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4. Entstehung von Autoimmun-Reaktionen
Bevor ich zu den Waffen greife, muss ich wissen, gegen was ich eigentlich kämpfe, was den Gegner beeinflusst.
Die Autoimmun-Reaktion der Allergie bzw. MCS-Erkrankung folgt einem Zustand unserer körpereigenen Abwehr, in dem sie zum einen geschwächt ist und zum anderen in besonders hohen Maße mit einem oder mehreren auf den Körper einwirkenden Stoffen (Chemikalien, Stoffen, Hausstaub, Pollen etc.) belastet wird. In dieser Kombination reagiert das bis an seine Grenze ausgelastete Immunsystem mit einer Überreaktion, in der es den aktuell auslösenden, möglicherweise jedoch relativ harmlosen letzten Eindringling mit aller Macht bekämpft. Dabei treten viele der von klassischen Infektionen bekannten Krankheitssymptome auf, denn das Immunsystem kämpft jetzt gegen den Auslöser ähnlich wie gegen eine gewöhnliche Infektion. Nur ist dies ein Kampf des Körpers gegen relativ harmlose Stoffe. In welchen Ausmaß nun das Immunsystem überreagiert hängt offenbar von der Häufung der verschiedenen auf den Körper einwirkenden Stoffe, der Höhe der jeweiligen Belastung mit ihnen und dem Grad einer Schwächung des Immunsystems ab. So erklären sich auch die wechselnden und auch unterschiedlich heftigen Reaktionen im Verlauf der Heuschnupfenzeit. Und im Rest des Jahres? Ist das Immunsystem da stärker? Nein, nur sind eben weniger potentielle Auslöser in Ihrem Lebensraum, die Ihr Immunsystem beschäftigen und somit belasten. Als Auslöser, im Text vereinfachend Stoffe genannt, kommen inzwischen fast alle Kleinstlebewesen wie Hausstaubmilben, sämtliche Chemikalien und Pollen in Frage. Diese unüberschaubare Anzahl kleiner Stoffe können bedingt durch ihre geringe Größe über die Haut, den Speisetrakt oder die Atemwege aufgenommen werden und in das Blut gelangen. Die Chemikalien sind Giften gleichzusetzen. Dazu gehören industrielle Abgase, der Duft von Parfüms, Haushaltsreinigern und Waschmitteln oder auch die ständige Quecksilberauslösung aus Amalgam-Zahnfüllungen, die besonders heimtückisch ist: zum einen lässt sich die tatsächliche Quecksilberfreisetzung nur mit teueren Tests (Apotheke) zuverlässig bestimmen, zum anderen kostet ein Wechsel auf aus heutiger Sicht unbedenkliche Goldfüllungen schnell einige tausend Mark.
Das Wissen um diese Auslöser versetzt uns jedoch in die Lage, uns auf diese Krankheit einzustellen.
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