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Computing-Themen

Computing-Info: Probleme und Lösungen beim Mainboardtausch

Ein Blog rund ums Computing - irgendwas geht immer nicht: die Hard- oder Software, im Internet oder im Webspace...

Wie schon in früheren Posts vermeldet, neigt unser "Medienrechner" mit den inzwischen 5 Festplatten (120+120+300+300+300GB) zu Startschwierigkeiten. Ich habe mich längst daran gewöhnt, doch diesesmal will er gar nicht mehr anspringen - nachdem ich ihn zuletzt mit dem Abschalten des Netzteils "heruntergefahren" habe.

Also muss ein anderes Mainboard her. Und weil unserem dritter Rechner mit einer AMD 1600+ CPU bei dem häufigen Scannen via USB stets die Puste ausgeht, kriegt der eine Intel Celeron D 2800 Mhz-CPU mit einem ASUS-Mainboard P5P800 und noch etwas von dem guten alten DDR1-Hauptspeicher. Warum nichts neueres mit DDR2-RAM usw.? Weil ich dann auch noch eine neue PCIE-Grafikkarte (PCI-Express) bräuchte - so kann ich die alte AGP-8x und den alten Speicherbaustein weiterverwenden. Ein Beitrag zur Kostendämpfung. Doch EUR 220,- kostet es auch bei meinen Händler noch.

Das hier ausrangierte Mainboard wandert in den Medienrechner. Ich werde hier über Nachträge berichten, ob alles klappte und warum nicht:

Tag 1 - Das Grauen nimmt seinen Lauf:

Die Teile waren schnell besorgt, doch schon beim Auspacken des Mainboards stellte sich heraus, dass es gebraucht war, schon einmal irgendwo eingebaut und zudem Teile fehlten. Also zurück zum Händler. Dort ein anstandsloser Umtausch und zurück nach Hause, einbauen. Doch - welch Überraschung -, der Mainboard-Stecker des Netzteiles ist zu klein. Also zurück zum Händler und einen Adapter gekauft. Kostete nur etwa fünf Euro, also nicht so schlimm. Zurück nach Hause. Alles eingebaut, wobei mir der fragile Federmechanismus der CPU-Befestigung zu schaffen machte: Rastet man eine Seite ein, springt die andere wieder heraus. Und das Mainboard wird dabei schön durchgewalkt. Doch das ist alles sicher Stand der Technik.

Nach dem Zusammenstöpseln aller Leitungen ein erstes Einschalten des Rechners - und kein Bild. Ich nehme eine andere AGP-Grafikkarte und immer noch kein Bild. In der Anleitung zum Mainboard steht, dass 3,3 Volt AGP-Karten nicht unterstützt werden. Ich las alles auf den beiden Karten - auch das Kleingedruckte -, doch nirgends steht etwas über deren Betriebsspannung. Zurück zum Händler. Der wirklich kompetente (nicht nur heute, schon seit Jahren) Mitarbeiter der Service-Abteilung brachte mir bei, dass bei neueren Mainboards die Grafikkarte eine eigene Stromversorgung vom Netzteil bekommt. Er steckte das Kabel ein und prüfte gleich noch meinen gesamten Einbau mit Probelauf. Die Federhalter der CPU waren nicht fest genug - auch der Profi brauchte einige Zeit, um alle vier Kunststoff-Füße fest einzurasten. Hier und da noch ein Tipp und wieder nach Hause.

Jetzt lief die Kiste, doch erschien beim Hochfahren von Windows ein blue screen: WindowsXP kam mit der neuen Hardware nicht klar, forderte nicht - wie Windows98 - einfach nur neue Treiber an, sondern verweigerte jeden Dienst. Ich versuchte es mit der Installations-CD und der Reparaturfunktion, doch die verlangte gnadenlos die Eingabe eines Administrator-Kennwortes, das es in dieser letzten Installation nicht gab. Ich habe für alle meine Rechner kein Administrator-Kennwort vergeben, weil sie so ohne dessen Abfrage hochfahren. Mache ich hier jedoch keine Eingabe und drücke 'RETURN', fliege ich aus dem Setup raus und lande auf einer längst verloren geglaubten DOS-Ebene.

Also musste ich XP neu installieren. Doch einfach drüber installieren - über die vorhandene XP-Installation unter Beibehaltung der Einstellungen - ist nicht. Denn die Festplatte hatte nur wenig freien Speicher und das XP-Setup will in jedem Fall Platz haben für eine vollständige neue Installation. Doch wie löscht man etwas auf der Festplatte, die nicht startet. Mit einer XP-Installations-CD, welche keine DOS-Ebene mehr anbietet? Antwort: Es geht nicht. Ich behalf mich mit der alten Windows98 Installations-CD. Dort wird beim Start die DOS-Ebene angeboten, und so kann man wenigstens manuell über den Befehl "DEL *.*" den Inhalt von Verzeichnissen löschen. Sofern die Festplatten mit FAT32 formatiert sind. Zwischen den Verzeichnissen bewegt man sich übrigens mit "CD VERZEICHNISNAME" und "CD..". Da ich keine meiner Daten löschen wollte, löschte ich auf diese umständliche Art die alten XP-Systemverzeichnisse. Und fing an, WindowsXP neu zu installieren. Das klappte, doch hinterher waren alle Outlook-Daten weg, Mails und die Kontoeinstellungen sowieso. Warum die Mails verschwunden sind, ist mir schleierhaft, denn deren Datendatei liegt eigentlich außerhalb des Systemverzeichnisses, unter 'Dokumente und Einstellungen'. Hat das XP-Setup diese freundlicherweise gelöscht?

Das war nur der erste Rechner, den es einzurichten galt, und wenn ich zu dem Zeitpunkt dachte, es könnte nicht schlimmer kommen, dann hatte ich mich geirrt. Das alte Mainboard des ersten Rechners wanderte nun in den defekten Medien-Rechner. Hier lagen auf 1,2 Terrabyte (ca. 1200 Gigabyte) Spielfilme, private Familienvideos, Reportagen und Musik ohne Ende. Der Umbau und natürlich auch hier notwendige Neuinstallation liefen problemlos - doch hätte ich auf die Frage des XP-Setups, ob denn die Festplatten von dem alten FAT32 auf das neuere NFTS-Dateisystem umgestellt werden sollen, besser 'nein' geantwortet. Mir war bekannt, dass diese Umwandlung auch jederzeit nachträglich ohne Datenverlust gemacht werden kann. Also warum nicht gleich, zumal ich unter FAT32 schon einige Probleme mit Datensalat auf diesem Rechner hatte.

Zur Auswahl standen die Optionen:

  • Alle Partitionen auf NFTS umstellen und formatieren,
  • oder nur auf NFTS umstellen.

Ich wählte letzteres.

Die Installation war bald darauf abgeschlossen. Es gab nur einen Schönheitsfehler: Nur das Hauptlaufwerk 'C' ist ohne jeden Datenverlust umgewandelt worden, die fünf anderen Festplatten dagegen waren nicht nur ohne Daten - bei jedem Zugriff kam der Hinweis, dass diese Laufwerke noch formatiert werden müssten. So waren alle Festplatteninhalte einschließlich deren Backups mit Ausnahme des Laufwerks 'C' in das Bill-Gates-Datennirvana entschwunden.

Tag 2 - Morgendämmerung:

Dies ist der Tag des Installierens, des CD-Jonglierens, des Wunderns und Rätselns. Ich habe stundenlang erst den 2800er ASUS-Rechner eingerichtet, wobei - wen verwunderts - sich die zickige alte DVB-T Karte unter dem neuem WindowsXP nicht installieren ließ (Siehe auch: 'DVB-T Karte und Bill treiben es bunt'). Dann kam der zu restaurierende Medien-Rechner dran. Viel war nicht mehr übrig. Anfangs wurden nach dem Booten sogar noch alle fünf Festplatten angezeigt, gegen Abend dann nur noch die drei formatierten, fertig eingerichteten. Warum? Ich weiß es nicht und werde wohl auch nicht mehr drauf kommen.

Outlook zum Leben zu erwecken ist interessant. Meine ganzen Mails, in diversen Outlookordnern fein säuberlich sortiert, wollen nicht ins neu installierte Outlook rein - weder über Importfunktionen, noch durch das Hineinkopieren in die entsprechenden Verzeichnisse. Lediglich das Adressbuch konnte ich noch übernehmen.

Noch übler war, dass die neuere DVB-T Fernsehkarte hier auch nicht erkannt wurde. Das heißt, erkannt wurde sie zunächst, doch die hierzu gehörige Software fand das Gerät nicht. Also habe ich - wie aus Win98 Zeiten wohlvertraut -, die Karte ausgebaut, 2x gebootet und dann wieder eingebaut. Danach war sie ist wieder da, doch ließen sich die Treiber auch jetzt nicht installieren; stets brach der Versuch mit einer Fehlermeldung ab.

Ich bin müde, geschafft, mag nicht mehr. Will nur noch Musik hören, rufe auf eben diesen Rechner eine Titelliste auf, um mich berieseln zu lassen. Doch so einfach geht das nicht. Die von WindowsXP mitgelieferte Version des Windows Mediaplayers kennt noch keine Titellisten. Also weiter im Text, noch schnell den Medaplayer 10 installiert. Jetzt spielt er die Liste zwar ab, aber ohne dass die Videos gezeigt werden. Denn: Ich habe die Codecs noch nicht installiert.

Tag 3 - Mittags heiter bis wolkig, stellenweise Regen:

Nachdem die beiden letzten Tage jeweils etwa dreizehn Stunden Arbeit verschlangen, ließ ich es heute ruhiger angehen. Ich konzentrierte mich auf das 'zum Laufen bringen' der DVB-T Karte, was misslang. Nach der Neuinstallation des Betriebssystems meldete WindowsXP die Karte als korrekt installiert - nur die zur Karte gehörige Anwendung fand dieselbe nicht. Also habe ich die Karte ausgebaut, 2x gebootet und wieder eingebaut. WindowsXP erkannte sie und wollte die Treiber-CD - doch fand darauf die Treiber nicht, selbst als ich den korrekten Pfad auf der CD vorgab. Ich habe nun eine Mail an den Hersteller-Support geschrieben. Mal schauen, wie lange ich auf eine Antwort warten darf und ob sie das Problem löst.

Eine andere Baustelle war heute das Zurückkopieren der noch übrig gebliebenen Daten. Kein Problem, sollte man meinen, wenn sich diese blöden Rechner im Netzwerk bloß auf Anhieb finden würden. Schalte ich einen ein, dauert es gut zehn Minuten, bis er andere findet oder selbst gefunden werden kann. Das ist schwach, nach 13 Jahren Windows-Entwicklungszeit. Wenn einer eingeschaltet wird, sollten sich die Dinger sofort 'sehen' können und aufeinander zugreifen, wenn dann die entsprechenden Freigaben erteilt sind.

Überhaupt das Hochfahren. Ich hatte schon vor 10 Jahren ein Acer-Notebook, das beim Ausschalten den Hauptspeicherinhalt auf die Festplatte ratterte und nach dem Einschalten denselben wieder einlas. Das dauerte bloß Sekunden und funktionierte. Warum können die ach so tollen heutigen Rechner das nicht in der Grundeinstellung? Weil wir dann mit den Kisten Spaß haben könnten?

Während des Kopierens fiel dann nur einmal die Bildschirmdarstellung des Medienrechners aus - aber das war es schon. Der Rechner schrieb trotzdem fleißig Daten auf seine riesigen leeren Festplatten, also war das auch egal.

Tag 4 - Es dauert wohl noch ein bisschen:

Ich habe von den noch übrig gebliebenen Daten rund zehn Stunden zurückgesichert. Doch nun stellte ich fest, dass alle vier mit NFTS neu formatierten Festplatten nur 127 GB Kapazität hatten - anstelle von 300 GB. Ursache war der veraltete separate PCI-Kontroller, an dem vier zusätzliche Festplatten an 2 Strängen angeschlossen waren.

WindowsXP kann nicht mehr Gigabyte partionieren, als das BIOS des Festplatten-Controllers erkennt, respektive verwalten kann. Also versuchte ich, ohne den PCI-Kontroller jede einzelne Festplatte - außer derjenigen mit dem Hauptlaufwerk 'C' - mit FDISK partionieren und danach zu formatieren. Klar, das DOS-Tool FDISK gibt's nicht unter WindowsXP, aber ich habe ja noch die Windows98-CD. Doch musste ich aufpassen, nicht die Festplatte mit dem intakten Hauptlaufwerk zu bearbeiten. Sonst wären noch mehr Daten weg. FDISK zeigte das Laufwerk 'C' als einziges Laufwerk mit einem Laufwerksbuchstaben und sinnigerweise als letzte Festplatte an. Ich ließ diese also aus und partionierte die anderen neu. Dazu löschte ich unter FDISK zunächst die Nicht-DOS-Partition einer Festplatte, legte dann eine primäre DOS-Partition an. Als ich damit fertig war, erkannte ich, dass der Laufwerkbuchstabe unter FDISK falsch angezeigt worden ist. Und auch 'C' war nun gelöscht, partioniert, platt gemacht.

Sollten Sie einmal in genau dieser Verlegenheit sein, vergessen Sie FDISK. Man kann höchstens mit dem Befehl "FDISK /mbr" das Partition-Table der Festplatte neu schreiben, um Viren oder spezielle Verwaltungssoftware der Festplatten dort herauszubekommen. Ansonsten kann dies WindowsXP über die Funktion 'Partionieren' (über rechte Maustaste in "START/ SYSTEMSTEUERUNG/ VERWALTUNG/ COMPUTERVERWALTUNG/ DATENSPEICHER/ DATENTRGERVERWALTUNG" erreichbar) ausnahmsweise besser.

Was ich an Daten schon rüberkopiert hatte, hatte ich jedoch vorher auf eine der zu kleinen Festplatten gepackt - und diese abgehängt. Ein paar Daten zum Vernichten sind also noch da...

Tag 5 - Der Tiefpunkt und die Wende:

Als erstes fuhr ich erneut zu meinem Händler, um einen Controller zu kaufen, der auch Festplatten mit mehr als 130 und 200 Gigabyte Kapazität verwalten konnte. Ich nahm eine Promise Fasttrak TX2000 Ultra ATA/133 RAID Card. Erst Zuhause erst bemerkte ich, dass auch dieses Bauteil nicht Originalverpackt war. Beim ersten Hochfahren hing sich das System auf. Das mag daran gelegen haben, dass die angeschlossenen Laufwerke zu dem Zeitpunkt nicht partioniert waren. Ich schloss dann versuchsweise das Hauptlaufwerk 'C' an; jetzt hing sich das System nicht mehr auf, jedoch wurde die Festplatte vom Controller beim Hochfahren noch immer nicht gelistet. Also zurück zum Händler. In deren Testrechner funktionierte die Karte. Der Service-Mitarbeiter bat mich, mit dem Rechner zu kommen.

Zuhause wieder eingebaut listete die Karte beim Hochfahren brav alle Laufwerke auf - nur erschienen diese noch nicht im Microsoft Internet-Explorer, weil der Treiber auf der mitgelieferten CD nicht gefunden und installiert werden konnte. Es lag zwar noch eine Diskette bei, doch keiner unserer Rechner verfügt noch über ein Diskettenlaufwerk. Also zurück zum Händler. Der Mitarbeiter fand den Treiber nach einigen Suchen nicht auf der CD, sondern auf der Diskette. Er installierte ihn netterweise auch gleich und - die Karte funktionierte.

Das war die Wende. Nun gab es nur noch die Baustelle DVB-T Karte.

Tag 6 - Selbst schuld:

Die Lösung des letzten Problems: Ich habe die ohnehin für mich nicht installierbare ältere DVB-T Karte nicht aus dem Mainboard herausgenommen, als ich es in den Medienrechner einbaute. So wähnte ich später - schon völlig verwirrt - die einzig bei mir funktionierende neue DVB-T Karte darin (siehe Blog-Eintrag: 'DVB-T Karte zum Zweiten') und versuchte, dessen Treiber mit der Älteren zu verbinden. Das konnte nicht gehen.

Kurzum, die neuere TV-Karte war - wie schon nach dem Kauf - schnell eingerichtet und arbeitet. Ich dagegen mache erstmal Urlaub.


(!! WEGEN ABMAHNUNGEN WERDEN HERSTELLER UND PROGRAMMBEZEICHNUNGEN NICHT MEHR NAMENTLICH GENANNT !!)






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