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Kombiinstrument Opel Astra G®: Anleitung zur Fehlersuche & Aus- und Einbauanleitung

Liste der Fehlerursachen bei gestörten Instrumenten und Anzeigen und ausführliche Ein-/Ausbauanleitung.

Ein kleiner Hinweis zu Beginn: Den Ausbau des Kombiinstruments kann auch ein unerfahrener Schrauber in etwa 30 Minuten durchführen. Wenn allerdings das passende Werkzeug fehlt oder Ihnen das Handwerkliche fremd ist, sollten Sie die Arbeit einer Werkstatt überlassen. Unsere Videoanleitung finden sie übrigens unter Ziff. 2.


1. Erste Maßnahmen und Fehlerursachen bei gestörten Instrumenten und Anzeigen beim Astra G®

Eine häufige Schadenursache sind Spannungsspitzen beim Batterietausch oder beim Laden der nicht vom Bordnetz getrennten Batterie. Darum auch niemals die Zündung einschalten, wenn die Batterieanschlüsse nur lose auf die Batteriepole gesteckt sind. Die Elektronik des Astra® ist hochempfindlich.

Die erste Maßnahme ist ein stromlos Setzen des Fahrzeugs: Bei ausgeschalteter Zündung entfernen Sie das Massekabel für eine Minute. Danach wieder befestigen und Fahrzeug starten. Ist der Fehler behoben?.

Wenn nicht, kommt beim Corsa auch noch ein korridierter Massepunkt im Motorraum in den Fokus. Dort sind vier Massekabel mit einer Hutmutter verbunden. Rost stört gelegentlich den Kontakt. Manchmal löst sich die Mutter auch. Prüfen.

Bei folgenden Symptomen kommt das ABS-Steuergerät oder seine Fühler in Verdacht: Der Tacho zeigt oft keine Geschwindigkeit an, dann leuchtet auch die ABS-Kontrolleuchte. Direkt nach dem Motorstart oder auch während der Fahrt können ABS und Tacho jedoch zeitweise korrekt funktionieren.

Bei folgenden Symptomen kommt das CIM (Lenksäulen Elektronik Modul) in Verdacht: Der Tacho zeigt oft keine Geschwindigkeit und Fahrzeugbeleuchtung und Klimaanlage funktionieren dann nicht. Oder die Airbag-Kontrolleuchte bleibt bei eingeschalteter Zündung dunkel und Fensterheber (z.B. Beifahrerseite) einschließlich der Beleuchtung der Schaltereinheit von Fensterhebern und Außenspiegeln funktionieren nicht. Dagegen ist die Motortemperatruranzeige durchgehend intakt. Bei einem Austausch des CIM müssen vermutlich einige Fahrzeugdaten programmiert werden. Für dessen Ausfall kommt Wassereintritt in das Steuergerät infrage.

Bei folgenden Symptomen kommt die Instrumenteneinheit in Verdacht: Tacho und Drehzahlmesser sowie Tank- und Wassertemperaturanzeige gleichzeitig ausgefallen - eventuell hängen die Zeiger auch bei ausgeschalteter Zündung auf dem letzten angezeigten Wert fest. Die digitalen Anzeigen für KM-Zähler, Tageskilometerzähler etc. funktionieren ebenfalls nicht. Dagegen sind die Blinker-Kontrolleuchten intakt.



2. Ausbau-Anleitung für die Kombiinstrument

Alle zu lösenden Torx-Schrauben sind 20er-Schrauben.

  1. Lenksäulenverkleidung: Lösen Sie die zwei Kreuzschlitzschrauben der oberen Lenksäulenverkleidung [Bilder 1 & 2 der Bilderserie].
  2. Lenksäulenverkleidung: Dann hebeln Sie mit einen kleinen Schlitz-Schraubendreher deren beide Hälften auseinander und entfernen diese - dabei die Gummimanschetten der beiden Lenkstockhebel in ihrer Position festhalten [Bilder 3 & 4 der Bilderserie].
  3. Instrumentenverkleidung: Hebeln Sie mit einem kleinen Schlitz-Schraubenbdreher die beiden Abdeckkappen links und rechts der Lenksäule für die unteren Befestigungsschrauben der Verkleidung vor der Instrumententafel ab [Bild 5 der Bilderserie].
  4. Instrumentenverkleidung: Dann entfernen Sie diese beiden nun frei zugänglichen Torx-Schrauben. Oben wird diese Verkleidung von zwei weiteren Torx-Schrauben (ohne Abdeckkappe) gehalten - auch entfernen.
  5. Ziehen Sie die Instrumentenverkleidung nun vorsichtig nach links heraus.
  6. Instrumentengehäuse: Lösen Sie jetzt die beiden nun frei zugänglichen Torx-Schrauben unten am Instrumentengehäuse. Danach legen Sie den darüber befindlichen beigen Hebel nach links um. Hierdurch werden der einzige, hinter der Einheit fixierte Stecker und das Instrumentengehäuse getrennt. [Bilder 6 & 7 der Bilderserie]
  7. Instrumentengehäuse: Zum Herausziehen des Gehäuses drücken Sie dessen untere rechte Ecke in den Hohlraum und ziehen zugleich die linke untere Ecke etwas heraus. Andernfalls würde die Kunststoffumrandung beschädigt [Bilder 8 & 9 der Bilderserie]
  8. Instrumentengehäuse: Beide Lenkstockhebel in die untere Stellung bringen und Lenkrad in Mittellage bringen. Jetzt können Sie das aus der Öffnung herausgedrehte Instrumentengehäuse durch die obere Lenkradöffnung herausziehen [Bild 10 der Bilderserie]
  9. Instrumentengehäuse Rückansicht: Es gibt nur diese eine Steckverbindung mit Hebel-Schnappverschluss für alle Leitungsanschlüsse - eine Tachowelle gibt es zumindest ab Modelljahr 2000 nicht mehr [Bild 11 der Bilderserie]


3. Einbau-Anleitung für das Kombiinstrument

Den Einbau nehmen Sie in genau umgekehrter Reihenfolge vor. Hebei am Kombiinstrument vor dem Einbau nach links schieben. Doch die folgenden Schwierigkeiten können auftreten:

Wenn beim Hineindrücken des Kombiinstruments der im Armaturenschacht fixierte Stecker nicht in seine Entsprechung hinten am Kombiinstruments rutschen will und daher die Verriegelung nicht greift, dann verfahren Sie folgendermaßen:

  1. Kombiinstrument schräg liegend im Einbauschacht halten und den fixierten Stecker samt(!) seinem gelblichen Kunststoffrahmen mit dessen Haltenasen in Fahrtrichtung hinten aus deren oberer Aufnahme herausziehen  [Bild xxy der Bilderserie].
  2. Jetzt den Stecker der Rahmen/Steckereinheit manuell vorsichtig in die Steckdose am Kombiinstrument einführen. Es muss leicht gehen, anderseits sind die seitlichen Führungslaschen verbogen. Zum Verriegeln den Hebel von links nach rechts umlegen. Wenn der Hebel korrekt eingerastet ist, sitzt der Stecker fest [Bild xxy der Bilderserie].
  3. Schalten Sie die Zündung ein. Leuchten alle Anzeigen? Motor starten: Funktioniert der Drehzahlmesser? Wenn ja, mit dem nächsten Punkt fortfahren.
  4. Jetzt beim Einsetzen des Kombiinstruments in seine endgültige Position gleichzeitig die Haltenasen des Steckerrahmens oben wieder in die Metallaufnahmen hineinschieben. Das geht ganz leicht, da gut zu sehen.
  5. Erst jetzt das Kombiinstrument mit seinen beiden Torx-Schrauben (mit fest angebrachter Unterlegscheibe) festschrauben.

Bevor nun die Instrumentenverkleidung angebracht wird, muss die obere Lenksäulenverkleidung wieder montiert werden, weil erstere über letztere gesetzt wird. Dafür beide Gummimanschetten der Lenkstockhebel etwas zurückziehen [Bild 18 der Bilderserie]. Dann wird die instrumentenseitige Lasche der oberen Lenksäulenverkleidung unter den Metallträger über der Lenksäule geschoben. Das ist etwas trickreich, weil die Verkleidung instrumentenseitig links und rechts zwei Führungen hat, die in die entsprechenden Aufnahmen geführt werden müssen [Bilder 16 &17 der Bilderserie]. Andernfalls bliebe intrumentenseitig zweischen oberer und unterer Lenksäulenverkleidung immer ein kleiner Spalt. Also: Die obere Lenksäulenverkleidung von hinten bei abgesenktem Lenkrad zum Kombiinstrument schieben, vorne leicht herunterdrücken und in seine endgültige Position einrasten. Beide Hälften zusammendrücken. Festschrauben mit den beiden kleinen Kreuzschlitzschrauben. Hierzu muss das Lenkrad entsprechend gedreht werden, um an die Schraubenlöcher zu gelangen. Hiernach können die Manschetten der Lenkstockhebel wieder zurück gezupft und mit ihrer jeweils ersten Falte in die Öffnungen der Lenksäulenverkleidung gedrückt werden.

Nun die Instrumentenverkleidung von links hinter das heruntergelassene und in Mittelstellung befindliche Lenkrad schieben, in die endgültige Position bringen und mit den vier Torx-Schrauben festschrauben. Nicht vergessen, die vier Kappen zum Verkleiden der Schrauben wieder aufzusetzen beziehungsweise aufzustecken.

Das war es. Vermeiden Sie Spannungsspitzen durch Aufladen der im Fahrzeug angeschlossenen Batterie. Hierfür ist die Batterie vollständig vom Bordnetz zu trennen. Die Pole müssen zudem bei Einschalten der Zündung stets festgeschraubt sein - niemals lose aufgesteckt die Zündung einschalten oder den Motor starten.


 






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