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Ratgeber

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Tipps aus eigenen Erfahrungen: Abnehmen ohne hungern und Diäten

Anleitung zum gesunden und dauerhaften Verringern des Körpergewichts ohne Hungergefühle

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Achtung: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gegebenen Hinweise wird keine Gewähr oder Haftung übernommen. Sie basieren auf Erfahrungen von Nicht-Fachleuten. Bevor Sie diese aufgreifen, klären Sie vor der Anwendung der hier gegebenen Informationen mit Fachleuten ab, ob Ihnen daraus Nachteile entstehen können. Den Herstelleranweisungen verwendeter Produkte ist unabhängig von den nachfolgenden Ausführungen zu folgen. Auch stellen die Aussagen zu Rechtslagen keine Rechtsberatung dar, sondern spiegeln nur eine persönliche Meinung des Verfassers wieder, welche falsch sein kann.



Worum geht es? Nicht nur die Essensmenge führt zur Gewichtszunahme, sondern die Art der dem Körper zugeführten Nährstoffe. Essen und trinken Sie mengenmäßig wie bisher.


1.0 Warum schreibe ich über ein Abnehmen ohne Diäten?

Seit meinem achtzehnten Lebensjahr nahm ich kontinuierlich zu. Jahr für Jahr zeigte die Waage mehr Gewicht an, bis ich in dreißig Jahren von ursprünglich 77 auf 117 Kilogramm gekommen bin. Dabei habe ich weder große Mengen in mich hineingestopft, noch war ich ständig am Essen. Es lag rückblickend betrachtet einfach daran, dass ich meinem Körper die falschen Nährstoffe zuführte. Heute esse und nasche ich unverändert viel - doch bei 25 Kilogramm weniger Gewicht und veränderten Essgewohnheiten. Kurz gesagt: Selbst nur eine Dose Coca Cola® in zwei Tagen sind für Ihr Bemühen, das derzeitige Gewicht zu halten, tödlich. Ebenso Kartoffel-Chips, Fast-Food-Burger und Co. Wollen Sie abnehmen, ohne zu hungern? Dann folgen Sie mir auf meinem Weg. Ich sage Ihnen, welche Lebensmittel Sie besser weglassen und wodurch Sie diese ersetzen können.


2.0 Das Wichtigste: Keine gezuckerten Getränke und Speisen aufnehmen

2.1 Wo ist Zucker drin und was bewirkt er?

Sie nehmen riesige Mengen Zucker über Limonaden, Cola, Joghurts, Tomaten-Ketchup, Fleischsalate und Salat-Dressings auf. Die Lebensmittel-Industrie versteckt Zucker in Fruchtzucker wie Fructose - und erfindet hier und da beschönigende Bezeichnungen, um vom Zuckerinhalt in der Zutatenliste abzulenken. Achten Sie darauf bei Ihren Einkauf und lassen Sie Ketchup und Co weg. Gar nicht erst kaufen, schon gar nicht essen und nicht dick werden - das ist ihr Motto.

Ich habe erfahren, dass allein schon der jahrzehntelange Konsum von Coca Cola™ dick macht - bei ansonsten mäßiger und gesunder Ernährung. Bei dem Verzehr von nur zwei fett- und zuckerarmen Mahlzeiten pro Tag nimmt demnach der Körper pro Jahr etwa 1 Kilogramm Gewicht zu, wenn er täglich nur eine Dose Cola™ (0,33 Liter) verarbeiten muss. Das erscheint zunächst als geringe Menge, doch enthält jede Dose bis zu dreißig Zuckerwürfel. so wird man nach einer jahrzehntelangen Süßgetränk-Mästung übergewichtig. Nach dem Absetzen reduzierte sich mein Körpergewicht binnen zwölf Wochen um jeweils ein Kilogramm in der Woche über - ohne sonstige Änderungen in der Ernährung. Ich frühstücke nach wie vor reichlich. Und esse gerne zwei Riegel Schokolade täglich. Und nahm dennoch nur durch das Weglassen der Cola um zwölf Kilogramm.

Das nur durch Weglassen des Süßgetränks reduzierte Gewicht blieb übrigens bei konstanter Ernährung und Bewegungsmenge über Jahre stabil. Dann habe ich die tagtäglich zu Fuß zurückgelegte Strecke von durchschnittlich vier Kilometern - mit einem Schrittzähler gemessen - verdoppelt. Nur durch gemütliches Gehen, ohne joggen und laufen. Durch etwa vier Kilometer Gehen täglich reduzierte sich mein Gewicht um weitere 13 Kilogramm in 24 Wochen.

Vielleicht haben Sie schon gemerkt, dass neben der körperlichen Gewöhnung an Süßes parallel eine mentale Abhängigkeit des Bewusstseins entsteht. Die körperliche Sucht nach Zucker mag schon in zwei bis drei Wochen überstanden sein - bei totalem, harten Zuckerentzug. Die seelische Abhängigkeit an gesüßte Speisen hingegen bleibt noch viele Monate bis zu zwei Jahre bestehen. Denn oft benutzen wir gesüßte Lebensmittel, um uns für irgendwas zu belohnen oder zu entschädigen. Wir gönnen unserer Seele eine Tafel Schokolade oder einen Whiskey Cola™. So verlangt Ihr Bewusstsein selbst dann noch gelegentlich nach dem anerkannten Schadstoff Zucker, wenn Ihr Körper schon länger nicht mehr Abhängig ist. Ein radikaler Schnitt ist besser - kaufen Sie einfach nichts Süßes mehr ein. es hilft, direkt nach dem Essen einkaufen zu gehen - keinesfalls jedoch mit leerem Magen.

Ersetzt werden zuckerhaltige Speisen durch zucker- und fettfreie Nahrungsmittel wie beispielsweise Brot, Bananen, Obst, Gemüse, Kartoffeln, Kohlsorten etc.. Diese sättigen sehr und geben dem Körper ausreichend Kohlehydrate und natürlichen Fruchtzucker, so dass jeder Hunger gestillt wird. Essen Sie hiervon soviel Sie möchten. Wenn sie Zucker und fett dabei konsequent weglassen, können Sie gar nicht soviel essen, dass sie zunehmen. Folglich haben Sie auch keinen Hunger - sonst der größte Hinderungsgrund zum Abnehmen.

Zuckerhaltige Getränke ersetzen: Leitungswasser hat in unserem Lande eine durchweg hohe Qualität - manchmal hat es nach unabhängigen Tests gar eine höhere als Mineralwasser. Es schmeckt ab dem Härtegrad 2 - wenn es also nicht zu weich ist - sehr gut. Es kann nahezu alle gesüßten Getränke sehr gut ersetzen. Und wenn Sie sich nicht daran gewöhnen wollen, kaufen Sie Selterwasser. Einen gern mit Cola getrunkenen Whisky trinken Sie pur - oder steigen auf den Long Drink Wein um. Gesüßte Joghurts bleiben im Regal - dafür gewöhnen Sie sich an ungesüßte. Doch, auch die schmecken nach einer Eingewöhnungszeit. Nach ein paar Wochen werden sie das süße Zeug gar nicht mehr wollen. Den Ketchup werden Sie leicht stehenlassen können, wenn Ihnen bewusst ist, dass diese Soße Sie mehr zunehmen lässt als alle Grundnahrungsmittel auf Ihrem Teller zusammen.

Das neue Einkaufsverhalten ist die Basis für Ihre Gewichtsreduzierung - was nicht da ist, wird auch nicht gegessen. Erst wenn Sie keinerlei gesüßte oder zuckerhaltige Getränke mehr zu sich nehmen, baut Ihr Körper die Fettpolster ab. Also: Cola™-Produkte ebenso wie alle Limonaden führen zu einer zwar langsamen, aber kontinuierlichen Gewichtszunahme. Ein paar kleine gesüßte Joghurts pro Tag verhindern, dass sich Körper und Geist umstellen.

Vorsicht - Falle Zuckerersatzstoffe: Glauben Sie jedoch nicht, dass ein Wechsel auf Diät-Cola™ und Diät-Süßgetränke zur Gewichtsreduktion führt. Diese sind je nach verwendeten Zucker-Ersatzstoff mehr oder weniger appetitanregend, so dass Sie hiernach von Ihrem Körper mit Hungersignalen gequält werden. Das ist kontraproduktiv - lassen Sie auch diese ersatzlos weg.


3.0 Das Zweitwichtigste: Sowenig Fette in Getränken und Speisen wie möglich aufnehmen

Ein gutes Beispiel für ein fetthaltiges Getränk ist Milch. Gleich ob Voll- oder H-Milch: Milch enthält sehr viel Fett, welches nicht nur das Gewicht erhöht. Es verfettet zudem in größeren Mengen das Blut, so dass sich das Risiko eines Verschlusses einer Blutbahn deutlich erhöht.

Beim Braten und Kochen verwenden Sie eine beschichtete Pfanne und geben nur gerade soviel Speiseoel hinein, dass diese nach dem Auswischen mit Küchenpapier benetzt ist. Wenn später etwas anbackt, kann noch eine geringe Menge Oel hinzugegeben werden. Tierisches Fett wie Butterschmalz, Butter oder Margarine schmeckt zwar zerlassen sehr gut, ist aber per se ungesund. Also am besten auch gleich durch Pflanzenoel ersetzen. Kartoffelchips und sonstiges fett- oder zuckerhaltiges Naschzeug lässt sich ersetzen durch: Obst jeder Art, geschälte Karotten, Tomaten, Sonnenblumenkerne, Mandelblättchen (sehr sättigend).

So müssen Sie fetthaltige Speisen ebenso wie zuckerhaltige durch fett- und zuckerfreie Lebensmittel ersetzen, wenn Ihr Körpergewicht wie von selbst ohne zu hungern verschwinden soll. Merke: Nicht die bisher aufgenommene Nahrungsmenge verursachte Ihr Gewichtsproblem, sondern allein deren Anteil an Fett und Zucker.


4.0 Aber was ist das eigentlich - Hunger?

Es ist der Hunger, welcher das Abnehmen so sehr erschwert. Er wirkt auf den Geist ähnlich Aufmerksamkeit fordernd wie eine körperliche Verletzung oder die sexuelle Gier. Bei allen diesen Phänomenen ist es nahezu unmöglich, nicht an jedem Moment des Tages an sie zu denken.

Der Hunger ist jedoch schwerer zu kontrollieren als der Sexualtrieb. Von Letzterem kann der Körper durch Enthaltsamkeit entwöhnt werden - er kann hierdurch nahezu einschlafen. Denn der physische Körper folgt dem Geist. Auch schmerzende Verletzungen können in der Gewöhnung ignoriert werden, wenn unsere Aufmerksamkeit etwas anderes fokussiert. Dieses alles funktioniert jedoch nicht mehr beim Hunger. Er ist der Schlüssel zum Erhalt einer Gattung. Die Natur nutzt ihn, um den Erhalt einer Gattung zu sichern.

Wenn Sie Ihr Körpergewicht reduzieren, haben Sie es also mit dem mächtigsten Gegner zu tun, den es in unserem physischen Lebenssystem gibt - nämlich der Natur. Somit ist es kein Kampf gegen sich selbst, wie es oft fälschlich angenommen wird. Folglich können Sie diesen ungleichen Kampf nur dann gewinnen, wenn Sie die Bedürfnisse Ihres Körpers respektieren. Zudem soll er Ihnen auch in Zukunft noch störungsfrei dienen können, von Nutzen sein. Daher verbieten sich extreme Diäten schon aus diesem Blickwinkel heraus.

Magersüchtige folgen aufgrund einer dysfunktionalen Psyche einer Selbstkasteiung, welche den physischen Körper schädigen oder gar auslöschen kann. Deren Vorstellungen stimmen weder mit den genannten Zielen der Natur überein, noch entspricht deren Streben demjenigen einer höheren Geisteshaltung. Magersucht zerstört in dem obsessiven Wunsch, den Körper zu formen, das Vehikel des Geistes, so dass der Körper des Magersüchtigen seinem Geist nicht mehr oder nur eingeschränkt von Nutzen sein kann.

Jeder trägt die Verantwortung für seinen für die Lebenszeit geliehenen Körper. Doch gegen unser Vorhaben, sich mit der Natur anzulegen, um den Körper gesund und funktionsfähig zu halten, ist absolut nichts einzuwenden.


5.0 Wie ist der biologische Vorgang beim Abnehmen von Körpergewicht?

Vorweg ein Zitat vom Direktor des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdamm, Hans-Georg Joost:

Der Körper holt sich die Mengen an Fett, Proteinen und Kohlehydraten, die er braucht. Unbewusste Mechanismen sorgen in erster Linie für eine ausreichende Versorgung mit Energie und Proteinen. Der Organismus registriert, was er bekommt , und wenn ihm etwas fehlt, fordert er es normalerweise an. Hierdurch wird vor allem ein bestimmter Füllungsstand der Fettspeicher verteidigt, was aber bei einer Abweichung des Systems nach oben ungesund werden kann ... Wenn Sie hungern, reagiert der Körper massiv dagegen - mit Absenkung der Temperatur, mit Energieeinsparung. Das System ist sehr gut nach unten abgesichert, nach oben weniger.

Aber wie kann man dann überhaupt noch das Gewicht reduzieren?

  • Der Gewichtsverlust verläuft stets in Stufen: Über mehrere Tage verändert sich das Gewicht gar nicht, um sich dann für einige Tage - ohne Änderung in Ernährung und Bewegungsmenge - schnell um einige Pfund zu reduzieren.
  • Wählen Sie einen Ernährungsstil, der Ihnen zusagt. Denn wenn dieser nicht zur Gewohnheit wird, tritt der gefürchtete JoJo-Effekt mit einer deutlichen Gewichtszunahme ein.
  • Vergessen Sie Light-Produkte jeder Art und Gattung. Die in Light-Getränken enthaltenen Süßstoffe erzeugen nach wissenschaftlichen Untersuchungen einen Heißhunger auf Lebensmittel.
  • Unsere Seele ist an Rituale gewöhnt. Sind Sie beispielsweise an das Kartoffel-Chips naschen zum Fernsehen gewöhnt, dann ersetzen Sie die Chips wie oben beschrieben durch Mandelblättchen aus dem Backzubehör oder ähnliches - ohne Zucker und Fettzusatz. Sie haben an diesen Mandelblättchen ordentlich zu kauen, es schmeckt und Sie werden schon von kleinen Mengen satt.
  • Der Appetit verringert sich mit zunehmenden Gewichtsverlust - in Folge verkleinert sich das Magenvolumen.
  • Sie hungern nicht während der ganzen Zeit des Abnehmens. Der periodisch eintretende Gewichtsverlust kündigt sich jedoch stets mit untypischen Heißhungergefühlen an. Dies ist der Beginn eines mehrtägigen Gewichtverlustes. Denn der Heißhunger signalisiert dem Bewusstsein eine Nahrungsanforderung des Körpers. Kommen Sie dieser ungewöhnlich starken Anforderung nicht durch erhöhte Nahrungsaufnahme nach, verlieren Sie an diesen Tagen kontinuierlich Körpergewicht. In diesen Phasen bedient sich Ihr Körper an Ihren eigenen Reserven - Sie nehmen ab. Ernähren Sie sich also kontinuierlich normal weiter und ignorieren Sie den periodisch für einige Tage auftretenden Hunger. Nehmen Sie absolut nichts zusätzlich zur Ihrer umgestellten, jetzt üblichen Nahrungsmenge auf. Mit folgender Ausnahme: Sehr hilfreich sind in dieser Zeit Bananen und geschälte Karotten, welche sehr sättigen, gesund sind und vor allem den Abnehmprozess nicht stören. Futtern Sie hiervon bei Heißhunger soviel Sie wollen Sie nehmen trotzdem ab. Dominieren Sie also mit Ihrem Geist Ihren Körper - und nicht umgekehrt.
  • Bei Zuckersucht wie der Cola™-, Süßgetränk- oder Schokoladensucht hilft nur der totale Entzug über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen, bis Ihr Körper das Anforderungssignal für die zuckerhaltigen Lebensmittel nicht mehr sendet. Gleichen Sie den Zuckerentzug auf gesunde Weise aus, indem Sie morgens ein oder mehrere Honigbrote essen. Der im Honig befindliche Naturzucker ist deutlich harmloser als der raffinierte Zucker und beruhigt Ihre Nerven ebenso in der Übergangszeit des Entzuges. Gönnen Sie Ihrem Körper die zwei Wochen Zeit zur Umstellung. Denn in einem Liter Cola™ sind etwa 70 Zuckerwürfel (Saccharosegehalt 15%) enthalten - von der Gewöhnung an diesen Stoff muss sich der Körper erst einmal lösen. Coca Cola™ beispielsweise schmeckt übrigens nicht so süß, wie man es bei der enthaltenen Zuckermenge annehmen sollte, weil die zugesetzte Phosphorsäure den extrem süßen Geschmack überdeckt.

Und nun wünsche ich Ihnen genug Ehrgeiz, den Sie brauchen, Ihren Körper in zwei bis drei Wochen an eine veränderte Ernährung zu gewöhnen. Ihr Bewusstsein wird für die Akzeptanz der Veränderungen jedoch einige Monate brauchen. Viel Erfolg!



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