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der hier gegebenen Informationen mit Fachleuten ab, ob Ihnen daraus Nachteile entstehen
können. Den Herstelleranweisungen verwendeter Produkte ist unabhängig von den nachfolgenden Ausführungen zu folgen.
Auch stellen die Aussagen zu Rechtslagen keine Rechtsberatung dar,
sondern spiegeln nur eine persönliche Meinung des Verfassers wieder, welche falsch sein kann.
Wussten Sie schon? Ein Raummeter Brennholz enthält 2000 KWh (Kilowattstunden)
Heizleistung. Für die gleiche Wärmeleistung verbrennen Sie 300 Kubikmeter Erdgas
oder 250 Liter Heizöl. Das klingt ganz gut. Aber wussten Sie auch, dass das Beheizen
eines Kaminofens und das gleichzeitige Tragen von guter heller und damit empfindlicher Kleidung
zum häufigen Umkleiden führen kann? Davon stand vermutlich nichts in Ihrem Ofen-Prospekt.
Man sieht darin nur klinisch reine Aufstellorte mit einigen ebenso sauberen
Deko-Holzscheiten. Doch das wahre Leben des Ofennutzers ist rustikaler.
1. Welche Hilfsmittel sind nützlich?
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Schöner Wohnen: Zwei unterschiedliche Holz-Transporteimer |
Vom klassischen Ofenbesteck brauchen Sie in der Regel nur den Schürhaken - alles
andere ist Dekoration. Hier nenne ich einige Dinge, um die man im täglichen Betrieb
nicht herumkommt oder die sich als nützlich erwiesen haben:
- Ein paar dicke(!) Arbeitshandschuhe
- Einen Schürhaken oder ähnliches
- Einen mittelgroßen Pinsel
- Einen Küchenschwamm (gelb mit schwarzer Unterseite)
- Eine kleine Schüssel
- Küchenpapier (Zewa)
- Grillkohle-Anzünder (Paraffinwürfel)
- 3-Liter Gefrierbeutel mit Verschlussclipsen, um die aus der Einschweißfolie luftdicht verpackten
Paraffinwürfel einzeln entnehmbar luftdicht aufzubewahren.
- Ein Backofenthermometer (siehe Bild), z.B. Aldi in jedem Herbst als Angebot
- Ein größerer Metalleimer (Ikea) oder Weidekorb zum Holzholen
- Ein Metalleimer für die Asche aus dem Aschekasten. Asche nicht gleich direkt
in den Ascheimer entsorgen, weil Glutreste einen Brand auslösen würden
- Handfeger und Müllschaufel zur schnellen Entfernung von Holzspänen und herausgefallener Asche
- Einen Brikett-Halter oder entsprechendes Behältnis
- Einen Kaminofen. Bei Neukauf unbedingt die Emissionsangaben des Herstellers
berücksichtigen. Ab 2014 hat der Gesetzgeber strenge Obergrenzen für den Schadstoffausstoß
vorgesehen. Orientierung bieten Zertifikate wie das DIN-Plus-Zertifikat, der Blaue Engel
und das EFA-Siegel der Europäischen Feuerstätten Gemeinschaft. Offene Kamine könnten
Sie durch einen Kamineinsatz täglich nutzen. Dass Kaminöfen mit vielen wärmespeichernden
Steinen die Wärme wesentlich länger abgeben halte ich für Unfug. Ist der Ofen aus,
kommt auch aus Steinen kaum noch Nennenswertes raus.
2. Das Holzlager - drinnen oder draußen?
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Trockenes und schimmelfreies(!)
Holz kann im Keller auch ohne Lüftungskanäle eng gestapelt werden. Die Lagerzeit
sollte 1 Jahr nicht überschreiten. |
Vorweg: Es verbietet sich, nicht ausgetrocknetes Holz im Keller zu lagern. Wegen
der zwangsläufig begrenzten Fläche muss es gestapelt werden - zudem ist im Keller
keine Rundum-Belüftung des Holzstapels möglich. In Folge würde es schimmeln, muffig
riechen und unter dieser Bedingung auch nicht austrocknen. Von den Schimmelsporen
würde eine erhebliche Gesundheitsgefahr ausgehen. So können Sie im Keller nur
ausgetrocknetes Holz bis zum Verbrauch zwischenlagern. Es reicht auch nicht, wenn
das Holz ausgetrocknet ist - Sie müssen es auch noch knochentrocken - also bei
trockener Witterung - in den Keller transportieren.
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An der Hauswand kann auch zweireihig gestapelt werden. Vorsicht: Ein Wandanstrich könnte leiden. |
Etwas anders verhält es sich mit einem zugigen und luftigen Schuppen oder Unterstand.
Sofern Sie Abstände zu Wänden und Dach lassen, trocknet es hierin besser als im Freien.
Die letzte Varianten sind der freistehende Holzhaufen und die schmale
Stapelung an einer Außenwand. Letztere ist dem Holzhaufen vorzuziehen, weil die Scheite an der
Wand gestapelt schneller trocknen, als wenn sie zu einem zwei Meter hohen
Berg aufgeschichtet sind. Eine Abdeckung ist für Letztere fast Pflicht, aber andererseits schränkt
sie die Belüftung ein. Holzstapel sind also zur Holztrocknung nicht unproblematisch.
Vor allem in der Mitte bleibt das Holz noch lange feucht.
2. Welche Brennstoffe brauche ich?
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Anzündholz-Lager (dünne Bretter) für ein Jahr und einen Ofen unter der Treppe |
Die folgende Liste nennt die Eigenschaften der Brennstoffe:
- Anzündholz - schnell abbrennendes dünn gespaltenes Holz aller Sorten oder kleine Bretter und Zweige
- Braunkohle-Briketts (langsam abbrennend / hoher Heizwert / typischer Geruch im Abgas)
- Eiche (langsam abbrennend / hoher Heizwert / 3 Jahre Trocknungszeit / Gerbstoffe schaden dem Schornstein)
- Buche und Esche (langsam abbrennend / hoher Heizwert / 3 Jahre Trocknungszeit)
- Erle (mittelschnell abbrennend / 2 Jahre Trocknungszeit)
- Birke (mittelschnell abbrennend / geringe Rußbildung / 2 Jahre Trocknungszeit)
- Nadelholz (schnell abbrennend / 1 1/2 Jahre Trocknungszeit / geringer Heizwert / Funkenflug durch Harz)
- Papierbriketts (mittelschnell abbrennend / geringer Heizwert / extreme Rußbildung)
Die Angabe der Trocknungszeiten beziehen sich auf ofenfertig zerkleinertes Holz.
3. Woher kann ich das Brennholz beziehen
Sofern Sie nicht andere für sich arbeiten lassen und diese teuer bezahlen, werden
Sie nicht umhin kommen, sich eine Kettensäge zuzulegen und einen Kettensägenschein
zu machen. Ich warne ausdrücklich vor dem Arbeiten mit Kettensäge ohne Einweisung -
Sie werden Fehler machen, die Ihnen Gliedmaßen kosten können! Weiß man jedoch, wie
diese Geräte sicher betrieben werden, ist die Kettensäge eine unschätzbare Hilfe. Nehmen
Sie nur ein benzingetriebenes Modell - es erfordert zwar einen größeren Wartungsaufwand,
dafür können es Sie an jedem Ort einsetzen. Denn wo ist im Wald schon eine Steckdose?
Sortenreines Brennholz enthält maximal zehn Prozent Fremdhölzer. Achten Sie im
Preisvergleich auf die Mengenangabe:
Als Brennholz-Verkaufseinheiten gibt es den
- Festmeter (Fm, keine Hohlräume),
- Ster oder auch Raummeter (Rm, mit Hohlräumen),
- Schüttraummeter (SRm, lose geschüttet mit Hohlräumen)
- und Gewicht (Kg, vom Wassergehalt des Holzes abhängig - daher Restfeuchtemessung nötig).
Grobe Umrechnungstabelle für Raummeter/ Schüttraummeter und Festmeter:
- 1 Rm = 0,5 Fm = 1,5 SRm
- 1 Fm = 1,8 Rm = 2,4 SRm
- 1 SRm = 0,4 Fm = 0,8 Rm
Der jährliche Bedarf wird zwischen 3 SRm/1,2 Fm (Wenignutzer) und 24 SRm/10 Fm (Heizungsersatz)
betragen. Wenn Sie das trockene Brennholz enggestapelt im Keller schichten, ist es
sinnvoll für den Platzbedarf in Festmeter (Fm) zu rechnen. Haben Sie viel Platz,
wird es vermutlich nur lose geschüttet - dann ist SRm Ihr Maß.
3.1 Holzabfälle von Holzverarbeitungsbetrieben
Erkundigen Sie sich nach großen Unternehmen in Ihrer Nähe, welche Holz für den
Fenster- und Türbau, für Transportkisten oder Möbel etc. verarbeiten. Für diese
Firmen ist Restholz Abfall, der teuer zu entsorgen wäre, wenn Sie nicht kämen. Der Vorteil
ist, dass derartiges Konstruktionsholz sauber, oft in den Ofen passend geschnitten
und in der Regel schon ausreichend getrocknet ist, um ohne weitere Trocknungszeit
eingesetzt werden zu können.
3.2 Holz vom Landschaftsgärtner
Im Winterhalbjahr fallen beim Gartenbau-Fachbetrieb besonders viele Baumfällarbeiten
an. Somit können Sie Holz in der Fäll-Saison recht günstig erwerben. Etwas teurer
wird es, wenn Sie es passend auf Scheitgröße geschnitten haben möchten. Und soll
der gute Mann es auch noch liefern, müssen Sie auch das bezahlen. Schließlich würden
auch Sie nicht Zeit, Geld und Arbeitseinsatz einen Fremden schenken, nur weil es dieser
gerne so hätte. Das wird in den Verhandlungen oft übersehen. Also: Am billigsten
wird es, wenn Sie Ihre Kettensäge, Arbeitshandschuhe, die Arbeitsleistung
und das Transportfahrzeug selbst zur Verfügung stellen und nur das grob geschnittene
Fällholz (ungespaltenes Stamm- oder Astholz) erwerben.
3.3 Holz aus dem Walde
Dies ist der bekannteste und klassische Weg, um an Brennholz zu kommen. Er führt
- sofern es kein Privatwald ist - stets über den Förster, der Ihnen Einzelheiten
nennt. Fragen Sie Ihre Gemeindeverwaltung nach dessen Kontaktdaten. Das grob geschnittene
Fällholz (ungespaltenes Stamm- oder Astholz) muss in der Regel selbst in transportierbare
Einheiten gesägt werden.
3.4 Brennholz vom Entsorgungsbetrieb für Gartenabfälle
Es gibt landesweit einige private Entsorgungsunternehmen für Gartenabfälle. Dorthin
werden die Abschnitte von Baumfällaktionen gebracht. Erkundigen Sie sich im Branchenbuch
oder bei Ihrem Gärtner nach einen Betrieb und fragen Sie dort einfach mal an -
für das Unternehmen ist Ihr begehrtes Brennholz aufwendig zu entsorgender Abfall,
den es in der Regel gerne hergibt.
3.5 Brennholz vom Baumarkt oder Holzhandel
Dies ist die teuerste Möglichkeit, an Holz zu kommen. Dafür ist es auf Scheitgröße
passend gesägt und wird auf Wunsch frei Bordsteinkante geliefert. Manche Baumärkte
erlauben gar eine Online-Bestellung.
4. Der Holztransport - Kofferraum oder Anhänger?
In den Kofferraum eines Mittelklassewagens oder Kombis bekommen Sie gut einen Raummeter
Brennholz, wenn sie bereits beim Einfüllen die Scheite etc. sortieren und eng legen.
Werfen Sie diese nur lose hinein, passt gerade mal die Hälfte Holz hinein.
Ob Sie Ihren Kofferraum für diese Nutzung freigeben oder einen Anhänger benutzen ist fast egal: Es gibt
kleine Anhänger mit maximal einem Raummeter Fassungsvermögen und wesentlich größere - ebenso
gibt es kleine Kofferräume und große. Gegen den Autotransport
spricht, dass Sie hinterher in allen Ecken Holzspäne haben werden, die sich gerne
im Teppich festsetzen. Sofern Sie häufiger Brennholz beschaffen müssen, böte sich
ein Kombi oder ein mittelgroßer Anhänger mit hoher stabiler Rundum-Seitenbeplankung an.
5. Das richtige Anheizen des Kaminofens
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Das teilverdeckte Gitterrost
erhöht die Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms. Das Brikett liefert schnell ein Glutbett. |
Wichtiger Hinweis: Niemals flüssige Anzünder
verwenden! Mangels Frischluftzufuhr besteht eine extrem hohe Explosionsgefahr durch
Verpuffung. Niemals feuchtes Holz zum Trocknen auf den Ofen legen - die Hitze würde
Gase aus dem Holz ausdünsten und entzünden! Legen Sie feuchtes Holz mit jeweils
einen Zentimeter seitlichen Abstand in das Fach unter dem
Brennraum - dort trocknet es Dank der Wärmeabstrahlung schnell.
Zur Vorbereitung des Brennraums fegen Sie mit einem mittelgroßen Pinsel die alte
Asche in die Mitte, so dass sie durch das Gitterrost fällt. An den Seiten und der
Rückwand lassen Sie alte Asche stehen - diese beschleunigt - warum auch immer -
die Erwärmung des Ofens und die Bildung eines neuen Glutbettes. Ein Ofenhersteller
empfiehlt gar, so viel alte Asche als möglich im Brennraum zu belassen.
Wenn der Aschekasten mehr als zwei Drittel gefüllt ist, sollte er geleert werden,
ansonsten die Asche durch Rütteln darin nur gleichmäßig verteilen.
Dann nässen Sie einen handelsüblichen Haushaltsschwamm und putzen damit
das Sichtfenster. Bei leichten Verschmutzungen reicht das Abwischen mit einem Stück
trockenen Küchenpapier (Zewa). Wenn der Ruß zu fest sitzt, tippen Sie den feuchten Schwamm in
etwas Asche - damit reibend löst sich sofort jede Verschmutzung. Dann kurz feucht
nachwischen und mit Küchenpapier trockenreiben.
Einfacher kann man die Scheibe nicht sauber bekommen. Ich nehme hierbei übrigens
immer die schwarze härtere Seite des Schwamms und habe nach Jahren der täglichen Reinigung
in der Heizperiode noch keine Kratzer im Glas. Ich will jedoch nicht ausschließen,
dass es empfindlichere Scheiben gibt. Also am besten an unauffälliger Stelle ausprobieren.
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Fertig bestückt zum Anzünden. Der Der Paraffin-Anzünder kommt in den mittigen Hohlraum direkt auf das Gitterrost. |
Schichten Sie das Anzündholz (stets dünnere Holzteile, niemals dicke Holzscheite) und zunächst drei kleine(!) Holzscheite wie
folgt: Zuerst zwei Brettchen auf das Rost mit Platz in der Mitte für den Paraffin-Anzünder (siehe Bild).
Darüber quer gestellt hinten an die Wand zunächst ein Brikett und davor drei schmale
Brettchen. Darüber folgen zwei mittelgroße Holzscheite.
Diese Konstruktion brennt schnell an und heizt daher den Brennraum auch schnell auf. Das Braunkohle-Brikett
sorgt dafür, dass schon früh ein kräftiges Glutbett im Brennraum liegt. Denn Holz allein
braucht wesentlich länger, um Glut entstehen zu lassen. Ähnlich gehen Sie vor, wenn
Sie den Ofen statt mit Kontruktionsholz-Abfällen mit dünnen Zweigen und Ästen anheizen.
Vorsicht: Verwenden Sie niemals flüssige Anzünder - wegen
der mangelnden Durchlüftung würde es im Brennraum zu explosionsartigen zu Verpuffungen kommen. Selbst
im Freien ist deren Verwendung noch sehr gefährlich.
Nicht das Holz fängt im Brennraum Feuer, sondern zunächst nur die durch Wärme
herausgelösten Gase. Diese entzünden sich und liefern die sichtbaren Flammen. Als
Anzünder niemals Papier oder Pappe verwenden - diese entwickeln nur geringe Temperaturen,
rußen in der Verbrennung besonders stark, die leichte Asche fliegt bei geöffneter
Brennraumtür umher. So verbrennt das Papier häufig schneller, als das Anzündholz
Feuer fangen kann. Daher bräuchten Sie schon sehr viel Papier/Pappe mit den
beschriebenen Nachteilen.
Selbst wenn Sie den Ofen mit Briketts beheizen wollen, empfiehlt es sich, ihn erst
einmal in der beschriebenen Weise mit Anzündholz und drei Holzscheiten auf Betriebstemperatur zu bringen. Das reduziert
den für Braunkohle typischen Schwefelgeruch erheblich. Ihre Nachbarn wird's freuen.
6. Der Betrieb des Kaminofens
Richtige Temperatur und Flamme
Faustregel: Der im Amtsdeutsch Kleinfeuerungsanlage genannte Ofen hat die
zu einem emissionsarmen und rußarmen
Abbrand erforderliche Temperatur erreicht, wenn sich weiße Asche auf Holzstücken
und Briketts zeigt. Nach der ersten Anheizphase sollen bei (fast) geschlossenen
Unterluftschieber kleine bläuliche Flammen vorherrschend sein - viele gelbe Flammen
sind Zeichen unvollständiger und rußender Verbrennung, welche nur in der Anwärmphase
unvermeidbar sind. Ganz verkehrt ist es, den Ofen nach dem Anheizen weiter mit sehr viel
Luftzufuhr zu betreiben. Zwar gäbe es ein beeindruckendes gelbes Flammenspiel und lautes Knistern und Knacken,
doch würde sämtliche Wärme sofort wieder zum Schornstein hinausgeblasen. In Folge
wäre die Verbrennung nicht im optimalen Temperaturbereich, was den Holzverbrauch
sowie Schadstoff- und Rußemissionen erhöht.
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Wann muss nachgelegt werden? Ein
handelsübliches Backofenthermometer gibt Antwort. |
Befüllen Sie nach Möglichkeit den Brennraum nur im Bereich des Gitterrostes - nicht
zu weit nach vorn oder seitlich. Der Abbrand ist nur dort rußfrei und sauber, wo
er im Luftstrom liegt. Selbst bei geschlossenem Unterluftschieber tritt noch ein
Luftstrom durch das Gitterrost - andernfalls würde der Ofen aus Sauerstoffmangel
ausgehen. Im voll gestopften Brennraum wird der Luftstrom derart behindert, dass
kein sauberer Abbrand möglich ist. Unverbrannte Holzstückchen in der Asche, dunkle
Asche sowie verrußte Schamott-Steine weisen auf eine unvollständige und unsaubere
Verbrennung hin. Umgekehrt weist vollständig verbranntes Brennholz und weiße
Asche sowie saubergebrannte Schamott-Steine auf eine saubere, emissionsarme Verbrennung
bei hoher Betriebstemperatur hin.
Mit einem Backofenthermometer lässt sich die Brennraum-Temperatur einfach kontrollieren.
Stellen Sie es in die Ablage über der Ofentür ganz an die Rückseite zum Brennraum
- oder wenn diese Ablage bei Ihrem Ofenmodell fehlt, auf den Ofen direkt an das
Ofenrohr. Der Wert der angezeigten Temeratur
an sich ist völlig gleichgültig. Merken Sie sich nur einmal, bei welcher
Temperatur sich die erste weiße Asche auf dem Holz zeigt - das ist der Moment, in
dem der Unterluft-Schieber zunächst 3/4tel geschlossen wird (etwa bei 150 Grad mit Eisenwand
zwischen Themometer und Brennraum/ 100 Grad mit Keramikverkleidung zwischen Thermometer
und Brennraum). Dann merken Sie
sich die Betriebstemperatur, bei welcher der Ofen richtig durchgeheizt ist
(beispielsweise 200 Grad) und schließen den Unterluftschlieber ganz. Wenn dann irgendwann die
Temperaturanzeige auf den ersten Wert (eines gerade angeheizten Ofens) zurückgefallen ist, legen
Sie nach. Das ist alles. Der Unterluftschieber kann nach dem Erreichen der Betriebstemperatur
durchgehend geschlossen bleiben - außer bei Inversionswetterlagen oder zu feuchtem Holz.
Läßt man jedoch die Temperatur bis zum Zeitpunkt des Nachlegens noch
weiter abfallen, wäre das Feuer am Ausgehen und nur noch unter stark erhöhter Luftzufuhr
und erhöhtem Schadstoffausstoß wieder in Gang zu bringen. Das muss nicht sein.
Die Phasen des Abbrands
- Nach dem Anzünden erwärmt sich der Brennraum über etwa zwanzig Minuten bis
auf 2/3tel seiner Betriebstemperatur. Wenn die erste Holzschichtung etwas zusammenfällt
und sich an den ersten Scheiten weiße Asche zeigt, sollte der Luftschieber für
Unterluft in der Regel zu 80 Prozent oder ganz geschlossen werden. Nur bei ungünstiger Witterung
(Inversionswetterlage), wenn die Luft über dem Haus die Abgase nicht nach oben
zieht oder zu großen oder zu feuchten Holzstücken, muss dieser Unterluft-Schieber auch
weiter als etwa fingerbreit geöffnet bleiben. Der Luftschieber der Scheibenspülung
dagegen bleibt außer bei einem Schornsteinbrand immer vollkommen geöffnet.
- In der folgenden Stunde erreicht der Ofen durch zunehmende Glutbildung
seine Höchsttemperatur. Ein guter Abbrand ist an einer zunehmend gleichmäßigen Bedeckung mit
weißer Asche auf der Oberfläche des Brennguts zu erkennen. Ist sie durchweg schwarz, bekommt
der Brennraum zuwenig Sauerstoff (siehe Ziff. 7.6.1).
- Bevor das Brenngut ganz heruntergebrannt ist, sollten gelegentlich
-
ein großes Holzstück und mehrere kleine sowie ein Brikett (Brenndauer mehr als eine Stunde)
-
oder drei bis vier Briketts und ggf. etwas Kleinholz
nachgefüllt werden. Jedoch es ist zur Erhaltung der hohen Brennraumtemperatur
und für den rußarmen Betrieb besser, kleinere Mengen häufiger
nachzulegen als seltener eine sehr große Menge. Zudem wird bei großen Stücken
oder großen Mengen die Brennraumtemperatur abfallen, was Sie durch eine Vergrößerung
der Unterluftzufuhr ausgleichen müssen, um ein Rußen zu vermeiden. Diese Phase kann solange betrieben werden wie sich jemand findet, der nachlegt. Verlassen
Sie beispielsweise für einige Stunden das Haus, ist die Wahrscheinlichkeit unter Verwendung von Briketts
größer, nach der Wiederkehr noch ausreichend Glut zum problemlosen erneuten Anheizen vorzufinden.
- In der Schlussphase sind kaum noch Flammen zu sehen. Der Ofen kann jedoch
noch weitere zwei Stunden Wärme abgeben. Und zur Not lässt sich mit der Restglut noch ein Feuer
entfachen. Jedoch ist es ungleich schwerer, einen einmal fast runtergekühlten Ofen
wieder auf Betriebstemperatur zu bringen als einen frisch beschickten. Das liegt
dann vermutlich an mangelnder Glut und ungünstiger Beschickung mit Anzündholz und
Holzscheiten. Denn wer möchte schon in der Restglut ein nettes Türmchen stapeln -
vor ein paar Stunden reichte doch das Nachwerfen?
7. Die Reinigung von Kaminofen und Rauchabzug
In der Regel genügt es, den Schornstein einmal jährlich fegen zu lassen. Der
Schornsteinfeger erkennt, wenn eine häufigere Reinigung notwendig ist. Die zweite
Kehrung sollte dann etwa in der Mitte der Heizperiode erfolgen - es wäre unnütz,
einmal vor Beginn und einmal nach deren Ende zu fegen. Das Ofenrohr braucht in
der Regel nicht gereinigt zu werden, wenn der Ofen immer seine Betriebstemperatur
erreicht. Dann setzt sich dort nur wenig ab. Befindet sich in Ihrem Ofenrohr ein
Luftschieber, dann bewegen Sie ihn einmal im Jahr ein paar mal hin und her - so
löst sich daran befindlicher Ruß, der Luftdurchsatz wird nicht eingeschränkt.
Zur Not könnte man ohne eine schmutzige Demontage das Ofenrohr durch dessen
verschraubter Reinigungs- respektive Schieberklappe reinigen -
der Schornsteinfeger hat das passende Werkzeug. Aber im Baumarkt gibt es in der
Haushaltswaren-Abteilung Reinigungsgeräte, die Sie hierfür zweckentfremden könnten.
Doch ohne Not sollte man sich das nicht antun.
7. FAQ - Fragen, Probleme und Lösungen rund um den Kaminofen
7.1 Wie dick darf Brennholz sein?
Zum Anheizen des Kaminofens nur dünne Holzscheite verwenden, weil sich diese
in ihrem gesammten Durchmesser schneller erhitzen, ohnehin bei gleicher Lagerdauer
gründlicher ausgetrocknet sind und heißer verbrennen als dicke Holzklötze.
Erst wenn der Kaminofen eine hohe Betriebstemperatur erreicht hat, kann auch ein dicker
Klotz zur Zeit eingelegt werden. Als Docht brauchen diese zum rußfreien Abbrand
stets einen, besser zwei daneben-, darüber- oder angelegte dünne Holzscheite oder
Holzbretter. Wenn sich dabei Rauch bildet oder die Glasscheibe zu verrußen beginnt,
muss die Unterluft-Zufuhr erhöht werden - dicke Klötze benötigen zum rußfreien Abbrand
mehr Sauerstoff als Kleinholz.
7.2 Tapete löst sich durch Hitzeentwicklung
Ein Ofen, der im Winterhalbjahr ständig betrieben wird, erfordert eine angepasste
Aufstellung. Hierzu gehört nach meiner Erfahrung, dass entgegen dem nur gelegentlich genutzten Ofen die
Tapete hinter und um den Ofen herum entfernt wird. Denn die Dauerbelastung mit hohen
Temperaturen hält kein an die Wand geklebtes Papier lange aus. Im Bild rechts sehen Sie eine
nachträgliche Entfernung - mit weiß gestrichenem und durch Holzprofilleisten
abgesetzten Wandstück. Dennoch sind im Umkreis von zwei Metern immer wieder
Tapetenablösungen zu reparieren.
7.3 Kaminofen verzieht sich unter Hitzeeinwirkung
Siehe auch Ziff. 7.6.2. Wird der Kaminofen auch nach dem Anheizen unter ständiger
hoher Luftzufuhr betrieben, entwickelt er extrem hohe Temperaturen bis in den Schornstein
hinein. Zum einen kann die Hitze zum Verzug der Stahlkonstruktion des Kaminofens führen.
Zum anderen könnte sie bei einem verrußten oder nicht jährlich gekehrten Schornstein
zum Schornsteinbrand führen - der Ruß
entzündet sich an den heißen Ofenabgasen.
Ist es passiert, brennt der Schornstein bei harter Dachung in der Regel aus, ohne einen Brand auszulösen.
Schließen Sie dann sofort jede Luftzufuhr am Ofen (Ofentür, Luftschieber) und informieren
Sie die Feuerwehr und den Schornsteinfeger. Bei einem Reetdachhaus kann dies durch
Funkenflug schnell zum Brand führen. Selbst Schornsteinfeger gestehen, dass selbst ein
derartiger kontrollierter Abbrand von Ihnen nur mit größter Sorge begleitet wird. Nicht zuletzt
könnte ein alter gemauerter Schornstein, der nicht mehr druckdicht ist, die Hitze
nach innen ins Haus abgeben und hierdurch einen Brand auslösen.
7.4 Ungeziefer im Haus durch Brennholz
Sofern Sie kein Abfallholz eines holzverarbeitenden Betriebes verwenden, lässt
es sich nicht vermeiden, dass mit dem Brennholz auch einiges an Spinnen und deren
Freunde hereingetragen wird. Wenn Sie das Holz Eimerweise von draußen holen, können
sie jeden Holzscheit kurz abklopfen, auf einen Stein schlagen oder ähnliches. Dabei
fällt schon so manches Insekt ab. Gleich, ob das Brennholz in den Keller oder in das
Wohnzimmer gebracht wird - ein paar Stöße Insektenspray in den Lagerbehälter oder
im Keller wenigstens im Krabbelbereich einmal drumherum helfen, die Plage einzudämmen.
Doch Vorsicht: Dabei gut durchlüften. Das Zeug ist hochgiftig, verwenden Sie es
sparsam. Beispielsweise ist es völlig ausgeschlossen, durch Insektenspray in einem
Raummeter Brennholz alles darin befindliche Ungeziefer beseitigen zu wollen. Sie
würden nur sich selbst vergiften.
7.5 Brennendes Holzstück fällt heraus - was tun?
Das ist kein Beinbruch - wenn Sie vorbereitet sind. Ich öffne die Ofentür ohnehin
nur mit dicken Arbeitshandschuhen aus dem Baumarkt. Fällt etwas heraus, greife ich es
mit dem Handschuh und schiebe/werfe es zurück. Das Greifen, einlegen und loslassen
muss natürlich sehr schnell gehen, sonst wird es auch im Handschuh zu heiß. Für weniger
Verwegene böte sich eine stabile große Greifzange an, wie sich gelegentlich im
Grillzubehör zu finden ist. Sie muss in sich verwindungssteif sein, große Greifzangen
haben und ist dennoch nur eine Notlösung. Sorgen Sie daher für einen Feuerlöscher auf
der Etage. Der Schürhaken des Kaminofen-Besteck-Sets ist nur hilfreich und nützlich,
um innerhalb des Ofens etwas zu verschieben.
7.6 Wurmstichiges Brennholz infiziert gesundes Holz im Haus
Ich rate insbesondere bei alten Häusern mit Holzkonstruktionen dringend davon ab,
vom Holzwurm befallenes Holz im Ofen zu verbrennen.
Die Holzwürmer verbreiten sich durch Flug(!) im nahen Umkreis.
Es ist nahezu unmöglich, die Möglichkeit der Ausbreitung zu verhindern. Zwar fliegen
Holzwürmer nicht ständig umher, könnten es aber. Ist dies geschehen, kann versucht
werden, den Holzwurm über hierfür geeignete Gifte zu beseitigen. Wegen des Risikos
sich erheblich ausbreitender Schäden ist dies eine Sache für den Fachmann.
7.7. Weitere Probleme im Betrieb des Kaminofens
7.6.1 Ofen wird nicht heiß oder geht aus
Erreicht der Ofen nicht binnen einer halben Stunde seine optimale Brenntemperatur,
müssen Sie Ihre Anheiz-Gewohnheiten verändern (Siehe auch Ziff. 5).
Entweder
- war das Brenngut nicht locker genug geschichtet
- oder der Anzünder untauglich
- oder es fehlte dünnes Anzündholz
- oder die darüberliegenden ersten Holzscheite waren zu dick
- oder der Brennraum wurde im kalten Ofen überfüllt
- oder der Aschekasten ist randvoll, so dass dem Brennraum keine Unterluft zugeführt wird
- oder das verwendete Holz ist durch zu kurze Lagerzeit nicht durchgetrocknet oder regennaß
- oder er bekam in der ersten Viertelstunde zuwenig Luft über den Unterluft-Schieberegler
- oder der Raum ist von einer Außen-Luftzufuhr abgetrennt (Niedrigenergiehaus, Nullenergiehaus)
und der Ofen folglich von der Sauerstoffeinfuhr bei geöffneten Luftschiebern. Oft
qualmt es dann bei geöffneter Ofentür in den Raum hinein. Der Ofen kann
nicht ziehen, weil nirgends die hierfür benötigte Luft in den Wohnraum eindringen
kann - der Wohnraum gleicht einem hermetisch abgeschlossenen Vakuum. Lösung: Fenster
öffnen und Dunstabzugshaube in der Küche während des Ofenbetriebs nicht benutzen -
sie verschlimmert das Problem, weil sie ihrerseits Luft aus dem Haus saugt und
den vom Kaminofen erzeugten Unterdruck verstärkt.
- oder Sie haben nur einen Holzklotz oder nur große Holzklötze im Ofen - es braucht schon zwei drei kreuz
und quer angeordnete, verschieden große Scheite und einen gut angeheizten Ofen, damit ein
großer Holzklotz rußfrei runterbrennt
- oder Sie haben zu viel Holz auf einmal nachgelegt - dann Unterluftschieber
ganz öffnen, bis das nachgelegte Holz mit weißer Asche bedeckt ist (circa 10 bis
15 Minuten, bis die Betriebstemperatur erreicht ist).
- oder der Rauchabzug ist durch falsches Heizen (Rußbildung) oder ausgelassene
jährliche Reinigung verstopft
7.6.2 Ofen wird zu heiß
Zu heiß kann der Ofen bei geschlossener Unterluft-Zufuhr eigentlich gar nicht
werden - eine sehr hohe Temperatur bedeutet nämlich eine optimale Ausnutzung des
Brennstoffs sowie eine sehr saubere Verbrennung mit wenig Schadstoffen. Diese hohe
Abbrenntemperatur darf jedoch nicht mit einem hohen Luftdurchsatz, also einem geöffneten oder teilgeöffneten Unterluft-Schieber
erreicht und betrieben werden. Dieser müssen bereits nach der ersten Glutbildung
ganz oder teilweise geschlossen werden. Denn durch eine weitere hohe Luft- und damit Sauerstoffzufuhr
könnte der Kaminofen überhitzen und sich verziehen. Der Luftschieber der
Scheibenspülung dagegen bleibt außer bei einem Schornsteinbrand immer vollkommen geöffnet.
Zudem brennt das Brennmaterial bei unnötig hoher Luftzufuhr viel zu schnell herunter, ohne dass die Wärme
auch entsprechend an den Innenraum abgegeben würde. Denn hierdurch
würde die entstehende Hite in den Rauchabzug abgeleitet, ohne den Wohnraum zu erwärmen.
Also: Wenn sich im Brennraum weiße Asche auf den Hölzern zeigt, kann die untere Luftzufuhr
ganz oder teilweise geschlossen werden (Siehe Ziff. 5).
7.6.3 Zu schneller Abbrand und zu kurze Brenndauer
Ist die im vorgenannten Punkt beschriebene Belüftung korrekt, entstehen die Unterschiede
in der Brenndauer einer Befüllung nur noch im verwendeten Brennmaterial und der Scheitgröße. Nadelholz
verbrennt bei gleicher Scheit-Größe schneller als Buche, Birke oder festes
Stammholz. Dünne Hölzer verbrennen schneller als dicke Scheite.
Durch die Zugabe von Braunkohle-Briketts verlängern Sie die Zeit, in welcher der
Ofen Wärme abgibt und Glut hält, um weitere Stunden. Dabei sollte das Anheizen wie
oben beschrieben erfolgen - danach können vier bis fünf Briketts in den heißen
Brennraum luftig angeordnet nachgelegt werden. Bedenken Sie jedoch, dass selbst
unter Zugabe von Briketts der Ofen nach etwa sechs Stunden aus ist. Das ist immerhin
eine Verdoppelung gegenüber der ausschließlichen Verwendung von Holz.
7.6.4 Scheibe zum Brennraum verrußt
Der Luftschieber zur Scheibenspülung muss immer ganz geöffnet sein. Scheidet dies
als Grund aus, kommt der Brennraum nicht auf seine Betriebstemperatur. Entweder ist
zuviel Holz auf einmal eingefüllt worden oder nur große Holzklötze ohne kleinere
Holzstücke oder feuchtes Holz oder die Unterluftzufuhr ist zu weit geschlossen (siehe Ziff. 7.6.1).
8. Innenschornstein-Sanierung oder außengeführter Edelstahl-Rauchabzug?
Dieser Punkt wird meist entschieden, bevor ein Kaminofen gesetzt wird. Ist bereits
ein alter, nicht mehr druckdichter Rauchabzug in der Wand, böte es sich an, diesen
durch das Einziehen eines Edelstahl-Rauchrohres zu sanieren. Optisch ist diese Lösung
bei alten Häusern oft gefälliger als das Setzten eines Rauchabzuges von außen an die Außenwand.
Jedoch ist zumindest
in meinem Fall die oberhalb der Dachziegel befindliche Abdichtung des Rauchrohres
zum Hohlraum zwischen Dachziegel und Beton-Abdeckplatte ein fast unlösbares Problem.
Ich würde mich heute für die Außenlösung entscheiden. Und kostengünstiger ist sie
ohnehin. Geübte Heimwerker können den Außenschornstein im Baumarkt ordern und selbst
setzen. Das verbietet sich beim komplizierten Einziehen eines Edelstahlschornsteins
in einen vorhandenen Rauchabzug: Denn verkantet sich das Rohr während des Ablassens, ist
der Zug unrettbar verloren. Zudem ist das Setzen der oberen Betonabdeckung und das
Herstellen des Dachdurchbruchs eine Sache für den Fachmann. Letzteres gar für den
geübten Dachdecker, welcher Dachziegel so anzupassen in der Lage ist, dass sie plan
auf der Unterkonstruktion aufliegen. Achten Sie auf diesen Punkt bei einer Auftragsvergabe.
Fazit: Verwenden Sie den alten Innenschornstein als Versorgungsschacht für Elektroinstallation,
Datennetzwerke, Leitungen der Video-Überwachung sowie für Gas- und Wasserrohre.
Aber nicht zum Abführen von Verbrennungsgasen.