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Das Kritik-Blog

[09-2006] Handwerker-Pfusch


 

Ist es nicht merkwürdig, dass weder Amerikas Folterpraxis noch die Reform der "Jahrhundert-Reform" der Gesundheitsreform sensible Themen sind? Es ist die Thematisierung des 'Deutschen Handwerks', welche Emotionen hervorruft - beim Handwerker, weil dieser sich unverstanden wähnt und beim Kunden aus dem gleichen Grunde.

Probieren Sie es einmal aus: Sind Ihre Kellerwände feucht und Sie fragen einen Handwerker, woran es liegen könnte, heißt es todsicher: Aufsteigende Feuchtigkeit. Und er rät Ihnen zum Einbringen eines Mittels gegen aufsteigende Feuchtigkeit - beispielsweise Wandinjektionen oder das Einfügen einer Trennschicht in die Kellerwand nahe dem Boden. Ist der Keller danach immer noch feucht, hat der Handwerker - wie bei meinem Freund geschehen - zu weit gebohrt, vom Keller bis hinein in das Erdreich, so dass das Wasser aus vielen kleinen Löchern "wie aus Wasserhähnen" lief. Zudem: Da kann ihr Haus auf einem Hügel stehen oder/und fünfzig Jahre trocken gewesen sein - doch auf wundersame Weise soll sich das Grundwasser um Ihr Haus herum erhöht haben? Nachdem es gebaut wurde, war es doch auch auf Jahre trocken.

Jedes ältere Haus wird jedoch von ebenso alten Steinzeug-Abwasserrohren im Garten umgeben. Und diese sind in keiner Weise flexibel, brechen daher schon nach einigen Jahrzehnten oder werden von einem Rüttler zur Verdichtung des Bodens im wahrsten Sinne des Wortes plattgemacht - wenn Sie beispielsweise jemanden mit der Anlage einer Auffahrt oder eines Weges beauftragen. Ein Handwerker verfügt nur selten über den Weitblick, bei seiner Tätigkeit über den Tellerrand seines Gewerkes hinauszusehen. Und selbst dieses - ihr ureigenes Fachgebiet - beherrschen nur wenige perfekt.

So kann es also sein, dass Sie gegen Feuchtigkeit kämpfen, die dort gar nicht sein müsste. Ein Tipp unter Freunden: Ist der Keller feucht, graben Sie mal die entsprechende Seite auf. Irgendwo ist meist das Steinrohr gebrochen, dann Sand eingedrungen und alles mit Laub und Dreck vom Dach verklebt. Oder der Handwerker hatte schon bei der Verlegung völlig auf Dichtungen zwischen den Rohr-Elementen verzichtet - wie tatsächlich geschehen. Und das Wasser sickert heraus und drückt gegen die Außenwand.

Ist diese zudem ohne Nässeschutz, ist das Auftragen desselben ohnehin immer eine erste Maßnahme. Aber Vorsicht: Es gibt auch hier unbegnadete Handwerker, die selbst tiefe Mauerfugen einfach mit Bitumen zukleistern und dann Erde dagegen schaufeln. Was von diesen 'Experten' - in diesem Fall ein selbsternannter Brunnenbauer - zu halten ist, konnte mein hiervon betroffener Bekannter nicht ausdrücken, ohne die Conténance zu verlieren. So ist es besser: Außenwand zunächst verputzen und je nach Belastung durch Nässe mit mehrmaligen Teeranstrich schützen. Achten Sie besonders auf Fugen und den Übergang zur Bodenplatte. Dann können Sie bei hohem Grundwasserstand eine Drainage im Kiesbett davorbauen und sonst einfach nur Styroporplatten zwischen Erdreich und Schutzanstrich legen.

Doch es gibt noch mehr Genies unter den Handwerkern - das folgende sind weitere Beispiele, die ich aus der Nachbarschaft und meinem Bekanntenkreis zusammengetragen habe:

  • Ein Tapezierer verdünnte den Kleister soweit, so dass er nur backte, aber nicht klebte.
  • Ein Tapezierer bekam weder oben die Tapete gerade geschnitten noch ordentliche Übergänge zwischen den Tapetenbahnen hin
  • Ein Tapezierer, der die Tapetenbahnen-Kanten genau auf den Kanten eines Durchgangs enden ließ, Klar, dass sich die Tapete dort zuerst löste. Dazu sah es beschämend nach Pfusch aus.
  • Ein Maurer, dessen vorgemauerte Außenfassaden-Verkleidung mit den Jahren an Halt verlor und sich zu lösen begann.
  • Ein Maurer, der beim Verfliesen eines Kellerbodens die Revisionsöffnung zum Abwasserrohr felsenfest einbetonierte, damit für die Ewigkeit verschloss.
  • Ein Maurer, der zum Bau einer Terrasse ungeeignete Ziegelsteine verarbeitete. An der Brenn- respektive Presskante platzte nach einigen Jahren bei hoher Feuchtigkeitsbelastung durch Gefrieren des aufgesaugten Wassers deren Außenflächen ab. Diese billigen und minderwertigen Ziegelsteine hätten nur unter Putz verarbeitet werden dürfen. Denn deren Poren sind ungünstig verteilt, das Porenvolumen und Scherbenfestigkeit zu gering.
  • Ein Klempner, der ein gebrochenes Steinzeugrohr im Außenbereich mit einer Alditüte und Beton 'reparierte'.
  • Ein Klempner, der einen Hauptwasserhahn nicht vollständig zudrehte, eine Küchenarmatur entfernte und Feierabend machte. Am nächsten Morgen standen vier Wohnungen unter Wasser.
  • Ein Klimaanlagen-Fachmann, der bei Austausch des Kältemittels die falsche Füllmenge - natürlich zuwenig - einfüllte.
  • Ein Glaser, der ein Fenster nach dem Austausch einer blind gewordenen Scheibe nicht dicht bekam.
  • Ein Maurer, dessen gemauerte Steine mit der Hand abgetragen werden konnten- er hatte diese trotz sommerlicher Hitze nicht vorgenässt.
  • Ein Maurer, der die Verputzung einer Reparaturstelle in der Außenwand nicht ebenso glatt bekam, wie es der umgebende Wandputz ist.
  • Ein Handwerker, der - nachdem er dreiviertel des Rechnungsbetrages auf dem Konto hatte - den Termin der Fertigstellung zunächst verlegte, dann vergaß, und noch einmal verlegte und verlegte...

Wir müssen wach sein - oder es selbst machen.





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