Anleitung zum Komprimieren von HTML- oder PHP-Dokumenten mit der GZIP-Kompression.
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Nahezu alle Browser unterstützen seit vielen Jahren die Gzip-Kompression. Die Anwenderseite
ist also bestens auf diese Webseiten-Komprimierungstechnik vorbereitet. Nun müssen Sie nur
noch Ihren Webspace entsprechend anpassen. Wie das auf einfachste Art und Weise geschehen kann,
wird hier beschrieben.
Eine Bild-Datei allerdings ist im JPG- oder GIF-Format bereits komprimiert. Dort bringt
GZIP nicht mehr große Einsparungen. Andererseits können Sie Ihre Bilder in besserer Qualität,
also mit höherer Auflösung ins Web stellen. Durch die GZIP-Komprimierung werden diese ebenso
schnell auf dem Besucher-Rechner angezeigt wie von vornherein stark komprimierte Bilder.
Alle anderen Daten eines Webseiten-Dokuments lassen sich jedoch hervorragend verkleinern,
weil viele ihrer Bestandteile wie Tags etc. mehrfach vorkommen. Und weil diese dann um
soviel kleiner als das Original sind, braucht es vor allem für Dial up und ISDN-User
signifikant weniger Zeit zum Übertragen.
Die dominierenden Apache und IIS Web-Server, auf denen die Domains gehostet sind,
erlauben eine serverseitige Gzip- oder Deflate-Komprimierung. Die gesparte
Bandbreite geht hierbei allerdings zu Lasten der Server-CPU, weil sie das Umrechnen übernimmt. Dies ist
normalerweise unproblematisch, weil in der Regel nur einfach zu komprimierende HTML-, CSS-
und PHP-Textinhalte komprimiert werden. Zudem wird die Komprimierung nur dann durchgeführt,
wenn der Besucher-Browser oder Suchmaschinen-Crawler sie unterstützt. Wenn Ihre Server-CPU
jedoch durch die Bereitstellung dynamischen Contents schon stark belastet ist, könnte eine
Komprimierung des Contents nachteilig sein. Besser ist daher eine clientseitige
Gzip-Komprimierung, welche den Server unbeteiligt läßt..
Gzip ist wegen seiner Prüfsumme und seines vollständigen Headers eine robustere Kodierung
als Deflate - sie funktioniert immer. Trotz ansonsten weitgehend ähnlicher
Komprimierungsalgorithmen.
2.0 Wie wird die GZIP-Kompression implementiert?
2.1. Drei verschiedene Wege, um GZIP-Komprimierung zu aktivieren
Vorweg: Nahezu alle neuen und älteren Browser unterstützen die GZIP-Kompression. Und
die ganz alten Browser, welche GZIP nicht unterstützen, laden die Webseite umkomprimiert
vom Webspace. So oder so - Ihre Dokumente werden vollständig angezeigt.
Es gibt derzeit drei verschiedene Wege, um die GZIP-Komprimierung zu implementieren.
Doch zwei dieser Methoden verwenden "mod_gzip" - dies ist eine Variante, die extrem schwer
einzurichten ist. Entweder würden hierbei alle Dokumente beim Aufruf komprimiert werden.
Oder man speichert zwei verschiedene Versionen des Dokuments auf dem Webspace - einmal
komprimiert oder unkomprimiert, beispielsweise index.html und index.gz.
Browser, die GZIP unterstützen, würden nur die ".gz"-Datei laden. Bei der letzteren
Variante ist also die Aktualisierung und Pflege von
Daten sehr aufwendig, weil nach jedem Hochladen eine nervtötende manuelle Komprimierung erfolgen müsste.
Zudem müssten Sie bei einem Wechsel des Webspace-Anbieters den Apache-Server
komlett neu einrichten.
Diese vielen Nachteile entfallen mit der dritten Variante: GZIP via PHP. Es ist so
leicht einzurichten, dass Fehler unmöglich sind. Setzen Sie hierzu ganz an den Anfang
eines jeden HTML-Dokuments,
eines jeden PHP-Dokuments Ihrer Webseite, die komprimiert werden soll,
den folgenden PHP-Code:
Ohne weitere Einrichtungsschritte werden jetzt bereits alle PHP-Dokumente inclusive
externen CSS bei Aufruf
durch den Besucher komprimiert. Um auch die HTML-Dateien zu komprimieren,
muss der Server diese parsen - d.h. möglicherweise enthaltenen PHP-Code abarbeiten.
Das erreichen Sie auf die folgende Art und Weise.
2.2 PHP-Code in HTML-Dokumenten abarbeiten lassen
Sie könnten mit einer kleinen Änderung der Dokumentnamen ohne jede Einschränkung in
deren Funktionalität dafür sorgen, dass der Server den implantierten PHP-Code abarbeitet:
Ändern Sie einfach die Dokument-Endungen von ".HTM" und ".HTML" auf ".PHP". Dies hätte
allerdings den Nachteil, dass zum einen PHP-seiten oft schlechter in Suchmaschinen gerankt
werden. Zum anderen könnte eine darin erreichtes gutes Ranking verlorengehen.
Der Königsweg ist daher, den Server durch eine Anweisung in der Datei ".HTACCESS" (mit Punkt vorweg!)
im Hauptverzeichnis Ihres Webspace dazu zu bringen, auch ".HTM", ".HTML" und ".CSS"-Dateien
zu parsen. Das geht so:
Wenn die Datei im Hauptverzeichnis Ihres Webspace bereits existiert, kopieren Sie diese
via FTP auf Ihren Rechner und öffen sie. Andernfalls legen Sie die Datei neu an. Dann
kopieren Sie eine der folgenden Codezeilen-Varianten in die Datei hinein:
Beispiel:
Syntax in der Datei ".HTACCESS" für Provider 1&1:
AddType x-mapp-php4 .php .htm .html .css
Zwei weitere gebrüuchliche Syntaxen für die Datei ".HTACCESS" vieler anderer Provider:
AddType application/x-httpd-php php php4 php3 html htm css AddType application/x-httpd-php .html .htm .css
Möchten Sie sehen, wie eine mit GZIP komprimierte Seite aussieht? Diese und alle
anderen Seiten von chinnow.net sind auf diese Weise GZIP-komprimiert.
2.3 Überprüfen, ob GZIP-Kompimierung funktioniert
Laden Sie die zu prüfende Seite in den Firefox-Browser. Unter dem Menüpunkt "EXTRAS"
gehen Sie auf "SEITENINFORMATIONEN". Dort steht die Größe des über das Internet übertragenen Dokuments. Wenn
diese Angabe wesentlich kleiner ist als die originale Dateigröße im Webspace oder auf Ihrem
Rechner, funktioniert die GZIP-Komprimierung.