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Anleitung: Brennwertheizung optimal einstellen

Vorraussetzungen und Herangehensweise an einen sparsamen Verbrauch eines Heizungskessels

Themen auf dieser Seite:

  • Wozu einen neuen hydraulischen Abgleich?
  • Einstellen der Kesselsteuerung
  • Beispiel-Einstellung für ein 160qm Zweifamilienhaus
  • Kurzanleitung für typische Probleme (FAQ)
Die perfekt eingerichtete Heizungsanlage wird mit so wenig Vorlauftemperatur als nötig betrieben. In einer über einen perfekten hydraulischen Abgleich vorgeingestellten Heizung können alle Thermostatventile auf Stellung ‚5' vollständig geöffnet sein - und doch herrscht in jedem Raum die für diesen angedachte Zimmertemperatur. Man verwendet jedoch Thermostaten, um für allfällige Fremdwärmeeinflüsse durch Sonne, Kaminofen, Herd oder Dusche die Heizkörper-Leistung zu drosseln.


1. Der hydraulische Abgleich


1.1 Wozu einen neuen hydraulischen Abgleich? Meine Anlage hat doch bei der Erstellung einen bekommen.

Um den Kessel stets mit der niedrigstmöglichen = sparsamsten Kesseltemperatur laufen lassen zu können und dabei alle Räume auf deren Zieltemperatur zu bekommen, muss ein hydraulischer Abgleich der Heizungsrohre und Heizkörper berechnet und umgesetzt werden. Auch heute noch wird der Aufwand von Fachbetrieben gescheut,

  • weil es das Angebot verteuert und die Konkurrenz das ebenfalls nicht einrechnet
  • weil man das dem Kunden schlecht verkaufen kann, da es ein beratungsintensiver Punkt ist
  • weil man schon immer gut damit gefahren ist, alle Rücklaufventile der Heizkörper auf einen Mittelwert einzustellen und dafür die Heizkurve = Kesseltemperatur anzuheben.

Wenn Sie also hierauf nicht bestehen, wird man Ihnen sagen, dass man natürlich einen Abgleich mache, sonst wäre ja der letzte Heizkörper in einer Reihe eiskalt, während der erste kocht. Aus diesem Grunde ist in fast keinem Haus ein korrekter hydraulischer Abgleich die Grundlage der an den Heizkörpern eingestellten Rücklaufmengen. Um die Ungenauigkeiten der pi mal Daumen eingestellten Rücklaufmengen auszugleichen und dennoch jeden Raum auf seine Zieltemperatur zu bringen, wird eben die Kesseltemperatur erhöht. Und das kostet jeden Tag Ihr Geld. Möchten Sie Ihre Anlage sparsamer als bisher betreiben, ist dies also ein unverzichtbarer Aufgabenpunkt.

Bestehen Sie auf eine softwaregestützte Berechnung mit Ausdruck des Ergebnisses für Ihre Unterlagen. Es ist ohnehin kaum vorstellbar, dass ein Fachbetrieb diesen großen Aufwand fehlerfrei per Hand und Taschenrechner ausführt. Denn es müssen auch die verschiedenen Rohrdurchmesser und -längen sowie die Wattzahlen der einzelnen Heizkörper und auch die Dämmsituation der Räume in die Berechnung einbezogen werden. Wenn der kleine Heizungsbauer dies selbst nicht liefern kann, was oft der Fall ist, muss er ein externes Planungsbüro damit beauftragen. Oder eben kein Angebot abgeben.


1.2 Alte Heizkörper für den hydraulischen Abgleich vorbereiten

Das Umsetzen der Vorgaben der Berechnung - das Einstellen selbst - ist bei einer neuen Heizungsanlage eine Sache von wenigen Minuten, überhaupt kein großes Ding. Aufwendig könnte bei älteren Heizungsanlagen der Austausch sämtlicher Rücklaufventile aller Heizkörper sein, weil die vorhandenen nach ein paar Jahren festgegammelt sind und alte Ventile oft keine Zahlenskala besitzen. Dann würde wieder pi mal Daumen eingestellt, was nicht zielführend ist. Heutzutage wird also die Rücklaufmenge über eine Zahlenskala - meist unter dem Thermostatventil befindlich - eingestellt. Das Thermostatventil erfüllt damit zwei völlig unterschiedliche Funktionen. Ein gegebenenfalls noch vorhandenes separates Rücklaufventil würde dann entfernt und durch einen freien Durchgang ersetzt.

Somit gehört es zu den Vorarbeiten einer verbrauchsarmen Heizungsanlage, ein Planungsbüro mit der Berechnung des hydraulischen Abgleichs zu beauftragen, die Rücklaufventile auszutauschen und die ermittelten Werte einzustellen. Sie müssen diesem Planer jedoch unbedingt für jeden Raum die von Ihnen gewünschten Raum-Solltemperaturen mitteilen, sonst denkt er sich nach Gusto welche aus. Wichtiger als die absolute Temperatur ist hierbei das Temperatur-Verhältnis zwischen den verschieden Zimmern. Die Berechnung versucht, bei in allen Räumen voll aufgedrehten Thermostatventilen und in einer Situation ohne Fremdwärmeeinfluß genau dieses Temperatur-Verhältnis zu erreichen.

Der Austausch der Rückläufe ist eine Aufgabe für den Heizungsbauer, denn es gibt viele unterschiedliche Ventileinsätze in Bezug auf Gewinde und Einsatztiefe. Auch muss überhaupt geklärt werden, wo am Heizkörper Ihre Rückläufe sitzen - für Laien ist dies nicht erkennbar. Darüber hinaus muss die Neubefüllung einer Heizungsanlage seit dem Jahr 2013 mit entkalktem Wasser erfolgen. Das ist auch sehr sinnvoll, weil es das Festgehen von Heizkreispumpen und Ventilen verhindert. Wenn Ihre alte Heizungsanlage latent Druck verliert, könnte sich eine kleine stationäre Entkalkungsanlage rechnen. Für wenige Hundert Euro wären Sie unabhängig von der transportablen Enthärtungsanlage des Heizungsbauers.

Ist der hydraulische Abgleich vorgenommen worden, jeder Rücklauf auf den von der Software berechneten Wert (zwischen 1 und 7) eingestellt, dann geht es im nächsten Schritt an die elektronische Heizungssteuerung. Ein Tipp: Sollte die Zieltemperatur in nur einem Raum bei der Planung des Abgleichs zu gering angesetzt gewesen sein, können Sie jetzt noch den berechneten Abgleichswert für den Heizkörper in dem betreffenden Raum noch eine Zahl höher einstellen - wenn er nicht schon auf den höchsten Wert 7 eingestellt ist. Damit kommt Ihre gesamter Abgleich noch lange nicht durcheinander - aber der Raum wird stärker erwärmt. Ist der Abgleich schon auf 7 eingestellt, hilft ein Anheben der Parallelverschiebung in Ein-Grad-Schritten. Achtung: Ist die Anlage schon einige Monate in Betrieb, dreht man beim Verstellen leicht die gesamte Verschraubung heraus, weil die Verstellung schwergängig wird. Halten Sie also beim Verstellen unbedingt mit einem passenden Schraubenschlüssel oder Rohrzange gegen oder überlassen diese Arbeit dem Fachbetrieb.


2. Einstellen der Kesselsteuerung


2.1 Vorbereitungen

Alle folgenden Ausführungen beziehen sich auf ein Brennwert-Wandgerät Viessmann Vitodenz 200-W mir der elektronischen Regelung (für Vitodens/Vitoladens/Vitopend) Vitotronic 200 Typ HO1B für witterungsgeführtem Betrieb ohne Raumtemperaturerfassung. Nutzt die Steuerung neben der Außentemperatur auch die Temperatur eines sogenannten Führungsraumes, muss diese Einflußgröße für die Dauer der Grundeinstellung abgeschaltet werden. Bei einer perfekt eingestellten witterungsgeführten Steuerung ist dieser Parameter überflüssig, könnte jedoch einzig bei Fremdwärme durch intensive Sonneneinstrahlung im Führungsraum zur Reduzierung der Kesselleistung nützlich sein - Nachteil: In sämtlichen anderen Zimmer des Hauses würde die Raumtemperatur ebenfalls abgesenkt. Zum Anheben der Raumtemperatur wäre er zudem nutzlos, weil diese bei einer perfekt eingestellten Steuerung stets die avisierte Zieltemperatur hält.

Die im folgenden beschriebenen Einstellungen der Heizungssteuerung sind übertragbar auf die elektronischen Regelungen aller Hersteller. Nur weichen dort naturgemäß die Bezeichnungen der Einstellpunkte ab und nicht jede Steuerung bietet alle genannten Einstellmöglichkeiten.

Das Justieren macht man stets im Winter bei Temperaturen unter 5° Celsius. Denn es ist ein Herantasten an die ideale Temperaturkurve erforderlich. Ist gerade Frühling, können Sie derzeit nur für den jetzigen Temperaturbereich behelfsweise eine Einstellung vornehmen. So ist dies keine Aufgabe, die man an einen Heizungsbauer deligieren kann - genau ausgeführt wäre sie unbezahlbar. Nur Sie selbst können den im folgenden beschriebenen Aufwand betreiben, täglich die Raumtemperaturen bei völlig geöffneten Thermostatventilen in eine Tabelle einzutragen. Ist ein Winter warm, können Sie die Einstellung der Heizungssteuerung erst abschließen, wenn Sie auch die Raumtemperaturen bei sehr tiefen Außentemperaturen gemessen haben. Solange wäre jede Einstwellung vorläufig.

Ganz so aufwendig, wie es sich anhört, ist es dann aber doch nicht. Denn nach wenigen Wochen werden Sie in Ihrem Haus einen oder zwei Räume identifiziert haben, die - oft am Ende eines Leitungsstranges liegend - bei völlig geöffnetem Rücklaufventil (7) und völlig geöffneten Thermostatventil kühler als alle anderen Zimmer sind. Gemeint ist hier die Abweichung von der dem Planer mitgeteilten, angestreben Ziel-Temperatur. Dieser Raum oder diese Räume dienen fortan als Ihre Referenzräume, in dem Sie das Thermostatventil bis zum Abschluß aller Messungen immer geöffnet lassen und sämtliche Einstellungen an der Steuerzungselektronik messen. Es kann ein Dachzimmer mit Dämmproblematik sein oder ein Raum mit unterdimensioniertem Heizkörper oder ein Zimmer, das im Gegensatz zu den anderen nicht unterkellert, dafür aber mit unterlüftetem Dielenboden versehen ist. Nur nebenbei: Verschließen Sie niemals zu Letzterem gehörige Belüftungsöffnungen in der Außenwand Ihres Hauses - ständige Feuchtigkeit würde den Holzfußboden von unten vermodern und verschimmeln lassen.

Sie brauchen also zunächst in jedem Zimmer ein Raumthermometer, später nur in den Referenzräumen. Dort lesen Sie zweimal täglich die Raumtemperatur ab und tragen in eine Excel-Tabelle ein, ob diese bei der gegebenen Außentemperatur zu warm, gerde richtig oder zu kalt war. Das können Sie am besten mit einer Zellen-Farbe ausdrücken: Rot für zu warm, blau zu kalt und grün für passend.

Eine Tabelle muss für eine Heizkurveneinstellung gelten - beispielsweise 1,4. Dann werden vertikal ein paar Parallelverschiebungen der Temperatur vom Mittelwert eingetragen, um nicht bei jeder Verschiebung eine neue Tabelle anfangewn zu müssen. So sehen Sie auf einem Blick, bei welcher Außentemperatur die Referenzräume zu kalt oder zu warm sind. Eine Ideallinie muss absolut horiziontal verlaufen. Ist es bei allen Außentemperaturen gleichmäßig zu kalt oder zu warm, ändern Sie nur die Parallelverschiebung.

Link zu einer Excel-Datei mit den Daten einer vollständigen Meßphase. Darin sehen Sie sehr schön, wie sich der Verfasser an die ideale Heizkurve, Parallelverschiebung und Soll-Raumtemperatur herangetastet hat. Der gelb gekennzeichtete Datenblock ist derjenige, welcher letztlich am besten passte.

Die Zahlen in den Tabellenfeldern sind die ungefähre Kesseltemperaturen - die können Sie weglassen, sind eigentlich überflüssig. Entfernen Sie die Farbmarkierungen, um die Tabelle für Ihr Objekt nutzen zu können. Ändern Sie ggf. auch die Abstufung der Heizkurven, denn ein Niedrig-Energiehaus könnte mit Heizkurve 0,5 beginnen und nicht wie hier mit 1,2 für einen Altbau. In der Spalte A steht der verwendete Raumtemperatur-Sollwert - dieser ist zu Beginn der Messphase unverändert von Ihrer Anlage zu übertragen. Erst wenn die Neigung der Heizkurve feststeht, kann an diesem Wert eine Feinjustierung der Kurve vorgenommen werden.

Wenn Sie bei der derzeitigen Heizkurve keine horizontale Ideallinie zustande bringen, wählen Sie eine etwas steilere oder flachere. Und tragen in die neue Tabelle erneut ein, ob die Solltemperatur nunmehr nur im Referenzraum bei voll aufgedrehtem Thermostatventil nicht erreicht (blau), erreicht (grün) oder überschritten (rot) wurde. So nähern Sie sich über Monate der perfekten Heizkurve samt Parallelverschiebung an.

Der groß im Display angezeigte Raumtemperatur-Sollwert sollte niemals ohne Not verstellt werden. Denn dessen Änderung bewirkt KEINE Parallelverschiebung der Heizkurve über alle Außentemperaturen gleichmäßig nach oben oder unten, wie man annehmen sollte. Das macht alleine eine Änderung der Parallelverschiebung (Niveau). Dieser Wert verändert die Heizkurve in sich. Eine Korrektur kann notwendig sein, um die Steuerung optimal an die Dämmsituation anzupassen. Es ist sehr ärgerlich, dass dieser Wert so prominent und leicht verstellbar im Display der Steuerung platziert ist. Damit kann man eine an sich gut eingestellte Anlage verderben, wenn der ursprünglich eingestellte Wert nicht notiert wurde. Selbst die Anleitung suggeriert, dass dieses Raumtemperatur-Soll eine Vorgabe für die Raumtemperaturen seien - doch das ist Mumpitz. Die Raumtemperaturen hängen von vielen Parametern ab, dabei nur in einem sehr engen Außentemperatrurbereich von dieser Einstellung. So kann es passieren, dass Sie frieren und diesen Wert um drei Grad erhöhen - und nichts passiert. Wenn es also zu kalt ist, erhöhen Sie einfach die Parallelverschiebung um einen Grad - hierauf reagiert die Steuerung bei jeder Außentemperatur zuverläßig.


2.2 Die wichtigsten Einstellgrößen und ihre Bedeutung

Je nach Hersteller lassen sich nicht alle im Folgenden genannten Parameter einstellen. Einige bieten nur Neigung und Soll-Raumtemperatur, andere Neigung und Parallelverschiebung und wieder andere Neigung und den Fußpunkt - das ist der Anfang der Kurve.

Bei der hier beschriebenen Brennwertheizung finden sich die folgenden ersten beiden Einstellungen im Heizungssteuerungsmenü unter HEIZUNG/HEIZKENNLINIE/NIVEAU und HEIZUNG/HEIZKENNLINIE/NEIGUNG

  • Neigung: Das Haus verliert bei jeder Außentemperatur Wärme, und zwar proportional mehr Wärme bei tiefen Außentemperaturen als bei höheren. Dies berücksichtigt die Heizungssteuerung, indem es keine lineare Anhebung der Kesseltemperatur mit sinkender Außentemperatur gibt, sondern eine proportional ansteigende. Unter Neigung versteht man die Steilheit dieser Kurve: Je steiler sie ist, je größer also ihr Wert ist,
    1. desto größer sind die Wärmeverluste des Hauses
    2. und/oder umso kleiner sind die Heizkörper-Wattzahlen und-Flächen
    3. und desto größer ist der Außentemperatur-Einfluss
    4. und desto geringer der im Haus entstandene Fremdwärme-Einfluss auf das Haus.
    Und umgekehrt. Eine ausschließliche Fußbodenheizung mit ihren großen Heizflächen liegt je nach Dämmung und Luftwechsel des Hauses meist zwischen 0,4 und 0,9 Neigung, ein über Heizkörper beheiztetes Haus zwischen 0,8 und 1,8. Verstellen Sie die Neigung möglichst nur an kalten Tagen - je kälter, desto besser. Verändern Sie die Neigung erst, wenn das oben genannte Excel-Diagramm einen Korrekturbedarf anzeigt (s.u.).
  • Niveau: Das Niveau bezeichnet die Parallelverschiebung der gesamten Heizkurve in 1-Grad-Schritten nach oben oder unten vom Mittelwert. So kann die Kesseltemperatur für jede gegebene Außentemperatur unisono in 1-Grad-Schritten erhöht oder verringert werden, wenn es bei passender Heizkurve bei allen Außentemperaturen immer gleich viel zu kalt oder zu warm ist. Die Neigung wird hierbei nicht angetastet. Dies ist der Parameter, der bspw. erhöht werden muss, wenn es bei voll aufgedrehten Thermostatventilen und absolut passender Heizkurve in dem/n Referenzraum/räumen zu kalt ist. Keinesfalls die im Display groß angezeigte sogenannte Soll-Raumtemperatur verändern.
  • Soll-Raumtemperatur: Die Bezeichnung und ihre im Menü prominent positionierte Verstellmöglichkeit führt Nutzer völlig in die Irre. Denn sie hebt nicht etwas wie die Parallelverschiebung (Niveau) die Kesseltemperatur für alle Außentemperaturen an oder senkt sie ab. Sie bewirkt eine nur schwer vorstellbare Verschiebung der eingestellten Neigungskurve entlang einer diagonal verlaufenden Raumtemperaturgeraden. Die Gradzahl der Soll-Raumtemperatur ist ein Wert, der nichts mit der angepeilten Zimmertemperatur zu tun hat. Es wäre besser, man hätte diesem Parameter eine andere Skalierung gegeben und in der Steuerung versteckt. Diese Soll-Raumtemperatur muss verändert werden, wenn die Neigungskurve zwar korrekt ist und an ihren äußeren Außentemperaturrändern passt, aber nicht in der Mitte um 0° Außentemperatur herum. Oder umgekehrt. Um sich also an diesen letzten Haupt-Parameter heranzuwagen, muss die korrekte Neigung (Heizkurve) ermittelt sein.
  • Nachtabschaltung: Bei Heizkörper basierten Heizungsanlagen spart man Energie, wenn die Anlage je nach Dämmung und Luftwechsel des Hauses etwa eine bis drei Stunden vom üblichen Zubettgehen abgeschaltet wird und morgens etwa eineinhalb Stunden vor dem üblichen Aufstehen einschaltet. Für Wochentage und Wochenenden können unterschiedliche Zeiten gesetzt werden. Angenehm ist hierbei die geringere Raumtemperatur in der Nacht. Damit es bei bspw. minus 20° nicht zu kalt im Haus wird, gibt es eine weitere Einstellung, so dass die Heizung bei tiefen Temperaturen nachts mit geringerer Leistung durchläuft. Dazu später mehr. Heizen Sie dagegen ausschließlich mit Fußbodenheizungen, macht eine Nachtabschaltung keinen Sinn. Deren Aufheizzeit ist wesentlich länger als diejenige über Heizkörper, das heißt sie reagiert träger, so dass Sie die Wohnung im Winter bis zum Aufstehen nicht warm bekämen. Eine Nachtabschaltung wird in der Heizungssteuerung in entsprechenden Menüpunkten durch eine Absenkung der Soll-Raumteperatur auf maximal 3° erreicht. Ist der hierfür eingestellte Wert höher, kommt es nur zu einer Nachtabsenkung ohne Abschaltung.
  • Heizgrenze: Damit stellt man ein, ab welcher Außentemperatur sich der Kessel abschalten kann und die Ziel-Temperaturen der Referenzräume gerade noch gehalten werden. Eine mögliche Warmwasserbereitung bleibt hiervon unberührt. Man nähert sich am besten in der Übergangszeit dem niedrigst möglichen Wert an - er wird in der Regel je nach Dämmung und Luftwechsel des Hauses zwischen 11° Außentemperatur bei einem Passivhaus und 17° bei einem Altbau liegen.
  • Differenz zwischen Kesseleinschalt- und Kesselausschalt-Temperatur (Hysterese): Eine große Hysterese verringert die Anzahl der Ein-/Ausschaltungen des Kessels, mündet jedoch in schwankenden Raumtemperaturen. Die heutigen Kessel und ihre Steuerungen sind unempfindlich gegen enge Ein-/Ausschaltzyklen. Und wenn nach Jahren wirklich mal ein Relais etwas früher ersetzt werden muss, kostet es auch nicht die Welt.

2.3 Prüfung einer Heizkurve bis zur Feststellung ihrer Tauglichkeit oder Untauglichkeit

Beginnen Sie am besten mit derjenigen Heizkurve, Parallelverschiebung und Soll-Raumtemperatur, die Ihr Heizungsbauer in Ihrer Kesselsteuerung eingestellt hat. Sie ermitteln über das folgende Procedere die flacheste Neigung der Heizkurve, bei der die Temperaturen der Referenzräume bei jeder Außentemperatur noch im Zielbereich liegen. Bei Fremdwärmeeinflüssen durch Kaminöfen, intensiver Küchennutzung, Sonneneinwirkung etc. sind keine Messungen zu erfassen - sie würden das Ergebnis verfälschen.

Legen Sie zwei feste Ablesezeiten fest - bspw. Morgens 7 Uhr und Abends 18 Uhr. Zur diesen Ablesezeiten müssen die Referenzräume im Zieltemperaturbereich liegen. Berücksichtigen Sie die möglicherweise spätere Startzeit der Heizung (nach einer Nachtabschaltung) am Wochenende. Startet die Heizung in der Woche um 5 Uhr und der Ablesezeitpunkt ist 7 Uhr, dann müssen Sie bei einer Startzeit von 7 Uhr am Wochenende den Ablesezeitpunkt auf 9 Uhr legen, damit die Anlage dieselbe Zeit hat, die Referenzräumew aufzuheizen. Wollen Sie es aber schon um 8 Uhr warm haben, müssen Sie den Startpunkt der Heizung um eine Stunde auf 6 Uhr vorziehen.

Markieren Sie in der verlinkten Exceltabelle beispielsweise durch Fettdruck oder mit einer gelben Hintergrundfarbe diejenige Zeile, welche der aktuell an der Kesselsteuerung eingestellten Neigung und Parallelverschiebung entspricht. Nur in diese Zeile tragen Sie Ihre Farbmarkierungen ein. Die jeweilige Außentemperatur lesen Sieam zuverläßigsten am Display der Kesselsteuerung ab.

In die Exceltabelle tragen Sie nun zweimal täglich für die zu diesen Zeiten am Kessel abgelesene Außentemperatur (X-Achse) mit einer Hintergrundfarbe in die Zeile mit eingestellter Neigung und Parallelverschiebung ein, ob es in einem der Referenzräume zu warm (rot), genau richtig (grün) oder zu kalt war (blau). War in dieser Position bereits ein grünes Feld und bei der jetzigen Messung ist es zu kalt, dann ändern Sie die Feld-Farbe auf blau und korrigieren die Parallelverschiebung in der Heizungssteuerung um ein Grad nach oben. Ebenso natürlich, wenn für die gegebene Außentemperatur noch kein Farbeintrag vorlag. Die folgenden Farbmarkierungen kommen dann dementsprechend eine Zeile höher. Am Besten markieren Sie wieder die nun gültige Zeile der Tabelle mit Fettdruck oder gelber Hinterlegung.

Auf diese Weise werden Sie in den Wintermonaten(!) schnell mit einem Blick erkennen,

  • ob die grünen Felder horizontal verlaufen = Neigung ist richtig gewählt
  • ob die grünen Felder von links oben nach rechts unten verlaufen = Neigung ist zu niedrig eingestellt
  • ob die grünen Felder von links unten nach rechts oben verlaufen = Neigung ist zu hoch eingestellt

Ist die Neigung sichtbar unpasssend, ändern Sie Ihre Heizungssteuerung auf den entsprechenden angrenzenden Neigungswert und verwenden in der Excel-Tabelle das angrenzende neue Feld ohne Farbmarkierungen mit der jetzt eingestellten Neigung. Die bereits in den Tabellen vorgegebenen Kesseltemperaturen sollen nur die Wahl der passenden Parallelverschiebung bei so einem Wechsel erleichtern. Es ist völlig gleichgültig, ob diese mit den Angaben Ihres Kessels übereinstimmen. Wählen Sie also eine Parallelverschiebung, deren Kesseltemperaturwerte bei jeder gegebenen Außentemperatur mit den grünen Feldern aller bisherigen Eintragungen übereinstimmen.

So ermitteln Sie schon während einer Wintersaison mit sehr tief gehenden Außentemperaturen die auf den Wärmeverlust Ihres Hauses passende Heizkurve und Parallelverschiebung. Ist diese gefunden, geht es im Folgenden an die Feineinstellung der Steuerung.


3. Beispiel-Einstellung für ein Zweifamilienhaus

Eckdaten:

  • Brennwertheizung Viessmann Vitodens 200-W mit integrierter Trinkwassererwärmung (6,6 bis 26 KW bei 50/30°C Vorlauftemperatur)
  • Regelung Vitotronic 200, Typ HO1B für witterungsgeführten Betrieb - kein Raumtemperaturfühler
  • Baujahr 2014, Wohnfläche 160qm
  • ein Heizkreis
  • kein Mischer, keine Weiche

Es sind nur die Einstellwerte der Codierebene 1 und 2 gelistet, die für diese spezielle Anlagen-Konfiguration gebraucht werden. Da auf eine möglichst sparsame Einstellung geachtet wurde, sind sämtliche verzichtbare Komfortfunktionen der Warmwasser-Bereitung abgeschaltet. Wichtig: Bei Übernahme der Daten auf ein anderes Haus muss jeder Einstellpunkt daraufhin geprüft werden, ob die Einstellung mit den veränderten Gegebenheiten übereinstimmt. Insbesondere sind bei den roten Feldern die bisherigen Einstellungen unbedingt beizubehalten - es gibt keinen vernünftigen Grund für die Annahme, die vorhandenen Grundeinstellungen könnten falsch sein. Dunkelgraue Felder sind in nicht dokumentiert. Notieren Sie sich vor Änderungen Ihrer Einstellung die bisherigen Werte, damit Sie gegebenenfalls problemlos zur alten Einstellung zurückkehren können. Die Codierungen in roten Feldern werden also nicht angetastet. Lediglich Codieradressen grün unterlegter Felder können nach 'Versuch und Irrtum' an den tatsächlichen Bedarf Ihres Hauses an Wärme und Warmwasser angepasst werden. Und wie immer den Ursprungswert notieren, um leicht zur Ausgangskonfiguration zurückkehren zu können.


3.1 Allgemeine Einstellungen


 Codier-
Adresse
mit
Beispiel-
Einstellung
 Was wird
eingestellt
 Erlaubte
Werte
 Anmerkung  Codier
Ebene
00:2  Anlagenausführung  1-10   
11:0       
7F:1  Ein-/Mehrfamilienhaus  0=Mehrfam.Hs
1=Einfam.Hs. 
 
8F:1  Basis- & erweitertes Menü freigeben/sperren  0=frei
1=gesperrt 
Entsperrung via Codierebene 1 jederzeit möglich 
2A:0  Funk-Außentemperatur-Sensor  0=ohne
1=mit 
 
2D:0  So belassen     
32:0  So belassen    aut. Erkennung 
35:0  So belassen    aut. Erkennung 
36:0  Funktion Ausgang 157     
3E:0  Interne Umwälzpumpe bei Signal 'Extern Sperren'     
3F:0  Interne Umwälzpumpe bei Signal 'Extern Anfordern'     
4B:0  Eingang 96 Raumtemperaturregler    Nur Regelung für angehobenen Betrieb 
52:0  Vorlauftemperatursensor  0=ohne
1=mit 
 
53:1  Funktion Anschluss 28     
54:0  Solaranlage    aut. Erkennung 
6E:35  Anzeigekorrektur des Außentemperatur-Sensors  0=-5K bis 49=-0,1K 
51=+0,1° bis 100=+5° 
Unklar ist, ob die Korrektur auch an die Steuerung gegeben wird 
76:0  Kommunikationsmodul    aut. Erkennung 
7F:1  Ein-/Mehrfamilienhaus  0=MFH
1=EFH 
 
80:6  Verzögerung bis Störungsmeldung  0=sofort
2 bis 199 
1 Ganzzahl = 5 sek 
81:1  Sommer-/Winterzeitumstellung  0=manuell
1=automatisch
2=Funkempfänger
3=Kommunikationsmodul enthält Empfänger 
 
88:0  Einheit der Temperaturanzeige  0=Celsius
1=Fahrenheit 
 
8A:175  So belassen     
8F:0  Bediensperre  0=zugänglich
1=gesperrt 
 
90:1  Verzögerung der Steuerungssreaktion auf Außentemperatur-Änderungen  1 bis 199 | Diese Funktion verunmöglicht nach meiner Auffassung den gesamten Abgleich, deshalb keinen Wert nehmen. Dann bekommt die Heizung AT-Änderungen nach zehn Minuten mit. Andernfalls bräuchte man eine Reserve über eine höhere Kesseltemperatur - was wiederum Geld kostet.  1 Ganzzahl = 10 Minuten 
94:0  Modul Open Therm  0=ohne
1=mit 
aut. Erkennung 
95:0  Kommunikationsmodul LON  0=mit/AT wird intern verwendet
1=mit/AT-Emfänger
2=mit/AT wird an Steuerung gesendet 
 
99:0  So belassen     
9A:0  So belassen     


3.2 Kessel-Einstellungen


 Codier-
Adresse
mit
Beispiel-
Einstellung
 Was wird
eingestellt
 Erlaubte
Werte
 Anmerkung  Codier
Ebene
04:1  Brenner-Mindestpausenzeit    Fix vorgegeben durch Kesselcodierstecker 
05:82  Drehzahl Solarkreispumpe  2 bis 100  in % der maximalen Drehzahl 
0D:0  Solarpumpe Nachtzirkulationsüberwachung  0=aus
1=an 
 
0E:0  Wärmebilanzierung über Wärmeträgermedium  0=nicht verbaut
1=verbaut
2=nicht einstellen 
So belassen 
13:1  So belassen     
14:1  So belassen     
15:1  So belassen     
21:0  Wartungsintervall
(Betriebsstunden) 
0=kein
1=100 Std.
bis
100=10.000 Std. 
 
23:0  Wartungsintervall
(Monaten) 
1=1 Monat
bis
24=24 Mte. 
 
24:0  Anzeige 'Wartung' im Display  0=Keine
1=Hinweis 
 
2E:0  Keine Info       
2F:0  Befüllung oder Entlüftung  0=nicht aktiv
1=Entlüftung aktiv
2=Befüllung aktiv 
 
30:2  Drehzahlregelung der internen Umwälzpumpe  0=elektronische Steuerung aus (Dauerbetrieb mit fester Drehzahl)
1=elektronische Steuerung an
2= nicht dokumentiert (Auslieferungszustand) 
Die Abstimmung der Steuerung liefert nur dann reproduzierbare Temperaturwerte, wenn die Pumpe mit konstanter Drehzahl läuft. Steuert sie - warum auch immer - die Pumpenleistung herunter, werden am Ende des Leitungsstranges liegende Heizkörper weniger warm, weil das Heizungswasser bei langsamen Transport stärker abkühlt (bei diesem Objekt circa 3°C bei 50°C Kesseltemperatur). Das wäre nur über eine verbrauchsintensive Erhöhung der Parallelverschiebung um wenigstens 3°C auszugleichen. Aus diesen Gründen ist eine konstante Pumpendrehzahl in der Summe (Strom- zu Gas-/Ölverbrauch) letztlich energiesparender. 
31:50  Solldrehzahl interne Umwälzpumpe in Prozent    Fix vorgegeben durch Kesselcodierstecker 
32:0  Erweiterung AM1  0=ohne
1=mit 
Automatische Erkennung 
04:1  Brenner-Mindestpausenzeit    Fix vorgegeben durch Kesselcodierstecker 
06:82  Maximalbegrenzung Kesselwasssertemperatur    Fix vorgegeben durch Kesselcodierstecker 
0D:0  so belassen     
0E:0  so belassen     
13:1  so belassen     
14:1  so belassen     
15:1  so belassen     
23:0  Zeitintervall Brennerwartung  0=kein
1=1 Monat
bis
24=24 Mte. 
in Monaten 
24:0  Anzeige 'Wartung' im Display  0=nein
1=ja 
 
2E:0  so belassen     
2F:0  Entlüftungs- & Befüllungsprogramm  0=aus
1=Entlüftungsprogramm aktiv
2=Befüllungsprogramm aktiv 
 
38:0  Statusanzeige Brennersteuergerät  0=kein Fehler
#0=Fehler 
 


3.3 Warmwasser-Einstellungen


 Codier-
Adresse
mit
Beispiel-
Einstellung
 Was wird
eingestellt
 Erlaubte
Werte
 Anmerkung  Codier
Ebene
56:0  Trinkwasser-Temperatursollwert  0=10° bis 60°
1=10° bis über 60° 
 
57:0  so belassen     
58:1  Zusatzfunktion für Trinkwassererwärmung  0=aus
10° bis 60° 
zweiter Trinkwassertemperatur-Sollwert für Entkeimung - zusätzlich 4. WW-Zeitphase für WW-Erwärmung aktivieren
korrespondiert mit Codieradressen 56 & 63 
5E:0  Umwälzpumpe zur Speicherbeheizung  0=Regelbetrieb bei Signal 'Extern Sperren'
1=aus bei Signal 'Extern Sperren'
2=ein bei Signal 'Extern Sperren' 
 
5F:0  Umwälzpumpe zur Speicherbeheizung  0=Regelbetrieb bei Signal 'Extern Anfordern'
1=aus bei Signal 'Extern Anfordern'
2=ein bei Signal 'Extern Anfordern' 
 
60:25  Kesseltemperatur-Anhebung während Trinkwassererwärmung  5° bis 25°   
65:3  Bauart Umschaltventil  so belassen  Fix vorgegeben durch Kesselcodierstecker 
6C:100  Solldrehzahl interne Umwälzpumpe während Trinkwassererwärmung  0% bis 100%   
6F:100  Maximale Wärmeleistung während Trinkwassererwärmung  0% bis 100%  Fix vorgegeben durch Kesselcodierstecker 
71:0  Trinkwasserzirkulationspumpe  0=nach Zeitprogramm
1=aus während Trinkwassererwärmung auf 1.Sollwert
2=an während Trinkwassererwärmung auf 1.Sollwert 
nur witterungsgeführter Betrieb 
72:0  Trinkwasserzirkulationspumpe  0=nach Zeitprogramm
1=aus während Trinkwassererwärmung auf 2.Sollwert
2=an während Trinkwassererwärmung auf 2.Sollwert 
nur witterungsgeführter Betrieb 
73:0  Trinkwasserzirkulationspumpe  0=nach Zeitprogramm
1 bis 6 mal fünf Minuten an
nur witterungsgeführter Betrieb 


3.4 Heizkreis-Einstellungen


 Codier-
Adresse
mit
Beispiel-
Einstellung
 Was wird
eingestellt
 Erlaubte
Werte
 Anmerkung  Codier
Ebene
A0:0  Fernbedienung  0=ohne
1=mit Vitotrol 200
2=mit Vitotrol 300 oder Vitocomfort 200 
automatische Erkennung 
A1:0  Fernbedienung  0=alle Einstellungen freigegeben
1=nur Partybetrieb einstellbar 
 
A3:-3  Heizkreispumpe dauernd an ab eingestellter Außentemperatur minus 1°  -9° bis +15°  verhindert Einfrieren ungünstig verlegter Heizungsrohre 
A5:0  Heizkreispumpenlogik-Funktion (Sparschaltung)  0=aus
1 bis 15=Heizkreispumpe aus, wenn Außentemperatur um x° größer ist als Raumtemp. Sollwert. Nur für diejenigen sinnvoll, die der automatischen Pumpensteuerung einen Nutzen abgewinnen können. Sie verunmöglicht nach meiner Auffassung den gesamten Abgleich. 
1:x=5° | 2:x=4° | 3:x=3° | 4:x=2° | 5:x=1° | 6:x=0 | 7 bis 15=x=-1° bis -9°
nur witterungsgeführter Betrieb 
A6:17  Erweiterte Sparschaltung  36=aus
5° bis 35°=Abschaltung Brenner & Heizkreispumpe bei gedämpfter AT +1° 
nur witterungsgeführter Betrieb | bei dieser Nacht-AT ist das Haus innen am Morgen noch ausreichend temperiert 
A9:0  Pumpenstillstandszeit nach Änderung Betriebsart oder Raumtemperatur-Sollwert  0=ohne
1 bis 15 Minuten(?) 
nur witterungsgeführter Betrieb 
C5:33  Untere Begrenzung der Vorlauftemperatur auf  1° bis 127°  Eine Vorlauftemperatur unter 33° führt nur bei sehr guter Dämmung zu erhöhten Zimmertemperaturen
nur witterungsgeführter Betrieb 
C6:110  Obere Begrenzung der Vorlauftemperatur auf  10° bis 127°  Hoher Wert unproblematisch, weil bei perfektem hydraulischen Abgleich plus Heizkurve die Regelung ohnehin genau nach Bedarf temperiert. Höherer Wertr sichert auch bei extremen Frot die gewohnte Temperierung.
Entscheidungshilfe: Heizkurvendiagramm
nur witterungsgeführter Betrieb 
D3:14  Neigung der Heizkennlinie  2 bis 35=Neigung 0,2 bis 3,5  wird besser über Grafik eingestellt 
D4:6  Niveau der Heizkennlinie  -13° bis 40°  wird besser über Grafik eingestellt 
D6:0  Heizkreispumpe bei Signal 'Extern Sperren'  0=Regelbetrieb
1=aus
2=an 
Korrespondiert mit Codieradressen 3a, 3b und 3c 
D7:0  Heizkreispumpe bei Signal 'Extern Anfordern'  0=Regelbetrieb
1=aus
2=an 
Korrespondiert mit Codieradressen 3a, 3b und 3c 
E5:0  so belassen     
E6:65  Nur wenn Heizkreise ohne Mischer sind: Maximale Drehzahl der internen Heizkreispumpe im Normalbetrieb  0% bis 100%  reduzieren, wenn Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf kleiner als 5° ist
nur witterungsgeführter Betrieb 
E7:30  Nur wenn Heizkreise ohne Mischer sind: Minimale Drehzahl der internen Heizkreispumpe im Normalbetrieb  0% bis 100%  Verstellen der Grundeinstellung nicht sinnvoll
nur witterungsgeführter Betrieb 
E8:10  Nur wenn Heizkreise ohne Mischer sind: Minimale Drehzahl der internen Heizkreispumpe bei reduzierter Raumtemperatur (nachts)  0% bis 100%  nur witterungsgeführter Betrieb 
E9:65  Nur wenn Heizkreise ohne Mischer sind: Maximale Drehzahl der internen Heizkreispumpe bei reduzierter Raumtemperatur (nachts)  0% bis 100%  am besten gleicher Wert wie bei Normalbetrieb
nur witterungsgeführter Betrieb 
F1:0  Estrich-Trocknung  0=aus
1 bis 6 
Sechs Temperatur-/Zeit-Profile (siehe Handbuch)
nur witterungsgeführter Betrieb 
F2:3  Zeitberenzung Partybetrieb & Betriebsprogramm-Umstellung über Taster  0=keine
1 bis 12 Stunden 
nur witterungsgeführter Betrieb 
F8:-2  Obere Temperaturgrenze der Temperaturspanne zur Aufhebung des reduzierten Betriebs (Nacht)
Oberhalb dieser Außentemperatur (AT) ist die Heizung aus 
+10° bis -60°  je nach Dämmung individuell einstellen
nur witterungsgeführter Betrieb 
F9:-14  Untere Temperaturgrenze der Temperaturspanne zur Anhebung des reduzierten Raumtemperatur-Sollwertes auf den Wert des Normalbetriebs  +10° bis -60°  je nach Dämmung individuell einstellen
nur witterungsgeführter Betrieb
Unterhalb dieser Außentemperatur (AT) volle Heizleistung entsprechend der Tag-Einstellung 
FA:50  Prozentuale Erhöhung des Vorlauftemperatur-Sollwertes beim Übergang von reduziertem Betrieb auf Normalbetrieb  0% bis 50% Anhebung  I.d.R. zum morgendlichen schnellen Anheizen der Räume
je nach Dämmung individuell einstellen, so dass
beim Aufstehen am Ende dieser Erhöhung im Bad oder Referenzraum die Ziel-Temperatur bereits erreicht ist 
FB:80  Zeitdauer der Erhöhung des Vorlauftemperatur-Sollwertes beim Übergang von reduziertem Betrieb auf Normalbetrieb  0 Minuten bis 300 Minuten Angehobener Betrieb
30 entspricht 1 Stunde (1 = 2 Min) 
Zum morgendlichen schnellen Aufheizen der Räume
je nach Dämmung und Bedarf individuell einstellen, so dass
beim Aufstehen am Ende dieser Erhöhung im Bad die Ziel-Temperatur erreicht ist
ALTERNATIV Wert auf 0 Minuten setzen und Heizung 30 bis 60 Minuten früher starten lassen - ist angenehmer wegen geringeren Abstrahlungstemperaturen der Heizkörper in Schlaf- & Kinderzimmern 

Kurzanleitung für typische Probleme (FAQ)

F E H L E R  A B H I L F E 
Ein Heizkörper wird nicht warm   Das Thermostatventil dieses Heizkörpers hängt fest durch Ablagerungen. Abhilfe: Mehrmals das Thermostatventil vollständig auf- und zudrehen. Danach sollte es wieder eine Weile korrekt öffnen und schließen.  
Temperatur im Referenzraum (kühlster Raum des Hauses mit vollständig geöffnetem Rücklauf s.o.) in der gesamten Außentemperatur-Spanne zu hoch / zu niedrig   Niveau (Parallelverschiebung) der Heizkurve in 1 Grad-Schritten absenken / anheben  
Temperatur im Referenzraum (kühlster Raum des Hauses mit vollständig geöffnetem Rücklauf s.o.) um 0°C herum zu hoch / zu niedrig   Den groß im Display angezeigte Raumtemperatur-Sollwert notieren, um ggf. zur Ausgangseinstellung zurückzugehen. Dann diesen Wert in zwei Grad-schritten absenken / anheben und Temperatur im Referenzraum einige Tage im 0°C-Bereich beobachten  
Temperatur im Referenzraum (kühlster Raum des Hauses mit vollständig geöffnetem Rücklauf s.o.) von -5° bis -15° / von 5° bis 15° zu hoch / zu niedrig   Die Heizkurve stimmt nicht. Ermitteln Sie die korrekte Heizkurve für Ihre Dämmsituation in einem aufwendigen mehrmonatigen Verfahren gemäß der obigen Anleitung 

 






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