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Anleitung zum Dachausbau mit Wärme-Isolierung, Leichtbauwänden und Elektrik

Beschreibung zum Ausbau einer Dachfläche im Selbstbau: Fußbodenaufbau herstellen, Dachschrägen isolieren, Leichtbau-Trennwände setzen und elektrische Anlage installieren.


1. Grundlegende Vorbereitungen zum Dachausbau

  1. Erkundigen Sie sich nach der Erfordernis bauamtlicher Genehmigungen und Auflagen für Ihren Dachausbau.
  2. Planen Sie vorab die Elektroinstallation sowie ggf. eine Wasserinstallation im Detail. Wasserleitungen sind zu Isolieren und nur in nicht frostgefährdeten Bereichen zu verlegen.
  3. Der folgende Punkt wird leicht übersehen: Die vorhandene Dachung muss völlig regendicht sein. Eine Schadensortung wird nach Fertigstellung der Isolierung sehr aufwendig. Mögliche Schäden also vor Beginn des Umbaus beheben lassen.
  4. Dokumentieren Sie während der Ausführung die Arbeiten mittels Photos. Sie erleichtern später in Verbindung mit Ihren Plänen eine Fehlersuche, Instandsetzung oder einen weiteren Ausbau.


2. Fußbodenaufbau bei unterliegender Balkenkonstruktion herstellen

  1. Dämmung der Balkenzwischenräume mit Dämmmaterial nach Wahl - es gibt große Unterschiede in der Verarbeitung und Dämmwirkung. Mineralwolle sollte beispielsweise nur mit Schutzmaske und Schutzanzügen verarbeitet werden - bei der Verarbeitung von Styropor®-Platten ist dies nicht erforderlich. Eine fehlende Dämmung führt zu hohen Wärmeverlusten und entsprechend hohen Energiekosten.
  2. Zwischen den Holzbalken und den darauf verschraubten Verlegeplatten sollten spezielle Folien gelegt werden, welche zum einen die Übertragung des Trittschalls auf die Balkenkonstruktion dämmen und zum anderen Knarzgeräusche aufeinander reibender Hölzer zu vermeiden helfen.
  3. Verlegeplatten - meist Spanplatten - auf die Holzbalken mit zwischenliegender Folie verschrauben. Kleinere Unebenheiten der Balkenoberflächen können Sie mittels Holzspäne ausgleichen. Alternativ bringen Sie zunächst alle Balken durch das Aufsetzen von Brettern jeweils passender Stärke in eine identische Höhe. Dies bietet sich vor allem bei Unterlagen an, die nach oben hin keine gerade Schnittkante aufweisen. Ein Gefälle innerhalb eines Balkens kann hiermit allerdings nicht ausgeglichen werden - hierfür müsste eine zusätzliche Bodenkonstruktion aufgebracht werden. Die Verlegeplatten sollten der Stabilität wegen versetzt verlegt und an Nut und Feder mit Leim verbunden werden.
  4. Wenn die Raumhöhe ausreichend Spielraum bietet, können alternativ zu den vorgenannten Verlegeplatten zur zusätzlichen Wärmedämmung der unteren Etage einfach und schnell zu verarbeitende gedämmte Bodenplatten direkt auf die Balkenkonstruktion aufgebracht werden. Es gibt sie in diversen Stärken. Im Bereich zehn bis zwölf Zentimeter Stärke des Dämmmaterials erhalten Sie bereits eine fast optimale Dämmung. Größere Stärken bringen nur noch geringe zusätzliche Dämmeffekte. Auch bei den gedämmten Verlegeplatten können Unebenheiten der Balkenkonstruktion wie oben beschrieben ausgeglichen werden. Achtung: Unter das Dämmmaterial gehört zwingend eine spezielle Trennfolie, um einer Schwitzwasserbildung und damit Schimmel und Verrottung vorzubeugen.

3. Aufbau der Dachisolierung

Als Sparren bezeichnet man übrigens vertikale Dachbalken, der Drempel ist der innenliegende senkrechte Wandabschluss am unteren Ende der Dachneigung.

Der gewöhnliche Aufbau der Dachhaut ist der folgende (von außen nach innen):

  • Dachpfannen
  • Dachlattung
  • Konterlattung zur Hinterlüftung
  • Unterspannbahn
  • Dachsparren mit dazwischen liegender Dämmung
  • Dampfbremse
  • Querlattung
  • Gipskartonplatten
  • Tapete


4. Die Unterspannbahn

Sofern die Unterspannbahn fehlt, sollte sie nachträglich aufgebracht werden. Hierfür ist das Ab- und Neudecken der Dachung und das Entfernen der Latten erforderlich. Rechnen Sie mit Schwund - es gehen hierbei oftmals einige Dachziegel zu Bruch. Wenn Sie diese Arbeit vornehmen, ist zu überlegen, dies mit einer Aufsparrendämmung zu verbinden (siehe Seite 4).

Der Zweck einer Unterspannbahn ist, einerseits äußere Feuchtigkeit und Wind von der Dämmung abzuhalten und andererseits bei Diffusionsoffenheit unter der Unterspannbahn befindliche Feuchtigkeit nach außen entweichen zu lassen.

Diffusionsoffene Unterspannbahnen sind den dampfsperrenden Unterspannbahnen vorzuziehen, weil darunter entstehendes Schwitzwasser ganzflächig abgelüftet werden muss. In der Vergangenheit war es üblich, diffusionsgeschlossene Dachpappe als Unterspannbahn zu verwenden. Oder die Dachfläche wurde unter der Lattung mit Holzplatten großflächig geschlossen. In diesen Fällen sind die Anforderungen an eine Hinterlüftung des Bereichs zwischen Platten und Dämmung besonders hoch - die Luft muss an der Traufe und am First ein- und ausströmen können.

Dämmung darf nicht nass werden. Wird sie es dennoch, ist die Ursache entweder Schwitzwasser durch Temperaturunterschiede zwischen innen und außen, durch welche die Luftfeuchtigkeit an kühleren Bauteilen kondensiert oder das Eindringen von Schnee oder Sprühregen durch Wind - manche Dachziegeltypen wie die Frankfurter Pfanne sind hierfür anfälliger als andere. Zu guter Letzt kommen auch Fehlstellen in der Dampfbremse als Quelle von Feuchtigkeitseintritten infrage. Der Luftspalt ist nicht darauf ausgelegt, auch Nässe aus einer undichten Dampfbremse abtransportieren zu können. Dies kann er vor allem in der kalten Jahreszeit nicht leisten.

Um Schwitzwasser-Problemen vorzubeugen, könnte über eine Lattung eine zusätzliche Luftzirkulation zwischen Unterspannbahn und Dachdämmung erreicht werden - ein zwei Zentimeter Lüftungsquerschnitt nach DIN ist zur Ablüftung ausreichend. Wenn dann die verbleibende Sparrenstärke für eine gute Wärmedämmung zu schmal ist, muss man sie aufdoppeln. Die Luftzirkulation in der Lattung unter den Dachziegeln ermöglicht dagegen keine Ablüftung des Dämm-Materials.


5. Weitere Probleme und Risiken der Dachdämmung

  • Manche diffusionsoffene Unterspannbahnen sind nicht besonders haltbar. Zunächst bilden sich vor allem auf der Südseite Risse, dann folgen Löcher. Das Material wird porös bis zur Auflösung. Zwar müssen seit Herbst 2006 Unterspannbahnen mit einem CE-Kennzeichen auf Basis der DIN EN 13859 versehen sein. Manche Hersteller hinterlegen auch beim ZVDH eine Materialgarantie. Doch ist auch diese keine Gewähr für eine dauerhafte Haltbarkeit, wie man Fach-Foren im Internet entnehmen kann.
  • Des weiteren sind chemische Holzschutzmittel für die Haltbarkeit mancher Unterspannbahnen nachteilig und die Bewitterungsfestigkeit der Produkte unterschiedlich. So garantiert nicht jeder Hersteller, dass sein Produkt gegen eindringenden Flugschnee oder Regenwasser schützt.
  • Eine weitere Ursache späterer Schäden: Meist fordert der Hersteller ein unverzügliches Aufbringen der Dachziegel, um die Unterspannbahn vor Witterung und UV-Strahlung zu schützen. Hiervon hängt dann auch oft seine Gewährleistung ab. Die genaue Frist ist der Verlegeanweisung des Herstellers zu entnehmen.
  • Solartherme- und Photovoltaikanlagen erhöhen die thermische Belastung der Unterspannbahn und können deren Lebensdauer reduzieren.

Das Produktdatenblatt informiert Sie grob über Einsatzbereiche und deren Eignung als Behelfsdeckung. Fehlt die letztgenannte Eigenschaft, muss bei einer die Herstelleranweisung übersteigenden Zeitraum zwischen Aufbringung der Unterspannbahn und Dacheindeckung der Dachstuhl behelfsmäßig mit einer Plane abgedeckt werden.


6. Dachausbau: Dachfenster planen und einsetzen

Meist werden bisher nicht als Wohnraum genutzte Dachgeschosse ausgebaut. Dann sind die einzigen vorhandenen Dachfenster die Ausstiegsluken für den Schornsteinfeger. Bedenken Sie, für seinen Ausstieg an gleicher Stelle wieder Dachfenster zu setzen. Wenn dies nicht Ihrer Raumplanung entspricht, dann sprechen Sie mit Ihren Bezirksschornsteinfeger-Meister. Möglicherweise kann er auf einen Ausstieg an der bisherigen Stelle verzichten oder nennt Ihnen andere Lösungen.

So der so brauchen Sie mehr Licht. Informieren Sie sich bei Ihren zuständigen Bauamt zudem über Mindestanforderungen bezüglich der Fenstergrößen der geplanten Räume. Die Ausführung der Arbeit sollte einem Handwerksbetrieb überlassen werden, weil Fehler, die zu Undichtigkeiten führen, zu besonders großen Schäden führen.

Wenn Sie diese Arbeit selbst vornehmen möchten, finden Sie hier eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise. Hier folgt nur eine kurze Zusammenfassung:

  1. Dachziegel entsprechend der Fenstergröße abdecken
  2. Ist bereits eine vollständige Wärmedämmung vorhanden, schneiden Sie Unterspannbahn/ Dampfsperre vorsichtig über Kreuz in Position der Fensteröffnung ein. Es muss nach Einbau des Dachflächenfensters ein absolut winddichter Anschluss der Dampfsperre an das Fenster geschaffen werden.
  3. Dachlatten im Ausschnittsbereich des Fensters entfernen.
  4. Bei zu geringem Sparrenabstand den störenden Sparren durchtrennen und oberhalb und unterhalb des Fensters Querbalken und außen vertikal seitlich des Fensters Hilfssparren einsetzen. Doch Vorsicht: Fragen Sie einen Statiker, ob der störende Dachbalken ohne zusätzliche Stützungsmaßnahmen durchtrennt werden kann. Berechnen Sie alle Abstände und alle Maße nach Herstelleranweisung, nach der Fenstergröße und der Fensterposition.
  5. Einbau des Fensters nach Hersteller-Anweisung. Das im Fensterausschnitts-Bereich bei vorhandener Dämmung entfernte Dämmmaterial verwenden sie jetzt zur Isolation der Hohlräume zwischen Fenster und vorhandener Dämmung. Es darf kein ungedämmter Spalt verbleiben.
  6. Herstellen eines absolut winddichten Anschlusses der Dampfsperre an die Fensterumrahmung nach Herstelleranweisung.
  7. Ziegel wieder auflegen und an das Fenster anschließen. Bei Bedarf und sofern lieferbar sogenannte halbe Ziegel verwenden.


7. Welche Art der Dämmung wählen?

Dachböden älterer Häuser sind noch häufig ungedämmt. Oder es wurde irgendwann eine Dämmung unsachgemäß eingebaut - ohne Dampfsperre und Unterspannbahn und ohne die Dämmung konsequent bis in die letzten Winkel einzubringen. Oder die Stärke des Dämm-Materials ist zu gering. Bei einer Innendämmung sollte das Dämm-Material der Stärke der Sparren entsprechen.

Wenn ohnehin eine Neudeckung des Daches ansteht, empfiehlt sich eine Aufsparrendämmung. Dachbalken lassen sich übrigens nur mittels der Aufsparrendämmung über deren eigene Dämmfähigkeiten hinaus isolieren. Hierbei wird in speziellen Verbundsystemen über Nut- und Feder verbundene Dämmplatten von außen auf die Sparren aufgebracht. Diese Fertig-Systeme sind für den Dachdecker schnell zu verarbeiten, so dass die Materialkosten den größten Anteil am finanziellen Aufwand haben. Es gibt auch diese Dämmsysteme in verschiedenen Stärken - je dicker, desto besser. In einem bisher ungedämmten Dachboden gewinnen Sie Raumhöhe, weil auf die Zwischen-Sparrendämmung verzichtet werden kann. Sind die Sparren optisch ansprechend, können sie in die Raumgestaltung einbezogen werden. Jedenfalls entfällt in einem derart gedämmten Dachboden entfällt die nachteilige Wärmebrücke der Sparren und mögliche Mängel einer alten Dämmung werden ausgeglichen.

Ist eine Aufsparrendämmung nicht möglich, stehen Sie vor der Wahl des Dämmstoffs. Bei der Flockendämmung kommt es sehr auf die Verarbeitungsqualität und Materialbeschaffenheit an. Sind Dampfbremse und Unterspannbahn für das Dämm-Material geeignet? Denn bei dieser Dämm-Methode kann in der Regel die Unterspannbahn nicht hinterlüftet werden. Sind weiter die Klebeverbindungen dem Druck beim Einblasen gewachsen? Am einfachsten zu verarbeiten sind die millimetergenau zuschneidbaren Dämmstoffe. Schwieriger ist der Umgang mit flexiblen Dämmstoffen wie beispielsweise Mineralwolle (Glas oder Steinwolle).


8. Dämm-Material einsetzen

Zwischen die vertikalen Balken (Sparren) der Dachkonstruktion wird passend geschnittenes Dämmmaterial - Styropor® oder Mineralwolle - genau in der Dicke der Balkenstärke nach Herstelleranweisung eingesetzt.


9. Verarbeitung der Dampfsperre/ Dampfbremse und mögliche Probleme

Die Dampfbremse wird horizontal umlaufend angetackert. Niemals im Bereich des Dachstuhls mit einem Hammer Nägel einschlagen - die Erschütterungen würden Dachziegel verwerfen. Verbindungen zwischen Folienteilen und Baukörpern werden mit zehn Zentimeter Überlappung meist geklebt. Hierfür bieten die Hersteller jeweils spezielle Kleber an.

Der Schwachpunkt einer jeden Dampfbremse ist deren Verklebung. Wie lange diese letztlich hält, ist nicht bekannt. In Laborversuchen schwankte die Haltedauer der Klebeverbindungen unter Extrembelastung zwischen zwei Minuten und sechs Stunden. Kritisch ist zudem der Übergang zu Dachfenstern - selbst ausgebildete Handwerker verwenden beim sicheren Anschluss der Dampfbremse an den Fensterrahmen gelegentlich Dichtungsmassen oder Paketklebeband, wie Sachverständigengutachten nach Schadenfällen ergaben. Ob sich derartige Verbindungen gelöst haben, kann nach vollendetem Ausbau ohne alles aufzureißen nur eine Blower-Door-Messung ergeben.

Typische Fehler bei der Verarbeitung der Dampfbremse sind:

  • Das Verkleben feuchter Bahnen;
  • das Verschmutzen des Klebebandes zwischen dem Abziehen und dem Aufdrücken;
  • auf eine mechanische Fixierung der geklebten Anschlüsse sowie bei Zugbelastungen durch die Dämmung etc. wird auf mechanische Sicherungen verzichtet;
  • Bauteilbewegungen werden nicht über Dehnungsschlaufen berücksichtigt;
  • es wird Material verschiedener Hersteller verwendet.

Zum Innenraum kommt unter das eingesetzte Dämmmaterial eine Dampfsperre respektive Dampfbremse aus in Bezug auf Haltbarkeit und Verarbeitung vorteilhafte Kunststoff-Folie, welche den gesamten Wohnraum absolut luftdicht umschließen muss. Auf die Innenseite der Dämmung aufgebracht verhindert sie, dass die Feuchtigkeit der Raumluft in die Dachdämmung eindringt und dort an Bauteilen und Dämmung aufgrund der Temperaturdifferenz kondensiert. Die Folgen wären Schimmelbildung und Fäulnis. An den Überlappungen werden geeignete Klebebänder verwendet. Die Folien an Übergängen nicht zu knapp abschneiden und nicht auf Spannung verkleben. Dies ist ein besonders wichtiger Teil des Dachausbaues - informieren Sie sich über hochwertige Produkte (UV-Beständigkeit, Haltbarkeit des Materials und der Klebeverbindungen) und verwenden Sie nur Produkte eines Herstellers. Die sorgfältige Vorauswahl kann Ihnen keiner abnehmen. Würden sich beispielsweise nach Jahren die Klebeverbindungen lösen, wären sowohl die Dämmung als auch der Feuchtigkeitsrückhalt der Raumluft dahin.


10. Raumseitig Lattung für Gipskartonplatten aufbringen

Innenraumseitig wird nun unterhalb der Dampfsperre eine horizontale Lattung nach Herstelleranweisung auf die Sparren aufgebracht - meist mit 35 bis 80 cm Abstand. In diese Latten werden später die Gipskartonplatten verschraubt.


11. Gipskartonplatten befestigen und verspachteln

Jetzt werden die Gipskartonplatten mit der Lattung verschraubt. Hierfür sind ausschließlich phosphatierte Schrauben zu verwenden, welche nicht chemisch mit dem Gips der Platten reagieren. Die Giebelwände sind im Dachbereich meist unverputzt oder nur grob verputzt und können ebenso mit Gipskartonplatten verkleidet werden. Hierfür sollte dessen Untergrund fest und trocken sein. Nach dem Auftragen von Haftgrund können die Gipskartonplatten mittels punktuell aufgetragenen Ansetzgips (Abstand etwa 20 Zentimeter) an der Wand befestigt werden. Nur an Übergängen zu Fensterausschnitten etc. werden die Platten vollflächig mit Gips (Giebelwand) respektive Kleber (Kontaktstellen unter Eckwinkeln bei Winkelstößen) bestrichen. Eine Richtlatte und ein Gummihammer sind bei der Verarbeitung hilfreich. Bei dieser Gelegenheit könnten Sie auch an den Giebelwänden eine Wärmedämmung vornehmen.

Zum Schluss verspachteln Sie mit einer vom Hersteller empfohlenen Spachtelmasse die Fugen aller Gipskartonplatten. Sind deren Kanten nicht schon ab Werk trichterförmig angebrochen, können sie mit einem Werkzeug eine V-förmige Vertiefung einbringen, um das Verspachteln zu erleichtern. Nach dem Trocknen die verspachtelten Bereiche nachschleifen - hierbei Atemschutzmaske verwenden.


12. Drempel als senkrechten Abschluss der Dachschräge erstellen

Den Drempel - den senkrechten Wandanschluss am unteren Ende der Dachschräge - fertigen Sie nun über mit Boden (unten) und Dachbalken (oben) verschraubte vertikale Holzleisten in der gewünschten Höhe. Für das lotrechte Anbringen brauchen Sie eine Wasserwaage.

Auf die Holzleisten werden Spanplatten oder Gipskartonplatten verschraubt, welche den optischen Raumabschluss bilden. Deren obere Kante sollte angeschrägt werden, damit sie sich der Dachneigung anpasst. Bereits jetzt müssen alle Kabel und Versorgungsleitungen für die elektrische Anlage im Ausbaubereich verlegt worden sein. Als nächstes bohren Sie alle Öffnungen für Schalter und Steckdosen im Drempel (siehe Kapitel 8) und führen die Kabel durch diese Öffnungen in den Raum. Fixieren Sie diese behelfsmäßig, damit sie nicht hinter den Drempel wegrutschen.


13. Raumteilende Leichtbauständerwerke aufbauen

  1. Zuerst sogenannte UW-Metallprofile in zu den Gipskartonplatten passender Größe an Boden und Decke verschrauben.
  2. Danach werden Gipskartonplatten auf verzinkte Metallprofile passender Stärke mittels der oben im Text beschriebenen genannten phosphatierten Schrauben geschraubt. Vertikal zwischen die Platten werden verzinkte CW-Profile im Abstand der Breite der Gipskartonplatten von meist 62,5 cm gesetzt. Vor dem Aufbringen der zweiten Platte kann optional eine spezielle Dämmungsplatte in den Platten-Zwischenraum gesetzt werden.
  3. Türzargen werden in speziell hierfür angebotene stabile Profile gesetzt, welche den Belastungen besser als die Standardprofile gewachsen sind.
  4. Auch diese Fugen der Gipskartonplatten verspachteln Sie mit der vom Hersteller empfohlenen Spachtelmasse, wie auf der letzten Seite beschrieben.

14. Dachausbau: Die Elektrik - Schalter und Steckdosen in Leichtbauwänden verlegen und verdrahten

Schalter und Steckdosen sollten möglichst nicht in gedämmte Außenwände geplant und gesetzt werden, weil deren zuverlässige und dauerhafte Abdichtung nach dem Aufschneiden der Dampfsperre schwierig ist. Am unproblematischen ist die Verlegung der Leitungen in der Balkenkonstruktion des Fußbodens, in den Leichtbauwänden und im Drempel - also dem senkrechten unteren Abschluss der Dachschräge. Denn die Dampfsperre verläuft meist entlang der Dachschräge bis zum Boden und würde durch die Elektroinstallation nicht beschädigt werden.

Wichtige Hinweise: Der grün-gelbe Erdleiter eines jeden Kabels muss in Abzweigdosen zwingend mit den Erdleitern aller anderen Kabel verbunden sein und in jeder Steckdose mit deren Metall-Unterrahmen verbunden sein. Hierüber sind dann auch die beiden von außen in einer Steckdose sichtbaren Erdkontakte für die Stecker angeschlossen. Es ist darüber hinaus dringend die Montage eine Fehlerstrom-Schutzschalters (FI-Schalter) im Sicherungskasten zu empfehlen. Dieser spricht lange vor der Sicherung schon bei kleineren Fehlströmen an. Gerade in Badezimmer-Stromkreisen kann ein empfindlicher FI-Schalter Leben retten, wenn beispielsweise ein Fön oder Rasierer zum Badenden in die Badewanne fällt. Aus diesem Grunde ist er heute vorgeschrieben. So gibt es FI-Schalter für gesamte Hausinstallationen und spezielle empfindlichere zur Sicherung von Badezimmern und Feuchträumen. Planen Sie zudem je Großverbraucher einen eigenen Sicherungskreis, um Überlastungen zu vermeiden. Im Zweifel fragen Sie bitte einen Elektroinstallateur.

Die flachen, nicht bruchsicheren Steg-Leitungen dürfen nur Unterputz verwendet werden. Also brauchen Sie für Ihr Vorhaben die belastbareren NYM-Leitungen. Kabel im Dachboden-Bereich müssen stets über die Balken geführt und in kurzen Abständen (circa zehn Zentimeter) mit Nagelschellen befestigt werden - beispielsweise innerhalb der Bodendämmung. Wichtiger Hinweis: Es ist nicht zulässig, die Statik der Deckenkonstruktion durch das Schwächen von Balken durch Ansägen oder Anbohren zu beeinträchtigen.

Für das Einsetzen von Schaltern und Steckdosen in Leichtbauwände, Rigips-Platten und Spanplatten brauchen Sie entweder Lochschneideaufsätze für die Bohrmaschine (jeweils passend für Holz oder Stein) oder eine Lochsäge. Die Lochschneideaufsätze halten das Bohrmaß so genau ein, dass die Hohlwanddose schon beim Einsetzen ohne Verschraubung recht fest sitzt. Natürlich muss noch eine feste Schraubverbindung zur Wand hergestellt werden, damit beispielsweise einem Kleinkind beim Herausziehen eines festsitzenden Steckers nicht die Steckdose entgegenkommt. Hohlwanddose und Lochschneideaufsatz müssen den gleichen Durchmesser besitzen.

Die speziellen orangefarbene Plastik-Hohlwanddosen (Schalterdosen), in die Ihre Schalter und Steckdosen eingesetzt werden, werden mit der Leichtbauwand über eingebaute Schraub-Krallen in der Wand befestigt - zuvor für die spätere Kabeleinführung an der perforierten Stelle das Plastik herausbrechen. Die Kabel verlegen Sie in der Hohlwand nur sporadisch befestigt. Hüten Sie sich davor, die Kabelschellen in der noch einseitig offenen Hohlwand mit Hammer und Nagel befestigen zu wollen. Dabei könnten sie die Verkleidung oder deren Statik zerstören. Entweder befestigen Sie die Leitungen mit ummantelten Draht an den Aluminiumprofilen. Oder Sie schrauben die Kabelschellen in dessen Holzkonstruktion - je nach Bauweise.

Die Verdrahtung, Verteilung und Schaltung von Licht- und Steckdosen-Stromkreisen Ihrer Elektroinstallation können Sie entweder in später unsichtbaren Abzweigdosen vornehmen. Oder Sie setzen spezielle tiefere Geräteverbindungsdosen, in denen Sie hinter dem Schalter oder der Steckdose noch Platz für eine Verdrahtung mit einer Wago‑Klemme oder Lüsterklemme haben.

  • Nachteil der Geräteverbindungsdosen: Die Leitungen können nicht am günstigsten Ort zusammengeführt werden, sondern müssen allesamt bis hin zum Schalter (Oder Steckdose) geführt werden. Zudem ist dort zuwenig Platz, um darin Schaltungen oder Verbindungen vieler Kabel über Wago‑Klemmen oder Lüsterklemmen vorzunehmen.
  • Vorteil der Geräteverbindungsdosen: Bei einer Störung, einem Kurzschluss oder einer Leitungsunterbrechung in Ihrer elektrischen Anlage muss zum Durchmessen nicht die Wand geöffnet oder die Tapete zerstört werden, um an Abzweigdosen heranzukommen.

Sollen mehrere Schalter oder Steckdosen neben- oder übereinander gesetzt werden, könnten höherwertige und damit etwas teurere Dosen über die integrierten Verbindungsstücke zusammengesteckt oder -geschoben werden. Dabei stimmt dann auch gleich deren Abstand untereinander. Hierbei stets nur Material eines Herstellers verwenden, sonst kann es passieren, dass die Schalter oder Steckdosen später nicht nebeneinander in die Hohlwanddosen passen. Für zwei oder mehr Schalter oder Steckdosen sind Zweier- und Dreierkombinationen als Gerätedosen erhältlich. Das beim Einsetzen in die Wand etwas umständliche Zusammenstecken entfällt hierbei. Jedoch ist mit ihnen die Anzahl der neben- oder übereinanderliegenden Schalter oder Steckdosen begrenzt.

Zu guter Letzt beachten Sie bitte, dass Sie die Hohlwand- oder Geräteverbindungsdosen nur so tief einsetzen, dass sie mit einem gegebenenfalls später noch aufzubringenden Wandputz an ihrer Vorderkante bündig abschließen. Das Befestigen der Schalter und Steckdosen in Hohlwand- oder Geräteverbindungsdosen sollte nur über die in den Dosen enthaltenen Schrauben vorgenommen werden. Drehen Sie hierfür zwei gegenüberliegende soweit heraus, dass diese in die Bohrungen im Metallrahmen des Schalters oder der Steckdose reichen. Entfernen Sie daher die für Mauerwerk vorgesehenen Schraub-Krallen an den Seiten von Steckdosen und Schaltern.


Nun fehlen nur noch Tapete, Türen, Teppiche und Fußleisten - dann ist Ihr Dachausbau abgeschlossen.


 






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