Zahlreiche Problemlösungen, Warnungen und Informationen zum Computing
Leider sind die folgenden Hinweise nötig: Aus gegebenen Anlass vorab ein Wort zum Copyright: Webseitenbetreiber dürfen entsprechend des Zitierrechts EINEN BIS ZWEI SÄTZE dieser Unterseite UMFORMULIERT und UNTER VERLINKUNG DER QUELLE auf ihre Seite übertragen, um eine Zurückstufung im Google-Suchmaschinenranking wegen duplicate content zu vermeiden: [André Chinnow, Internet: "", Hamburg 2009] Achtung: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gegebenen Hinweise wird keine Gewähr oder Haftung übernommen. Sie basieren auf Erfahrungen von Nicht-Fachleuten. Bevor Sie diese aufgreifen, klären Sie vor der Anwendung der hier gegebenen Informationen mit Fachleuten ab, ob Ihnen daraus Nachteile entstehen können. Den Herstelleranweisungen verwendeter Produkte ist unabhängig von den nachfolgenden Ausführungen zu folgen. Auch stellen die Aussagen zu Rechtslagen keine Rechtsberatung dar, sondern spiegeln nur eine persönliche Meinung des Verfassers wieder, welche falsch sein kann.
Ihre Suchbegriffe sind bereits gelb hervorgehoben. Oder suchen Sie innerhalb dieser Seite nach einen oder mehreren anderen Begriffen oder dem Teil eines Begriffs:
Massenaufrufe von Webseiten durch Anti-Virus 8.0 Linkscanner-Komponente?
Im Netz mehren sich Fälle von DDoS Attacken gegen Webseiten. Einige scheinen besonders schwer betroffen zu sein. Zwar schließe ich
behauptete negative Auswirkungen auf das Google-Suchmaschinenranking aus, doch verlangsamt es den Server und verfälscht beispielsweise
die Google-Analytics-Statistiken.
Von immer mehr Netz-Autoren wird dies mit der Suchlogik der neuen AVG Anti-Virus 8.0 Linkscanner-Komponente in Verbindung gebracht.
Dieser heißt unpassender Weise "Safe Search" und soll eigentlich dazu dienen, bösartige Exploits auf Webseiten zu erkennen und die Nutzer von AVG-Produkten zu warnen. Jedoch scheint jeder einzelne AVG-Linkscanner erheblichen Traffic durch vorsorgliche Überprüfungen auch von Webseiten zu produzieren, die der Nutzer nicht aufgerufen hat. Je mehr Nutzer nun das neue Produkt verwenden, desto häufiger scheinen die Probleme eskalierender DDoS- Attacken aufzutreten.
Wenn sich dies bewahrheitet, wäre die Schutzsoftware selbst zur Malware geworden. Zu erkennen sind diese Zugriffe am stets gleichen Useragenten
Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1;1813)
ohne Referrer. Um wenigstens das Google-Analytics-Konto sauber zu halten, können diese Bots angeblich durch Ausschluss des ";1813" User Agenten
gefiltert werden. Dieses wäre relativ einfach über die .HTACCESS zu bewerkstelligen. Einige besonders verärgerte Webmaster legen gar ein
Redirect auf die Seite des Herstellers. Andererseits blieben hierdurch alle AVG-Nutzer außen vor und sähen von der Webseite nur eine
403er-Fehlermeldung, was auch nachteilig ist.
Eine Gefahr droht noch von anderer Seite: Da sich der Bot nicht an Ausschluss-Regeln zu halten scheint, kann er alle Bereiche eines Webspace durchforsten und so möglicherweise für die Öffentlichkeit gesperrte Seiten finden, die - aus welchen Gründen auch immer - die Kriterien zur Markierung als potentiell gefährliche Seite erfüllen. Das könnte erhebliche Auswirkungen auf das Suchmaschinenranking der ansonsten sauberen Seite nach sich ziehen.
Hoffen wir also, dass AVGs Antwort auf den McAfee SiteAdvisor keine ungewollte Malware ist und sich die Quellen geirrt haben...
(Eingestellt 2008)
Tipp: Wayback Machine vom Crawling aussperren
Jeder aktive Internetnutzer hinterlässt in Foren und Newsgroups Spuren, die ihn - sofern er sich mit
dem "richtigen" Namen anmeldete - bis über sein Lebensende hinaus verfolgen können. In Foren mag man über
den Betreiber eine Löschung erwirken können. Doch alte Usenet-Einträge zu beseitigen ist unmöglich, nachdem
Google vor Jahren begann, diese Bestände in seine Server kontinuierlich einzulesen. Dieses Werk ist noch nicht
vollbracht - es sind zu umfangreiche Daten für eine schnelle Speicherung und Indizierung. Wogegen Sie sich
jedoch erfolgreich wehren können ist, dass ältere und möglicherweise heute peinliche erste Gehversuche mit
eigenen Internetseiten bis zum St. Nimmerleinstag eingesehen werden können. Der
orwellsche Datensammler heißt archive.org und bietet über seine
Wayback Machine genau diesen Service an. Das mögen Sie nicht? Dann sperren Sie
Ihre Domain für dessen Bot. Und so geht's:
Erstellen Sie - wenn noch nicht vorhanden - eine Textdatei mit Namen 'robots.txt'.
Schreiben Sie die folgenden zwei Zeilen hinein:
User-agent: ia_archiver
Disallow: /
Laden Sie diese Datei via FTP-Transfer in das Hauptverzeichnis Ihres Webspace hoch.
Das war's. Diese Maßnahme greift mit sofortiger Wirkung. Alle bisher gespeicherten Versionen Ihrer Seite bleiben zwar
entgegen der Beteuerung des Betreibers auf www.archive.org erhalten, können
jedoch nicht mehr abgerufen werden. Und es werden fortan keine neuen Speicherungen von Abbildern Ihrer Domain durch archive.org
vorgenommen. Dieses kann auch dann bedeutsam sein, wenn von Ihrer Seite eine Urheberrechtsverletzung ausging, deren Behebung
erforderlich war. Der 'Law Vodcast' der Kanzlei Dr. Bahr erkennt in
der derzeitigen Rechtssprechung eine Verpflichtung des Verletzers, rechtswidrige Inhalte auch von fremden Internetseiten zu
beseitigen - die Frage der Zumutbarkeit würde in jedem Einzelfall zu entscheiden sein. Die Entfernung aus archive.org gehöre
dazu. Die vollständige Entfernung vorhandener Abbilder müsste also zusätzlich zur Blockierung via robots.txt per Email
(info [at] archive.org
gefordert werden. Sollten Sie später eine bereits gespeicherte ältere Version einsehen wollen, brauchen Sie diese beiden Zeilen
nur wieder aus der Datei robots.txt zu entfernen. Dies könnte beispielsweise hilfreich sein, wenn ein Kunde ungerechtfertigt
die seinerzeit gültigen AGB Ihres Shops in Frage stellt. Oder eben aus nostalgischen Gründen.
(Eingestellt 2008)
Spieß umdrehen - bei den Chinesen abkupfern?
Ich mag chinesische Webseiten. Sie sind so erfrischend anders. Weiche Bonbonfarben - rosé, hellblau - dominieren. Wenn es dort Werbung
gibt, ist sie zum einen nicht von Google und zum anderen nicht zu identifizieren. Die HTML und CSS-Strukturen scheinen jedoch durchweg
von amerikanischen Seiten entliehen zu sein - und dann in der Feinanpassung an Geschmack und Style der chineese people angepasst.
Dieses Zugeständnis an westliche Standards ist für die Chinesen notwendig - andernfalls könnte kein Ausländer auf deren dann eigenständiges
Internet zugreifen. Vordergründig haben wir also die Nase vorn - Geld und Wachstum dagegen finden wir zunehmend in den aufstrebenden
Schwellenländern des fernen Ostens. Zwar ist die USA auch ein Schwellenland - die einen sind jedoch aufsteigend, das andere ist absteigend.
Ich werde den Spieß umdrehen und gelegentlich etwas von den Chinesen raubkopieren - zum Beispiel Layoutelemente. Inspirieren lassen ist
hierfür ein schönerer Begriff. Tatsächlich wird ab einem bestimmten Volumen an Websites kaum noch ein Design neu erfunden. Alle Webseiten
sind Verschnitte von anderen Webseiten, kreatives Neues fast nicht mehr zu entdecken. Gerade deswegen ist das deutsche Urheberrecht absurd.
Zudem schützt dieses Recht den Bestandteil einer Webpräsenz, welcher mit dem eigentlichen Content, also den zu publizierenden Inhalten
nicht das Geringste zu tun hat. Dieser jedoch ist jedoch nach meiner Auffassung das eigentlich schützenswerte, der Wert einer Domain.
Dieser Content könnte übrigens durch simple Übermittlung an einen Hinterlegungs-Dienst ohne Aufwand und Brimborium geschützt werden, so
dass das aufwendige und teuere notarielle Hinterlegen entfällt. Zwar mag einem solchen Service die Beweiskraft einer notariellen
Hinterlegung abgehen, doch wäre diese immerhin ein Beleg in einer urheberrechtlichen Auseinandersetzung. Aufgenommen werden dürften
nur Seiten, welche sich bei einer Prüfung via Google oder copyscape als 'unique content' beweisen.
Hat irgendwer Lust, Zeit, Motivation und das Können, um einen solchen Online-Dienst zu begründen?
(Eingestellt 2008)
Abmahnung - das Ende des Publizierens?
Ich bin - als Betreiber von chinnow.net - abgemahnt worden. Wegen der Bewerbung eines
in einem Blogbeitrag erwähnten Programmnamens einer Videoschnittsoftware, der für PC-Verhältnisse zwar steinalt ist,
dessen Bezeichnung jedoch vor drei Monaten von jemanden geschützt wurde, der mit dem Programmautor in keiner Verbindung steht.
Weil es in dieser Rubrik zum einen ohne die Nennung von Programmbezeichnungen fast nicht geht, zum anderen -
es liegt in der Natur der Sache - hier vorwiegend gemeckert wird, werden die bisherigen Beiträge solange eingefroren,
bis ich jeden Einzelnen auf Unbedenklichkeit geprüft habe. Oder bis zuletzt auch die deutsche Rechtssprechung das Abkassieren
nur aufgrund der Nennung eines vom Hersteller nicht geschützten Produktnamens unterbindet. Doch das könnte der Sankt
Nimmerleinstag werden - so nehme ich an.
Denn auch beispielsweise der Begriff Explorer® ist auf diese Weise geschützt worden und es kam zu Abmahnungen des Rechteinhabers
an Webseiten-Betreiber, die Programme mit dieser Bezeichnung im Namen verlinkten. Diese Praxis wurde von der Rechtssprechung
nicht sanktioniert - d.h., der Abmahner hat eine gute Rechtsposition (vgl.
www.jurpc.de/rechtspr/20010021.htm)
. Wenn nun der sehr allgemeine und im Englischen umgangssprachliche Begriff 'Explorer' in
Deutschland geschützt werden kann, kann nahezu jeder fremdsprachliche Begriff aus dem Computing geschützt werden. Das Risiko
über Computing-Themen zu schreiben
oder englisch-sprachige Programme zu veröffentlichen
oder englisch-sprachige Versionen von Webseiten in Deutschland zu betreiben
wird somit unkalkulierbar. Aus diesem
Grunde werde ich künftig auf die Nennung englisch-sprachiger Programmbezeichnungen, Hersteller und Programmversionen verzichten.
Ein weiterer Aspekt: Viele englischsprachliche Begriffe werden mit den Jahren fest in den deutschen Sprachgebrauch und kurz
darauf in den Duden aufgenommen [siehe unten Beispiele für geschützte Markennamen]. Wenn
diese Begriffe zu dem Zeitpunkt bereits markenrechtlich geschützt sind, führt dies dazu, dass selbst annehmlich
inzwischen 'deutsche' Begriffe nicht mehr ohne eine aufwendige Überprüfung verwendet werden dürfen. Unsere Generation
mag deren Ursprung noch erkennen, für die uns nachfolgenden gilt dies nicht mehr.
Sorry an alle meine Besucher, die sich vorläufig beim Zugriff auf einen noch nicht geprüften Eintrag die Nase stoßen.
Und Dank an all die - mit gut 15000 in ersten Jahr für mich überraschend vielen - Besucher, die in diesem Blog zu Gast waren
oder ihn gar abonniert haben.
André Chinnow, im August 2006
Nachtrag Mai 2007: Auch mit dem Verkauf einer gebrauchten CD stehen Sie auf extrem heißen Boden: Eine in einem vom 'Verband
der Phonoindustrie' empfohlenen(!) Online-Shop gekaufte Musik-CD entpuppte sich bei einem späteren Verkauf über den Gebrauchtmarkt
des Internethändlers Amazon als eine Raubkopie. Kosten der anwaltlichen Abmahnung: 1700 Euro.
[Quelle: Computerbild 11/2007]
Beispiele markenrechtlich geschützte Begriffe:
(relevant für das Computing sind wohl hauptsächlich die Klassen 38 und 42 s.u.)
Autoflirt
Backup
Download
Explorer
Online
Scripte
Software
VirtualDub
...
Warenklassen im Markenrecht:
Klasse No.: (Alle Angaben ohne Gewähr)
Chemische Erzeugnisse für gewerbliche, wissenschaftliche, fotografische, land-, garten-
und forstwirtschaftliche Zwecke - Kunstharze im Rohzustand - Kunststoffe im Rohzustand - Düngemittel -
Feuerlöschmittel - Mittel zum Härten und Löten von Metallen - chemische Erzeugnisse zum Frischhalten
und Haltbarmachen von Lebensmitteln - Gerbmittel - Klebstoffe für gewerbliche Zwecke
Farben, Firnisse, Lacke - Rostschutzmittel, Holzkonservierungsmittel - Färbemittel -
Beizen - Naturharze im Rohzustand - Blattmetalle und Metalle in Pulverform für Maler, Dekorateure, Drucker und Künstler
Waschmittel und Bleichmittel - Putzmittel, Poliermittel, Fettentfernungsmittel und Schleifmittel -
Seifen - Parfümeriewaren - ätherische Öle - Mittel zur Körperpflege und Schönheitspflege - Haarwasser; Zahnputzmittel (Zahnpasta)
Technische Öle und Fette - Schmiermittel - Staubabsorbierungsmittel - Staubbenetzungsmittel -
Staubbindemittel - Brennstoffe (einschließlich Motorentreibstoffe) und Leuchtstoffe - Kerzen und Dochte für Beleuchtungszwecke
Pharmazeutische und veterinärmedizinische Erzeugnisse - Sanitärprodukte für medizinische Zwecke -
diätetische Erzeugnisse für medizinische Zwecke - Babykost - Pflaster, Verbandmaterial - Zahnfüllmittel und
Abdruckmassen für zahnärztliche Zwecke - Desinfektionsmittel - Mittel zur Vertilgung von schädlichen Tieren - Fungizide - Herbizide
Unedle Metalle und deren Legierungen - Baumaterial aus Metall - transportable Bauten aus Metall -
Schienenbaumaterial aus Metall - Kabel und Drähte aus Metall (nicht für elektrische Zwecke) -
Schlosserwaren und Kleineisenwaren - Metallrohre - Geldschränke - Waren aus Metall, so weit sie
nicht in anderen Klassen enthalten sind - Erze
Maschinen und Werkzeugmaschinen - Motoren (ausgenommen Motoren für Landfahrzeuge) - Kupplungen
und Vorrichtungen zur Kraftübertragung (ausgenommen solche für Landfahrzeuge) - nicht handbetätigte
landwirtschaftliche Geräte - Brutapparate für Eier
Handbetätigte Werkzeuge und Geräte -Messerschmiedewaren - Gabeln und Löffel - Hiebwaffen und Stichwaffen - Rasierapparate
Wissenschaftliche, Schifffahrtsinstrumente, Vermessungsinstrumente, fotografische Instrumente,
Filminstrumente, optische Instrumente, Wägeinstrumente, Messinstrumente, Signalinstrumente, Kontrollinstrumente,
Rettungsinstrumente und Unterrichtsinstrumente und Apparate - Apparate und Instrumente zum Leiten, Schalten,
Umwandeln, Speichern, Regeln und Kontrollieren von Elektrizität - Geräte zur Aufzeichnung, Übertragung und
Wiedergabe von Ton und Bild - Magnetaufzeichnungsträger, Schallplatten - Verkaufsautomaten und Mechaniken
für geldbetätigte Apparate - Registrierkassen, Rechenmaschinen, Datenverarbeitungsgeräte und Computer - Feuerlöschgeräte
Chirurgische, ärztliche, zahnärztliche und tierärztliche Instrumente und Apparate, künstliche Gliedmassen,
Augen und Zähne - orthopädische Artikel - chirurgisches Nahtmaterial
Beleuchtungsgeräte, Heizungsgeräte, Dampferzeugungsgeräte, Kochgeräte, Kühlgeräte,
Trockengeräte, Lüftungsgeräte und Wasserleitungsgeräte sowie sanitäre Anlagen
Fahrzeuge (Autos, Motorräder etc) Apparate zur Beförderung auf dem Lande, in der Luft oder auf dem Wasser
Schusswaffen - Munition und Geschosse - Sprengstoffe - Feuerwerkskörper
Edelmetalle und deren Legierungen, sowie daraus hergestellte oder damit plattierte Waren, so weit sie
nicht in anderen Klassen enthalten sind - Juwelierwaren, Schmuckwaren, Edelsteine; Uhren und Zeitmessinstrumente
Musikinstrumente
Papier, Pappe (Karton) und Waren aus diesen Materialien, so weit sie nicht in anderen
Klassen enthalten sind - Druckereierzeugnisse - Buchbinderartikel - Fotografien - Schreibwaren -
Klebstoffe für Papierwaren und Schreibwaren oder für Haushaltszwecke - Künstlerbedarfsartikel -Pinsel
- Schreibmaschinen und Büroartikel (ausgenommen Möbel) - Lehrmittel und Unterrichtsmittel (ausgenommen Apparate)
- Verpackungsmaterial aus Kunststoff, so weit es nicht in anderen Klassen enthalten ist - Drucklettern - Druckstöcke
Kautschuk, Gutapercha, Gummi, Asbest, Glimmer und Waren daraus, so weit sie nicht in anderen Klassen
enthalten sind - Waren aus Kunststoffen (Halbfabrikate) - Dichtungsmaterial, Packungsmaterial und Isoliermaterial - Schläuche (nicht aus Metall)
Leder und Lederimitationen sowie Waren daraus, so weit sie nicht in anderen Klassen enthalten sind -
Häute und Felle - Reisekoffer und Handkoffer - Regenschirme, Sonnenschirme und Spazierstöcke - Peitschen, Pferdegeschirre und Sattlerwaren
Baumaterialien (nicht aus Metall) - Rohre (nicht aus Metall) für Bauzwecke - Asphalt, Pech und
Bitumen - transportable Bauten (nicht aus Metall) - Denkmäler (nicht aus Metall)
Möbel, Spiegel, Rahmen - Waren, so weit sie nicht in anderen Klassen enthalten sind, aus Holz,
Kork, Rohr, Binsen, Weide, Horn, Knochen, Elfenbein, Fischbein, Schildpatt, Bernstein, Perlmutter,
Meerschaum und deren Ersatzstoffen oder aus Kunststoffen
Geräte und Behälter für Haushalt und Küche (nicht aus Edelmetall oder plattiert) - Kämme und
Schwämme - Bürsten (mit Ausnahme von Pinseln) - Bürstenmachermaterial - Putzzeug - Stahlspäne - rohes
oder teilweise bearbeitetes Glas (mit Ausnahme von Bauglas) - Glaswaren, Porzellan und Steingut, so
weit sie nicht in anderen Klassen enthalten sind
Seile, Bindfaden, Netze, Zelte, Planen, Segel, Säcke, so weit sie nicht in anderen
Klassen enthalten sind - Polsterfüllstoffe (ausser aus Kautschuk oder Kunststoffen) - rohe Gespinstfasern-
Garne und Fäden für textile Zwecke
Webstoffe und Textilwaren, so weit sie nicht in anderen
Klassen enthalten sind - Bett- und Tischdecken
Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen
Spitzen und Stickereien, Bänder und Schnürbänder - Knöpfe, Haken und Ösen, Nadeln - künstliche Blumen
Teppiche, Fußmatten, Matten, Linoleum und andere Bodenbeläge - Tapeten (ausgenommen aus textilem Material)
Spiele, Spielzeug; Turnartikel und Sportartikel, so weit sie nicht in anderen Klassen enthalten sind - Christbaumschmuck
Fleisch, Fisch, Geflügel und Wild - Fleischextrakte - konserviertes, getrocknetes und gekochtes
Obst und Gemüse - Gallerten (Gelees), Konfitüren, Kompotte - Eier, Milch und Milchprodukte - Speiseöle und Speisefette
Landwirtschaftliche, garten- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Samenkörner, so weit sie nicht
in anderen Klassen enthalten sind - lebende Tiere - frisches Obst und Gemüse - Sämereien, lebende Pflanzen und
natürliche Blumen - Futtermittel, Malz
Bier - Mineralwasser und kohlensäurehaltige Wässer und andere
alkoholfreie Getränke - Fruchtgetränke und Fruchtsäfte - Sirup und andere Präparate für die Zubereitung von Getränken
Transportwesen - Verpackung und Lagerung von Waren - Reiseveranstaltungen
Materialbearbeitung
Erziehung - Ausbildung - Unterhaltung - sportliche und kulturelle Aktivitäten
Wissenschaftliche und technologische Dienstleistungen und Forschungsarbeiten und diesbezügliche
Designerdienstleistungen - industrielle Analysedienstleistungen und Forschungsdienstleistungen - Entwurf und
Entwicklung von Computerhardware und Software - Rechtsberatung und Rechtsvertretung
Dienstleistungen zur Verpflegung und Beherbergung von Gästen
Medizinische und veterinärmedizinische Dienstleistungen - Gesundheitspflege und Schönheitspflege
für Menschen und Tiere - Dienstleistungen im Bereich der Landwirtschaft, Gartenwirtschaft oder Forstwirtschaft
Persönliche und soziale Dienstleistungen betreffend individueller Bedürfnisse - Sicherheitsdienste (Security)
zum Schutz von Sachwerten oder Personen
(Eingestellt 2008)
Web 2.0 Communities - Fluch oder Segen?
Etwas seltsames geht vor - nicht nur in unserem Lande, sondern weltweit. In dem blinden 'Web 2.0'-Hype schießen Kommunikationsportale
wie Pilze aus dem Boden. Als Beispiele dieser Gattung betrachten wir Xing.de und Twitter.com - sie werden in der Web-Diskussion und
den Medien zu unabdingbar wichtigen social communities hochstilisiert. Ich habe
spaßeshalber einen Twitter-Account angelegt - die
überflüssigste Aktion, die man im Web ausführen kann. Hierüber kann ich via PC oder Handy laufend vermelden, was
ich gerade so Wichtiges mache: Ich bin auf dem Klo, ich bin in der U-Bahn, ich tanke gerade... "BUMM". Bereits
mein drittes Update mit dem Text "Worin liegen Nutzen und Sinn? Ist dies die
überflüssigste Web-Anwendung seit der Erfindung der Spam-Mail?" ließ sämtliche bei mir installierten Browser
abstürzen. Ich bekomme diese Eilmeldung nicht hochgeladen. Liebe Twitter-Macher, wenn Ihr keine Webseiten programmieren könnt,
verkauft Brötchen.
HIER WAR EIN EINGEBETTETES TWITTER-OBJEKT,
WELCHES DAZU FÜHRTE, DASS DIESE SEITE ZEITWEISE NICHT ZU LADEN WAR...
So
einen 'badge' können Sie auf Ihren Webseiten einbinden, so dass jeder Besucher sofort sieht, was Sie gerade tun oder denken...
Shoemoney meldete,
dass ein Twitter.com Mitglied - Andrew Baron -, seine ach so wertvollen Kontakte bei Ebay zu versteigern sucht. Das derzeitige
Gebot liegt bei USD 1125 für 1400 Kontakte, welche bei Twitter per Mausklick, bei Xing.de immerhin mit Worten erbeten werden -
Beispiel: "Hallo, ich bin immer auf der Suche nach netten Leuten aus meiner Gegend."
Oder: "Hi, ich möchte berufliche Kontakte knüpfen." Aber vielleicht bin ich nur
alt oder ungerecht. Oder beides. Sicher beides. Hier ein paar andere Meinungen:
"Twitter ist für mich eher ein kleiner Marktplatz, wo man mal kurz auftaucht,
was sagt und wieder geht. Gespräche über Twitter finde ich sehr nervig. Eine Frage/ Antwort/ ah, danke-Konversation
ist okay, aber sobald irgendwer chattet, geht?s mir auf die Nerven. Ich finde es völlig belanglos, dass Lumma dauernd
twittert, dass er jetzt boardet oder bei Starbucks ist. Aber gleichzeitig bin ich inzwischen davon überzeugt, dass die
Welt aufhören würde zu existieren, wenn Lumma nicht mehr boarden würde oder bei Starbucks wäre."
[Ankes Blog]
"Twitter ist wie Blogosphäre, nur im Schnelldurchlauf. Earlies - Hype - Twitter Meetings - demnächst
dann Twitter-Lesungen und Abmahnungen?" [Nico]
"Ich habe erst vor kurzem alle Messenger abgeschaltet und die Profile
gelöscht. Es nervt wenn sich zwischen das was man gerade tut irgendwer mit seinem Messengerfenster dazwischen drängelt
um doch nur wieder 'Wie gehts?' zu fragen. Irgendwann nervt es einfach nur noch. Twitter wird m.E. nicht viel anders sein, außer das man das belanglose Geblubber
nicht mehr schwachsinnig einleiten muss, sondern direkt über allen ?Freunde? auskippt."
[René Fischer]
Die Kontaktdaten sind für den Käufer vermutlich wertlos. Aber warum ist diese Auktion so erfolgreich?
Warum haben Xing.de und Co so großen Zulauf? Um es salopp zu formulieren bedienen viele Portale das Ego des naiven
Internet-Nutzers. Fast jedes Mitglied dieser Communities glaubt, hieraus Vorteile zu ziehen - beispielsweise
Aufträge oder aber qualifizierte Business-Kontakte zu bekommen, aus denen sich Aufträge generieren könnten.
Gerade Xing.de scheint voller Menschen, die sich mit Profilen schmücken, die ihre Träume wiederspiegeln:
Ich wäre gern Web-Designer, Autor, Advertiser etc. und möchte davon leben können. Dagegen ist nichts
einzuwenden, doch ist die Illusion, diese Communities könnten hierbei in irgend einer Weise hilfreich
sein, zeit- und geldraubend. Sollte jedoch wirklich einmal jemand einen Auftrag allein aus seinen Kontakten
generiert haben, die nicht schon vor dem Eintritt bei Xing.de bestanden, bitte ich um Nachsicht und Nachricht.
Weil sich dort fast ausschließlich Arbeitssuchende tummeln, ist auf Xing.de und Co nichts so rar wie zu vergebende
Arbeiten. Stattdessen klopfen sich die Mitglieder gegenseitig auf die Schultern und verschwenden Stunde um Stunde,
um sich in Gruppen anzumelden, bekannt zu machen, mit anderen Suchenden zu kommunizieren oder gar in die 'PremiumWorld'
einzutauchen, in der es einen Gutschein für Google-AdWords gibt, einen Gutschein für einen DSL-Provider, Rabatt für
eine Autovermietung und auf 'Standard-Englischkurse'. Die Deutsche Bank gibt 50 Prozent Rabatt auf eine 'Xing- Kreditkarte',
die Allianz 'Xing- Exklusivtarife', selbst Leser für Burda-Direkt darf man werben und sich einen
"trendigen iPod shuffle sichern".
Doch wer sich als 'einfaches Mitglied' kostenlos angemeldet hat, merkt schnell, dass ohne die
'Premium- Mitgliedschaft' für gut sechs Euro im Monat nichts geht - keine Suche nach anderen
Mitgliedern, kein Anzeigen einer eigenen Kontakt-Emailadresse, kein gar nichts. Man ist mit seinen
Stammdaten drin und ist - sofern man derartige Communities ernst nimmt, unglücklich. Und zahlt dann
doch, denn wer einen Mangel an Aufträgen abstellen will, muss eben investieren. Vielleicht wäre jedoch
das Geld in Kleinanzeigen besser angelegt.
Doch warum schert mich das alles? Ein Blogger hatte eine geschlossene 'Gruppe' zu einem mich interessierenden
Thema bei Xing gegründet. Um dort reinzuschauen, musste ich mich anmelden. Vordergründig geht dies nur, wenn
man entweder eine eigene Firma besitzt oder irgendwo fest angestellt ist - andere Alternativen ließ das
Anmeldeformular nicht zu. Freiberufler ohne Firmenanschrift oder
gar eine schnöde Hausfrau auf der Suche nach Nebenjobs zu sein ist
offensichtlich Xing.de unwürdig.
Und so habe ich eiskalt gelogen, mir unter falschen Tätigkeitsangaben vermutlich illegal Zugang zu einer
Community verschafft, in der ich mich schon bald unter Meinesgleichen fühlen konnte. Eine Community der
Suchenden und Träumer. Zwar gibt es Gruppen, welche die Jobsuche strukturieren, doch ändert dieses nichts
am ungünstigen Verhältnis von Angebot und Nachfrage zum Faktor Arbeit. Auch gibt es für dieses vom Hause
aus nicht vorhandene essentielle Feature weder eine brauchbare Suchfunktion noch eine differenzierende
Sortierung noch eine Aussortierung der Karteileichen. Dafür jedoch - quasi als Ausgleich - viel Eigenwerbung.
Und wenigstens die ist erfolgreich.
Nachtrag: Kaum einen Tag nach der Anmeldung hatte ich die erste Kontaktanfrage
im Briefkasten: "S. S. möchte Sie auf XING als Kontakt hinzufügen: 'Hallo, ich bin immer auf der Suche...'"
(Eingestellt 2008)
Sicherheit beim Online-Banking: Darf es ein bisschen weniger sein?
Milliardenverluste bei der Bayrischen Landesbank - und doch wirft dieselbe noch eine Runde Dividenden über die Aktionäre.
Geld scheint da zu sein, denn CSU-Chef und Vize-Chef des Verwaltungsrats der BayernLB Erwin Huber kündigte milliardenschwere
Staatsgarantien für seine notleidende Bank an. Die Bank, die er als bayrischer Finanzminister und Verwaltungsratsvorstand
kontrollieren sollte. Und niemand bremst diesen Griff dieses versagenden Bankers in die Staatskasse - die bayrischen
Parlamentarier sind ratlos. Und Berlin hält sich raus.
Doch die Banken müssen doch irgendwo sparen. Leisten sie sich möglicherweise nur 1-Euro-Jobber für Webgestaltung und
Online-Sicherheit? So würde es jedenfalls erklärlich, dass beispielsweise Sparda-Bank Kunden für ihren Online-Zugang
als Benutzernamen stets und ausschließlich ihre Kontonummer verwenden müssen. Das Wissen hierum ist für einen Hacker
schon die halbe Miete zum Knacken des Accounts. Aber es kommt noch schlimmer: Als Geheimzahl lässt diese Bank ausschließlich
Zahlen zu. Keine Buchstaben und auch keine Sonderzeichen - einfacher kann es eine Bank Gaunern nicht machen. Vor gut einem
Jahr wurde der Bankvorstand vom Autor dieses Artikels auf diesen Schwachpunkt hingewiesen. Doch man ließ sich dort nicht
einmal zu einer Stellungnahme herab. Nun sind zwischenzeitlich mehr als zwölf Monate vergangen und nichts hat sich geändert.
Ähnlich borniert zeigt sich auch die Postbank im Bezug auf die Online-Sicherheit ihres Bankportals. Diese verwendet zur
Identifizierung nach der Anmeldung die an einen jeden Pfad angehängte 'Session-ID', welche niemals abläuft. Zwar ist es
unwahrscheinlich, dass ein Kunde so sorglos ist, dass er einen aus der Adresszeile kopierten Link beispielsweise als 'Zahlungsnachweis'
an einen Verkäufer schickt. Aber es wäre möglich. Und damit könnte sich der Adressat fünfzehn Minuten frei im Kontobereich
des Kunden bewegen. Der Postbank-Sprecher Jürgen Ebert kündigte nun an, das System im Laufe des Jahres auf die sicheren
'Session-Cookies' umzustellen. Also nicht morgen und nicht nächsten Monat - eher irgendwann. Die Mühlen mahlen halt langsam.
Borniertheit, Uninformiertheit und Überheblichkeit allerorten. Doch gerade die Banken täten gut daran, nun nicht auch noch
durch Sicherheitslücken und ihr Unterlassen eine neue Baustelle in die Medien zu hieven. Wo ist das gute Image bloß
geblieben...
(Eingestellt 2008)
Vorsicht vor gefälschten STARMONEY®-Updates
Zur Zeit werden deutsche Postfächer mit Aufrufen zum Update der Kontoführungssoftware STARMONEY auf die vorgeblich
neueste Version überschwemmt. Klickt man auf den gebotenen Link, werden zunächst die Zugangsdaten zum Online-Banking -
PIN und iTAN - abgefragt oder besser abgefischt. Mit diesen Daten kann das Konto dann unauffällig geleert werden.
Warum immer wieder Nutzer hierauf hereinfallen? Die verlinkte Seite ist täuschend echt gefälscht, der wechselnde Name
der Seite lautet immer in Teilen auf Star Finanz. Hierdurch wird der Besucher
nicht über die gezeigte Seite getäuscht - was möglicherweise noch in der Adresszeile erkennbar wäre. Ihm wird vorgemacht,
er befände sich auf einer zu Star Finanz gehörigen Unternehmensseite - und
das ist für keinen Anwender überprüfbar. So bleibt bloß der Rat, niemals über via Email zugesandte Links auf die
Herstellerseiten zu gehen, sondern ausschließlich über die manuelle Eingabe der vertrauten Internetadresse.
(Eingestellt 2008)
China - jetzt No.1-Nation im Internet
Erstmals sind mehr Chinesen mit dem Internet verbunden als US-Amerikaner. Dieses Land holt in einem atemberaubenden Tempo
die letzten fünfzig Jahre der Industrialisierung nach. Es steht außer Zweifel, dass die asiatische Region in absehbarer
Zeit die Vorherrschaft in Technologie und Entwicklung übernehmen wird. Es ist nur eine Frage von Jahren, bis sich beispielsweise
der westliche Internet-User an chinesische Technologien anpassen und sie verstehen muss. Derzeit sind die uns vertrauten
Programmiersprachen wie C, Delphi, PHP, Java, Javascript, CSS, HTML u.a. westlichem know how
entsprungen. Spätere Generationen hiervon und asiatische Eigenentwicklungen werden für uns Großnasen nicht mehr so einfach
zu händeln sein.
Ein Baustein zu diesem Erfolg ist die chinesische Tradition des Nachmachens. Während es in der westlichen Zivilisation verpönt
ist und sanktioniert wird, ist dies ein integraler Bestandteil der chinesischen Kultur. Das 'chinesische Lernprinzip' geht auf
die hochgeachteten Überlieferungen chinesischer Weiser wie Konfuzius zurück, welche zwar keiner Religion entsprechen, aber von
den Chinesen wie eine solche respektiert werden. Dieser Umgang mit fremden know how
bringt die chinesische Wirtschaft in eine hervorragende Position im Wettbewerb. Hinzu kommt sozusagen als Brandbeschleuniger,
dass westliche Staaten und Unternehmen nur zu gerne eines kurzfristigen wirtschaftlichen Vorteils wegen ihre Technologien an
China verscherbeln - sie wollen um jeden Preis ein Bein in den chinesischen Markt bekommen. Das wird ihnen auch gewährt, doch
werden sie in wenigen Jahren um ihr Wissen betrogen auf Krücken nach Hause humpeln.
Wenn man es mit einem mächtigen Gegner zu tun hat - und das ist China für alle westlichen Unternehmen und Staaten -, dann muss
man ihn einschätzen können. Und dazu gehört unabdingbar, seine Sprache zu beherrschen, diese verstehen und lesen zu können.
Derzeit lassen sich westliche Unternehmen und Staaten ebenso leicht ausnehmen wie einst die afrikanischen Ureinwohner und
deren Staatsführer - und sind damit die Verlierer in einer Beziehung, in der sie sich als Profiteur wähnen. Andersherum kann
man sich das Erlernen von chinesischer Schrift und Sprache ersparen, wenn man diesen Markt nicht
bedient. Langfristig zahlte es sich aus. Und als schönen Nebeneffekt könnten westliche Medien, Staatsmänner und -frauen endlich wieder
die unsäglichen Menschenrechtsverletzungen in China monieren, anprangern und sanktionieren. Denn derzeit machen sich Merkel,
Bush & Co indirekt zu Mittätern derjenigen, die Tag für Tag den in chinesischen Gefängnissen Einsitzenden ohne Betäubung und
Nachversorgung die Nieren aus dem Körper herausschneiden, um sie an zahlungsfähige Kranke - auch aus dem Ausland - zu verkaufen.
Dieses Verfahren der chinesischen Regierung mit
Falun-Gong-Opfern ist dokumentiert
durch Menschenrechts- Organisationen. Und es gibt weitere sehr grausame Foltermethoden, die systematisch angewandt werden.
Doch sowohl die politische als auch die Wirtschaftselite schauen darüber hinweg, während sie mit der chinesischen Führung
schachern. Der internationale Gerichtshof - eine vom Westen initiierte an sich lobenswerte Einrichtung - hält sich aufgrund
seiner von Politikern, insbesondere der USA gesetzten Befugnisse für nicht zuständig. Und so sind unsere 'Eliten' zu Täter
geworden in ihrer nicht wahrgenommenen Verantwortung, dem Unterlassen der Hilfeleistung an den Opfern des chinesischen
Staatsapparates.
Gute Nacht, lieber Westen, schlafe gut weiter - lasse Dich nur nicht stören...
(Eingestellt 2008)
Blogger's Verantwortung
Eine Vielzahl der Blogs dient der Werbung, andere sind belanglos. Von dieser Masse hebt sich die Gruppe der lesenswerten
Blogs wohltuend ab - Basic
Thinking Blog, MC Winkel
und ShoeMoney sind beispielhaft zu nennen.
Doch gibt es unter den Platzhirschen eine kleine Anzahl schwarzer Schafe, die aufgrund ihres Verbreitungsgrades meinungsbildend
wirken, jedoch im 'Bildzeitungsstil' indoktrinieren und die Blogsphäre hierüber extrem polarisieren.
Von Letzteren soll hier berichtet werden. Die Übelsten dieser Üblen sind diejenigen Blogs, die vorgebliches Insiderwissen
anonym verbreiten. Die diversen Poster der Blogs AdScam
und AgencySpy wirken
ängstlich aus der Anonymität heraus. Sie verteilen ihre nicht verifizierten Informationen an eine zur Differenzierung
unfähige Leserschaft, die sie aufsaugen wie der Bildleser die Schlagzeile des Tages. Auf der Strecke bleiben Recherche,
Sachlichkeit und damit die Seriosität sowie die Verantwortung des Bloggers. Doch ich höre schon die Gegenstimmen:
'Verantwortung? Mann, wenn ich das schon hör'. Das ist ein Blog - sonst nix.'
Jedoch können die gutbesuchten Blogs ähnlich vielzitierter Zeitungen über Hetzkampagnen durchaus Menschen in den Tod
treiben. Die New York Times nimmt dies an im Falle des durch Selbstmord ums
Leben gekommenen Paul Tilley. Tilley war in der Führungsriege der US-amerikanischen Werbeagentur DDB.
Seine wohl bekannteste Kampagne war diejenige mit dem 'Ich liebe es' -Slogan für die Fastfoodkette
Mc Donalds. Er hatte sich im letzten Monat aus dem Fenster eines Hotelzimmers gestürzt, nachdem er in diversen
anonymen und aggressiv gehaltenen Blogbeiträgen attackiert worden war. Zwar räumt einer der Betreiber des
involvierten Blogs AdScam nach dem Todesfall ein, dass "die Atmosphäre
hier schon ein bisschen säurehaltiger" sei, doch so seien nunmal die Bedingungen in diesem Geschäft.
Diese Formulierung offenbart den Zynismus eines Serienkillers. Nur dass dieser von der Exekutive zivilisierter
Staaten gesucht und abgeurteilt werden würde. Darum bleiben sie anonym - wohlwissend, welch Schindluder, welch
schmutziges Geschäft sie betreiben. So schmutzig, dass sie keinesfalls selbst hiermit in Verbindung gebracht
werden wollen. Die englischsprachige Autorin Nina Disesa,
Chairman und chief creative officer bei der Werbeagentur McCann-Erickson,
sagte dazu in einem Videopost:
"Ich denke, Blogs können jemandem
wirklich Schaden zufügen, wenn sie gemein, brutal und vor allem anonym über andere berichten. Viele Menschen
da draußen wollen zwar nicht ihren Namen unter die furchtbaren Dinge setzen, die sie über andere Menschen
in Umlauf bringen. Doch wenn jemand nicht den Mumm hat, seinen Namen unter einen Kommentar zu setzen, dann
sollte er auch nicht die öffentliche Plattform erhalten, sich so destruktiv über andere zu äußern."
Und diese Schmähungen verschwinden nicht - anders als diejenigen einer nur gedruckten Tageszeitung. Sie sind nur einmal googeln
von jedem Nutzer des Internets entfernt. Nina Disesa wurde übrigens für diese Aussage heftigst attackiert -
in anonymen Kommentaren. Ein Beispiel: "Nina Disesa hasst Dich, mich und alle, die Blogs mögen". Diesem Grad an
Dummheit gekoppelt mit Aggressivität und Unverschämtheit ist durch Appelle nicht beizukommen - so bedarf es auch im
Schwellenland
USA gesetzlicher Regelungen mit Sanktionen für üble Nachrede und Verleumdung - ähnlich wie
es hier in Deutschland gehalten wird.
Es ist an der Zeit, die Blogbetreiber einerseits als meinungsbildenden Faktor der Medienlandschaft anzuerkennen,
sie aber andererseits in die Pflicht zu nehmen, ihre Beiträge nach journalistischen Grundsätzen sorgfältig zu
recherchieren und für deren Aussagen gerade zu stehen. Dies muss ebenso für zugelassene Kommentare gelten, über
die andernfalls quasi ersatzweise verleumderische, nicht überprüfbare Gerüchte verbreitet werden könnten. Erfüllt
ein Kommentar dieses Kriterium, gehört er binnen einer Frist gelöscht. Ohne wenn und aber.
Wer nun noch die Macht mancher Blogs, deren Öffentlichkeitswirkung bezweifele, der sei an das abrupte Ende der
Karriere des Bush-Mitarbeiters Timothy Goeglein erinnert. Der Verbindungsmann zum konservativen Republikanerflügel
und rechte Hand vom früheren Chefstrategen Rove schrieb privat für den News-Sentinel,
ein lokales Käseblatt in der Heimatstadt Goegleins. Eine Bloggerin, Nancy Hall, fand heraus, dass Goeglein einen großen Teil
seiner im Provinzblatt veröffentlichten Beiträge ungefragt via Copy und Paste aus fremden Artikeln entliehen hatte. An
einem Freitagmorgen um 7:38 Uhr veröffentlichte sie Ihre Erkenntnis in einem Post. Andere Blogs griffen die Geschichte
umgehend auf. Um 11:30 Uhr desselben Vormittags räumte Goeglein die Vorwürfe ein. Am Abend trat er zurück. Die
übernehmenden Blogger hatten keine Zeit zur Reflektion, zur Überprüfung der Fakten - es war einmal mehr ein blindes
Aufspringen auf den Zug der Lemminge. Nur dass diese Meldung dieses Mal korrekt und gut recherchiert war. Doch wie
oft ist sie es nicht?
(Eingestellt 2008)
Vorsicht vor 'Nebenjob' Briefkasten vermieten
Derzeit werden die Emailpostfächer der Nation zugemüllt mit einem Angebot, dass dem Empfänger 79,90 EUR monatlich ohne einen
Vertrag, ohne Bindung und Kündigungsfrist verspricht. Man solle nur zum eigenen Namen den "Namen eines Kunden" auf seinen
Briefkasten kleben.
Es klingt zu schön, um ohne Haken zu sein. Denn auf diese Weise stellt man eine deutsche Postadresse für Scheinfirmen zur
Verfügung. Deren Hintermänner brauchen eine deutsche Anschrift für Betrugsgeschäfte. Und irgendwann steht möglicherweise
die Kripo vor der Tür.
Weniger ist oft mehr. So auch hier. Löschen Sie Derartiges besser ungelesen.
(Eingestellt 2008)
Vorsicht vor Email: "1976,00 EURO abgebucht"
Der Trick wirkt noch immer - gerade weil eine derartige Meldung zunächst erschreckt. Wenn Ihnen ein Unbekannter sinngemäß
mitteilt: "Ihr Abbuchungsauftrag wurde erfüllt", dann löschen Sie diese Mail
Wenn jemand wirklich Geld von Ihnen bekommen will, schickt er seine Mitteilungen spätestens ab der ersten Zahlungserinnerung
per Briefpost. Das hat zudem den Vorteil, dass Sie dann den Absender genau kennen und entsprechend reagieren können.
Diese Mitteilung jedoch ist nur eine banale Pishing-Variante. Eine etwas dämliche dazu, denn der in der Mail angezeigte
Link zur "Bankquittung":
...cristhmasx.com/eu/bank/1173653554.exe
(NICHT versuchsweise laden! 100% Infektionsgefahr) ist anhand der Dateiendung schon
als Schadprogramm zu erkennen. Doch selbst eine PDF-Dateiendung könnte vorgetäuscht sein.
Also liebe Freunde, gebt fein acht, der fremde Mann hat nichts Gutes gebracht...
(Eingestellt 2007)
Vorsicht vor R-Gesprächen u.a. von 08004141
Letztens schrieb ich noch: "Kein Schwein ruft mich an" und jetzt klingelte doch das Telefon. Doch mein Sohn nahm das Gespräch
an, eine Ursula bat darum, eine Telefonverbindung als R-Gespräch anzunehmen. R-Gespräche sind diejenigen, in denen der Angerufene
für die Kosten aufkommt. Mein Sohn lehnte nicht ab, er legte auf - das Beste, was man in diesem Fall tun kann. Denn derartige
Anrufe - gerade über diese Nummer - sind häufig von einem Rechner initiiert, welcher blind alle Rufnummern seiner Datenbank
abarbeitet. Und jedesmal wenn jemand das Gespräch durch Drücken der Tasten '1' oder '2' oder durch Aussprechen von 'Ja' annimmt,
wird es teuer.
Und wie funktioniert das technisch?
Eine Computersoftware ruft automatisiert die 08004141+
'Vorwahl+Rufnummer', also beispielsweise 080041410123456789 an. Die
Ziel-Telefonnummer entnimmt er einer Datenbank. Beim Angerufenen klingelt das Telefon. Wenn dieser den Hörer
abnimmt, wird der Angerufene von einer Computerstimme darüber informiert, dass es sich um ein R-Gespräch handelt.
Im selben Moment, in dem der Angerufene den Hörer abnimmt, wird der Anrufer vom R-Call Anbieter automatisiert
aufgefordert, seinen Namen zu nennen. Dort reagiert lediglich eine Software auf die Abfrage und spielt einen Namen
ein. Nun kann der Angerufene mit Tastendruck oder über Sprache das Gespräch kostpflichtig annehmen. Legt der
Angerufene auf, so fallen für diesen keine Kosten an - dem Anrufer wird angesagt, dass der Angerufene das Gespräch
nicht annimmt, was die Software natürlich nicht sonderlich interessiert - sie ruft den nächsten Eintrag an.
R-call-by-call ist ein Service von 01058. 01058 verwendet übrigens neben dieser noch weitere Einwahlnummern.
Gerade diese Anbieter wirbt damit, dass "R-Gespräche jetzt noch einfacher" seien.
"Anrufer telefoniert immer kostenlos, rund um die Uhr, egal ob vom Festnetz,
Handy oder Telefonzelle". Oder vom Computer, könnte man ergänzen, denn 'R call by call' würde natürlich
auch an durch potentiell möglichen Betrug zustandegekommenen R-Gesprächen verdienen.
Sinnvoll erscheint mir eine vorsorglich Sperre für sämtliche R-Gesprächs-Dienste von 01058. Der Anrufer hört dann
lediglich die Ansage: 'Die Verbindung kann leider nicht hergestellt werden.' Dem DSL-Router kann aufgetragen werden,
Anrufe der o.g. Rufnummer und Servicevorwahl stets und immer abzulehnen. Mit der FritzBox ist dies über
'EINSTELLUNGEN/TELEFONIE/RUFSPERRE' ein Kinderspiel. Der R-Call Anbieter an sich ist zwar vermutlich unbedenklich,
doch werden über ihn betrügerische Anrufe abgewickelt. Und Hand auf's Herz: Wann hat Sie das letzte Mal ein Ihnen
Nahestehender in Not über diesen R-Call Anbieter um die Kostenübernahme für ein Telefonat gebeten?
(Eingestellt 2007)
Vorsicht vor Mail-Betreff: "You've received a postcard from a family member!"
Kein Schwein ruft mich an - aber Mails bekomme ich noch :-). Eine der Mails, welche ich heute bekam, hatte den folgenden Text:
"Good day.
Your family member has sent you an ecard from greetingCard.Org.
Send free ecards from greetingCard.Org with your choice of colors, words and music.
Your ecard will be available with us for the next 30 days. If you wish to keep
the ecard longer, you may save it on your computer or take a print.
To view your ecard, choose from any of the following options:
--------
OPTION 1
--------
Click on the following Internet address or
copy & paste it into your browser's address box.
...XX.136.57.144/?1d4eec46dc539e3b14a79bb24c4d
--------
OPTION 2
--------
Copy & paste the ecard number in the "View Your Card" box at
...XX.136.57.144/
Your ecard number is
1d4eec46dc539e3b14a79bb24c4d
Best wishes,
Postmaster,
greetingCard.Org"
Normalerweise installiert sich ein Virus/Trojaner bei Aufruf der verlinkten Website sofort und ungefragt. Weil ich jedoch alle
Browser-Sicherheitseinstellungen auf 'Abfrage' gestellt habe, funktionierte der Seitenaufbau bei mir nicht. Doch auch hierfür
hat der Betreiber der Webseite vorgesorgt: Ersatzweise erschien ein Link auf weißem Grund, 'um die Karte im Originalformat
anzuzeigen' (Originaltext: "We are currently testing a new browser feature. If you
are not able to view this ecard, please click here to view in its original format.").
Hinter diesem Link lauert eine ausführbare '.exe' -Datei mit der Schadware. Seid wachsam.
PS. Ist es passiert, das Kind in den Brunnen gefallen, der Schädling erfolgreich installiert, hilft nur das
Scannen mit Viren- und Trojanerscannern wie 'Lavaso... AdAw...' und
'Spybot Search & Destroy' sowie eine Firewall, welche es dem
Eindringling unmöglich macht, nach draußen zu funken.
(Eingestellt 2007)
Haste mal 'nen Euro? TRIGAMI und BlogPay im Vergleich
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Hölle, von denen der Blogger keine Ahnung hat in seiner bezaubernden
Unschuld. Aber irgendwann, früher oder später kommt es ihm doch zu Ohren, dass - ja wahrhaftig - dass
er durch sein Bloggen Geld verdienen kann. So gibt es einige Vermittler im Internet, welche den Kontakt
zwischen einen Auftraggeber und dem Blogger herstellen und die Auszahlung eines vereinbarten Betrages
übernehmen. Und da das Internet ein Spiegel unserer Gesellschaft ist, gibt's dort weiße Schafe und
weniger weiße. Zu den letzteren zähle ich BlogPay.de, ein Laden, der den Blogger in Wildwestmanier
dem Markt aussetzt. Die Gebote für eine unkritische Rezension beginnen hier bereits bei einem Euro
(3 von 25), in acht Angeboten wird gar kein Preis genannt, und weitere 13 bewegen sich zwischen
zwei und fünf Euro. Nur ein einziges Angebot über exakt 10 Euro habe ich gefunden (Stand 28/06/07).
Zudem wird von Seiten des Vermittlers(!) eine ausdrücklich wohlwollende "Beurteilung"
angestrebt. O-Text BlogPay.de:
"Es ist uns wichtig, dass Blogger nur über Produkte/Webseiten
schreiben, die sie selbst gut finden ... Nur, wenn Ihnen ein Produkt oder eine Webseite gefällt, können Sie
einen für Ihre Leser sinnvollen Beitrag verfassen. Auch der Werbetreibende wird dies zu schätzen wissen."
Ich meine, die haben irgendwas falsch verstanden - BlogPay.de und seine Auftraggeber sollten sich an
per se unkritische Werbeagenturen und nicht an Blogger wenden, denn wer sonst als ein völlig unbedarfter
Jugendlicher in Geldnöten käme auf die Idee, unter diesen Konditionen einen Post zu verfassen? Und an
diese richtet sich offenbar auch das Angebot - jedenfalls wurde im Schriftwechsel mit BlogPay.de mein
Hinweis zu einen nicht auffindbaren Link "Das können Sie besser machen" mit dem lapidaren Satz
(ohne Anrede, Beendigungsfloskel und Unterschrift) beantwortet: "Sie können es auch lassen."
Man sollte auf solche Leute hören. Das (noch) eher weiße Schaf in dieser kleinen Runde ist dagegen
TRIGAMI. Trigami.com gefällt mir vom Ansatz her sehr gut, weil dieser Vermittler die redaktionelle
(Blogger-)Freiheit hochhält und jederzeit einen Notausstieg aus einem Kontrakt für den Blogger offen
lässt. Unter diesen Voraussetzungen ist eine kritische Beurteilung möglich. Die Bezahlung ist dort
von der Beurteilung abgekoppelt und der Blogger damit völlig unabhängig, wenn man von ein paar kurzen
Bewerbungszeilen bei der Kontaktaufnahme absieht. Sie beträgt nach Raunereien in der Blogsphäre
zwischen 70 und 140 Euro je Produktbeurteilung. Ich denke, das ist fair. Allerdings betrug der
Gegenwert der ersten Angebote, die mir TRIGAMI übrigens in sehr schneller Folge machte, gerade einmal
10,50/ 11,20/ 14,00 Euro. Es ging hierbei um die Beurteilung von durchweg professionell gemachten,
subjektiv hochwertigen Webseiten, deren Test und Beurteilung sicherlich das journalistische Herz
höher schlagen lässt. Leider werde ich diese Produkttests nicht vornehmen, weil die Auftraggeber
für diese Beträge nicht erwarten können, dass ich mich wenigstens zwei Stunden mit deren Produkt
beschäftige und dann noch einmal zwei Stunden den 'Schreibkram' inklusive Redigieren - der eigentlichen
Arbeit beim Schreiben - übernehme. Hierin liegt auch eine Gefahr für das Geschäftsmodell von TRIGAMI & Co:
sind die Entlohnungen unangemessen gering, werden gute Blogger mit guten Besucherzahlen (ich zähle mich
tatsächlich nicht hierzu) diese Art Dienstleister ignorieren. Und damit einher ginge eine Verschlechterung
der Qualität der Nachfrager, also der Auftraggeber, wie es bei BlogPay.de zu sein scheint: Dort tummeln
sich auf der Auftraggeberseite vorwiegend unbekannte Kleinstgewerbetreibende und Privatleute - nur zwei
mir bekannte Auftraggeber mit nach meinen Empfinden brauchbaren Auftritten konnte ich ausmachen. Deren
Auftragsbeschreibungen jedoch bestehen aus ein paar extrem kurzen schlecht formulierten Anweisungen.
Trigamis Auftragsseite dagegen ist zwar verhüllt - schlauerweise werden die Blogger nur über Emails
direkt benachrichtigt, wenn ein passendes Angebot vorliegt. Somit wird sich deren tatsächliche
Preisspanne und Anbieterqualität mir erst nach einiger Zeit offenbaren. Aber dafür bekommt man vom
Auftraggeber vor der Annahme des Angebots ein ausführliches und qualitativ (Sprache, Inhalt, Aufbau)
hochwertiges und somit professionelles Exposè, welches man sonst nur von großen Konzernen erwarten
würde.
(Eingestellt 2006)
Vollbeschäftigung und Stress durch den PC?
Auf meinem Schreibtisch liegen Papierhaufen - Notizen, Ausrisse aus PC-Zeitschriften, CD-Beilagen -,
nur schlecht sortiert, mit Dingen, die noch zu tun sind. Ich komme nicht mehr gegen die Menge an, überlege, alles wegzuwerfen.
Wird mir etwas fehlen, wenn ich meine DSL-Box nicht hacke? Oder Internetstreams nicht aufnehme? Oder nicht sinnvolle Registry-Änderungen
vornehme? Oder nicht in der Lexikon-DVD stöbere? Oder nicht ohne ISDN Faxe versende? Oder keinen eigenen Podcast erstelle?
Oder Panoramaphotos? Wenn ich kein Tarnkappenprogramm einrichte?
Ich glaube nicht. Weniger ist mehr. Darum fliegt jetzt all dies in die Papiersammlung und ich lege mich draußen in die Sonne. Wenn
sie scheint. Wenn nicht, komme ich wieder rein und gehe an den Computer. Oder doch besser nicht? Welche Schäden 'Computern'
anrichten, kann man daran ermessen, wie Steve Ballmer, neben Bill Gates der Mitbegründer von Microsoft sich gebärdet. Er erklärte,
dass Google und IPods bei ihm Hausverbot haben und sagt: "Ich habe meine Kinder einer Gehirnwäsche unterzogen: Ihr benutzt Google
nicht und auch keinen IPod."
Wenn also Geld, Erfolg und eine Überdosis Computer nicht zur Gelassenheit, zur Toleranz, zur Leichtigkeit des Seins führen, was
zum Teufel machen wir dann noch an diesen Kisten? Also Abschalten und zurück zu
Schopenhauer!
(Eingestellt 2006)
Eine Email mit gefälschtem Absender und Virus/Trojaner/Schadware im Dateianhang sicher öffnen.
Email-Absender vorgetäuscht
Emails mit DHL als vorgetäuschten Absender und der Aufforderung, den Dateianhang
auszudrucken, um ein Paket abholen zu können, sind gefälscht. Der Dateianhang mit
einem Trojaner verseucht. Der Inhalt der Mail lautet meist ähnlich wie in diesem
Beispiel:
Dear customer!
The courier company was not able to deliver your parcel by your address.
Cause: Error in shipping address.
You may pickup the parcel at our post office personaly!
Attention!
The shipping label is attached to this e-mail.
Please print this label to get this package at our post office.
Please do not reply to this e-mail, it is an unmonitored mailbox!
Thank you.
DHL Delivery Services.
Email-Fälschungen erkennen
Diese Fälschung ist noch leicht zu erkennen: DHL schreibt für Adressaten
in Deutschland stets in deutscher Sprache. Zudem würden im Email-Anschreiben
zur Verifikation bereits Ihr vollständiger Name und darüber hinaus die
DHL-Abholstation genannt werden. Zudem würde nicht ein Öffnen des per se unsicheren
Dateianhangs erforderlich sein - dies ist nur dort üblich, wo längerfristige Vertragsbeziehungen
bestehen. So zum Beispiel bei Telefon-Providern, welche Rechnungen als Dateianhang versenden.
Der tatsächliche Absender ist in diesem Fall - da wechselnd - nausealjx5@alloutmoving.net. Öffnen
Sie derartige Mails unbekannter Herkunft niemals direkt in Outlook oder gar mit
eingeschalteter Vorschaufunktion im HTML-Modus. Die Wahrscheinlichkeit einer
Infektion ist erheblich durch Nachladen von Schadware (Trojaner und Viren)
aus dem Internet im Moment des Öffnens.
Email-Fälschungen gefahrlos und sicher öffnen
Sie können eine Mail sicher und ohne Infektionsgefahr öffnen, indem Sie diese mit
der rechten Maustaste anklicken und im aufklappenden Kontextmenü 'EIGENSCHAFTEN'
wählen. Dann denn Button 'QUELLTEXT' anklicken - und schon können Sie den Mailinhalt
und den wahren, also tatsächlichen Absender gefahrlos prüfen.
(Eingestellt 2006)
Hacker schießen Hardware funktionsunfähig
Das ist neu in der Szene: Über einen einzigen Angriff können Hacker beliebige updatefähige Hardware eines Netzwerkes irreparabel beschädigen.
Sie nutzen dabei die Updatefunktion der betroffenen Geräte wie Router, Netzwerk-Hubs, mobile Smartphones und Konsolen
(beispielsweise Sonys PSP®), welche Zugriff auf die Firmware im BIOS-Chip des Gerätes erlaubt.
Mit dem flashen der Firmware mit unpassenden Daten wird das Gerät oft für alle Zeit unbrauchbar. Diese Form des Angriffs wird
nach Richard Smith vom HP Systems Security Lab 'Permanent Denial of Service' (PDOS) genannt.
Abhilfen:
Sorgen Sie dafür, dass die BIOS sämtlicher Netzwerkgeräte wie Router, Hubs etc. stets über eine
aktuelle Firmware verfügen.
Wo eine Kennwortvergabe zum updaten möglich ist, richten Sie diese ein.
Beim Kauf von Geräten achten Sie darauf, dass Firmwareupdates nur über eine
separate Kabelverbindung möglich sind.
Und nicht zu guter Letzt: sichern Sie Ihr Netzwerk über eine mehrstufige Soft- Hardware-Firewall ab.
(Eingestellt 2008)
Tipp: Bastelarbeiten im Computer abspeichern
Nicht nur für Computerfreaks ist der Rechner ein unentbehrliches Instrument für dieses und jenes geworden - auch Handwerker,
Bastler und Hobbywerker können das Ergebnis ihrer Handwerkskunst im PC - beispielsweise für eine detaillierte
Dokumentation - abspeichern. Der bisherige Weg über digitale Photoaufnahmen bildet das Objekt oft nur
ungenügend ab. Gerade kleine Objekte können über eine Kamera kaum deutlich erkennbar aufgenommen werden.
Selbst die Makrofunktion des Fotoapparates hat ihre Tücken, die vor allem in der Ausleuchtung liegen. Einen
detaillierten, fast dreidimensionalen Einblick erhält man dagegen über eingescannte Objekte.
Ein Beispiel für eingescannte Küchengeräte.
Hierzu wird bei flachen und großen Objekten unterschiedlich verfahren: Ist es beispielsweise eine sehr flache Handarbeit,
legen Sie diese auf die Glasscheibe unter den Deckel, decken ihn gegebenenfalls noch mit einem lichtundurchlässigen
Handtuch ab, damit seitlich kein Licht unter den Deckel dringt. Handelt es sich dagegen um hohe dreidimensionale
Gebilde, legen Sie dieses ebenfalls auf die Glasplatte des Scanners, decken es jedoch mit einem passenden Karton
ab, der in der Höhe beliebig, in den Seitenmaßen etwa das DIN A4-Format der Scanner-Glasfläche haben sollte. Der
Hintergrund erscheint tiefschwarz wie ausgeschnitten - dies betont die zu betrachtenden Objekte. Und wenn Sie diese
Bilder schließlich in ein Word-Dokument einbinden, können Sie Ihre Dokumentation gleich hinzufügen.
Christo lässt grüßen: So wurden die Küchengeräte des obigen Bildes verpackt. Sie können auf diese Weise
beispielsweise auch einen Anlasser archivieren...
So ist dieser große stromfressende Kasten auch für Nicht- Computerbesessene zu etwas Nutze.
(Eingestellt 2008)
Sind Festplatten sicher zur Aufbewahrung von Daten?
Die Computerbild vermeldet - eine Studie von 1und1 hätte ergeben, dass die Ausfallraten zwischen 1,7 Prozent
bei einjährigen und 8,6 Prozent bei dreijährigen Festplatten liegen.
Das mag sein. Doch sichert der erfahrene Nutzer seine Daten stets auf wenigstens zwei Laufwerken - am besten in unterschiedlichen
Systemen. Da diese Systeme meist auch benutzt werden, bekommt man einen Ausfall mit - anders als bei CD's und DVD's. Diese liegen
möglicherweise über Jahre im Etui, bis sie durch Zersetzungsprozesse unbrauchbar wurden. Ihnen wurde zwar Anfangs nahezu das ewige
Leben nachgesagt - diese Annahme hat sich jedoch in den Jahren etwas relativiert. Daher ist summa summarum die Aufbewahrung auf
regelmäßig genutzten Festplatten langfristig am sichersten. Die Computerbild empfiehlt
übrigens weiter die Silberscheiben und gibt eine 10-Punkte-Pflegeanleitung - das ist so sinnvoll, als wolle man durch Putzen ein
Auto vor dem Rosten bewahren. Desweiteren seien Disketten doppelt solange haltbar wie Festplatten...
Für die Zukunft stehen die Nachfolger der Festplatten schon in den Startlöchern. Doch auch hier wird gelten: Vertrauen ist nicht
immer gut, doppelt und dreifach sichern besser.
(Eingestellt 2008)
Externe Festplatte verhindert Hochfahren des Rechners
Nach so vielen Jahren mit Microsofts WindowsXP® hat mich Bills Betriebssystem doch nochmal überrascht: Der Rechner bootet nicht,
wenn eine externe Festplatte über USB angehängt und eingeschaltet ist - er hängt sich dann am Ende des
Bootvorgangs auf. Umgekehrt geht das System nicht in den Ruhezustand, solange eine USB-Festplatte oder -Stick angeschlossen ist.
Die Problemlösung ist so naheliegend wie einfach: Externe Festplatte abklemmen oder ausschalten.
(Eingestellt 2007)
Neuer Speicherriegel stört Ruhezustandsfunktion des PC
Ich mag die Ruhezustands-Funktion von WindowsXP®. Nie mehr den Arbeitsbereich mühselig einrichten,
alle Programme und Browserfenster sind ad hoc verfügbar. Selbst Ihre Texte können Sie an genau der gleichen Stelle weiterschreiben, Microsofts
Mediaplayer® spielt an genau der gleichen Stelle weiter und auch ein Scan nach Trojanern macht... naja, Sie wissen schon.
Aber nun war Schluss mit der Herrlichkeit - ich habe aufgerüstet. Statt zwei Speicherbausteine trohnten nun deren drei
auf dem Mainboard meines 'Superrechners'. Und schon ging er nach dem Druck auf den Ein-/Ausschalter nicht mehr in denselben,
sondern täuschte dies nur an, um dann flugs wieder hochzufahren. Kurzum- der Rechner fuhr nicht mehr herunter.
Die Lösung: Wenn einem soviel Schönes wiederfährt, dann ist es schon einen Blick in die Systemsteuerung wert.
Ich ging also in START/SYSTEMSTEUERUNG/ENERGIEOPTIONEN/RUHERZUSTAND und nahm das Häkchen aus dem Kästchen vor
Ruhezustand aktivieren. Übernehmen und OK angeklickt - und wieder zurück an die gleiche Stelle -
nur jetzt setzte ich das Häkchen erneut in das Kästchen und aktivierte erneut den Ruhezustand. Und wieder Bestätigung mit
OK. Dem Ruhezustand war nur die Größe des bisherigen Hauptspeichers bekannt - das verwirrte
ihn bis an den Rand des Wahnsinns. Doch nun ist er wieder der Master seiner Domain, verwaltet die
neue vollständige Größe des Hauptspeichers und funktioniert einwandfrei - bis zur nächsten Überraschung...
(Eingestellt 2007)
Simsalabim - aus zwei (Rechnern) mach' eins
Ich hatte die folgende geniale Überlegung:
Ein Rechner verbraucht im Betrieb etwa 400 Watt, zwei Rechner etwa 800. Das ließe sich halbieren, wenn ich beide - die
nach meinem Umzug vor zwei Jahren sowieso nebeneinander stehen - zu einem Rechner zusammenführte. Es handelt sich
dabei um meinen Medienrechner mit Filmen und Musik, der an den Fernseher angeschlossen ist und meinen
Arbeitsrechner, auf dem ich TV-Sendungen aufnehme, mehr schlecht als brauchbar programmiere und u.a. Blogeinträge verfasse.
Dieser neue Superrechner sollte also nicht nur sechs Festplatten, ein DVD-Laufwerk und einen Brenner aufnehmen, sondern
auch zwei Video-Signale in verschiedenen Auflösungen an TFT-Monitor und Fernseher - ein antiquiertes Röhrengerät aus dem
letzten Jahrtausend - senden. Eigentlich relativ einfach.
Das attraktivere Gehäuse des Medienrechners motivierte mich, diesen und dessen Mainboard und Grafikkarte gleich mit als
Basis für die Zusammenführung zu nehmen. Zum Testen habe ich zunächst beide Bildschirme an die Elsa®-Grafikkarte des
Medienrechners angeschlossen. Beide Signale waren in hoher Auflösung 1280x1024, was auf dem Fernseher zu einer abgeschnittenen
Darstellung führte. Denn der 4:1-Fernseher kann nur 640x480 oder maximal 800x600 Bildpunkte darstellen.
Das Einbauen der Laufwerke war unproblematisch, weil im Medienrechner bereits ein einem ausgeschlachteten alten Rechner
entnommenes Festplatten-Chassis unten lose eingelegt war. Dieses nahm die beiden Festplatten aus dem Arbeitsrechner auf.
Allerdings tauschte ich die Bootlaufwerke, weil auf dem Arbeitsrechner unzählige Programme, Tools und die DVB-T Software
installiert waren. Die liefen perfekt - und eine Neuinstallation wollte ich unbedingt vermeiden.
Unter Windows98® war ein derartiger Tausch der Hardware meist problemlos möglich, das Betriebssystem forderte über die
Installations-CD beim ersten Hochfahren lediglich alle neuen Treiber an, die es brauchte - und das war's. WindowsXP dagegen
zickt - es hasst Umzüge und straft derartige Ansinnen mit einem tiefblauen Bildschirm voller Gemecker.
Also entschied ich mich für eine Neuinstallation - praktischerweise auf einer fast leeren HDD. Folgende Probleme traten auf:
DVB-T ohne oder mit flackerndem Bild War dieser nicht behebbare Fehler nicht der Grund, weshalb ich die DVB-T Karte seinerzeit aus dem Medienrechner in den
Arbeitsrechner umsetzte? So war's. Mein Verdacht fällt auf die steinalte AGP-Grafikkarte, die möglicherweise nicht in der
Lage ist, neuere DirectX-Befehle zu verarbeiten. Der Tausch der älteren Elsa auf die jüngere ATI klappte - dies ist
nicht selbstverständlich angesichts des Spannungs- und Sockel-Wirrwarrs bei AGP-Karten. Nur bekam ich zunächst das
Control-Center der Grafikkarten-Software nicht installiert. Hierfür war - so ein kleiner Hinweis auf der
Herstellerseite - das 'Microsoft Framework®' Voraussetzung. Und für dieses wiederum, so zeigte sich bei dessen
Installation, war der Microsoft 'Windows Installer®' ab Version 3.0 Vorraussetzung. Diese Zusammenhänge hätte ATI
auch als Hinweis in seinem Setup-Programm anzeigen können. Doch ATI® ist nicht FRITZ® - wenigstens war die Beschaffung
der Software über Google® problemlos. Eine Gedenksekunde länger brauchte ich, um herauszubekommen, dass die DVB-T-Fernsehsoftware
DirectX® ab Version 9.0 brauchte, um überhaupt irgend etwas zu tun, und sei es nur das Suchen von Sendern.
Wo sind meine Emails? Outlook-Express® ist wirklich zu dämlich programmiert. Da gibt es einen Import-Assistenten, mit dem ich in den vergangenen
Jahren erst in einem von etwa einem halben duzend Malen und auch eher zufällig klargekommen war. Über ihn können Emails aus
anderen Mailprogrammen eingebunden werden. Doch ist diese Funktion nicht in der Lage, ein Laufwerk selbstständig nach Datendateien
zu durchsuchen. Offenbar hängen Microsoft-Programmierer nicht sonderlich an ihren Emails. Denn das Auffinden einer solchen Quelle
ist zeitaufwendig. Meist ist es die Datei Outlook.pst, in der die Mails gespeichert sind. Aber nicht immer. Und das
bringt Spannung in das öde Einrichten. Denn warum sollten sich auch sämtliche gespeicherten Emails, Programm- und
Kontoeinstellungen per Mausklick übertragen lassen?
Tipp: Am besten kopiert
man den kompletten Ordner 'Dokumente und Einstellungen' vom alten Hauptlaufwerk auf das neue. Nach dem blinden
Kopieren von 'c:/Dokumente und Einstellungen' in das neue Hauptlaufwerk sind die Outlook-Express Ordner mit den
Mails bereits da - und zwar im Ordner 'Windows 2000 /XP': 'c:\Dokumente und
Einstellungen\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Identities\{Code}\Microsoft\Outlook Express'.
Schauen Sie in den tiefsten Ordner hinein - enthält er die Ordnerstruktur Ihrer bisherigen Mailablage in Outlook-Express.
Dann kopieren Sie dessen Inhalt einfach in das zweite Verzeichnis '{Code}\Microsoft\Outlook Express', welches
mit der Neu-Installation von Outlook-Express angelegt wurde. Denn nur darin sucht das Mailprogramm nach Daten. Nach
der Neuinstallation bereits abgerufene Emails gehen dabei jedoch unwiederbringlich verloren - Sie können diese vorher
nur einzeln aufrufen und dann über 'Datei/Speichern unter...' auf der Festplatte separat ablegen...
Ich mag Microsofts MSN® nicht Ich schwöre, bei jedem Aufruf des MS Internet Explorers® werde ich entführt - auf Microsofts MSN®-Seite. Obwohl
ich schon diverse Male über 'Extras/Internetoptionen' die Startseite geändert habe. Da gab's einen Trick,
nur fällt mir der gerade nicht ein. Nach der kurz darauf beim
zweiten Arbeitsrechner fälligen Neuinstallation trat dieses Phänomen nicht auf. Ich vermute eine Infizierung durch
Microsofts MSN-Portal beim ersten Aufruf des MS Internet-Explorers, als die Firewall noch nicht eingerichtet war.
ATI® zwingt den Fernseher zum primären Monitor... ...und lässt beim Hochfahren den sekundären TFT-Bildschirm dunkel. Das ist dann ein Problem, wenn Sie in das
BIOS oder über die Taste F8 die erweiterten Startoptionen von WindowsXP wollen. Vielleicht wäre das zu korrigieren, wenn mich ATI® in seine Software 'Control Center' lassen würde. Doch
nach dem Erscheinen des Logos hängt sich dieselbe auf. Oder meldet gelegentlich nach dem Hochfahren, dass ich
keine Erlaubnis hätte, dieses aufzurufen und den System-Administrator fragen solle. Das ich auf dem Fernseher
überhaupt etwas sehe, verdanke ich meinem detektivischen Spürsinn, welcher im ATI®-Programmordner die Tools
Toggle.exe und Wizard.exe aufspürte. Die in Systemsteuerung/Anzeige einstellbaren
Modi zum Twin-Viewing, zum Betreiben mehrerer Monitore, beschränken sich dagegen nur auf das Aktivieren desselben
und Anzeigen des Desktop-Hintergrundes auf dem zweiten Bildschirm. Die folgenden Sichworte sollten bei der
Einstellung helfen: Im Wizard (C:\Programme\ATI Technologies\ATI.ACE\wizard.exe) unter
Standard-TV und Analog Monitor jeweils ein Häkchen, im nächsten Fenster Clone (Presentation) Mode
wählen. Im Control-Center, welches sich nur einmal nach dem Neustart laden lässt, View/Advanced View wählen,
dann unter View/Display Manager das Monitor-Symbol unter Main hinbekommen und das TV-Symbol
unter Clone ggf. durch rechte Maustaste auf eines der Bilder und Swap display mapping auswählen.
Dann noch zu guter Letzt unter View/Video/Theater mode den Theater mode wählen und
Scale to full screen sowie das Fernseher-Format auswählen. So einfach ist das.
Nachtrag: Jetzt - zwei Tage später - komme ich problemlos in das 'Control Center'. Zwar ist das Einstellen
beider Bildschirme hierüber trickreich und von üblen Fallen wie beispielsweise zwei schwarzen Bildschirmen begleitet,
woraus mich nur der Restknopf rettete - aber nun geht's. Der Fernseher bekommt Filmsignale im 'Theatermodus', d.h. dort
erscheint stets der Film als Vollbild, wogegen auf dem TFT irgend eine andere Anwendung im Vordergrund sein kann. Einfach
genial, wenn's denn erreicht ist. Sollte ich jedoch gezwungen sein, diese Einstellung auf einem neuen System zu reproduzieren,
wäre ich genauso ratlos zu zuvor. Alles in allem habe ich es innerhalb eines Tages
geschafft, dass die wichtigsten Programme wieder laufen. Und ganz ohne Datenverlust. Das Leben ist schön.
(Eingestellt 2006)
Probleme beim Mainboardtausch
Wie schon in früheren Posts vermeldet, neigt unser "Medienrechner" mit den inzwischen 5 Festplatten (120+120+300+300+300GB)
zu Startschwierigkeiten. Ich habe mich längst daran gewöhnt, doch diesesmal will er gar nicht mehr anspringen - nachdem
ich ihn zuletzt mit dem Abschalten des Netzteils "heruntergefahren" habe.
Also muss ein anderes Mainboard her. Und weil unserem dritter Rechner mit einer AMD 1600+ CPU bei dem häufigen Scannen via
USB stets die Puste ausgeht, kriegt der eine Intel Celeron D 2800 Mhz-CPU mit einem ASUS-Mainboard P5P800 und noch etwas
von dem guten alten DDR1-Hauptspeicher. Warum nichts neueres mit DDR2-RAM usw.? Weil ich dann auch noch eine neue
PCIE-Grafikkarte (PCI-Express) bräuchte - so kann ich die alte AGP-8x und den alten Speicherbaustein weiterverwenden.
Ein Beitrag zur Kostendämpfung. Doch EUR 220,- kostet es auch bei meinen Händler noch.
Das hier ausrangierte Mainboard wandert in den Medienrechner. Ich werde hier über Nachträge berichten, ob alles klappte
und warum nicht:
Tag 1 - Das Grauen nimmt seinen Lauf:
Die Teile waren schnell besorgt, doch schon beim Auspacken des Mainboards stellte sich heraus, dass es gebraucht
war, schon einmal irgendwo eingebaut und zudem Teile fehlten. Also zurück zum Händler. Dort ein anstandsloser
Umtausch und zurück nach Hause, einbauen. Doch - welch Überraschung -, der Mainboard-Stecker des Netzteiles ist zu
klein. Also zurück zum Händler und einen Adapter gekauft. Kostete nur etwa fünf Euro, also nicht so schlimm. Zurück
nach Hause. Alles eingebaut, wobei mir der fragile Federmechanismus der CPU-Befestigung zu schaffen machte: Rastet man
eine Seite ein, springt die andere wieder heraus. Und das Mainboard wird dabei schön durchgewalkt. Doch das ist alles
sicher Stand der Technik.
Nach dem Zusammenstöpseln aller Leitungen ein erstes Einschalten des Rechners - und kein Bild. Ich nehme eine andere
AGP-Grafikkarte und immer noch kein Bild. In der Anleitung zum Mainboard steht, dass 3,3 Volt AGP-Karten nicht unterstützt
werden. Ich las alles auf den beiden Karten - auch das Kleingedruckte -, doch nirgends steht etwas über deren Betriebsspannung.
Zurück zum Händler. Der wirklich kompetente (nicht nur heute, schon seit Jahren) Mitarbeiter der Service-Abteilung brachte mir
bei, dass bei neueren Mainboards die Grafikkarte eine eigene Stromversorgung vom Netzteil bekommt. Er steckte das Kabel ein
und prüfte gleich noch meinen gesamten Einbau mit Probelauf. Die Federhalter der CPU waren nicht fest genug - auch der Profi
brauchte einige Zeit, um alle vier Kunststoff-Füße fest einzurasten. Hier und da noch ein Tipp und wieder nach Hause.
Jetzt lief die Kiste, doch erschien beim Hochfahren von Windows ein blue screen: WindowsXP kam mit der neuen Hardware
nicht klar, forderte nicht - wie Windows98 - einfach nur neue Treiber an, sondern verweigerte jeden Dienst. Ich versuchte
es mit der Installations-CD und der Reparaturfunktion, doch die verlangte gnadenlos die Eingabe eines Administrator-Kennwortes,
das es in dieser letzten Installation nicht gab. Ich habe für alle meine Rechner kein Administrator-Kennwort vergeben, weil
sie so ohne dessen Abfrage hochfahren. Mache ich hier jedoch keine Eingabe und drücke 'RETURN', fliege ich aus dem Setup
raus und lande auf einer längst verloren geglaubten DOS-Ebene.
Also musste ich XP neu installieren. Doch einfach drüber installieren - über die vorhandene XP-Installation unter Beibehaltung
der Einstellungen - ist nicht. Denn die Festplatte hatte nur wenig freien Speicher und das XP-Setup will in jedem Fall Platz
haben für eine vollständige neue Installation. Doch wie löscht man etwas auf der Festplatte, die nicht startet. Mit einer
XP-Installations-CD, welche keine DOS-Ebene mehr anbietet? Antwort: Es geht nicht. Ich behalf mich mit der alten Windows98
Installations-CD. Dort wird beim Start die DOS-Ebene angeboten, und so kann man wenigstens manuell über den
Befehl "DEL *.*" den Inhalt von Verzeichnissen löschen. Sofern die Festplatten mit FAT32 formatiert sind. Zwischen
den Verzeichnissen bewegt man sich übrigens mit "CD VERZEICHNISNAME" und "CD..". Da ich keine meiner Daten löschen
wollte, löschte ich auf diese umständliche Art die alten XP-Systemverzeichnisse. Und fing an, WindowsXP neu zu
installieren. Das klappte, doch hinterher waren alle Outlook-Daten weg, Mails und die Kontoeinstellungen sowieso.
Warum die Mails verschwunden sind, ist mir schleierhaft, denn deren Datendatei liegt eigentlich außerhalb des
Systemverzeichnisses, unter 'Dokumente und Einstellungen'. Hat das XP-Setup diese freundlicherweise gelöscht?
Das war nur der erste Rechner, den es einzurichten galt, und wenn ich zu dem Zeitpunkt dachte, es könnte nicht
schlimmer kommen, dann hatte ich mich geirrt. Das alte Mainboard des ersten Rechners wanderte nun in den defekten
Medien-Rechner. Hier lagen auf 1,2 Terrabyte (ca. 1200 Gigabyte) Spielfilme, private Familienvideos, Reportagen
und Musik ohne Ende. Der Umbau und natürlich auch hier notwendige Neuinstallation liefen problemlos - doch hätte
ich auf die Frage des XP-Setups, ob denn die Festplatten von dem alten FAT32 auf das neuere NFTS-Dateisystem
umgestellt werden sollen, besser 'nein' geantwortet. Mir war bekannt, dass diese Umwandlung auch jederzeit
nachträglich ohne Datenverlust gemacht werden kann. Also warum nicht gleich, zumal ich unter FAT32 schon einige
Probleme mit Datensalat auf diesem Rechner hatte (siehe Blog-Einträge 'Programmfehler oder Virus', 'Programmfehler
oder Virus II', 'Und zum Nachtisch Filmsalat').
Zur Auswahl standen die Optionen:
Alle Partitionen auf NFTS umstellen und formatieren,
oder nur auf NFTS umstellen.
Ich wählte letzteres.
Die Installation war bald darauf abgeschlossen. Es gab nur einen Schönheitsfehler: Nur das Hauptlaufwerk 'C' ist ohne
jeden Datenverlust umgewandelt worden, die fünf anderen Festplatten dagegen waren nicht nur ohne Daten - bei jedem
Zugriff kam der Hinweis, dass diese Laufwerke noch formatiert werden müssten. So waren alle Festplatteninhalte
einschließlich deren Backups mit Ausnahme des Laufwerks 'C' in das Bill-Gates-Datennirvana entschwunden.Und ich?
Ich gehe jetzt in den Keller, um ein bisschen zu weinen.
Tag 2 - Morgendämmerung:
Dies ist der Tag des Installierens, des CD-Jonglierens, des Wunderns und Rätselns. Ich habe stundenlang erst den 2800er
ASUS-Rechner eingerichtet, wobei - wen verwunderts - sich die zickige alte DVB-T Karte unter dem neuem WindowsXP nicht
installieren ließ (Siehe auch: 'DVB-T Karte und Bill treiben es bunt'). Dann kam der zu restaurierende Medien-Rechner
dran. Viel war nicht mehr übrig. Anfangs wurden nach dem Booten sogar noch alle fünf Festplatten angezeigt, gegen Abend
dann nur noch die drei formatierten, fertig eingerichteten. Warum? Ich weiß es nicht und werde wohl auch nicht mehr darauf kommen.
Outlook zum Leben zu erwecken ist interessant. Meine ganzen Mails, in diversen Outlookordnern fein säuberlich sortiert,
wollen nicht ins neu installierte Outlook rein - weder über Importfunktionen, noch durch das Hineinkopieren in die
entsprechenden Verzeichnisse. Lediglich das Adressbuch konnte ich noch übernehmen.
Noch übler war, dass die neuere DVB-T Fernsehkarte hier auch nicht erkannt wurde. Das heißt, erkannt wurde sie zunächst,
doch die hierzu gehörige Software fand das Gerät nicht. Also habe ich - wie aus Win98 Zeiten wohlvertraut -, die Karte
ausgebaut, 2x gebootet und dann wieder eingebaut. Danach war sie ist wieder da, doch ließen sich die Treiber auch jetzt
nicht installieren; stets brach der Versuch mit einer Fehlermeldung ab.
Ich bin müde, geschafft, mag nicht mehr. Will nur noch Musik hören, rufe auf eben diesen Rechner eine Titelliste auf,
um mich berieseln zu lassen. Doch so einfach geht das nicht. Die von WindowsXP mitgelieferte Version des Windows
Mediaplayers kennt noch keine Titellisten. Also weiter im Text, noch schnell den Medaplayer 10 installiert. Jetzt
spielt er die Liste zwar ab, aber ohne dass die Videos gezeigt werden. Denn: Ich habe die Codecs noch nicht installiert.
Lieber Bill, ich mag zwar viel falsch gemacht haben, aber deine Software hat den Gipfel der programmiertechnischen
Evolution noch nicht erreicht.
Gute Nacht.
Tag 3 - Mittags heiter bis wolkig, stellenweise Regen:
Nachdem die beiden letzten Tage jeweils etwa dreizehn Stunden Arbeit verschlangen, ließ ich es heute ruhiger angehen.
Ich konzentrierte mich auf das 'zum Laufen bringen' der DVB-T Karte, was misslang. Nach der Neuinstallation des
Betriebssystems meldete WindowsXP die Karte als korrekt installiert - nur die zur Karte gehörige Anwendung fand dieselbe
nicht. Also habe ich die Karte ausgebaut, 2x gebootet und wieder eingebaut. WindowsXP erkannte sie und wollte die
Treiber-CD - doch fand darauf die Treiber nicht, selbst als ich den korrekten Pfad auf der CD vorgab. Ich habe nun
eine Mail an den Hersteller-Support geschrieben. Mal schauen, wie lange ich auf eine Antwort warten darf und ob sie
das Problem löst.
Eine andere Baustelle war heute das Zurückkopieren der noch übrig gebliebenen Daten. Kein Problem, sollte man meinen,
wenn sich diese blöden Rechner im Netzwerk bloß auf Anhieb finden würden. Schalte ich einen ein, dauert es gut zehn
Minuten, bis er andere findet oder selbst gefunden werden kann. Das ist schwach, nach 13 Jahren Windows-Entwicklungszeit.
Wenn einer eingeschaltet wird, sollten sich die Dinger sofort 'sehen' können und aufeinander zugreifen, wenn dann die
entsprechenden Freigaben erteilt sind.
Überhaupt das Hochfahren. Ich hatte schon vor 10 Jahren ein Acer-Notebook, das beim Ausschalten den Hauptspeicherinhalt
auf die Festplatte ratterte und nach dem Einschalten denselben wieder einlas. Das dauerte bloß Sekunden und funktionierte.
Warum können die ach so tollen heutigen Rechner das nicht in der Grundeinstellung? Weil wir dann mit den Kisten Spaß haben
könnten.
Während des Kopierens fiel dann nur einmal die Bildschirmdarstellung des Medienrechners aus - aber das war es schon. Der
Rechner schrieb trotzdem fleißig Daten auf seine riesigen leeren Festplatten, also war das auch egal.
Tag 4 - Es dauert wohl noch ein bisschen:
Ich habe von den noch übrig gebliebenen Daten rund zehn Stunden zurückgesichert. Doch nun stellte ich fest, dass alle vier
mit NFTS neu formatierten Festplatten nur 127 GB Kapazität hatten - anstelle von 300 GB. Ursache war der veraltete separate
PCI-Kontroller, an dem vier zusätzliche Festplatten an 2 Strängen angeschlossen waren.
WindowsXP kann nicht mehr Gigabyte partionieren, als das BIOS des Festplatten-Controllers erkennt, respektive verwalten kann.
Also versuchte ich, ohne den PCI-Kontroller jede einzelne Festplatte - außer derjenigen mit dem Hauptlaufwerk 'C' - mit FDISK
partionieren und danach zu formatieren. Klar, das DOS-Tool FDISK gibt's nicht unter WindowsXP, aber ich habe ja noch die
Windows98-CD. Doch musste ich aufpassen, nicht die Festplatte mit dem intakten Hauptlaufwerk zu bearbeiten. Sonst wären
noch mehr Daten weg. FDISK zeigte das Laufwerk 'C' als einziges Laufwerk mit einem Laufwerksbuchstaben und sinnigerweise
als letzte Festplatte an. Ich ließ diese also aus und partionierte die anderen neu. Dazu löschte ich unter FDISK zunächst
die Nicht-DOS-Partition einer Festplatte, legte dann eine primäre DOS-Partition an. Als ich damit fertig war, erkannte ich,
dass der Laufwerkbuchstabe unter FDISK falsch angezeigt worden ist. Und auch 'C' war nun gelöscht, partioniert, platt gemacht.
Sollten Sie einmal in genau dieser Verlegenheit sein, vergessen Sie FDISK. Man kann höchstens mit dem Befehl "FDISK /mbr"
das Partition-Table der Festplatte neu schreiben, um Viren oder spezielle Verwaltungssoftware der Festplatten dort
herauszubekommen. Ansonsten kann dies WindowsXP über die Funktion 'Partionieren' (über rechte Maustaste in
"START/ SYSTEMSTEUERUNG/ VERWALTUNG/ COMPUTERVERWALTUNG/ DATENSPEICHER/ DATENTRGERVERWALTUNG" erreichbar) ausnahmsweise besser.
Was ich an Daten schon rüberkopiert hatte, hatte ich jedoch vorher auf eine der zu kleinen Festplatten gepackt -
und diese abgehängt. Ein paar Daten zum Vernichten sind also noch da...
Tag 5 - Der Tiefpunkt und die Wende:
Als erstes fuhr ich erneut zu meinem Händler, um einen Controller zu kaufen, der auch Festplatten mit mehr als 130
und 200 Gigabyte Kapazität verwalten konnte. Ich nahm eine Promise Fasttrak TX2000 Ultra ATA/133 RAID Card. Erst
Zuhause erst bemerkte ich, dass auch dieses Bauteil nicht Originalverpackt war. Beim ersten Hochfahren hing sich
das System auf. Das mag daran gelegen haben, dass die angeschlossenen Laufwerke zu dem Zeitpunkt nicht partioniert
waren. Ich schloss dann versuchsweise das Hauptlaufwerk 'C' an; jetzt hing sich das System nicht mehr auf, jedoch
wurde die Festplatte vom Controller beim Hochfahren noch immer nicht gelistet. Also zurück zum Händler. In deren
Testrechner funktionierte die Karte. Der Service-Mitarbeiter bat mich, mit dem Rechner zu kommen.
Zuhause wieder eingebaut listete die Karte beim Hochfahren brav alle Laufwerke auf - nur erschienen diese noch nicht
im Microsoft Internet-Explorer, weil der Treiber auf der mitgelieferten CD nicht gefunden und installiert werden konnte.
Es lag zwar noch eine Diskette bei, doch keiner unserer Rechner verfügt noch über ein Diskettenlaufwerk. Also zurück zum
Händler. Der Mitarbeiter fand den Treiber nach einigen Suchen nicht auf der CD, sondern auf der Diskette. Er installierte
ihn netterweise auch gleich und - die Karte funktionierte.
Das war die Wende. Nun gab es nur noch die Baustelle DVB-T Karte.
Tag 6 - Selbst schuld:
Die Lösung des letzten Problems: Ich habe die ohnehin für mich nicht installierbare ältere DVB-T Karte nicht aus dem
Mainboard herausgenommen, als ich die neue in den Medienrechner einbaute. So wähnte ich später - schon völlig verwirrt - die
einzig bei mir funktionierende neue DVB-T Karte darin und versuchte, dessen Treiber mit der Älteren zu verbinden. Das konnte nicht gehen.
Kurzum, die neuere TV-Karte war - wie schon nach dem Kauf - schnell eingerichtet und arbeitet. Ich dagegen mache erstmal Urlaub.
(Eingestellt 2005)
Das Ende eines MP3-Players
Das ist mein 512 MB MP3-Player. Nein, keine der schönen Neuerwerbungen, von denen ich bereits berichtete. Die waren Geschenke -
aber der da oben ist meiner. Gut zwei Jahre lang leistete er mir treue Dienste, dann wurde er alt und senil - er schaltete sich
aus, wenn er müde war und begann schließlich einzelne Lieder nach Gutdünken zu wiederholen.
Die Garantie war schon seit Wochen abgelaufen, so entschloss ich mich zu einer Reparatur. So verwegen sind nicht einmal die
Hersteller, welche defekte Player dem Elektronik-Müll überantworten und statt dessen neue Ersatzgeräte herausrücken. Ich habe
schon Bremsscheiben erneuert, Wasserleitungen verlegt und mit 360V Wechselstrom hantiert und dachte, ich würde auch so
ein 1,5V Spielzeug wieder hinbekommen. Doch weit gefehlt. Nach dem behutsamen Öffnen mittels Spezialwerkzeug - meinem
Schraubstock und einem Mini-Kreuzschraubenzieher - lag das Hightech-Innere nackt und verheißungsvoll vor mir. Ich drückte
hier, wackelte da und hoffte auf Eingebungen, die jedoch ausblieben. Stattdessen wunderte ich mich, dass dieses bisschen
Elektronik nicht schon vor Jahren in Handys und Kaffeemaschinen implementiert worden war. Und dass Neuwagen ohne eine
solche ausgeliefert werden erscheint mir als schlechter Scherz.
Sie sehen, ich lenke von meiner eigenen Unfähigkeit ab. Natürlich habe ich es nicht richten können, ich fand noch nicht
mal den Speicherchip, auf welchem die Lieder oder Daten abgelegt sind. Aber ich machte eine andere wertvolle Entdeckung:
Ich fand die Makro-Einstellung meiner Kamera, welche mir sonst auf ewig verborgen geblieben wäre. Nur dumm, dass nach
diesen Aufnahmen der Blitz dauerhaft ausgeschaltet blieb. Aber ich kann die Kamera ja mal aufmachen...
(Eingestellt 2007)
MP3-Player schon bei Neukauf defekt
Nun war es mal wieder soweit. Es trieb mich unaufhaltsam in eine dieser 'Ich bin doch nicht blöd'-Filialen
einer großen Elektronikhandelskette zum Zwecke des Erwerbs eines MP3-Players. Die Marke war mir egal, nur billig sollte er sein.
Das erste dieser Prachtexemplare aus dem Angebot für 39 Euro war nach 500 Megabyte bereits voll. Laut Packung sollten
aber 1 Gigabyte draufpassen. Saublöd, dachte ich und fuhr wieder in die Filiale. Er wurde anstandslos zurückgenommen,
und so suchte ich mir einen neuen aus, vorsichtshalber ein anderes Modell, 10 Euro teurer. Doch oh weh und Schreck,
auch bei diesem brach Microsofts WindowsXP das Kopieren vorzeitig ab. Diesesmal jedoch formatierte ich den Wechseldatenträger
und siehe da - nun hatte der MP3-Player 1 Gigabyte Kapazität. Schön. Als alle Lieder draufwaren, wollte ich sie auch anhören.
Das ging jedoch nicht - dieses kleine Mistding hängte sich jedesmal auf oder stürzte ab oder wie immer man es nennen will.
Es tat nichts mehr, ließ sich nicht einmal ausschalten. Daraufhin rief ich bei der Hotline des urdeutschen Herstellers an,
dessen Name mit 'Ph..' beginnt und hatte einen kostenpflichtigen, aber unterhaltsamen 20-minütigen Kontakt zum Telefonsupport.
Am Ende riet mir der freundliche Mitarbeiter, das Gerät zum Händler zurückzubringen.
Dies tat ich - nach einer angemessenen Pause zum Luftholen. Der Mitarbeiter - mir nun schon persönlich bekannt - begrüßte
mich wie einen alten Freund. Er nahm das Ding anstandslos zurück. Doch ich hatte schon seit Stunden das arrogante Schwein
aus deren aktueller Fernsehwerbung vor Augen. Es grinste mich an.
Inzwischen war es in dem Laden voll geworden. Diesesmal entschied ich mich für den - nach Meinung des Verkäufers - besten
Hersteller für weitere 6 Euro Aufschlag und stellte mich an eine der kürzeren langen Kassenschlangen an. Natürlich waren
alle anderen Schlangen schneller, denn meine Kassiererin telefonierte längere Zeit, und natürlich durfte ich, an der Kasse
angekommen, die Gutschrift hier nicht verrechnen lassen. Denn zuvor wäre ich ja an der anderen Kasse gewesen, und genau zu
der müsste ich jetzt hin.
Nette Wartende hinter mir hatten Mitleid und rieten, direkt zur anderen Kassiererin zu gehen. Ich hatte jedoch heute noch
keinen Kaffee getrunken und irgendwie zuwenig Testosteron im Blut. Also ging ich zurück und stellte mich brav an die andere
Schlange an. So bekam ich im dritten Anlauf einen MP3-Player, der die kopierten Lieder sogar wiedergab. Nachdem ich auch
ihn zunächst formatiert hatte.
Und die Moral von der Geschichte? Es gibt keine. Wer nicht bemerkt, dass die Kapazität zu gering ist, der ärgert sich auch
nicht. Und wer es bemerkt, der bessert am besten selbst nach. Oder bringt den Edelschrott zurück. Aber wenn das Ding erstmal
funktioniert, ist es eine wunderbare Sache. Man hat auf jeder Party seine eigene Musik dabei, im Auto sowieso, selbst dem
Jäger im dunklen Wald erheitert es beim Warten auf die Sau. Womit der Kreis sich schließt. Ich bin jedenfalls froh, dass
ich keine Sau bin und mich nur mit Telefonhotlines und defekten elektronischen Geräten beschäftigen muss.
(Eingestellt 2006)
Das Steinzeit-Handy
Heute ist mein Glückstag. Ich bin so happy, ich könnte Purzelbäume schlagen. Ich bin nämlich ein absoluter Handy-Freak.
Nicht nur, dass ich seit Jahren keines mehr nutze, ich trauere auch noch meinem steinalten Ericsson PH337®
hinterher - einem Modell der Vorsteinzeit, fast ziegelgroß und gewichtig
(200g). Ein solches vergisst man nicht in der Hose oder Hemdtasche, und so wird
es auch nicht gewaschen, geschleudert und gebügelt. Das versehentliche Verlegen dieses Großraumtelefoniergeräts ist
ebenso unwahrscheinlich, wie dass Sie Ihre Petroleumlampe irgendwo liegenlassen. Und wenn doch: Niemand will es haben.
Sie bekommen es sicher zurück. Warum mag ich es dann? Gerade deswegen. Auch ist es megaleicht zu bedienen, das Display
in der Sonne wie in Finsternis gut ablesbar und dessen Schrift groß. Der Akku hält mehr als dreimal solange wie die
heutigen, bis er hin ist, und so einen Klingelton hat niemand.
Natürlich befand sich dieses gute Stück seit wenigstens fünf Jahren im Ruhestand in unserem Keller. Obgleich es zuvor
schier ewig im Betrieb war - nach heutigen Maßstäben. Denn es war 1994, als es das Licht der Welt erblickte und ihm
der erste Strom eingehaucht wurde. Ich verspüre seitdem wenig Neigung, mich mit neuen Designs, Tastengrößen,
vollgestopften Displays, Symbolen und so weiter zu beschäftigen. Trotzdem - wir haben stets ein 'Familien-Handy',
immer unterwegs, doch fast unbenutzt. Diese "Ich stehe hier und bin gleich da"-Mitteilungen
machen uns nicht glücklicher, nur fusseliger. Sie täuschen Geschäftigkeit vor - genausogut könnte man mit den Fingern
trommeln oder mit dem Besteck spielen, um sich des Seins in dieser Welt kontinuierlich zu vergewissern. Deshalb wird
es eher für "Meine Kette ist abgesprungen, holst Du mich ab?"-Mitteilungen
verwendet. Doch auch ein solchermaßen geschontes, nahezu modernes Handy hält Dank einer unerklärlichen Morbidität
nur zwei bis drei Jahre. So hat uns nun unser zweites Siemens® C35 in Folge
verlassen wie zuvor unser Siemens® C25 und unser Alcatel® - unbetrauert, unbeweint.
In dem neuerlichen Handy-Vakuum erinnerte ich mich an das Relikt in meinem Fundus und schaute eher zur Bestätigung meines
Vorurteils, in einer Wegwerfgesellschaft zu leben bei Google unter Akkus für mein Ericsson nach. Und staunte
Bauklötze. Es gab nicht nur noch welche, sondern auch noch von mehreren Anbietern zu Spottpreisen von acht
bis zwölf Euro. Wie ist das möglich angesichts der vielen hundert Modelle mit jeweils unterschiedlichen Akkus, die
zwischenzeitlich erschienen sind? Keine Ahnung. Aber das war gut.
Und nun werden Sie denken, ich hätte Freude an meinem neuen Handy? Aber weit gefehlt - meine Frau hat es mit Charme
und Argumenten vereinnahmt. Aber ausleihen darf ich es, gelegentlich.
(Eingestellt 2006)
WLAN- Netzwerke hacken?
Es könnte alles so einfach sein - Sie haben sich erfolgreich ein WLAN-Netzwerk Zuhause oder in Ihrer Firma eingerichtet und laden
sich von der Herstellerseite Ihres Betriebssystem -Herstellers oder -Distributors ein Analysetool herunter. Sie installieren es
via Setup-Routine und checken, wie gut Ihr drahtloses Netzwerk geschützt ist. Das Ergebnis eines simulierten Hackerangriffs wird
Ihnen auf einer Skala von 1 bis 10 zusammen mit einer Liste von Hinweisen zur Optimierung angezeigt.
Die Wirklichkeit ist das genaue Spiegelbild - Sie laden von nicht vertrauenswürdigen Seiten sogenannte Hackertools herunter,
installieren diese ohne Setup-Routine und ohne Anleitung/Manual und spätestens nach dem vierten installierten Tool (die anderen
haben Sie nicht zum Laufen gebracht) ist Ihr Rechner völlig mit Trojanern und Rootkits verseucht. Denn die Leute, die so tief
in die Materie eindringen, um eine solche Software mehr schlecht als recht zustande zu bringen, produzieren jedenfalls
raffiniertere Schadware als der Shareware-Hersteller, der das hundertste Backup-Programm auf den Markt wirft.
Nicht nebenbei bemerkt: Nach dieser Aktion ist auch die neue Stasi - unser derzeitiger Innenminister Schäuble - hinter
Ihnen her wie der Teufel hinter der armen Seele. Denn seit Jahresbeginn ist die Nutzung derartiger Analyseprogramme in
diesem unseren Lande verboten. Wer nun also sein System auf Widerstandsfähigkeit testen lassen will, muss seine Firma
oder seinen Privathaushalt zwangsläufig gen Osten, Westen, Süden oder Norden verlegen. Überall geht's, nur nicht hier.
Jeder IT-Sicherheitsprofi macht sich ab sofort strafbar, wenn er es denn selbst mit Auftrag des Netzwerkbetreibers versuchte.
Schützen Sie sich also legal: Via Hard- und Software-Firewall, Viren- und mehreren Trojanerscannern und 'Systemwiederherstellungspunkten'.
Warum nun die Sicherheitsanalyse verboten ist? Na, ganz einfach - Schäubles Staatsschutz hat selbst eine Schadware, einen
Trojaner entwickelt. Und dieser soll natürlich nicht gefunden werden. Danke Wolfgang.
(Eingestellt 2008)
TV- + Schnittsoftware + WinXP = Totalabsturz
Es war ein kleiner Gau. Morgens hatte ich noch aus diversen Einzelteilen aus dem Fundus meines Kellers einen Rechner zusammengeschustert,
der sogar lief (WindowsXP®, 32 Megabyte Hauptspeicher und 4 Gigabyte Festplatte). Am frühen Abend erweckte ich meinen
normalerweise benutzten Rechner aus seinen verdienten Ruhezustand, um mal eben einen Film zu schneiden.
Das per se gelangweilte Schicksal verschaffte sich etwas Abwechslung, indem es just an diesem seltenen Tag, als ich
aus Altteilen einen neuen Rechner zusammenschraubte, den meinigen ins Daten-Nirvana schickte.
Versehentlich öffnete ich anstelle der Schnitt- die TV-Software. Irrelevant, dachte ich und öffnete die Schnittsoftware auf dem
Fuße. Das hätte ich besser gelassen. WindowsXP hängte sich hierdurch nahezu auf, war nur über den Klammeraffengriff aus dem
annehmlichen Treibersalat zu befreien, in dem das Betriebssystem festhing und lief danach scheinbar unbeschädigt und
unverwirrt weiter. Ich lud die Schnittsoftware erneut, doch bevor ich das Messer an den Film ansetzen konnte, stürzte
der Rechner mit einem wortgewaltigen 'blue screen' ab.
Fortan hing sich das System beim Hochfahren auf. Erst habe ich normal gestartet, dann im abgesicherten Modus, dann im
abgesicherten Modus mit Eingabeaufforderung und zuletzt in der 'zuletzt als funktionierend
bekannten Konfiguration'. Erst über die Reparaturkonsole der WinXP-Installations-CD kam ich an den DOS-Prompt und
ließ 'checkdsk.exe' laufen. Doch erfolglos - der nächste Neustart fand ebenfalls nicht statt. Dann - etwas weiter hinten
im Windows-XP Setup - wählte ich Reparatur des Betriebssystems - doch ebenfalls ohne Erfolg. Hierbei stürzte gar das
Setupprogramm ab, schon bei dem Kopieren der Treiber auf die Festplatte. Also blieb nur die Neuinstallation über das
vorhandene System - die schlechteste Variante, weil danach alle Einstellungen, Emails, Programme, Optimierungen etc.
nicht mehr vorhanden sind und somit alles neu installiert und eingestellt sein will.
Das klappte ganz gut und ließ mich schon frohlocken, bis die ersten Programme von CDs installiert sein wollten. Beim
Lesen der CDs hängte sich der Rechner nochmals nahezu auf - es kamen nicht einmal mehr Fehlermeldungen. Ein simpler
Neustart brachte hier Abhilfe. Irgendwann war wieder alles aufgespielt und eingestellt - nur die so schön strukturiert
abgelegten Mails sind alle weg und zwei Festplatten haben ihre Daten verloren. Die eine ist nicht mehr zugänglich, die
andere bettelt um Formatierung. Aber ich habe ja noch ein paar andere dranhängen und ohnehin zwei Backups meiner Daten,
so hält sich das Leid in Grenzen. Und ich lasse diese Baustelle ersteinmal ruhen.
Was habe ich übrigbehalten, gelernt und mitgenommen aus diesem 24-Stunden-Rennen um den großen Preis eines laufenden Rechners?
Immer schön langsaaaaam die Programme starten, erst überlegen, dann wählen und wenn sich Bill Gates Bastelbetriebssystem doch
einmal verheddert, vorsorglich resetten und nicht retten. Dann klappt's auch mit der Schnittsoftware.
(Im Bild sind beide besagte Programme in friedlicher Co-Existenz)
(Eingestellt 2007)
Systemleistung stets 100 Prozent & 'Avira Antivir free' läßt sich nicht neu installieren
So etwas kommt vor. Zunächst bemerkte ich eine stark reduzierte Systemleistung, zeitgleich brach jeder Aufruf des Trojanerscanners
'Lavasoft Ad-Aware®' mit der Fehlermeldung ab, dass eine weitere Instanz in einem anderen Benutzerkonto laufen könnte.
Was nicht der Fall war.
Eine Neu-Installation des Trojanerscanners schlug fehl - auch mein Virenscanner 'Avira Antivir free®' ließ sich nicht mehr
neu installieren. Nach der Installation und der Aufforderung des Setup-Programms zum Neustart war nichts neu installiert und das
Setup-Programmm begann von vorn...
Abhilfe brachten bei mir die folgenden vier Schritte:
I. Folgende Ordner der letzten Avira-Virenscanner-Installationen, falls vorhanden, löschen:
'C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Avira \AntiVirPersonalEdition Classic'
'C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Anwendungsdaten\AntiVirPersonalEdition Classic'
II. Im Ordner C:\WINDOWS/PREFETCH alles bis auf Datei 'layout.ini' löschen
III. Nun die Registry aufräumen (START/AUSFÜHREN/ und 'regedit' eingeben) und die folgenden Schlüssel suchen:
'\HKEY_LOKAL_MACHINE\Software\Avira'
'\HKEY_LOKAL_MACHINE\Software\X-AVCSD'
'\HKEY_LOKAL_MACHINE\Software\H+BEDV'
Gefundene Einträge (Ordner) komplett entfernen.
IV. Neustart und Installation von 'Lavasofts Ad-Aware' sowie
'Avira AntiVir free'. Doch Vorsicht: Diese Programme ausschließlich von
vertrauenswürdigen Servern herunterladen wie der jeweiligen Herstellerseite oder Chip.de! Es gibt einige möglicherweise
mit Schadware manipulierte Versionen wie beispielsweise 'Antivir 2008', welche es vom Hersteller so nie gegeben hat.
Wenn doch alles so einfach wäre. Ich nehme übrigens an, dass die vorgenannte manipulierte Version meines Lieblingsvirenscanners
zur Blockade des Trojanerscanners und des eigenen Programmupdates führte.
(Eingestellt 2009)
Vorsicht bei Aktivierung des Ruhezustandes unter WindowsXP
Es war von mir nicht geplant, einen zweiten Blogeintrag in Folge mit 'Vorsicht' beginnen zu lassen - aber Microsofts WindowsXP® hält so manche
Überraschung in unauffälligen Funktionen bereit.
Ich aktivierte erstmals in dieser Installation unter 'Systemsteuerung/Energieoptionen' den Ruhezustand. Daraufhin wählte ich
anstelle von 'Herunterfahren' beim Abschalten 'Ruhezustand'. Der Rechner fuhr herunter und schrieb den Inhalt des Hauptspeichers
in eine Datei, um diese beim erneuten Booten wieder einzulesen. Eigentlich eine feine Sache - soweit war alles gut.
Nach dem Neustart meldete XP, das Speicherabbild sei beschädigt und schlug seinem Dumm-User vor, er solle noch einmal starten. Das tat ich
auch - doch anstelle des erwarteten Startlogos kam nach dem Scandisk-Durchlauf ein 'blue screen' mit der folgenden Meldung:
"Registrierung konnte die Struktur (Datei) oder ihr Protokoll oder ihre Alternative nicht laden. Die Struktur ist beschädigt, nicht
vorhanden oder nicht beschreibbar. Speicherabbild des physischen Speichers wird erstellt."
Dieses war in diesem Zusammenhang eine völlig nutzlose und verklausulierte Meldung in Verbindung mit einer überflüssigen Aktion - hier
das nochmalige Erstellen eines Abbildes des Hauptspeichers. Warum teilt Microsoft dem User nicht einfach mit, dass WindowsXP einen schweren
Fehler unbekannter Herkunft und Ausmaß vorgefunden hat? Und warum geben sie in diesem Screen keine Lösungsmöglichkeiten an die Hand? Diese
musste ich mir einmal mehr selbst erarbeiten.
Zunächst startete ich den Rechner im 'Abgesicherten Modus'. Das war der verkehrte Weg, denn das System hängte sich auf. Dann startete ich
nochmals, rief jedoch über die Taste 'F8' das erweiterte Startmenü auf und wählte die Startoption: "Letzte als funktionierend bekannte
Konfiguration starten". Dem folgte nochmals ein Durchlauf von Scandisk - und der Rechner fuhr hoch. Das System funktionierte einwandfrei,
bis ich mich dazu entschloss, den Rechner herunterzufahren. Denn jetzt schaltete er sich nicht mehr ab,
sondern vermeldete stur: "Sie können den Rechner jetzt ausschalten".
Aus diesem Grunde habe ich letztlich über die Systemwiederherstellung die letzte Sicherung wiederhergestellt, wodurch nun zwar
ein paar zwischenzeitlich installierte Programme fehlen. Aber die waren sowieso nicht gut und der Rechner schaltet sich jetzt
wenigstens wieder aus.
Nachtrag im März 2007: Soeben habe ich entdeckt,
dass ich nun jedoch meinen Rechner problemlos über 'START/AUSSCHALTEN/STANDBY'in den Ruhezustand schicken kann, wenn ich beim Klick
auf Standby die Umschalttaste gedrückt halte...
(Eingestellt 2006)
Vorsicht bei Anlage eines neuen Benutzerkontos unter WindowsXP®
Nichts ist unter Microsofts® Betriebssystem WindowsXP® so einfach, als das es sich für mich nicht zu einen Drama ausweiten könnte.
Nehmen wir einfach einmal das Anlegen eines neuen Benutzerkontos.
Bei der Installation des Betriebssystems hatte ich seinerzeit darauf verzichtet, auch nur ein einziges Benutzerkonto anzulegen.
Das WindowsXP-Setup legt dann automatisch eines mit Administratorenrechte und ein deaktiviertes Gastkonto an. Wollen Sie unter
dieser Konstellation später ein neues Benutzerkonto hinzufügen, achten Sie darauf, nur eines mit eingeschränkten Rechten anzulegen.
Denn das Anlegen eines neuen Benutzerkontos mit Administratorenrechten kam in meinem Fall einem Daten-Harakiri gleich -
außerhalb des 'abgesicherten Modus' kam ich an meine alten Daten nicht mehr heran als da wären: Installierte Programme,
Outlook-Kontakte und Mails, Favoriten des Browsers etc.. Denn das ursprüngliche Benutzerkonto erschien nicht auf der
Benutzerkonten-Auswahlliste beim Hochfahren des Betriebssystems. So kam bei mir das Anlegen eines neuen Benutzerkontos
im Aufwand einer Neuinstallation von WindowsXP gleich.
Es gibt jedoch eine vorbeugende Lösung:
Kopieren Sie den gesamten Inhalt des Ordners "c:\ Dokumente und Einstellungen\" irgendwohin.
Legen Sie den neuen Benutzernamen mit Administratorrechten an.
Kopieren Sie sofort hiernach die Unterordner und Dateien des gesicherten Verzeichnisses in den Ordner "c:\ Dokumente und Einstellungen\" hinein.
Erst jetzt rufen Sie Outlook oder Ihren Browser auf und nehmen weitere Einstellungen vor wie beispielsweise das Anlegen von Emailkonten.
Vertauschten Sie hierbei die Reihenfolge, würden beispielsweise neue Emails nach dem Neu-Einrichten der Email-Accounts in
den Outlook-Einstellungen vom Server abgerufen und durch das Zurückkopieren überschrieben. Es ist unschwer zu erraten, dass
mir dies alles wahrlich passierte.
(Eingestellt 2008)
>Problem des deaktivierten Menüpunktes und Blue Screens im Installationsprozess
Ein Hinweis zu Beginn: Nach dem Ausschalten des Rechners muss vor dem nächsten Starten
eine Zeitspanne von zehn Sekunden abgewartet werden, damit die noch nachlaufende
Festplattenmechanik ganz zum Stillstand kommen kann. Erst dann darf sie durch einen
Stromstoß wieder in Bewegung gesetzt werden. Wird eine sich stromlos noch drehende
Festplatte durch einen Stromstoß wieder gestartet, kann die Mechanik schaden nehmen.