Massenaufrufe von Webseiten durch Anti-Virus 8.0 Linkscanner-Komponente?
Von immer mehr Netz-Autoren wird dies mit der Suchlogik der neuen AVG Anti-Virus 8.0 Linkscanner-Komponente in Verbindung gebracht. Dieser heißt unpassender Weise "Safe Search" und soll eigentlich dazu dienen, bösartige Exploits auf Webseiten zu erkennen und die Nutzer von AVG-Produkten zu warnen. Jedoch scheint jeder einzelne AVG-Linkscanner erheblichen Traffic durch vorsorgliche Überprüfungen auch von Webseiten zu produzieren, die der Nutzer nicht aufgerufen hat. Je mehr Nutzer nun das neue Produkt verwenden, desto häufiger scheinen die Probleme eskalierender DDoS- Attacken aufzutreten.
Wenn sich dies bewahrheitet, wäre die Schutzsoftware selbst zur Malware geworden. Zu erkennen sind diese Zugriffe am stets gleichen Useragenten
Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1;1813)ohne Referrer. Um wenigstens das Google-Analytics-Konto sauber zu halten, können diese Bots angeblich durch Ausschluss des ";1813" User Agenten gefiltert werden. Dieses wäre relativ einfach über die .HTACCESS zu bewerkstelligen. Einige besonders verärgerte Webmaster legen gar ein Redirect auf die Seite des Herstellers. Andererseits blieben hierdurch alle AVG-Nutzer außen vor und sähen von der Webseite nur eine 403er-Fehlermeldung, was auch nachteilig ist.
Eine Gefahr droht noch von anderer Seite: Da sich der Bot nicht an Ausschluss-Regeln zu halten scheint, kann er alle Bereiche eines Webspace durchforsten und so möglicherweise für die Öffentlichkeit gesperrte Seiten finden, die - aus welchen Gründen auch immer - die Kriterien zur Markierung als 'potentiell gefährliche Seite' erfüllen. Das könnte erhebliche Auswirkungen auf das Suchmaschinenranking der ansonsten sauberen Seite nach sich ziehen.
Hoffen wir also, dass AVG's Antwort auf den McAfee SiteAdvisor keine ungewollte Malware ist und sich die Quellen geirrt haben...
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