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8. Acht Regeln zum allergiesyptomfreien Leben
Nun kommen wir endlich zu den ursachenspezifischen und belastungsreduzierenden Maßnahmen, zu den acht goldenen Regeln für Allergiker und MCS-Betroffene. Teilweise sind sie eine Zusammenfassung des bisher Gesagten. Beginnen Sie am besten zwei Wochen vor der von Ihnen im Vorjahr festgestellten Leidenszeit und beenden Sie es gut zwei Wochen nach dem letztjährigen Ende.
1. Kein Salz aufnehmen!
Das bedeutet: Die Salzaufnahme soll nur noch über die natürlichen in Lebensmitteln enthaltenen Salze erfolgen. Den meisten industriell produzierten Lebensmitteln ist Salz zugesetzt, z.B. Aufschnitt, Rauchfleisch, Würstchen, Fertigessen, Tortellini und Ravioli, Fertigsuppen und Soßen, Schmelzkäse, Käse-Scheibeletten Gorgonzola, Emmentaler, Tilsiter, Harrvati, Kräuterfrischkäse etc.. Ernähren Sie sich mit frischem Gemüse (Vollwertkost) und nicht geräucherten Fleisch. Brot und Käse enthält im Verhältnis wenig Salz und kann zunächst im Speiseplan bleiben. Achten Sie auf weitere Salz-Fallen, die obige Liste kann nicht vollständig sein (z.B. Restaurantbesuch). Die allergieverstärkende Wirkung einer erhöhten Salzaufnahme kann bis zu 24 Stunden verzögert eintreten.
2. Keinen Alkohol aufnehmen!
Haben Sie eine Weile nach allen Regeln fast beschwerdefrei gelebt und trinken auch nur einen Schluck Alkohol, werden unverzüglich allergische Reaktionen ausgelöst, die erst nach ein paar Tagen wieder gänzlich verschwunden sind. Das noch bis zur Grenze belastete Immunsystem wird durch den Alkohol geschwächt, so dass auf den Fuß Reaktionen folgen, die nur schwer wieder abklingen.
3. Keine schadstoffhaltige Luft einatmen!
Atmen müssen wir auch in der Stadt. Halten Sie sich jedoch nicht in Räumen auf, in denen geraucht wird. Diese Atemluft schwächt zwar nicht das Immunsystem, belastet es jedoch weiter - eventuell über die Grenze hinaus. Hinzu kommt, dass die eingeatmeten Schadstoffe die Bronchien reizen und deren Schwellung und Schleimabsonderung anregen. Dies zeigt sich anfangs in einer erschwerten Atmung, später im ausgeprägten Asthma bronchiale.
4. Folgende weitere Lebensmittel nicht mehr aufnehmen:
Kaffee, Espresso, Cola-haltige Getränke und Fisch. Das in den Getränken enthaltene Koffein wird vom Blut aufgenommen und schwächt das Immunsystem. Zur Minderung eines Asthmaanfalles könnte jedoch das z.B. im Kaffee und Cola enthaltene Koffein hilfreich sein. Koffein vermindert jedoch die für die Leistungsfähigkeit des Immunsystems wichtige Kalziumaufnahme, daher muss ein Ausgleich zum Beispiel durch Einnahme von Kalziumtabletten (in Tablettenform oder 100 mg in: ½ l Milch / 100g Hartkäse) erfolgen. Streichen Sie zudem alle Lebensmittel aus dem Speiseplan, nach deren Aufnahme auch nur leichte Reaktionen auftreten.
5. Nehmen Sie dagegen unterstützend vermehrt zu sich:
- ganzjährig Honig
- Senf (trotz des darin enthaltenen Salzanteiles)
- Kalzium (in Tablettenform oder 100 mg in: ½ l Milch / 100g Hartkäse)
- Misteln
- Jogurt (auch nicht-probiotischen) - Die Bakterienkulturen von Jogurts verändern die Art und Weise, wie die Immunzellen auf allergieauslösen-de Stoffe wie Pollen reagieren, so dass eine ausgeglichene Immunreak-tion entsteht
6. Halten Sie Ihren Kreislauf in Trab!
Körperliche Belastungen aller Art stärken das Immunsystem schon während der sportlichen Betätigung, weil es bei einem über das normale Maß hinaus aktiviertem Kreislauf wesentlich aktiver ist. So können nicht nur akute allergische Reaktionen (auch das Asthma bronchiale) gemildert werden, durch eine regelmäßige tägliche Belastung des Körpers verringert sich auch die Stärke der Auto-Immunreaktionen.
7. So wenig Kosmetika
einschließlich Haarwaschmittel, Sonnenmilch etc. wie möglich verwenden! Nicht mit Reinigungsmitteln in Berührung kommen! Die darin enthaltenen Chemikalien liefern über die Aufnahme durch die Haut und Atemwege einen Teil der Gesamtbelastung des Immunsystems. Sonnenmilch bietet dünn aufgetragen bereits den maximalen Schutz. Haarwaschmittel sollten so gut als möglich wieder herausgespült werden, um ein Einwirken der Chemikalien auf die Kopfhaut zu vermeiden. Kein Abwasch oder Hausputz ohne Schutzhandschuhe. Ausnahme: Bei sehr trockener oder rissiger Haut kann eine milde Feuchtigkeitscreme (z.B. Nivea-Creme) die Heilung fördern.
8. Streicheln Sie Ihre Seele!
Das Immunsystem wird gestärkt (und Allergiesymptome damit verringert) durch eine
positive Grundeinstellung sowie viele freudige Erlebnisse. In einer
wissenschaftlichen Untersuchung wurde beispielsweise festgestellt, dass
sich allergische Hautreaktionen beim Betrachten von Charly Chaplin Filmen
verminderten, während sie bei einer Vergleichsgruppe, die emotional neutrale
Sendungen betrachtete, unverändert blieb.
[Quelle ARD-Tagesthemen 14.02.2001]
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