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Band 1 - 'Einführung in die Grundlagen der Physik'

Erstes Buch von den acht Bänden des Gesamtwerkes 'Hinter den Kulissen unserer Welt - Ein System der Metaphysik

Kapitel 1.6.2 Geht's auch ohne die imaginäre Zeit?
Die Formulierung einer endgültigen allumfassenden Theorie wäre nun einfach, wenn wir entgegen der Unschärfetheorie, nach der sich nicht zugleich die Position und die Geschwindigkeit eines Teilchens exakt messen lassen, dies doch tun könnten: in diesem Fall könnten wir nach Marquis de Laplace - dem Begründer des wissenschaftlichen Determinismus - mittels der bereits bekannten physikalischen Gesetze den Zustand des Universums zu jeden gegebenen Zeitpunkt in der Vergangenheit und Zukunft vorhersagen. Doch da uns dieser Weg verschlossen ist und aufgrund des ebenfalls unvorstellbar großen Umfangs der Berechnungen ein praktisches Lösen einer Gleichung selbst für nur zwei Teichen nicht möglich wäre, benötigen wir eine Theorie, die alle bisherigen funktionierenden Theorien zu einem Ganzen verbindet und erklärt. Sie ersparte uns somit das lästige Rechnen. Entgegen dem ersten Anschein wird diese Theorie wahrscheinlich eher relativ einfach, wenig komplex sein. Mit Hilfe einer solchen allumfassenden Theorie werden wir berechnen können, wie sich das Universum entwickeln wird und wir werden wissen - und nicht nur annehmen -, wie die Geschichten angefangen haben. Wenn es nun eine solche allumfassende Theorie gibt, wenn sie existiert - selbst wenn sie möglicherweise niemals von uns Menschen gefunden werden wird - bedeutet dies, dass die Zukunft bereits feststeht, determiniert ist, schon immer feststand, von Anbeginn der reellen Zeit, vom Anbeginn des Universums also an. Wenn jedoch alles von vornherein bekannt, berechenbar ist, gibt es keine Zufälle und außerhalb der durch die Unschärferelation zulässigen Streuung des Verhaltens keine freie Entscheidungen des Willens. Unser Wille wählte dann möglicherweise lediglich zwischen einer zwar unvorstellbar großen, jedoch letztlich begrenzten Anzahl von Möglichkeiten abgehend von unserer jeweiligen Position in Zeit und Raum, im Universum oder in unserem Leben. Diese wählbaren Möglichkeiten befänden sich auf der imaginären Zeitschiene, die sich rechtwinklig in beide Richtungen (wir können es uns einfach vorstellen: nach links und rechts) von unserer Position auf der bewusst wahrgenommenen reellen Zeitschiene (auf ihr ist im wahrsten Sinne des Wortes die Zukunft vor uns, Vergangenes hinter uns) befindet. Bei der Überlegung des Akzeptierens oder des Ablehnens solcher Annahmen sollten wir bedenken, dass zum Beispiel Dimensionen und auch Dobbs imaginäre Zeitschiene nur mathematische Hilfsmittel, besser Krücken für eine letztlich durch und durch mathematische Theorie der eigentlichen Zusammenhänge sind. Wie Russell es sagte, nicht, weil wir so viel über die physikalische Welt wissen, ist die Physik mathematisch, sondern weil wir so wenig wissen: Nur die mathematischen Eigenschaften der physikalischen Welt können wir erkennen [Lit 56].

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[André Chinnow "Hinter den Kulissen unserer Welt - Ein System der Metaphysik" Hamburg 2007].

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