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7.2 Hausstauballergiker

Ein auf das reine Vermeiden ausgerichtete Verhalten ist fast unmöglich. Dies gelänge nur über das ständige Tragen einer Atemmaske. Dafür sind jedoch die Möglichkeiten der Aufnahme des Allergens in den Körper auf die Atemwege beschränkt. Reduzieren wir also die Belastung durch die folgenden Punkte:

  • in Notfallsituationen Atemschutzmaske aufsetzen. Sie ist zwar unbequem, filtert jedoch Allergene bis zu 100 % bei hochwertigen Masken aus der Atemluft heraus. Ohne Hautkontakt zum Allergen erreichen Sie eine erhebliche Erleichterung in 5 bis 10 Minuten (z.B. Filtron von 3M, versuchsweise Billigware aus dem Baumarkt)
  • Austausch von Teppichen und Auslegeware gegen glatte Böden oder alternativ wöchentliches Nass-Saugen mit einem Waschsauger.
  • Austausch der Bettwäsche gegen Seidenbettwäsche und wöchentliches Waschen.
  • Austausch der Matratze gegen eine Spezialmatratze oder Überziehen mit einem glatten, undurchlässigen Überzug
  • Entfernen aller Vorhänge und Gardienen oder wöchentliches Waschen
  • Austauschen von Stoffsitzmöbeln gegen lederbezogene oder wöchentliches Nassreinigen mit dem Waschsauger
  • Ein Luftbefeuchter verringert die Zahl der Partikel in der Atemluft - doch Vorsicht: regelmäßig reinigen, sonst schadet er eher
  • Nasswischen anstelle von Staubwischen und Staubsaugen
  • Entfernen aller Plüsch- und Kuscheltiere aus dem Kinderbett. Falls Ihr Kind auf ein Kuscheltier besteht, sollte es wöchentlich mit 60 Grad gewaschen werden. Nach dem Kauf von Wäsche und Plüschtieren müssen diese wegen der darin enthaltenen Chemikalien aus Imprägnierungen, Mottengiften und Anti-Schuppen-Mitteln mit dreimaligen Waschen so weit als möglich herausgelöst werden.
  • Der emotional schwierigste Schritt: Entfernen Sie für wenigstens vier Wochen alle Haustiere (Hund, Katze, Meerschweinchen etc.) aus der Wohnung und reinigen Sie Böden, Polster und glatte Flächen extrem gründlich mit einem Nasssauger. Gardinen, Bettwäsche und Zierkissen und ähnliches müssen ebenfalls wenigstens gewaschen werden, weil ansonsten jede Bewegung größere Mengen an luftbelastenden Teilchen freisetzt. Diese Maßnahme reduziert die Belastung des Immunsystems erheblich und hilft hierüber auch demjenigen, welcher nicht gegen Haustiere allergisch ist.
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