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Kirche und Tradition

Kirchliche Feiertage, Gottesdienste und Glockengeläut

Erläuterungen kirchlicher Feiertage, Gebräuche und Gottesdienste der evangelischen Kirche

Kennen Sie den Geburtstag der Kirche? Oder die Bedeutung des je nach Anlass verschiedenartigen Glockengeläuts? Wenn nicht, lesen Sie weiter. Und erfahren Sie zudem etwas über die erste Pastorenfrau. Und das wichtigste Fest der Kirche. Viel Spaß.

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1. Gottesdienst mit Kinderkirche

Ablaufbeispiel: Gottesdienste mit Kinderkirche feiern viele Gemeinden immer am ersten Sonntag eines Monats. Den Gottesdienst leitet der Pastor oder die Pastorin, die Kinderkriche dagegen oft ehrenamtliche Mitarbeiter. Zu Beginn und am Ende des Gottesdienstes sind die Kinder in der Kirche. Im mittleren Teil des Gottesdienstes gehen die Kinder in die Kinderkirche zum Spielen, Basteln, Singen und Zuhören.

Vor dem Abendmahl kehren sie wieder in die Kirche zurück und erzählen von ihren Eindrücken. Zum Abschluß des Gottesdienstes begehen alle zusammen das Abendmahl.


2. Predigtgottesdienst

Gottesdienste haben stets eine vorgegebene Form. Der Predigtgottesdienst erleichtert die Andacht und die Besinnung. In den verschiedenen Gottesdienstarten stehen jeweils verschiedene Elemente im Mittelpunkt. So sind es beim Predigtgottesdienst die Predigt und Lesungen.

Ablaufbeispiel:

Eröffnung des Gottesdienstes
Musik
Lied zum Eingang
Psalmlesung im Wechsel
Gloria patri

Anrufung Gottes
Kyrie
Gloria
Salutatio
Kollektengebet

Stille/Musik

Verkündigung
Lesung der Epistel
Halleluja
Graduallied
Ankündigung des Evangeliums (Die Gemeinde steht)
Rahmung
Lesung des Evangeliums
Rahmung
Das Apostolische Glaubensbekenntnis (Die Gemeinde steht)

Lied

Predigt
Liedstrophe
Abkündigung

Lied

Sammlung und Segen
Fürbittengebet
Vaterunser (Die Gemeinde steht)
Sendung (Die Gemeinde steht)
Segen (Die Gemeinde steht)

Musik

Ende der Ablaufsbeschreibung


3. Missions-Gottesdienst

Ablaufbeispiel: Der Missions-Gottesdienst wird traditionell von fünf evangelischen Gemeinden Hamburgs zusammen gefeiert. Es folgt beispielhaft eine Beschreibung eines Missions-Gottesdienstes:

Früher Beginn des Gottesdienstes als sonst üblich am Sonntag um 10:30 Uhr. Das Evangelium wird in drei Sprachen verkündet: Englisch, Deutsch und - dieses Mal - Kwi, einer Sprache Ghanas. Denn als Gäste waren eine Afrikanische Gemeinde mit ihrem Pastor Afram geladen. In dessen Predigt betonte Pastor Afram, daß das Evangelium allen Menschen gilt.

4. Glockenläuten

Über die Art des sogenannten liturgischen Geläuts gibt es genaue Regeln. Jedoch ist das katholische Geläut etwas anders als das hier beschriebene evangelische.

Beispiele: Wenn Sonntags zum Vaterunser siebenmal die einzelne Glocke läutet, dann erklingt die mittlere Glocke in der tiefsten Tonhöhe 'fis'.

Läutet man Sonntags und an Festtagen zum Hauptgottesdienst, erklingen alle vier Glocken zeitgleich. Aber auch Werktags erinnert die Kirche an das Evangelium und die Allgegenwart Gottes. Einmal (oder viermal) je Stunde erinnert die Glocke daran, daß es neben den Alltäglichkeiten ein metaphysisches Element im Leben gibt.

Die Uhrzeit wird dabei zur vollen Stunde geläutet. Dann um ein Viertel nach der vollen Stunde einmal, um halb zweimal, um Viertel vor dreimal und zur vollen Stunde schließlich viermal mit der hohen Glocke. Darauf wird die Anahl der vollendeten Stunden mit der tiefen Glocke geläutet.

Bei einer Trauung erklingt die tiefe Glocke zusammen mit den beiden hohen Glocken und den mittleren. Einige Läutgewohnheiten sind im Laufe des zweiten Weltkrieges in Vergessenheit geraten. Auch wird ihr Sinn heute oft nicht mehr verstanden wie beispielsweise bei der Abendmahlsglocke, der Segensglocke sowie der Wetter- und der Feuerglocke.

Das Ein- und Ausschalten der einzelnen Glocken erfolgt nach der Läuteordnung. Dabei ist im Einläuten vor dem Gottesdienst ab vier vorhandenen Glocken die Kirchenjahreszeit hörbar. Zudem erklingen die Glocken in der Advents- und Passionszeit hörbar ernster als in der übrigen Jahreszeit.

Beim Ausschalten müssen die Glocken vom höchsten Ton langsam bis zum tiefsten Ton hin verstummen, nicht gleichzeitig oder sogar nach oben hin. Als letztes wird also die tiefste Glocke noch mit einem einzelnen Schlag zu hören sein.

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5. Der Geburtstag der Kirche: Pfingsten

Der Geburtstag der Kirche wird in den Gottesdiensten gefeiert. Die biblische Grundlage hierzu ist im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte nachzulesen.

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6. Ostern

Ostern ist nicht nur das wichtigste Fest der Christen, es ist zudem das Fest heidnischer Bräuche und älter als das Christentum.

Der Name Ostern entstammt einer altdeutschen Gottheit - der Frühlingsgöttin Ostera. Ihr zu Ehren wurde schon in vorchristlichen Zeiten im Frühling ein Freudenfest gefeiert.

Der genaue Tag, auf den der Ostersonntag fällt, hängt vom Frühlingsanfang und dem Mondlauf ab. Darum wird der Tag des Osterfestes jedes Jahr neu errechnet. Kurz gesagt ist es der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang.

Viele überlieferte Osterbräuche sind noch heute lebendig. Ein bekanntes Symbol für Ostern sind Ostereier. Nach einem altem Volksbrauch ist das Ei das Symbol für Fruchtbarkeit, Frühling und Neubeginn des Lebens.

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Katharina Luther - eine Pastorenfrau

Am 29. Januar 1999 jährte sich zum fünfhundertsten Mal der Geburtstag der Ehefrau des Reformators Martin Luthers. Sie stammte aus einem alten verarmten Adelsgeschlecht aus Lippendorf in Sachsen. Mit 5 Jahren wurde sie in die Klosterschule der Benediktinerinnen in Brehna gegeben. Im Alter von 10 Jahren wechselte sie in das Ziesterzienser Kloster 'St. Marienthron zu Nimbschen', um Nonne zu werden und dadurch versorgt zu sein. Hier verbrachte sie 14 Jahre als Ordensfrau.

Nach der Lektüre von Martin Luthers Schrift 'Von der Freiheit eines Christenmenschen' (1520), in der er die Grundlagen der Reformation darlegte, schrieb sie gemeinsam mit anderen Nonnen an Luther mit der Bitte um Beistand. Sie suchten nach einem Leben außerhalb des Klosters im Sinne seiner reformatorischen Gedanken. Ohne einen päpstlichen Dispens jedoch konnte, wer das Gelübde abgelegt hatte, ein Kloster nicht verlassen. Da die Angehörigen der Nonnen Luthers Rat der Unterstützung nicht annahmen, blieb den Nonnen nur der Weg der Flucht. Zu dieser verhalf ein Freund Luthers in der Osternacht des Jahres 1523 neun der Nonnen. Zu der Zeit existierte in in Torgau die Familie Köppe - eine reiche Kaufmannsfamilie, deren Planwagen weit über Land fuhren und Waren verteilten. Das Kloster Nimbtschen wurde daher auch mit torgisch Bier, das übrigens auch Luther gern trank, und mit Lebensmitteln beliefert. Bei einer solchen Fahrt kamen die befreundeten Burschen Leonhard Köppe und Hans von Dommitzsch mit, um - wie verabredet - neun Nonnen aus dem Kloster nach Torgau mitzunehmen. Damals stand darauf die Todesstrafe. In Torgau angekommen wurden die neun adligen Damen als 'au pair-Mädchen' auf neun Bürgerhäuser verteilt, in denen sie mit den Aufgaben einer Hausfrau vertraut gemacht wurden. Denn im Kloster hatten sie nur beten, singen und sticken gelernt. Binnen eines Jahres waren acht der Nonnen verheiratet, nur Katharina von Bora war noch frei. Damals kam Torgau zu dem Beinamen: 'Amme der Reformation', da hier alle Gespräche über die Statuten der Kirche stattfanden und Luther daher oft hier arbeitete und wohnte.

Zwei Jahre später heirastete Martin Luther am 13. Juni 1525 Katharina von Bora. Sie wurden in der Schloßkirche zu Wittenberg getraut. Katharina wurde damit eine der ersten Pastorenfrauen. Sie stand einem großen Haushalt mit sechs eigenen und fünf Pflegekindern vor. Sie setzte ihre Fähigkeiten in der Haus- und Landwirtschaft ein und sorgte dafür, daß sich Luther ganz seinem Werk widmen konnte Dann brach die Pest aus, die Universität floh nach Torgau und auch Luthers Witwe. Kurz vor dem Ziel brach die Achse des Wagens der Witwe, das Gefährt kippte um und Katharina brach sich bei dem Sturz Oberschenkel oder Hüfte. Die mitfahrende Tochter Margarete schaffte sie in das noch heute stehende Sterbehaus, in dem sie die Mutter etliche Monate pflegte. Kein Mensch kümmerte sich um die beiden Frauen. Ihr Dasein verlief höchst ärmlich.Mit 53 Jahren ist diese so tatkräftige Frau sechs Jahre nach Luthers Tod am 20. Dezember 1552 gestorben. Erst nach ihrem Tode stifteten reiche Bürger eine pompöse Grabplatte, die noch heute in der Marienkirche hängt. Und vor wenigen Jahren kaufte ein Spender aus Bayern das Sterbehaus, um daraus ein Museum für Katharina von Bora zu machen. Doch es gibt kein persönliches Andenken mehr an diese Zeit, und die leeren Räume machen einen traurigen Eindruck.

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7. Die Bibel

Das Wort Bibel stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet Bücher (biblia). Denn die Bibel ist ursprünglich eine Sammlung einzelner Schriften gewesen. Die evangelische Ausgabe besteht aus 39 Schriften des Alten Testamentes, 27 des neuen Testamentes und weiteren 11 Spätschriften des Alten Testamentes.

Die Bibel ist heute das meist übersetzte und am weitesten verbreitete Buch. Sie

  • berichtet von der Entstehung der Welt und ihre Geschichte,
  • schildert das Schicksal des Volkes Israel,
  • erzählt aus ihrem Leben und von deren Ordnung und Gesetzen,
  • und berichtet von inneren und äußeren Auseinandersetzungen dieses Volkes.

Die Unterscheidung der Bibel zu einem Geschichtsbuch liegt in der Darstellung der Ereignisse in einer Relation zu Gott. Für die Verfasser der Bibel steht hinter allen vordergründig irdischen Ereignissen und Geschehnissen Gottes Wille.

Die neutestamentlichen Schriften dokumentieren, wie die Liebe Gottes in Jesus Christus für alle Menschen sichtbar geworden sei. Mit seinem Sterben nähme er die Schuld der Menschen stellvertretend auf sich. Und seine Auferstehung zeige, daß Gott eine neue Hoffnung für die Menschen bereithalte, welche dem Leben einen neuen tieferen Sinn geben könne.

Im Jahre 1452 hatte Johannes Guttenberg in Mainz als erstes gebundenes Werk die Bibel in einer Auflage von 200 Exemplaren gedruckt. Heute ist sie in 2200 Sprachen erhältlich. Alleine der Weltbund der Bibelgesellschaften verbreitet Jahr für Jahr etwa 20 Millionen Exemplare dieses Bestsellers.

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