Zum Verdeutlichen der wechselseitigen Abhängigkeiten von Zeit, Masse und Geschwindigkeit werde ich nachfolgend deren Wechselspiel erläutern:
Gravitation ist der Sog, die Wirkung der fließenden Zeit. Fließt sie in der Nähe großer Massen schnell, ist der Sog groß - in Entfernung zu großen Massen gering. Ist die Geschwindigkeit des Beobachters gering, ist dieser Sog groß und umgekehrt bei hoher Geschwindigkeit gering. Um nun alle die Erscheinung der Gravitation beeinflussenden Faktoren in einem Satz zu vereinigen, könnte man sagen:
Gravitation ist der Sog des Zeitflusses unter dem Einfluss von Materie in Abhängigkeit von deren Geschwindigkeit und Masse.
Nach Schopenhauer gäbe es ohne Materie keine Zeit. Diese Feststellung lässt sich ausweiten:
- Ohne Materie, gäbe es weder Bewegung noch Zeit.
- Ohne Bewegung gäbe es weder Materie noch Zeit.
- Ohne Zeit gäbe es weder Materie noch Bewegung.
Um dies zu verdeutlichen, betreiben wir noch einige Wortspiele: Gravitation ist der Sog der aufgrund von Materie und in Abhängigkeit von deren Geschwindigkeit und Masse fließenden Zeit; alle drei Faktoren müssen gegeben sein. Ist also beispielsweise die Geschwindigkeit der Materie gering, ist die Wirkung, der Sog der Gravitation groß, die Zeit fließt schneller - und umgekehrt.
Da nun das Universum auch aus großen Bereichen mit relativ wenig Materie besteht, ist die Geschwindigkeit des Zeitverlaufes auf der Schiene der 4. Zeit-Dimension der vierdimensionalen Raumzeit unseres Universums unterschiedlich. In fast leeren Bereichen steht die Zeit nahezu still. Es lässt sich daher kein im ganzen Universum gültiges Alter des Universums festlegen, weil dessen Faktor Zeit eine variable Größe in Abhängigkeit von der umgebenden Masse und dessen Geschwindigkeit ist. Berechneten wir aus unserer Position heraus auf dem Planeten Erde das Alter des Universums, so ‚stimmt' diese Zahl nur im Verhältnis zu dem Bezugssystem Planet Erde. Würden Menschen den Mars besiedeln, würden sie dort zu einem anderen Wert kommen. Diejenige Altersbestimmung, welche wir Menschen auf unserem, quasi einer eigenen Zeit unterliegenden Planeten vornehmen, taugt auch nur hier und würde an einer jeden anderen räumlichen Position im Universum anders ausfallen.
Solange jedoch selbst Physiker unserer Zeit ihre Fähigkeiten dafür vergeuden, das Alter des Universums zu berechnen, haben sie die Relativität von Zeit - Einsteins wesentliche Erkenntnis - nicht verinnerlicht. Das Alter des Universums ist nicht messbar.
Was dann? Die Zeit ist unter den vier Raumrichtungen die große Variable, da sie mehr als die drei anderen Raumrichtungen durch Materie beeinflusst wird. Zwar kommt es bei den verbleibenden drei Raumrichtungen auch zu deutlichen Ablenkungen durch Materie, doch eignen sie sich für eine Messung des Abstandes unserer Position vom Beginn des Universums noch am besten. Somit ist der m. E. einzig sinnvolle Wert, welcher eine Entfernung im Universum - beispielsweise die Entfernung unserer momentanen Position zum Urknall - beschreibt, die Größe derjenigen Raumrichtung, welche vom Beginn des Universums ausgehend auf unsere Position gerichtet ist. Es ist ein Längenmaß, das beispielsweise besagen würde, unser Universum ist circa soundsoviel Kilometer vom Urknall in alle Richtungen ausgedehnt - wobei die runde ballförmige Oberfläche Dellen hätte wie ein Ball mit Beulenfest: die Ablenkungen von Raumrichtungen durch die auf dem Weg liegende Materie führen zu nicht geraden Verläufen.
Bewegten wir uns auf eine dieser Raumrichtungen, würden wir diese Verwindungen nicht bemerken können. Erst bei einer Betrachtung von außen aus einer beliebigen Position außerhalb unserer Raumzeit würden wir die Umwege der Raumrichtungen und die daraus entstehenden Verwerfungen erkennen. So könnte man also als Ersatz für die Zeitvariable errechnen, das wir uns soundsoviel Kilometer vom Urknall entfernt befinden - wenngleich nicht in der gradlinigen Entfernung, sondern in der gewundenen der vielfach abgelenkten Raumrichtung. Dieser Wert ist von jedem Ereignispunkt im Universum aus berechnet für einen bestimmten Ereignispunkt im Universum derselbe. Die Größeneinheit ‚ Lichtjahr' dagegen kann hier keine Verwendung finden, weil dieses Bezug nimmt zu einem Jahr auf diesem Planeten, somit nur zu dieser Position in der Raumzeit.
Die Raumrichtung der Zeit ist als Messwert kaum für etwas anderes zu gebrauchen ist, als hier auf unserem Planeten den Wecker zu stellen. Diese Funktion jedoch erfüllt sie so gut, dass sie als Maßstab für eine Abfolge von Ereignissen schlechthin angesehen wird. Doch ist die Zeit ist auch als Maßstab für unser persönliches Empfinden wie als Maßstab für eine Entfernung zum Urknall untauglich. Nicht einmal, wenn im Urlaub ihr Partner zum Skilaufen auf dem Gipfel steht und sie unten im Tal an einem Tresen, erlebten sie beide die gleiche Zeit. Schon in diesem Beispiel ist ihre Altersdifferenz nach der Rückkehr ihres Partners in das Tal etwas größer als zuvor. Ihr Partner ist nun etwas jünger als sie. Oder andersherum: Ihr Partner hat oben auf dem Gipfel weniger Zeit verbracht als sie im Tal.
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