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Achtung: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier gegebenen Hinweise
wird keine Gewähr oder Haftung übernommen. Sie basieren auf Erfahrungen von
Nicht-Fachleuten. Bevor Sie diese aufgreifen, klären Sie vor der Anwendung
der hier gegebenen Informationen mit Fachleuten ab, ob Ihnen daraus Nachteile entstehen
können. Den Herstelleranweisungen verwendeter Produkte ist unabhängig von den nachfolgenden Ausführungen zu folgen.
Auch stellen die Aussagen zu Rechtslagen keine Rechtsberatung dar,
sondern spiegeln nur eine persönliche Meinung des Verfassers wieder, welche falsch sein kann.
Eine kurze Begriffserläuterung zu Beginn: Sparren bezeichnen vertikale Dachbalken, der Drempel ist der senkrechte Wandabschluss am unteren Ende der Dachneigung.
Der gewöhnliche Aufbau der Dachhaut ist der folgende (von außen nach innen):
- Dachpfannen
- Dachlattung
- Konterlattung zur Hinterlüftung
- Unterspannbahn
- Dachsparren
- Dampfbremse
- Querlattung
- Gipskartonplatten
- Tapete
1. Allgemeine Vorbereitungen zum Dachflächenausbau
- Erkundigen Sie sich nach der Erfordernis bauamtlicher Genehmigungen und Auflagen für Ihr Vorhaben.
- Planen Sie vorab die Elektroinstallation sowie ggf. eine Wasserinstallation im Detail.
- Dieser Punkt wird gerne vergessen: Die vorhandene Dachung muss völlig regendicht sein. Schäden vor Beginn des Umbaus beheben lassen.
- Dokumentieren Sie während der Ausführung die Arbeiten mittels Photos. Sie erleichtern später in Verbindung mit Ihren Plänen eine Fehlersuche, Instandsetzung oder einen weiteren Ausbau.
2. Fußbodenaufbau bei Balkenkonstruktion herstellen
- Dämmung der Balkenzwischenräume mit Dämmaterial nach Wahl - es
gibt große Unterschiede in der Verarbeitung und Dämmwirkung. Mineralwolle sollte
beispielsweise nur mit Schutzmaske und Schutzanzügen verarbeitet werden - bei
der Verarbeitung von Styropor-Platten ist dies nicht erforderlich.
- Zwischen den Holzbalken und den Verlegeplatten sollten spezielle Folien
gelegt werden, welche zum einen die Übertragung des Trittschalls auf die Balkenkonstruktion
dämmen und zum anderen Knarzgeräusche aufeinander reibender Hölzer vermeiden helfen.
- Spanverlegeplatten auf Holzbalken verschrauben. Hinweise: Kleinere Unebenheiten
der Balkenoberflächen können Sie mittels Holzspäne ausgleichen. Alternativ
bringen Sie zunächst alle Balken durch das Aufsetzen von Brettern jeweils passender
Stärke in eine identische Höhe. Dies bietet sich vor allem bei Unterlagen an, die
nach oben hin keine gerade Schnittkante aufweisen. Ein Gefälle innerhalb eines Balkens kann hiermit
allerdings nicht ausgeglichen werden - hierfür müsste eine zusätzliche Bodenkonstruktion
aufgebracht werden. Bodenplatten sollten der Stabilität wegen versetzt verlegt
und an Nut und Feder mit Leim verbunden werden.
- Wenn die Raumhöhe ausreichend Spielraum bietet, können zur
zusätzlichen Wärmedämmung der unteren Etage einfach und schnell zu verarbeitende
gedämmte Bodenplatten direkt auf die Balkenkonstruktion aufgebracht werden.
Es gibt sie in diversen Stärken. Auch bei
diesen werden Unebenheiten der Balkenkonstruktion wie im Punkt 2.3 gezeigt ausgeglichen.
3. Die Unterspannbahn
Sofern die Unterspannbahn fehlt, sollte sie nachträglich aufgebracht werden. Hierfür
ist das Ab- und Neudecken der Dachung und das Entfernen der Latten erforderlich.
Rechnen Sie mit Schwund - es gehen immer einige Dachziegel zu Bruch. Wenn Sie diese
Arbeit vornehmen, ist zu überlegen, dies mit einer Aufsparrendämmung zu verbinden (siehe Ziff. 5.1).
Der Zweck einer Unterspannbahn ist, einerseits äußere Feuchtigkeit und Wind von
der Dämmung abzuhalten und andererseits bei Diffusionsoffenheit unter der
Unterspannbahn befindliche Feuchtigkeit nach außen entweichen zu lassen.
Diffusionsoffenen Unterspannbahnen sind den dampfsperrenden Unterspannbahnen
vorzuziehen, weil andernfalls darunter entstehendes Schwitzwasser kaum ganzflächig
abgelüftet werden kann. In der Vergangenheit wurde beispielsweise nicht selten
diffusionsgeschlossene Dachpappe als Unterspannbahn verwendet. Oder die Dachfläche
wurde unter der Lattung mit Holzplatten großflächig geschlossen. Hier sind die
Anforderungen an eine Hinterlüftung des Bereichs zwischen Platten und Dämmung
besonders hoch - die Luft muss an dem Traufe und am First ein- und ausströmen
können.
Dämmung darf nicht nass werden. Wird sie es doch, ist die Ursache entweder
Schwitzwasser durch Temperaturunterschiede zwischen innen und außen, durch welche
die Luftfeuchtigkeit an kühleren Bauteilen kondensiert oder das Eindringen von
Schnee oder Sprühregen durch Wind - manche Dachziegeltypen wie die Frankfurter
Pfanne sind hierfür anfälliger als andere. Zu guter Letzt kommen auch Fehlstellen in
der Dampfbremse häufig als Quelle von Feuchtigkeit infrage. Der Luftspalt ist
jedoch nicht darauf ausgelegt, auch Nässe aus einer undichten Dampfbremse zu beseitigen.
Das kann sie vor allem in der kalten Jahreszeit nicht leisten.
Um Schwitzwasser-Problemen vorzubeugen, sollte über eine Lattung eine zusätzliche Luftzirkulation
zwischen Unterspannbahn und Dachdämmung erreicht werden - ein zwei Zentimeter
Lüftungsquerschnitt nach DIN ist zur Ablüftung ausreichend. Wenn die verbleibende
Sparrenstärke dann für eine gute Wärmedämmung zu schmal ist, muss man sie aufdoppeln.
Die Lattung unter den Dachziegeln allein ermöglicht dagegen keine Ablüftung des Dämm-Materials.
Welche Gefahrenherde lauern noch?
- Manche diffusionsoffene Unterspannbahnen sind nicht besonders haltbar.
Zunächst bilden sich vor allem auf der Südseite Risse, dann folgen Löcher. Das
Material wird porös bis zur Auflösung. Zwar müssen seit Herbst 2006 Unterspannbahnen
mit einem CE-Kennzeichen auf Basis der DIN EN 13859 versehen sein. Manche Hersteller
hinterlegen auch beim ZVDH eine Materialgarantie. Doch ist auch diese keine Gewähr
für eine dauerhafte Haltbarkeit, wie man Fach-Foren im Internet entnehmen kann.
-
Desweiteren sind chemische Holzschutzmittel für manche Unterspannbahnen nachteilig
und die sogenannte Bewitterung der Produkte unterschiedlich. So garantiert nicht
jeder Hersteller, dass sein Produkt gegen eindringenden Flugschnee oder Regenwasser
schützt.
-
Eine weitere Ursache späterer Schäden: Meist fordert der Hersteller ein unverzügliches
Aufbringen der Dachziegel, um die Unterspannbahn vor Witterung und UV-Strahlung
zu schützen. Hiervon hängt dann auch oft seine Gewährleistung ab. Die genaue Frist
ist der Verlegeanweisung des Herstellers zu entnehmen.
-
Solarthermie- und Photovoltaikanlagen erhöhen die thermische Belastung der
Unterspannbahn und können deren Lebensdauer reduzieren.
Das Produktdatenblatt informiert Sie grob über Einsatzbereiche
und deren Eignung als Behelfsdeckung. Fehlt letztere, muss bei einer die
Herstelleranweisung übersteigenden Zeitraum zwischen Aufbringung der Unterspannbahn
und Dacheindeckung der Dachstuhl behelfsmäßig mit einer Plane abgedeckt werden.
4. Dachfenster einsetzen
Meist werden bisher nicht als Wohnraum genutzte Dachgeschosse ausgebaut. Dann
sind die einzigen Dachfenster die Ausstiegsluken für den Schornsteinfeger. Bedenken
Sie, für seinen Ausstieg an gleicher Stelle wieder Dachfenster zu setzen. Wenn dies
nicht Ihrer Raumplanung entspricht, dann sprechen Sie mit Ihren Bezirksschornsteinfeger-Meister.
Möglicherweise kann er auf einen Ausstieg an der bisherigen Stelle verzichten oder
nennt Ihnen andere Lösungen.
So der so brauchen Sie mehr Licht. Informieren Sie sich bei Ihren zuständigen
Bauamt zudem über Mindestanforderungen bezüglich der Fenstergrößen der geplanten Räume.
Die Ausführung der Arbeit sollte einem Handwerksbetrieb überlassen werden, weil Fehler, die zu
Undichtigkeiten führen, zu besonders großen Schäden führen.
Das Vorgehen grob skizziert:
- Dachziegel entsprechend der Fenstergröße abdecken
- Ist bereits eine vollständige Wärmedämmung vorhanden, schneiden
Sie Unterspannbahn/ Dampfsperre vorsichtig über Kreuz in Position der Fensteröffnung
ein. Es muss nach Einbau des Dachflächenfensters ein absolut winddichter
Anschluss der Dampfsperre an das Fenster geschaffen werden.
- Dachlatten im Ausschnittsbereich des Fensters entfernen.
- Bei zu geringem Sparrenabstand den störenden Sparren durchtrennen
und oberhalb und unterhalb des Fensters Querbalken und außen vertikal seitlich
des Fensters Hilfssparren einsetzen. Doch Vorsicht: Fragen Sie einen Statiker, ob der störende
Dachbalken ohne zusätzliche Stützungsmaßnahmen durchtrennt werden
kann. Berechnen Sie alle Abstände und alle Maße nach Herstelleranweisung,
der Fenstergröße und Fensterposition.
- Einbau des Fensters nach Hersteller-Anweisung. Das im Fensterausschnitts-Bereich
bei vorhandener Dämmung entfernte Dämmmaterial verwenden sie jetzt zur Isolation der Hohlräume
zwischen Fenster und vorhandener Dämmung. Es darf kein ungedämmter Spalt verbleiben.
- Herstellen eines absolut winddichten Anschlusses der Dampfsperre an die
Fensterumrahmung nach Herstelleranweisung.
- Ziegel wieder auflegen und an das Fenster
anschließen. Bei Bedarf und sofern lieferbar sogenannte halbe Ziegel verwenden.
5. Dachflächenisolierung vornehmen
5.1 Welche Art der Dämmung wählen?
Dachböden älterer Häuser sind noch häufig ungedämmt. Oder es wurde irgendwann
eine Dämmung unsachgemäß eingebaut - ohne Dampfsperre und Unterspannbahn und ohne
die Dämmung konsequent bis in die letzten Winkel einzubringen. Oder die Stärke des
Dämm-Materials ist zu gering. Bei einer Innendämmung sollte das Dämm-Material der
Stärke der Sparren entsprechen.
Wenn ohnehin eine Neudeckung des Daches ansteht, empfiehlt sich eine Aufsparrendämmung.
Hierbei wird in speziellen Verbundsystemen
über Nut- und Feder verbundene Dämmplatten von außen auf die Sparren aufgebracht.
Diese Fertig-Systeme sind für den Dachdecker schnell zu verarbeiten, so dass die
Materialkosten den größten Anteil am finanziellen Aufwand haben. Es gibt auch diese
Dämmsysteme in verschiedenen Stärken - je dicker, desto besser. In einem bisher
ungedämmten Dachboden gewinnen Sie Raumhöhe, weil auf die Zwischen-Sparrendämmung
verzichtet werden kann. Sind die Sparren optisch ansprechend, können sie in die
Raumgestaltung einbezogen werden. Jedenfalls entfällt in einem derart gedämmten
Dachboden entfällt die nachteilige Wärmebrücke der Sparren und mögliche Mängel
einer alten Dämmung werden ausgeglichen.
Ist eine Aufsparrendämmung nicht möglich, stehen Sie vor der Wahl des Dämmstoffs.
Bei der Flockendämmung kommt es sehr auf die Verarbeitungsqualität und Materialbeschaffenheit
an. Sind Dampfbremse und Unterspannbahn für das Dämm-Material geeignet? Denn bei dieser
Dämm-Methode kann in der Regel die Unterspannbahn nicht hinterlüftet werden. Sind
weiter die Klebeverbindungen dem Druck beim Einblasen gewachsen? Am einfachsten
zu verarbeiten sind die millimetergenau zuschneidbaren Dämmstoffe. Schwieriger ist
der Umgang mit flexiblen Dämmstoffen wie beispielsweise Mineralwolle (Glas oder Steinwolle).
5.2 Dämm-Material einsetzen
Zwischen die vertikalen Balken (Sparren) der Dachkonstruktion wird passend
geschnittenes Dämmmaterial - Styropor oder Mineralwolle -
genau in der Dicke der Balkenstärke nach Herstelleranweisung eingesetzt.
5.3 Die Elektrik - rundum Schalter und Steckdosen verlegen?
Schalter und Steckdosen sollten möglichst nicht im Bereich der
gedämmten Außenwände geplant und gesetzt werden, weil deren
zuverlässige und dauerhafte Abdichtung schwierig ist. Am unproblematischen
ist die Verlegung der Leitungen in der Balkenkonstruktion des Fußbodens oder
im Drempel - dem senkrechten unteren Abschluss der Dachschräge, sofern
die Dampfsperre an der Dachschräge bis zum Boden verläuft und durch die
Installation nicht beschädigt werden würde. Leitungen im Bodenbereich
müssen über die Balken in der Bodendämmung geführt werden.
Es ist nicht zulässig, die Statik der Deckenkonstruktion durch das Schwächen
von Balken durch Ansägen oder Anbohren zu beeinträchtigen. Ein
Lochschneideaufsatz für Bohrmaschinen und spezielle orangefarbene Hohlwanddosen
für Schalter und Steckdosen sind hilfreich.
5.4 Verarbeitung der Dampfsperre/ Dampfbremse und mögliche Probleme
Die Dampfbremse wird horizontal umlaufend angetackert. Niemals im Bereich des Dachstuhls
nageln - die Erschütterungen könnten Dachziegel verwerfen. Verbindungen zwischen
Folienteilen und Baukörpern werden mit zehn Zentimeter Überlappung meist geklebt.
Hierfür bieten die Hersteller jeweils spezielle Kleber an.
Der Schwachpunkt einer jeden Dampfbremse ist deren Verklebung. Wie lange diese
letztlich hält, ist nicht bekannt. In Laborversuchen schwankte die Haltedauer
unter Extrembelastung zwischen zwei Minuten und sechs
Stunden. Kritisch ist zudem der Übergang zu Dachfenstern - selbst ausgebildete Handwerker
verwenden beim sicheren Anschluss der Dampfbremse an den Fensterrahmen gelegentlich
Dichtungsmassen oder Paketklebeband, wie Sachverständigengutachten nach Schadenfällen
ergaben. Ob sich derartige Verbindungen gelöst haben, kann nach
vollendetem Ausbau ohne alles aufzureißen nur eine Blower-Door-Messung ergeben.
Typische Fehler bei der Verarbeitung der Dampfbremse sind: Das Verkleben feuchter
Bahnen, das Verschmutzen des Klebebandes zwischen dem Abziehen und dem Aufdrücken,
auf eine mechanische Fixierung der geklebten Anschlüsse sowie bei Zugbelastungen
durch die Dämmung etc. wird auf mechanische Sicherungen verzichtet, Bauteilbewegungen
werden nicht über Dehnungsschlaufen berücksichtigt, es wird Material verschiedener
Hersteller verwendet.
Unter das eingesetzte Dämmmaterial kommt eine Dampfsperre respektive Dampfbremse
aus - in Bezug auf Haltbarkeit und Verarbeitung vorteilhafte - Kunststoff-Folie, welche
den gesamten Wohnraum absolut luftdicht umschließen muss. Auf die Innenseite
der Dämmung aufgebracht verhindert sie, dass die Feuchtigkeit der Raumluft
in die Dachdämmung eindringt und dort an Bauteilen und Dämmung aufgrund der
Temperaturdifferenz kondensiert. Die Folgen wären Schimmelbildung
und Fäulnis. An den Überlappungen werden geeignete Klebebänder
verwendet. Die Folien an Übergängen nicht zu knapp abschneiden und
nicht auf Spannung verkleben. Hinweis: Dieses ist ein besonders wichtiger Teil
des Dachausbaues - informieren Sie sich über hochwertige Produkte
(UV-Beständigkeit, Haltbarkeit des Materials und der Klebeverbindungen) und
verwenden Sie nur diejenigen eines Herstellers. Die sorgfältige Vorauswahl kann Ihnen keiner
abnehmen. Würden sich beispielsweise nach Jahren die Klebeverbindungen lösen, wären
sowohl die Dämmung als auch der Feuchtigkeitsrückhalt der Raumluft dahin.
5.5 Raumseitig Lattung für Gipskartonplatten aufbringen
Innenraumseitig wird nun unterhalb der Dampfsperre eine horizontale Lattung
nach Herstelleranweisung auf die Sparren aufgebracht - meist mit 35 bis 80 cm Abstand.
In diese Latten werden später die Gipskartonplatten verschraubt.
5.6 Gipskartonplatten befestigen und verspachteln
Jetzt werden die Gipskartonplatten mit der Lattung verschraubt. Hierfür
sind ausschließlich
phosphatierte Schrauben zu verwenden, welche nicht chemisch mit dem Gips der Platten
reagieren. Die Giebelwände sind im Dachbereich meist unverputzt oder nur grob
verputzt und können ebenso mit Gipskartonplatten verkleidet werden. Hierfür
sollte dessen Untergrund fest und
trocken sein. Nach dem Auftragen von Haftgrund können die Gipskartonplatten
mittels punktuell aufgetragenen Ansetzgips (Abstand etwa 20 Zentimeter) an der
Wand befestigt werden. Nur an Übergängen zu Fensterausschnitten etc.
werden die Platten vollflächig mit Gips (Giebelwand) respektive Kleber
(Kontaktstellen unter Eckwinkeln bei Winkelstößen) bestrichen. Eine
Richtlatte und ein Gummihammer sind bei der Verarbeitung hilfreich. Bei dieser
Gelegenheit können Sie auch an den Giebelwänden eine Wärmedämmung vornehmen.
Zum Schluss verspachteln Sie mit einer vom Hersteller empfohlenen Spachtelmasse
die Fugen aller Gipskartonplatten. Sind deren Kanten nicht schon ab Werk trichterförmig
angebrochen, können sie mit einem Werkzeug eine V-förmige Vertiefung
einbringen, um das Verspachteln zu erleichtern. Nach dem Trocknen die
verspachtelten Bereiche nachschleifen - hierbei Atemschutzmaske verwenden.
5.7 Wie erstelle ich einen Drempel?
Den Drempel - den senkrechten Wandanschluss am unteren Ende der Dachschräge -
fertigen Sie nun über mit dem Boden verschraubte vertikale
Holzleisten in der gewünschten Höhe. An diesen wiederum werden Spanplatten
verschraubt, welche den optischen Raumabschluss bilden. Deren obere Kante sollte
angeschrägt werden, damit sie sich der Dachneigung
anpasst. Darauf werden Gipskartonplatten geschraubt. Ein großer Metallwinkel ist
für das lotrechte Anbringen hilfreich. Bereits jetzt müssen alle Kabel
und Versorgungsleitungen für im Drempel vorgesehene Schalter und Steckdosen
verlegt worden sein, so dass sie nun durch ebenfalls in diesem Arbeitsschritt zu
bohrende Dosen-Öffnungen geführt werden und behelfsmäßig
fixiert werden können.
6. Raumteilende Leichtbauständerwerke aufbauen
- Zuerst sogenannte UW-Metallprofile in zu den Gipskartonplatten passender Größe
an Boden und Decke verschrauben.
- Danach werden Gipskartonplatten auf verzinkte Metallprofile passender Stärke
mittels der oben im Text beschriebenen genannten phosphatierten Schrauben geschraubt.
Vertikal zwischen die Platten werden verzinkte CW-Profile im Abstand der Breite der
Gipskartonplatten von meist 62,5 cm gesetzt. Vor dem Aufbringen der zweiten Platte
kann optional eine spezielle Dämmungsplatte in den Platten-Zwischenraum gesetzt werden.
- Türzargen werden in speziell hierfür angebotene stabile Profile
gesetzt, welche den Belastungen besser als die Standardprofile gewachsen sind.
- Auch diese Fugen der Gipskartonplatten verspachteln Sie mit der vom
Hersteller empfohlenen Spachtelmasse, wie unter Ziff. 5.6 beschrieben.
Nun fehlen nur noch Tapete, Türen, Teppich und Fußleisten. Doch das ist ein anderes Thema.