom Thomas Straubhaar gibt indirekt zu, dass wir Deutschen den Verlust des Wohlstands und der wirtschaftlichen Sicherheit der neoliberalen Wirtschaftsgesetzgebung seit Mitte der neunziger Jahre zu verdanken haben. Und zudem dem Euro. Er übersieht, dass sowohl Globalisierung, Strukturwandel und Euro erst durch bewusst verabschiedete Gesetze ermöglicht wurden, somit die Krise eine von den Spitzenpolitikern und Abgeordneten selbst verbockte Krise ist. Doch endlich gibt einer dieser Kaste zu, dass Deutschlands Wohlstand und Sorglosigkeit aufgrund dessen am Ende sind.

Weiter: Wir hätten das historische Glück, keine Grenzen mehr schützen und keine Armeen mehr finanzieren zu müssen. Wo leben die Ökonomen? Niemals in der Geschichte der Bundesrepublik waren die Kosten für die "Verteidigung" höher, niemals zuvor war Deutschland stärker in aller Welt militärisch engagiert. Wenn er dennoch ein kluger Kopf ist, nimmt er es möglicherweise mit der Wahrheit nicht so genau.

Des weiteren nimmt er an, das über Kredite an Pleitebanken und Pleitestaaten verliehene Geld sei nicht weg, es besäße nur ein anderer. Wer profitiert denn von der Krise? Nicht die Banken, die werden zum größten Teil kollabieren. Nicht die Staaten und die Bürger, denn aller Profit aus der Krise ist an Papiergeld gebunden. Das sind bedruckte Zettel. Das Geld wird nach der Bereinigung weitgehend entwertet sein. Denn die Geldgeber sind die Sparer. Und nur die werden zur Kasse gebeten werden können. Zudem wurden mit den Krediten weder dauerhafte Werte gebildet noch etwas geschaffen, was kontinuierlich Überschüsse erwirtschaftet. Das von Sparern unfreiwillig durch ihre Staaten verliehene Geld ist also weg. Und kommt nicht mehr zurück.

Es wäre wünschenswert, dass all diese Experten und für die Misere verantwortlichen Politiker mit ihrem Privatvermögen hoch in Staatsanleihen engagiert sind. Dann könnten sie letztlich aus der Krise doch noch etwas lernen.

04.08.2011 

GoldWirtschaftswoche (Beitrag): Der Ökonom Klaus Adam weist darauf hin, dass Schulden für die EZB kein Problem sind, solange die Gewinne aus ihrer Geldschöpfung ausreichen, um anderweitige Verluste abzufangen. Die EZB verdient an den Zinsen des neu geschöpften Geldes. Die Einnahmen hieraus - der Seignorage - betrugen im Jahr 2010 über 653 Mrd. Euro. Allerdings blieben davon nur 170 Mio. als Gewinn übrig.

Kommentar: Die EZB als Bank der Banken betreibt einen von EU-Parlament und nationalen Regierungen kaum zu beeinflussendes und zu durchschauendes Geschäft. Was geschah in den früheren Jahren mit den exorbitanten Gewinnen aus der Verzinsung der Geldschöpfung?

22.07.2011 

GoldseitenBlog.com (Beitrag): Peter Boehringer stellt unter anderem fest: Wenn Spanien und Italien kippen, beträgt Deutschlands Anteil an den EU-Kosten nicht mehr 27, sondern 45 Prozent. Wird dann Frankreich auch noch zahlungsunfähig, beträgt Deutschlands Anteil fortan 79 Prozent. Bis 2020 wären dann mit deutschen Transferleistungen in Höhe von 4.500 Mrd. Euro (=4,5 Billionen Euro) zu rechnen.

Nach BVerfG-Präsident Voßkuhles Bundesverfassungsgerichtsurteil von vor zwei Jahren wäre zur deutschen Zustimmung zum neuen ESM-Rettungssystem nun zwingend ein Volksentscheid erforderlich. Denn dieser ESM verfügt laut Satzung über ein unbegrenztes Budget und agiert - einmal abgesegnet - fortan außerhalb jeder parlamentarischen Kontrolle mit juristischer Immunität der Entscheidungsträger. Dies ist ein Putsch von oben.

Kommentar: Leider sehr glaubwürdig. Dirk Müller erklärt übrigens die Banken zu den alleinigen Nutznießern des neuen ESM. Zum Inkraftsetzen des ESM ist der einstimmige Beschluss aller Eurozonen-Finanzminister erforderlich. Noch im März 2011 haben Bundestag und Bundesregierung in einer einvernehmlichen Erklärung festgehalten, dass aus verfassungsrechtlichen und ökonomischen Gründen Schuldenankaufprogramme ausgeschlossen sind. Sind Merkel und Schäuble Banken-Lobbyisten oder nur überfordert?

17.07.2011 

Welt.de (Beitrag): Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) tut alles, um der Regierungspolitik zum Gefallen die anhängigen Klagen der Eurogegner zu verwerfen, zu verzögern und vermutlich letztlich abzuweisen. Es entspricht voll und ganz den politischen und zeitlichen Erwartungen der Bundesregierung. Insbesondere Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle und der Verfassungsrichter Udo Di Fabio schmettern alle Einwände ab - sofern sie überhaupt reagieren.

Kommentar: Diese beiden Verfassungsrechtler werden dereinst ein hieraus entstehendes deutsches Schuldenproblem mit zu verantworten haben. Jedoch wird dies keine juristische, bestenfalls eine moralische Aufarbeitung sein. Dass Politiker rechtliche Grenzen ausloten und überschreiten, ist bekannt. Darum haben die Gründungsväter der Bundesrepublik Deutschland das Bundesverfassungsgericht als höchsten Wahrer der deutschen Verfassung installiert. Sie konnten nicht vorhersehen, dass mit entsprechend willfährigen Personen jede Institution ad absurdum geführt und der Staat quasi von oben zerstört werden könnte. Es bedarf keiner Terroristen, um Deutschland als souveränen Staat und wirtschaftlich erfolgreiches Land zu schädigen. Unsere Legislative schafft dies Hand in Hand mit der Judikative still und leise ganz alleine.

17.07.2011 

FinanzNachrichten.de (Beitrag): Der Grünen-Fraktionschef Trittin fordert Eurobonds zur Entlastung der Pleitestaaten der Eurozone. Die Grünen sind sich dabei bewusst, dass Deutschlands Zinssätze für eigene Schuldverschreibungen hierdurch ansteigen würden.

Kommentar: Haben auch die Grünen wie die SPD von den Ursachen der Schuldenkrise keinen blassen Schimmer? Oder verfolgen auch sie wie schon die SPD mit einem eigenen Kandidaten für den Super-Eurofinanzminister finstere Ziele (siehe Beitrag vom 16.7.2011)? Ansonsten ist deren Sehnsucht nach dem totalen wirtschaftlichen Ausbluten der Geberländer nur durch Ahnungslosigkeit zu erklären. Oder ist Trittin gar ein weiterer Banken-Lobbyist? So oder so wird eine mögliche rot-grüne Bundesregierung die nationale deutsche Souveränität willig an eine EU-Institution abgeben und Dank der Eurobonds Deutschlands bisherige Triple-A Einstufung riskieren.

16.07.2011 

FAZ.net (Beitrag): Der SPD-Fraktionsvorsitzende und potentielle Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier fordert unverdrossen einen europäischen Finanzminister, welcher in die ehemals souveränen Haushalte der Euro-Staaten nach Gusto eingreift. Zudem hat Steinmeier schon im letzten Jahr für sogenannte Eurobonds plädiert, welche den überschuldeten Ländern dauerhaft Zugriff auf billiges Geld auf Kosten der Geberländer ermöglichen würden.

Kommentar: Diese SPD hat von den Ursachen der Schuldenkrise keinen blassen Schimmer. Anders ist deren Sehnsucht nach dem totalen wirtschaftlichen Ausbluten der Geberländer nicht erklärbar. Glaubt Steinmeier an seine Visionen oder ist auch er ein Banken-Lobbyist? Der wahre Grund könnte in Machtgier verborgen liegen: Die SPD versucht bereits, ihren früheren Bundesfinanzminister Peer Steinbrück in diese Position zu drücken. Die SPD sorgt gut für ihre gescheiterten Parteikollegen und schlecht für deutsche Bürger, wofür auch die durch SPD-Parteichef Gabriel forcierte Migrantenquote innerhalb der SPD ein Indiz ist.

Auch die von SPD ûnd Grünen gewünschten Eurobonds führen nur dazu, dass Pleitekandidaten nicht ernsthaft sparen müssten. Die SPD würde zum Totengräber des Euro und finanzpolitisch Deutschland über die Eurobonds ersticken.

Ob nun die von der SPD gewünschte Fiskalunion oder die ebenfalls von der SPD geforderten Eurobonds kommen: Nicht Luxemburg und Finnland zahlen dann die Rechnung für die südlichen Pleitestaaten, sondern der deutsche Arbeitnehmer. Dann würden wenigstens 700 Mrd. Euro von Deutschland zu erbringen sein, vermutlich noch einiges mehr. Das könnte der deutsche Bundeshaushalt niemals bewältigen. Es war jetzt im deutschen Parlament nicht durchsetzbar, 7 Mrd. Euro Steuererleichterungen zu vereinbaren, geht aber zeitgleich über Bürgschaften Zahlungsverpflichtungen über Hunderte Mrd. Euro ein - und zwar zum Ausgleich von Verfehlungen, die andere Staaten begingen. Und dennoch bekennt sich in Deutschland keine Partei zum Bewahren unserer nationalen Souveränität und unserer wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit über gewählte deutsche Abgeordnete.

Da auch FDP, Grüne und die Linken an das Aufgehen Deutschlands im zunehmend totalitären Europa glauben, bleibt als letzte Hoffnung eine weitere taktische 180 Grad-Wende Angela Merkels in Richtung Finanzen-Konsolidierung durch vehementes Vertreten einer haushaltsschonenden EU-Politik. Sprich: Keine Bürgschaften mehr für unsere charmanten europäischen Nachbarn. Wir werden an den bereits gegebenen noch reichlich zu knabbern haben.

11.07.2011 

Wissensmanufaktur.net (Videovortrag): Andreas Popp erklärt anschaulich in 15 Minuten den Systemfehler der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken aufgrund selbst angelegter Spareinlagen für die Mindestreserve, welcher uns in diese Schuldenkrise führte. Hiernach bedürfen die Geschäftsbanken nicht einmal mehr der Spareinlagen der Bürger - von der Europäischen Zentralbank extrem zinsgünstig geliehene und als Anlagegelder positionierte Ausleihungen ersetzen diese zunehmend. Nur darum sind beispielsweise Griechenlands Banken trotz des Monate währenden Bank-Runs momentan noch liquide. Der deutsche Bürger hätte möglicherweise nach Art. 20, Abs. 4 GG das Recht zum Widerstand gegen das Beseitigen der verfassungsgemäßen Ordnung durch die Politik, da andere Abhilfe nicht möglich ist.

03.07.2011 

Tagesspiegel.de (Beitrag): Italien sei eine Bombe, welche in absehbarer Zeit explodieren werde. Jugendarbeitslosigkeit 30 Prozent, jeder Prozentpunkt Zinsaufschlag kosten Italien 18 Mrd. Euro p.A.. Italien hat jetzt bereits 1.800 Mrd. Euro Schulden (=120% des BIP). Italiener beginnen, ihre Guthaben und Sparanlagen zu reduzieren. 250.000 Unternehmen stehen vor dem Konkurs. Berlusconis Sanierungs- und Sparprogramm spart in den nächsten beiden Jahren nur jeweils 39,5 Mrd. Euro p.A. ein.

01.07.2011 

Wirtschaftsfacts.de (Beitrag): Der ehemalige Vorsitzender der FED Alan Greenspan glaubt nicht an eine Einigung in der US-Politik zur Anhebung der derzeitigen Schuldenobergrenze. Nach seiner Einschätzung werden die USA am 2. August zahlungsunfähig und zahlungsausfällig auf sämtliche US-Schulden mit der Folge eines Haircuts für die "gesamte Gesellschaft".

Kommentar: Greenspans Annahme eines Haircuts kann nur bedeuten, dass er von einem Forderungsverfall ausgeht. Zwar könnte der US-Dollar zunächst weiterbestehen, doch würden sämtliche staatlichen Schulden nicht mehr zurückgezahlt. Das wäre der US-Staatsbankrott.



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