Nicht nur Emerson sah einen Faden durch alle Dinge gehen, nämlich dergestalt, das die Menschen und die Ereignisse auf diesem Faden zu uns kommen, weil es diesen Faden gibt. Nach Schopenhauer stehen alle Ereignisse im Leben eines Menschen in zwei grundverschiedenen Arten des Zusammenhangs; einmal im objektiven, kausalen Zusammenhange des Naturlaufs und zum anderen in einem subjektiven Zusammenhang, Emersons Faden gleich, in welchem der Inhalt wie die Szenen eines Dramas durch den Plan des Dichters bestimmt ist. Die Tatsache, dass das Schicksal des einen zum Schicksal des anderen passt, ist nach ihm ein unser aller Fassungskraft übersteigender Ausdruck einer ‚prästabilierten Harmonie': der Wille zum Leben (vgl. S. 1039) ist nach Schopenhauer ein Traum, den jedes Wesen träumt, und zwar so, dass alle anderen Personen ihn mitträumen; daher greift alles ineinander und passt zueinander.
Feynmans Konzept der multiplen Geschichten ist nun eine modernere Version dieser aus dem frühen neunzehnten Jahrhundert stammenden, wenngleich immer noch unwidersprochenen Grundannahmen, lediglich angepasst an neuere Erkenntnisse der Physik.
Laut Hawking arbeiten die Physiker und verwandte Fachrichtungen heute daran, Einsteins allgemeine Relativitätstheorie und Feynmans Konzept der multiplen Geschichten der sich wie eine Raumrichtung verhaltenden imaginären Zeit zu einer vollständigen einheitlichen Theorie zu verbinden, die alles beschreibt, was im Universum geschieht.
Um die diesem Versuch zugrunde liegenden quantentheoretischen Erkenntnisse zu beleuchten, holen wir jetzt einmal etwas aus und schauen, was Pauli, Broglie und Heisenberg hierzu beigetragen haben.
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