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Mittwoch, Februar 27, 2008

Sind Festplatten sicher zur Aufbewahrung von Daten?

Die Computerbild vermeldet - eine Studie von 1und1 hätte ergeben, dass die Ausfallraten zwischen 1,7 Prozent bei einjährigen und 8,6 Prozent bei dreijährigen Festplatten liegen.

Das mag sein. Doch sichert der erfahrene Nutzer seine Daten stets auf wenigstens zwei Laufwerken - am besten in unterschiedlichen Systemen. Da diese Systeme meist auch benutzt werden, bekommt man einen Ausfall mit - anders als bei CD's und DVD's. Diese liegen möglicherweise über Jahre im Etui, bis sie durch Zersetzungsprozesse unbrauchbar wurden. Ihnen wurde zwar Anfangs nahezu das ewige Leben nachgesagt - diese Annahme hat sich jedoch in den Jahren etwas relativiert. Daher ist summa summarum die Aufbewahrung auf regelmäßig genutzten Festplatten langfristig am sichersten. Die Computerbild empfiehlt übrigens weiter die Silberscheiben und gibt eine 10-Punkte-Pflegeanleitung - das ist so sinnvoll, als wolle man durch Putzen ein Auto vor dem Rosten bewahren. Desweiteren seien Disketten doppelt solange haltbar wie Festplatten...

Für die Zukunft stehen die Nachfolger der Festplatten schon in den Startlöchern. Doch auch hier wird gelten: Vertrauen ist nicht immer gut, doppelt und dreifach sichern besser.

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Freitag, Februar 22, 2008

Handy goes online - ohne Internet !

[Trigami-Review]

Web 2.0-Features erobern das Handy - und nun auch ohne die Notwendigkeit einer kostenintensiven Einwahl in's Internet. Dieser recht neue Dienst liefert TV, Videoclips, Comedy, Musik und News in für Handys passende Formate. All dies ist zentral über die Videoanruf- Kurzwahlnummer 22557 erreichbar - vom dortigen Hauptmenü ausgehend zappt sich der geneigte User durch das Programm.

Was mich besonders beeindruckt: Wir haben es hier nicht mit einem beliebigen Youtube- oder Musicload- Ableger zu tun. Die ViiF - Mobile Entertainment Community hat als Kooperations- Partner MTV Europe, die ProSiebenSat1-Media und für seriöse Nachrichten die Nachrichtenagentur REUTERS gewonnen. Mit deren Ressourcen dürfte dem Handy-TV der Durchbruch gelingen. Nicht zuletzt, weil es eben ohne Internet-Provider und damit ohne Daten-Tarif, ohne eine besondere Software und ohne separate Streamingkosten geht.

Die Auswahl, das Zappen, läuft über eine Menüstruktur. Alle Programmpunkte sind mit wenigen Klicks erreichbar. Die Qualität der Darstellung hängt allein von derjenigen des verwendeten Handys ab. Je größer das Display und dessen Auflösung sind, umso häufiger mag man es nutzen. Dies sollte - wenn die Entscheidung für ein neues Handy ansteht - nicht vergessen werden.

Gibt es Haken? Nun ja, ein Videotelefonie-fähiges UMTS-Handy ist Voraussetzung. Einige ältere Funktelefone erfüllen diese Bedingung nicht. Und auf der SIM-Karte muss folglich die Funktion 'Videotelefonie' aktiviert sein. Ist dies nicht der Fall, kann jedoch der Provider diese freischalten. Womit wir letztlich zu den Kosten kommen - splitten wir diese einmal nach Provider auf:
  • 0â‚‚: Anruf auf Kurzwahlnummer 22557 völlig kostenfrei.
  • ePlus & Vodaphone: 39 Cent in der Minute
  • T-mobile: 58 Cent in der Minute
ViiF und T-mobile verhandeln derzeit über einen besseren Preis [Hier stehen die aktuellen Konditionen]. Positiv: Kosten und Features dieses Angebots werden bereits offensiv auf der Startseite genannt. Der Support ist über eine Unterseite gut erreichbar. Wohltuend von anderen Web 2.0-Anbietern abhebend kommen die Nutzungsbedingungen mit zwei Zeilen aus. Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass man unter anderem eigene Handy-Videos bei ViiF ablegen und publizieren kann - deren Verwaltung läuft wahlweise via Handy oder dem PC im Internet.

Es zeigt sich, dass dieses Angebot für 0₂-Kunden unschlagbar ist. Für alle anderen ist es eine nicht billige, aber meist kostengünstigere Alternative zu teuren Internet-Einwahlen per Handy. Und zu guter Letzt: Die österreichischen und schweizerischen Leser dieses Artikels können ab Mitte diesen Jahres auch 'viifen'.

Preisfrage: Ist 22557 A) eine Postleitzahl oder B) die ViiF-Kurzwahl?

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Donnerstag, Februar 21, 2008

Neues Nachrichtenportal 'Zoomer.de'

Das hat es - soweit meine Augen schauen können - noch nicht gegeben: Ein Online-Nachrichtenportal, bei dem die Besucher über die Reihenfolge und Bedeutung der Meldungen entscheiden. Separiert wird ganz simpel über die Häufigkeit des Aufrufs. Jedes andere Portal - einschließlich der NZ-Online (Niendorfer Nachrichten), die ich herausgebe - zwingt dem Leser seine Choreographie auf. Alleine diese Idee ist preisverdächtig. Und sollte auch in der NZ dereinst realisiert werden.

Weitere Ideen: Das Nachrichtengenre ist bunt gemischt, was den sich verändernden Lesegewohnheiten der Internetnutzer entspricht. Ein attraktives Thema des einen Ressorts steht neben dem attraktiven Thema eines anderen Ressorts. Was auf den ersten flüchtigen Blick wie eine unpassende Kombination erscheinen mag, wird durch die Gewöhnung an's Zappen zu einem bekömmlichen Mix. Es macht Spaß, dort zu blättern. Und seinen Senf dazuzugeben. Denn zumindest nach der hinter dem Konzept stehenden Idee soll der User alles kommentieren und bewerten können. Allerdings funktioniert das noch nicht überall oder aber meine Brillengläser waren beschlagen - ich fand das oft nicht. Und was ich fand, konnte ich nicht bedienen. Beispielsweise eine lustige Reihe bunter Punkte, in deren Mitte eine Zahl steht - man kann nicht drauf klicken und man kann die Zahl nicht überschreiben. Ich hätte schon gern gewusst, was das ist und wie das funktioniert. Ein Tipp unter Kollegen an die Redaktion: Mini-Tooltips für die Web 2.0 -Elemente wären hilfreich, ersparten eine FAQ. [Anmerkung: Es wurde nachgebessert]

Zurück zum Konzept: All das Gesagte beinhaltet, dass Äußerungen der Besucher ernst genommen und entsprechend positioniert werden. Das ist gut so, doch irritiert andererseits, wenn beispielsweise 'Sascha1994' an das Verantwortungsbewusstsein der Länder Serbien und Kosovo appelliert. Hervorgehoben in einem Überschriftsblock, möglicherweise direkt über ähnliche Worte der Bundeskanzlerin. Doch ist dies gut, es muss gut sein, denn ein 'Wasch mich, aber mach mich nicht nass' gibt es bekanntlich nicht. Will meinen, wenn man den User zum Publisher erhebt, dann ist dessen Beitrag auch Bestandteil der Meldungen. Ob dies aus Journalistensicht positiv ist, sei dahingestellt - den Besucher ansprechend ist es allemal.

Kommen wir zu dem letzten Highlight, welches ich durch meine beschlagene Brille wahrnehmen konnte: Ulrich Wickert ist als Mitherausgeber ein Garant für seriösen Journalismus überhaupt. Solange dieser Mann an Bord ist, wird das Schiff vermutlich gehobenen Ansprüchen gerecht - sollte man denken. Auch mit ihm auf dem Oberdeck sehe ich eine latente Gefahr, dass vor lauter Web 2.0 -Konformismus die Qualität der Beiträge dahingehen könnte. Negativ fällt auf, dass die Userkommentare, die Blogs und Wickerts Kolumne die einzigen für dieses Portal geschriebenen Inhalte sind - alle weiteren gut geschriebenen Beiträge scheinen kopiertes Material der DPA und anderer Quellen zu sein. Es wäre den Machern anzuraten, den Anteil eigener qualitativ hochwertiger(!) Texte auszubauen - dem ganzen 'eine Handschrift' zu geben. Und noch ein freundlicher Hinweis: Wenn unter dem großen Startseiten-Titel 'Hillary setzt auf Kuschelkurs' auf der Unterseite nur der folgende Miniatur-Artikel erscheint, ist das zuwenig:
"Die große Schlammschlacht bleibt aus. Bei der Fernsehdebatte setzt Hillary Clinton auf milde Töne und punktet mit menschlichen Äußerungen. Differenzen zu Obama zeigen sich besonders in der Kuba-Politik." [Link zum Text]

Etwas mehr journalistische Arbeit muss folgen - sonst ist zoomer.de verwechselbar. Sollte, wollte, könnte - ich wünsche Zoomer.de viel Erfolg. Aber Ulrichs Kolumne 'Die Linken umarmen, um sie zu erdrücken' hätte ich schon gerne gelesen - doch auf der Seite fand sich derzeit nur ein Einleitungssatz...

Nachtrag 27.2.08: Manches wurde in der Zwischenzeit verbessert, manches scheint verloren. Es gibt Beiträge, die sind so erbärmlich schlecht, dass sie schon in einem NoName-Blog ärgerlich wären. Dazu passt das beleidigte Greinen eines anonym bleibenden Zoomer- "Innenleben"- Bloggers, der rundweg auf alles schimpft, was 'sein' Portal in der Medienlandschaft nicht positiv bewertet. Formulierungen wie
"da ist bei einigen auch wirklich grober Unfug raus gekommen, selbst bei etablierten und angeblich so hochwertigen Medien ... Als ob wir je so etwas behauptet hätten ... Foulspiel. Wir können nichts dafür, lieber Herr Patalong, dass Sie die rechte Spalte nicht gefunden haben (oder nicht finden wollten). Dass der Spiegel allerdings derart bösartig desinformiert, hätten wir nicht gedacht. Das ist nicht nur albern, was Sie da schreiben, sondern schlicht falsch. Wer sich aufs hohe Ross setzt, sollte wenigstens saubere Arbeit abliefern, finde ich ... wollen sie partout, dass wir uns gefälligst so zu verhalten und zu organisieren haben wie sie ... Es kommt noch schlimmer"
sind nicht nur sprachlich unsauber und unsachlich, diese würde sich ein gestandener Journalist oder aber dessen Herausgeber und zur Not der Verleger verbitten. Sollte daher vielleicht nicht die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, sondern am Ende das "BILD" verbrechende Axel Springer-Haus hinter diesem Angebot stecken?

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Freitag, Februar 08, 2008

Urheberecht im Internet - was ist erlaubt?

Früher oder später wird jeder Internet-Nutzer mit dieser Problematik konfrontiert - ob er es bemerkt oder nicht. Denn spätestens beim Kopieren von Texten oder dem Rauf- und Runterladen von Dateien wird es eng. Schauen wir einmal, was noch erlaubt ist:
  • Publizieren von eigenen Inhalten - gleich ob Texte, Programme, Grafiken, Bilder, Musik, Videos oder Filme, auf denen keine weiteren Personen erkennbar sind
  • Publizieren von unter der 'Creative Commons Lizenz' veröffentlichten Inhalten - in der Regel muss auf den Lizenztext verlinkt und dieser mit veröffentlicht werden. Allerdings sind hier verschiene Grade der Freigabe zu beachten.
  • Zitieren von kurzen Textauszügen fremder Inhalte, wenn diese entsprechend dem Zitierrecht unter Angabe der Quelle gekennzeichnet sind. Beispiel: [André Chinnow "Tipps zu Google-AdSenseâ„¢" Hamburg 2007]
  • Publizieren von Bildern, Videos oder Filmen, auf denen nur Stars, Politiker oder Berühmtheiten erkennbar sind
  • Das Ansehen von Videos beispielsweise auf Youtube.de - selbst dann, wenn diese Urheberrechte verletzen
Und was ist verboten?
  • Das Herunterladen und Publizieren fremder Inhalten - auch ohne kommerzielle Interessen - ohne dem Vorliegen einer Genehmigung des Rechteinhabers. Hierbei ist es gleichgültig, ob es sich um Texte, Programme, Grafiken, Bilder, Musik, Videos oder Filme handelt.
  • Dito Videos von Youtube.de herunterzuladen oder anders herum auf Youtube zu publizieren, wenn diese Urheberrechte verletzen
  • Das Publizieren von Bilder, Videos und Filmen, auf denen weitere Personen ohne dem Vorliegen ihrer Einverständniserklärung erkennbar sind
Im Grunde ist das System so einfach wie Brötchen holen: Will man sie nicht selber machen, muss man sie bezahlen. Oder wenigstens fragen, bevor man sie sich nimmt...

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Donnerstag, Februar 07, 2008

Google erweitert sein Angebot

So schnell wie Google™ seine Funktionalität erweitert und neue Dienste anbietet, kann man (fast) gar nicht schreiben. Jetzt ist es ein kostenloser Online-Speicherplatz, der via FTP-Verbindung wie eine Festplatte nutzbar sein wird. Das System ist noch in der internen Erprobung, soll aber innerhalb der ersten Jahreshälfte 2008 für alle User geöffnet werden.

Sinn des Ganzen ist, von jedem Ort der Welt aus auf seine Daten, Filme, Videos, Bilder und Musik zugreifen zu können - sofern es einen Internetanschluss gibt. So bräuchte man unterwegs kein Notebook mitzunehmen oder es reicht eines mit kleiner Festplatte.

Dieses Angebot Googles wird zweifellos wieder durchdacht und funktional sein - doch sollten wir uns nicht langsam Sorgen machen angesichts der Masse persönlicher Daten, die dereinst in der Hand eines einzigen Weltkonzerns liegen werden? Google kennt damit alle unsere Vorlieben, Einkaufsgewohnheiten, Surfgewohnheiten und hätte dann auch noch unsere persönlichen Daten im potentiellen Zugriff. Damit ist jeder Betroffene diesem Konzern-Monopol ausgeliefert und erpressbar. Nicht, dass ich Google dies unterstellen würde, aber dem derzeitigen amerikanischen Präsidenten samt seinen Geheimdiensten und damit dem Gestalter von Googles gesetzlichen Rahmenbedingungen ist dies durchaus zuzutrauen. Zwar interessiert sich beispielsweise die CIA nicht für so kleine Leuchten wie mich, doch es gibt auch größere. Vielleicht Dich.

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Mittwoch, Februar 06, 2008

smaboo - Beim Kaffee trinken Geld verdienen

[Trigami-Review]

smaboo ist keine neue Cappuccino-Sorte. Auch kein Taschendrucker für Geldscheine. Es ist was anderes - sagen wir's mal so: Wenn Du beispielsweise regelmäßig mit Deinem Notebook im Café sitzt und surfst, bekommst Du dafür von smaboo monatlich Geld - ein Honorar. Weniger für das Datteln als für einen Werbeaufkleber, der den Notebookdeckel ziert und von anderen wahrgenommen werden kann. Das hört sich nicht nur an wie Werbung, das ist Werbung - genauer Embedded Branding. Wer's nicht mag, dass sein Deckel etwas bunter wird, muss warten, bis man dereinst im Schlaf sein Geld verdienen kann. Bis dahin ist diese Methode jedoch eine interessante Alternative.

Kern des Konzepts ist Glaubwürdigkeit. Was bedeutet, dass Du zu dem Produkt passen musst. Ein Zwanzigjähriger, der für Mittel gegen Inkontinenz wirbt, ist genauso wenig glaubwürdig wie ein Fünfzigjähriger, dem ein Szene-Treff auf dem Deckel klebt. Du bist also ein Teil der Botschaft, eine wandelnde Dauerwerbesendung. Bist Du allein bist oder den Deckel zuklappst.

So verwundert es nicht, dass derzeit nur Studenten in dieses Programm eingebunden werden. Denn 'olde Lütt' sitzen eher im Park als in der Cafeteria und sind auch sonst weniger kommunikativ. Und um Kommunikation geht es nun mal. Je nach Deiner Persönlichkeit kannst Du zwischen drei Varianten wählen:
  • Brand Kampagnen
    basieren weitgehend auf Vertrauen. Du bekommst als smaboo Promoter für die Laufzeit ein festes monatliches Honorar. Als Beleg für Deinen Anteil an der Kampagne sendest Du ein paarmal ein Bild oder Video ein, das Dich "unterwegs beim Werben" zeigt.

  • Lead Kampagnen
    werden entsprechend dem Erfolg Deiner Kampagne vergütet. Das Honorar setzt sich aus einem Basisbetrag und einer variablen Vergütung zusammen. Letztere ist abhängig von der Anzahl generierter Kontakte (beispielsweise Besucher oder neuer Interessenten eines Online-Angebots).

  • Sales Kampagnen
    Wenn Du merkst, dass Du leicht mit anderen über Deine Kampagnen ins Gespräch kommst, kannst Du Dich selbst befördern: zum Sales-Promoter. Die Grundvergütung entspricht der Lead Kampagne, doch bekommst Du hier auch noch Geld für aktive Verkäufe/ Abschlüsse.
So einfach kann man in die Werbung rutschen, Promoter werden. Wer ohnehin gerne verbal kommuniziert und keine Angst vor Menschen hat, wird mit der dritten Methode gut fahren. Weniger aufwendig ist das Lead-Promoten, und für sozialphobische Menschen wie mich böte sich die erste Variante an. André goes Brand Promotion.

Doch verflixt - wo sind hier die Haken? Nunja, wer schon einmal versucht hat, über das Klinkenputzen Staubsauger oder Bausparverträge an den Mann/ die Frau zu bringen, kennt die Hürden für Kontakt-Promotionen. Es kann auch nicht Sinn Deiner Kampagnen sein, alle Deine Freunde einzubinden und denen etwas anzudrehen - das machen im Profigeschäft nur absolute Verkaufsnieten, wenngleich ehemals angesehene Anbieter wie beispielsweise 1und1™ heute ihr ganzes Shop-Marketing Konzept hierauf zu stützen scheinen. So halte ich nur die erstgenannte Brand Kampagne für geeignet, ein möglicherweise kontinuierliches kleines Einkommen zu erzielen. Bei den anderen Varianten wird der persönliche Einsatz vermutlich so aufwendig, dass man auch gleich einen Nebenjob mit fester Vergütung annehmen könnte.

Wo wir gerade über Geld reden: Zur Zeit laufen erst drei Kampagnen mit etwa 1000 Teilnehmern an 70 Hochschulen (einschl. FHs) - so sind die Prognosen noch etwas vage. Doch geht der smaboo -Geschäftsführer Adrian Locher immerhin von durchschnittlich 25 Euro im Monat aus. Und Interessierte können ihre Hochschule für die Teilnahme an den Kampagnen vorschlagen, sofern sie nicht schon dabei ist.

Betrachten wir den Web-Auftritt: Wenn sich der Neu-Nutzer das erste Mal einloggt, gelangt er auf seine Profilseite. Hier werden die üblichen Daten abgefragt. Die Benutzerführung könnte jedoch noch verbessert werden, denn die Meldung ''Es sind noch nicht alle Pflichtfelder ausgefüllt. Bitte ergänze diese untenstehend' trieb mich fast zur Verzweifelung. Bis ich feststellte, dass ich einen zu unauffälligen Speichern-Button übersehen habe. Ein weiterer könnte zusätzlich gut sichtbar oben auf die Seite gesetzt werden. Das Seitendesign ist ansprechend und übersichtlich - auch an eine Anleitung zum Aufkleben und Ablösen der Werbefolie ist gedacht. Die Response-Zeit auf Test-Anfragen überschritt allerdings zum Teil die '24 h-Geduldslinie'. Hier wäre Nachbesserung angebracht. Weitere Hindernisse, Hürden, Ärgerlichkeiten konnte ich nicht entdecken.

Summa summarum: Ich gehe eine Wette darauf ein, dass sich smaboo durchsetzt. Einen Versuch ist es Wert. Jeder Student sollte jedoch bedenken, dass er in Bibliotheken und Zuhause weitaus ungestörter lernen kann und es daher nicht von Vorteil ist, dieses auf Dauer in ein Café zu verlegen (zum smaboo Info-Video).

PS. Zur Zeit benötigt ihr noch zur Teilnahme eine Einladung. Ich habe ein paar Invitation Codes für meine Leser bekommen, die ich auf Anfrage gerne weitergebe.

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Dienstag, Februar 05, 2008

Der Weltwahn(sinn)

Was verbindet eine Pizza-Bestellung in einem Kaff im Nordwesten der USA, eine Milliarde Asiaten und die Entscheidung eines Kapitäns, gut acht Kilometer vor Alexandria/Ägypten zu ankern? Sie verbindet ein Backbone-Unterseekabel, das Letzterer durchtrennte und damit unter anderem den ägyptischen Börsenhandel zum erliegen brachte. Über diese Leitung kommuniziert aber auch Indien mit Europa und den USA. Und weil nun der durchschnittliche Amerikaner niemals zu Fuß geht, um sich beispielsweise eine Pizza zu holen, bestellt er telefonisch. Was dieser oft nicht bemerkt - er redet nicht mit jemanden aus seiner Pizzeria zwei Straßen weiter, die ihm die Pizza Marinara gleich ausliefert, sondern mit dem Angestellten eines indischen Call-Centers, zu welchem der Dienst der Bestellungsaufnahme vom Pizza-Chef outgesourct wurde. Motto: "ItalienischerPizza Hut goes India und liefert in den USA."

Blöder geht's nicht, denn ankert nun irgend ein Dummerjan genau über dem in Seekarten verzeichneten Kabel, muss die Bestellannahme passen. Denn mal eben rüberrufen ist nicht. Und wie geht es weiter? Die Betreiber der Unterseeleitung versuchen nun, parallel Daten via Satellit zu senden und Kapazitäten auf anderen Leitungen anzumieten wie beispielsweise auf derjenigen um Südafrika herum. Und man versucht eine Reparatur via Taucher und Mini-U-Boot. Denn irgendwas geht ja bekanntlich immer.

Nur gut, dass wir nicht schon den Mars besiedelt haben...

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Montag, Februar 04, 2008

'Autobild'-Autobörse ohne Autos?

Wer online nach einem neuen oder gebrauchten Fahrzeug sucht, hat es gut. Drei bekannte Autobörsen stehen zur Auswahl, doch mit sehr unterschiedlichen Qualitäten. Da wäre erst einmal autobild.de zu nennen mit deren Vorsprung an Bekanntheit durch die Eigenwerbung in der erfolgreichen "BILD"-Zeitungsschwester "Autobild". Prahlerisch wird seit jeher von "mehr als 750.000 Inseraten" gesprochen - doch gesehen hat die wohl kaum jemand. Denn sucht man beispielsweise für sich oder den Nachwuchs nach dem Bestseller Golf-Diesel ab 1992 - immerhin bis zu sechzehn Jahre alt - bis 2000 Euro, findet sich im Umkreis von 100 Kilometern ausgehend beispielsweise vom Hamburger Stadtgebiet kein einziger Treffer. Es nützt auch nicht, wie vom System vorgeschlagen, den Wunsch nach ABS herauszunehmen - wo nichts ist, kann nichts angezeigt werden. Wird die Umkreissuche deaktiviert, kommen ganze fünf bundesweite Ergebnisse. Man kann jedoch in der Übersicht nicht erkennen, wo das Angebot zu haben ist - das nervt. Und Suche und Seitenaufbau dauern vergleichsweise lange.

Ganz anders die Antwort auf dieselbe Suchanfrage bei mobile.de - hier finden sich auf Anhieb einige Fahrzeuge im Umkreis. Die Suchmaske arbeitet schnell, erlaubt detailliertere Angaben und gefällt daher - beispielsweise kann nach drei verschiedenen Fahrzeugen gleichzeitig gesucht und die Anzahl der gewünschten Türen vorgegeben werden. Bundesweit fanden sich hierüber vierzig Fahrzeuge. Für jede Änderung in der Suchmaske wird die Anzahl der nun auffindbaren Fahrzeuge gelistet. Das ist erstklassig. Und die dynamisch angezeigten mehr als eine Million Fahrzeuge in der Datenbank sind glaubwürdig.

autoscout24.de listete auf die gleiche Abfrage zwar nur 17 Fahrzeuge bundesweit und drei in der Region, doch liegt das Preisniveau hier deutlich niedriger als bei mobile.de und autobild.de - wenn letztere dann einmal was anzeigt. Daher ist autoscout24.de ein muss für Suchende.

Wenn man googelt, finden sich noch unzählige weitere Anbieter, von denen allerdings viele - auf dem ersten Blick nicht erkennbar - auf mobile.de u.a. zurückgreifen. Es sind also diverse Schein-Dienste im Netz. Und was ist mit den Online-Ausgaben lokaler Zeitungen? Das Hamburger Abendblatt listete einen Unfallwagen in München, quoka.de - das Online-Pendant zu Annoncen Avis - ebenfalls nur ein Modell. Eine vergleichbare Detailsuche bietet Letzteres gar nicht, dafür gibt es Darstellungsprobleme umsonst.

Aufpassen muss man vor Betrugs-Angeboten unter den Gebrauchten. Immer dann, wenn ein beliebtes Modell in Super-Ausstattung unglaublich günstig angeboten wird und eine Festnetz-Telefonnummer fehlt, müssen alle Alarmglocken läuten. Mobile.de hat - wieder vorbildlich - ein simples, aber effektives Meldesystem integriert. Hierüber lässt sich ein Verdacht per Mausklick äußern. Die Sperrung erfolgt sehr schnell. Autocout24.de bietet Gleiches, nur autobild.de macht es umständlicher: Dort gibt es für derartige Annoncen nur den Auswahlpunkt 'Betrugsverdacht (Abwicklung über Western Union/ Treuhandservice)', der jedoch bei einem derartigen Anfangsverdacht unpassend ist und zu weiteren manuellen Angaben zwingt.

Summa Summarum wird der Bild-Spross seiner Herkunft gerecht. Doch mobile.de und autoscout24.de machen vor, wie es geht.

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Sonntag, Februar 03, 2008

Vorsicht vor 'Nebenjob' Briefkasten vermieten

Derzeit werden die Emailpostfächer der Nation zugemüllt mit einem Angebot, dass dem Empfänger 79,90 EUR monatlich ohne einen Vertrag, ohne Bindung und Kündigungsfrist verspricht. Man solle nur zum eigenen Namen den "Namen eines Kunden" auf seinen Briefkasten kleben.

Es klingt zu schön, um ohne Haken zu sein. Denn auf diese Weise stellt man eine deutsche Postadresse für Scheinfirmen zur Verfügung. Deren Hintermänner brauchen eine deutsche Anschrift für Betrugsgeschäfte. Und irgendwann steht möglicherweise die Kripo vor der Tür.

Weniger ist oft mehr. So auch hier. Löschen Sie Derartiges besser ungelesen.

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Freitag, Februar 01, 2008

EnBW Online-Voting startet heute


[Trigami-Review]

Es ist nicht mehr selbstverständlich, das Haus oder die Wohnung 24 Stunden am Tag warm zu halten oder einen Teil des Hauses voll auszuleuchten. Energie ist für viele fast unbezahlbar geworden. Für diese Menschen sind Einsparungen eine Notwendigkeit, doch leiden letztlich alle unter den Energiekosten und schränken sich entsprechend ein. Selbst Vermögens-Millionäre, die ich um viele Ecken kenne, passen sich an.

Worum geht's? Es ist ein Wettbewerb (EnBW Energie-Impulse) und ein Gewinnspiel. Jeder, der online votet, nimmt an der Verlosung des Energieversorgers Energie Baden-Württemberg AG teil. Das man auf diese Weise etwas gewinnen kann, ist ja ganz nett. Spannender sind jedoch die 5-Minuten Filme zum Themenbereich Energiesparen, welche von Familien und Schulklassen der Stufen 5 bis 8 seit dem letzten September eingereicht wurden und nun zur Bewertung stehen.

Es sind gruselig schlechte Beiträge dabei, grelle und besinnliche, gähnend langweilige und fast perfekt gemachte Info-Sendungen. Die Bandbreite ist riesig. Wer sich für das Energiesparen interessiert, wird von den besseren Kurzfilmen auf unterhaltsame Weise mit Infos versorgt. Über das Voting erhält der Gewinner schließlich einen 'Zuschauerpreis'.

So gut die Idee derartiger Wettbewerbe auch ist - die Umsetzung muss stimmen. Mir missfällt die Position, welche der Energieversorger durch seine Art des Auftritts in diesem Wettbewerb einnimmt. Er verkauft sich falsch. Anstatt EnBW als Motor des Energiesparens zu präsentieren und vorzugeben, möglichst viele Menschen im Lande darauf aufmerksam machen und einbinden zu wollen und dieses - auch in diesen Wettbewerb - in den Vordergrund zu stellen, ist man bei EnBW über die Idee des Wettbewerbs selbst scheinbar so begeistert, dass dieser - ohne eine eigene Motivation zu vermitteln - in den Vordergrund geschoben wird. Ein Wettbewerb des Wettbewerbes wegen? Das kann's doch nicht sein. Hierzu gäbe es vieles zu sagen, zu denken - viel Arbeit für Marketingleute.

Auch macht so ein Wettbewerb nur Sinn, wenn der Veranstalter glaubhaft machen kann, dass innovative Ideen aus den Wettbewerbsbeiträgen letztlich in das Marketing des Unternehmens einfließen. Sonst ist es einmal mehr nur ein Wettbewerb des Wettbewerbs wegen mit dem durchschaubaren Ziel, den eigenen Bekanntheitsgrad und die Marktposition zu festigen.

Als chaotisch empfinde ich letztlich die Besucherführung auf der Webseite. Es stehen beispielsweise unter Kundenwettbewerb EnBW- Energie- Impulse insgesamt 31 Menüpunkte in vier Menüs zur Auswahl - links, rechts, oben und unten. Das verwirrt denjenigen, welcher dort neu ist und sich schnell orientieren möchte. Dazu scheinen die Menüpunkte mehrfach vorhanden zu sein und gelegentlich zu verschwinden - wenn man die Orientierungsleiste für ein Menü hält, da sich deren Einträge anklicken lassen. Weniger ist mehr. Und: Eine klare Struktur der zum Wettbewerb gehörigen Seiten fehlt.

So oder so - woll'n wir wählen gehen? Für uns gibt es einen Ipod Nano und Kinogutscheine zu gewinnen...


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