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Mittwoch, März 18, 2009

Systemleistung stets 100 Prozent & 'Avira Antivir free' läßt sich nicht neu installieren

So etwas kommt vor. Zunächst bemerkte ich eine stark reduzierte Systemleistung, zeitgleich brach jeder Aufruf des Trojanerscanners 'Lavasoft Ad-Aware' mit der Fehlermeldung ab, dass eine weitere Instanz in einem anderen Benutzerkonto laufen könnte. Was nicht der Fall war.

Eine Neu-Installation des Trojanerscanners schlug fehl - auch mein Virenscanner 'Avira Antivir free' ließ sich nicht mehr neu installieren. Nach der Installation und der Aufforderung des Setup-Programms zum Neustart war nichts neu installiert und das Setup-Programmm begann von vorn...

Abhilfe brachten bei mir die folgenden vier Schritte:

I. Folgende Ordner der letzten Avira-Virenscanner-Installationen, falls vorhanden, löschen:
  1. 'C:\Programme\Avira\AntiVirPersonalEdition Classic'
  2. 'C:\Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Avira \AntiVirPersonalEdition Classic'
  3. 'C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Anwendungsdaten\AntiVirPersonalEdition Classic'
II. Im Ordner C:\WINDOWS/PREFETCH alles bis auf Datei 'layout.ini' löschen

III. Nun die Registry aufräumen (START/AUSFÜHREN/ und 'regedit' eingeben) und die folgenden Schlüssel suchen:
  1. '\HKEY_LOKAL_MACHINE\Software\Avira'
  2. '\HKEY_LOKAL_MACHINE\Software\X-AVCSD'
  3. '\HKEY_LOKAL_MACHINE\Software\H+BEDV'
Gefundene Einträge (Ordner) komplett entfernen.

IV. Neustart und Installation von 'Lavasofts Ad-Aware' sowie 'Avira AntiVir free'. Doch Vorsicht: Diese Programme ausschließlich von vertrauenswürdigen Servern herunterladen wie der jeweiligen Herstellerseite oder Chip.de! Es gibt einige möglicherweise mit Schadware manipulierte Versionen wie beispielsweise 'Antivir 2008', welche es vom Hersteller so nie gegeben hat.


Wenn doch alles so einfach wäre. Ich nehme übrigens an, dass die vorgenannte manipulierte Version meines Lieblingsvirenscanners zur Blockade des Trojanerscanners und des eigenen Programmupdates führte.

Die vorstehenden Hinweise habe ich nach bestem Wissen und Gewissen erstellt - für negative Folgen übernehme ich jedoch keine Haftung!

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Montag, August 11, 2008

Massenaufrufe von Webseiten durch Anti-Virus 8.0 Linkscanner-Komponente?

Im Netz mehren sich Fälle von DDoS Attacken gegen Webseiten. Einige scheinen besonders schwer betroffen zu sein. Zwar schließe ich behauptete negative Auswirkungen auf das Google-Suchmaschinenranking aus, doch verlangsamt es den Server und verfälscht beispielsweise die Google-Analytics-Statistiken.

Von immer mehr Netz-Autoren wird dies mit der Suchlogik der neuen AVG Anti-Virus 8.0 Linkscanner-Komponente in Verbindung gebracht. Dieser heißt unpassender Weise "Safe Search" und soll eigentlich dazu dienen, bösartige Exploits auf Webseiten zu erkennen und die Nutzer von AVG-Produkten zu warnen. Jedoch scheint jeder einzelne AVG-Linkscanner erheblichen Traffic durch vorsorgliche Überprüfungen auch von Webseiten zu produzieren, die der Nutzer nicht aufgerufen hat. Je mehr Nutzer nun das neue Produkt verwenden, desto häufiger scheinen die Probleme eskalierender DDoS- Attacken aufzutreten.

Wenn sich dies bewahrheitet, wäre die Schutzsoftware selbst zur Malware geworden. Zu erkennen sind diese Zugriffe am stets gleichen Useragenten
Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1;1813)
ohne Referrer. Um wenigstens das Google-Analytics-Konto sauber zu halten, können diese Bots angeblich durch Ausschluss des ";1813" User Agenten gefiltert werden. Dieses wäre relativ einfach über die .HTACCESS zu bewerkstelligen. Einige besonders verärgerte Webmaster legen gar ein Redirect auf die Seite des Herstellers. Andererseits blieben hierdurch alle AVG-Nutzer außen vor und sähen von der Webseite nur eine 403er-Fehlermeldung, was auch nachteilig ist.

Eine Gefahr droht noch von anderer Seite: Da sich der Bot nicht an Ausschluss-Regeln zu halten scheint, kann er alle Bereiche eines Webspace durchforsten und so möglicherweise für die Öffentlichkeit gesperrte Seiten finden, die - aus welchen Gründen auch immer - die Kriterien zur Markierung als 'potentiell gefährliche Seite' erfüllen. Das könnte erhebliche Auswirkungen auf das Suchmaschinenranking der ansonsten sauberen Seite nach sich ziehen.

Hoffen wir also, dass AVG's Antwort auf den McAfee SiteAdvisor keine ungewollte Malware ist und sich die Quellen geirrt haben...

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Freitag, Juli 04, 2008

Tipp: 'Wayback Machine' vom Crawling aussperren

Jeder aktive Internetnutzer hinterlässt in Foren und Newsgroups Spuren, die ihn - sofern er sich mit dem 'richtigen' Namen anmeldete - bis über sein Lebensende hinaus verfolgen können. In Foren mag man über den Betreiber eine Löschung erwirken können. Doch alte Usenet-Einträge zu beseitigen ist unmöglich, nachdem Google vor Jahren begann, diese Bestände in seine Server kontinuierlich einzulesen. Dieses Werk ist noch nicht vollbracht - es sind zu umfangreiche Daten für eine schnelle Speicherung und Indizierung.

Wogegen Sie sich jedoch erfolgreich wehren können ist, dass ältere und möglicherweise heute peinliche erste Gehversuche mit eigenen Internetseiten bis zum St. Nimmerleinstag eingesehen werden können. Der orwellsche Datensammler heißt archive.org und bietet über seine Wayback Machine genau diesen Service an.

Das mögen Sie nicht? Dann sperren Sie Ihre Domain für dessen Bot. Und so geht's:
  1. Erstellen Sie - wenn noch nicht vorhanden - eine Textdatei mit Namen 'robots.txt'.
  2. Schreiben Sie die folgenden zwei Zeilen hinein:
    • User-agent: ia_archiver
    • Disallow: /
  3. Laden Sie diese Datei via FTP-Transfer in das Hauptverzeichnis Ihres Webspace hoch.
Das war's. Diese Maßnahme greift mit sofortiger Wirkung. Alle bisher gespeicherten Versionen Ihrer Seite bleiben zwar entgegen der Beteuerung des Betreibers auf www.archive.org erhalten, können jedoch nicht mehr abgerufen werden. Und es werden fortan keine neuen Speicherungen von Abbildern Ihrer Domain durch archive.org vorgenommen. Dieses kann auch dann bedeutsam sein, wenn von Ihrer Seite eine Urheberrechtsverletzung ausging, deren Behebung erforderlich war. Der 'Law Vodcast' der Kanzlei Dr. Bahr erkennt in der derzeitigen Rechtssprechung eine Verpflichtung des Verletzers, rechtswidrige Inhalte auch von fremden Internetseiten zu beseitigen - die Frage der Zumutbarkeit würde in jedem Einzelfall zu entscheiden sein. Die Entfernung aus 'archive.org' gehöre dazu. Die vollständige Entfernung vorhandener Abbilder müsste also zusätzlich zur Blockierung via 'robots.txt' per Email (info [at] archive.org) gefordert werden.

Sollten Sie später eine bereits gespeicherte ältere Version einsehen wollen, brauchen Sie diese beiden Zeilen nur wieder aus der Datei 'robots.txt' zu entfernen. Dies könnte beispielsweise hilfreich sein, wenn ein Kunde ungerechtfertigt die seinerzeit gültigen AGB Ihres Shops in Frage stellt. Oder eben aus nostalgischen Gründen.

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