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blog.Merkwürdigkeiten

Die Rubrik 'Zu guter Letzt: Ist es nicht merkwürdig' der Hauptseite von chinnow.net platzte aus allen Nähten. Hier geht's weiter. Warum ich poste? Meine Bloggerei ist wie Korbflechten im Irrenhaus: Der Patient fühlt sich dabei etwas besser (angelehnt an ein Woody Allen Zitat).

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Name: André
Standort: Hamburg, Germany

Mich interessiert das geschriebene Wort - gleich ob es gedruckt oder am Bildschirm angezeigt ist. Als Ausgleich zur Schreiberei bemühe ich mich, Handwerker in meinem Leben überflüssig zu machen.

Sonntag, Januar 27, 2008

Hunger

Er ist der Grund, warum Abnehmen so schwierig ist. Seine Intensität und Dominanz, in der er die ganze Aufmerksamkeit des Geistes verlangt, ist nur zu vergleichen mit derjenigen einer körperlichen Verletzung oder der sexuellen Gier. Ihnen allen ist gemein, dass in kaum einen Moment des Tages die geistige Aufmerksamkeit von diesen, dem physischen Körper geschuldeten Phänomenen abrücken kann.

Niemand ist dagegen gefeilt. Vom Sexualtrieb können wir uns durch Enthaltsamkeit entwöhnen, ihn nahezu einschlafen lassen. Der Körper folgt dem Geist. Selbst schmerzende physische Verletzungen können wir weitgehend ignorieren, wenn der Fokus unseres Interesses auf einen ihn fesselnden Gegenstand trifft. Nicht aber den Hunger. Von der per se negativen Natur dem Menschen eingepflanzt ist er der Schlüssel zum Erhalt einer Art - wenngleich das Individuum der Natur völlig gleichgültig ist. "Die Natur ist niemals grausam", sagt Ralph Waldo Emerson, der große amerikanische Philosoph des neunzehnten Jahrhunderts. Aber sie tut alles, um den Erhalt der Gattungen zu gewährleisten. Und damit sich selbst, ergänzt Schopenhauer.

Wenn wir also abnehmen wollen, haben wir es mit dem mächtigsten Gegner zu tun, den es im physischen Universum gibt. Es ist kein Kampf - wie oft angenommen - gegen sich selbst. Daher kann nur derjenige aus diesem Kampf als Gewinner hervorgehen, welcher in seinem geistigen Entwicklungsstand zum einen über der Natur steht, zum anderen seinen physischen Körper mit dessen Bedürfnissen respektiert. Denn ersteres versetzt uns in die Lage, den Zwängen dieses Lebenssystems zu entkommen, das Zweite lässt uns unser Vehikel dieses physischen Lebens sorgsam behandeln, auf dass es uns in diesem Leben optimal dienen, von Nutzen sein kann.

Magersüchtige haben dagegen anstelle der Nahrung 'keinerlei Weisheit mit Löffeln gefressen'. Sie sind verblendet von der Idee eines nach ihren verquerten Vorstellungen perfekten physischen Körpers. Diese Vorstellungen decken sich jedoch weder mit denen der zugegeben im Grundsatz negativen Natur, noch mit denjenigen einer höheren Geisteshaltung. Denn Magersucht ist durch den obsessiven Wunsch, den Körper zu formen, Ausdruck einer extremen Anhaftung an dieses Lebenssystem, zerstört jedoch zugleich dieses Vehikel des Geistes, so dass der Körper dem Magersüchtigen nicht mehr von Nutzen sein kann.

Niemand ist grundlos in diesem Lebenssystem, ein jeder trägt eine Verantwortung für den geliehenen physischen Körper. Aber gegen das Vorhaben, sich mit der Natur einmal anzulegen, um den Körper funktionsfähig zu erhalten, ist absolut nichts einzuwenden.




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Freitag, November 09, 2007

Blei im Marihuana ('Gras')

Als ich diese Meldung bekam, dachte ich zuerst, was soll's, mich betrifft es nicht. Doch dann fielen mir nach und nach doch ein paar arme Socken ein, die dieses Zeug gelegentlich konsumieren. Also bin ich betroffen. Drum guckst Du hier (Klick auf's Bild für Originalgröße - besser lesbar):




Weitere Informationen gibt es hier


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Freitag, Juli 06, 2007

Food-Watch: Essen, bis Dir schlecht wird...

Unter der Reihe 'Food-Watch' veröffentliche ich in unregelmäßigen Abständen Lebensmittel-Checks in Bezug auf deren Zusatzstoffe. Und zwar ohne jede Bewertung - ich denke, das, was da drin ist oder auch nicht, spricht jeweils für sich und bedarf keines Kommentars.

Vor Kurzem habe ich berichtet, welch' grässlich Zutaten mein Eiersalat beinhaltete [siehe Blogbeitrag: 'Nie mehr Eiersalat?']. Heute fiel mein Blick auf das kleine Glas 'Klare Delikatessbrühe - rein pflanzlich' von der PLUS-Hausmarke 'Carat'. Und zwar, weil ich es fast jeden Tag benutze - entweder zum würzen oder eben als suppige Suppe. Allerdings ist nicht alles pflanzlich, was sich darin findet:
  • Mononatriumglutamat (gefunden unter Natriumglutamat): -Schläfendruck, Kopfschmerzen, Steifheits-/Taubheitsgefühl im Nacken, Spannungsgefühl im Gesicht und Brust, Herzklopfen, Asthmaauslösend bei Veranlagung. Täuscht über die tatsächliche geschmackliche Zusammensetzung des Lebensmittels
  • Dinatriuminosinat (gefunden unter Natriuminosinat):Gichtfördernd (wird vom Körper zur unerwünschten Harnsäure umgewandelt), Täuscht über die tatsächliche geschmackliche Zusammensetzung des Lebensmittels
  • Dinatriumguanylat (gefunden unter Natriumguanylat): Gichtfördernd (wird vom Körper zur unerwünschten Harnsäure umgewandelt), Täuscht über die tatsächliche geschmackliche Zusammensetzung des Lebensmittels
  • Maltoldextrin (gefunden unter Maltol): Negative Ergebnisse in Tierversuchen
Das war's bei mir mit der Turbo-Würzerei. Ich gehe zurück zu den Standardgewürzen. Salz, Pfeffer, Thymian - alles schön einzeln verpackt und ohne versteckte Chemikalien.

Hier geht's zur Namentlich sortierte Liste der Lebensmittelzusatzstoffe als eBook

Nachtrag 08/2007: Aldi kann's besser - deren 'Klare delikate Brühe' von Pottkieker ist m.E. frei von schädlichen Zusatzstoffen. Glückwunsch!

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Donnerstag, Mai 31, 2007

Nie mehr Eiersalat?

Sie essen alles, was die Lebensmittelchemie hergibt? Dann werden Sie mich nicht verstehen. Denn seit gesetzliche Regelungen das Zusatzstoffe-in-Lebensmitteln-Chaos über E-Nummern ordneten, hatte ich immer eine kleine Negativ-Liste in meinem Portemonnaie. Zwar selten gebraucht und zudem gelegentlich in Vergessenheit geraten - doch, wenn es hart auf hart kam, die Zutaten beispielsweise eines mir bis dato unbekannten 'Du darfst'®™ Eiersalats gecheckt sein wollten, genügte nach dem Herausfummeln dieses fast unleserlich gewordenen Zettels ein Blick. Und meist blieben bei solchen Nachschauen die Waren im Regal des Supermarktes, einen anderen, weniger pingeligen Kunden als mich erwartend.

Im Jahre 1997 hat jedoch der deutsche Gesetzgeber erneut die Spielregeln geändert - und die Verpflichtung der Lebensmittelindustrie zur E-Nummernangabe aufgeweicht. Die Inhaltsstoffe können nun wahlweise auch in ihrer Namensbezeichnung angegeben werden (wie beispielsweise Ca-diNa-Ethylendiamintetraacetat) - und die Hersteller machen hiervon eifrig Gebrauch. Mein neuer Eiersalat nun war mir aufgefallen, weil er nicht schmeckte. Genauer, weil er darum nicht aufgegessen wurde und nach nunmehr einer Woche innerhalb und außerhalb des Kühlschranks immer noch so frisch aussah und roch wie am ersten Tag. In meinem Handbuch 'Allergiefrei ohne Medikamente' hatte ich seinerzeit im Anhang eine E-Nummernliste eingefügt. Also schaute ich dort selbst hinein und fand über die Suchfunktion meines Textbearbeitungsprogramms tatsächlich Informationen über die Zutaten. Lesen Sie selbst und erahnen Sie die Verfassung meines Magens, als ich diese Einträge fand:
  • Konservierungsstoff Natriumbenzoat: Stark allergieauslösend, stark asthmaauslösend, stark nesselsuchtauslösend, leberbelastend, wachstumsbremsend, gefäßerweiternd, betäubend, geschmacksbeeinträchtigend, epilepsiefördernd. In Hunde und Katzenfutter wegen der geringen tödlichen Dosis von 5 Promille verboten, jedoch z.B. in Fischsalat und Eiersalat oft enthalten
  • Konservierungsstoff Kaliumsorbat: Allergieauslösend
  • Verdickungsmittel Guarkernmehl: Allergieauslösend (fördert Aufnahme größerer Partikel durch die Darmwand), enthält schädliche Stoffe wie u.a. Blausäure, beeinträchtigt die Eiweißverdauung
  • Verdickungsmittel Xanthan: Geringes allergisches Potential

Das war's schon. Guten Appetit! An die Hersteller: Lebensmittel zu produzieren macht nur Sinn, wenn diese das Leben fördern und den physischen Körper nicht schädigen!


PS. Ich habe jetzt die namentlich sortierte Liste der Lebensmittelzusatzstoffe separat veröffentlicht. Ich führe und ergänze diese List bereits seit 1976. Als Schüler habe ich mich erstmals mit der Problematik ungenießbarer Zusatzstoffe befasst. Seitdem habe ich die Einträge kontinuierlich auf dem Laufenden gehalten und ab 1996 auch dem Anhang meines Allergie-Ratgebers beigefügt..

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Montag, Juni 05, 2006

Macht Coca Cola dick?

Nach meiner Auffassung: Ja. Und zwar richtig dick und übergewichtig - über Jahrzehnte getrunken.

Wie ich zu dieser Binsenweisheit kam? Durch einen Selbstversuch:
Ich esse seit Jahren nur noch zwei fett- und zuckerarme Mahlzeiten am Tag, 'nasche' kaum und nehme dennoch Jahr für Jahr seit meinem siebzehnten Lebensjahr durchschnittlich 1 Kilo zu. Das klingt wenig, aber als 50-jähriger wären Sie fett.

Nun hörte ich am 25. April auf, meine Tagesration von durchschnittlich 0,33 l Cola - eine Dose - zu trinken. Und seitdem nehme ich ab. Nicht nur ein wenig, sondern etliche Kilogramm - genau 5,8 Kg in 41 Tagen, also 1 KG in der Woche. Ich habe ansonsten nichts in meiner Ernährung verändert, frühstücke reichlich und esse zudem oft 2 Riegel Schokolade am Tag nebenbei.

Noch einiges ist mir aufgefallen:

  • Das Abnehmen verläuft stufenweise: Ein paar Tage passiert gar nichts, und dann geht es ein paar Tage umso schneller runter - unabhängig von der Ernährung.
  • Der sogenannte JoJo-Effekt gilt auch bei dieser Art des natürlichen Abnehmens - wenn der Ernährungsstil der Abnehmphase nicht zur Gewohnheit wird, ist alles für die Katz.
  • Und Finger weg von Cola Light - der darin enthaltene Süßstoff macht einen unstillbaren Hunger auf alles Essbare. Dies ist wissenschaftlich nachgewiesen, ein früherer Selbsttest untermauert dies.
  • Und wenn Sie keine Cola trinken, sondern Chipssüchtig sind? Dann ersetzen Sie diese durch Mandelblättchen aus dem Backzubehör. Man hat ordentlich was zu kauen und wird von geringen Mengen satt.
  • Sie sind zucker-/schokoladensüchtig? Hier hilft nur der totale Entzug über etwa zwei Wochen, bis der Körper sein 'Anforderungssignal' für die Cola/Schokolade - den Appetit - nicht mehr sendet. Essen Sie solange morgens ein Brot mit viel Honig. Der Naturzucker darin ist harmloser als der als Schadstoff anerkannte 'raffinierte' Zucker und beruhigt die Nerven in der Übergangszeit des Entzuges. Dies gilt ebenso für den Cola-Entzug, bei dem der darin enthaltene Zucker einen guten Teil der Abhängigkeit produziert. Was die Coca Cola-Produzenten außer 70 Zuckerwürfeln pro Liter (Saccharosegehalt 15%) sonst noch in ihre Rezeptur zu mischen wagen, ist unbekannt. Die Cola schmeckt allerdings nicht so extrem süß, da die darin enthaltene Phosphorsäure teilweise den süßen Geschmack überdeckt

Nachtrag vom 29. Juli 2006 für Freunde überflüssiger Statistiken: Der Gewichtsverlust setzt sich vorerst fort - bis jetzt sind es in nunmehr 65 Tagen 11 Kilogramm entsprechend 1,18 KG in der Woche...

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Donnerstag, Februar 02, 2006

Allergiefrei ohne Medikamente

Ist es nicht merkwürdig, dass weder die wissenschaftlichen Forschungen der medizinischen Fakultäten, die Krankenkassen oder die Pharmaindustrie brauchbare Informationen zur Vermeidung von Allergien liefern? Das ist ein Trauerspiel mehr in diesem unseren Lande - entstanden aus Unfähigkeiten und Interessenkollisionen, sprich Gewinnsucht der einflussreichen Pharmariesen.

Doch ich will heute nicht nur kritisieren, sondern einen Weg aufzeigen, der wenigstens mich in wenigen Jahren nahezu beschwerdefrei gemacht hat. Ohne Medikamente. Ich hatte früher stets wiederkehrend in den Monaten Mai/Juni schwerste allergische Reaktionen und Asthma, verursacht durch Gräserpollen. Ausführlich beschrieben ist der Weg zur Linderung hier (eBook im PDF-Format), aber die wichtigsten sieben 'Regeln' nenne ich hier vorab:

  1. 1. Kein Salz aufnehmen!
    Das bedeutet: Die Salzaufnahme soll nur noch über die natürlichen in Lebensmitteln enthaltenen Salze erfolgen. Den meisten industriell produzierten Lebensmitteln ist Salz zugesetzt, z.B. Aufschnitt, Rauchfleisch, Würstchen, Fertigessen, Tortellini und Ravioli, Fertigsuppen und Soßen, Schmelzkäse, Käse-Scheibeletten Gorgonzola, Emmentaler, Tilsiter, Harrvati, Kräuterfrischkäse etc..
    Ernähren Sie sich mit frischem Gemüse (Vollwertkost) und nicht geräucherten Fleisch. Brot und Käse enthält im Verhältnis wenig Salz und kann zunächst im Speiseplan bleiben. Achten Sie auf weitere Salz-Fallen, die obige Liste kann nicht vollständig sein. (z.B. Restaurantbesuch)

    2. Keinen Alkohol aufnehmen!
    Haben Sie eine Weile nach allen Regeln fast beschwerdefrei gelebt und trinken auch nur einen Schluck Alkohol, werden unverzüglich allergische Reaktionen ausgelöst, die erst nach ein paar Tagen wieder gänzlich verschwunden sind. Das noch bis zur Grenze belastete Immunsystem wird durch den Alkohol geschwächt, so dass auf den Fuß Reaktionen folgen, die nur schwer wieder abklingen.

    3. Keine schadstoffhaltige Luft einatmen!
    Atmen müssen wir auch in der Stadt. Halten Sie sich jedoch nicht in Räumen auf, in denen geraucht wird. Diese Atemluft schwächt zwar nicht das Immunsystem, belastet es jedoch weiter - eventuell über die Grenze hinaus. Hinzu kommt, dass die eingeatmeten Schadstoffe die reizen und deren Schwellung und Schleimabsonderung anregen. Dies zeigt sich anfangs in einer schweren Atmung, später im ausgeprägten Asthma.

    4. Folgende weitere Lebensmittel nicht mehr aufnehmen:
    Kaffee, Espresso, Cola-haltige Getränke und Fisch. Das in den Getränken enthaltene Koffein wird vom Blut aufgenommen und schwächt das Immunsystem. Zur Minderung eines Asthmaanfalles könnte jedoch das z.B. im Kaffee und Cola enthaltene Koffein hilfreich sein. Koffein vermindert jedoch die für die Leistungsfähigkeit des Immunsystems wichtige Kalziumaufnahme, daher muss ein Ausgleich zum Beispiel durch Einnahme von Kalziumtabletten (in Tablettenform oder 100 mg in: ½ l Milch / 100g Hartkäse) erfolgen.
    Streichen Sie zudem alle Lebensmittel aus dem Speiseplan, nach deren Aufnahme auch nur leichte Reaktionen auftreten.

    5. Nehmen Sie unterstützend vermehrt zu sich:
    · ganzjährig Honig
    · Senf (trotz des darin enthaltenen Salzanteiles)
    · Kalzium (in Tablettenform oder 100 mg in: ½ l Milch / 100g Hartkäse)
    · Misteln

    6. Halten Sie Ihren Kreislauf in Trab!
    Körperliche Belastungen aller Art stärken das Immunsystem schon während der sportlichen Betätigung, weil es bei einem über das normale Maß hinaus aktiviertem Kreislauf wesentlich aktiver ist. So können nicht nur akute allergische Reaktionen (auch Asthma) gemildert werden, durch eine regelmäßige tägliche Belastung des Körpers verringert sich auch die Stärke der Auto-Immunreaktionen.

    7. So wenig Kosmetika einschließlich Haarwaschmittel, Sonnenmilch etc. wie möglich verwenden! Nicht mit Reinigungsmitteln in Berührung kommen! Die darin enthaltenen Chemikalien liefern über die Aufnahme durch die Haut und Atemwege einen Teil der Gesamtbelastung des Immunsystems. Sonnenmilch bietet dünn aufgetragen bereits den maximalen Schutz. Haarwaschmittel sollten so gut als möglich wieder herausgespült werden, um ein Einwirken der Chemikalien auf die Kopfhaut zu vermeiden. Kein Abwasch oder Hausputz ohne Schutzhandschuhe. Ausnahme: Bei sehr trockener oder rissiger Haut kann eine milde Feuchtigkeitscreme (z.B. Nivea-Creme) die Heilung fördern.

    8. Streicheln Sie Ihre Seele!
    Das Immunsystem wird gestärkt (und Allergiesymptome damit verringert) durch eine positive Grundeinstellung sowie viele freudige Erlebnisse. In einer wissenschaftlichen Untersuchung wurde beispielsweise festgestellt, dass sich allergische Hautreaktionen beim Betrachten von Charly Chaplin Filmen verminderten, während sie bei einer Vergleichsgruppe, die emotional neutrale Sendungen betrachtete, unverändert blieb. (Quelle ARD-Tagesthemen 14.02.2001)
Darüber hinaus gebe ich in meinem eBook noch spezielle Tipps für Asthmatiker. Wer sagt denn, dass ich nur meckern kann?

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Mittwoch, Januar 04, 2006

Vorsicht! Krankenhaus! Rennt um euer Leben!

Ist es nicht merkwürdig, dass es heute rund neunmal wahrscheinlicher ist, im Krankenhaus zu sterben als im Straßenverkehr? Seit 1970 sank die Zahl der Verkehrstoten fast linear von dereinst 21332 bis auf heute 5400 [Quelle: ADAC Motorwelt 01/2006]. Das ist großartig.

Doch steigt seitdem die Zahl der im Krankenhaus zu Tode kommenden kontinuierlich an, auf über 40000 im Jahre 2004. Nicht mitgerechnet sind hierbei diejenigen, welche an der Krankheit oder Verletzung verstarben, wegen derer sie ursprünglich eingeliefert wurden. Oder gar freiwillig ins Krankenhaus marschierten. So sind Neuinfektionen, dort wie auch immer erworbene Krankheiten, chirurgische Eingriffe und die Medikamentengaben ebenso gefährlich wie Geisterfahrer auf der Autobahn.

Fände diese Entwicklung im Straßenverkehr statt, würden Medien und die vorwiegend profilierungssüchtigen Politiker Zeter und Mordio schreien. Und für die Veröffentlichung dieser Zahlen für jedes einzelne Krankenhaus eintreten. Aber so? Still ruht der See. Und die Toten.

Nachtrag im Januar 2006: Die Blutvergiftung ist übrigens in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkt die dritthäufigste Todesursache. Jährlich bekommen bundesweit etwa 154 000 Menschen eine Blutvergiftung, von denen etwa 80000 sterben. Ärzte erkennen die Anzeichen zu spät oder ordnen diese fälschlich anderen Erkrankungen zu. [Quelle: Deutsche Sepsis-Gesellschaft www.sepsis-gesellschaft.de]

Nachtrag 2 im Dezember 2006: Die Harvard Medical School in Boston veröffentlichte im Journal 'PLoS Medicine' das Ergebnis ihrer Auswertung von 17.003 Monatsberichten von 2.737 jungen Medizinern, die nach dem Examen praktische Erfahrung im Klinikalltag sammelten. Die Zahl der Fehler stieg in den Monaten, in denen die Ärzte zwischen einer und vier 24-Stunden-Schichten arbeiten mussten, auf das Dreifache. In Monaten mit wenigstens fünf 24-Stunden-Schichten erhöhte sich das Risiko für Fehlentscheidungen um den Faktor 7. Hier stieg zudem die Sterberate durch vermeidbare Fehler um den Faktor 3 an. Zum Vergleich wurden Monate ohne Schichtdienst in die Untersuchung einbezogen. Desweiteren klagten die Mediziner über schwere Konzentrationsmängel bei Vorträgen, Patientenbesuchen und bei Operationen. [Quelle: 'Die Welt' vom 13.12.2006]

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Samstag, Juni 19, 2004

USA und Deutschland nicht ein Herz und eine Seele

Was haben Kontinentalverschiebung und seelische Defekte gemeinsam? Sie bringen die USA und Deutschland immer weiter auseinander. Einer der bisher größten weltweiten Untersuchung über psychische Krankheiten als Gemeinschaftsprojekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Harvard-Universität in Boston zufolge waren innerhalb eines Jahres 1,2 Prozent der Deutschen ernsthaft psychisch krank. Weitere 3,3 Prozent litten unter mäßigen und 4,5 Prozent unter milden psychischen Störungen. Diese Daten entsprechen etwa denen von Italien, Spanien, Japan und Peking. Frankreich, Belgien und die Niederlande haben gut den doppelten Anteil "ernsthaft psychisch Kranker", Mexiko den dreifachen, die Ukraine und der Libanon den vierfachen, Kolumbien den fünffachen und die USA sogar den siebenfachen Anteil.
[Quelle: Neueste Ausgabe des amerikanischen Ärztejournals "Jama"]

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