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Ratgeber

Heimwerker

Anleitung zum Fundament erstellen und Wände mauern

Detaillierte Beschreibung zum Mauern eines Gartenhauses, einer Garage oder freistehender Mauern mit Fundamenten im Selbstbau

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Achtung: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gegebenen Hinweise wird keine Gewähr oder Haftung übernommen. Sie basieren auf Erfahrungen von Nicht-Fachleuten. Bevor Sie diese aufgreifen, klären Sie vor der Anwendung der hier gegebenen Informationen mit Fachleuten ab, ob Ihnen daraus Nachteile entstehen können. Den Herstelleranweisungen verwendeter Produkte ist unabhängig von den nachfolgenden Ausführungen zu folgen. Auch stellen die Aussagen zu Rechtslagen keine Rechtsberatung dar, sondern spiegeln nur eine persönliche Meinung des Verfassers wieder, welche falsch sein kann.


Ein kleiner Hinweis zu Beginn: Die Arbeitstechnik des gelernten Maurers verlangt einige Übung. Hier wird gezeigt, wie Sie ohne erlernte handwerkliche Fertigkeiten gute Ergebnisse erreichen.


1. Das Fundament bauen

Was immer Sie auch mauern werden - es bedarf eines soliden Fundaments. Damit eine Wand nicht beispielsweise bei einen durch Wind oder Regen aufgeweichten Boden den sicheren Stand verliert. Für eine Mauer in Hanglage bilden Sie die Betonschicht des Fundaments in Stufen aus, um ein Abrutschen zu verhindern - ein der Hangneigung angepasster Fundamentboden hat keine Standsicherheit. Aber welche Höhe muss ein Fundament haben? Und welche Vorarbeiten sind nötig?

1.1 Mauer mit Höhe bis 50 cm über Bodenniveau

Zehn Zentimeter Schotter, darüber zehn Zentimeter Beton, darüber zweireihig Ziegelsteine nach Wahl mauern, Unter die oberste Ziegelreihe, in welcher die Ziegel mit der langen Seite aneinandergelegt werden sollten, könnten Sie zwei etwa zwei Zentimeter über die Mauer hinausragende Schichten Natursteinplatten, Schieferplatten zur besseren Ableitung des Regenwassers einarbeiten. Dies gilt natürlich auch für die folgende höhere Mauer.

1.2 Mauer-Höhe ab 50 cm über Bodenniveau

Das Fundament muss dreimal so breit wie die Mauerdicke sein. Dessen Höhe sollte etwa ein Drittel der Mauerhöhe betragen. In Abständen von zwei Metern einer 24 cm dicken Mauer respektive einen Meter einer 12 cm dicken Mauer müssen zusätzliche Stützen gemauert werden - mindestens jedoch an den Außenkanten. Nun gibt es jedoch sehr unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten - fragen Sie daher unbedingt einen Statiker, welche Fundamentabmessungen bei Ihren Bodenverhältnissen erforderlich sind.

1.3 Gartenhaus oder Garage

Hier erhalten nicht nur die vier Wände ein Beton-Fundament - ist es einfacher und zudem in der späteren Nutzung praktischer, das ganze Gebäude auf eine Bodenplatte zu setzen. Diese muss ein Stahlgeflecht enthalten, damit zum einen Risse vermieden werden, zum anderen die Stabilität und der Verbund erheblich erhöht wird.

Die Höhe des Betonfundaments und die optimale Menge des darin eingebrachten Eisengeflechts (Bewehrung) hängen also auch von der erwarteten Belastung ab. Konkreter Rat für Ihr Bauvorhaben ist daher nur von einem Statiker zu bekommen. Wenn Sie die Planung jedoch alleine durchführen möchten, bauen Sie es lieber etwas solider. Mit etwas mehr Bewehrung und etwas größerer Dicke der Bodenplatte, als hier vorgeschlagen und es Ihnen sinnvoll erscheint. Die folgenden Angaben sind daher auch keine verbindlichen Werte, sondern nur als Beispiel zu verstehen.

Das Vorgehen:

1.3.1 Tiefe der Ausschachtung

Um überhaupt eine frost- und standsichere Gründung zu erhalten, muss die Bodenplatte eines massiv gemauerten Hauses wenigstens achtzig Zentimeter tief in das umgebende Erdreich reichen. Das mag ärgerlich erscheinen, wenn Sie doch gar keinen Keller geplant haben. Doch auch mit einem Keller bräuchten Sie unter diesem einen weiteren, gut vierzig Zentimeter starken Unterbau. Ganz ohne die Mühe des Ausschachtens - wenigstens unter den tragenden Wänden - geht es also nicht. Auch ist die Verschalung einer großen Fläche einfacher als das separate Verschalen von 4 oder mehr Punkt-Fundamenten oder eines Ringfundaments.

1.3.2. Vorarbeiten für Versorgungsleitungen

Planen Sie genau die Tiefe, in welcher Sie eine möglicherweise erforderliche Abwasserleitung verlegen. Entgegen den Bauvorschriften für ein Wohnhaus genügt es meist, die Abwasserleitung wenigstens fünfzig Zentimeter unter Bodenniveau im Erdreich zu vergraben. Sie muss bis zum Anschluss an das Haupt-Abwasserrohr ein durchgehendes Gefälle aufweisen. Mancherorts gibt es eine Trennung zwischen der Regenwasser- und Wegeentwässerung und den sonstigen schwer belasteten Hausabwässern. Schließen Sie daher Toiletten und Waschbecken immer nur an die Hausabwasser-Entsorgung an.

Die Wasserzuleitung verläuft absolut frostsicher nur in sehr großer Tiefe. Für meine sekundäre Wasserversorgung haben sich jedoch fünfzig Zentimeter (wie beim Abwasserrohr) als ausreichend erwiesen. Allerdings wird über diese Leitung auch im Winter Wasser gezapft und das Wasser somit bewegt, was einem Einfrieren entgegenwirkt. Verwenden Sie als Leitungsmaterial der Wasserversorgung nur Schläuche aus schwarzem Hartkunststoff (PE-Rohr), die mit Schraubverbindern verzweigt werden - niemals Kupferleitungen, Eisenleitungen, Gartenschläuche oder Gewebeschläuche. Diese werden nach meiner Erfahrung über kurz oder lang verrotten, platzen oder brechen. Die PE-Rohre sind dagegen nahezu unverwüstlich und platzen auch nicht, wenn das Wasser darin doch einmal einfrieren sollte. Lediglich die Schraubverbindungen müssten danach eventuell neu befestigt werden.

Alle anderen Versorgungsleitungen für Strom, Telefon, Computer-Netzwerk und ggf. im Haupthaus gesteuerte Außenbeleuchtung werden vor dem Gießen des Fundaments geschützt in einem Kunststoffrohr vom Haupthaus an die gewünschte Position im späteren Innenraum des Nebenhauses herangeführt. Als Stromleitung dürfen ausschließlich Erdkabel verwendet werden und es darf im Erdbereich keinerlei Leitungsverbindung mit Steckern oder ähnliche Basteleien geben. Hierfür gibt es spezielle Verteilungsdosen, die absolut wasserdicht verschließbar sein müssen. Legen Sie auch gleich ein verrottungsfestes und sehr reißfestes Band mit in dieses Versorgungsrohr, um das spätere Nachziehen einer weiteren Leitung oder den Austausch einer vorhandenen zu ermöglichen. Es macht Sinn, diese Leitungen seitlich durch das Fundament zu führen, um die später in die Baugrube einzulegende Baufolie unter dem Fundament möglichst öffnungsfrei zu halten. Jede Beschädigung oder Öffnung in der Baufolie wirkt deren einzigen Zweck einer sicheren Abdichtung des Fundaments gegen Feuchtigkeit von unten entgegen.

1.3.3. Untergrund verdichten

Nach dem Ausschachten wird der Untergrund verdichtet - dies ist nahezu immer notwendig. Leihgeräte gibt es hierfür in vielen Baumärkten.

1.3.4. Sand- und Kiesschicht einbringen

Auf den nackten Boden schütten Sie zunächst eine Sandschicht und darauf eine Kiesschicht. Diese müssen unbedingt verdichtet werden, damit sich ihr Häuschen später nicht mit Rissen setzt.

1.3.5. Baufolie einbringen

Diese Unterfütterung der Bodenplatte decken Sie mit einer möglichst einteiligen Baufolie großzügig ab. Diese verhindert hoffentlich später das Aufsteigen von Nässe aus dem Erdreich in das Bauwerk.

1.3.6. Schalung erstellen

Hierauf zimmern Sie eine Schaltung aus genügend hohen Holzbrettern, und zwar um die genauen Umrisse Ihres künftigen Gartenhäschens oder Garage herum. Die Schalung verhindert, dass der im nächsten Schritt einzugießende Beton über die Außenmaße des Fundaments hinausfließt. Die Oberkante der Schalung sollte rundum zugleich die Oberkante des künftigen Fundaments sein - daher sind alle Schalbretter mit Wasserwaage und Richtschnur auf ein Niveau auszurichten, so dass Sie den Beton ohne weitere Kontrollen nur noch auf das Niveau der Oberkante versteichen müssen. Die Schalung eines über Bodenniveau hinausgehenden Fundaments muss seitlich außen gut abgestützt werden, damit sie dem Druck des Betons standhält. Denn der nasse und durch Stampfen verdichtete Beton drückt eine nicht ausreichend abgestützte Schalung auseinander. Versuchen Sie, eine gebrauchte Schalung zu erwerben oder auszuleihen - dies ist wesentlich kostengünstiger als der Neukauf.

Die Oberkante des Fundaments sollte nur bei einem Gerätehaus ebenerdig sein, um schwere Gartengeräte leicht rein- und rausrollen zu können. Für alle anderen Bauten empfiehlt sich ein etwa 10 Zentimeter aus dem Bodenniveau herausragender Sockel - die Schalung wäre dann entsprechend hoch zu setzen. Hierdurch wird es Ungeziefer und Feuchtigkeit erschwert, in das Haus einzudringen.

1.3.7. Schalung mit Beton verfüllen

Welche Betonbezeichnungen sind üblich?

  • Transportbeton: Beton, welcher fertig angemischt zur Baustelle geliefert wird.
  • Baustellenbeton: Beton, welche am Verarbeitungsort angemischt wird.
  • WU-Beton: Nahezu wasserundurchläßiger Beton mit erhöhtem Zementanteil und Mehlkorn-Zuschlagstoff.
  • Frischbeton: Die noch verarbeitbare, nicht gehärtete Betonmischung.
  • Grüner Beton: Verdichtete, aber noch nicht erstarrte Betonmischung.
  • Junger Beton: Betonmischung nach dem Erstarren vor dem Erhärten.
  • Festbeton: Betonmischung nach dem Erstarren und Erhärten.

Das Betonieren: Ist es ein sehr kleines Häuschen, könnten Sie eine relativ teure Fertigmischung im Akkord im Eimer oder Kunststoff-Bottich anrühren und - in fließfähiger breiartiger Konsistenz gehalten - in die Schalung eingießen. Ein weiterer Helfer sollte das Verteilen übernehmen. Ist das Fundament größer, empfiehlt sich ein kleiner Betonmischer und das kostengünstigere Selbst-Vermengen von Zement mit Sand, Kies oder Split. Ein gängiges Mischungsverhältnis ist 3 Teile Sand plus 1 Teil Zement für ein Fundament für hohe Belastungen - allerdings neigt diese Mischung zu Trocknungsrissen, weshalb sie lange feucht gehalten werden sollte. Mit Kies wäre ein gängiges Mischungsverhältnis für C20/25- (früher B25-)Beton 10 Schaufeln Kies (etwa 50 kg) plus 4 Liter sauberes Wasser plus 7 kg Zement. Je geringer der Zementanteil gewählt wird, desto wasserdurchlässiger und druckfester wird der künftige Beton. Und umgekehrt, wobei ein Mehlkornanteil die Wasserundurchläßigkeit erhöht. Bei Überschußwasser - also mehr, als für die chemische Reaktion gebraucht wird - entstehen möglicherweise Poren im Beton. Darum bei zu trockener Mischung anstatt Wasser etwas Geschirrspülmittel in den Mischer oder Bottich dazugeben - gelegentlich reicht das schon aus, um die Konsistenz geschmeidiger zu machen. Zwei Personen können in einer Stunde etwa einen Kubikmeter Beton selbst anmischen und verarbeiten (austeilen, verdichten und abziehen).
Achtung: Für Betonteile mit statischen Aufgaben sollte unbedingt Transportbeton geordert werden. Es ist selbst für Profis schwierig, unter Selbstbauer-Bedingungen die geforderte Festigkeit (z.B. C25/30 ) herzustellen.

Das Komfortabelste und für größere Fundamente ist das Anliefern lassen von fertig gemischten Beton. Es ist etwa doppelt so teuer wie die Kosten beim Selbst-Anmischen (z.B. kostet ein Kubikmeter C25-Transportbeton etwa EUR 120,- plus Mehrwertsteuer, beim Selbstproduzieren entstehen Kosten von etwa EUR 60,-). Geben Sie bei der Bestellung den Verwendungszweck und die Entfernung vom Halteplatz des LKW bis zum entgegen gesetzten Ende der Baugrube an - sonst könnte die Lieferung an zu kurzen Schläuchen scheitern. Für große Entfernungen bringt der Lieferant spezielle Pumpen und Schläuche mit - wofür jedoch etwa ein Kubikmeter Beton sowie extra Gebühren eingerechnet werden müssen. Mit eher bröseligen Beton-Trockenmischungen habe ich dagegen keine positiven Erfahrungen gemacht - andere jedoch schwören darauf. Vor allem Handwerker, weil sie so einfach zu verarbeiten sind.

In die Verschalung bringen Sie vor und während des Betoneinfüllens die Stahlgitter zur Bewehrung (Verstärkung) ein, so dass diese am Ende vollkommen im Beton eingebunden sind. Falls auf der Baufolie Pfützen stehen, ist dies nach meiner Erfahrung kein Nachteil für das rissfreie Abbinden des Betonbodens. Das Wasser wird vom Beton nach oben verdrängt. So wird die Trockenzeit zwar etwas verzögert, dafür wird einer Rissbildung durch zu schnelles Abtrocknen entgegengewirkt.

1.3.8. Nacharbeiten

Danach setzen Sie sich in einen bequemen Gartenstuhl mit Blick auf die Baustelle. Und warten einen Monat, bis der Beton völlig ausgehärtet ist. Erst dann sollten Sie den ersten Stein setzen.


2. Das Mauern

2.1 Die Wahl des Wandbaustoffs

Es gibt eine fast unüberschaubare Menge verschiedenartiger Mauersteine. Und innerhalb einer Sorte die verschiedensten Größen. Für eine freistehende Außenmauer können Sie jeden Massivstein nach Gusto frei wählen. Die Feuchtigkeit aufsaugenden oder lange speichernden Baustoffe wie leichte Porenbetonsteine sind hierfür jedoch ungeeignet. Selbst wenn sie nicht in den Erdbereich hineinragen und anschließend mit Außenputz verputzt werden, führen Schäden im Putz früher oder später zum Eindringen von Feuchtigkeit.

Diese Baustoffe sind verbreitet:

  • Wärmedämmziegel: druckfest, schwer, sehr gute Wärmedämmung
  • Porenbeton: wenig druckfest, schwer, sehr gute Wärmedämmung, wassersaugend
  • Kalksandstein: relativ druckfest, leicht, gute Wärmedämmung
  • Porenbeton: wenig druckfest, leicht, gute Wärmedämmung, wassersaugend
  • Bimsstein: wenig druckfest, leicht, gute Wärmedämmung, wasserspeichernd
  • Tonziegel: druckfest, schwer, gute Wärmedämmung
  • Beton: druckfest, schwer, schlechte Wärmedämmung

Die Eigenschaften sind eine Sache - der Preis eine andere. Für ein Gartenhaus fällt die Wahl daher leicht. Denn der Kalksandstein ist beliebt wegen seines günstigen Preises bei ansonsten guten Eigenschaften. In der Verarbeitung gibt es die Möglichkeit, eine zangenartige Tragehilfe zu verwenden.

2.2 Die Wahl der Verarbeitung - Dickbett versus Dünnbett?

Die nächste Frage ist, ob man zu sogenannten Plansteinen greift, welche mit Nut und Feder horizontal ineinander greifen. Oder zu weniger präzise hergestellten Kalksandsteinen, die klassisch in einem dicken Mörtelbett gemauert werden.

Bei ersteren kann sogar auf das Aufbringen von Mörtel oder Kleber zwischen Nut und Feder verzichtet werden - die Wand ist auch so standfest und weitgehend winddicht. Hier ist das horizontale Vermörteln nur noch im übergang zu zugeschnittenen Steinen - beispielsweise an den Hausecken - erforderlich. Zudem werden diese Plansteine nur auf eine dünne - etwa zwei Millimeter dicke - Schicht mit Dünnbrettmörtel gesetzt. Hierfür gibt es praktische Mörtelschlitten zu kaufen, welche das Auftragen des Dünnbrett-Mörtels in gleichmäßiger Schichtdicke sehr vereinfachen. Mit diesen Plansteinen ist dann das Mauern ab der zweiten Reihe Steine besonders einfach. Ist darüber hinaus eine optimale Wärmedämmung gefordert, verwenden Sie anstelle von herkömmlichen Normalmörtel einen Leichtmörtel.

2.3 Die Vorbereitung zum Mauern

Um die Laufwege mit den schweren Steinen kurz zu halten, lassen Sie sich diese bei Anlieferung in der Mitte des Fundaments absetzen. Wenn dessen Bewehrung, Verdichtung, Höhe und Trocknungszeit ausreichend bemessen war, wird es hierbei keinen Schaden nehmen. Nun müssen Sie dafür sorgen, dass die Wände später auch gerade sind. Dafür setzen Sie stabile Richtlatten in den Boden der Außenkanten Ihres künftigen Häuschens, welche als Schablone für die Wände dienen. Diese werden mit dünnen Schnüren verbunden, an denen Sie sich beim Mauern orientieren. Damit es nicht das schiefe Gartenhaus von Wölferode wird - oder wo immer Sie wohnen. üblicherweise wird auch ein Nivelliergerät verwendet, doch bei einem kleinen Objekt genügt - je nach Anspruch - möglicherweise auch diese Pi mal Daumen-Methode.

Nun wird ein Schutz für die unterste Steinreihe vor aufsteigender Nässe auf die Bodenplatte aufgebracht: Unter die künftigen Mauern kommt eine Schicht Dichtschlämme, welche es in Säcken zum Anrühren zu kaufen gibt.

2.4 Das Mauern

Die erste Steinreihe wird auf eine Fünfzehn-Millimeter-Schicht Normalmörtel oder Werktrockenmörtel gesetzt, welche dicker als die weiteren oberen Schichten ist. Denn so können Sie zum einen noch Unebenheiten ausgleichen, zum anderen ist die Bodenplatte an ihrer Oberfläche nicht so glatt, dass man schon in der ersten Reihe mit dem Mörtelschlitten arbeiten könnte. Daher ist für diese erste Steinreihe auch bei Plansteinen die Wasserwaage zur sofortigen Kontrolle der Horizontalen Pflicht. Bei Normalsteinen brauchen Sie diese auch weiterhin. Auf jeden gesetzten Stein klopfen Sie nach Gefühl mit einen größeren Gummihammer, damit er sich optimal ins Mörtelbett setzt. Das Mischungsverhältnis für geschmeidigen Normalmörtel ohne Neigung zu Rissen ist 8 Teile Sand plus 2 Teile Kalkhydrat plus 1 Teil Zement.

Bei Verwendung von Plansteinen werden alle höherliegenden Steinreihen mit zwei Millimeter dicken Schichten Dünnbrettmörtel im Dünnbettverfahren gemauert. Der Dünnbrettmörtel ist besonders fein durch eine kleine Körnergröße. Denken Sie unbedingt daran, die Steine vertikal um fünfzig Prozent fugenversetzt zu setzen - gegebenenfalls müssen Sie Steine entsprechend kürzen. Andernfalls hätte die Wand später keine Stabilität.

Für etwaige Innenwände setzen Sie auf der Innenseite der Steinreihe sogenannte Mauerbinder in die Fugen zwischen zwei Steinen. Dies ist nur bei jeder zweiten Steinreihe erforderlich. Daran wird später die Innenwand gesetzt und mit Mörtel kraftschlüssiger verbunden, als es bei einer glatten Außenwand möglich wäre.

Nun könnte es sein, dass Sie gerne rausschauen, wenn Sie dereinst drinnen im Häuschen oder der Garage sein werden. Dafür brauchtt es Fenster. Dort, wo später die Fenster und Türen hinsollen, setzen Sie während des Mauerns behelfsmäßige Rohholzrahmen ein. Zimmern sie sich also Rahmen, dessen Maße denen der später einzusetzenden Türen und Fenster entsprechen. Provisorisch festgeklemmt werden sie mit Keilen. Um diese Rahmen herum mauern Sie nun unerschütterlich Ihre Wand. Bis zu der über dem Holzrahmen liegenden Steinreihe. Denn direkt über die Tür- und Fensteröffnungen setzen Sie sogenannte U-Schalensteine, in welche im nächsten Arbeitsgang Stahlstangen in gleichmäßigen Abstand voneinander eingelegt und mit Beton verfüllt werden. Diese U-Schalensteine müssen natürlich gut fünfzehn Zentimeter über die Ausschnittsbreite seitlich hinausreichen. Damit sich deren Auflage auf dem Mauerwerk befindet. Wie breit die Auflagefläche in Ihrem Fall zu sein hat, ist ebenfalls eine Frage für den Statiker. Die Behelfsrahmen werden übrigens erst entfernt, wenn der Beton gehärtet ist.

Diese U-Schalensteine werden auch rundum in die oberste Reihe Ihrer Außenwände gesetzt, um hierüber einen sogenannten Ringanker zu bilden. Dieser Verhindert, dass das Gartenhäuschen durch statisches Ungleichgewicht oder durch die Drucklast des Daches einfach in sich zusammenfällt. Wie viele Stahlstangen Sie als Bewehrung parallel einbringen, muss der Statiker errechnen. Doch egal, was Sie bauen: Drei müssen es wenigstens sein. Versuchen Sie beim Einfüllen des Betons in die Schalensteine, für das Dach eine möglichst glatte Oberfläche zu schaffen.


3. Die Zimmerdecken

Der Maurer alter Schule wird sich seine Decke vermutlich noch selber stricken. Das ist sehr aufwändig, weil die hierfür erforderliche Holzverschalung sehr komplex ist. Vieles kann verkehrt gemacht werden, so dass Sie entweder einen solchen Maurer brauchen oder darauf verzichten müssen.

Sie können jedoch fertige Deckenelemente in den gewünschten Maßen fertig hergestellt ordern, welche vom Lieferanten per Kran auf die Mauer gesetzt werden. Sogar etwaige Öffnungen können schon eingearbeitet werden. Klären Sie auch hier mit dem Lieferanten die Zuwegung für den LKW zur Baustelle.

Eine weitere Möglichkeit sind armierte Filigranplatten aus Beton, welche nur den Untergrund für die eigentliche Betonschüttung abgeben sollen. Diese werden wie die oben genannten Fertigdeckenteile auf das Mauerwerk gesetzt und dann von Ihnen an der Oberseite mit einer Holzverschalung versehen, welche mit Beton verfüllt wird. Dies kann vorteilhaft sein, wenn Sie viele Durchbrüche selbst herstellen müssen. Bei dieser Variante brauchen Sie bis zur endgültigen Fertigstellung der Decke noch einige einstellbare Stahlstützen und Holzbalken, welche bis zum Aushärten der Betonschüttung praktisch jeden Quadratmeter der Decke sichern.

Wenn Sie es geschafft haben, steht nur noch die Frage der Dachung zur Wahl. Aber das ist ein anderes Thema.



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