Nahezu alle Browser unterstützen seit vielen Jahren die Gzip-Kompression. Die Anwenderseite
ist also bestens auf diese Webseiten-Komprimierungstechnik vorbereitet. Nun müssen Sie nur
noch Ihren Webspace entsprechend anpassen. Wie das auf einfachste Art und Weise geschehen kann,
wird hier beschrieben.
1.0 Was ist die GZIP_Kompression?
Gzip ist ein Kompressions-Algorhythmus, welcher ähnlich wie das RAR- oder ZIP-Format sehr
verbreitet ist. Es lassen sich bei Aufruf eines Web-Dokuments über die GZIP-Kompression
etwa vierzig bis neunzig Prozent des Datenvolumens einsparen. Das spart nicht nur zu
übertragende Daten ein. Zugleich werden die Dokumente schneller angezeigt. Das läßt
sich in den Grafiken von Google Analytics© sehr schön nachvollziehen.
Eine Bild-Datei allerdings ist im JPG- oder GIF-Format bereits komprimiert. Dort bringt
GZIP nicht mehr große Einsparungen. Andererseits können Sie Ihre Bilder in besserer Qualität,
also mit höherer Auflösung ins Web stellen. Durch die GZIP-Komprimierung werden diese ebenso
schnell auf dem Besucher-Rechner angezeigt wie von vornherein stark komprimierte Bilder.
Alle anderen Daten eines Webseiten-Dokuments lassen sich jedoch hervorragend verkleinern,
weil viele ihrer Bestandteile wie Tags etc. mehrfach vorkommen. Und weil diese dann um
soviel kleiner als das Original sind, braucht es vor allem für 'Dial up' und ISDN-User
signifikant weniger Zeit zum Übertragen.
2.0 Wie wird die GZIP-Kompression implementiert?
2.1. Drei verschiedene Wege, um GZIP-Komprimierung zu aktivieren
Vorweg: Nahezu alle neuen und älteren Browser unterstützen die GZIP-Kompression. Und
die ganz alten Browser, welche GZIP nicht unterstützen, laden die Webseite umkomprimiert
vom Webspace. So oder so - Ihre Dokumente werden vollständig angezeigt.
Es gibt derzeit drei verschiedene Wege, um die GZIP-Komprimierung zu implementieren.
Doch zwei dieser Methoden verwenden "mod_gzip" - eine Variante, die extrem schwer
einzurichten ist. Entweder würden hierbei alle Dokumente beim Aufruf komprimiert werden.
Oder man speichert zwei verschiedene Versionen des Dokuments auf dem Webspace - einmal
komprimiert oder unkomprimiert, beispielsweise 'index.html' und 'index.gz'.
Browser, die GZIP unterstützen, würden nur die '.gz'-Datei laden. Bei der letzteren
Variante ist also die Aktualisierung und Pflege von
Daten sehr aufwendig, weil nach jedem Hochladen eine nervtötende manuelle Komprimierung erfolgen müsste.
Zudem müssten Sie bei einem Wechsel des Webspace-Anbieters den Apache-Server
komlett neu einrichten.
Diese vielen Nachteile entfallen mit der dritten Variante: GZIP via PHP. Es ist so
leicht einzurichten, dass Fehler unmöglich sind. Setzen Sie hierzu ganz an den Anfang
eines jeden HTML-Dokuments,
eines jeden PHP-Dokuments und jeder CSS-Datei Ihrer Webseite, die komprimiert werden soll,
den folgenden PHP-Code:
Ohne weitere Einrichtungsschritte werden jetzt bereits alle PHP-Dokumente bei Aufruf
durch den Besucher komprimiert. Um auch die CSS- und HTML-Dateien zu komprimieren,
muss der Server diese 'parsen' - d.h. möglicherweise enthaltenen PHP-Code abarbeiten.
Das erreichen Sie auf die folgende Art und Weise.
2.2 PHP-Code in HTML-Dokumenten abarbeiten lassen
Sie könnten mit einer kleinen Änderung der Dokumentnamen ohne jede Einschränkung in
deren Funktionalität dafür sorgen, dass der Server den implantierten PHP-Code abarbeitet:
Ändern Sie einfach die Dokument-Endungen von '.HTM' und '.HTML' auf '.PHP'. Dies hätte
allerdings den Nachteil, dass zum einen PHP-seiten oft schlechter in Suchmaschinen gerankt
werden. Zum anderen könnte eine darin erreichtes gutes Ranking verlorengehen.
Der Königsweg ist daher, den Server durch eine Anweisung in der Datei '.HTACCESS' (mit Punkt vorweg!)
im Hauptverzeichnis Ihres Webspace dazu zu bringen, auch '.HTM', '.HTML' und '.CSS'-Dateien
zu parsen. Das geht so:
Wenn die Datei im Hauptverzeichnis Ihres Webspace bereits existiert, kopieren Sie diese
via FTP auf Ihren Rechner und öffen sie. Andernfalls legen Sie die Datei neu an. Dann
kopieren Sie eine der folgenden Codezeilen-Varianten in die Datei hinein:
Beispiel:
Syntax in der Datei ".HTACCESS" für Provider 1&1:
AddType x-mapp-php4 .php .htm .html .css
Zwei weitere gebrüuchliche Syntaxen für die Datei ".HTACCESS" vieler anderer Provider:
AddType application/x-httpd-php php php4 php3 html htm css
AddType application/x-httpd-php .html .htm .css
Ihr Provider könnte jedoch eine andere Syntax dieser Zeile erfordern. Nach meiner Kenntnis
benötigt nur der Provider 1und1© eine andere Syntax als die meisten anderen
Provider. Sollte also der PHP-Code in Ihren HTM-Dokumenten nicht abgearbeitet werden,
fragen Sie bitte Ihren Webspace-Anbieter nach der für seinen Server erforderlichen Syntax.
Möchten Sie sehen, wie eine mit GZIP komprimierte Seite aussieht? Diese und alle
anderen Seiten von chinnow.net sind auf diese Weise GZIP-komprimiert.
2.3 Überprüfen, ob GZIP-Kompimierung funktioniert
Laden Sie die zu prüfende Seite in den Firefox-Browser. Unter dem Menüpunkt 'EXTRAS'
gehen Sie auf 'SEITENINFORMATIONEN'. Dort steht die Größe des über das Internet übertragenen Dokuments. Wenn
diese Angabe wesentlich kleiner ist als die originale Dateigröße im Webspace oder auf Ihrem
Rechner, funktioniert die GZIP-Komprimierung.