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Computing-Themen

Computing-Info: Haste mal 'nen Euro? TRIGAMI und BlogPay im Vergleich

Ein Blog rund ums Computing - irgendwas geht immer nicht: die Hard- oder Software, im Internet oder im Webspace...

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Hölle, von denen der Blogger keine Ahnung hat in seiner bezaubernden Unschuld. Aber irgendwann, früher oder später kommt es ihm doch zu Ohren, dass - ja wahrhaftig - dass er durch sein Bloggen Geld verdienen kann. So gibt es einige Vermittler im Internet, welche den Kontakt zwischen einen Auftraggeber und dem Blogger herstellen und die Auszahlung eines vereinbarten Betrages übernehmen. Und da das Internet ein Spiegel unserer Gesellschaft ist, gibt's dort weiße Schafe und weniger weiße. Zu den letzteren zähle ich BlogPay.de, ein Laden, der den Blogger in Wildwestmanier dem Markt aussetzt. Die Gebote für eine unkritische Rezension beginnen hier bereits bei einem Euro (3 von 25), in acht Angeboten wird gar kein Preis genannt, und weitere 13 bewegen sich zwischen zwei und fünf Euro. Nur ein einziges Angebot über exakt 10 Euro habe ich gefunden (Stand 28/06/07). Zudem wird von Seiten des Vermittlers(!) eine ausdrücklich wohlwollende "Beurteilung" angestrebt.

O-Text BlogPay.de:

"Es ist uns wichtig, dass Blogger nur über Produkte/Webseiten schreiben, die sie selbst gut finden ... Nur, wenn Ihnen ein Produkt oder eine Webseite gefällt, können Sie einen für Ihre Leser sinnvollen Beitrag verfassen. Auch der Werbetreibende wird dies zu schätzen wissen."

Ich meine, die haben irgendwas falsch verstanden - BlogPay.de und seine Auftraggeber sollten sich an per se unkritische Werbeagenturen und nicht an Blogger wenden, denn wer sonst als ein völlig unbedarfter Jugendlicher in Geldnöten käme auf die Idee, unter diesen Konditionen einen Post zu verfassen? Und an diese richtet sich offenbar auch das Angebot - jedenfalls wurde im Schriftwechsel mit BlogPay.de mein Hinweis zu einen nicht auffindbaren Link "Das können Sie besser machen" mit dem lapidaren Satz (ohne Anrede, Beendigungsfloskel und Unterschrift) beantwortet: "Sie können es auch lassen."

Man sollte auf solche Leute hören. Das (noch) eher weiße Schaf in dieser kleinen Runde ist dagegen TRIGAMI. Trigami.com gefällt mir vom Ansatz her sehr gut, weil dieser Vermittler die redaktionelle (Blogger-)Freiheit hochhält und jederzeit einen Notausstieg aus einem Kontrakt für den Blogger offen lässt. Unter diesen Voraussetzungen ist eine kritische Beurteilung möglich. Die Bezahlung ist dort von der Beurteilung abgekoppelt und der Blogger damit völlig unabhängig, wenn man von ein paar kurzen Bewerbungszeilen bei der Kontaktaufnahme absieht. Sie beträgt nach Raunereien in der Blogsphäre zwischen 70 und 140 Euro je Produktbeurteilung. Ich denke, das ist fair. Allerdings betrug der Gegenwert der ersten Angebote, die mir TRIGAMI übrigens in sehr schneller Folge machte, gerade einmal 10,50/ 11,20/ 14,00 Euro. Es ging hierbei um die Beurteilung von durchweg professionell gemachten, subjektiv hochwertigen Webseiten, deren Test und Beurteilung sicherlich das journalistische Herz höher schlagen lässt.

Leider werde ich diese Produkttests nicht vornehmen, weil die Auftraggeber für diese Beträge nicht erwarten können, dass ich mich wenigstens zwei Stunden mit deren Produkt beschäftige und dann noch einmal zwei Stunden den 'Schreibkram' inklusive Redigieren - der eigentlichen Arbeit beim Schreiben - übernehme. Hierin liegt auch eine Gefahr für das Geschäftsmodell von TRIGAMI & Co: sind die Entlohnungen unangemessen gering, werden gute Blogger mit guten Besucherzahlen (ich zähle mich tatsächlich nicht hierzu) diese Art Dienstleister ignorieren. Und damit einher ginge eine Verschlechterung der Qualität der Nachfrager, also der Auftraggeber, wie es bei BlogPay.de zu sein scheint: Dort tummeln sich auf der Auftraggeberseite vorwiegend unbekannte Kleinstgewerbetreibende und Privatleute - nur zwei mir bekannte Auftraggeber mit nach meinen Empfinden brauchbaren Auftritten konnte ich ausmachen. Deren Auftragsbeschreibungen jedoch bestehen aus ein paar extrem kurzen schlecht formulierten Anweisungen. Trigamis Auftragsseite dagegen ist zwar verhüllt - schlauerweise werden die Blogger nur über Emails direkt benachrichtigt, wenn ein passendes Angebot vorliegt. Somit wird sich deren tatsächliche Preisspanne und Anbieterqualität mir erst nach einiger Zeit offenbaren. Aber dafür bekommt man vom Auftraggeber vor der Annahme des Angebots ein ausführliches und qualitativ (Sprache, Inhalt, Aufbau) hochwertiges und somit professionelles Exposè, welches man sonst nur von großen Konzernen erwarten würde.

Doch schade - wegen der (momentan) auch bei TRIGAMI wenigstens teilweise nicht angemessenen Entlohnung werdet ihr diesen folgenden Link Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag. wohl noch eine Weile nicht bei mir zu sehen bekommen - denn Produkt, Unabhängigkeit und Preis müssen in harmonischer Eintracht stimmen. Denn ganz ehrlich: Für die "Bild"-Zeitung würde ja auch selbst dann nicht journalistisch tätig werden, wenn das Honorar in Ordnung wäre.

(Eingestellt Freitag, Juni 29, 2007)







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