SORGLOS INTERNET - Ideal für Gastgewerbe und alle anderen free WLAN-Anbieter
Lesewelten

Das Kritik-Blog

[07-2008] Stehen die USA vor der Pleite?


 

Das finanzielle Engagement von Fannie Mae und Freddie Mac - den beiden größten und im Status fast staatlichen US-Hypothekenfinanzierern - liegt bei 5.200 Milliarden USD. Wenn diese Unternehmen in Konkurs gehen - und danach sieht es derzeit nach Verlusten von gut 11 Milliarden USD in den vergangenen neun Monaten aus - wären damit die Hälfte aller laufenden Immobilienkredite in den Vereinigten Staaten betroffen. Es würden durch die verbleibenden Institute nicht in ausreichender Zahl neue Hypothekendarlehen vergeben werden können, was den Häusermarkt zum Erliegen und die Hauspreise gänzlich zum Einsturz bringen könnte. Denn diese beiden Institute sind quasi die letzten Baufinanzierer, welche nach dem Rückzug vieler Banken aus dem Geschäft die Hypothekenvergabe am Leben erhalten. Über einhundert US-amerikanische Hypothekenbanken sind bereits in Konkurs gegangen oder haben die Hypothekenvergabe eingestellt.

Eine Verknappung von Geldmitteln für Hypotheken führt zu fallenden Hauspreisen, weil dann weniger Menschen zu kaufen in der Lage sind. Fallende Hauspreise wiederum bewirken ein Platzen weiterer bestehender Hypotheken-Kredite wegen Überschuldung durch Wertverfall der Sicherheit und führen in eine Abwärtsspirale. Alleine im letzten Jahr 2007 sind die Hauspreise in den USA durchschnittlich um 15,3 Prozent gefallen, in einigen Regionen bis zu 31,7 Prozent.

Und nicht zuletzt: Laut Mortgage Backed Securities (MBS) ist das Engagement der US-Banken an diesen beiden Hypothekenfinanzierern enorm. Fannie und Freddie machen durchschnittlich etwa fünfzig Prozent des Wertpapier-Portfolios der Bank-Institute aus. Gingen diese beiden in die Pleite, gehen fast alle US-Banken pleite.

Dieser schlechteste Fall (worst-case-szenario) könnte schon bald eintreten, wenn nicht die US-amerikanische Regierung einmal mehr einspringt und diese beiden Unternehmen verstaatlicht oder deren Schulden übernimmt oder für diese Garantien abgibt. Bereits im Frühjahr rettete die US-Notenbank die seinerzeit vor dem Konkurs stehende Investmentbank Bear Stearns vor der Pleite. Es wurde nun vom US-Finanzministerium ein Gesetz angedacht, das staatliche Garantien für die etwa 5000 Milliarden USD Schuldverschreibungen von Fannie Mae und Freddie Mac vorsah, für die die Institute gerade stehen. Dieses wurde verworfen, weil sich die Staatsschulden alleine durch diese Garantien verdoppelt hätten und das Volumen mehr als ein Drittel des US-Bruttoinlandsprodukt entspricht.

So könnte also dieser Brocken selbst für den US-Haushalt zu groß sein und so oder so einen Zusammenbruch des US-amerikanischen Wirtschaftssystems mit ungewissen Folgen für die Weltwirtschaft nach sich ziehen. Und gleich, wie der Staat reagiert - am Ende zahlt der Steuerzahler. Denn die Staatsschulden, die aus staatlichen Übernahmen oder Garantien entstehen, sind letztlich Gelder, welche früher oder später durch den sogenannten Bürger aufgebracht werden müssen.

Wie es aussieht, haben Banker wie Salomon Brothers Ende der 70er-Jahre mit den handelbaren Hypothekenpaketen eine Büchse der Pandora geöffnet, die kaum wieder zu schließen sein wird. Mit diesem handelbaren Finanzinstrument "revolutionierten" sie den Immobilienmarkt, weil es den Hypothekenbanken Kapital zuführte, wenn sie Kredite weiterreichten. Das viele Kapital wollte vergeben sein - und so gab es großzügig Hypotheken, oft über den Hauswert hinaus, weil man angenommene zukünftige Wertsteigerungen des Beleihungsobjekts bereits einrechnete. Nun gibt es in diesem Geschäft nur noch Verlierer.





Hinter den
Kulissen
unserer Welt


Sterbeforschung





Hinter den
Kulissen
unserer Welt


Intuition & Träume



Hinter den
Kulissen
unserer Welt


Einführung in die Metaphysik





Gefährliche
Lebensmittel-
Zusatzstoffe


E-Nummerliste der Lebensmittel-Zusatzstoffe mit Risikobewertung





Zitate
und
Weisheiten


Zeitkritische Zitate & kleine Weisheiten





Frei
von
Allergien


Allergien:
Beschwerdefrei ohne Medikamente