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wird keine Gewähr oder Haftung übernommen. Sie basieren auf Erfahrungen von
Nicht-Fachleuten. Bevor Sie diese aufgreifen, klären Sie vor der Anwendung
der hier gegebenen Informationen mit Fachleuten ab, ob Ihnen daraus Nachteile entstehen
können. Den Herstelleranweisungen verwendeter Produkte ist unabhängig von den nachfolgenden Ausführungen zu folgen.
Auch stellen die Aussagen zu Rechtslagen keine Rechtsberatung dar,
sondern spiegeln nur eine persönliche Meinung des Verfassers wieder, welche falsch sein kann.
Ein Wort vorneweg: Ich habe ein Auto, das säuft. Damit kann mein Portemonnaie leben, denn ich bewege mich kaum aus
dem kleinen Dreieck meiner Welt hinaus. Doch ich habe auch vier Rechner im Haus, welche den
Strom saufen wie Kamele das Wasser, den Zähler im Keller ins Schwitzen bringen. Im letzten
Abrechnungsjahr lag unser Verbrauch mit etwa 10500 KW/h auf dem Niveau eines mittelständischen
Betriebes - der von den E-Werken genannte Referenzwert beträgt für unsere Haushaltsgröße
lediglich 4000 KW/h. In Kürze wird uns unser Stromversorger mit Weihnachtsgrußkarten und
Bonusmeilen bedenken. Im Folgenden beschreibe ich, wie mein Stromverbrauch ohne Einschränkungen
in der Nutzung von Geräten um ein Drittel reduziert werden konnte.
1. Welches sind die großen heimlichen Stromverbraucher?
Die Beleuchtung ist sicher nicht der größte Posten - hat man es jedoch gerne hell
erleuchtet in Haus und Garten, müssen konventionelle Glühbirnen auf Energiesparlampen
umgerüstet werden. Weil dies sehr teuer ist, bietet es sich an, das nach und nach
vorzunehmen, wenn es gerade irgendwo günstige Angebote für Energiesparleuchten gibt.
Sämtliche größere Elektro-Geräte - ob mit oder ohne Standbye-Funktion - müssen über
Funksteckdosen vom Netz getrennt werden. Oder wussten Sie, dass selbst Waschmaschinen
noch bis zu zwanzig Watt Strom in der Stunde verbrauchen, auch wenn sie abgeschaltet sind?
Wenn sie Ihren alten kleinen Kühlschrank samt Gefrierschrank gegen einen sehr
energiesparendes, jedoch größeres Kombi-Modell der besten Energieeffizienzklasse A++ eintauschen,
dann verbraucht dieses dennoch mehr Strom als die alten Geräte. Und zwar weil es größer
ist und folglich zur Kühlung mehr Energie benötigt als die alten kleineren Modelle. Die
Einstufungen der Neugeräte in Energieeffizienzklassen beziehen sich nur auf Geräte
gleicher Größe. So erlebt so mancher nach dem von Medien und Industrie beschworenen
Austausch alter Elektrogeräte eine böse Überraschung.
Wenn sie selbst wie viele Menschen mehrere Rechner zeitgleich nutzen, lösen Sie einen
auf. Dessen Funktionen können von dem verbliebenen Computer übernommen werden. Jeder Rechner
verbraucht je nach Belastung zwischen 180 und 400 Watt pro Stunde. Da können Sie
jedes Zimmer Tag und Nacht hell erleuchten, die paar 7 oder 11 Watt-Energiesparlampen
fallen dagegen nicht mehr ins Gewicht.
Auch ein nur vorn am Netzschalter abgeschalteter oder in den Ruhezustand
versetzter Rechner verbraucht noch um die 20 Watt. Ob beispielsweise Ihr Mainboard
selbst beim vollständig heruntergefahrenen Rechner noch unter Strom steht, können
Sie an ihrem Hub - sofern vorhanden - erkennen: Die Netzwerkkarte liefert kontinuierlich
ein Signal an den Hub und dessen Diode leuchtet. Aber auch die Netzwerkdiode an der
Rückseite Ihres Rechners (neben dem Anschluß des Netzwerkkabels) leuchtet im ausgeschalteten
Zustand und zeigt uns, dass das System nicht vollständig ruht. Aber selbst mit hinten am Netzteil
ausgeschalteten Computern saugen diese noch bis zu 17 Watt aus der Leitung - dann bleibt
die Netzwerksdiode allerdings dunkel. Ein Scanner saugt unbenutzt 10 bis 15 Watt, eine externe
Festplatte noch weitere 18 Watt Strom.
Der Ruheverbrauch aller Elektro-Geräte summiert sich auf ein- bis zweihundert Watt
Grundverbrauch ohne jeden Nutzen in jeder Stunde des Tages. Damit könnten Sie schon einen
kleinen Raum beheizen oder den Rasen hinter dem Haus in Halogen-Flutlicht tauchen.
Weitere zwanzig Watt Stundenverbrauch für den DSL-Router, Telefon-Netzteile
und einen Hub muss man dagegen hinnehmen - diese Geräte werden ganztägig gebraucht.
2.0 Wie kann der Stromverbrauch gesenkt werden?
2.1 Hardwareseitige Einspar-Maßnahmen
Die Stecker von Rechnern samt Monitoren, Druckern, Scannern, DVB-T Antennen und
externen Laufwerken fassen Sie über Steckdosenleisten zusammen. Und trennen diese fortan
über Funksteckdosen oder Schaltern bei abschaltbaren Steckdosenleisten
(Baumarkt) komplett vom Netz, sobald sie nicht benutzt werden. Und schalten Sie diese
aus - selbst bei der kleinen Mahlzeit oder dem kleinen Einkauf zwischendurch, wo sie sonst weiterliefen.
So müsste es möglich sein, die Drehscheibe des Stromzählers gelegentlich zum Stehen zu bekommen -
wenn der Kühlschrank gerade mal nicht kühlt. Optimal wäre der Umstieg auf ein schon vom Hause aus
energiesparendes Notebook, an denen die Terrabyte vorhandener Festplatten nur bei Bedarf als
externe Laufwerke angehängt werden. Doch würde die Amortisation dieser Hardwarekosten
vermutlich länger dauern als die Notebooks halten.
Noch ein Tipp: Lassen Sie bei
eingeschalteter Steckdosenleiste/Funksteckdose der Computeranlage und Stereoanlage jeweils
eine 5 oder 7 Watt-Lampe mitbrennen. Das kostet Sie gemessen am Verbrauch der Hardware fast
nichts, erinnert jedoch zuverlässig an das Abschalten. Ich jedenfalls würde es sonst häufiger vergessen.
2.2 Softwareseitige Einspar-Maßnahme: Ruhezustand einrichten
Vor jeder Änderung ist es stets ratsam, in Windows-XP unter
'START/PROGRAMME/ZUBEHÖR/SYSTEMPROGRAMME/SYSTEMWIEDERHERSTELLUNG'
einen neuen Systemwiederherstellungspunkt zu setzen, um den aktuellen Zustand des
Betriebssystems leicht wiederherstellen zu können.
2.2.1 Warum hilft der Ruhezustand des Computers Strom sparen?
Wenn Sie den Ruhezustand
als Standard beim Druck auf den Ein/Aus-Schalter einrichten, lohnt auch das Abschalten für
wenige Minuten zwischendurch. Nach dem Wiedereinschalten ist Ihre Arbeitsumgebung in wenigen Sekunden wie
zuvor komplett vorhanden und Sie können an gleicher Stelle weiterarbeiten. Niemand fährt
jedoch für kurze Arbeitspausen den Rechner vollständig herunter, wenn er hinterher die
Arbeitsumgebung neu aufbauen müsste.
Auf Wunsch begibt sich der Rechner gar nach einer von Ihnen zu wählenden Zeitspanne
der Untätigkeit von selbst in den Ruhezustand. Achtung: Angehängte externe
Festplatten müssen zuvor manuell vom Rechner oder vom Netz getrennt werden, sonst begibt
sich dieser nicht in den Ruhezustand. Und das gelegentliche vollständige Herunterfahren
des Systems erfolgt dann oft erst nach einer zweimaligen
(!) Anwahl von 'START/AUSSCHALTEN/AUSSCHALTEN'.
2.2.2 Einrichten des Ruhezustands unter Windows-XP
- Unter 'START/SYSTEMSTEUERUNG/ENERGIEOPTIONEN/ERWEITERT/RUHEZUSTAND AKTIVIEREN'
ein Häkchen setzen und
unter 'START/SYSTEMSTEUERUNG/ENERGIEOPTIONEN/ERWEITERT' unter
'Beim Drücken des Netzschalters am Computer' den
Auswahlpunkt 'In den Ruhezustand wechseln' auswählen.
Zusätzlich zur Vermeidung einer Passwortabfrage beim Aufwecken unter
'START/SYSTEMSTEUERUNG/ENERGIEOPTIONEN/ERWEITERT'
vor 'Kennwort bei Aktivierung aus dem
Standbyemodus anfordern' den Haken entfernen.
- Wenn Sie die Firewall Zonealarm nutzen, müssen Sie zudem die DHCP und die DNS-Adresse des DSL-Routers
als 'trusted zone', als 'sichere Zone' einrichten. Sonst hätten Sie nach dem Hochfahren
aus dem Ruhezustand häufig kein Internet/DSL. So geht's:
Erkunden Sie zunächst diese
Adressen. Gehen Sie auf 'START/PROGRAMME/ZUBEHÖR/EINGABEAUFFORDERUNG'.
Geben Sie in dem DOS-Fenster in der Kommandozeile
'ipconfig /all' ein.
In dem angezeigten Ergebnis finden sich weiter unten die DNS- und die DHCP-Server Adressen des
Routers. Bei der FritzBox ist dies nur eine - es können jedoch auch mehrere sein. Jetzt gehen
Sie in Zonealarm in 'FIREWALL/ZONEN/HINZUFÜGEN/IP-ADRESSE'
und geben hierüber nacheinander die gefundenen IP-Adressen vom DNS- und DHCP-Server ein.
Zuletzt bestätigen Sie dies mit Klick
auf 'ÜBERNEHMEN'. Jetzt
muss nur noch unter 'FIREWALL/GRUNDEINSTELLUNGEN'
der untere Schieberegler 'Sicherheit für die Sichere Zone' in Mittelstellung
gebracht werden - auf 'HOCH'
gäbe es nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand ebenfalls keine Verbindung zum Internet. Und
wirklich zu guter Letzt muss noch unter
'PROGRAMMEINSTELLUNGEN/GRUNDEINSTELLUNGEN'
die automatische Internetsperre deaktiviert werden - sonst läuft nach dem Ruhezustand nix mehr.
War doch einfach, oder?
Das war's.