Von Macken, Blogs und der Verwandtschaft
Ich habe ein paar Macken, von denen selbst meine besten Freunde nichts wissen sollten. Weil mein soziales Umfeld ahnungslos ist, kann ich mit ihnen leben. Ich verberge, ich tarne, ich täusche, ich passe mich an. Diese Freiheit nehm' ich mir.
Ich finde die Menschen fabelhaft, bis sie mir das Gegenteil bewiesen haben. Das Respektieren der Anderen geht allerdings zu weit - so bin ich selbst am Gartenzaun kaum einmal zu Smalltalk mit Nachbarn in der Lage, weil ich niemanden mit Banalitäten belästigen möchte. Für tiefergehendes Geplauder reicht ein nachbarlicher Kontakt jedoch meist nicht aus - ein kleines Dilemma. Oder fragt mich ein weibliches Wesen, wie ich den neuen Haarschnitt finde, ist dieser immer 'nett' - sofern der Schnitt nicht umwerfend ist. Und weil aller Laster drei sind: ich blogge. Heimlich, still und leise haue ich in den Tiefen des Internet auf den Putz und auf den Tisch, meckere und jammere. Und das ohne Feedback. Selbst in relativ unbekannten Blogs wird häufig jedes Luftholen des Autors kommentiert - ich jedoch habe nach 68000 Seitenaufrufen in den beiden Blogs 'Merkwürdigkeiten' und 'Computing' nur einen Kommentar erhalten - und der war von meinem Sohn. Es könnte sein, dass sich potentielle Leser nach dem Aufruf eines Beitrags stets mit Grausen abwenden, sich nicht einmal die Mühe eines Verrisses im Kommentarfeld machend. Andererseits war das Kommentieren Anfangs nicht möglich - ein Fehler in der Konfiguration machte meine Beiträge zu 'Nur-Lese-Posts'.
Wie dem auch sei - eine Art Feedback bekomme ich doch. Und zwar von meinen gut eintausend RSS-Feed Abonnenten durch eben diese Nachfrage - ein Dank an Euch. Ich werte Eure Treue mal als stillschweigende Zustimmung. Ohne Euer tapferes Durchhalten trotz mehr oder minder gelungener Beiträge hätte ich nicht so offen in meinem Mecker-Jammer-Stil geschrieben, wäre immer vorsichtiger, freundlicher und braver geworden, bis mir selbst beim Lesen schlecht geworden wäre.
So liebe Leute, jetzt wisst Ihr (fast) alles über mich. Aber sagt es nicht weiter, schon gar nicht meinen ärgsten Feinden, höchstens meiner Mischpoke könnt Ihr's weitersagen. Obwohl sich die ärgsten Feinde nicht selten in der eigenen Verwandtschaft verstecken - gut getarnt und täuschend sich anpassend. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Post.
So long.
PS. Einen hab' ich noch: Als ich meinen besten Freund, welcher mit Computern nichts am Hut hat, etwas von Besucherzahlen erzählte, meinte er nur: "Was wollen die denn da?" Darauf konnte ich nichts erwidern, mir fiel einfach keine Antwort ein.
Ich finde die Menschen fabelhaft, bis sie mir das Gegenteil bewiesen haben. Das Respektieren der Anderen geht allerdings zu weit - so bin ich selbst am Gartenzaun kaum einmal zu Smalltalk mit Nachbarn in der Lage, weil ich niemanden mit Banalitäten belästigen möchte. Für tiefergehendes Geplauder reicht ein nachbarlicher Kontakt jedoch meist nicht aus - ein kleines Dilemma. Oder fragt mich ein weibliches Wesen, wie ich den neuen Haarschnitt finde, ist dieser immer 'nett' - sofern der Schnitt nicht umwerfend ist. Und weil aller Laster drei sind: ich blogge. Heimlich, still und leise haue ich in den Tiefen des Internet auf den Putz und auf den Tisch, meckere und jammere. Und das ohne Feedback. Selbst in relativ unbekannten Blogs wird häufig jedes Luftholen des Autors kommentiert - ich jedoch habe nach 68000 Seitenaufrufen in den beiden Blogs 'Merkwürdigkeiten' und 'Computing' nur einen Kommentar erhalten - und der war von meinem Sohn. Es könnte sein, dass sich potentielle Leser nach dem Aufruf eines Beitrags stets mit Grausen abwenden, sich nicht einmal die Mühe eines Verrisses im Kommentarfeld machend. Andererseits war das Kommentieren Anfangs nicht möglich - ein Fehler in der Konfiguration machte meine Beiträge zu 'Nur-Lese-Posts'.
Wie dem auch sei - eine Art Feedback bekomme ich doch. Und zwar von meinen gut eintausend RSS-Feed Abonnenten durch eben diese Nachfrage - ein Dank an Euch. Ich werte Eure Treue mal als stillschweigende Zustimmung. Ohne Euer tapferes Durchhalten trotz mehr oder minder gelungener Beiträge hätte ich nicht so offen in meinem Mecker-Jammer-Stil geschrieben, wäre immer vorsichtiger, freundlicher und braver geworden, bis mir selbst beim Lesen schlecht geworden wäre.
So liebe Leute, jetzt wisst Ihr (fast) alles über mich. Aber sagt es nicht weiter, schon gar nicht meinen ärgsten Feinden, höchstens meiner Mischpoke könnt Ihr's weitersagen. Obwohl sich die ärgsten Feinde nicht selten in der eigenen Verwandtschaft verstecken - gut getarnt und täuschend sich anpassend. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Post.
So long.
PS. Einen hab' ich noch: Als ich meinen besten Freund, welcher mit Computern nichts am Hut hat, etwas von Besucherzahlen erzählte, meinte er nur: "Was wollen die denn da?" Darauf konnte ich nichts erwidern, mir fiel einfach keine Antwort ein.


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