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blog.Merkwürdigkeiten

Die Rubrik 'Zu guter Letzt: Ist es nicht merkwürdig' der Hauptseite von chinnow.net platzte aus allen Nähten. Hier geht's weiter. Warum ich poste? Meine Bloggerei ist wie Korbflechten im Irrenhaus: Der Patient fühlt sich dabei etwas besser (angelehnt an ein Woody Allen Zitat).

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Name: André
Standort: Hamburg, Germany

Mich interessiert das geschriebene Wort - gleich ob es gedruckt oder am Bildschirm angezeigt ist. Als Ausgleich zur Schreiberei bemühe ich mich, Handwerker in meinem Leben überflüssig zu machen.

Sonntag, Februar 03, 2008

Mehr Geringverdiener in Deutschland als offiziell bekannt

Nach Informationen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW in Berlin die offiziellen Zahlen zum Niedriglohnsektor möglicherweise vorsätzlich fehlerhaft berechnet.

Die vom DIW jetzt veröffentlichten Daten seien laut ver.di-Chefvolkswirt Michael Schlecht "schlicht falsch“. Das DIW errechnet 3,7 Millionen Beschäftigte mit einem Bruttoeinkommen unter EUR 7,50 die Stunde. Das Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen dagegen ermittelte 5,5 Millionen Beschäftigte. Die letzte Zahl sei nach Auffassung ver.di's korrekt.

Wodurch kommt die Abweichung zustande? Das DIW unterschlug zum einen alle Beschäftigten, die in einem Nebenjob beschäftigt sind. Zum anderen hat der DIW-Rechnungsmonat grundsätzlich nur 28 Tage, wodurch sich rechnerisch der Durchschnittswert des Stundenlohns erhöht. Tatsächlich ist ein Monat durchschnittlich 30,4 Tage lang.

Das DIW unterstellt in seinen Berechnungen zudem, dass beispielsweise die Armut einer alleinerziehenden Mutter zumutbar sei, wenn sich die Tochter bei Mc. Donalds etwas hinzuverdiene. Denn es bezog offenbar nur 'Familiengesamteinkommen' in die Berechnung ein.

Wenn nun der ehrliche Bürger sieht, auf welche Weise die derzeitige Regierungskoalition und 'ihre' Institute ihn manipulieren, täuschen und ausnehmen, ist es für ihn kaum nachvollziehbar, warum er die amtierenden Parteien auch noch wiederwählen sollte. Jede veröffentlichte Statistik ist ein Politikum, weil sie für oder gegen eine politische Position arbeitet. In diesen Fall arbeiteten die "Daten" des DIW gegen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes.

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