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Das Kritik-Blog

[11-2005] Familienpolitik: Blinder Aktionismus oder: "Wir machen da was!"


 

Wegen der in Hamburg durch Verwahrlosung durch die Eltern zu Tode gekommenen kleinen Jessica bringen nun politische Entscheidungsträger mit der heißen Nadel gestrickte 'Lösungen' - sie nennen es Frühwarnsysteme - auf den Weg: Nach Familienministerin Ursula von der Leyen soll beispielsweise der Frauenarzt eine solche Problematik erkennen und gegensteuern, und auch Hebammen sollen nun die Familien regelmäßig aufsuchen und - so wörtlich - "professionell" erziehungsberatend begleiten [Quelle: N24].

Eine wundervolle Idee. Nur schade, dass nicht nur die in Frage kommenden Frauen ihren Arzt bei derartigen Problemen nun nicht mehr ins Vertrauen ziehen können, weil sie strikte Reaktionen durch die Jugendämter befürchten (müssen). Auch sind Hebammen dafür ausgebildet, Babys auf die Welt zu holen. Ihnen fehlt jede Kompetenz, erziehungsberatend tätig zu werden. Oder würden Sie sich auf einen Erziehungsberater als 'professionellen' Geburtshelfer einlassen, wenn eine Geburt bevorstände? Politiker können so kurzsichtig sein.

Die Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes Gabriele Wichert stellt fest, dass dieses Modellprojekt unzureichend ist, Fälle wie Jessica könne man dadurch nicht verhindern. Nicht nur als 'Problemeltern' erkannte Väter und Mütter, sondern alle Eltern müssten mehr Unterstützung erhalten.

Vielleicht war die Ärztin der Frauenheilkunde Ursula von der Leyen als 'professionelle' Familienministerin keine so gute Wahl - denn jemand, der nicht um die Ecke zu denken in der Lage ist, sollte sich Rat von Institutionen einholen, die sich mit der Problematik beschäftigen. Damit nicht ein Erziehungsberater ohne den Rat einer Hebamme Babys auf die Welt bringt oder eine Hebamme ohne den Rat eines Erziehungsberaters in der Erziehung beratend tätig wird.

PS. Ministerin Ursula von der Leyen hat sieben Kinder im Alter von drei bis dreizehn Jahren, ein Pony und zwei Ziegen. Ihr Mann ist Medizinprofessor und Biotech-Unternehmer. Ein Paar auf dem Ego-Trip: Kinder ja, auch viele - aber bloß nicht selbst betreuen. Man kann nur hoffen, dass das die Kinder betreuende Personal hierfür besser motiviert ist.





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