Wohngemeinschafts-FAQ

Fragen und Antworten rund um das Wohnen in der WG.

  1. F: Warum gibt es eine Hausordnung?
    A: Klare Regeln erleichtern das Zusammenleben und verringern den Diskussionsbedarf. Schließlich wollen Sie wohnen und nicht debattieren.
  2. F: Warum soll ich jedes Mal die Fenster schließen, wenn ich aus dem Haus gehe?
    A: Dass Fenster auch bei kurzer Abwesenheit immer geschlossen sein müssen, versteht sich eigentlich auch von selbst. Die Rechtsprechung zu diesem Thema bestätigt dies. Wir hatten in der Vergangenheit bereits einen Wasserschaden durch ein auf Kipp offengelassenes Fenster, nachdem bei schönstem Sommerwetter ein Unwetter heranzog. Ich bin deswegen bei diesem Thema besonders sensibilisiert. Ein kräftiger Wolkenbruch könnte also ausreichen, um auf der dem Wind zugewandten Hausseite Wasser in das Zimmer eindringen zu lassen - mit entsprechenden Folgen für Tapeten und Fußboden.

    Weil das Badezimmer-Fenster von Fliesen eingefasst ist, kann es außerhalt der Heizperiode von Anfang Juni bis Ende August auch bei Abwesenheit der Bewohnerinnen in Kippstellung geöffnet sein. In der Heizperipode würde dies jedoch dazu führen, dass die Heizung derweil ständig auf hoher Leistung läuft, um den Raum auf seine Zieltemperatur zu erwärmen.
  3. F: Warum kann ich nicht die Hauseingangstür offen lassen, wenn ich Brötchen holen gehe?
    A: Das wurde ich tatsächlich einmal gefragt. Im Haus sind fast alle Türen ständig unabgeschlossen. Es ist in einer Großstadt mit sehr gemischter Bevölkerung nicht sinnvoll, jedem der zufällig zum Haus kommt einen ungehinderten Zugang zu bieten. Alle vorhandenen Sicherungssysteme wie Alarmanlage und selbst verschließende Hauseingangstür mit Sicherheitswinkelschließblech würden ad absurdum geführt, wären als Schutzelemente wirkungslos.
  4. F: Was spricht dagegen, Gäste in der Wohnung rauchen zu lassen?
    A: Zigarettenrauch haftet an allen Oberflächen und durchdringt alle Räume und Sachen im Haus. Von Nichtrauchern wird er als sehr unangenehm wahrgenommen. Er ist ohne eine vollständige Renovierung und Austausch aller Möbel kaum zu entfernen.
  5. F: Was mache ich bei Verlust des Zimmerschlüssels und verschlossener Zimmertür?
    A: Wenn Ihnen auf Wunsch sämtliche Zimmerschlüssel ausgehändigt wurden, ist zur Türöffnung möglicherweise ein Schlüsseldienst erforderlich. Sinnvoll ist ein Dienst mit Festpreis für den Arbeitslohn, beispielsweise 'Dominico Service' in Hamburg-Schnelsen, T. 040-5592441, Mobil 0160-96226071, Internet www.dominico-service.eu (ohne Gewähr für Qualität und Preiswürdigkeit dieses Schlüsseldienstes, er sei nur beispielhaft genannt). Die Mieterin hat den Auftrag selbst zu vergeben und hiermit verbundene Kosten zu tragen. Bei Beschädigung oder Zerstörung von Tür, Rahmen oder Schlossteilen im Rahmen der Türöffnung ist der vorherige Zustand wieder herzustellen mit Ersatzteilen gleicher Qualität und Sicherheitsstufe. Verblieb ein Schlüssel zur Verwahrung beim Vermieter, kann dieser auf Anfrage die Tür öffnen. Verloren gegangene Schlüssel sind auf Kosten der Mieterin zu ersetzen.
  6. F: Dürfen Poster und Bilder aufgehängt werden?
    A: Ja. Aber um Beschädigungen der Wände und Tapeten zu vermeiden, die zu teuren Reparaturen führen können, muss das Folgende beachtet werden:
    1. In die verputzten oder tapezierten Zimmerwände dürfen keine Nägel eingeschlagen werden. Wenn Sie dort Bilder aufhängen möchten, montiere ich zuvor ein spezielles Bilder-Hängesstem, das es jeder Mieterin erlaubt, ohne Nageln oder Kleben Bilder an jeder beliebigen Wandposition aufzuhängen.
    2. In mit Holz vertäfelten Wänden dürfen jedoch Nägel eingeschlagen werden.
    3. Auf keine Wand - weder Holzvertäfelt noch Putz noch Tapete - dürfen Klebesysteme zur Bildbefestigung verwendet werden, auch wenn der Hersteller verspricht, dass sich diese wieder rückstandsfrei entfernen lassen. Nach meiner Erfahrung kleben diese nach einiger Zeit bombenfest und müssen aufwendig entfernt werden.

    Wenn Sie Bilder oder Poster an tapezierten Wänden aufhängen möchten, montiere ich dort also ein Bilder-Hängesystem. Oben unter die Decke wird dazu eine Metall-Schiene horizontal an die Wand geschraubt, von der aus durchsichtige, sehr dünne Kunststoff-Schnüre herunterhängen. An diese kommen Haken, die die Bilder tragen. Poster müssen daher in einen Bilderhalter eingefasst werden, damit sie am Haken aufgehängt werden können. So bleiben die Wände und ihre Anstriche unbeschädigt, auch wenn über die Zeit verschiedene Mieterinnen ihre Bilder aufhängen.
  7. F: Darf ich in meinem Zimmer eine Kochplatte, ein Heizgerät oder Gaskartuschen-Gerät verwenden?
    A: Die Nutzung derartiger wämeentwickelnder Geräte ist in allen Räumen der WG verboten.
  8. F: Wie ist die Heizung eingestellt?
    A: Die Heizung ist so eingestellt, dass 21° bis 23° Zimmertemperatur mit möglichst niedrigen Heizungswasser-Temperaturen erreicht wird. Derzeit schaltet sie sich an jedem Abend um 22:40 Uhr automatisch ab und Werktags um 4:00 Uhr, am Wochenende um 4:00 Uhr wieder ein. Ab Minus 4° Außentemperatur läuft die Heizung auch in der Abschaltzeit mit bei zunehmender Kälte ansteigender Heizkörper-Temperatur.
  9. F: Was mache ich, wenn es in meinem Raum nicht warm wird?
    A: Wenn es zu kühl ist, dann muss oberhalb und vor der Heizung freigeräumt werden. Etwa 75% der Heizleistung erfolgt durch die freie Luftzirkulation von unten durch den Heizkörper nach oben und nur der kleinere Rest über Abstrahlungswärme. Weder vor, noch unter, noch auf dem Heizkörper darf also etwas liegen. Das gilt auch für den Badheizkörper. Lassen Sie bei mangelnder Raumtemperatur den Thermostaten am Heizkörper Tag und Nacht vollständig aufgedreht (Zahl '5'). Dann wird morgens nach dem Einschalten der Heizung bis etwa 10 Uhr das Zimmer auf die Soll-Temperatur von 21° bis 23° gebracht.

    Zum Lüften bitte in der Heizperiode nur Stoßlüften mit einer Dauer von 3 bis 10 Minuten je nach Außentemperatur - je kälter, desto kürzer. Wenn hierbei der Raum auskühlen würde, würde er bedingt durch die niedrigen Heizkörpertemperaturen an dem Tag nicht mehr vollständig erwärmt. Die Thermostaten an den Heizkörpern brauchen nur bei Fremdwärmeeinflüssen durch Sonne, Kochen und Duschen kleiner als 5 eingestellt werden.

    Nicht zuletzt kann es kühl werden, wenn beispielsweise am Wochendende mehrere Hausbewohnen nacheinander Baden oder Duschen. Denn jedesmal, wenn Warmwasser entnommen wird, schaltet sich für die Dauer der Wasserentnahme die Heizung ab.
  10. F: Warum darf ich keine Wäsche innerhalb der Wohnung trocknen?
    A: Die ohnehin durch Kochen und Duschen erhöhte Luftfeuchtigkeit würde weiter erhöht und an der jeweils kühlsten Außenwand über längere Zeit kondensieren - so entsteht Schimmel. Das geht also nur in einer völlig überheizten oder ständig gelüfteten Wohnung, was heutzutage aufgrund hoher Energiekosten nicht mehr zu bezahlen ist.
  11. F: Warum trocknet im Sommer die Wäsche im Waschkeller langsamer als im Winter?
    A: Im Sommerhalbjahr ist die Luftfeuchtigkeit mit im Schnitt über 70% deutlich höher als im Winterhalbjahr mit 30 bis 50%. Während im Winter der Auffangbehälter des Luftentfeuchters kaum einmal entleert werden musste, war das im Sommer jeden Tag erforderlich. Inzwischen ist dessen Ablauf direkt mit der Kanalisation verbunden, da ist ein Entleeren nicht mehr notwendig. Die Wäsche braucht im Sommer trotzdem länger zum Trocknen, denn 25% bis 50% wie im Winter erreicht der Luftentfeuchter nicht, weil ständig feuchte Außenluft in das Haus eindringt.

    Eine bessere Belüftung des Waschkellers hätte zur Folge, das noch mehr wärmere Luft in den kühlen Waschkeller strömt und dort an den kalten Wänden kondensiert - warme Luft kann deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kühle Luft. Es gäbe Pfützen auf dem Boden und eine noch längere Trocknungsdauer. Darum würde die Wäsche am schnellsten in einem nach außen luftdicht abgeschlossenen Raum mit Luftentfeuchter trocknen.
  12. F: Warum sollten nach dem Duschen die Fliesen abgetrocknet werden?
    A: Zum einen ist das Hamburger Brunnenwasser sehr kalkhaltig. Läßt man das Wasser regelmäßig an der Luft trocknen, setzt sich der Kalkanteil auf Fliesen, Armatur und Badewanne fest. Diese Kalkrückstände sind später nur sehr schwer zu entfernen. Zum anderen schimmelt die Verfugung zwischen den Fliesen schwarz, wenn die Fugen nach dem Baden oder Duschen nicht getrocknet werden.
  13. F: Warum ist das WLAN-Internet passwortgeschützt?
    A: In Deutschland haben wir eine weitreichende Anschlussinhaberhaftung für illegale Downloads urheberrechtlich geschützter Musikstücke und Filme sowie für beleidigende Meinungsäußerungen beispielsweise in Foren. Solange dies so ist, kann nur eine Zugangskontrolle die Haftung des Anschlussinhabers verhindern.
  14. F: F: Es gibt einen Konflikt in der WG wegen Sauberkeit, Stauraumverteilung etc.. Was tun?
    A: Ein störungsfreies, angenehmes und harmonisches Wohnen basiert auf gegenseitigem Respekt. Es kommt beispielsweise dem Zusammenleben zugute, wenn jede Mitbewohnerin den von ihr benutzten Gemeinschaftsbereich etwas sauberer hinterläßt, als sie ihn vorgefunden hat. Respektvolles Miteinander basiert zudem auf Rücksichtnahme. Dazu gehört, dass sich keine Mieterin einen Vorteil vor ihren Mitmieterinnen verschafft. Man beteiligt sich am Erhalt der Ordnung und nimmt sich nur soviel Raum, wie man auch den Anderen zugesteht. Dazu gehört auch Kleinkram wie die Wäsche im Keller zuerst auf hintere Leinen zu hängen, wenn diese frei sind. Damit die nächsten nicht unter den vollgehängten vorderen Leinen unterdurch klettern müssen. Oder eine angefangene Wäsche am nächsten Morgen zu Ende zu bringen, wenn es am Vorabend zu spät wurde - damit Waschmaschine und Trockner wieder frei werden. Vergessen kann man so etwas natürlich immer mal - es sollte aber nicht zur Gewohnheit werden.

    Die Vorgehensweise: Suchen Sie ein Klärungsgespräch. Kommen sie zu keiner Einigung oder die Angesprochene reagiert aggressiv, möchte ich davon erfahren, um zu vermitteln.