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Bevor ich zu den Waffen greife, muss ich wissen, gegen was ich
eigentlich kämpfe, was den Gegner beeinflusst.
Die Autoimmun-Reaktion der Allergie bzw.
MCS-Erkrankung folgt einem Zustand unserer körpereigenen Abwehr, in dem sie zum einen geschwächt
ist und zum anderen in besonders hohen Maße mit einem oder mehreren auf den Körper einwirkenden
Stoffen (Chemikalien, Stoffen, Hausstaub, Pollen etc.) belastet wird. In dieser Kombination reagiert
das bis an seine Grenze ausgelastete Immunsystem mit einer Überreaktion, in der es den aktuell
auslösenden, möglicherweise jedoch relativ harmlosen letzten Eindringling mit aller Macht bekämpft.
Dabei treten viele der von klassischen Infektionen bekannten Krankheitssymptome auf, denn das
Immunsystem kämpft jetzt gegen den Auslöser ähnlich wie gegen eine gewöhnliche Infektion. Nur
ist dies ein Kampf des Körpers gegen relativ harmlose Stoffe. In welchen Ausmaß nun das Immunsystem
überreagiert hängt offenbar von der Häufung der verschiedenen auf den Körper einwirkenden Stoffe,
der Höhe der jeweiligen Belastung mit ihnen und dem Grad einer Schwächung des Immunsystems ab. So
erklären sich auch die wechselnden und auch unterschiedlich heftigen Reaktionen im Verlauf der
Heuschnupfenzeit. Und im Rest des Jahres? Ist das Immunsystem da stärker? Nein, nur sind eben weniger
potentielle Auslöser in Ihrem Lebensraum, die Ihr Immunsystem beschäftigen und somit belasten. Als
Auslöser, im Text vereinfachend Stoffe genannt, kommen inzwischen fast alle Kleinstlebewesen
wie Hausstaubmilben, sämtliche Chemikalien und Pollen in Frage. Diese unüberschaubare Anzahl kleiner
Stoffe können bedingt durch ihre geringe Größe über die Haut, den Speisetrakt oder die Atemwege
aufgenommen werden und in das Blut gelangen. Die Chemikalien sind Giften gleichzusetzen. Dazu gehören
industrielle Abgase, der Duft von Parfüms, Haushaltsreinigern und Waschmitteln oder auch die
ständige Quecksilberauslösung aus Amalgam-Zahnfüllungen, die besonders heimtückisch ist: zum einen
lässt sich die tatsächliche Quecksilberfreisetzung nur mit teueren Tests (Apotheke) zuverlässig
bestimmen, zum anderen kostet ein Wechsel auf aus heutiger Sicht unbedenkliche Goldfüllungen schnell
einige tausend Mark.
Das Wissen um diese Auslöser versetzt uns jedoch in die Lage, uns auf
diese Krankheit einzustellen.
(zum nächsten Kapitel)
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Es ist im Handel erhältlich unter der ISBN 978-3-86858-338-0.
Titel: E-Nummern-Liste der Lebensmittel-Zusatzstoffe und deren Gefährlichkeit
Untertitel: Mit Allergieratgeber
126 Seiten | Taschenbuch
1. Auflage 2009
ISBN-13: 978-3-86858-338-0
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