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Auch stellen die Aussagen zu Rechtslagen keine Rechtsberatung dar,
sondern spiegeln nur eine persönliche Meinung des Verfassers wieder, welche falsch sein kann.
Worum geht es? Nicht nur die Essensmenge führt zur Gewichtszunahme, sondern die Art
der dem Körper zugeführten Nährstoffe. Essen und trinken
Sie mengenmäßig wie bisher.
1.0 Warum schreibe ich über ein Abnehmen ohne Diäten?
Seit meinem achtzehnten Lebensjahr nahm ich kontinuierlich zu. Jahr für Jahr zeigte
die Waage mehr Gewicht an, bis ich in dreißig Jahren von ursprünglich 77 auf 117 Kilogramm gekommen
bin. Dabei habe ich weder große Mengen in mich hineingestopft, noch war ich ständig
am Essen. Es lag rückblickend betrachtet einfach daran, dass ich meinem Körper die
falschen Nährstoffe zuführte. Heute esse und nasche ich unverändert viel - doch
bei 25 Kilogramm weniger Gewicht und veränderten Essgewohnheiten. Kurz gesagt: Selbst
nur eine Dose Coca Cola® in zwei Tagen sind für Ihr Bemühen, das derzeitige Gewicht
zu halten, tödlich. Ebenso Kartoffel-Chips, Fast-Food-Burger und Co. Wollen Sie abnehmen, ohne zu hungern?
Dann folgen Sie mir auf meinem Weg. Ich sage Ihnen, welche Lebensmittel Sie besser
weglassen und wodurch Sie diese ersetzen können.
2.0 Das Wichtigste: Keine gezuckerten Getränke und Speisen aufnehmen
2.1 Wo ist Zucker drin und was bewirkt er?
Sie nehmen riesige Mengen Zucker über Limonaden, Cola, Joghurts, Tomaten-Ketchup,
Fleischsalate und Salat-Dressings auf. Die Lebensmittel-Industrie versteckt Zucker in Fruchtzucker wie
Fructose - und erfindet hier und da beschönigende Bezeichnungen, um vom Zuckerinhalt
in der Zutatenliste abzulenken. Achten Sie darauf bei Ihren Einkauf und lassen
Sie Ketchup und Co weg. Gar nicht erst kaufen, schon gar nicht essen und nicht dick
werden - das ist ihr Motto.
Ich habe erfahren, dass allein schon der jahrzehntelange Konsum von Coca Cola™
dick macht - bei ansonsten mäßiger und gesunder Ernährung.
Bei dem Verzehr von nur zwei fett- und zuckerarmen Mahlzeiten
pro Tag nimmt demnach der Körper pro Jahr etwa 1 Kilogramm Gewicht zu, wenn er
täglich nur eine Dose Cola™ (0,33 Liter) verarbeiten muss. Das erscheint zunächst als geringe
Menge, doch enthält jede Dose bis zu dreißig Zuckerwürfel. so wird man nach einer
jahrzehntelangen Süßgetränk-Mästung übergewichtig. Nach dem
Absetzen reduzierte sich mein Körpergewicht binnen zwölf Wochen um jeweils ein Kilogramm
in der Woche über - ohne sonstige Änderungen
in der Ernährung. Ich frühstücke nach wie vor reichlich. Und esse
gerne zwei Riegel Schokolade täglich. Und nahm dennoch nur durch das Weglassen der
Cola um zwölf Kilogramm.
Das nur durch Weglassen des Süßgetränks reduzierte Gewicht blieb übrigens bei konstanter Ernährung
und Bewegungsmenge über Jahre stabil. Dann habe ich die tagtäglich
zu Fuß zurückgelegte Strecke von durchschnittlich vier Kilometern -
mit einem Schrittzähler gemessen - verdoppelt. Nur durch gemütliches Gehen, ohne joggen und
laufen. Durch etwa vier Kilometer Gehen täglich reduzierte sich
mein Gewicht um weitere 13 Kilogramm in 24 Wochen.
Vielleicht haben Sie schon gemerkt, dass neben der körperlichen Gewöhnung an Süßes
parallel eine mentale Abhängigkeit des Bewusstseins entsteht. Die körperliche
Sucht nach Zucker mag schon in zwei bis drei Wochen überstanden sein - bei totalem,
harten Zuckerentzug. Die seelische Abhängigkeit an gesüßte Speisen hingegen bleibt
noch viele Monate bis zu zwei Jahre bestehen. Denn oft benutzen wir gesüßte Lebensmittel,
um uns für irgendwas zu belohnen oder zu entschädigen. Wir gönnen unserer Seele
eine Tafel Schokolade oder einen Whiskey Cola™. So verlangt Ihr Bewusstsein
selbst dann noch gelegentlich nach dem anerkannten Schadstoff Zucker, wenn Ihr
Körper schon länger nicht mehr Abhängig ist. Ein radikaler Schnitt
ist besser - kaufen Sie einfach nichts Süßes mehr ein. es hilft, direkt nach dem
Essen einkaufen zu gehen - keinesfalls jedoch mit leerem Magen.
Ersetzt werden zuckerhaltige Speisen durch zucker- und fettfreie Nahrungsmittel
wie beispielsweise Brot, Bananen, Obst, Gemüse, Kartoffeln, Kohlsorten etc..
Diese sättigen sehr und geben dem Körper ausreichend Kohlehydrate und natürlichen
Fruchtzucker, so dass jeder Hunger gestillt wird. Essen Sie hiervon soviel Sie
möchten. Wenn sie Zucker und fett dabei konsequent weglassen, können Sie gar nicht soviel
essen, dass sie zunehmen. Folglich haben Sie auch keinen Hunger - sonst der größte
Hinderungsgrund zum Abnehmen.
Zuckerhaltige Getränke ersetzen: Leitungswasser hat in unserem Lande eine durchweg hohe Qualität - manchmal
hat es nach unabhängigen Tests gar eine höhere als Mineralwasser. Es schmeckt ab
dem Härtegrad 2 - wenn es also nicht zu weich ist - sehr gut. Es kann nahezu
alle gesüßten Getränke sehr gut ersetzen. Und wenn Sie sich nicht daran gewöhnen
wollen, kaufen Sie Selterwasser. Einen gern mit Cola getrunkenen Whisky
trinken Sie pur - oder steigen auf den Long Drink Wein um. Gesüßte Joghurts bleiben
im Regal - dafür gewöhnen Sie sich an ungesüßte. Doch, auch die schmecken nach einer
Eingewöhnungszeit. Nach ein paar Wochen werden sie das süße Zeug gar nicht mehr
wollen. Den Ketchup werden Sie leicht stehenlassen können, wenn Ihnen bewusst ist,
dass diese Soße Sie mehr zunehmen lässt als alle Grundnahrungsmittel auf Ihrem
Teller zusammen.
Das neue Einkaufsverhalten ist die Basis für Ihre Gewichtsreduzierung - was
nicht da ist, wird auch nicht gegessen. Erst wenn Sie keinerlei gesüßte
oder zuckerhaltige Getränke mehr zu sich nehmen, baut Ihr Körper die
Fettpolster ab. Also: Cola™-Produkte ebenso wie alle Limonaden führen zu einer
zwar langsamen, aber kontinuierlichen Gewichtszunahme. Ein paar kleine gesüßte Joghurts pro
Tag verhindern, dass sich Körper und Geist umstellen.
Vorsicht - Falle Zuckerersatzstoffe: Glauben Sie jedoch nicht,
dass ein Wechsel auf Diät-Cola™ und Diät-Süßgetränke
zur Gewichtsreduktion führt. Diese sind je nach verwendeten Zucker-Ersatzstoff
mehr oder weniger appetitanregend, so dass Sie hiernach von Ihrem Körper
mit Hungersignalen gequält werden. Das ist kontraproduktiv - lassen Sie
auch diese ersatzlos weg.
3.0 Das Zweitwichtigste: Sowenig Fette in Getränken und Speisen wie möglich aufnehmen
Ein gutes Beispiel für ein fetthaltiges Getränk ist Milch. Gleich ob Voll- oder H-Milch:
Milch enthält sehr viel Fett, welches nicht nur das Gewicht erhöht. Es verfettet zudem
in größeren Mengen das Blut, so dass sich das Risiko eines Verschlusses
einer Blutbahn deutlich erhöht.
Beim Braten und Kochen verwenden Sie eine beschichtete Pfanne und geben nur gerade
soviel Speiseoel hinein, dass diese nach dem Auswischen mit Küchenpapier benetzt ist.
Wenn später etwas anbackt, kann noch eine geringe Menge Oel hinzugegeben werden.
Tierisches Fett wie Butterschmalz, Butter oder Margarine schmeckt zwar zerlassen
sehr gut, ist aber per se ungesund. Also am besten auch gleich durch Pflanzenoel
ersetzen. Kartoffelchips und sonstiges fett- oder zuckerhaltiges Naschzeug lässt sich
ersetzen durch: Obst jeder Art, geschälte Karotten, Tomaten, Sonnenblumenkerne,
Mandelblättchen (sehr sättigend).
So müssen Sie fetthaltige Speisen ebenso wie zuckerhaltige durch fett- und zuckerfreie
Lebensmittel ersetzen, wenn Ihr Körpergewicht wie von selbst ohne zu hungern verschwinden soll.
Merke: Nicht die bisher aufgenommene Nahrungsmenge verursachte Ihr Gewichtsproblem,
sondern allein deren Anteil an Fett und Zucker.
4.0 Aber was ist das eigentlich - Hunger?
Es ist der Hunger, welcher das Abnehmen so sehr erschwert. Er wirkt auf den Geist
ähnlich Aufmerksamkeit fordernd wie eine körperliche Verletzung oder die sexuelle
Gier. Bei allen diesen Phänomenen ist es nahezu unmöglich, nicht an jedem Moment
des Tages an sie zu denken.
Der Hunger ist jedoch schwerer zu kontrollieren als der Sexualtrieb. Von Letzterem
kann der Körper durch Enthaltsamkeit entwöhnt werden - er kann hierdurch nahezu einschlafen. Denn
der physische Körper folgt dem Geist. Auch schmerzende Verletzungen können in der
Gewöhnung ignoriert werden, wenn unsere Aufmerksamkeit etwas anderes fokussiert. Dieses
alles funktioniert jedoch nicht mehr beim Hunger. Er ist der Schlüssel
zum Erhalt einer Gattung. Die Natur nutzt ihn, um den Erhalt einer Gattung zu sichern.
Wenn Sie Ihr Körpergewicht reduzieren, haben Sie es also mit dem mächtigsten Gegner
zu tun, den es in unserem physischen Lebenssystem gibt - nämlich der Natur. Somit ist es kein Kampf
gegen sich selbst, wie es oft fälschlich angenommen wird. Folglich können Sie diesen
ungleichen Kampf nur dann gewinnen, wenn Sie die Bedürfnisse Ihres
Körpers respektieren. Zudem soll er Ihnen auch in Zukunft noch
störungsfrei dienen können, von Nutzen sein. Daher verbieten sich extreme
Diäten schon aus diesem Blickwinkel heraus.
Magersüchtige folgen aufgrund einer dysfunktionalen Psyche einer Selbstkasteiung,
welche den physischen Körper schädigen oder gar auslöschen kann. Deren Vorstellungen
stimmen weder mit den genannten Zielen der Natur überein, noch entspricht deren Streben
demjenigen einer höheren Geisteshaltung. Magersucht zerstört in dem obsessiven Wunsch,
den Körper zu formen, das Vehikel des Geistes, so dass der Körper des Magersüchtigen
seinem Geist nicht mehr oder nur eingeschränkt von Nutzen sein kann.
Jeder trägt die Verantwortung für seinen für die Lebenszeit geliehenen Körper.
Doch gegen unser Vorhaben, sich mit der Natur anzulegen, um den Körper gesund und funktionsfähig
zu halten, ist absolut nichts einzuwenden.
5.0 Wie ist der biologische Vorgang beim Abnehmen von Körpergewicht?
Vorweg ein Zitat vom Direktor des
Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in
Potsdamm, Hans-Georg Joost:
Der Körper holt sich die Mengen an Fett, Proteinen und Kohlehydraten, die er braucht.
Unbewusste Mechanismen sorgen in erster Linie für eine ausreichende Versorgung mit
Energie und Proteinen. Der Organismus registriert, was er bekommt , und wenn ihm
etwas fehlt, fordert er es normalerweise an. Hierdurch wird vor allem ein bestimmter
Füllungsstand der Fettspeicher verteidigt, was aber bei einer Abweichung des Systems
nach oben ungesund werden kann ... Wenn Sie hungern, reagiert der Körper massiv dagegen
- mit Absenkung der Temperatur, mit Energieeinsparung. Das System ist sehr gut
nach unten abgesichert, nach oben weniger.
Aber wie kann man dann überhaupt noch das Gewicht reduzieren?
- Der Gewichtsverlust verläuft stets in Stufen: Über mehrere Tage verändert
sich das Gewicht gar nicht, um sich dann für einige Tage - ohne Änderung
in Ernährung und Bewegungsmenge - schnell um einige Pfund zu reduzieren.
- Wählen Sie einen Ernährungsstil, der Ihnen zusagt. Denn wenn dieser nicht
zur Gewohnheit wird, tritt der gefürchtete JoJo-Effekt mit einer deutlichen Gewichtszunahme ein.
- Vergessen Sie Light-Produkte jeder Art und Gattung. Die in Light-Getränken enthaltenen Süßstoffe
erzeugen nach wissenschaftlichen Untersuchungen einen Heißhunger auf Lebensmittel.
- Unsere Seele ist an Rituale gewöhnt. Sind Sie
beispielsweise an das Kartoffel-Chips
naschen zum Fernsehen gewöhnt, dann ersetzen Sie die Chips wie oben beschrieben
durch Mandelblättchen aus dem Backzubehör oder ähnliches - ohne
Zucker und Fettzusatz. Sie haben an diesen
Mandelblättchen ordentlich zu kauen, es schmeckt und Sie werden schon von kleinen Mengen satt.
- Der Appetit verringert sich mit zunehmenden Gewichtsverlust - in Folge
verkleinert sich das Magenvolumen.
- Sie hungern nicht während der ganzen Zeit des Abnehmens. Der periodisch
eintretende Gewichtsverlust kündigt sich jedoch stets mit untypischen
Heißhungergefühlen an. Dies ist der Beginn eines mehrtägigen Gewichtverlustes.
Denn der Heißhunger signalisiert dem Bewusstsein eine Nahrungsanforderung
des Körpers. Kommen Sie dieser ungewöhnlich starken Anforderung nicht
durch erhöhte Nahrungsaufnahme nach, verlieren Sie an diesen Tagen
kontinuierlich Körpergewicht. In diesen Phasen bedient sich Ihr Körper
an Ihren eigenen Reserven - Sie nehmen ab. Ernähren Sie sich also kontinuierlich
normal weiter und ignorieren Sie den periodisch für einige Tage auftretenden Hunger.
Nehmen Sie absolut nichts zusätzlich zur Ihrer umgestellten, jetzt üblichen
Nahrungsmenge auf. Mit folgender Ausnahme: Sehr
hilfreich sind in dieser Zeit Bananen und geschälte Karotten, welche sehr
sättigen, gesund sind und vor allem den Abnehmprozess nicht stören. Futtern
Sie hiervon bei Heißhunger soviel Sie wollen Sie nehmen trotzdem ab. Dominieren
Sie also mit Ihrem Geist Ihren Körper - und nicht umgekehrt.
- Bei Zuckersucht wie der Cola™-, Süßgetränk- oder
Schokoladensucht hilft nur der totale Entzug über einen
Zeitraum von zwei bis drei Wochen, bis Ihr Körper das Anforderungssignal für die
zuckerhaltigen Lebensmittel nicht mehr sendet. Gleichen Sie den Zuckerentzug auf gesunde
Weise aus, indem Sie morgens ein oder mehrere Honigbrote essen. Der im Honig befindliche
Naturzucker ist deutlich harmloser als der raffinierte Zucker und beruhigt Ihre Nerven
ebenso in der Übergangszeit des Entzuges. Gönnen Sie Ihrem Körper die zwei Wochen
Zeit zur Umstellung. Denn in einem Liter Cola™ sind etwa 70 Zuckerwürfel (Saccharosegehalt 15%)
enthalten - von der Gewöhnung an diesen Stoff muss sich der Körper erst einmal lösen.
Coca Cola™ beispielsweise schmeckt übrigens nicht so süß,
wie man es bei der enthaltenen Zuckermenge annehmen sollte, weil die zugesetzte
Phosphorsäure den extrem süßen Geschmack überdeckt.
Und nun wünsche ich Ihnen genug Ehrgeiz, den Sie brauchen, Ihren Körper in
zwei bis drei Wochen an eine veränderte Ernährung zu gewöhnen. Ihr Bewusstsein wird
für die Akzeptanz der Veränderungen jedoch einige Monate brauchen. Viel Erfolg!