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Freitag, Mai 02, 2008

Lifestyle und Genießen auf GourmetReise.de

[Trigami-Review]

Man hat das Gefühl, das ganze Web dreht sich nur um wenig sinnliche Erfahrungen - Nachrichten, Computing-Themen und Handel. Das ganze Web? Nein, eine kleine aber feine Seite kümmert sich ausschließlich um das Wohl unserer Sinne. Sie berichtet von der hohen Kunst des Genießens, von Gaumenfreuden und Reiseträumen - aber wenigstens eine ebenso hohe Kunst ist es, dieses über eine Online-Präsentation zu vermitteln. Harald Koch und Jürgen Pichler haben diese Symbiose geschafft. GourmetReise.de verführt uns dazu, via Video präsentierte Rezepte nachzukochen, angeregte Weine zu testen und in beschriebene Restaurants einmal hineinzuschauen. Und vielleicht planen wir auch unsere nächste Reise so, dass wir ein vorgeschlagenes Hotel oder Reiseziel einbeziehen, weil Empfehlungen von vertrauenswürdiger Seite gerne angenommen werden. Das Portal weckt Vorfreude auf den sinnlichen Genuss, der diesen zunächst geistigen Anregungen folgt.

Ich könnte nun anfangen, von den gut aufbereiteten Informationen über Weine, Rebsorten und Winzer zu berichten. Aber das mache ich nicht. Schauen Sie stattdessen mit mir in das Archiv. Dieses ist ein unglaublicher Fundus an hochwertigen Beiträgen zu allen Themen, welche das gedruckte Magazin 'GOURMETREISE', wessen Kind diese Webseite ist, in früheren Ausgaben präsentiert hat. Etwa jeweils ein Dutzend Artikel je Ausgabe stehen hier zum Online-Lesen bereit - ungekürzt und ohne Anmeldung. In diesen wird Dank des Könnens der Autoren all das fast sinnlich erfahrbar, was dieses Web-Angebot an Beschreibungen und Bewertungen leistet: Man erlebt das beschriebene Hotel oder leidet an schlechtem Essen mit, umgekehrt sitzt man fast mit am Tisch, wenn die hohe Kunst der feinen Küche zelebriert wird.

Doch findet sich nicht nur im Archiv lesenswertes: Die Reiseberichte haben die Kraft, selbst unsere manchesmal trübe Stimmung zu drehen. "Liquid Sunshine" nennen die Bewohner Antiguas im Karibischen Meer beispielsweise dasjenige, was wir Regen nennen - geschildert in 'Endstation Sehnsucht'. Im kulinarischen Tagebuch aus Philadelphia/USA konkurriert in einem schönen Essay die Anzahl der 'Gastgärten' - hier würden wir sie Biergärten oder Cabrio-Gastronomie nennen - mit der Zahl der Sterne am nächtlichen Himmel. Die 'besten Hotels' dagegen werden etwas spärlich beschrieben - kein Bild ziert die wenigen Infos. Wie schön wäre es, sich auf Knopfdruck alle zu einer Region verfügbaren Reiseberichte, Hotel- und Restauranttipps anzeigen lassen zu können, bewertet und bebildert. Vielleicht gar noch ergänzt um ein Kochvideo eines Sterne-Kochs plus Starkoch-Portrait? GourmetReise.de hat durch seine Nähe zum Magazin 'GOURMETREISE' das Material, um für einige Regionen ganze Info-Pakete schnüren zu können.

So ist dieses Web-Angebot die Schnittstelle zwischen dem im Wechsel der Jahreszeiten - somit vier Mal per anno - erscheinenden Magazin 'GOURMETREISE' und dem Abonnenten, welcher im Online-Portal aktiv werden und eigene Bewertungen und Berichte abgeben kann. Die Informationen dieser Webseite bestehen also zum einen aus dem die Printausgabe ergänzenden Datenmaterial, welches den Rahmen der gedruckten Ausgaben sprengen würde, wollte man es dort unterbringen. Zum anderen bringen Stamm-Leser ihre eigenen Informationen ein - zum Nutzen für andere Besucher. Online- und Print-Medium kommen sich so nicht ins Gehege - sie ergänzen sich. Hierzu führte ich ein Interview mit einem der Betreiber von GourmetReise.de Harald J. Koch:

[Blog.Computing]: "Wie verstehen Sie das Web-Angebot im Verhältnis zu den Print-Ausgaben?"

[Harald J. Koch]: "Das Portal ist erst wenige Wochen alt und widerspiegelt zur Zeit noch hochgradig Beiträge des Print-Magazins 'GourmetReise' bis auf den großen Bereich der Kochvideos. Wir werden in diesem Jahr gezielt das Online-Portal forcieren und möchten es als Community für Genuss-Interessierte ausbauen. In der Interaktion mit unserer Zielgruppe möchten wir auch Inhalte der Printausgabe ergänzen und Online-Beiträge vermehrt zitieren."

[Blog.Computing]: "Das dieses Portal noch so jung ist, merkt man ihm nicht an. Warum aber arbeiten Sie bei manchen Funktionen wie beispielsweise Bewertungen mit einer 'Loginwall', welche die Web 2.0-Funktionalität von zufälligen Besuchern einschränkt? "

[Harald J. Koch]: "Das hat aktuell primär medienrechtliche Gründe und soll eher unqualifizierte und diffamierende Kritiken reduzieren. Qualifizierte und begründete Kritiken sind genauso willkommen wie auch zu rechts ausgesprochenes Lob. Wir werden dieses Feedback auch verstärkt im Printmagazin widerspiegeln und abdrucken."

[Blog.Computing]: "Diese Filterung könnte aus meiner Sicht nutzerfreundlicher über eine Moderation der eingestellten Beiträge und Bewertungen gelöst werden.
Was ist für die Zukunft geplant?"


[Harald J. Koch]: "Wir werden in Zukunft noch stärker in den Bereich Publikumsbewertung eintauchen und damit die besten Reiseveranstalter, Kreuzfahrt-Schiffe, Hotels, Restaurants usw. gemeinsam mit der Gourmetreise- Community küren. Wir möchten die Inhalte gezielt in Richtung interessanter Kurzreise-Ideen ausbauen, um so einem großen Trend Rechnung zu tragen, der durch andere Online- bzw. Printangebote noch unzulänglich bedient wird."

Das klingt sehr vielversprechend - damit würde GourmetReise.de zu einer führenden Lifestyle- Community. Schauen wir uns dennoch einmal an, was verbessert werden könnte:
  • Bei allen Listungen - beispielsweise der Top-Restaurants etc. verschiedener Länder - wären vorangestellte sortierte Übersichten (beispielsweise alphabetisch nach Ort) hilfreich, um dem Nutzer die Auswahl und regionale Einordnung zu erleichtern.
  • Restaurants oder Hotels können nur von Abonnenten vorgeschlagen werden. Dies mag dem Marketing des Magazins geschuldet sein - für die Attraktivität und Lebendigkeit dieser Seite ist es vermutlich nachteilig. Ein Web-Angebot lebt mit und vom aktiven Besucher - so viele ohne Anmeldung nutzbare Schnittstellen wie möglich und sinnvoll erhöhen die Besucher- Aufmerksamkeit und -Bindung.
  • Zu guter Letzt könnten die Schemen zur Bewertung von Restaurants, Hotels etc. durchgängig mit Informationen wie Anschrift, Preisrahmen, Bilder und einen Internet-Link versehen werden.
Ansonsten ist das Angebot sehr ausgewogen - eine gute Mischung aus Information und Überschaubarkeit. Sehr schön: Auf die andernorts unvermeidlichen Werbeinseln verzichten die Betreiber dieser Seite. Nichts lenkt vom jeweiligen Gegenstand der Betrachtung ab, nichts stört das Vertiefen in die gebotenen Themen.

Das Fazit: Sehr schöne Seite mit kleinen Schwächen. Perfekt, wenn der Besucher noch mehr eingebunden wird. Dieses offenbar zunächst als Extrahappen für die Leser des gedruckte Magazins gedachte Angebot ist auch für Nicht-Abonnenten sehr interessant. Anregende Inhalte inspirieren zu einer bewussten Lebensgestaltung. Ich empfehle insbesondere die Beschreibungen der Reiseziele und das Online-Archiv der Druckausgabe 'GourmetReise'. Etwas mehr Leben muss noch in die Bude - eine interessante Aufgabe für Harald J. Koch und sein Team...


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Freitag, März 14, 2008

Reisetipps aus den Metropolen der Welt

In einem hart umkämpften Markt optimieren Reiseagenturen zunehmend ihren Kundenservice, um sich von anderen Anbietern abzuheben und den Kunden zu umwerben. Citytrip hat einen Blog geschaffen, in dem erprobte Autoren aller Herren Länder jeweils über eine ihnen vertraute Stadt berichten. So kann man sich schon vor Reiseantritt wertvolle Insider- Informationen über gute Restaurants, besondere Locations und Unterkünfte am Zielort verschaffen. Oder abwägen, welche der dargestellten Städte die Interessanteste ist.

Ob Wellington/ Neuseeland, Paris oder Wien - inzwischen sind schon sehr viele Städte im Archiv. Doch warum in die Ferne schweifen - der Artikel über Berlin ist besonders gelungen und enthält zahlreiche Tipps, die selbst Berlinern für ihre Unternehmungen hilfreich sein könnten. Schön wäre allerdings eine alphabetische Listung der Städtenamen, über die man direkt zu den jeweiligen Beschreibungen springen kann - sowohl im Blog als auch auf der Hauptseite. Derzeit muss man sich noch etwas mühsam durch das Blog-Archiv hangeln.

Ist eine Wahl getroffen, vermittelt Citytrip auf seiner Hauptseite die Bus-/ oder Bahnverbindung, die Unterkunft und das Unterhaltungsprogramm.

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Freitag, Februar 22, 2008

Handy goes online - ohne Internet !

[Trigami-Review]

Web 2.0-Features erobern das Handy - und nun auch ohne die Notwendigkeit einer kostenintensiven Einwahl in's Internet. Dieser recht neue Dienst liefert TV, Videoclips, Comedy, Musik und News in für Handys passende Formate. All dies ist zentral über die Videoanruf- Kurzwahlnummer 22557 erreichbar - vom dortigen Hauptmenü ausgehend zappt sich der geneigte User durch das Programm.

Was mich besonders beeindruckt: Wir haben es hier nicht mit einem beliebigen Youtube- oder Musicload- Ableger zu tun. Die ViiF - Mobile Entertainment Community hat als Kooperations- Partner MTV Europe, die ProSiebenSat1-Media und für seriöse Nachrichten die Nachrichtenagentur REUTERS gewonnen. Mit deren Ressourcen dürfte dem Handy-TV der Durchbruch gelingen. Nicht zuletzt, weil es eben ohne Internet-Provider und damit ohne Daten-Tarif, ohne eine besondere Software und ohne separate Streamingkosten geht.

Die Auswahl, das Zappen, läuft über eine Menüstruktur. Alle Programmpunkte sind mit wenigen Klicks erreichbar. Die Qualität der Darstellung hängt allein von derjenigen des verwendeten Handys ab. Je größer das Display und dessen Auflösung sind, umso häufiger mag man es nutzen. Dies sollte - wenn die Entscheidung für ein neues Handy ansteht - nicht vergessen werden.

Gibt es Haken? Nun ja, ein Videotelefonie-fähiges UMTS-Handy ist Voraussetzung. Einige ältere Funktelefone erfüllen diese Bedingung nicht. Und auf der SIM-Karte muss folglich die Funktion 'Videotelefonie' aktiviert sein. Ist dies nicht der Fall, kann jedoch der Provider diese freischalten. Womit wir letztlich zu den Kosten kommen - splitten wir diese einmal nach Provider auf:
  • 0â‚‚: Anruf auf Kurzwahlnummer 22557 völlig kostenfrei.
  • ePlus & Vodaphone: 39 Cent in der Minute
  • T-mobile: 58 Cent in der Minute
ViiF und T-mobile verhandeln derzeit über einen besseren Preis [Hier stehen die aktuellen Konditionen]. Positiv: Kosten und Features dieses Angebots werden bereits offensiv auf der Startseite genannt. Der Support ist über eine Unterseite gut erreichbar. Wohltuend von anderen Web 2.0-Anbietern abhebend kommen die Nutzungsbedingungen mit zwei Zeilen aus. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man unter anderem eigene Handy-Videos bei ViiF ablegen und publizieren kann - deren Verwaltung läuft wahlweise via Handy oder dem PC im Internet.

Es zeigt sich, dass dieses Angebot für 0₂-Kunden unschlagbar ist. Für alle anderen ist es eine nicht billige, aber meist kostengünstigere Alternative zu teuren Internet-Einwahlen per Handy. Und zu guter Letzt: Die österreichischen und schweizerischen Leser dieses Artikels können ab Mitte diesen Jahres auch 'viifen'.

Preisfrage: Ist 22557 A) eine Postleitzahl oder B) die ViiF-Kurzwahl?

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Donnerstag, Februar 21, 2008

Neues Nachrichtenportal 'Zoomer.de'

Das hat es - soweit meine Augen schauen können - noch nicht gegeben: Ein Online-Nachrichtenportal, bei dem die Besucher über die Reihenfolge und Bedeutung der Meldungen entscheiden. Separiert wird ganz simpel über die Häufigkeit des Aufrufs. Jedes andere Portal - einschließlich der NZ-Online (Niendorfer Nachrichten), die ich herausgebe - zwingt dem Leser seine Choreographie auf. Alleine diese Idee ist preisverdächtig. Und sollte auch in der NZ dereinst realisiert werden.

Weitere Ideen: Das Nachrichtengenre ist bunt gemischt, was den sich verändernden Lesegewohnheiten der Internetnutzer entspricht. Ein attraktives Thema des einen Ressorts steht neben dem attraktiven Thema eines anderen Ressorts. Was auf den ersten flüchtigen Blick wie eine unpassende Kombination erscheinen mag, wird durch die Gewöhnung an's Zappen zu einem bekömmlichen Mix. Es macht Spaß, dort zu blättern. Und seinen Senf dazuzugeben. Denn zumindest nach der hinter dem Konzept stehenden Idee soll der User alles kommentieren und bewerten können. Allerdings funktioniert das noch nicht überall oder aber meine Brillengläser waren beschlagen - ich fand das oft nicht. Und was ich fand, konnte ich nicht bedienen. Beispielsweise eine lustige Reihe bunter Punkte, in deren Mitte eine Zahl steht - man kann nicht drauf klicken und man kann die Zahl nicht überschreiben. Ich hätte schon gern gewusst, was das ist und wie das funktioniert. Ein Tipp unter Kollegen an die Redaktion: Mini-Tooltips für die Web 2.0 -Elemente wären hilfreich, ersparten eine FAQ. [Anmerkung: Es wurde nachgebessert]

Zurück zum Konzept: All das Gesagte beinhaltet, dass Äußerungen der Besucher ernst genommen und entsprechend positioniert werden. Das ist gut so, doch irritiert andererseits, wenn beispielsweise 'Sascha1994' an das Verantwortungsbewusstsein der Länder Serbien und Kosovo appelliert. Hervorgehoben in einem Überschriftsblock, möglicherweise direkt über ähnliche Worte der Bundeskanzlerin. Doch ist dies gut, es muss gut sein, denn ein 'Wasch mich, aber mach mich nicht nass' gibt es bekanntlich nicht. Will meinen, wenn man den User zum Publisher erhebt, dann ist dessen Beitrag auch Bestandteil der Meldungen. Ob dies aus Journalistensicht positiv ist, sei dahingestellt - den Besucher ansprechend ist es allemal.

Kommen wir zu dem letzten Highlight, welches ich durch meine beschlagene Brille wahrnehmen konnte: Ulrich Wickert ist als Mitherausgeber ein Garant für seriösen Journalismus überhaupt. Solange dieser Mann an Bord ist, wird das Schiff vermutlich gehobenen Ansprüchen gerecht - sollte man denken. Auch mit ihm auf dem Oberdeck sehe ich eine latente Gefahr, dass vor lauter Web 2.0 -Konformismus die Qualität der Beiträge dahingehen könnte. Negativ fällt auf, dass die Userkommentare, die Blogs und Wickerts Kolumne die einzigen für dieses Portal geschriebenen Inhalte sind - alle weiteren gut geschriebenen Beiträge scheinen kopiertes Material der DPA und anderer Quellen zu sein. Es wäre den Machern anzuraten, den Anteil eigener qualitativ hochwertiger(!) Texte auszubauen - dem ganzen 'eine Handschrift' zu geben. Und noch ein freundlicher Hinweis: Wenn unter dem großen Startseiten-Titel 'Hillary setzt auf Kuschelkurs' auf der Unterseite nur der folgende Miniatur-Artikel erscheint, ist das zuwenig:
"Die große Schlammschlacht bleibt aus. Bei der Fernsehdebatte setzt Hillary Clinton auf milde Töne und punktet mit menschlichen Äußerungen. Differenzen zu Obama zeigen sich besonders in der Kuba-Politik." [Link zum Text]

Etwas mehr journalistische Arbeit muss folgen - sonst ist zoomer.de verwechselbar. Sollte, wollte, könnte - ich wünsche Zoomer.de viel Erfolg. Aber Ulrichs Kolumne 'Die Linken umarmen, um sie zu erdrücken' hätte ich schon gerne gelesen - doch auf der Seite fand sich derzeit nur ein Einleitungssatz...

Nachtrag 27.2.08: Manches wurde in der Zwischenzeit verbessert, manches scheint verloren. Es gibt Beiträge, die sind so erbärmlich schlecht, dass sie schon in einem NoName-Blog ärgerlich wären. Dazu passt das beleidigte Greinen eines anonym bleibenden Zoomer- "Innenleben"- Bloggers, der rundweg auf alles schimpft, was 'sein' Portal in der Medienlandschaft nicht positiv bewertet. Formulierungen wie
"da ist bei einigen auch wirklich grober Unfug raus gekommen, selbst bei etablierten und angeblich so hochwertigen Medien ... Als ob wir je so etwas behauptet hätten ... Foulspiel. Wir können nichts dafür, lieber Herr Patalong, dass Sie die rechte Spalte nicht gefunden haben (oder nicht finden wollten). Dass der Spiegel allerdings derart bösartig desinformiert, hätten wir nicht gedacht. Das ist nicht nur albern, was Sie da schreiben, sondern schlicht falsch. Wer sich aufs hohe Ross setzt, sollte wenigstens saubere Arbeit abliefern, finde ich ... wollen sie partout, dass wir uns gefälligst so zu verhalten und zu organisieren haben wie sie ... Es kommt noch schlimmer"
sind nicht nur sprachlich unsauber und unsachlich, diese würde sich ein gestandener Journalist oder aber dessen Herausgeber und zur Not der Verleger verbitten. Sollte daher vielleicht nicht die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, sondern am Ende das "BILD" verbrechende Axel Springer-Haus hinter diesem Angebot stecken?

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Mittwoch, Februar 06, 2008

smaboo - Beim Kaffee trinken Geld verdienen

[Trigami-Review]

smaboo ist keine neue Cappuccino-Sorte. Auch kein Taschendrucker für Geldscheine. Es ist was anderes - sagen wir's mal so: Wenn Du beispielsweise regelmäßig mit Deinem Notebook im Café sitzt und surfst, bekommst Du dafür von smaboo monatlich Geld - ein Honorar. Weniger für das Datteln als für einen Werbeaufkleber, der den Notebookdeckel ziert und von anderen wahrgenommen werden kann. Das hört sich nicht nur an wie Werbung, das ist Werbung - genauer Embedded Branding. Wer's nicht mag, dass sein Deckel etwas bunter wird, muss warten, bis man dereinst im Schlaf sein Geld verdienen kann. Bis dahin ist diese Methode jedoch eine interessante Alternative.

Kern des Konzepts ist Glaubwürdigkeit. Was bedeutet, dass Du zu dem Produkt passen musst. Ein Zwanzigjähriger, der für Mittel gegen Inkontinenz wirbt, ist genauso wenig glaubwürdig wie ein Fünfzigjähriger, dem ein Szene-Treff auf dem Deckel klebt. Du bist also ein Teil der Botschaft, eine wandelnde Dauerwerbesendung. Bist Du allein bist oder den Deckel zuklappst.

So verwundert es nicht, dass derzeit nur Studenten in dieses Programm eingebunden werden. Denn 'olde Lütt' sitzen eher im Park als in der Cafeteria und sind auch sonst weniger kommunikativ. Und um Kommunikation geht es nun mal. Je nach Deiner Persönlichkeit kannst Du zwischen drei Varianten wählen:
  • Brand Kampagnen
    basieren weitgehend auf Vertrauen. Du bekommst als smaboo Promoter für die Laufzeit ein festes monatliches Honorar. Als Beleg für Deinen Anteil an der Kampagne sendest Du ein paarmal ein Bild oder Video ein, das Dich "unterwegs beim Werben" zeigt.

  • Lead Kampagnen
    werden entsprechend dem Erfolg Deiner Kampagne vergütet. Das Honorar setzt sich aus einem Basisbetrag und einer variablen Vergütung zusammen. Letztere ist abhängig von der Anzahl generierter Kontakte (beispielsweise Besucher oder neuer Interessenten eines Online-Angebots).

  • Sales Kampagnen
    Wenn Du merkst, dass Du leicht mit anderen über Deine Kampagnen ins Gespräch kommst, kannst Du Dich selbst befördern: zum Sales-Promoter. Die Grundvergütung entspricht der Lead Kampagne, doch bekommst Du hier auch noch Geld für aktive Verkäufe/ Abschlüsse.
So einfach kann man in die Werbung rutschen, Promoter werden. Wer ohnehin gerne verbal kommuniziert und keine Angst vor Menschen hat, wird mit der dritten Methode gut fahren. Weniger aufwendig ist das Lead-Promoten, und für sozialphobische Menschen wie mich böte sich die erste Variante an. André goes Brand Promotion.

Doch verflixt - wo sind hier die Haken? Nunja, wer schon einmal versucht hat, über das Klinkenputzen Staubsauger oder Bausparverträge an den Mann/ die Frau zu bringen, kennt die Hürden für Kontakt-Promotionen. Es kann auch nicht Sinn Deiner Kampagnen sein, alle Deine Freunde einzubinden und denen etwas anzudrehen - das machen im Profigeschäft nur absolute Verkaufsnieten, wenngleich ehemals angesehene Anbieter wie beispielsweise 1und1™ heute ihr ganzes Shop-Marketing Konzept hierauf zu stützen scheinen. So halte ich nur die erstgenannte Brand Kampagne für geeignet, ein möglicherweise kontinuierliches kleines Einkommen zu erzielen. Bei den anderen Varianten wird der persönliche Einsatz vermutlich so aufwendig, dass man auch gleich einen Nebenjob mit fester Vergütung annehmen könnte.

Wo wir gerade über Geld reden: Zur Zeit laufen erst drei Kampagnen mit etwa 1000 Teilnehmern an 70 Hochschulen (einschl. FHs) - so sind die Prognosen noch etwas vage. Doch geht der smaboo -Geschäftsführer Adrian Locher immerhin von durchschnittlich 25 Euro im Monat aus. Und Interessierte können ihre Hochschule für die Teilnahme an den Kampagnen vorschlagen, sofern sie nicht schon dabei ist.

Betrachten wir den Web-Auftritt: Wenn sich der Neu-Nutzer das erste Mal einloggt, gelangt er auf seine Profilseite. Hier werden die üblichen Daten abgefragt. Die Benutzerführung könnte jedoch noch verbessert werden, denn die Meldung ''Es sind noch nicht alle Pflichtfelder ausgefüllt. Bitte ergänze diese untenstehend' trieb mich fast zur Verzweifelung. Bis ich feststellte, dass ich einen zu unauffälligen Speichern-Button übersehen habe. Ein weiterer könnte zusätzlich gut sichtbar oben auf die Seite gesetzt werden. Das Seitendesign ist ansprechend und übersichtlich - auch an eine Anleitung zum Aufkleben und Ablösen der Werbefolie ist gedacht. Die Response-Zeit auf Test-Anfragen überschritt allerdings zum Teil die '24 h-Geduldslinie'. Hier wäre Nachbesserung angebracht. Weitere Hindernisse, Hürden, Ärgerlichkeiten konnte ich nicht entdecken.

Summa summarum: Ich gehe eine Wette darauf ein, dass sich smaboo durchsetzt. Einen Versuch ist es Wert. Jeder Student sollte jedoch bedenken, dass er in Bibliotheken und Zuhause weitaus ungestörter lernen kann und es daher nicht von Vorteil ist, dieses auf Dauer in ein Café zu verlegen (zum smaboo Info-Video).

PS. Zur Zeit benötigt ihr noch zur Teilnahme eine Einladung. Ich habe ein paar Invitation Codes für meine Leser bekommen, die ich auf Anfrage gerne weitergebe.

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Montag, Februar 04, 2008

'Autobild'-Autobörse ohne Autos?

Wer online nach einem neuen oder gebrauchten Fahrzeug sucht, hat es gut. Drei bekannte Autobörsen stehen zur Auswahl, doch mit sehr unterschiedlichen Qualitäten. Da wäre erst einmal autobild.de zu nennen mit deren Vorsprung an Bekanntheit durch die Eigenwerbung in der erfolgreichen "BILD"-Zeitungsschwester "Autobild". Prahlerisch wird seit jeher von "mehr als 750.000 Inseraten" gesprochen - doch gesehen hat die wohl kaum jemand. Denn sucht man beispielsweise für sich oder den Nachwuchs nach dem Bestseller Golf-Diesel ab 1992 - immerhin bis zu sechzehn Jahre alt - bis 2000 Euro, findet sich im Umkreis von 100 Kilometern ausgehend beispielsweise vom Hamburger Stadtgebiet kein einziger Treffer. Es nützt auch nicht, wie vom System vorgeschlagen, den Wunsch nach ABS herauszunehmen - wo nichts ist, kann nichts angezeigt werden. Wird die Umkreissuche deaktiviert, kommen ganze fünf bundesweite Ergebnisse. Man kann jedoch in der Übersicht nicht erkennen, wo das Angebot zu haben ist - das nervt. Und Suche und Seitenaufbau dauern vergleichsweise lange.

Ganz anders die Antwort auf dieselbe Suchanfrage bei mobile.de - hier finden sich auf Anhieb einige Fahrzeuge im Umkreis. Die Suchmaske arbeitet schnell, erlaubt detailliertere Angaben und gefällt daher - beispielsweise kann nach drei verschiedenen Fahrzeugen gleichzeitig gesucht und die Anzahl der gewünschten Türen vorgegeben werden. Bundesweit fanden sich hierüber vierzig Fahrzeuge. Für jede Änderung in der Suchmaske wird die Anzahl der nun auffindbaren Fahrzeuge gelistet. Das ist erstklassig. Und die dynamisch angezeigten mehr als eine Million Fahrzeuge in der Datenbank sind glaubwürdig.

autoscout24.de listete auf die gleiche Abfrage zwar nur 17 Fahrzeuge bundesweit und drei in der Region, doch liegt das Preisniveau hier deutlich niedriger als bei mobile.de und autobild.de - wenn letztere dann einmal was anzeigt. Daher ist autoscout24.de ein muss für Suchende.

Wenn man googelt, finden sich noch unzählige weitere Anbieter, von denen allerdings viele - auf dem ersten Blick nicht erkennbar - auf mobile.de u.a. zurückgreifen. Es sind also diverse Schein-Dienste im Netz. Und was ist mit den Online-Ausgaben lokaler Zeitungen? Das Hamburger Abendblatt listete einen Unfallwagen in München, quoka.de - das Online-Pendant zu Annoncen Avis - ebenfalls nur ein Modell. Eine vergleichbare Detailsuche bietet Letzteres gar nicht, dafür gibt es Darstellungsprobleme umsonst.

Aufpassen muss man vor Betrugs-Angeboten unter den Gebrauchten. Immer dann, wenn ein beliebtes Modell in Super-Ausstattung unglaublich günstig angeboten wird und eine Festnetz-Telefonnummer fehlt, müssen alle Alarmglocken läuten. Mobile.de hat - wieder vorbildlich - ein simples, aber effektives Meldesystem integriert. Hierüber lässt sich ein Verdacht per Mausklick äußern. Die Sperrung erfolgt sehr schnell. Autocout24.de bietet Gleiches, nur autobild.de macht es umständlicher: Dort gibt es für derartige Annoncen nur den Auswahlpunkt 'Betrugsverdacht (Abwicklung über Western Union/ Treuhandservice)', der jedoch bei einem derartigen Anfangsverdacht unpassend ist und zu weiteren manuellen Angaben zwingt.

Summa Summarum wird der Bild-Spross seiner Herkunft gerecht. Doch mobile.de und autoscout24.de machen vor, wie es geht.

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Freitag, Februar 01, 2008

EnBW Online-Voting startet heute


[Trigami-Review]

Es ist nicht mehr selbstverständlich, das Haus oder die Wohnung 24 Stunden am Tag warm zu halten oder einen Teil des Hauses voll auszuleuchten. Energie ist für viele fast unbezahlbar geworden. Für diese Menschen sind Einsparungen eine Notwendigkeit, doch leiden letztlich alle unter den Energiekosten und schränken sich entsprechend ein. Selbst Vermögens-Millionäre, die ich um viele Ecken kenne, passen sich an.

Worum geht's? Es ist ein Wettbewerb (EnBW Energie-Impulse) und ein Gewinnspiel. Jeder, der online votet, nimmt an der Verlosung des Energieversorgers Energie Baden-Württemberg AG teil. Das man auf diese Weise etwas gewinnen kann, ist ja ganz nett. Spannender sind jedoch die 5-Minuten Filme zum Themenbereich Energiesparen, welche von Familien und Schulklassen der Stufen 5 bis 8 seit dem letzten September eingereicht wurden und nun zur Bewertung stehen.

Es sind gruselig schlechte Beiträge dabei, grelle und besinnliche, gähnend langweilige und fast perfekt gemachte Info-Sendungen. Die Bandbreite ist riesig. Wer sich für das Energiesparen interessiert, wird von den besseren Kurzfilmen auf unterhaltsame Weise mit Infos versorgt. Über das Voting erhält der Gewinner schließlich einen 'Zuschauerpreis'.

So gut die Idee derartiger Wettbewerbe auch ist - die Umsetzung muss stimmen. Mir missfällt die Position, welche der Energieversorger durch seine Art des Auftritts in diesem Wettbewerb einnimmt. Er verkauft sich falsch. Anstatt EnBW als Motor des Energiesparens zu präsentieren und vorzugeben, möglichst viele Menschen im Lande darauf aufmerksam machen und einbinden zu wollen und dieses - auch in diesen Wettbewerb - in den Vordergrund zu stellen, ist man bei EnBW über die Idee des Wettbewerbs selbst scheinbar so begeistert, dass dieser - ohne eine eigene Motivation zu vermitteln - in den Vordergrund geschoben wird. Ein Wettbewerb des Wettbewerbes wegen? Das kann's doch nicht sein. Hierzu gäbe es vieles zu sagen, zu denken - viel Arbeit für Marketingleute.

Auch macht so ein Wettbewerb nur Sinn, wenn der Veranstalter glaubhaft machen kann, dass innovative Ideen aus den Wettbewerbsbeiträgen letztlich in das Marketing des Unternehmens einfließen. Sonst ist es einmal mehr nur ein Wettbewerb des Wettbewerbs wegen mit dem durchschaubaren Ziel, den eigenen Bekanntheitsgrad und die Marktposition zu festigen.

Als chaotisch empfinde ich letztlich die Besucherführung auf der Webseite. Es stehen beispielsweise unter Kundenwettbewerb EnBW- Energie- Impulse insgesamt 31 Menüpunkte in vier Menüs zur Auswahl - links, rechts, oben und unten. Das verwirrt denjenigen, welcher dort neu ist und sich schnell orientieren möchte. Dazu scheinen die Menüpunkte mehrfach vorhanden zu sein und gelegentlich zu verschwinden - wenn man die Orientierungsleiste für ein Menü hält, da sich deren Einträge anklicken lassen. Weniger ist mehr. Und: Eine klare Struktur der zum Wettbewerb gehörigen Seiten fehlt.

So oder so - woll'n wir wählen gehen? Für uns gibt es einen Ipod Nano und Kinogutscheine zu gewinnen...


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Donnerstag, Dezember 13, 2007

Stromverbrauch ohne Ende? Wir machen da was!

[Trigami-Review]

Mein Haushalt hat den Stromverbrauch eines mittelständischen Betriebes - wir liegen gut einhundertfünfzig Prozent über dem einer gleich großen Otto Normalverbraucher-Familie. Hierüber habe ich schon des öfteren geschrieben. Mit zahlreichen Anpassungen - Energiesparbeleuchtung, geschalteten Steckdosen für sämtlich Standbygeräte, Nutzung der Ruhezustandsfunktion der Rechner auch bei kleinen Arbeitspausen - steuerten wir gegen. Doch erhöhen wenigstens einige Versorger unregelmäßig und unkoordiniert ihre Preise. Hierauf kann der Verbraucher reagieren, indem er regelmäßig die Konditionen seines Anbieters mit dem günstigsten Marktpreis aller Stromtarife vergleicht. Denn: Nur der zum Wechseln bereite Kunde beeinflusst den Energiemarkt in Richtung um Verbraucher werbende Stromversorger.


Eine absolute Notwendigkeit ist daher ein Dienst, welcher stets die aktuellen Tarife der Stromversorger zur Auswertung und zum Vergleichen bereitstellt. Dieser hier macht es einem besonders leicht: Schon nach Eingabe des Jahresverbrauchs in Kilowattstunden und der Postleitzahl zur Differenzierung der in Ihrem Wohngebiet verfügbaren Anbieter bekommen Sie die Jahreskosten je Anbieter aufgelistet - von billig bis unbezahlbar. Auf Wunsch listet StromAuskunft.de auch nur Ökostrom-Anbieter. Ein weiterer Klick - und die gewünschten Tarifunterlagen sind bestellt. Wer diese Infos jedoch lieber im persönlichen Gespräch erfragt, kann dies über die kostenlose Hotline des Betreibers tun.

Das ist aus meiner Sicht die Kernfunktion dieser Seite - die sonstigen Leistungen wie 'So funktioniert der Anbieterwechsel' oder 'Informationen zum Ökostrom' und 'Stromspartipps' sind Zugaben wie der Keks im Eisbecher der Eisdiele. Nur dass Stromspartipps dafür sorgen, dass Sie jeden Monat einige Euro mehr auf Ihrem Konto haben. Denn die Nutzung stromfressender Geräte wie Computer will heute nahezu ebenso sorgfältig überlegt sein wie die Nutzung des Autos. Strom und Benzin, überhaupt alle Energien werden mehr und mehr zum Luxusgut - jedenfalls für diejenigen, die nicht über ein Politikereinkommen verfügen. So ändern sich die Zeiten: Früher unterschieden sich die Einkommensklassen in Zwirn und Habitus. Heute sind es Energienutzungsgewohnheiten wie beispielsweise Flutlicht-Beleuchtungen von Haus und Garten oder rund um die Uhr eingeschaltete Rechner.

Der Nutzen eines Stromtarif-Rechners steht für mich daher außer Frage. Doch auch die technische Umsetzung ist hier gut gelöst - schon die Idee der Tooltipps für die Listung gefällt mir bestens. So bleiben die Seiten überschaubar - ergänzende Infos werden automatisch eingeblendet, wenn Sie mit der Maus über den Begriff gehen. Und alles geht ohne Anmeldung - das ist wohltuend. Warum allerdings nach jedem Laden einer Seite mit Tarifrechner in diesem die Postleitzahl 50674 voreingestellt ist, lässt sich zwar nachvollziehen - die dieses Web-Angebot betreibende Firma Fa. Dr. Jörg Heidjann hat dort ihren Sitz. Für die 'Usability' des Tarifrechners ist dies jedoch nachteilig. Aber das ist auch schon alles, was den positiven Eindruck stört. Werbung ist nur dezent platziert, als wolle man dem Besucher nicht mit seitenfremden Inhalten ablenken.

Meine Startseite ist derzeit eine Listung der günstigsten Tankstellen meiner Region. Eigentlich unverständlich, denn für Strom zahle ich derzeit € 130,-, für Sprit € 80,-. Es könnte daher Sinn machen, die Startseite zu wechseln...

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Freitag, Oktober 26, 2007

World of Warcraft für Power Gamer

[Trigami-Review]


Einzutauchen in die Tiefen des World Wide Web kann manchesmal öde sein, einzutauchen in die Tiefen der World of Warcraft ist dagegen nur selten langweilig. Doch kommt im WoW-Spieler irgendwann der Wunsch nach mehr Power auf, nach ein paar Spielvorteilen wie mehr Gold, mehr Level, bessere Gegenstände. Diese machen das Spiel spannender und lassen den Gegner blass aussehen. Es gibt einige Anbieter, die diesen Bedarf stillen. Bei Playcon.de heißen diese Services unter anderen WoW Gold und Powerleveling.

Bereits die neue Startseite lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, dass man sich in einer gaming zone befindet - das Design erinnert an einen Spielautomaten. Die Orientierung fällt leicht und kann selbst mit noch zum Spiel abschweifenden Gedanken bewältigt werden. Über eine Abfrage der relevanten Informationen seines (Spiel-)Charakters erhält man ein maßgeschneidertes Angebot. Letztlich muss man sich zwischen 10 verschiedenen Goldmengen (Gold-Accounts) in der Preisspanne von etwa drei bis zu mehreren hundert Euro entscheiden. Rechnet man jedoch alle denkbaren Varianten zusammen, dann sind es schon gut 800 mögliche Kombinationen. Doch erhält man bereits für den kleinsten Betrag einhundert Goldstücke per Ingamepost.

Aber man sollte man vor lauter Virtualität nicht die Realität aus den Augen verlieren und einen prüfenden Blick in die AGBs werfen... - wenn der Link denn funktioniert. Heute funktionierte er nicht, ist zudem als solcher nicht zu erkennen und führte nur zur Hauptseite. Und fehlte zudem auf derselben. Das wird der deutsche WoW-Dienstleister hoffentlich schnell nachbessern. Er bemüht sich ansonsten über einen persönlichen Live-, Telefon- & MSN Messenger-Support um seine Gamer und deren Erfolg. Der Live-Support gefällt mir von der Idee her besonders gut - man stellt eine Frage via Direkt-Chat und erhält sofort Antwort, wenn ein Mitarbeiter gerade frei ist. Ansonsten kommt die Antwort per Mail, ohne die Frage neu eingeben zu müssen. Das dauerte im Test allerdings eine gute Stunde – zur Arbeitszeit. Wenn die Masse der Spieler online ist, dauert es schon mal etwas länger, bis Antwort kommt: Eine Abends um 20:30 Uhr gestartete Kontaktaufnahme via Direkt-Chat wurde zwei Stunden darauf per Email beantwortet. Doch ist das ist immer noch erheblich schneller als der Support von Großunternehmen mit klangvollen Namen wie 1und1™, Google™ oder Blogger.com™.

Playcon hat noch weitere Trümpfe im Ärmel: Demnächst soll auch Gold für Herr der Ringe (LotRo, Lord of the Rings Online und Eve Online) zu ordern sein - dies funktioniert derzeit nur über den 'alten' Shop. Wie auch der WoW-Levelservice und der AGB-Abruf. Darüber hinaus plant Playcon WoW-Gold und andere virtuelle Artikel von Gamern anzukaufen, sich somit als Zwischenhändler zu etablieren. Damit dürfte sich dieser Dienstleister einen guten Vorsprung vor seinen Mitbewerbern verschaffen. Doch schon jetzt werden auf der verlinkten Gibado-Shopplattform diverse Accounts und Identitäten ab einem Euro gehandelt. Suchet, so werdet Ihr finden...


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Mittwoch, Oktober 17, 2007

Sport im net

[Trigami-Review]



Wenn man so durch die Internetwelt streift, finden sich manchesmal Perlen, die einen Nutzen bringen, ohne etwas zu verlangen. Sportsfreunde.de gehört hierzu, wenngleich dies ob der schlichten Aufmachung nicht gleich ins Auge fällt.

Ich bin Gelegenheitssportler, was soviel heißt wie: ich bin ein Couch-Sportler, schaue jedes Länderspiel und natürlich jede Weltmeisterschaft. Sportsfreunde.de hat nun eine kleine, aber feine aktive Gemeinde angezogen, die von B wie Badminton bis W wie Wintersport alles diskutieren, was mit Sport zusammenhängt. Hier finden sich Sammlungen von Videoclips und Bildern zu diversen Sportarten - mit Bewertungen durch die User. Sportinteressierte können hier das Torfeuerwerk unserer Herren-Nationalmanschaft gegen San Marino noch einmal sehen oder darüber diskutieren, weshalb "Sport-Bild" sich verblödete, nach dem grandiosen Sieg der deutschen Nationalelf in der Frauen-WM diese in der folgenden Ausgabe nicht auf den Titel zu bringen. Auch interessant: Sport-Events können bekanntgegeben und gesucht werden - mit Umkreisfinder. Und Sportpartner suchen und finden sich bundesweit.

Lokale Sportgruppen und Vereine haben Bereiche in der Community eingenommen, in denen sie über ihre Sportart - von Holzhacken(!) bis Golfen - diskutieren und Videos und Bilder präsentieren. Dies ist der ideale Raum für Vereine, welche sich als Teil eines größeren Ganzen verstehen und derart präsentieren wollen. So erweitern sie ihre Reichweite über den lokalen Bezug hinaus, sind in ganz Deutschland präsent.

Im Gegensatz zu manch größerer Community kann jeder Registrierte kostenlos andere Mitglieder der Community direkt anschreiben – so wie auch alle anderen Angebote kostenlos sind. Die Nutzerführung ist einfach und übersichtlich, die unvermeidliche Werbung dezent eingebunden und das Angebot attraktiv – letzteres hat nur (noch) einen Haken: Die Community könnte noch größer sein, um beispielsweise mehr Auswahl an potentiellen Sportpartnern geboten zu bekommen. Doch da es sich noch um eine recht junge Seite handelt, besteht hier wohl Grund zur Hoffnung. Der in den Keywords des Seitenquelltextes erwähnte Blog blieb mir übrigens verborgen – dabei wäre dieser eine echte Bereicherung für die Kommunikation der Betreiber von Sportsfreunde.de mit den Usern.

Summa summarum ein rundes Angebot, das Erfolg haben wird.

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