Archiv der Informationen zum Verfall des Euro
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Archiv älterer Beiträge (vor Juni 2011) zur Stabilität des Euro und einer möglichen Währungsreform
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Datum
Ereignis
30.06.2011
Business Wire (Beitrag) : Von der vom Bundesverfassungsgericht (BVG) angesetzten ersten mündlichen Verhandlung
über den Euro-Rettungsschirm wurde die Klägerseite willkürlich ausgeschlossen. Dagegen haben die 55 Beschwerdeführer
der Klägervereinigung Europolis Verfassungsbeschwerde wegen der Verletzung grundrechtsgleicher Ansprüche
auf rechtliches Gehör erhoben. Darüber hinaus weigert sich der Zweite Senat, die Vereinbarkeit des
Klagegegenstandes mit europäischem Recht prüfen zu lassen.
Kommentar: Eine Verhandlung, in der die Klägerseite
nicht vertreten ist? Das leistet sich nicht einmal China. Kein Mainstream-Medium berichtet hierüber,
obwohl kaum einer die Wichtigkeit der Meldung bezweifeln wird. Angesichts dieser unguten Symbiose aus
Legislative (gesetzgebende Gewalt), Judikative (Recht sprechende Gewalt) und Medien verwundert die
zunehmende Anzahl der 'Wutbürger' und Politikverdrossenen nicht.
21.06.2011
Bild.de (Interview mit SPD-Fraktionschef und potentiellem Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier) :
Steinmeier erklärt, Europa wäre zu retten und müsse unter allen Umständen gerettet werden, weil
kein Staat so sehr vom Euro profitiere wie Deutschland. Daran hingen Arbeitsplätze. So sei die
Zeit nationaler Lösungen vorbei, folglich brauchen wir eine europäische Finanz- und
Wirtschaftspolitik inklusive Europa-Finanzminister. Es wäre höchste Zeit, diese Reformen
durchzutreiben. Merkel sei hierzu nicht mutig genug. Steinmeier verspricht jedoch,
dass die nächste Bundesregierung dieses durchziehen werde.
Kommentar: Steinmeier ist offenbar für Deutschlands Souveränität
gefährlicher als CDU und Grüne
zusammen. Denn Merkel besitzt immerhin die oftmals bewiesene Fähigkeit, in großen Fragen von einem Moment
zum anderen eine gegenteilige Position zu beziehen. Und die Grünen werden nach Verlust des Atomthemas
und der den Erwartungen widersprechenden Politik um Stuttgart 21 kaum noch einmal an die bisherigen Wahlerfolge anschließen
können.
Aber die SPD wird von vielen schlecht Informierten durch ihre derzeitige Rolle als Oppositionspartei
fälschlich als
in Opposition zur Regierungspolitik stehend wahrgenommen - diese Erwartung erfüllt sie nicht. Im
Gegenteil: die SPD wird unter Steinmeier eine EU-Wirtschaftsregierung forcieren und Deutschland
vollständig europäischen Institutionen ausliefern. Um nicht zu sagen:
ausverkaufen. Nicht
wenige Bürger würden im allmählichen Begreifen ihrer wirtschaftlichen Nachteile auf die Straße gehen. .
21.06.2011
Welt online (Beitrag) : Je mehr Hilfsgelder fließen, desto höher verschulden sich die
Geberländer. Ab Mitte Juli muss Griechenland binnen 10 Tagen fällig werdende Staatsanleihen
in Höhe von fast 7 Mrd. Euro zurückkaufen und neu emitieren. Um Mitte August herum weitere
zehn Mrd. Euro. Der Rückkauf erfolgt primär mit Hilfsgeldern der Steuerzahler aus den Geberländern.
Die neu emitierten, nicht handelbaren und somit wertlosen Papiere kauft die EZB, wodurch der
Steuerzahler der Geberländer (Deutschlands Anteil 27%) erneut in Haftung genommen wird.
Eine Eigenbeteiligung der Griechen wird es kaum geben. Laut dem Ökonomen Varoufakis verbreiten
Regierungsmitarbeiter unter den Parlamentariern, das Sparprogramm sei nur eine Finte, um Hilfsgelder
zu erhalten.
Kommentar: Der Steuerzahler der
Geberländer zahlt also jeden Euro seiner Hilfsgelder zweimal, sobald die EZB
zahlungsunfähig ist. Das hat bisher noch kein Journalist publiziert und
noch vor allem kein Politiker realisiert.
21.06.2011
Yahoo Nachrichten (Interview) : Der Europa-Experte Gerken warnt: Deutschland wird alle Verpflichtungen
aus dem im Herbst vom Parlament abzusegenden Vertrag zur Errichtung des ESM erfüllen müssen, selbst wenn
es uns in den Staatsbankrott führt. Denn eine Rücktrittsklausel wird es im ESM-Vertrag nicht geben. Derartige
Vereinbarungen sind völkerrechtlich bindend. Es gibt daher nach Vertragsschluss auf Dauer keine
Ausstiegsmöglichkeit für die teilnehmenden Staaten. Die Einführung des ESM ändert zugleich die Europäischen
Verträge ab, so dass die Bailouts künftig nach EU-Recht nicht mehr rechtswidrig sind. Zusammen mit der
Zustimmung des Parlaments werden künftige Verfassungsklagen aussichtslos. Künftige Parlamente haben
haushaltspolitisch keinen Spielraum mehr.
Kommentar: In diesem Herbst wird Deutschland endgültig
ausverkauft. Wir werden es noch bedauern, nicht schon heute gegen die Bailouts auf die Straße gegangen
zu sein. Diese laut Juncker bereits unterschriftsreifen ESM-Verträge sind ein großer Schritt
in Richtung europäischer Wirtschaftsregierung, weil den lokalen Parlamenten damit
die Haushaltshoheit
genommen sein wird . Diese verschiebt sich
außerhalb jeder parlamentarischer Kontrolle. Die Verantwortlichen Akteure im ESM werden Änderungen am
Grundkapital ohne jede Abstimmung festlegen dürfen (Art. 10). Es gibt keinerlei Begrenzung in
dessen Volumen. Jeder Mitgliedsstaat muss Erhöhungen im Grundkapital unverzüglich und ohne eigenen
Entscheidungsspielraum nachschießen (Art. 8). Hierdurch ist den Abgeordneten nationaler Parlamente
die Haushaltshoheit genommen. Die Entscheidungsträger der ESM-Behörde genießen zudem gerichtliche
Immunität (Art. 27 & 30).
Die offiziell verkündete deutsche Beteiligung
am ESM-Vertrag ist mit 210,6 Mrd. Euro also nur ein Anfang und von theoretischer Größe. Zudem wird sich
mit jedem als Zahler vorgesehenem Land, dass notleidend wird und als Zahler ausfällt, wie schon im letzten
EFSF-Rettungsschirm Deutschlands Anteil ohne erneute Abstimmung entsprechend erhöhen. Und: Die Garantien
der Mitgliedsstaaten zum ersten Schirm namens EFSF-Vertrag werden zeitgleich auf 780 Mrd. Euro
verdoppelt.
Nehmen wir an, es kommt zum Crash. Die Garantien aus allen Rettungsschirmen werden
vollständig fällig. Hinzu kommt Deutschlands 27%-Beteiligung an den vier- bis fünfundert Mrd.
Euro-Verlusten der Europäischen Zentralbank. Und wie heute zu hören war, ist auch die Deutsche
Bundesbank mit 300 Mrd. Anlagemüll in Schattenkonten völlig überschuldet. Das saldiert bedeutet
den sicheren deutschen Staatsbankrott und den Schlußstrich unter ein Experiment, das mehr noch
als der zweite Weltkrieg Europa zum Nationalismus der Einzelstaaten führen wird. Was in gewissen
Rahmen durchaus vernünftig ist, denn nur der Protektionismus schützt Nationalstaaten vor
wirtschaftlichem Ausbluten und dem Verlust ihrer Identitäten und Individualitäten. Oder
will jemand ernstlich behaupten, dass es dem einfachen Bürger in der EU besser geht als
im geschützten Umfeld des Nationalstaats mit Außengrenzen, eigener Währung und Zollschranken?
17.06.2011
Cashkurs.com (Videovortrag von Dirk Müller) : Dirk Müller rechnet mit der Regierungspolitik ab.
Kommentar: Nichts Neues, aber viel Wahres. Gut und
tröstlich, dass die Kritik sowohl hier wie auch in den Mainstreammedien an Schärfe gewinnt. So langsam dämmert
es auch dem letzten Entscheidungsträger, dass entgegen aller Zusicherungen Angela Merkels hier etwas
gewaltig in die Hose geht.
16.06.2011
Handelsblatt (Beitrag) : Die Bundesregierung versucht, die Entscheidung für ein zweites
Griechenland-Hilfspaket
auf September zu vertagen. Sie will gemeinsam mit Finnland und den Niederlanden Zeit gewinnen, weil sie
nicht weiß, was sie tun soll.
Kommentar: Diese Aussage ist vom ZDF bestätigt, ihre
Lancierung muss demnach im Sinne der Bundesregierung durch eine gezielte Indiskretion des
zitierten EU-Diplomaten an die Medien gereicht worden sein. Derzeit kann nämlich die Bundesregierung
entgegen ihrer Intention kein zweites Hilfspaket befürworten. Denn die griechische Regierung befindet
sich in der Auflösung, deren Opposition trägt schon das erste Hilfspaket in der vereinbarten Form
nicht mit und der Widerstand auf Griechenlands Straßen wächst immens.
Nicht eine der Vorbedingungen für das erste, geschweige denn für ein zweites Hilfspaket sind erfüllt. So
muss unsere Bundesregierung Zeit gewinnen, weil sie sich am Ende einer Sackasse befindet. Und sie ist
ratlos, weil sie nicht erkennt, dass auch noch so viele Hilfspakete - ob mit oder ohne
Gläubigerbeteiligung und für welche Länder auch immer - den Euro nicht mehr retten können. Jedes
Rettungspaket schiebt nur sein Ende etwas hinaus und verteuert die Kosten der Krise für die Deutschen
ungeheuerlich.
Sobald sie dies jedoch dereinst erkennt, muss sie sich eingestehen, dass sie mit jedem Bailout-Versuch
Insolvenzverschleppung betrieben hat.
15.06.2011
Der Tagesspiegel (Beitrag) : Der Tagesspiegel beleuchtet die Wahrscheinlichkeiten der
Zustimmung anderer Euro-Staaten zur aktuellen Griechenlandhilfe No.2. In Finnland ist das letzte Wort noch nicht
gesprochen. Sowohl die Bürger Finnlands als auch der Niederlanden wählen die Pro-Euro-Parteien zunehmend
ab. In Finnland könnten bei möglichen Neuwahlen gar die Neugruppierung der 'Wahren Finnen' eine
Parlamentsmehrheit bekommen.
Kommentar: Endlich beleuchtet ein Medium dieses wichtige Thema.
Das Griechenlandrettungspaket No.2 wird - wenn es denn noch einmal von den nationalen Parlamenten
gebilligt wird - vermutlich das letzte Rettungspaket der Eurozone sein. Es wird den Politikern
hiernach schlicht nicht mehr gelingen, notwendige parlamentarische Zustimmungen und damit Legitimierungen
zur Schließung weiterer derartiger Verträge zu erhalten. Im Falle Slowakei gelang es diesmal noch, durch
Bestechung eine Zustimmung zu erschleichen - dem Land wird garantiert, dass es sich nicht
finanziell beteiligen muss. In Finnland und den Niederlanden jedoch steigt der Gegendruck unaufhörlich.
Und auch in Deutschland nehmen die Widerstände in der Bevölkerung zu. Dieses erfahren primär die
Bundestags-Abgeordneten, die noch den engsten Kontakt zum Wähler haben. Man kann seinen Abgeordneten
übrigens im Internet recherchieren und direkt kontaktieren. Den deutschen Abgeordneten, welche derzeit bis auf
Frank Schäffler (FDP) durchweg Pro-Euro und Pro-Bailouts abstimmen, stehen unangenehme
Zeiten bevor. Doch auch der deutsche Bürger steht vor unangenehmen Zeiten, und so ist es nur angemessen,
wenn dessen Sichtweise der politischen Nachwuchs-Elite bekannt ist.
10.06.2011
Frank-Schaeffler.de (Beitrag) : Der letzte und einzige aufrechte Spitzenpolitiker in der FDP
Frank Schäffler gibt eine Erklärung zum Griechenland-Rettungspaket No.2 ab. Er zählt die Widersprüche
(oder Lügen? "Wenn es ernst wird, dann muss man lügen." Jean-Claude Juncker,
Chef der Eurogruppe) der Kanzlerin auf, nennt den Zeitpunkt des Bruchs der
No-Bailout-Klausel und begründet
seine ablehnende Haltung auch mit dem Risiko der Zerstörung des europäischen Einigungsprozesses. Der Euro
ist inzwischen ein Schneeballsystem aus ungedeckten künftigen Zahlungsverpflichtungen. Er wird wie
jedes Schnellballsystem zusammenbrechen. Die Deutschen sind auf einem spiralförmigen abwärtsführenden Weg
in die Knechtschaft. Am Ende steht ein ökonomisch verfallenes, planwirtschaftliches Europa.
Kommentar: Sehr lesenswert. Unfassbar, dass alle anderen
FDP-Abgeordneten blind für diese Annahmen sind und lieber Röslers Druck nachgeben. FDP-Generalsekretär
Lindner lieferte gegenüber der Frankfurter Rundschau beispielsweise die folgende Begründung: Man seie
sich einig geworden,
dass neuerliche Transferzahlungen einer möglichen Staatspleite vorzuziehen seien. Auch würden
der hiesige Aufschwung und die Beschäftigung massiv gefährdet. Ach so, na dann...
Doch die Widerständler von heute werden die Führer von morgen sein. Weil nur sie die Entwicklung voraussahen
und das Rückgrad besaßen, zu warnen und zu mahnen.
10.06.2011
Wirtschaftswoche (Beitrag) : Wer zahlt wieviel pro Kopf seiner Einwohner in die EU? Hier sind die Geberländer:
EUR 211,00 Dänemark
EUR 113,80 Finnland
EUR 107,30 Deutschland
EUR 100,40 Italien
EUR 100,40 Frankreich
EUR 90,20 Niederlande
EUR 62,54 Groß Britannien
EUR 59,72 Österreich
EUR 43,60 Schweden
Kommentar: Überraschung - Deutschland ist auf Platz 3. Zwar
transferieren wir die höchste Summe an die EU. Umgelegt auf unsere Einwohnerzahl ist es jedoch eine geringere
Leistung als diejenige von Dänemark und Finnland. Die Bürgschaften und Zahlungen der diversen Rettungspakete
waren allerdings 2009 noch nicht angelaufen. Andererseits belasten diese auch einige der anderen Geberländer.
10.06.2011
Financial Times (Beitrag) : Die schwarz-gelbe Koalition hat für ihren umstrittenen
Griechenland-Kurs derzeit eine eigene Mehrheit in Union und FDP. Das ergab eine
Abstimmung über einen gemeinsamen Entschließungsantrag zu neuen dreistelligen
Milliarden-Hilfen an Griechenland.
Kommentar: Während die FDP, die CDU,
die CSU und die SPD daran arbeitet, dass den Armen in Deutschland immer mehr
finanzielle Unterstützung genommen wird, begrüßen sie es zeitgleich, dass -
vordergründig zumindest - den armen
Griechen immer mehr finanzielle Unterstützung gegeben wird. So gab es heute in der
Abstimmung durch die FDP-Rebellen um Frank Schäffler nur
eine Gegenstimme gegen das avisiertes Griecheland-Rettungspaket No.2. Allerdings
gab es in einer Probeabstimmung am Abend zuvor hierfür keine Stimmenmehrheit.
Rösler und Brüderle knöpften sich daraufhin die abtrünnigen
FDP-Abgeordneten vor, boten
ihnen Alkoholika an und erhielten dann irgendwann in der Nacht das Einlenken.
Die Methode der CDU war
rabiater: Mit der handfesten Drohung eines Karriereendes wurden deren Abgeordnete
auf Linie gebracht.
Alle Parteien, von der Linken bis zur CSU, halten Dänemark, Finnland und Deutschland
derzeit für eine Art
Weltsozialamt, obgleich die zu transferierenden respektive zu bürgenden Mittel von
uns niemals erwirtschaftet werden können. Daher ist erheblich mehr die deutschen
Bürger schützenden Protektionismus notwendig, wenn wir nicht entweder großflächig
verelenden oder nahezu alle Ersparnisse verlieren wollen.
08.06.2011
Rott & Meyer (Interview mit Prof. Dr. Hankel, einem Kläger gegen die Rettungsschirme) : Wortbrüche
und Rechtsbrüche der Politik ohne Ende. Die Eurokraten reißen den per se
stets nationalen Demokratien die Wurzeln aus. So gehen wir in einen undemokratischen Megastaat
Europa, der Sowjetunion nicht unähnlich. Die nationalen Parlamente sind total entmachtet. Wenn
alle Menschen begreifen, was ihnen mit dem Euro droht, dann ist
sein Ende gekommen. Doch zuviele Menschen sehen derzeit die Krise als ein nationales Problem der
Eurosünder.
Die vor
einem Jahr eingereichte und angenommene Klage wird vom BVG nicht abgearbeitet, wodurch auch dieses einen
Rechtsbruch begeht. Derweil schafft die Bundesregierung vollendete Tatsachen. Die EU-Verträge werden
hierbei in verbrecherischer Form gebrochen. Die deutschen Medien sind bis auf wenige Ausnahmen willige
Vollstrecker der Regierungspolitik. Doch warum kauft die EZB überhaupt gesetzeswidrig Schrottanleihen?
Die EZB wird von 17 Direktoren aus den Mitgliedsländern regiert, welche den Weisungen ihrer
Regierungen folgen. So haben die Pleitestaatendirektoren via Stimmenmehrheit den entsprechenden
Beschluss ausgelöst - das Direktorium wurde fortlaufend überstimmt.
Sein Rat an die Nachkommen: Die
Zukunft ist nicht so rosig, wie sie sein sollte. Macht
eine gute Ausbildung, denn das Human Kapital - was ihr im Kopf habet - kann Euch keiner mehr nehmen.
Und traut keiner Aussage aus dem Finanzsektor, vor allem nicht den Banken.
07.06.2011
Cashkurs.com (Videovortrag von Dirk Müller) : Dirk Müller belegt eine Gleichschaltung
aller großen Medien im Verschweigen von wichtigen Ereignissen am Beispiel der Bilderberger
(Treffen von etwa einhundertdreißig Führern aus Politik und Wirtschaft am geheimen
Ort mit militärischer Abschirmung) . Er
sieht im Ausbleiben jeglicher medialer Berichterstattung eine Gefahr für unser demokratisches
System. Ein Kachelmann wird in den Medien ausgezogen und durchgenudelt, aber die
wirklich für den Bürger relevanten Themen sind zensiert.
05.06.2011
MMnews.de (Beitrag) : Euro-Kläger rügen das Bundesverfassungsgericht wegen Untätigkeit.
Kommentar: Diese Untätigkeit wird leider niemals
als Beihilfe zu strafbaren Handlungen ausgelegt und sanktioniert werden. Denn das BVG ist die
oberste deutsche Instanz. Offensichtlich wurden mit der Benennung der Richter sprichwörtlich
der Bock zum Gärtner gemacht.
Doch die kritischen Stimmen im Lande mehren sich.
Auch die Anzahl der Mainstream-Medien, welche sich kritisch äußern, nimmt zu. Die Umfrageergebnisse der
amtierenden Regierungskoalition sind dagegen so tief wie kaum zuvor in der Geschichte der
Bundesrepublik. Dennoch bedeutete ein Regierungswechsel zu SPD und Grünen keinerlei Änderung in der
Grundhaltung der deutschen Politik gegenüber Euro und Rettungspaketen. Nur Teile der FDP
um Frank Schäffler sprechen sich eindeutig für einen Kurswechsel
aus. Doch solange die FDP vom EU-Hardliner Rösler geführt wird, sehe ich schwarz für die
Ersparnisse deutscher Bürger, weil es in der deutschen Parteienlandschaft keine veritable
Alternative für einen radikalen Kurswechsel gibt.
NACHTRAG vom 10.6.11: Bei der Probeabstimmung von CDU und FDP am 9.6.11 zum Griechenland-Rettungspaket
No.2 in getrennten Sondersitzungen gab es das folgende Ergebnis: Union acht Gegenstimmen und FDP
eine(!) Gegenstimme. Frank Schäffler scheint alleine zu stehen, die Linken sprachen
sich heute deutlich für den Euro aus und die SPD eiert ebenso wie die Bundesregierung um eine Rettung
herum. Fazit: Es gibt derzeit keine Partei, welche sich klar gegen Finanzhilfen oder den Euro ausspricht.
Das wird teuer.
02.06.2011
Kurier.at (Beitrag) : Letztes Wochenende gab es in Italien am Piazza San Giovanni (Rom) die
erste Demonstration von 400 Jugendlichen und prekär Beschäftigten. Sie fordern eine reale
Demokratie ('Italian Revolution - Democrazia reale ora').
01.06.2011
Welt.de (Interview) : Europas höchster EU-Korruptionsbekämpfer beschreibt die mafiösen Strukturen
der verwobenen politischen und Wirtschaftseliten. Es gäbe darin eine Leitkultur der Korruption. Merkmale: Fehlende
Aufsicht, Gesetze werden von den Kanzleien der hierüber zu sanktionierenden Finanzindustrie entworfen und
Ramschpapiere in den Bankbilanzen unauffindbar versteckt. Die Triebfeder seien Gier, eine krankhafte
Vorstellung von Erfolg und ein Hang zur Selbstprivilegierung.
30.05.2011
Handelsblatt.com (Beitrag) : Schäuble wörtlich in Bezug auf Griechenland:
"Wenn die Bedingungen erfüllt sind, können wir ein ergänzendes Programm verabreden.
Dann kann es gehen. Werden sie nicht erfüllt, machen wir die Erfahrung demnächst, was mit einer
Währungsunion geschieht, wenn sie nicht mehr in der Lage ist, ihre Probleme zu lösen"
Anm.: Das ist nach meiner Kenntnis das erste Mal,
dass Schäuble die Möglichkeit des Scheiterns der Währungsunion öffentlich äußert. Dieser erfahrene Politiker
verfügt über eine extreme Selbstkontrolle. Wenn er also diese Aussage erstmals macht, verfolgt er damit
einen Zweck. Was er bezweckt, weiss ich nicht. Aber es läuten Alarmglocken. Wir sollten ab heute
Tank, Kühlschrank und Geldbörse vorsorglich gut gefüllt halten. Andererseits gibt es Gerüchte um ein
in aller Heimlichkeit entworfenes Griechenland-Rettungspaket No.2. Wahrscheinlicher ist jedoch ein
Nachschlag ohne Schuldenrestrukturierung und ohne Gläubigerbeteiligung.
Während alles zerbröselt, ziehen sich die ehemals in Griechenland, Spanien, Portugal
und Irland besonders stark engagierten
französischen Banken hieraus zurück (Engagement bisher um 44/33/60/54 Prozent reduziert )
und laden ihre griechischen Staatsanleihen bei der EZB ab. Damit trägt fortan
Deutschland 27 Prozend deren Ausfallrisikos. Deutsche Banken halten dagegen aufgrund
politischer Rücksichtnahmen ihre Beteiligung an den Krisenländern. Unsere
politische Elite ist entweder dämlich oder
besteht in den entscheidenden Positionen aus Undercover-Banklobbyisten.
So oder so glauben die deutsche
Bundesregierung und die Opposition nahezu einheitlich, dass Griechenland wie auch Irland, Portugal und demnächst
Spanien und Italien durch mehr Schulden ihre Staatshaushalte endlich in Ordnung bekommen. Warum aber empfiehlt
dies wohl keine Schuldnerberatungsstelle den Ratsuchenden?
29.05.2011
Rott & Meyer (3-teiliger Vortrag) : Prof. Wilhelm Hankel erläutert ausführlich, warum
für Deutschland der beste Weg in der Zukunft derjenige zurück zur alten Währung ist.
29.05.2011
FAZ.de (Beitrag) : Der IWF handelte mit seinen Hilfen gegen seine Statuten. Die an Griechenland
gezahlten finanziellen Hilfen der Steuerbürger sind unwiederbringlich
verloren. Die vorgeblich bösen Spekulanten hatten von Anbeginn an recht. Das Bundesverfassungsgericht ist feige,
weil es die berechtigten Klagen der Rettungsschirm-Gegner nicht abarbeitet. Die Politiker agieren
schändlich, weil sie diese Rechtsverstöße nicht zugeben und entfremden sich zunehmend von der Bevölkerung.
Je länger dieses Bail-Out-Gebaren anhält, desto schwerer werden die Folgen sein. Protektionismus im Sinne
von wohlverstandenem Eigensinn ist positiv für eine Nation.
Anm.: Ich hätte es nicht besser ausdrücken können.
Auch das Mainstreammedium FAZ ist also endlich in der europäischen Wirklichkeit angekommen. Herzlich
Willkommen.
26.05.2011
Welt.de (Beitrag) : Auch die Grünen verklagen nun die amtierende Bundesregierung wegen Umgehung und
Missachtung des Parlaments.
Anm.: Der Artikel belegt, dass die schwarz-gelbe
Bundesregierung unser Land ohne Beteiligung des Parlaments in den Bankrott führt. Und damit über
einsame Entscheidungen einer handvoll von Bank-Lobbyisten gesteuerten Männer und Frauen Deutschlands
Sparer und Infrastruktur ausplündert.
Mai 2011
Zäsur: Erstmals berichten einige
der Mainstream-Printmedien wie beispielsweise die 'Welt ' offen über die Krise. Sie agieren damit
nicht mehr als Verkündungsorgan der amtierenden Regierung. Doch machen wir uns nichts vor - spätestens
unter einer neuen Regierungskoalition werden diese Medien wieder linientreu berichten. Und Bürger
manipulieren. Wie es die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender derzeit noch tun.
Damit tritt die Krise in eine neue Phase ein. Die Wand, auf die der Euro
zurast, ist jetzt in Sichtweite. Die Zuspitzung wird sich in diesem letzten
Zeitfenster weiter beschleunigen bis hin zum Zusammenbruch des derzeitigen
Währungs- und Schuldensystems. Dirk Müller erklärte gerade heute ,
dass die Notenbanken vieler europäischer Länder der Union für Hunderte Milliarden Euro, also in
einem gewaltigen Ausmaß die Risiken von
Schrottanlagen ihrer Banken übernommen haben. Werden die Zentralbanken zahlungsunfähig, muss die
EZB deren Schulden übernehmen, woraus eine auszugleichende Unterdeckung entstünde. Deutschland
ist also über die EZB indirekt auch an allen in Europa durch ehemals von Banken gehaltenen Schrottpapieren
mit jeweils 27 Prozent(!) beteiligt. Kaum jemand spricht derzeit hierüber. Unsere
politische Elite betreibt also den vollständigen Ausverkauf des Vermögens aller deutschen Sparer.
Und es gibt eine Vielzahl weiterer versteckter Schuldenberge wie beispielsweise das elektronische
Zahlungssystem 'Target2' mit fast dreistelligen, milliardenschweren Geheim-Krediten
für Pleitestaaten in der Euro-Zone. Sicher ist: Es wird den derzeitigen
Geberländern nicht möglich sein, im Falle des Kollapses auch nur die derzeitig bestehenden Bürgschaften
und Beteiligungen ohne eigenen Staatsbankrott zu schultern. Und schauen Sie nur einmal vorsichtigen
Blickes nach Italien. Dieses Land hat den höchsten Schuldenstand im Euroraum bei relativ schwacher
Wirtschaftsleistung. Alleine 2011 wird dieses Land seine bestehenden Schulden um 250 Mrd. Euro
erhöhen - bis Ende 2012 stehen 436 Mrd. Euro italienische Staatsanleihen zur Tilgung respektive
Refinanzierung bei kontinuierlich ansteigenden Zinssätzen an.
Spätestens in Rom also wird Deutschlands naiv-freundlicher und
hilfloser Versuch der Schaffung eines vereinten Europa dereinst begraben
werden: "Es sieht danach aus, dass alles auseinanderfällt - jedermann schaut für sich
selbst, deshalb ist Kooperation unmöglich geworden" (Prof. Paul de Grauwe, EU-Berater)
Griechenland verscherbelt jetzt sein Tafelsilber. Doch ich kann mich hierüber nicht freuen, denn
das sind die letzten Werte, welche dieser Staat besitzt und die zuverlässig Einnahmen generieren.
Und deren Veräußerung ist nur ein einmaliger Tropfen auf den heißen Stein. Alleine seit Anfang
letzten Jahres erhöhten sich Griechenlands Schulden um 25 Prozent auf 340 Mrd. Euro. So ist es
eine Ausplünderung
der letzten Reserven dieses Landes, eine Umverteilung des Besitzes. Griechenland
würde es jedoch langfristig besser gehen, wenn es zur früheren Währung zurückkehrte und
sich weigerte, seine Schulden zu begleichen. Zwar kollabiert dann das europäische Währungssystem.
Doch auch für uns wäre ein frühes Ende mit Schrecken deutlich billiger und erträglicher als ein
spätest denkbares Ende. Dann könnten wir auch wieder - nach einer Rückkehr zur nationalen
Währung - unseren fast zahlungsunfähigen deutschen
Bundesländern helfen. Denn warum in die Ferne schweifen, finanzielle Notlagen gibt es auch bei
uns. Und mit etwas mehr gesetzgeberischen Protektionismus würden unsere Banken die deutschen Spargroschen nicht
mehr für irgendwelche Anlagen ins Ausland abfließen lassen. Sie stünden hier für
wertschöpfende Investitionen zur Verfügung.
19.05.2011
Cashkurs.de (Video-Vortrag Dirk Müller ab Minute 2:40) : Der CSU-Politiker Edmund Stoiber bestätigte am
15.05.2011 in der
Talkshow Anne Will ,
dass Deutschlands Zustimmung zur Einführung des Euro der Preis für
dessen Wiedervereinigung war.
Anm.: Wir Deutschen sind zumindest im politischen Handeln
naiv und schenken alles her. Wie hätte denn Frankreich die Wiedervereinigung Deutschlands verhindern können?
Unmöglich. Als unmögliche Haltung ist dagegen das selbstsüchtig-aggressive Verhalten unserer Euro-Partner
- insbesondere Frankreichs - zu sehen. Wir Deutschen hätten im umgekehrten Falle eine angenommene Wiedervereinigung
Frankreichs bejubelt und die Franzosen zudem massiv finanziell unterstützt. Die deutsche Einheit bezahlten
wir dagegen ganz allein. Und jetzt sind 12 unserer 15 charmanten Nachbarn nahezu pleite. Und wir Deutschen? Wir
gehen aus Sympathie mit pleite.
Dabei liegt die größte Gefahr nicht im finanziellen Nachteil des deutschen
Mittelstands. Die eigentliche Gefahr lauert im Wiederaufsteigen des Nationalismus in den Euro-Staaten. Wer kann
es den Bürgern verdenken, wenn sie unter dem Deckmantel der EU zur Bereicherung der Finanzwirtschaft
mehr und mehr marginalisiert werden - gleichgültig, ob sie in Athen oder Dresden leben.
Hieraus entsteht der staatenübergreifende Trend zum Slogan: "EUROPA? NEIN DANKE!"
09.05.2011
Focus.de (Beitrag) : Seit Einführung des Euro hat Deutschland seine schwächeren europäischen Partner
mit über 2.500 Mrd. Euro unterstützt. Der Artikel enthält eine Auflistung der größten Positionen.
Anm.: Es ist eine Mär, dass die Deutschen vom Euro
profitieren. Das gilt auch für die anderen Geberländer wie Österreich, Holland, Dänemark und Finnland. Im Gegenteil:
Die Geberländer werden möglicherweise von den in Schulden ertrinkenden Nehmerländern in die
Tiefe gerissen. Unabhängig hiervon ist es inakzeptabel, die Steuerzahler der Geberländer das Risiko
griechischer Staatsanleihen tragen zu lassen, während die Anleger von den sehr hohen Zinsen und
der Ausfallsicherheit profitieren. Derweil hat unsere Polizei keine finanziellen Mittel mehr
für Kraftstoffe, den Gemeinden
fehlt es durchweg an Geld für die grundlegenden kommunalen Aufgaben. Infolge dessen verschulden
sich staatliche Teilbereiche, um ihren Verpflichtungen nachzukommen, während die innere Sicherheit
schleichend den Bach runter geht.
Und: Unsere Verpflichtungen aus den bisherigen Rettungsschirmen
betragen im WorstCase Szenario schon
heute 400 Mrd. Euro (Hans Werner Henkel) . Werden sie fällig und können wir diese
Bürgschaften noch einmal aus dem Ärmel schütteln und ist der oben genannte Focus-Beitrag stimmig,
hätten wir in der Summe dann fast 3.000 Mrd. Euro an unsere charmanten näheren und entfernteren
Nachbarn transferiert. Wer
außer den Mainstream-Parteien und den Wirtschaftsexperten der ARD glaubt denn noch, dass diese
protektionismusfreie Politik den Bürgern der Geberländer nutzt? Wohl niemand.
09.04.2011
The Intelligence (Beitrag) : Von den Mainstream-Medien vollständig totgeschwiegen fand vom
8. bis zum 11. April 1011 eine geheime internationale Konferenz mit Wirtschafts- und Finanzexperten sowie
Repräsentanten des Mainstream-Mediums Financial Times zum Thema Crisis and Renewal: International
Political Economy at the Crossroads im
Mount Washington Hotel in den Bergen von New Hampshire statt. Zur Teilnehmerliste sowie zur
Auswirkung des offenbar fertig beschlossenen Systems von Veränderungen gab es keinerlei Stellungnahmen. Die
Financial Times bezeichnet in einem Artikel dieses Treffen aufgrund seiner Bedeutung als
Bretton Wood II. Schon das ursprüngliche Bretton Woods-Abkommen wurde 1944 in eben diesem Hotel getroffen.
Es besteht offenbar eine enge Verbindung zum letzten G20-Seminar zur internationalen
Währungsreform, welches jedoch ergebnislos beendet wurde.
Anm.: Der brave Bürger erfährt von ihn betreffenden
bedeutsamen Entscheidungen der künstlichen Eliten in Wirtschaft und Politik stets als Letzter. Diese Meldung
schließt nahtlos an die beiden untenstehenden an, wonach einige Indizien auf eine neue Weltwährung als ultima ratio
der Krise hindeuten.
07.04.2011
Financial Times (Beitrag) : Selbst die vorgenommene minimale Anhebung des Leitzinses durch die EZB
kann dazu führen, dass im nächsten Wirtschaftsabschwung auch deutsche und französische Staatsanleihen
durch die EZB aufgekauft werden müssten, um deren Zinssätze für die Emittenten bezahlbar zu halten. Und
zwar unabhängig davon, ob Deutschland dann seine Garantien ausweitet oder nicht. Denn die
Risikoaufschläge bedrängter Staaten wie Italien und Spanien würden im Abschwung weiter ansteigen.
Anm.: Das wäre ein Agieren, wie es die amerikanische
Notenbank FED betreibt: Geld drucken in Reinkultur. Tatsächlich wäre früher oder später ein
Abschwung auch ohne diese Zinserhöhung erfolgt. Denn es geht nicht immer nur bergauf. In Zeiten wie
diesen schon gar nicht. Wenn jedoch ein Mainstream-Medium nicht
nur bemerkt, dass Deutschland in der Garantie-Falle sitzt, sondern dies auch noch druckt, ist ein
drohender finaler Kollaps des europäischen Finanzsystems bereits Mainstreamwissen. Doch hat die Politik
schon eine Lösung in der Tasche, die sie verbirgt, so gut es geht: Die Weltwährung Bancor. Auf den
letzten Gipfeltreffen wurde dieses
letzte und höchste Ziel der Bankwirtschaft vorangetrieben. Daher ist es den Regierungen der Geberländer
völlig gleichgültig, wie hoch sie garantieren. Im Ernstfall wären alle Staaten entweder direkt durch
die Last der Schulden (Italien, Spanien) oder indirekt durch die Folgen des Kollapses für die
Wirtschaft ihres Landes (Deutschland, Österreich) in einem überschaubaren Zeitfenster zahlungsunfähig.
Dann würde die Weltwährung der verängstigten Bevölkerung als Rettung präsentiert - tatsächlich wäre dies
nur eine weitere, diesmal finale Bankenrettung. Denn fortan stünden die Banken vertreten durch den IWF
außerhalb jeder Kontrolle durch die partizipierenden Staaten und könnten ungehemmt agieren.
31.03.2011
Europe Online Magazine (Beitrag) : Der französische Präsident Sarkozy setzt alles daran, in
seiner G20-Präsidentschaft Vorschläge des IWF für neue Regeln im internationalen Währungssystem umzusetzen.
Zur Durchsetzung baut er das emotionale Drohgebilde eines bevorstehenden Währungskrieges auf.
Anm.: Sehr deutlich ist hieran zu erkennen, wer
als IWF-Unterstützer und damit möglicherweise als Bankenlobbyisten in europäischen Parteien für eine IWF-geführte
Weltwährung in Frage kommen: Sarkozy und Schäuble. Obwohl der Begriff Weltwährung nicht explizit ausgesprochen
wird, dienen
all diese auf emotionsbasierten und damit irrationalen Druck herbeigeführten internationalen Abstimmungen nur dem
Erreichen des IWF-Zieles einer Weltwährung als Ersatz für nationalen Währungen. Stete Verhandlungen zu diesem Thema
führen zu häppchenweisen Zugeständnissen der widerstrebenden Parlamente. Jedes Zugeständnis an die
Ziele des IWF beschleunigen deren Erreichung. Alternativen werden gar nicht erst angedacht und diskutiert.
So bedarf es nur noch eines starken Auslösers wie beispielsweise dem ohnehin bevorstehenden Kollaps
der internationalen Finanzsysteme, um hastig die vom IWF und damit von den Banken erstrebten
Vereinbarungen politisch abzusegnen. Denn als noch Zeit war, wurden Alternativen gar nicht erst in Erwägung
gezogen.
Es scheint, als führten die Banken die führenden Politiker Deutschlands und Frankreichs am Nasenring
zu ihren Zielen. Entweder ist die Fraktionsdisziplin so stark, dass Politiker entgegen aller wirtschaftlicher
Vernunft stets im politischen Mainstream ihrer Partei handeln. Oder sie verstehen wirklich, wofür sie sich
einsetzen. Oder sie agieren als fest in den Parteien
etablierte Interessenvertreter von
Banken (ev. Schäuble, Sarkozy), Versicherungswirtschaft (ev. Rösler) und Atomwirtschaft (ev. Brüderle) u.a..
Dann bedürfte es auch nicht mehr der angedachten Meldepflicht für Lobbyisten nach US-amerikanischem
Vorbild. Aber soweit
ist es in der politischen Elite Deutschlands noch nicht gekommen. Oder doch?
25.03.2011
Cashkurs.de (Video-Vortrag Dirk Müller ab Minute 1:46) :
13 US-Bundesstaaten - Colorado, Georgia,
Montana, Missouri, Indiana, Iowa, New Hampshire, Oklahoma, South Carolina, Tennessee, Utah, Washington
und Vermont - legalisieren US-Goldmünzen und US-Silbermünzen als paralleles gesetzliche Zahlungsmittel zum US-Dollar.
South Carolina diskutiert gar im Einklang mit einer Forderung der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung
die Abschaffung des US-Dollar. Daher sollte man den Euro kaum im Gegenwert US-Dollar rechnen,
sondern eher im Gegenwert zu Oel, Edelmetallen oder Aktien.
Hintergrund lt. Wiwo.de :
Der US-Bundesstaat Virginia bemüht sich um die Bildung einer Kommission im US-Kongress zur Klärung
der Modalitäten für auf Gold und Silber basierenden lokalen Währungen.
Unabhängig hiervon legalisieren die o.g. Bundesstaaten US-Gold- und Silbermünzen als
gesetzliche Zahlungsmittel. Hierzu beruft man sich auf eine alte Entscheidung des
höchsten US-Gerichtshofs, nach welcher US-Gold- sowie US-Silbermünzen gesetzliche
Zahlungsmittel sind. Für den Handelswert ist hierbei nur das Gewicht, nicht der
eingeprägte Nominalwert der Münze entscheidend.
Diese Legalisierung könnte die Vorstufe zu gold- und silbergedeckten lokalen Währungen
in den 13 US-Bundesstaaten sein. Nach einer Resolution aus dem
19. Jahrh. wäre es bereits heute jedem US-Bundesstaat gestattet, eine lokale Währung einführen.
Weiter Dirk Müller: Portugal,
Griechenland, Spanien etc. garantieren im Euro-Rettungsschirm für sich selbst. Hier bürgt also
der Kreditnehmer für die Sicherung des ihm ausgeliehenen Geldes. Fallen die Kreditnehmer sukkzessive aus,
übernimmt jeweils der deutsche Steuerzahler deren Anteil.
Anm.: Die uns vertrauten Währungssysteme geraten
aus den Fugen - und die Mainstream-Medien scheigen.
23.03.2011
WiWo.de (Beitrag) : Was hat die HRE (Hypo Real Estate)-Rettung mit der Umschuldung eines europäischen
Pleitestaats zu tun? Mit jeder Umschuldung steigen die Kosten für die HRE-Rettung von bisher 173 Mrd.
(erhöhte seinerzeit die deutsche Staastsverschuldung um 10%) für
den deutschen Steuerzahler weiter. Gehen die USA pleite, kommen 32 Mrd. dazu, bei Spanien sind es 14 Mrd.,
bei Griechenland noch 9 Mrd. und bei Portugals Umschuldung die Peanuts von 3 Mrd. Euro. So unsolide
sind also die Eurorettungs-Konstruktionen der Merkelschen
Bundesregierung gestrickt, dass jeder Teilzusammenbruch das ganze Wirtschaftssystem gefährdet.
Es ist mittlerweile ein Kartenhaus, dass schneller zusammenbrechen kann, als
Merkel "Ich habe schon immer gesagt..." sagen kann.
09.03.2011
MMnews.de (Beitrag) : Der weltgrößte Anleihen-Verwalter PIMCO schmeißt alle US-Anleihen aus seinem
Portefolio als Mißtrauensvotum gegen die Zahlungsfähigkeit der USA. Würde nicht die Fed auf der
Käuferseite stehen, hätte dies Auswirkungen auf den Zinssatz neuer Anleihen und Refinanzierungen
auslaufender Anleihen.
Anm.: Die US-Notenbank FED hält inzwischen
mehr als die Hälfte der US-Staatsanleihen.
09.03.2011
Sueddeutsche.de (Beitrag) : Wie zum Jahrestag gibt es eine neue Krise in den Staatsanleihen. Bundeskanzlerin
Angela Merkel zieht Deutschland zur Bewältigung in immer höhere Bürgschaftslasten hinein. Wenn es zu Verlusten hieraus
kommt, ist die Transferunion auch praktisch verwirklicht. Selbst wenn die Träume unserer politischen Eliten
wahr würden und alle Problemstaaten ihre Haushalte trotz der verlockend günstigen Zinsen in den Griff bekämen
und keine neuen Schulden mehr machten,
würde diese Länder bis in alle Ewigkeit ein jährliches Wirtschaftswachstum genau in der Höhe des Zinssatzes
ihrer ausgegebenen Staatsanleihen erwirtschaften müssen, um auch nur die Zinsbelastung ihrer Staatsanleihen zu
erwirtschaften. Derzeit werden selbst für die Zahlung der Zinsen(!) neue Schulden gemacht. Hierfür wird der deutsche und österreichische Steuerzahler anstelle der primären Käufer
von Staatsanleihen - Banken und Versicherungen - in Haftung genommen.
Anm.: Ein erhellender Artikel.
04.03.2011
Welt.de (Beitrag) : Die griechischen Staatsschulden betrugen per 31.12.2010 nach Angaben des dortigen Finanzministeriums
mit 340 Mrd. 148% der griechischen Wirtschaftsleistung. Dieser Schuldenstand wurde von IWF-Experten
erst für 2012 erwartet. Bereits 2013 wird er auf 160% ansteigen. Die Risikoaufschläge von Irland,
Griechenland, Spanien und Portugal sind heute größer als zu Beginn der Rettungsmaßnahmen.
Anm.: Griechenland ist ohne den klassischen Staatsbankrott
mit einhergehenden Vermögensverlusten von griechische Staatsanleihen haltenden Finanzinstituten unrettbar
verloren - sämtliche bisherigen Maßnahmen verschärfen die Lage, statt sie zu entspannen. Dieser Weg wird jedoch solange
weiter begangen werden, bis der griechische Volkszorn die den bisherigen Weg befürwortende politische Elite hinwegfegt.
03.03.2011
Dow Jones Deutschland (Beitrag) : Der EZB Generaldirektor für Marktoperationen Francesco Papadia
sagte auf der heutigen Konferenz, dass, weil die EZB niemals erklärt habe, welche Anleihen sie im Rahmen
des Ankaufsprogramms kaufen wird, sie auch über andere spezifische Zielsetzungen Vermögenswerte aufkaufen könne.
Anm.: Das Kasperltheater bietet uns immer abstrusere
Handlungsstränge. Was sollte hierüber denn durch die EZB zur Entlastung der Banken angekauft werden, wenn
nicht deren von bankrotten Investoren in Bankbesitz geratene Schrottimmobilien. Auch dafür zahlt also
der deutsche Mittelstand. Dieser bürgt im stetig wachsenden Umfang für Außenstände aller Staaten der
europäischen Union. Es ist eine Haftungsunion, welche erst dann zur Transferunion wird, wenn die
Bürgschaften fällig werden.
Auf die Idee, in Not geratenen Immobilienbesitzern wenigstens durch Reduzierung
notleidender Kredite
aus der Patsche zu helfen, kommt hüben in Europa wie drüben in den USA dagegen niemand. Dabei würden
sowohl Banken als auch Kreditnehmer gewinnen: Die Bank hätte nicht noch ein langsam verfallendes,
zu bewirtschaftendes und fast unverkäufliches Objekt am Hals. Und der Kreditnehmer müsste nicht - wie es in den
USA fast die Regel ist - unter eine Brücke umziehen. Aber unsere Volksvertreter sind halt zu Bankenvertretern
geworden, welche - wie Merkel (CDU) und Seehofer (CSU) derzeit - das Unehrenhafte in
Gestalt Guttenbergs ohne Not hofieren und zum positiven Maßstab erklären. Was ist das für ein Geseiere um
den gerade zurückgetretenen Verteidigungsminister? Merkel sagte soeben in pathetischer Wortwahl, dass er
jederzeit wieder für höchste politische Ämter geeignet sei. Von Seehofers gestriger Jammertriade ganz zu
schweigen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus und gleich und gleich gesellt sich gern. Das ist
eben so und damit müssen wir leben. Nur sollten uns diese Krähen nicht täglich über Sitte und
Anstand belehren, sondern schlicht die Klappe halten.
01.03.2011
Börse Express (Beitrag) : Jeder Staat des Euro-Raumes hat aufgrund der Emergency Liquidity Assistance das Recht,
nach Gusto Euronoten zu drucken, bis die Bundesbank via 2/3tel-Mehrheitsbeschluss dem einen Riegel vorschiebt.
Irland hat dies in letzter Zeit exzessiv betrieben und 50 Mrd. Euro entsprechend 30 Prozent
seines Bruttoinlandsprodukts selbst geschaffen.
Anm.: Warum müssen Deutsche und Österreicher überhaupt
noch bürgen? Es ist absurd. Neben den wirkungslosen Rettungsaktionen verleiht die Bundesbank von der
Öffentlichkeit unbemerkt über 300 Mrd. Euro an Pleitekandidaten und nun öffnet sich der Öffentlichkeit
ein neues dreistelliges Milliardenloch. Wer von Ihnen immer noch glaubt, diese Masse neuer Schulden würde
bewirken, dass der schon wegen der alten Schulden drohende Crash abgewendet werden kann, dem ist nicht zu
helfen. Der glaubt auch an das Gute in Gutenberg und die Unabhängigkeit der politischen Eliten.
26.02.2011
Blog: Der Honigmann (Beitrag) : Abgedruckt ist eine von Prof. Schachtschneider, Prof. Hankel, Prof. Nölling, Prof. Spethmann
und Prof. Starbatty an das Bundesverfassungsgericht (BVG) gerichtete Bürgerbeschwerde. Das BVG wird aufgefordert, die
anhängigen Klagen zu den Euro-Rettungen nicht weiter zu verzögern.
Anm.: Das Bundesverfassungsgericht wird nach Ansicht
der Kläger nicht umhinkommen, der Politik einen Volksentscheid zur Bildung einer Transferunion
auferlegen. Dessen Ausgang wäre vermutlich das Ende der deutschen Beteiligung an der
Gemeinschaftswährung. Die unsägliche Nähe des Bundesverfassungsgerichts zur politischen Elite lässt ahnen,
warum es sich in diesen Klagen nicht bewegt.
23.02.2011
Pressekonferenz.tv (Video) : Pressekonferenz der Kläger gegen den
Euro-Rettungsschirme und deren wiederholte Ausweitungen Prof. Schachtschneider, Prof. Hankel u.a..
Zusammengefasst konstatieren sie folgendes:
Die in den Rettungspaketen garantierten Milliardenbeträge werden fällig
Keine Stützungsleistung wird je zurückgezahlt werden. Ergo erhöht jede Stützung den deutschen
Schuldenstand und schwächt die Geberländer.
Die höheren Zinsen des 'Blanko-Schecks' Euro-Bonds sind ein neues Opfer Deutschlands
Die Währungsunion ist gescheitert
Europa wird immer ärmer und dadurch destabilisiert
Führende Repräsentanten Deutschlands wie Helmut Schmidt sind der Auffassung, wir müssten noch
weitaus mehr bezahlen als bisher.
Beide letztjährige Verfassungsklagen werden durch das BVG ausgesessen. Es gibt noch immer keine
Terminierung. Im Grunde ist das Bundesverfassungsgericht ein Parteienausschuss und gehört zur
politischen Klasse. Kritische Richter werden nicht durch die Politik hineingewählt. Es tut
nichts, bis Tatsachen geschaffen wurden. So hat es der Bürger sehr schwer, eine
Verfassungsbeschwerde und der praktischen Vernunft zum Erfolg zu verhelfen.
Durch die Flutung der Märkte mit Liquidität wird die Ausgangsproblematik weiter verschärft.
Es geht nicht um die Sanierung von Staaten, es geht um die Sanierung einer Finanzwirtschaft.
Ein neues Konkursrecht für Staaten ist überflüssig. Zum einen kann innerhalb der Währungsgemeinschaft
kein Staat in Konkurs gehen. Zum anderen reicht betroffenen Staaten eine klassische Insolvenz mit
Wiedereinführung der Ursprungswährungen und den damit einhergehenden Wechselkursanpassungen.
Das Recht eines jeden Bürgers auf Einhaltung der Verfassung wird von der politischen Elite negiert.
Wir kommen wieder in die Situation des machtvollen Staates, der nur Untertanen unter sich duldet.
Die deutschen Links-Ökonomen sind unisono für eine Transferunion ohne Rücksicht auf den Verlust
des deutschen Sozialstaats.
Zur Lösung der Problematik wird sich die Währungsunion neu zusammensetzen. Zunächst werden
Griechenland und Irland zu ihren Ursprungswährungen zurückkehren.
...und vieles andere.
Anm.: Tipp: Die anschließende
Diskussion ist sehr zu empfehlen.
18.02.2011
Wirtschaftswoche (Beitrag) : Die Deutsche Bundesbank finanziert seit Jahren ohne parlamentarische
Legitimation durch den Bundestag oder wenigstens einen Beschluss der Bundesregierung kriselnde Euro-Staaten.
Für diese Ausleihungen haftet der deutsche Bürger. Diese Krisenhilfe wird im Verborgenen kontinuierlich
ausgeweitet und über das Individual-Zahlungssystem 'Target 2' abgewickelt. Nachzulesen ist
dies in den Monatsberichten der Bundesbank unter der
Position 'Forderungen innerhalb des Euro-Systems (netto)'.
Anm.: Es tut sich über Nacht ein 338 Mrd. Euro Loch in
Deutschland auf - und nichts geschieht. Keine Diskussionen in
den Krawallarenen
von Maischberger und Anne Will . Keine Aufarbeitung im Mainstream. Nichts. Dieses weitgehend verlorene Geld stand und steht in
Deutschland nicht zur Verfügung. Hier verfällt unsere Infrastruktur und die politische Elite spielt den
Europa-Retter. Diese Wahnsinns-Transferleistungen aus Deutschland in den Rest Europas bezahlt primär der
deutsche Mittelstand (laut Definition €2250 bis €4900 Monatseinkommen) . Während
die hohen Einkommen in den Jahren 2000 bis 2010 um zehn Prozent
ihrer Steuerlast entlastet wurden, ist der Mittelstand in diesem Zeitraum um dreizehn Prozent höher belastet
worden bei sinkendem Realeinkommen.
Gleichzeitig schrumpfte die Mittelschicht durch die unsäglichen Leiharbeitergesetze der
SPD-Grünen Koalition aus 2003 von 65,3% Bevölkerungsanteil auf 58,7%. Die aus der Mittelschicht herausgefallenen
sechs Millionen Menschen sind heute entweder in prekären Jobs oder arbeitslos. Und selbst diejenigen,
welche noch Arbeit haben, hangeln sich oft von einem außertariflich gering bezahlten
zeitlich befristeten Projekt zum nächsten. Auch das
eine unbegrenzte Anzahl zeitlich befristeter und außertariflicher Arbeitsverträge überhaupt zulässig ist, verdanken wir
Gesetzesänderungen unserer Regierungen in den letzten Jahren.
Die wechselnden politischen Eliten zerstören den deutschen Wohlstand der breiten Mehrheit, den die Nachkriegsgeneration mittels
vorausschauender Gesetzgebungen bis zur Wiedervereinigung aufgebaut hat. Seitdem geht es bergab. Die Schrumpfung
der Mittelschicht
setzt sich übrigens fort. Hierdurch sinken die Steuereinnahmen des Bundes im Milliardenbereich. Unsere wechselnden
Regierungen schießen sich also mit ihrer Klientelpolitik ständig selbst ins Knie. Wenn aber nicht das Wohl einer
Vielzahl von Bürgern im Vordergrund steht, wessen Wohl dann? Und wer außer den Selbstständigen und Freiberuflern
wählt noch SPD, Grüne und CDU? Ist es der Berlusconi-Effekt? Trotz so ziemlich aller Verfehlungen, die sich ein
Politiker leisten kann, sonnt sich der italienische Ministerpräsident noch immer in einer Zustimmungsquote
von 50%. Dies wird allgemein auf seine Mediendominanz zurückgeführt - ihm gehören die wichtigsten Zeitungen
und Fernsehsender des Landes. Unsere wechselnden deutschen Regierungen halten sich ebenfalls
die öffentlich-rechtlichen
Fernseh- und Radiosender und wissen Springer und Burda treulich auf ihrer Seite. Dies wirkt systemstabilisierend -
gleichgültig, was da stabilisiert wird.
Können wir all das registrieren, ohne uns aufzuregen? Von der
Zerschlagung unseres ehemals umfassenden und soliden Krankenversicherungssystems habe ich noch gar nicht
gesprochen. Mein geistiger Mitstreiter Dirk Müller verliert jedenfalls beim Thema Umverteilung von
Konzernschulden auf den Steuerzahler ebenfalls zunehmend die
Contenance: Zum Video (ab Minute 3:04) .
16.02.2011
Cash.ch (Beitrag) : Am Weltwirtschaftsgipfel November 2011 werden eine von den g20 eingesetzte und aus
Mexiko(!) und Deutschland bestehende Arbeitsgruppe den G20 Vorschläge für ein Weltwährungssystem liefern.
Anm.: Unerwähnt von Mainstream-Medien und nahezu unbemerkt
von hiesigen kritischen Medien nimmt der Superdampfer 'Weltwährung' als Ersatz für die absaufenden
Raddampfer Dollar, Euro, Yen, Pfund etc. Fahrt auf. Und man höre und
staune: Unsere schwarz-gelbe Bundesregierung selbst ist Architekt und unkritischer Motor einer neuen
Weltwährung. Wir ahnen nur, dass Merkel hierbei an den Fäden des IWF hängt. Denn ihr wichtigster
Wirtschaftsberater Weidmann, welcher nun gerade für Weber in den Vorstand der Bundesbank
wechselt, ist ein alter IWF-Haudegen - dort begann seine Karriere. Die Banken hätten ihr Endziel Weltwährung
nicht geschickter einfädeln können. Denn noch dominieren die Deutschen die Europäische Union. Zudem hat die
derzeitige Bundesregierung die Mainstream-Presse bestens im Griff. Oder warum müssen wir sonst auf ein
Schweitzer Medium ausweichen, um auch nur marginale Infos zu bekommen?
11.02.2011
Cashkurs.de (Video-Vortrag Dirk Müller ab Minute 1:46) : Die deutschen Großhandelspreise sind gegenüber
dem Vorjahr um über 9 Prozent gestiegen. Und der IWF trommelt unermüdlich für ein neues Weltwährungssystem.
Anm.: Lassen wir uns von den schöngerechneten offiziellen
Inflationsraten nicht täuschen - die jährliche Teuerung liegt in Deutschland inzwischen im zweistelligen
Bereich. Beispielsweise hat gerade Aldi seinen Kaffee auf einen Schlag um zehn Prozent verteuert. Die
Großhandelspreise werden natürlich weitergereicht. Es ist absehbar, dass das Gelddruckgebaren in eine
massive Geldentwertung mündet. Die Politik tut alles, um diese anzuheizen. Getreide wird nun nicht nur in
Kraftfahrzeugen verheizt, sondern auch in staatlich geförderten landwirtschaftlichen Heizanlagen. Wer will
sich da nicht über weltweit deutlich steigende Getreidepreise wundern? (bspw. China Januar +8% gegenüber
Vormonat). Wenn dann der letzte Deutsche realisiert hat, dass man Benzin nicht essen kann, werden uns die Banken über deren IWF eine neue Leitwährung als Rettung präsentieren. Wir
werden dem Beispiel der Stuttgarter Mittelschicht folgen und auf die Straße gehen müssen. Nicht gegen einen
Bahnhof, sondern für eine lokale deutsche Währung.
03.02.2011
Spiegel.de (Beitrag) : Die US-amerikanische private Zentralbank der Banken FED hält durch ihre Ankäufe
mit aus Nichts geschaffenem Geld mehr US-Staatsanleihen (1108 Mrd. USD) als China. Im Sommer werden es sogar
mehr US-Staatsanleihen sein (1600 Mrd. USD), als China und Japan zusammen halten.
Anm.: Warum hat in den USA noch irgendjemand Angst vor einer
Erpressbarkeit durch China? Wenn es dazu käme, kauft die Bank der US-Banken (FED) deren US-Staatsanleihen
einfach auf. So oder so - das System nähert sich dem Schmelzpunkt. Inzwischen gibt es ernst zu nehmende
Hinweise auf Vorbereitungen für eine Währungsreform mit neuem US-Dollar.
15.01.2011
Spiegel.de (Beitrag) : EU-Währungskommissar Rehn erwartet nach einem internen EU-Papier eine
Verschärfung der Schuldenkrise europäischer Mitgliedsländer schon in den folgenden Monaten. Das aktuelle
Rettungskonzept soll "umfangreich" umgebaut werden. Primär Deutschland soll neue Garantien
über vermutlich etwa 100 Milliarden Euro gewähren, zeitgleich wird die finanzielle Beteiligung finanzschwacher
EU-Staaten mit einem Rating schlechter als Triple-A (AAA) erheblich reduziert. Desweiteren sollen die EU-Staaten
einen Sockelbetrag zur Sicherung des Ratings der Europäischen Finanzstabilisierungsfaziliät (EFSF), über welche
mögliche Rettungen abgewickelt werden, sofort einzahlen. Anders als bisher soll mit diesem umgebauten
Rettungspaket auch der Bankensektor direkt saniert werden. Der Präsident der EU-Kommission,
José Manuel Barroso, erwartet, dass - so wörtlich -
die führenden deutschen Politiker die Rolle der Kommission akzeptieren. Deutsche Vertreter in der EU-Kommission
stützen Barroso. Die Finanzminister der Eurozone tagen heute zu diesem Thema, die Entscheidung soll
jedoch erst auf dem Märzgipfel fallen.
Anm.: Jeder Cent für die Banken. Über Deutschlands Kapital
verfügt die EU nunmehr nach Gusto. In absehbarer Zeit wird Deutschland zudem das letzte AAA-Land in Europa sein.
Eine schwache Kanzlerin hält nicht gegen. Die Taktik der EU, den
Anlegern und Bürgern Sand in die Augen zu streuen, geht jedoch immer weniger auf. Die bisherigen
Rettungskonzepte versagten wie auch die künftigen versagen werden. Denn diese sind schon im Ansatz falsch.
Die EU-Kommissare und andere EU-Bedienstete versuchen primär, ihren eigenen Apparat und damit ihr
wirtschaftliches Überleben zu sichern. Koste es dem deutschen Steuerzahler, was es wolle. Und unsere Kanzlerin
Angela Merkel schweigt gegenüber dem deutschen Volk zu den Risiken und Belastungen für künftige Generationen
- ganz abgesehen davon, dass die deutschen Staatsbürger nicht gefragt werden, ob sie diesen Wahnsinnskurs
in Richtung eines Total-Ausverkaufs Deutschlands überhaupt mittragen. Lediglich die Partei 'Die Linke'
und die 'FDP' halten dagegen. Letztere warf dem Finanzminister jetzt vor, einen
EU-Länder-Finanzausgleich zuzulassen und forderte ihn auf, die entsprechenden Verhandlungen umgehend einzustellen.
10.01.2011
Cashkurs.de (Video-Vortrag Dirk Müller) : Dirk Müller erklärt, wie die rosige offizielle Statistik der US-Arbeitslosenzahlen zustande kommt:
Diese Statistik zeichne sich dadurch aus, dass viele resignierte Arbeitslose aus der Statistik herausfallen. Denn wer in Amerika nicht mehr daran
glaubt, vermittelt werden zu können und dies in der regelmäßigen Befragung sagt, der bewirbt sich zwar weiter, aber zählt nicht mehr als arbeitslos.
Stattdessen wird er als frustrierter Arbeitsloser eingestuft, welcher dem Arbeitsmarkt vorgeblich nicht mehr zur Verfügung steht. Folge: Je schlechter
die Situation für die amerikanischen Arbeitslosen ist, um so niedriger sind die offiziellen Arbeitslosenzahlen. Und den Russen werde vorgeworfen,
dass sie ihre Statistiken manipulieren, um das System zu rechtfertigen.
Anm.: Unsere politische Elite kann wirklich von den Amerikanern noch etwas lernen - den perfekten
Arbeitslosenstatistikbetrug.
13.12.2010
Welt.de (Beitrag) : Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW empfiehlt, Privatvermögen deutscher Bürger über eine
Erbschaftsteuerreform oder einmalige Vermögensabgabe zur Tilgung deutscher Staatsschulden heranzuziehen. Dies sei aufgrund
des rasanten Anstiegs der deutschen Verschuldungsquote von 65% in 2007 auf gut 76% Ende 2010 nötig.
Anm.: Wer glaubt, die jeweilige deutsche Regierung hätte im Falle eines
Zusammenbruchs der europäischen Einheitswährung Skrupel, des Bürgers Spargroschen über die Staatskasse an die Banken umzuverteilen,
dürfte unangenehm überrascht werden. Dann ist es für eine Vermögensumschichtung zu spät.
09.12.2010
Cashkurs.de (Video-Vortrag Dirk Müller, schlechte Tonqualität) : Dirk Müller spricht ab Minute 3:43 das aktuelle Urteil zum
Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken an. Ob die Banken darin einzahlen oder nicht hängt allein vom Gusto der teilnehmenden
Banken ab - dies
führt zu dessen völliger Nutzlosigkeit und dem Fehlen jeglicher Schutzfunktion. Selbst bei großen Krisen muss der Einlagensicherungsfonds
keinerlei Anleger-Verluste ausgleichen, denn dieser ist eine freiwillige Leistung der Banken. Dirk Müller erwähnt zudem die
widersprüchlichen Aussagen zur Stabilität des Euro. Er wäre überrascht, wenn es den Euro in seiner jetzigen Form in fünf Jahren noch gäbe.
Anm.: So etwas kommt heraus, wenn sich der Staat - wie es derzeit Mode ist - zunehmend
vor der Rechtsgestaltung durch selbstgestrickte Gesetze drückt und es den verschiedenen Branchen überlässt, in sogenannten
Selbstverpflichtungen staatliche Vorgaben zu erfüllen oder gar fertige Gesetesvorlagen zu liefern. Das geht oft in die Hose. Wenn
es der Schutz der privaten Anleger ist, welcher sich wie oben beschrieben nach Ausurteilung als nicht vorhanden herausstellt, ist
es besonders bitter. Doch auch ohne dieses Urteil hätte der Einlagensicherungsfonds keine ausreichenden Mittel, um bei einer größeren
Bankenpleite alle Sparer im Rahmen der bisher genannten Grenzen schadlos zu halten.
Unsere politische Elite versagt zunehmend an allen Fronten. Der Sozialstaat wird kontinuierlich eingedampft, das Gesundheitssystem,
welches einst alle Menschen gleichermaßen einband, sukzessive abgeschafft. Ebenso die Steuergerechtigkeit. Doch das sind alles
Errungenschaften, die bereits direkt nach der dem zweiten Weltkrieg nachfolgenden Währungsreform eingerichtet
worden sind in einem Staat, der völlig zerstört am Boden lag und die Scherben des Krieges aufkehrte. Und heute - so wollen uns die
jeweilig regierenden politischen Eliten weismachen - gäbe es keine Möglichkeit, diese rudimentären staatlichen Fürsorgen unverändert
weiter zu betreiben? Das Geld ist da, sogar mehr als seinerzeit, was einleuchtend ist. Nur fließt es heutzutage massiv in die
Europäische Union, von deren Gesamtkosten wir mehr als ein Viertel tragen sowie in einen Krieg, der - wenn man dem ehemaligen
Bundespräsidenten Köhler glauben darf - Wirtschaftswege sichern soll und damit zwar im Interesse der Wirtschaft, aber nicht des
Bürgers ist, dessen Söhne und Töchter darin verheizt werden. Und es fließt an Großunternehmen und Konzerne, wozu
auch die Pharmaindustrie gehört, welche durch nur in Deutschland überteuerte Medikamente unser Gesundheitssystem unbezahlbar macht,
während gesetzliche Krankenkassen, Krankenhäuser und Ärzte ausbluten und Mainstream-Medien Neid-Diskussionen zulasten von Ärzten
und Bedürftigen entfachen, um von dem Kern des Problems abzulenken. Die Konzerne der genannten Branchen sind in Deutschland oft
Nettonehmer, d.h. sie zahlen faktisch nach Verrechnung der Vergünstigungen mit ihrer Steuerlast nichts an den deutschen Staat.
Das vom Staat eingenommene Geld reicht also aus für einen Sozialstaat analog demjenigen der 70er Jahre mit umfassender
Krankenversicherung. Die Staatseinnahmen kommen nur nicht mehr dem Bürger zugute. Sondern statt seiner der EU, Griechenland, Irland,
demnächst Italien und Spanien, möglicherweise Frankreich, der Rüstungsindustrie und den sogenannten Pharmariesen, der Autoindustrie
und an erster Stelle den Banken. Sie alle haben die Lobby, die der Bürger niemals haben wird. Der Lobbyismus kostet Geld. Letztlich bezahlt
der Wahl-Bürger mit seinen Steuern die Lobbyarbeit, welche ihm so sehr schadet. Ich wage zu behaupten, dass der von den Medien so gern
verwendete Begriff 'Elite' aufgrund des Versagens und der Gier der Volks- und Wirtschaftsvertreter in einigen Jahren
ein Schimpfwort sein wird.
06.12.2010
Zitat : "Dass der Euro sie [Anm. Die Bürger] vor Turbulenzen der Globalisierung besser schützt als eine nationale deutsche Währung je könnte. "
Und: "Ohne den Euro wäre jeder Deutsche ärmer."
Finanzminister Wolfgang Schäuble
Anm.: Schon 1996 sagte der dieser Mann :"Ihr könnt darauf vertrauen, dass der Euro eine stabile
Währung sein wird. Das funktioniert." (siehe unten) Entweder wissen sie nicht, was sie anrichten oder sie wissen es. So oder so legt
unsere politische Elite mit jeder Fehlentscheidung weitere Systemmängel bloß. Denn die Führungsriege der Regierungspartei(en) hat/haben einen viel zu großen
Spielraum zur Zerstörung unseres Wirtschaftssystems. Die Abgeordneten kontrollieren und stimmen fast durchgängig ohne ausreichende Informationsgrundlage
für neue Gesetze, motiviert durch einen Fraktionszwang. Selbst die Kontrolleure vertreten fast durchgängig die Auffassung, dass ihre Parteioberen schon
richtig entscheiden werden - und werden hierdurch ihrer Funktion nicht gerecht.
25.11.2010
Märkische Allgemeine (Beitrag) : Bundesbankpräsident Axel Weber: "Der Euro ist eine der stabilsten Währungen der Welt.
Seine Binnenwertstabilität ist nicht geringer als die der D-Mark."
Anm.: Und wenn der Euro Geschichte ist, wird eine Straße nach Axel Weber benannt. Geschichte
wiederholt sich endlos, nur die Narrenkappen und Verkleidungen wechseln.
25.11.2010
Welt.de (Beitrag) : Der Artikel selbst liefert keine belastbaren und neuen Erkenntnisse. Im unteren Drittel befindet sich jedoch
eine Art Quartett zum Blättern in den Daten der Euroländer.
Anm.: Hier sind diejenigen Euroländer, welche derzeit im Fokus der Aufmerksamkeit
stehen mit ihrem Anteil für Zins- und Tilgung an den Steuereinnahmen:
Italien: 56%, Griechenland: 54%, Irland: 37%, Frankreich: 26%, Spanien: 25%, Deutschland: 24%, Portugal: 16%.
Warum also redet derzeit niemand über Italien? Ein Staat, welcher mehr als die Hälfte seiner Einnahmen
für den Schuldendienst aufwenden muss, kann sich nur über einen Staatsbankrott aus der Schuldenzange befreien.
Die Griechen haben eine andere Lösung gewählt, welche das Leiden der Bevölkerung nur vergrößert. Wenn die Regierungen weiter einen
Schuldenabbau in Problemstaaten zu Lasten der Bank-Gläubiger und -Anteilseigner verhindern, dann wird es in diesen Ländern früher
oder später zu unerträglichen sozialen Verwerfungen und in Folge zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen. Unten zitiere ich
Marc Faber, welcher nachwies, dass es bisher nahezu allen Staaten nach einem Staatsbankrott mit Währungsreform deutlich besser ging.
25.11.2010
Welt.de (Interview mit Marc Faber) : Wenn nach Griechenland und Irland Spanien fallen sollte, wäre das 750 Mrd. Bankenrettungspaket Nr.3
aufgebraucht - wenn es überhaupt ausreicht. Die Finanzmärkte reagieren auf diese Negativaussichten mit hohen Risikoaufschlägen. Aber
auch Portugal wackelt.
Anm.: Erst jetzt ist die dem Euro zugrunde
liegende Problematik in den Redaktionen der Mainstream-Medien angekommen. Nach monatelangen ignoranten Durchhalteparolen wird endlich
durch veränderte Auswahl der Nachrichtenquellen der Sorge Ausdruck gegeben, dass es zumindest schwierig werden dürfte. Diese positive
Veränderung geht jedoch weiterhin einher mit einer völligen Kritikunfähigkeit gegenüber den bankenhörigen Regierungen. Man nennt die
Quelle des Übels nicht beim Namen. Die Zeitung 'Die Welt' ist eben ein Mainstream-Medium - ein Begriff, der in etwa mit einem regierungsnahen
semi-offiziellen Verlautbarungsorgan gleichzusetzen ist.
23.11.2010
20Min.ch (Interview mit Marc Faber) : Marc Faber sieht den Euro als angeschlagene Währung. Die Europäer seien nach den USA
Vizeweltmeister im Gelddrucken und die USA bereits faktisch pleite. Er geht davon aus, dass der Euro kurfristig fällen könnte.
22.11.2010
Cashkurs.de (Video-Vortrag Dirk Müller) : Dirk Müllers Tagesausblick ist einmal mehr ein exzellenter Schnellkurs zur Situation an den Weltmärkten.
Diese ist rundum sehr kritisch. Und es wird in den nächsten Jahren noch teurer werden für die Deutschen.
17.11.2010
TAZ.de (Beitrag) : Der Ratspräsident der Europäischen Union Herman Van Rompuy
warnt vor dem Untergang der Europäischen Währungsunion sowie der Europäischen Union als Ganzes.
Anm.: Herman Van Rompuy ist weder ein Spinner noch betreibt er eine Ufo-Webseite. Man
sollte auf diese seltenen ehrlichen Äußerungen aus den Reihen der politischen Eliten hören, um die eigenen Verluste im Fall der Fälle
begrenzen zu können.
15.11.2010
Frank-Meyer.eu (Interview mit Prof. Wilhelm Hankel) : Prof. Hankel stellt fest: In Europa gibt es höhere Werte als die europäische Einheitswährung.
Europa steht auch für Freiheit, Marktwirtschaft und Demokratie. Diese werden jedoch durch die Politik aufgelöst. Die europäische Einheitswährung wird
als wichtiger angesehen als ihr Inhalt. Europa verliert seine demokratische Grundlage. Eine europäische Funktionärselite setzt sich über
das Selbstbestimmungsrecht der beteiligten Staaten hinweg. Es gab in der Geschichte noch nie eine funktionierende Währungsunion dieser
Art. Jeder Staat stellt früher oder später fest, dass die eigenen Probleme eine größere Bedeutung haben als die Einhaltung multinationaler
Verträge - Deutschland vermutlich zuletzt. Man wird das Euroexperiment aufgeben müssen. Die Diskrepanz zwischen den Bürgern und der politischen
Elite wächst. Dabei ist nicht erkennbar, welche Motive die Volksvertreter leitet, gegen erkennbaren Willen der Bürger und zum Nachteil der
deutschen Volkswirtschaft den Euro vorzuziehen. Die Politik entzieht sich ihrer Verantwortung, indem sie den Bürgern Märchen über den
Euro erzählt. Auch dasjenige, dass bei einer Rückkehr zur D-Mark unter ihrer Stärke leiden müssten: "Unter einer starken Währung hat
noch nie jemand gelitten - weder ein Volk noch eine Exportwirtschaft."
15.11.2010
"Bankhaus Rott" [KEINE Bank, ein Infodienst] (Beitrag) : Der Autor - offenkundig ein gut informierter
Insider - zeigt am Beispiel Irlands die Absurditäten und Verdrehungen der Mainstream-Berichterstattungen ebenso glaubwürdig auf
wie die unerträglichen Beschönigungsfloskeln politischer Entscheidungsträger. Irland hat ein nahezu unlösbares Schuldenproblem, darf
nur Dank der Garantien der EU die offizielle Verkündigung der Pleite hinausschieben. Bis dahin werden Pensionsfonds geplündert. Die
Forderung Deutschlands, Aktionäre an den Kosten von Insolvenzen zu beteiligen, nimmt er genüsslich auseinander. Denn dieses sei eine
Selbstverständlichkeit im Wirtschaftsleben, das Präsentieren dieser revolutionären Idee als neuen Vorschlag daher dreist.
Anm.: Einmal mehr sehr lesenswert - es lohnt sich, neue Artikel zu abonnieren.
09.11.2010
Cashkurs.de (Beitrag) : In einem sonst wenig interessanten Beitrag zum avisierten Goldstandard einer weiteren Ankerwährung
ist ein Chart enthalten, der anschaulich die Korrelation zwischen Goldpeis und Euro seit 1999 aufzeigt. Fällt der Euro, steigt
der Goldpreis in Euro.
08.11.2010
Welt.de (Beitrag) : Die Weltbank wirbt weiter für ein neues Währungssystem, welches den US-Dollar, Euro, Yen, Pfund und Yuan umfassen
könnte. Auf dem bevorstehenden G20-Gipfel in Südkorea werden die Staats- und Regierungschefs auch hierüber sprechen. Diese Entwicklung
wird Internationalisierung genannt.
Anm.: Der Albtraum einer Weltwährung rückt näher. Um der Abwärtsspirale zu entkommen,
streben die USA via Weltbank ein neues Finanzsystem an. Drei schwerwiegende Folgen könnten sich daraus ergeben: Wenn es
tatsächlich eine Golddeckung enthalten wird, würde der private Goldbesitz möglicherweise dereinst verboten werden. Diese Währung könnte
langfristig die lokalen Währungen assimilieren. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung Entmündigung der beteiligten Regierungen und
damit der diese wählenden Bürger. Die Macht verlagert sich in Richtung einer weitgehend autonomen, unbeeinflussbaren Institution. Und nicht
zuletzt zahlen die neben der USA teilnehmenden Staaten für deren Misswirtschaft.
08.11.2010
Handelsblatt.de (Beitrag) : Die Ankündigung der US-amerikanischen FED, mit weiteren 600 Mrd. USD für die ausbleibende Nachfrage
nach US-Staatsanleihen einzuspringen, beunruhigt nicht nur die Anleger, sondern auch Politiker primär der Schwellenländer China,
Brasilien und Südkorea. Die Dollarschwemme wird die unkontrollierten spekulativen Geldströme aus den USA in die Schwellenländer
weiter verstärken, woraus erhebliche Gefahren für die betroffenen Währungen entstehen.
Anm.: Wenn wir die Entwicklung des Euro beobachten, sollten wir den US-Dollar nicht
ignorieren. Dieser verliert kontinuierlich an Wert, Rohstoffe und Edelmetalle werden hierdurch in dieser Währung scheinbar teurer. Doch
tatsächlich behalten Gold und Silber weitgehend ihren Wert durch alle Nachfrageschwankungen hindurch.
Steigende Edelmetallpreise sind Ausdruck eines Werteverfalls der Berechnungsgrundlage. Den Lösungsweg nun, den die USA zur Bewältigung
ihrer Wirtschaftskrise eingeschlagen hat, wird sie wohl nicht verlassen. Es ist eine von Bankern erdachter und von der nicht staatlichen Bank der
Banken (FED) ausgeführte Strategie. Dank dieser wird der US-Dollar im Verhältnis zu intakteren Referenzwährungen weiter an Wert verlieren.
Das führt zu einer noch geringeren Nachfrage nach US-amerikanischen Staatsanleihen und der Kreis schließt sich - die FED wird weiter
aufkaufen, bis das System kollabiert oder die Entwicklung in einer Inflation mündet. Die USA sind in einer Abwärtsspirale. Dies hat
indirekt etwas mit der Stabilität des Euro zu tun. Die Geldpolitik der USA führt international zu immer stärkeren Verwerfungen. Das bewährte,
in der Vergangenheit noch relativ stabile Wechselkurssystem wird volatiler und hierdurch die Handelsströme verändern.
03.11.2010
Handelsblatt.de (Beitrag) : Die Lage am Markt für Staatsanleihen spitzt sich zu.
Anm.: Ob dies der Beginn einer ernsten Krise ist, weiß vermutlich niemand. Doch
selbst wenn es einer wäre, würde primär Deutschland noch ausreichend geborgtes Geld auftreiben können, um wieder einmal für eine Weile Ruhe
in den Karton zu bringen. Das finale Ende einer Entwicklung sieht trüber aus - wir werden es bemerken.
02.11.2010
Cashkurs.com (Video-Vortrag Dirk Müller) : [ab Minute 3:30] Die Frage sei nicht, ob weitere europäische Pleitestaaten insolvent werden,
sondern wann. Europa ist in Bezug auf Terrorangriffe extrem verletzlich.
30.10.2010
Cicero.de (Interview mit Peer Steinbrück) : Steinbrück vertritt den Standpunkt, dass die BRD für einen stabilen Euro Pleitestaaten finanziell
unterstützen muss. Die europäische Union sei bereits eine Transferunion. Der Euro muss gegen Angriffe von innen und außen verteidigt werden.
Anm.: Dieses Interview belegt, dass auch die oppositionelle SPD den Ernst der Lage
nicht begriffen hat und gar akzeptiert, dass Deutschland entgegen den ursprünglichen europäischen Vereinbarungen zum Hauptzahler einer Transferunion
geworden ist. Weder die CDU noch die SPD wollen oder können Deutschland vor dem bewahren, was sich zwar nur langsam, aber nicht aufhaltbar abzeichnet:
Das finanzielle Ausbluten auf Kosten der Bürger zugunsten von Banken und Groß-Industrie, welches früher oder später zum wirtschaftlichen
Zusammenbruch Deutschlands führt. Vielleicht fällt Deutschland als letztes Land der EU, dann aber mit umso stärkeren finanziellen Nachteilen
für deren Bewohner.
25.10.2010
DerAktionär.de (Beitrag) : Marc Faber bekräftigt seine Annahme eines wirtschaftlichen Untergangs der USA. Deren Staatsfinanzen würden
kontinuierlich geschwächt, deren Verbindlichkeiten betragen bereits 375 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Und noch immer wünsche man sich
neue Blasen, welche die jeweils aktuelle Krise überdecken sollen nach dem Motto: Bezahlt wird später.
Anm.: Die nicht im Lichte der Medienaufmerksamkeit stehenden grundlegenden Parameter
der Weltwirtschaft bessern sich nicht - sie verschlechtern sich weiter. Doch wir betrachten einen Niedergang im Zeitlupentempo. Und
zwischendurch, so scheint es, erholt sich wenigstens die deutsche Wirtschaft. Doch die deutschen Zahlungen an die europäischen
Mitgliedspartner der Union werden höher und höher, ebenso die Schulden der deutschen Kommunen und Gemeinden. Und schon bald wird ein jeder
selbst in diesem Scheinaufschwung in seinem persönlichen Umfeld den Verfall der Infrastruktur und eine steigende Kostenbelastung
der Bürger spüren.
05.10.2010
Handelsblatt.de (Interview mit Marc Faber) : Marc Faber ist unverändert pessimistisch, nimmt jedoch an, dass Aktien nicht mehr unter
die 2009er-Tiefpunkte fallen. Der Euro und der US-Dollar liefern sich ein Wettrennen im Kursverfall, aus dem der US-Dollar vermutlich
als Sieger hervorgehen wird.
Anm.: Wenn Marc Faber annimmt, dass zwar der Dollar auf den Wert Null und gleichzeitig
Aktien nicht mehr unter die 2009er Tiefpunkte fallen werden, ist er entgegen der weitläufigen Auffassung ein Optimist.
02.10.2010
Boerse-Express.com (Beitrag) : Der Chefökonom bei Barclays Capital Thorsten Polleit sieht nur noch ein Zeitfenster von zwei bis drei
Jahren, in dem die Politik noch präventiv einen freiwilligen Umstieg in goldgedeckte Währungen vornehmen kann. Die Alternative wäre der
Zusammenbruch des internationalen Währungssystems. Die Chance, dass die Politik vorbeugend tätig wird, sei allerdings sehr gering.
Anm.: Die Weltuntergangspropheten werden sich noch etwas gedulden müssen - zwar ist
eine Krise unausweichlich, doch wird es die Politik verstehen, den Eintrittszeitpunkt einer finale Entwicklung immer wieder in die Zukunft
zu verschieben.
25.09.2010
Stock-World.de (Beitrag) : Die USA und Europa befinden sich in einem Abwertungswettlauf. Seit 1972
hat der US-Dollar gut 70 Prozent seines Wertes zur Zeiten der Golddeckung verloren.
Anm.: Im Beitrag ist ein anschaulicher Chart zum kontinuierlichen
Wertverlust der US-Währung zum Schweizer Franken.
22.09.2010
Handelszeitung.ch (Beitrag) : Euro-Tief und Dollar-Schwäche treffen zusammen, belasten hierdurch den Schweizer Export und die
Schweizer Nationalbank.
Anm.: Was der Autor des Artikels nicht erkennt oder sehen will: US-Dollar
und Euro bieten sich ein Kopf an Kopf-Rennen um den ersten Platz
im Wertverlust im Vergleich zu Referenzwährungen. Dieser Artikel zeigt auf, dass beide Währungen parallel an Wert
verlieren. Alle Welt schaut jedoch wie gebannt auf deren inneres Kursverhältnis. Das verdeckt den Blick auf die dahinterliegende negative
Kursentwicklung beider Währungen.
20.09.2010
Die Welt (Beitrag) : Das Agieren des US-Notenbankchefs Bernanke kommt dem von ihm als Möglichkeit vorgesehenem Abwerfen von
Dollarscheinen aus dem Helikopter schon sehr nahe. Doch wird er sich schon bald gezwungen sehen, neue Mittel zur Vermeidung
einer Deflation und Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit anzuwenden. Die Notenpresse finanziert die Ausgaben der USA und führt
das Land in eine große Inflation. Damit wird der Dollar seinen Status als Weltleitwährung verlieren. China ist der USA größter
Gläubiger. Selten in der Geschichte war eine Weltmacht so sehr von einem anderen Staat abhängig. Chinas Devisenreserven sind
somit das wirtschaftliche Äquivalent zur Atombombe.
Anm.: Das für investigativen Journalismus nicht gerade berühmte Mainstream-Medium bringt
überraschend klare Überlegungen zur Zukunft der USA. Apropos Mainstream: Hier ist ein exemplarische Beispiel
der Mainstream-Medien-Arroganz anhand eines
bornierten Tagesthemen-Kommentars .
19.09.2010
Financial Times (Beitrag) : Das mit dem EU-weit höchsten Haushaltsdefizit angeschlagene Irland versucht, eine aufkommende
Staatspleitenpanik der Märkte entgegenzuwirken. Gerüchten zufolge müsse das Land in Kürze den IWF um Unterstützung bitten.
Anm.: Irland wackelt derzeit etwas bedenklicher als die anderen Pleitekandidaten. Die
für Dienstag anstehende Refinanzierung fälliger Staatspapiere wird wohl Dank der Investoren ersetzenden EZB klappen. Und danach
wird es sicherlich wieder ruhiger um Irland. Bis EZB und IWF die Mittel ausgehen, was in mittelferner Zukunft
so sicher kommen wird wie das Amen in der Kirche. Oder schon früher, weil steigende Risikozuschläge die wirtschaftliche Situation
angeschlagener Volkswirtschaften verschärfen.
17.09.2010
Handelsblatt (Beitrag) : Nach Nouriel Roubinis Auffassung wird die Eurozone im besten Fall noch fünf Jahre bestehen, im
schlechtesten Fall zerbrechen.
Anm.: Wenig Informationen - nur der letzte Absatz mit dem zitierten Zeitfenster
ist interessant.
15.09.2010
Focus.de (Interview mit Prof. Wilhelm Hankel) : Frankreich initiierte das 750 Mrd. Bankenrettungspaket No.3, weil es die eigene
Zahlungsunfähigkeit erwartet und vorbeugen wollte. Einzig Banken und Versicherungen konnten in den angelsächsischen
Volkswirtschaften noch Zuwächse verzeichnen.
12.09.2010
Wallstreet Online (Beitrag) : Die US-amerikanischen Leistungsbilanz- und Haushalts-Defizite werden per Ende September 10,5 Prozent des
Brutto-Inlands-Produkts entsprechen. Griechenland dagegen in 2010 vermutlich 8 Prozent - damit sind die USA ein
Griechenland-Fall. In 2010 wird die US-amerikanische Verschuldungsquote 94 Prozent betragen. Der sogenannte Point of no Return wäre
damit überschritten, eine Entschuldung aus eigener Kraft unmöglich. Darüber hinaus sind bis zum Jahr 2020 weitere 1000 Mrd. USD
neue Schulden bei 250 Mrd. Einsparungen geplant. Es werden noch mehr Schulden werden, wenn sich die USA an einem Irankrieg beteiligt oder ihr
Engagement in Afghanistan verstärkt. Den meisten Bürgern sei nicht bewusst, dass ein Staatsbankrott mit Währungsreform in den nächsten zehn
Jahren zu erwarten sind. Selbst das annehmlich wirtschaftlich starke Deutschland wird in 2010 trotz des hochgelobten XXL Aufschwungs
ein Defizit von etwa 80 Mrd ausweisen.
Anm.: Der Autor gibt über Obiges hinaus brauchbare Anregungen, wie die Regierungen etwas
gegensteuern könnten. Das deutsche Staatsefizit könnte durch eine in diesem Monat durch das vom Bundestagsgremium zum
Finanzmarktstabilisierungsfonds durchgepeitschte Aufstockung der Staatsgarantien für die Hypo Real Estate (HRE) von derzeit 80 Mrd. auf
120 Mrd. steigen.
11.09.2010
Reuters Deutschland (Beitrag) : Der IWF warnt erneut. Neue Anleihe-Turbulenzen könnten über Wechselwirkungen auf die Realwirtschaft
übergreifen. Hierdurch würden die Geldbeschaffungskosten der Banken steigen, was die Vergabe von Krediten einschränkt. Der US-Immobilienmarkt
stellt weiterhin eine Bedrohung der Weltwirtschaft dar.
Anm.: Diese Meldung an sich ist dünn, wenngleich die genannten Gefahren bestehen. So
werden die jetzt beschlossenen Kapitalmarktregeln Namens Basel III bis 2018 die Kreditvergabe deutlich einschränken. Doch warum versucht der
IWF in kurzen Abständen, die Wirtschaftskrise
verbal anzuheizen? Welchen Nutzen zieht er daraus? Eine Annahme lautet: Je größer die Krise, desto mehr Kompetenzen - also Macht - kann der IWF
auf sich vereinigen respektive bekommt er zugewiesen. Niemand würde es in Zeiten wirtschaftlicher Sicherheit den Politikern erlauben, ihre
Souveränität zugunsten einer Weltwährung aufzugeben. Diese wird vom IWF angestrebt.
10.09.2010
Frankfurter Rundschau (Beitrag) : Ob Gesundheitsreformgesetz oder Kreditwesengesetz - die Regierung lassen die Gesetze von denjenigen
entwerfen, welche durch sie gesteuert werden sollen. Sie greift hierbei nicht mehr wie früher üblich nur auf eigene Mitarbeiter zurück,
auch nicht wie häufig gesehen auf befangene Anwaltskanzleien, sondern lässt sich neuerdings den Gesetzestext von den Betroffenen selbst
diktieren. Oder verzichten auf gesetzliche Regelungen wie im Falle der Atomindustrie und Energieversorger. Ursprünglich war es so, dass der Gesetzgeber
nicht verhandelte, sondern über Gesetze seinen Willen ausdrückte und handelte. Wenn die Regierung heute mit vom Gesetz Betroffenen
verhandelt, dann verhandelt sie auf Augenhöhe mit der Folge des Geben und Nehmens - eines Kuhhandels. Der Gesetzgeber an sich bleibt aussen
vor.
Anm.: Der Autor hätte auch das 750 Mrd. Bankenrettungspaket als Beleg nennen können - der
entsprechende Gesetzestext wurde von der Deutschen Bank geliefert. Dieser Artikel verdeutlicht, wer in diesem Land Zeitpunkt und
Bedingungen einer Währungsreform festlegen wird - wenn sie denn kommt: Es sind zweifelsfrei die Banken, genauer die Deutsche Bank, welche heute
nach Anteilsverschiebungen heute nur noch den Namen nach deutsch ist.
09.09.2010
Handelsblatt (Beitrag) : Die Sorge vor einer erneuten Schuldenkrise steigt. Auslöser könnten einmal mehr nicht refinanzierbare
Staatsanleihen werden. Die Risikoaufschläge sind hoch wie nie.
Anm.: So dramatisch dies klingt - der Zeitfaktor wird meist völlig unterschätzt.
Bis zu einem möglichen Endstadium der Krise kann noch sehr viel Wasser die Elbe herabfließen, sprich noch sehr viel Zeit vergehen,
da Banken und Politiker zur Not Geld mit dem Helikopter abzuwerfen bereit sind.
06.09.2010
Wirtschaftsblatt.at (Beitrag) : Griechenland ist derzeit praktisch zahlungsunfähig und benötigt darüber hinaus weitere
82 Mrd. bis zum Jahr 2013, was die Zinslast für die Griechen weiter erhöhen wird. Spanische und irische Staatsanleihen werden
heute als riskanter eingestuft als zur Zeit der Ankündigung des 750 Mrd. (Banken-)Rettungspakets. Darüber hinaus entwickelt
sich der Finanzbedarf der PIIGS-Banken zum Schlechten. Nur die europäische Zentralbank liefert noch Liquidität.
06.09.2010
BoerseGo.de (Beitrag) : Zitiert wird der Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini. Er stellt fest, dass die verschiedenen Maßnahmen
der USA zur Stützung der Wirtschaft im Gegensatz zu vergleichbaren früheren Zeiten nicht mehr funktionieren. Er sagte sinngemäß, das
Pulver sei an allen Stellschrauben verschossen. Für Japan sei das Risiko einer Wiederkehr der Rezession jedoch noch größer. Alle
Industrienationen werden bis 2015 eine durchschnittliche Staatsverschuldung von einhundertzwanzig Prozent vom Bruttoinlandsprodukts
erreichen. Hierdurch seien weitere Konjunkturprogramme unmöglich. Würden dann die Staatsverschuldungen weiter ansteigen, würde die
Gefahr einer erneuten Staatsanleihekrise beträchtlich steigen.
04.09.2010
Jürgen Elsässer spricht: (Beitrag) : Er zitiert Prof. Schachtschneider, welcher davon ausgeht, dass das BVG zu den
Verfassungsbeschwerden feststellen wird, dass die Rettungspakete die EU von einem Staatenbund zum Bundesstaat verändern.
In Folge werde es feststellen, dass Deutschland sowohl Souveränität als auch Grundgesetz aufgegeben habe. Diese Änderung
sei eine de facto Abschaffung der BRD und bedarf notwendig einer Volksabstimmung (Art.146 GG). Schachtschneider
erwartet eine Urteilsverkündung mit Aufforderung zur Volksabstimmung im Frühsommer 2011.
03.09.2010
Sueddeutsche.de (Beitrag) : Der IWF warnt vor Panikreaktionen der Anleger aufgrund zunehmender Staatsschulden vieler Länder. Jedoch
gäbe es nach einer Studie des IWF keinerlei Anlass zur Sorge, wenngleich die Situation für immer mehr Staaten ernst sei. Diese müssen
einen radikalen Kurswechsel vornehmen: Griechenland, Italien, Japan, Portugal, USA, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Island und Irland. Am
besten stehe es um Norwegen, Dänemark, Schweden, Australien, Südkorea und Neuseeland.
Anm.: Obige Angaben entstammen zweier Quellen. Warum warnt der IWF, wenn
alles bestens ist? Weil es mit viele Staaten bergab geht, wie man dort zugibt. Vorauseilende Beschwichtigungen mahnen zur Vorsicht.
03.09.2010
Handelsblatt (Beitrag) : Nach Aussage von Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, bekommen Spanien, Irland und Portugal
ihre Finanzen nicht unter Kontrolle. Möglicherweise schon in diesem Herbst könnte der 750 Mrd. Euro-Rettungsfonds zum Eingreifen
gezwungen sein, wenn Länder ihre Anleihen nicht mehr selbst am Kapitalmarkt refinanzieren können. Doch selbst mit dessen Eingreifen
seien zahlungsunfähige Euro-Staaten möglicherweise nicht vor einem Staatsbankrott zu bewahren. Die EU bedarf dringend eines geordneten
Insolvenzverfahrens.
30.08.2010
Dirk Müllers Tagesausblick 30.08.2020 (Video ab Minute 7:25) : Dirk Müller sieht Silber jetzt besser performen als Gold - diese
Entwicklung werde sich fortsetzen. Er rät zur kontinuierichen Aufstockung der Silberbestände.
27.08.2010
Neue Züricher Zeitung (Beitrag) : Die Verhandlungen im Gipfeltreffen der europäischen Regierungschefs am 7. Mai 2010 zum
750 Mrd. Banken-Rettungspaket No.3 wurden durch die EU-Kommission dominiert, welche sich in ihrem Vorschlag an
den Rat weigerte, einen vielfach bewährten Weg der Staatsfinanz-Krisenbewältigung zu gehen und nur an Brennpunkten gezielt
Schuldenrestrukturierungen vorzunehmen (siehe Staatsfinanzkrisen z. B. von Mexiko 1995, Indonesien 1998,
Russland 1998, Argentinien 2001, Pakistan 2008) . Sie teilte diesem mit, dass eine Umschuldung nicht
in Betracht käme. So beschloss am 2.5.2010 der Ecofin-Rat dem Kommissionsvorschlag folgend eine Schuldenübernahme.
Hintergrund ist eine Erhöhung der Machtkonzentration in der EU. Auf andere Weise
ist die hohe 750 Mrd.-Summe nicht zu erklären, welche die Finanzmärkte beeindrucken sollte und Spekulanten belohnte.
Anm.: Da Deutschland den 750 Mrd.-Umfang des Bankenrettungspakets No.3
initiierte und durchsetzte, ist es das Verschulden der CDU-geführten Bundesregierung, dass zum einen kein bewährter Weg
der Krisenbewältigung beschritten wurden und zum anderen der Einfluss und Macht der EU-Organe hierüber gestärkt wurden.
21.08.2010
Der Tagesspiegel (Beitrag) : Eine Studie des britischen Historikers Peter Ludlow, Titel 'The Last Resort, The European
Council and the Euro Crisis, Spring 2010', zeichnet minutiös die Verhandlungen im Gipfeltreffen der europäischen
Regierungschefs am 7. Mai 2010 zum 750 Mrd. Banken-Rettungspaket No.3 auf. Demnach
wollte der sogenannte Olivengürtel, bestehend aus Frankreich, Italien, Portugal und Spanien, die Europäische Zentralbank entmachten,
eine zentrale europäische Wirtschaftsregierung einführen und nur 50 Mrd. für den Schutzschirm garantieren. Der IWF sollte nach ihrer
Auffassung nicht beteiligt werden.
plädierten Deutschland, die Niederlande und Luxemburg für ein 750 Mrd. Rettungspaket, die Einbindung des
IWF (Vorschlag des deutschen Finanzministers Schäuble) und die
Aufrechterhaltung der Kompetenzen der Zentralbank. Diese Gruppe votierte zudem gegen eine europäische Wirtschaftsregierung.
Beide Gruppen waren sich jedoch darin einig, dass die EZB die Stabilitätskriterien brechen solle, um bei fehlender Nachfrage
kritische Staatsanleihen aufzukaufen. Ein schonungslos offener Bericht des griechischen Premierministers Papandreou beschrieb die
wirtschaftliche Lage seines Landes. Er wirkte auf die Teilnehmer wie ein Report aus Dantes Inferno. Der spanische Regierungschef
Zapatero, Portugals Socrates und Italiens Berlusconi baten darum, der Kommission ein freies Mandat für alles notwendigen
Entscheidungen zu geben, damit keiner der Regierungschefs erst eine parlamentarische Billigung in seiner Heimat einholen muss.
Merkel erinnerte jedoch daran, dass ihr durch Urteile des höchsten deutschen Gerichts (Bundesverfassungsgericht) die Hände
gebunden seien.
Anm.: Diese Studie hält jedem vor Augen, wie wichtig die Kontrolle der Regierenden
durch Volk, Medien und Gerichtsbarkeiten ist. Denn: "Die Herrschenden müssen bewacht werden, nicht die
Beherrschten." (Friedrich Dürrenmatt, 1921-1990)
20.08.2010
Focus.de (Beitrag) : Die US-Staatsanleihen befinden sich in einer gigantischen Blasenbildung. Am Ende dieser Entwicklung
werden in einigen Jahren ganze Volkswirtschaften zusammenbrechen. 2010 wird die Schuldenquote der USA etwa 90% ihrer Wirtschaftsleistung betragen.
2008 betrug sie noch 70%. Hinzu kommen Schulden der Kommunen, der US-Unternehmen und der US-amerikanischen Bürger. Saldiert
betragen die Schulden der USA gut 500% des US-Bruttoinlandsprodukts. Das Anheizen einer Inflation ist wie ein Ignorieren von
Zahlungsverpflichtungen ein verschleierter Staatsbankrott. Ein US-Staatsbankrott ist für den Rest der Welt besonders nachteilig,
weil der US-Dollar die weltweite Leitwährung ist, nach der u.a. Rohstoffe abgerechnet werden.
19.08.2010
Dow Jones.de (Beitrag) : An der Frankfurter Börse gibt es Gerüchte, dass eine Herabstufung Frankreichs durch
zwei Rating-Agenturen bevorstehe. Staatspräsident Sarkozy rief drei Kabinettsmitglieder vorzeitig aus dem Sommerurlaub zu
einer Notfallsitzung
am morgigen Freitag zurück, in der u.a. weitere Einschnitte zur Konsolidierung der Staatsfinanzen besprochen werden sollen.
Anm.: Bis jetzt hat keines der deutschen Mainstream-Medien diese Annahme
aufgegriffen - nur der Radiosender NDR-Info, die obige Quelle sowie wenige ausländische Medien wie die Times
vermeldeten dieses. Gegen den jetzigen Zeitpunkt für eine Herabstufung spricht, dass die französischen
Kabinettsmitglieder vermutlich wegen der Moodys-Erklärung vom Wochenbeginn vorzeitig aus ihren Urlauben
zurückgeholt wurden. Andererseits dient diese Notfallsitzung nach einhelliger Meinung dazu, eine nahende Rückstufung abzuwenden.
18.08.2010
Prof. Dr. Wilhelm Hankels Webseite (zweiter offener Brief an die Bundesregierung) : Kanzlerin Merkel hat auf seinen ersten
offenen Brief nicht reagiert. Inzwischen habe sich die Lage verschlechtert, daher kontaktiert Prof. Hankel die Bundeskanzlerin
ein zweites Mal. Die schwerwiegenden Rechtsbrüche der Bundesregierung seien gefährlicher als deren ökonomische Konsequenzen.
Die nahe dem Staatsbankrott befindlichen Euro-Staaten würden hierdurch weder entschuldet, noch würde dies zu einer Änderung
derer Ausgabenpolitik führen. Ihre Auflagen könnten sie nicht über einen längeren Zeitraum erfüllen, ohne politische und
wirtschaftliche Instabilität hervorzurufen.
Die Gelder des Rettungsfonds fließen ausschließlich konkursreifen Banken zu. Das
Verkünden von Sparhaushalten ist unglaubwürdig, wenn zeitgleich 70 Prozent der jährlichen deutschen Steuereinnahmen für
Bankenstützungen abfließen. Deutschland zahlt seine Steuereinnahmen in ein bodenloses Fass. Sie sind für die Zukunftsgestaltung verloren.
Anm.: Direkt unter dem zitierten offenen Brief haben Sie die Möglichkeit, sich
mittels der Angabe Ihres Namens und Emailadresse in die Unterschriftsliste als Mitunterzeichner einzutragen.
18.08.2010
Financial Times (Beitrag) : Der US-Hypothekenmarkt für private Immobilien ist faktisch verstaatlicht. 90 Prozent
aller Hypotheken werden von den verstaatlichten US-Immobilienfinanzieren Fannie Mae und Freddie Mac gehalten oder
garantiert. Etwa 25 Prozent aller Hypothekenkredite übersteigen den Wert der Sicherheit. Das Privatbanken-System
kann oder will nicht ausreichend Kapital aufbringen, um sich am Markt für Hypothekenkredite im nennenswerten Umfang
zu beteiligen. Eine fortlaufende Rezession würde den Preisverfall des Häusermarktes anheizen und in Folge die Kaufkraft
der US-Amerikaner verringern.
Anm.: Es erscheint unverständlich, dass diese teilverstaatlichten
Monopolisten und
nicht zuletzt die sie finanzierende US-Regierung keine Lösungen zu entwickeln in der Lage sind, welche es insolventen Schuldnern ermöglicht,
in ihrer Immobilie zu tragbaren Belastungen zu verbleiben. Das würde dreierlei bewirken: Die Angebotsmenge der
nahezu unverkäuflichen Häuser würde reduziert, was den Hauspreisen zugute käme. Die Bank bekäme weiterhin Zahlungen für
diese Objekte, die ansonsten leer stünden. Und die betroffenen Häuser wären vor Verfall und Vandalismus geschützt, denn
in nicht wenigen Regionen stehen bis zu einem Drittel aller Häuser leer. Doch nicht zuletzt profitierte auch der Bürger
von einer solchen Lösung, weil er weder in die Privatinsolvenz gehen
müsste, noch würde er mit seiner Familie obdachlos. Merke: Die augenscheinliche Dummheit im Handeln politischer Eliten
basiert nicht primär auf derselben, sondern ist die unmittelbare Folge der dem Handeln zugrunde liegenden Motive. Das
Wohl des Bürgers kommt hierin schlicht nicht vor. Das Wohl der Privatbanken schon eher. Letztere verfügen einfach über
die überzeugendere Lobby - wenn nicht gerade eine Wahl ansteht.
15.08.2010
Wissen.de (Interview mit Thorsten Polleit, Chefvolkswirt von Barclays Capital) : Wir sind möglicherweise Zeugen von
Auflösungserscheinungen unseres Papiergeldsystems. Das Erschaffen von Geld über Kreditvergabe kann nicht ewig so weitergehen.
Daher ist auch in den letzten 10 Jahren Gold kontinuierlich im Preis gestiegen. Jedoch gab es im Vorfeld von Währungsreformen
meist eine hohe Währungsinflation - erst in deren Folge wird eine neue Währung eingeführt. Die Geldentwertung als Folge
der Inflation ist ein anonymes Umverteilungsinstrument der Enteignung der Anleger (Sparer) und zum Vorteil
des Staates. Der Wert von Bargeld und Zahlungsansprüchen in alter Währung verlieren hierbei.
13.08.2010
Zeitpunkt.ch (Beitrag) : Österreich verfügt seit Neuestem über einen zwar geheimen, aber offiziell bestätigten
Notfallplan für den Fall eines Euro-Crash - mit Aufmarschplänen der Exekutive und Schalterschließungen der
Kreditinstitute.
Deutsche Banken besaßen Ende 2008 Wertpapiere aus Offshore-Finanzzentren in Höhe von 295 Mrd.. Im Falle einer
Zuspitzung der Finanzkrise werden diese Forderungen uneinbringbar sein.
Nach inoffiziellen Berichten der Europäischen Kommission aus 02-2009 bestehen 18,3 Bil. entsprechend vierundvierzig
Prozent aller Vermögenswerte europäischer Banken aus Schrottpapieren.
Eine Studie der Europäischen Zentralbank aus 12-2009 befasst sich mit Austritts- und Ausschlussmöglichkeiten von
Staaten der Euro-Zone.
Die der Globalisierung anhängende Politik- und Wirtschafts-Elite wird beim Voranschreiten der Währungskrise den
Bürgern die Vereinbarung einer Weltwährung aufdrängen. Nach einem solchen Beitritt sichern deutsche Sparguthaben
nicht nur europäische, sondern auch US-amerikanische Schulden ab.
Anm.: Es bedarf eines Schweitzer Mediums, um uns auf bereits anlaufende
gefährliche Entwicklungen hinzuweisen.
13.08.2010
UBS Financial Services (Studie: 'Die Zukunft des Euro') : Die Schweizer Bank stellt fest, dass die Existenz des Euro in Frage
steht und kommt zu dem Schluss, dass es für alle Staaten der Eurozone am vorteilhaftesten wäre, wenn Deutschland ausscheiden würde.
13.08.2010
Welt Online (Beitrag) : Für Spaniens Bundesland Katalonien ist der Handel mit Anleihen zum Erliegen gekommen.
Anm.: Es ist selten, dass Welt Online - neben dem Handelsblatt und Financial Times
das dritte unkritische Verkündungsmedium der jeweiligen Bundesregierung - neben einem Schönreden der Krise brauchbare Informationen
liefert. Was Welt Online nicht direkt sagt: Katalonien kann zumindest über den Anleihemarkt auslaufende Anleihen derzeit nicht
refinanzieren. Dies ist ein Baustein der künftig drohenden Insolvenz Spaniens. Doch brauchen derartige Entwicklungen mehr Zeit,
als viele annehmen. So könnte durchaus ein anderer Staat Spanien mit einer drohenden Insolvenz zuvorkommen. Und die EZB zum Eingreifen
zwingen, solange sie dazu in der Lage ist.
12.08.2010
Deutsches Anleger Fernsehen (Video-Interview mit Buchautor Michael Grandt) : Deutschland ist nicht mit 1,7, sondern mit etwa 7 Billionen
Euro verschuldet. Die versteckten Staatschulden und Zahlungsverpflichtungen werden von Politikern aller Couleur übersehen.
Bankbilanzen sind über Verschleierungstricks geschönt. Würden zudem Deutsche Banken durch weiteres Missmanagement nur
15 Prozent ihrer Bilanzsumme von 8 Billionen Euro uneinbringlich verlieren und würde Staat einmal mehr als Retter den
entsprechenden Abschreibungsbedarf von 1,2 Billionen Euro übernehmen, so würde sich die deutsche Staatsverschuldung
auf einen Schlag um 75 Prozent erhöhen. Diese Schuldenlast wäre jedoch nicht mehr zu bedienen. Die Folge wäre ein Staatsbankrott.
Nach Berechnungen von Finanzwissenschaftlern gibt es eine Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent für eine Währungsreform bis zum Jahr 2030, wobei
die größte Steigerung der Eintrittswahrscheinlichkeit zwischen 2010 und 2020 liegt. Staatliches Sparen und Generierung von Wirtschaftswachstum
schließen einander aus - somit hat der Staat kaum eine Chance, einer Inflation, einer Währungsreform oder einem Staatsbankrott zu entgehen.
Eine Währungsreform würde vermutlich heimlich vorbereitet, um den Bürgern die Möglichkeit zu nehmen, sich hierauf einzustellen. Die
Abwertung könnte 1:10, 1:7 oder 1:5 betragen, was alle Sparer entsprechend treffen würde. Des weiteren ist eine einmalige Lastenausgleichsabgabe
auf Geld- und Sachvermögen analog dem Lastenausgleichsgesetz von 1952 denkbar. Dort mussten 50 Prozent des Vermögens zeitlich gestreckt
über 30 Jahre in einen Lastenausgleichs-Fond eingezahlt werden. Private Schulden könnten hierbei analog zu 1925 durch ein Aufwertungsgesetz
aufgewertet, somit erhöht werden.
12.08.2010
Märkische Allgemeine (Beitrag) : Zweifel an der Kreditwürdigkeit Irlands brachten den Handel mit irischen Staatsanleihen
fast zum Erliegen. Und zwangen die EZB, über die letzten 24 Stunden kurzlaufende irische Staatspapiere zur Stabilisierung
der Märkte anzukaufen.
Anm.: Hieraus muss kein Großbrand entstehen. Kleine Feuer lodern an
vielen Ecken. Die EZB hat vermutlich noch für längere Zeit ausreichend Wasser zur Verfügung, um alle entstehenden Brände
zeitnah zu löschen - sofern ein großer Kollaps ausbleibt.
10.08.2010
Berliner Umschau (Satire) : Hunger in Deutschland - wie es dazu kam.
Anm.: Tatsächlich ist der Beitrag keine Satire. Doch fühlt ein
deutsches Mainstream-Medium das Bedürfnis, eine Wahrheit auszusprechen, muss es diese in eine alberne Verpackung
stecken. Somit ist lediglich der verbindende Text mit Exkanzler Schröder als Gegenstand Unsinn, der Rest eher
weniger. Aber was hat dies mit der Wahrscheinlichkeit einer Währungsreform zu tun? Nichts. Doch es zeigt, wie
politische Eliten aller Parteien-Couleur unser Land seit der Wiedervereinigung und der zeitgleichen flächendeckenden
Einführung des privaten Verblödungsfernsehens zuverlässig und kontinuierlich zugrunde richten. Es gab seitdem nicht
eine einzige positive politische Weichenstellung.
09.08.2010
Eu-Austritts-Volksbegehren.at (Aufruf) : In Österreich formierte sich eine überparteiliche Vereinigung zur
Durchsetzung eines Volksbegehrens zum EU-Austritt. Man befürchtet in einem Festhalten an der EU eine Zerstörung
der Lebensgrundlagen Österreichs. Mit dem EU-Austritt werden außenpolitische Neutralität, Wiedereinführung der
österreichischen Währung, Gentechnikfreiheit und damit notwendig die Wiedereinführung von Grenzkontrollen angestrebt.
Bemerkenswert ist, dass bereits die Eintragungslisten der ersten Abstimmungs-Runde auf allen Gemeindeämtern und
Magistraten ausliegen.
Nur 8.500 oder 10.000 Österreicher (Angaben uneinheitlich) müssen nun binnen zweier Jahre mit Ihrer
Eintragung die Einleitung eines
Volksbegehrens unterstützten. Sobald die Anzahl Stimmen beisammen ist, muss die österreichische Regierung eine
Eintragungswoche - die zweite Abstimmungs-Runde - festlegen. In dieser Eintragungswoche müssen dann wenigstens
100.001 Stimmen bei den Gemeindeämtern und Magistraten für den EU-Austritt abgegeben werden. Dann wird der
Gegenstand des Volksbegehrens im Parlament als Gesetzesantrag behandelt.
Anm.: Der deutschen Parteienlandschaft fehlt die Erkenntnis,
welche Teile Österreichs zu erfassen scheint. Zudem wäre ein identisches Volksbegehren in Deutschland nicht möglich,
weil die gesetzlichen Vorraussetzungen für ein solches auf Bundesebene fehlen. Ich rechne jedoch mit einer sehr hohen
Eintragungsquote, wo immer in Geberländern ein Volksbegehren angestrebt und möglich sein würde. Diese Sache läuft
übrigens schon seit März diesen Jahres - haben Sie davon schon etwas
in unseren Mainstream-Medien gehört? Vermutlich nicht. Ist dieses Volksbegehren zum EU-Austritt Österreichs nun zu
unbedeutend oder ganz ohne Aussicht auf Erfolg? Oder ist es nur nicht im Sinne unserer derzeitigen politischen Elite?
07.08.2010
WiWo.de (Beitrag) : Christina Romer, keynesianisch orientierte Ökonomin und Obamas leitende Wirtschaftsberaterin
sowie treibende Kraft hinter den staatlichen Ausgabenprogrammen, verlässt die US-Regierung.
Anm.: Sie ist als Obamas oberste Wirtschaftsberaterin die Initiatorin
des mit 787 Milliarden Dollar unbezahlbaren Konjunkturpakets. Möglicherweise hat sie dessen Wirkungslosigkeit realisiert
und geht daher an die Universität Berkeley ins Lehramt zurück. Doch Menschen ändern ihre Ansichten nur selten. So wird sie dort
unwissenden Studenten ihre nur eingeschränkt gültigen keynesianischen Annahmen als Fachwissen zu vermitteln, auf dass die nächste Generation
genau so wenig versteht, was in der Wirtschaft geschieht, wie Christina Romer.
06.08.2010
ARD-Magazin Kontraste (Video) : In einem Positionspapier der CDU ('Demos oder Plebs') bringt die
Volkspartei zum Ausdruck, warum sie
gegen Volksentscheide auf Bundesebene ist. Der Volksentscheid, den sie lateinisch Plebiszit nennt, sei der Beschluss
"des niederen Volkes" (Plebs) ". Nach Ansicht der christlich demokratischen Union würde - unter Verweis auf das alte Rom
- nicht die gebildete Bürgerschaft die Entscheidungen im Land fällen, sondern "die ungeordnete, manipulierte, mit Brot und
Spielen bei Laune gehaltene Masse des niederen Volkes" .
Anm.: Um zu verstehen, wie es zu den vom Volk abgehobenen Entscheidungen
politischer Eliten kommt, muss man deren Denkweise verstehen. Politiker wähnen sich als weise, eben der Masse des niederen
Volkes (Plebs) überlegen. Diese Persönlichkeitsstörung verhindert das Aufeinandertreffen von Bürgern und Politikern auf
Augenhöhe - letztere sehen nur den Pöbel, wenn sie an das Volk denken. Doch selbst die Abgeordneten des Parlaments werden
bei den wichtigsten Entscheidungen zunehmen nicht informiert, jedoch gedrungen und genötigt, den vom kleinen Zirkel der
Politik-Elite in Auftrag gegebenen und von Privatbanken und deren Rechtsanwälten verfassten Gesetzesvorlagen nahezu blind
zuzustimmen (siehe u.a. 750 Mrd. Bankenrettungspaket No. 3).
06.08.2010
Sezession.de (Interview) : Der Volkswirtschafts-Professor Bernd-Thomas Ramb nimmt an, dass die derzeit bekannten Fakten einen
bevorstehenden Zusammenbruch der europäischen Einheitswährung begründen. In fünf Jahren hätten wir in Deutschland griechische
Verhältnisse. Ursache wäre nicht der Niedergang des Euro an sich, sondern
Deutschlands dann nicht mehr zu schulternde Staatsverschuldung. Als einzigen Ausweg sieht er einen dezidierten Staatsbankrott
mit Währungsreform. Zwar böten sich auch noch drei weitere Alternativen an, die jedoch kaum gangbar sind:
Rechtstheoretische Bewertung der deutschen Staatsschulden als unsittlich mit Folge der Nichtigkeit aller Kreditverträge, weil
sie zu Lasten der nachfolgenden Generationen vereinbart wurden.
Die Schulden könnten mit gewaltigen Einsparungen im Staatshaushalt über die nächsten ein- bis zweihundert Jahre abgetragen werden.
Die Schulden könnten dreißig Jahre lang über eine jährliche Inflation von zehn Prozent p.A. abgetragen werden.
04.08.2010
Der Standard (Beitrag) : Marc Faber warnt einmal mehr, dass die US-Notenbank FED sich auf die finale
Krise zubewege, wenn diese auch weiterhin die Geldvermehrung betreibe. Nach seiner Auffassung würde sie (Zitat)
"weiter Geld drucken, und Geld drucken und Geld drucken, bis die finale Krise das ganze System ausradiert."
Anm.: US-Dollar oder Euro - wer siegt im Wettrennen um den späteren
Zusammenbruch? Dies ist völlig offen, nur würde wahrscheinlich der Verlierer dem Gewinner auf dem Fuße folgen. Somit
ist die hier gestellte Frage nach einer Währungsreform in Deutschland eng mit dem Schicksal der USA verknüpft.
03.08.2010
Financial Times (Beitrag) : Wolfgang Münchau behauptet in einem auf die USA bezogenen Artikel,
dass derjenige, welcher diese Krise nun als beendet ansehe, deren tiefer liegende Ursachen nicht erkannt
habe. Diese bestünden nicht nur fort, sondern würden sich in den nächsten Jahren noch verschärfen. Derzeit
fallen im Immobilienbereich sowohl die Zahlen der Neubauten wie auch der Hausverkäufe drastisch. Die
Immobilien-Preise würden dieser Entwicklung folgen.
Anm.: Nach der von Ökonomen bejubelten Auslagerung großer
Teile der US-amerikanischen Industrieproduktion nach China seit 2002 gibt es in den USA praktisch nur noch
den Häuserbau und die Automobil-Industrie als große Arbeitsplätze stellende Bereiche. Beide sind jedoch im
Zusammenbruch begriffen. Und damit das amerikanische Banken und Währungssystem. Wir sind Zeitzeugen und
Betroffene dieser tragischen Entwicklung. Denn: "Wenn Amerika niest, hat Europa einen Schnupfen" -
so lautet ein geflügeltes Wort vergangener Zeiten. Es könnte auch heute noch wahr sein.
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